🌾 NEYLA 🌾

23. Februar 2023

Bezaubernde, sĂŒsse, kleine 🌾 NEYLA 🌾 , als deine Mama mit dir in ihrem Bauch in meiner Praxis zum KennenlerngesprĂ€ch sass und mir die Geschichte des Ankommens deiner grossen Schwester erzĂ€hlte, brauchte es bald TaschentĂŒcher fĂŒr deine Mama zum TrĂ€nen trocknen. Da sie fĂŒr die Geburt auf Anraten ihrer damaligen Hebamme und des AnĂ€sthesisten eine PeriduralanĂ€sthesie annahm und sich damit zwar wohl fĂŒhlte, allerdings auch an sich selbst und ihren ureigensten KrĂ€ften zweifelte, war fĂŒr sie fĂŒr die jetzige, deine Geburt wichtig, dass, wenn immer möglich, sie dieses Mal ohne AnĂ€sthesie-UnterstĂŒtzung dich zur Welt  bringen dĂŒrfte und ich ihr mehr UnterstĂŒtzung, mehr Rat und VorschlĂ€ge, deine Geburt zu gestalten in den Stunden im GebĂ€rsaal geben könne. Es waren aber die Erinnerungen daran, dass deine Schwester wenige Stunden nach ihrer Geburt ins Kinderspital verlegt werden musste, weil offensichtlich noch Fruchtwasser in ihren kleinen Lungen steckte und deine Mama sich so hilflos und alleine gelassen in dieser Zeit fĂŒhlte, die ihre TrĂ€nen fliessen liessen. Auch wenn die Wahrscheinlichkeit gering war, dass wir auch bei dir eine Verlegung nach der Geburt in das Kinderspital erleben wĂŒrden, ganz ausgeschlossen werden kann es so etwas nie und ich versprach deiner Mama, dass sie mich jederzeit in so einer Situation ( wie alle meine Frauen ) anrufen darf und ich mit ihr zusammen dann schauen wĂŒrde, wie wir euch beiden dann am Besten helfen können. Nun -vorweg gesagt- gab es keinen Grund dich nach der Geburt ins Kinderspital verlegen zu mĂŒssen, kerngesund und ganz schön schwer fĂŒr deine zierliche Mama, durftest du geboren werden. Schon eine Woche vor deinem Geburtstag probiertest du deine ersten Kontraktionen aus, gut sichtbar fĂŒr deinen Geburtshelfer in seiner Praxis auf der Herztonkurve und auch schon spĂŒrbar fĂŒr deine Mama, die aber noch Entwarnung gab, die Erfahrungen der Geburtswehen deiner Schwester liessen sie diese Wehen als Vorwehen einstufen. Eine Woche spĂ€ter schrieb sie mir erneut abends eine Nachricht, dass die Kontraktionen nun etwas intensiver, fĂŒr sie aber noch nicht beunruhigend wĂ€ren, allerdings wĂŒrde sie sich wegen sichtbarem Blut auf ihrer Binde Sorgen machen. Wir telefonierten umgehend miteinander. Du strampeltest ordentlich im Bauch deiner Mama und deine Mama beschrieb die Blutung genauer. ”Zeichnungsbutung” nennen wir Hebammen jenen minimalen , blutig-schleimigen Abgang in Kombination mit regelmĂ€ssigen Wehen, ein ”Zeichen” fĂŒr uns, dass ihr MĂ€use euch parat macht, geboren zu werden. Deiner Mama ging es soweit gut und sie hatte das BedĂŒrfnis, solltest du in den nĂ€chsten Stunden zur Welt kommen wollen, sie das aber mit schön gemachten Haaren erleben wollte. Deine Mama liess also noch nicht zum GebĂ€ren ”los” , bis ihre Haare gestreckt waren und wenn die Frauen noch BedĂŒrfnisse in diese Richtung haben, so sagte mir mein Hebammenverstand, dass es wohl noch ein paar Augenblicke dauert, bis wir ĂŒber Geburtswehen sprechen wĂŒrdenâ˜ș. Deiner Mama empfahl ich, nachdem ihre Frisur wie gewĂŒnscht sitz, sich noch einmal mit einer WĂ€rmflasche auf den schmerzenden Stellen ins Bett zu legen, um zu ruhen oder im optimalsten Falle noch etwas zu schlafen, immerhin hatten wir alle einen langen Tag hinter uns 
 Und wĂ€hrend deine Mama sich etwas sorgte, mich in Alarmbereitschaft versetzt zu haben und dann vielleicht doch nur einen Fehlalarm ausgelöst zu haben, legte auch ich mich noch einmal ins Bett, angezogen wohlgemerkt
 3 Stunden spĂ€ter, der neue Tag, dein Geburtstag war gerade 40 Minuten alt, rief deine Mama erneut an. Nun hatten eure Wehen eine deutlichere IntensitĂ€t und rollten in schönen regelmĂ€ssigen AbstĂ€nden alle 5 Minuten an. Deine Mama war daran, fĂŒr deine grosse Schwester den Babysitter zu euch nach Hause zu holen und auch ich machte mich auf den Weg Richtung Aarau. Es regnete in Strömen in deiner Geburtsnacht und ein Schwertransporter vor mir ( und das Mitten in der Nacht !) und die regennassen Strassen liessen mich nicht so schnell voran kommen, wie ich es gerne gehabt hĂ€tte. Ich brauchte noch etwa 25 Minuten bis zur Klinik, als deine Mama mich erneut anrief. Die Kontraktionen hatten inzwischen so eine StĂ€rke, dass deine Mama nun das BedĂŒrfnis hatte, in Richtung Klinik zu fahren. WĂ€hrend wir telefonierten, hörte ich, wie deine Mama durch eure Wehen atmete. Und sie machte das von sich aus sooo gut, denn eigentlich rauben einem diese Wehen ja den Atem. Auch hörte ich, wie deine Mama schon eine leichte Tendenz zum Mitschieben hatte, ganz eindeutig wolltest du bald geboren werden! WĂ€hrend deine Eltern sich in ihr Auto setzten und Richtung Klinik fuhren, rief ich im GebĂ€rsaal an und bereitete meine Kollegin Daniela ( 1001 Dank fĂŒr ALLES ❀!) darauf vor, dass ich eventuell erst nach deiner Mama die Klinik erreichen wĂŒrde und das ich denke, dass deine Geburt sehr schnell gehen wĂŒrde. Ich bat Daniela, mir die Badewanne mit Wasser zu fĂŒllen, ich hĂ€tte mir gut vorstellen könne, dass dein Mama dich im warmen Wasser das erste Mal in den Armen halten könnte. Obwohl in der Nacht noch 3 andere Störche im Landeanflug waren, bereitete Daniela alles fĂŒr uns im GebĂ€rsaal vor und fĂŒllte die Badewanne mit Wasser, alles war fĂŒr deine Geburt bereit. Ich kam auf dem Parkplatz der Klinik an und wenige Augenblicke spĂ€ter auch deine Eltern in ihrem Auto. ich hatte sie gebeten, direkt zum Notfalleingang der Klinik zu fahren, der schnellste Weg um in den GebĂ€rsaal zu kommen. Dein Papa stieg aus dem Auto und begrĂŒsste mich mit meinem Namen. Ich wunderte mich im ersten Moment, denn wir sahen uns hier auf dem Parkplatz in dieser Nacht zum ersten Mal. Deine Mama, sie hatte wohl doch einiges und typisches von mir deinem Papa im Voraus erzĂ€hlt, so dass er mich ”ungesehen” erkannte â˜ș.. Deine Mama sass noch im Auto und anhand ihrer nun schweren Atmung war fĂŒr mich eindeutig, es musste jetzt schnell gehen, euch in den GebĂ€rsaal zu bringen. Ich bat die PflegekrĂ€fte vom Notfall, uns einen Rollstuhl zu bringen. Euer Auto noch auf den Besucherparkplatz zu fahren oder eure Tasche aus dem Auto zu holen,  dafĂŒr war jetzt wirklich keine Zeit mehr. Dein Papa half deiner Mama vom Auto in den Rollstuhl, wĂ€hrend ich, die AutotĂŒr haltend, euren Geburtshelfer anrief, der sich primĂ€r mal darĂŒber freute, dass deine Eltern und ich jetzt Richtung GebĂ€rsaal unterwegs waren. Ohne deine Mama untersucht zu haben, nur durch das Hebammenohr weise wissend, bat ich euren Geburtshelfer zu uns, zu deiner Geburt zu kommen, denn es war sicher, du wolltest jeden Augenblick zur Welt kommen. Deine Mama, sie konnte sich in dieser Situation kaum noch bewegen, wirkte verstĂ€ndlicherweise verkrampft. WĂ€hrend dein Papa meinen Hebammenkoffer nahm, schnappte ich mir den Rollstuhl mit deiner Mama darin und schnellen Schrittes eilten wir 3,5 Personen durch die nĂ€chtlichen KlinikgĂ€nge zum GebĂ€rsaal. Es war das erste Mal ĂŒberhaupt fĂŒr mich in meiner langen Hebammenkarriere, dass ich mit einer meiner Frauen im Rollstuhl im GebĂ€rsaal auftauchte und so sei es mir verziehen, dass ich am Eingang des GebĂ€rsaales mit voller Geschwindigkeit mit deiner Mama die GebĂ€rsaaltĂŒr  rammte ( solltest du spĂ€ter Vorlieben fĂŒr Autoscooter auf RummelplĂ€tzen entwickeln- das geht definitiv auf mich 🙈 ). Hinein in den GebĂ€rsaal, der Dank Daniela perfekt vorbereitet war, lockte natĂŒrlich die Badewanne. Aber deine Mama, sie konnte sich kaum noch bewegen, unmöglich war es, sie ĂŒber den hohen Badewannenrand in das Wasser zu bewegen. Auch schob deine Mama nun guthörbar mit, eure Presswehen waren da und du halfst offensichtlich intensiv dabei mit. Zusammen mit deinem Papa und Daniela legten wir deine Mama vorsichtig seitlich auf das Bett. Dein Herzschlag kontrollierte ich rasch und mit 144 SchlĂ€gen klopfte er ganz wunderbar. Im gleichen Augenblick sprang eure Fruchtblase und ein grosser Schwall klares Fruchtwasser flutete Bett und Boden. FĂŒr deine Mama passierte in dieser Zeit verstĂ€ndlicherweise viel zu viel auf einmal, mich in diesem Augenblick fĂŒr die Geburt umzuziehen war  unwichtig. Eine Hand auf den Bauch deiner Mama legend und mit der anderen eine Hand deiner Mama haltend, atmete ich mit ihr zusammen und schnell ĂŒbernahm deine Mama meinen Atemrhythmus  und konnte wieder  etwas lockerer Luft holen. Das machte sie auch fĂŒr dich, denn nun zeigtest du uns auf Grund deiner Herztöne, dass auch fĂŒr dich die Geburtsreise viel zu schnell ging. Weiterhin gemeinsam atmend, bat ich deine Mama, sich von der rechten Seite auf die andere Seite nach links zu legen. Der Lagerungswechsel tat dir hörbar gut und das euer Geburtshelfer nun bei uns war, notfalls mithelfen zu können, tat mir gut 😌. Dein Papa stand bei deiner Mama und hielt beruhigend und Zuversicht gebend die Hand deiner Mama. Deine Mama sie schob in jeder eurer Wehen mit und immer wie mehr konnten wir deine vielen dunklen Haare in der Tiefe deines Geburtsweges sehen. Aber es waren deine Herztöne, die uns Sorgen bereiteten und weil spĂŒrbar war, dass es dir und deiner Mama gut tun wĂŒrde, euch in eurer Geburt zu unterstĂŒtzen, erklĂ€rte eurer Geburtshelfer ruhig die nĂ€chsten Schritte, die er jetzt unternehmen wĂŒrde, um euch zu helfen. Deine Mama bekam dennoch Angst um dich, aber sie atmete mit mir zusammen in der Wehenpause, um dir so viel wie möglich Sauerstoff ĂŒber ihr Blut zu zukommen zu lassen und in der nĂ€chsten Wehe drĂŒckte wohl wir alle mit deiner Mama mit, die mit ihrer ganzen Kraft, die sie nun entwickelte, die nĂ€chste Presswehe ausnĂŒtze. Zwar hatte euer Geburtshelfer bereits alles fĂŒr eine UnterstĂŒtzung durch ein Vacuum bereitgestellt, aber deine Mama schaffte es nun und so unglaublich toll von alleine, dass du geboren werden konntest. 1 Stunde nachdem deine Eltern daheim bei euch abgefahren waren, machtest du nun hier im GebĂ€rsaal, kaum war dein Köpfchen geboren, deinen ersten Atemzug laut und deutlich. Und es war deine Nabelschnur, die sich 2x ganz fest um deinen Hals gewickelt hatte und die nun erst von uns gelockert werden musste, damit auch dein Körpers geboren und du gleich zu deiner Mama auf die Brust gelegt werden konntest. Wir waren alle erleichtert, wie gut es dir ging und deine Mama fragte sofort nach eurem Geburtstuch, dass noch in eurem Auto auf dich wartete. Sie  bat deinen Papa es zu holen und auch wenn fĂŒr mich und ”meine” Babys dieses rote Tuch ein so schönes Willkommens-Ritual ist, ich wollte diese ”heiligen” ersten Momente des Ankommens eines neuen Lebens auf dieser Welt deinem Papa  gönnen und schlug deiner Mama vor, fĂŒr den Augenblick die warmen TĂŒcher der Klinik zu nutzen und dafĂŒr eure kleine, bezaubernde Familie nicht zu trennen. Wenn eine Geburt so schnell, so fordernd, fĂŒr den Körper eindeutig ĂŒberfordernd war, sollte jetzt eigentlich jede kommende Minute entschleunig werden, um der Mama, die gerade Unvorstellbares geleistet hatte, Zeit und Ruhe zum Ankommen in dieser neuen Situation zu geben. Deiner Mama konnten wir diese Auszeit aber nicht gönnen, zu viel Blut verlor sie im Moment und liess uns keine andere Möglichkeit, als sofort reagieren zu mĂŒssen. FĂŒr deine Mama war jede der BerĂŒhrungen an ihr unvorstellbar unangenehm und selbst du in ihren Armen konntest sie nicht von ihrem gefĂŒhlten Schmerz ablenken. Sie war auch im Moment enttĂ€uscht, dass das versprochene GlĂŒcksgefĂŒhl nach der Geburt fĂŒr sie sich nicht einstellte. Ich erklĂ€rte ihr, dass die Schnelligkeit eurer Geburt ihren Körper und ihren Geist völlig ĂŒberfordert hatten und alles im Moment zu viel wĂ€re, deine Mama eigentlich jetzt Zeit brĂ€uchte um Anzukommen 
.Eure Nachgeburt aber verursachte nun unangenehmen Druck und wollte geboren werden. Dein Papa durchtrennte deine Nabelschnur und wenige Augenblicke spĂ€ter konnte die Placenta geboren werden. Da deine Mama weiterhin zu viel an Blut verlor, musste statt deine Mama ihrer Ruhe zu gönnen, wieder mehr mit und an ihr gemacht werden. Infusionen wurden gelegt und verabreicht, Wehenmittel gespritzt, eine Eisblase auf die mĂŒde GebĂ€rmutter gelegt. Euer Geburtshelfer begann, die Dammverletzung, die entstanden war, zu nĂ€hen und deine Mama, die durfte nun darĂŒber schimpfen, das sie ( absolut verstĂ€ndlicherweise) mit keiner der BerĂŒhrungen an ihrem Körper im Moment zufrieden war. Als wir merkten, dass alle unsere Notfall- Massnahmen Erfolg brachten, die BlutungsstĂ€rke akzeptabel wurde, konnten wir alle entspannter mit der Situation umgehen. (SpĂ€ter wĂŒrde mir deine Mama sagen, dass sie von diesen Momenten so gar keine Erinnerungen mehr hat, die die Dialoge zwischen ihr und eurem Geburtshelfer werden also immer mein Geheimnis bleiben 😉 ) Du lagst in dieser Zeit tiefenentspannt bei deiner Mama, hattest deine Augen weit offen ( auch ohne ”mein” rotes Geburtstuch 😉 ) und blicktest neugierig in deine neue Welt. Dein Papa hielt mit einer Hand die Hand deiner Mama und mit der andern Hand streichelte er dich und kĂŒsste dich vorsichtig. Du zeigtest bereits deutlich, dass zur Welt kommen hungrig macht und kaum konnten wir deine Mama wieder normal in ihr Bett legen ( deine Mama spĂŒrte jeden einzelnen Knochen ihres Körpers und besonders ihres Beckens ! ) schaute und sorgte sie nur noch fĂŒr dich, gab dir ihre Brust und du stilltest deinen ersten Hunger. WĂ€hrend dein Papa nun dein Geburtstuch und eure Sachen aus eurem Auto holte, blieb euer Geburtshelfer noch bei deiner Mama und ich zog mir nun meine Hebammenkleidung mit etwas VerspĂ€tung an. ZurĂŒck mit eurem roten Geburtstuch deckte dich dein Papa nun damit zu und euer Geburtshelfer verabschiedete sich an diesem frĂŒhen Morgen von euch. Auch wenn wir immer noch ein wenig  uns um den Kreislauf deiner Mama kĂŒmmern mussten, langsam zog die so verdiente Ruhe und Gelassenheit in den GebĂ€rsaal ein. Du trankst entspannt an Mamas Busen und deine Eltern rekapitulierten gemeinsam ihre ersten EindrĂŒcke deiner Geburt. Deine Mama hatte Durst auf Orangensaft und dein Papa organisierte ihn. Als mein Magen mit einem Mal laut knurrte, forderte mich deine Mama lachend auf, mir etwas zu essen zu organisieren. Aber zuerst sollte deine Mama so gut wie möglich verwöhnt werden. WĂ€hrend sie dir die Brust gab, hĂŒllten wir sie in warme TĂŒcher. Ich fragte nach euerer Geburtsmusik, die wir zwar nicht zur Geburt haben abspielen können, aber die durchaus jetzt aktiviert werden könne. Dein Papa hatte sie ausgewĂ€hlt und spielte sie nun ab. Du warst absolut wach und schienst zufrieden, dein Köpfchen hobst du wie eine Grosse und suchtest dir deinen Busen selbst. Ich machte fasziniert Fotos von dir kleinen sĂŒssen Maus. Dein Papa durfte sich in der Zeit dein NabelschnurbĂ€ndchen aussuchen und er wĂ€hlte dir einen Regenbogen mit einem roten Herz aus. Kurz auf die Wochenstation gehend, entdeckte ich dort  einen Karton mit Schoko-SchaumkĂŒssen und nahm fĂŒr deine Eltern und mich jeweils einen mit. Wir assen ihn sofort und ĂŒber die Frauenweisheit, das Schokolade gut gegen Stress ist, mussten wir drei lachen
Nun band dein Papa dir dein Regenbogen-NabelschnurbĂ€ndchen um den Rest deiner Nabelschnur und kĂŒrzte sie mit der Schere. Deine Eltern betrachteten und berĂŒhrten fasziniert diese so spezielle Materie. Als dein Papa dich auf die Waage legte, staunten wir ĂŒber dein Gewicht, es fehlten nur wenige Gramm und wir hĂ€tten ein 4kg Baby gehabt, riesig fĂŒr deine so zierliche Mama! Wieder zurĂŒck in den Armen deiner Mama kleidete dich dein Papa in deine erste Windel. Und er war schon so sichtbar verliebt in dich! WĂ€hrend er dir deine ersten Kleidchen anzog, einen weissen Body mit vielen braunen Punkten und mit einem braunen Hasenkopf darauf und einem sĂŒssen altrosa farbenen Strampler  mit Hasen und Rehen bedruckt, kĂŒsste und streichelte er dich immer wieder. NatĂŒrlich gab es die passende und zauberhafte MĂŒtze auf deinen Kopf, die sĂŒssen SchĂŒhchen, die deine Mama dir ausgesucht hatte, gefielen deinem Papa zwar nicht so, aber fĂŒr das erste bekamst du sie von ihm angezogen ( prognostisch wĂŒrden ich sagen, dass du ihn jederzeit zum Schuhe kaufen mitnehmen kannst, spĂ€ter einmal 😎 ). Fertig angezogen gab dich dein Papa deiner Mama wieder zurĂŒck in die Arme und sie wiegte dich lĂ€chelnd, sanft und liebevoll. WĂ€hrend dein Papa nun dein NamensbĂ€ndchen  mit rosa Perlen ( nichts anderes hĂ€tte zu deinem Strampler gepasst!) auffĂ€delte, bemerkte deine Mama, dass diese feinmotorische AuffĂ€delarbeit der Perlen fĂŒr deine Papa nach einer langen, durchwachten Nacht anstrengend wirkte. Und dein Papa bejahte das, allerdings wĂŒrde er diese Anstrengung noch so gerne machen, nachdem deine Mama die Schwerstarbeit gehabt hatte. Und deine Mama, sie bedankte sich bei deinem Papa immer wieder fĂŒr all die Hilfe, die dein Papa ihr wĂ€hrend euerer Schwangerschaft und deiner Geburt gegeben hatte. 

Zauberhafte 🌾 NEYLA 🌾 , ging deine Geburt rasant schnell, so nahmen wir uns die Zeit danach , die es brauchte. Erst kurz vor dem Mittagessen verabschiedete ich mich von deiner Mama, so viele Fragen waren bis dahin noch zu beantworten. Konnte ich deiner Mama zwar unter der Geburt nur wenige RatschlĂ€ge geben, weil die Zeit es nicht zu liess, so hat sich deine Mama aber ihren wichtigsten Wunsch, dich allein und aus eigener Kraft zur Welt zu bringen, selbst und so toll erfĂŒllt, darauf darf deine Mama ganz ganz stolz sein ! Daheim bei euch lernte ich deine grosse Schwester kennen, ein ganz bezauberndes kleines MĂ€dchen, ich bin mir sicher, ihr zwei werdet jede Menge Unsinn aushecken und vor allem eure Eltern zum Lachen bringen. Orakelt habe ich, dass du einmal ein Autoscooter-Fan werden wirst ( meine Schuld â˜ș ), dein Papa dir alle Schuhe dieser Welt kaufen wird und ganz zum Schluss lass mich erwĂ€hnen, dass du offensichtlich Unmengen an Getreideriegeln ĂŒber die Muttermilch bekommen hast, deine Mama war ein regelrechter MĂŒesli-Riegel-Freak in euerer Stillzeit, solltest du also Vorlieben oder Abneigungen gegen Getreideriegel entwickeln- frag deine Mama 😉


Bis dahin sei von mir VON HERZEN WILLKOMMEN 💝💝💝


Zum Ende des Jahres 2022

31. Dezember 2022

Als ich dieses Foto hier von meiner Kollegin Bettina und mir im GebĂ€rsaal mit meiner Handykamera machte, war es morgens, halb 7 Uhr. Ich war seit 23 Stunden auf den Beinen, Baby LOLA MAVA lag, soeben geboren, zufrieden trinkend am Busen seiner erschöpfen, aber so glĂŒcklichen Mama, der Papa von LOLA hatte kurz zuvor ergriffen und gerĂŒhrt die Nabelschnur seiner Tochter durchtrennt. Bettina hatte mich im GebĂ€rsaal durch die Nacht begleitet und mir, wĂ€hrend Lola sich mit ihren Eltern auf ihre Geburtsreise begab, im Hintergrund so viele kleine und große Arbeiten und Handgriffe abgenommen. Unglaublich mĂŒde waren wir wohl alle nach so einem langen Tag, aber auch unglaublich glĂŒcklich und durchflutet von GlĂŒckshormonen, die nicht nur die frisch gewordene Eltern erleben dĂŒrfen, sondern auch wir Hebammen und Geburtshelfer tanken, wenn wir Zeuge des Beginns neuen Lebens und bedingunsloser Liebe von Eltern fĂŒr Ihr Neugeborenes sein dĂŒrfen. ( Sieht man es in unseren Augen?!?â˜ș)

Im 2022 durfte ich bei der Geburt von

🌾LILIAN🌾 RICO🌾 ADRIEL🌾 AMAYA🌾 MARLO🌾 ANDRIN 🌾VALENTINA 🌾LINA 🌾AMARU 🌾 MILO 🌾 KAIA 🌾SILENA 🌾 MALEA🌾 MALIN🌾 NELA 🌾SOPHIA 🌾 LOLA 🌾LIO 🌾AMELIA 🌾 ARIANA🌾

diese GlĂŒcksgefĂŒhle mit tanken und bedanke mich bei meinen tollen Paaren fĂŒr die so wertvolle gemeinsame Zeit, die wir miteinander verbringen durften.
Und ich bin glĂŒcklich, durfte ich Baby

🌾JANIS 🌾 LEIA 🌾 LENJO 🌾 und 🌾 LIAM 🌾

bei deren Geburten ich es leider nicht geschafft habe, dabei zu sein, sie umso intensiver im Wochenbett genießen. Allen meinen Babys und Eltern ein zauberhaftes 2023, soviel spannendes in der Entwicklung der kleinen ZaubermĂ€use kommt auf euch zu!


🌾 ARIANA 🌾

6. Dezember 2022

ZuckersĂŒsse, kleine 🌾 ARIANA 🌾 , als Beleghebamme hat Frau die wunderschöne Aufgabe, Paare beim Eltern werden begleiten zu dĂŒrfen, die Monate der Schwangerschaft, die Stunden der Geburt und die ersten Wochen des Wochenbettes. So hĂ€ufig darf sich ĂŒber diesen langen Zeitraum dabei eine Vertrautheit zwischen Familie und Hebamme entwickeln, die beiden Seiten gut tut. Und auch wenn die Hebamme irgendwann die Familie ziehen lassen muss, um sich anderen werdenden Eltern zuzuwenden, so viele Erinnerungen an berĂŒhrende Momente aus dieser Zeit bleiben und ich persönlich winke lĂ€chelnd gedanklich ”meinen” Familien immer dann zu, wenn ich auf meinen Wochenbett-Touren an den HĂ€usern meiner ehemaligen Babys vorbei fahre. Schon die Geburtsreise deiner grossen Schwester 🌾 LILIA ISABELLA 🌾durfte ich begleiten und viele schöne, zu Herzen gehende Augenblicke erlebte ich mit deinen Eltern. Einige besondere Momente aus dieser Zeit erzĂ€hle ich noch heute meinen schwangeren Paaren
 Die Geburtsreise deiner Schwester brauchte Zeit und der damalige Geburtshelfer deiner Schwester hatte nicht viel Vertrauen in die Kraft deiner Mama. Er setzte uns ein zeitliches Ultimatum, bis er deine Schwester durch eine Bauchgeburt zur Welt kommen lassen wollte. Deine Mama aber fand nach vielen Stunden Geduld die Kraft und den positiven Willen – und ich behaupte heute noch, dass die Musik-Playliste der Geburt deiner Schwester mit der Hochzeitsmusik deiner Eltern darauf einen ganz entscheidenen und mentalen Einfluss hatte- , dass der Geburtsweg deiner Schwester nach vielen Stunden ohne grösseren Fortschritt sich mit einem Mal innert kĂŒrzester Zeit öffnete und deine Schwester kraftvoll und mit so viel Liebe von deiner Mama im GebĂ€rsaal geboren wurde  und deine Eltern deine Schwester ĂŒberglĂŒcklich und staunend in ihre Arme nehmen konnten. 1,5 Jahre spĂ€ter erkundigte sich deine Mama bei  mir nach  Namen der Geburtshelfer, die sicher mehr Geduld unter der Geburt hĂ€tten und ich ahnte schon freudig, dass bald darauf die Nachricht kommen wĂŒrde, dass du es dir in deiner Mama bequem gemacht hattest und deine Schwester zur grossen Schwester werden wĂŒrde. Nach den Berechnungen deiner Mama war es gut möglich, dass du ein Adventsbaby werden wĂŒrdest und weil noch ein zweites meiner ehemaligen Paare ebenfalls in dieser Zeit ihren Entbindungstermin hatten, entschloss ich ich mich, meine ĂŒblichen Dezemberferien etwas hinaus zu verschieben, denn ich wollte natĂŒrlich unbedingt bei deiner Geburt mit dabei sein! Der Bauch deiner Mama wuchs und wurde kugelrund und wir trafen uns zum VorgesprĂ€ch fĂŒr deine Geburt in meiner Praxis. Auch deine Schwester kam mit und konnte sich ”ihren” Storch, den deine Eltern mir nach der Geburt von Lilia geschenkt hatten  und der fortan an meiner PraxiseingangstĂŒr hing, anschauen. Ich sagte deinen Eltern, dass mein HebammengefĂŒhl spĂŒrte, dass deine Geburt viel weniger lang gehen wĂŒrde und die erste Zeit des Wochenbettes einiges entspannter sein wĂŒrde, nun, da deine Mama und dein Papa schon ”erfahrene” Eltern waren. Und deine Mama behielt sich vor, spontan das Element Wasser fĂŒr deine Geburt auszuwĂ€hlen genau wie die Möglichkeit einer PeriduralanĂ€sthesie zur UnterstĂŒtzung zu nehmen, wie schon bei deiner  grossen Schwester. Die Adventszeit und damit die Tage um deinen Geburtstermin begann und deine Mama genoss die letzten Momente mit dir in ihrem Bauch, du aber, das spĂŒrte deine Mama gut, bereitetest dich bereits auf deinen grossen Tag vor. Deine Mama wĂŒnschte mir einen schönen ersten Advent und auch zum zweiten Advent kam ein zauberhaftes Weihnachtsfoto von ihr auf meinem Telefon an, mit der Anmerkung, dass noch alles ruhig bei euch wĂ€re. Aber nur einen Abend spĂ€ter, es war der Vorabend vom Nikolaustag, schrieb mir deine Mama, dass sie das GefĂŒhl hĂ€tte, du wĂŒrdest ein Samichlaus-Baby werden, denn deine Mama spĂŒrte ihre ersten regelmĂ€ssigen Wehen. Wir telefonierten miteinander und deine Mama wirkte noch sehr entspannt, auch die Erinnerung, wie lange es damals bei der Geburt deiner Schwester ging, war bei deiner Mama sehr prĂ€sent und so vereinbarten wir, abzuwarten, jeder noch bei sich daheim. Nach einer Stunde schrieb deine Mama erneut, die Wehensituation hatte sich nicht verĂ€ndert und deine Mama wollte versuchen, mit einer WĂ€rmeflasche im schmerzenden RĂŒcken ein wenig Schlaf zu finden. Auch ich legte mich schnell ins Bett, allerdings noch angezogen, mein GefĂŒhl sagte mir, dass es wohl nicht zu einer schlafintensiven Nacht kommen wĂŒrde. Und richtig, eine gute Stunde spĂ€ter schrieb mir deine Mama erneut, dass an Schlaf nicht zu denken war, eure Wehen kamen bereits in sehr kurzen AbstĂ€nden und deine Mama kĂ€mpfte nun mit Übelkeit, ein sicheres Zeichen, dass da bereits intensive Geburtswehen am arbeiten waren! Ich sagte deiner Mama, dass ich sofort losfahren wĂŒrde und rief bei meinen Kolleginnen im GebĂ€rsaal an, meine Kollegin Heidi ( 1001 Dank❀fĂŒr alles! ) bereitet schon alles fĂŒr deine Geburt vor und begann, die Badewanne auf meinen Wunsch mit Wasser zu fĂŒllen. Deine Mama war immer noch etwas unglĂ€ubig, dass es wirklich schon Zeit wĂ€re, um in die Klinik zu fahren, aber das Timing war perfekt, denn als wir uns 1 Stunde spĂ€ter auf dem Parkplatz der Klinik trafen, der neue Tag war gerade einmal 45 Minuten alt und du wĂŒrdest damit definitiv ein Samichlaus-Baby werden, kamen eure Wehen intensiv und alle 2 Minuten. War auf dem Weg von Luzern nach Aarau der Nebel auf den Strassen mein Begleiter, schien nun ein klarer Himmel mit Unmengen von Sternen auf uns herab. Wir standen einen Moment in der KĂ€lte der Nacht und ich atmete mit deiner Mama durch ihre Wehen und deine Mama, sie hielt dabei ihre HĂ€nde zu einem Herz gefaltet auf ihrem Bauch ganz nah bei dir. Dein Papa stĂŒtze deine Mama sanft und gemeinsam gingen wir, immer mal wieder stehen bleibend um eine Wehe zu veratmen, in die Klinik in euer Geburtenzimmer, in dem schon damals deine grosse Schwester zur Welt gekommen war. Ich bat deine Mama, sie rasch untersuchen zu dĂŒrfen und konnte wunderbare 7 Zentimeter ertasten, die du mit deiner Mama auf eurem Geburtsweg bereits gemeinsam geschafft hattest. Auch spĂŒrte ich, wie du dich mit deinem Köpfchen durch das Becken deiner Mama bewegtest. Deine Mama, sie atmete so perfekt durch eure Wehen, dein Papa streichelte sanft deine Mama, auch er spĂŒrte, dass es dieses Mal so viel schneller gehen wĂŒrde, als bei der Geburt deiner grossen Schwester. Ich fĂŒllte die letzten Zentimeter der Badewanne noch mit warmen Wasser auf und deine Mama ging umgehend in die Wanne, ein tiefer Seufzer von ihr, kaum hĂŒllte sie das warme, ihr gut tuende Wasser sie ein, zeigte uns, es war der richtige Ort, den sich deine Mama fĂŒr deine Geburt ausgesucht hatte. Deine Mama sagte mir, wie fest sie dein Köpfchen bereits als Druck spĂŒrte und ich weckte euren Geburtshelfer, damit er sich zu uns gesellen konnte. Gemeinsam mit deinem Papa standen wir  nun am Badewannenrand und hatten nichts anderes zu tun, als deine Mama zu bestĂ€rken, wie unglaublich wundervoll sie mit dir durch eure Geburt ging. Dein Papa reichte deiner Mama ein Glas Wasser, damit deine Mama sich in der Wehenpause etwas erfrischen konnte. Dann aber kam bereits die nĂ€chste Wehe angerollt und deine Mama hatte das BedĂŒrfnis, dem Druck nach unten nachzugeben. Ich ermutigte sie dazu und sanft probierte deine Mama aus, wie es sich anfĂŒhlte, loslassen zu dĂŒrfen. Und weil bei deiner grossen Schwester  ja die Geburtsmusik eine grosse Bedeutung hatte, achtete ich mich, welche Musik nun von der Playliste lief, die deine Mama fĂŒr dein Ankommen zusammen gestellt hatte, es war Whitney Houstons ”One Moment in Time”! Ich schlug deiner Mama vor, bei der nĂ€chsten Wehe selbst mit ihren Fingern zu tasten, ob dein Köpfchen schon zu spĂŒren war und deine Mama berĂŒhrte staunend sowohl dein Köpfchen, als auch deine Fruchtblase, die bei der nĂ€chsten Wehe unter Wasser gut sichtbar zerplatzte. Nun durfte dein Köpfchen geboren werden und wĂ€hrend wir auf die nĂ€chste Wehe warteten, sang Bryan Adams aus dem Lautsprecher ”Everything i do i do it for you” . Deine Eltern lĂ€chelten sich an und ich dachte in diesem Augenblick: Kann es eigentlich noch romantischer bei einer Geburt zugehen â˜ș? Die nĂ€chste Wehe rollte heran und deine Mama atmete und schob intuitiv mit, mit ihrer Hand dein Köpfchen haltend, bis dein Köpfchen mit den dunkel wirkenden Haaren unter Wasser sichtbar war. ”Schön bist du da !” begrĂŒsste dich deine Mama schon, auch wenn wir noch auf die allerletzte Wehe warten mussten, in der dann letztendlich der Rest deines kleinen Körpers geboren wurde und deine Mama dich noch unter Wasser auffing und dich an die WasseroberflĂ€che hob. Geboren wurdest du 45 Minuten nachdem wir den GebĂ€rsaal betreten hatten, so wunderschön, so berĂŒhrend, mit so viel Liebe deiner Mama und deines Papas. Der machte sogleich ein Foto von dir, wie du im Wasser liegend, in den Armen deiner Mama die ersten AtemzĂŒge machtest. Deine Mama, noch völlig ĂŒberwĂ€ltigt von dem Tempo, wie sie dich geboren hatte, schaute dich liebevoll an und stellte bereits fest, wie sĂŒss du warst! Dein Papa gab dir ein warmes Tuch, dass dich auch im Wasser zudeckte, euer Geburtstuch liessen wir noch fĂŒr den Moment im WĂ€rmeschrank. Deine Mama, sie strahlte nun, unglaublich schön sah sie aus, alle GlĂŒcksgefĂŒhle der Welt gehörten in diesem Augenblick nur ihr
Du lagst absolut zufrieden in ihren Armen und wurdest tiefenentspannt rosarot. Deine Eltern konnten dich in aller Ruhe anschauen, wir hatten alle Zeit der Welt dafĂŒr. Du öffnetest nun deine Augen und deine kleine Zunge zeigte bereits deutlich, dass du den Busen deiner Mama suchtest. Die aber brauchte einen kurzen Moment fĂŒr sich, denn deine Placenta wollte geboren werden und auch diese wurde, wie du, im Wasser geboren. Euer Geburtshelfer zeigte sie deinen Eltern und nun, wo die Placenta nicht mehr mit deiner Mama verbunden war, konnte dein Papa die Nabelschnur durchtrennen und eurer Geburtshelfer sagte zu deinem Papa : ”Geniessen Sie es !” Und man sah es deinem Papa an, er tat es! Eine halbe Stunde nach deiner Geburt wurde das Wasser in euer Wanne kĂŒhl und deine Mama wollte eueren Geburtsort verlassen. Nun wurde es Zeit fĂŒr dein Geburtstuch, welches dein Papa angewĂ€rmt aus dem WĂ€rmeschrank holte und wĂ€hrend deine Mama, von mir mit warmen TĂŒchern eingewickelt, sich auf ihr Bett legte, hielt dein Papa dich andĂ€chtig in deinem roten Tuch im Arm und auf deinem Tuch war dein wunderschöner Name gut sichtbar eingestickt : 🌾 ARIANA 🌾! Eine winzig kleine Dammverletzung musste bei deiner Mama genĂ€ht werden, aber dann wolltest du den Busen deiner Mama probieren und tatest es so, als ob du schon ewig im Bauch deiner Mama dafĂŒr geĂŒbt hattest ! Euer Geburtshelfer wollte dich mit deinem Papa zusammen zum ersten Mal untersuchen, um zu schauen, ob wirklich alles in Ordnung und an dir dran war. Eine fröhliche, gelöste Stimmung war in deinem Geburtszimmer und euer Geburtshelfer konnte bestĂ€tigen, dass alles an dir gesund erschien. ZurĂŒck zu Mama ging es nun schnell, in deinem roten Geburtstuch gewickelt, zeigtest du uns, dass dein Hunger nach Mamas Busen noch nicht gestillt war. Als du dann aber zufrieden und satt wirktest, machten wir uns gemeinsam daran, dir deine ersten Kleidchen anzuziehen. Zuerst aber durfte deine Mama nun auch noch deine Nabelschnur durchtrennen, einfach, um diese in eine sinnvolle LĂ€nge zu kĂŒrzen. Dann legte dein Papa dich auf die Waage und gemeinsam lasen wir dein Geburtsgewicht von 3430 Gramm ab. ZurĂŒck bei Mama machte er ganz zauberhafte Erinnerungsfotos  von dir, bevor deine Eltern sich aus meinen NabelschnurbĂ€ndchen zwischen Regenbogen und Löwen entscheiden mussten und sich den König der Tiere fĂŒr dich aussuchten. Deine FussabdrĂŒcke wurden zu Papier gebracht  und dein Papa putze routiniert die Stempelfarbe wieder von deinen FĂŒsschen. Du lagst bei deiner Mama dabei im Arm und ein kleines, noch unbewusstes LĂ€cheln fing ich dabei mit meiner Kamera ein. Nachdem dein Papa das NabelschnurbĂ€ndchen platziert und eine erste Windel dir angezogen hatte holte er aus euer Tasche ganz viele Babykleidchen hervor und deine Eltern hatten nun die Qual der Wahl, aus den vielen deiner Kleidchen etwas fĂŒr den jetzigen Augenblick  zu bestimmen. Aber ich glaube, deine Mama wusste schon sehr genau, was dein Papa dir nun anziehen wĂŒrdeâ˜ș. Ein weisser Body mit goldenen Sternen, einem Hasen und einem Pinguin darauf kam zuerst, gefolgt von einem rosaroten Strampler ĂŒbersĂ€t mit kleinen Herzen. Zwei zuckersĂŒsse weisse Finken mit roter und blauer Schleife hielten deine FĂŒsschen warm. Wenig spĂ€ter konnte dein Papa mit dir ausgiebig kuscheln, deine Mama ging duschen ( und wollte doch allen Ernstes das Badezimmer danach putzen đŸ«Łâ€Š.)  Nun wurden noch Erinnerungsfotos geschossen, deine Mama machte welche von dir und ich von euch dreien und von dir in deinem Geburtstuch. Das hatte ĂŒbrigens nicht nur deinen Namen bestickt , sondern auch noch ein sĂŒsses Reh und rosa BlĂŒten. 

Zauberhafte 🌾 ARIANA 🌾, 5 Stunden, nachdem wir die Klinik betreten hatten, liefen deine Eltern mit dir auf die Wochenbettstation. Ganz vorsichtig legte dein Papa dich in dein Bettchen und deine Mama schob dich in euer Zimmer. Zwar vergassen wir, dir dein Namensperlenkettchen zu machen ( das machte dein Papa dann einfach spĂ€ter am Tag noch ) aber dafĂŒr bekam ich von deiner Mama ein von deiner Schwester und deiner Mama gebasteltes Namensschild fĂŒr dein Babybettchen, ein blauer Schmetterling war kunstvoll verziert und schon mit deinem Namen beschriftet, ich brauchte nur noch deine Geburtskoordinaten dazu schreiben ( und 1 Barbara-BlĂŒmchen dazu zu malenâ˜ș ).

Deine Mama, sie hatte mich nach deiner Geburt, wĂ€hrend dein Papa und dein Geburtshelfer dich untersuchten, umarmt und sich bei mir bedankt und dabei war ich es doch eigentlich, die sich bei ihr und bei euch bedanken musste! DafĂŒr, dass ich bei so einem schönen Ankommen, wie du es Dank deiner Mama erleben konntest, mit dabei sein durfte, staunend, geniessend und diese Momente bei deiner  Geburt so schĂ€tzend. Geniesse du nun deine fabelhafte Familie, verlebe viele glĂŒckliche, fröhliche Stunden in deiner Kindheit mit LILIA und deinen Eltern, sie haben dir so viel Liebe bei deiner Geburt gegeben!

Sei von mir VON HERZEN WILLKOMMEN 💝💝💝


🌾 LIO ALESSANDRO 🌾

26. November 2022

Zauberhafter kleiner 🌾 LIO ALESSANDRO 🌾, deine Mama folgt mir und meinen Geburtsreise-Geschichten schon lange auf Social Media und ihr war schon immer klar, dass ich sie und deinen Papa begleiten wĂŒrde, wenn sie das erste Mal Eltern werden wĂŒrden. Nun hattest du es dir in deiner Mama gemĂŒtlich gemacht und deine Eltern sassen mir in meiner Praxis gegenĂŒber. Deine Mama erzĂ€hlte mir, wie sie ihre Schwester bei deren Geburt begleitet hatte. Lange ging diese Geburtsreise, erschöpfend war sie fĂŒr alle Beteiligten und fĂŒr deine Mama mit schlechten Erinnerungen verbunden, enttĂ€uschend fĂŒr alle, letztendlich endend in einer Bauchgeburt. Auch die Mama deiner Mama hatte ausschliesslich durch Bauchgeburten geboren. Deine Mama, dass war nun ihr Wunsch, wollte es versuchen, als erste Frau in der Familie dich im GebĂ€rsaal zur Welt zu bringen. Und weil deine Mama ihre Schwester bei ihrer Geburtsreise begleitet hatte, wollte nun auch die Schwester, deine Tante, eure Geburtsreise mit begleiten, helfend deine Mama und deinen Papa unterstĂŒtzen und alle hofften, dass dein Ankommen in diese Welt ein so heilendes Erlebnis fĂŒr alle werden wĂŒrde. Deine Mama wollte so natĂŒrlich wie möglich gebĂ€ren, interessierte sich fĂŒr Hypnobirth  und doch war sie offen fĂŒr alle Optionen einer Geburtsreise und so besprachen wir auch Themen wie PeriduralanĂ€sthesie und den Ablauf einer Bauchgeburt. Ich bekam schon ein sĂŒsses Ultraschallfoto von dir von deiner Mama zugeschickt, ein zauberhaftes StupsnĂ€schen war gut in deinem Gesicht sichtbar und nur all zu verstĂ€ndlich sehnten sich deine Eltern danach, dieses StupsnĂ€schen und somit dich berĂŒhren zu dĂŒrfen, dich in den Armen halten zu dĂŒrfen. Und du zeigtest schon Tage vor deinem offiziellen Geburtstermin, dass du daran warst, dich auf deine Reise in die Welt vorzubereiten. Immer wieder spĂŒrte deine Mama Vorzeichen, dass es jederzeit ”richtig ” losgehen könnte. Dann gabst du das ”go” fĂŒr deinen Start in diese Welt, in den ersten Stunden deines Geburtstages fĂŒhlten sich die Kontraktionen, die deine Mama nun spĂŒrte, anders, intensiver, an als alles, was sie zuvor gespĂŒrt hatte. Ich machte mich daheim in Ruhe parat, verabredete mit deinen Eltern, eine erste Standortbestimmung in meiner Praxis mit deinen Eltern zu erheben. Deine Tante wurde informiert und deine Grossmutter schaute bei euch daheim zu deinem zukĂŒnftigen vierpfotigen  Fellnasenbruder Balou. Unterwegs rief mich dein Papa an, deine Mama wollte nun doch lieber direkt in die Klink, zu hĂ€ufig und intensiv fĂŒhlte sie ihre Wehen kommen. Ich kĂŒndigte uns bei meinen Kolleginnen im GebĂ€rsaal an und fuhr direkt in die Klinik, wartete auf deine Eltern, die aber nicht kamen. FĂŒr eine  Augenblick dachte ich, du hattest es so eilig gehabt, dass du bereits geboren warst, dass deine Eltern irgendwo am Strassenrand stehen wĂŒrden, dein Geburtstuch bereits aus der Tasche geholt hatten und dich damit eingewickelt hatten. Aber dann kamen sie auf dem Parkplatz an, du noch mit deiner Mama um sie herum
 es hatten noch ein Paar Sachen in die Geburtstasche eingepackt werden mĂŒssen, deshalb die Verzögerung. Gemeinsam gingen wir in den GebĂ€rsaal, deine Mama lĂ€chelte, froh, nun in der Klinik zu sein. Eine erste Untersuchung zeigte, dass wir wohl noch einen langen Weg vor uns haben wĂŒrden, dein Geburtsweg war noch nicht geöffnet, aber all die Wehen, die deine Mama die letzte Zeit gespĂŒrt hatte, hatten dich wenigstens in eine gute Position mit deinem Köpfchen platziert, das liess hoffen! Eigentlich wĂŒrde ich bei so einem Anfangsbefund  die Mamas motivieren, noch einmal nach Hause zu gehen, die gewohnten 4 WĂ€nde zur Entspannung und zum geduldigen Abwarten zu nutzen. Aber deine Mama fĂŒhlte sich besser und sicherer im GebĂ€rsaal und deshalb richteten wir es uns in diesem nun gemĂŒtlich ein. Dein Papa installierte einen kleinen Lautsprecher und liess die Entspannungsmusik, die deine Mama fĂŒr deine Geburt sich zusammen gestellt hatte, leise laufen. 2 GeburtstĂŒcher und deine ersten Kleidchen legte er in den WĂ€rmeschrank. Wir kontrollierten deine Herztöne und du zeigtest uns, dass du vollkommen unaufgeregt durch deine ersten Geburtsstunden gingst. Gemeinsam mit deiner Mama atmete ich durch eure Wehen, um so die beste Atemtechnik fĂŒr deine Mama und fĂŒr dich herauszufinden. Deine Mama stand am Bett, ”wanderte” durch ihre Wehen oder lag zwischendurch auf dem Bett um ihren Beinen Erholung zu gönnen und dein Papa gab deiner Mama zu trinken, massierte ihren schmerzenden RĂŒcken und war bereit, alles erdenklich Gute fĂŒr deine Mama zu tun. Als deine Mama einen Moment im Bett mit geschlossenen Augen ruhte, stellte dein Papa fest, wie kalt die FĂŒsse deiner Mama waren, holte aus dem WĂ€rmeschrank ein warmes Frotteetuch und wickelte die FĂŒsse deiner Mama wĂ€rmend damit ein. Und um deine Mama von euren Wehen ein wenig abzulenken, ging er, ihren RĂŒcken mit einem Massageball dabei massierend, mit ihr den Essensplan fĂŒr die Wochenbettabteilung ausfĂŒhrlich durch, deine Mama sollte sich schon auf die Menueauswahl  nach deiner Geburt freuen! 3 Stunden vergingen so, mal waren die Wehen vielversprechend intensiv und dann wieder spĂŒrte man, wie nicht nur deine Mama nach so einer langen wachen Nacht mĂŒde wurde, sondern auch ihre GebĂ€rmutter. Euer Geburtshelfer kam zu uns und gemeinsam schauten wir erneut nach deinem Geburtsweg. EnttĂ€uscht waren wir alle darauf hin, der Muttermund hatte sich kaum verĂ€ndert… Gemeinsam besprachen wir die Situation. Ging es nach der Ausgangslage deines Geburtsweges wĂ€re ein ”Abbruch der Übung” und damit noch einmal ein nach Hause gehen wohl das Sinnvollste gewesen,  aber mit den Wehen, die deine Mama spĂŒrte, war klar, dass deine Mama hier in den GebĂ€rsaal gehörte. Und natĂŒrlich hatten wir die Geburtsgeschichten deiner Tante und deiner Grossmutter im Hinterkopf, aber aufgeben wollten wir alle noch nicht. Und so entschieden wir zusammen, deinen Eltern eine ”Auszeit ” zu gönnen, dir und den Wehen aber noch mehr Zeitraum zu geben. Mittels PeriduralanĂ€sthesie verschafften wir uns die so notwenige Geduld, die wir alle brauchten und die Möglichkeit, deinen Eltern etwas Erholung zu geben. Und zwischen zwei Wehen, dein Papa fĂ€chelte deiner Mama frische Luft zu, wĂ€hrend der AnĂ€sthesist seine Arbeit  machte, da war auch das LĂ€cheln wieder da, dass sich deine Eltern gegenseitig schenkten, ein so liebevolles, aufmunterndes LĂ€cheln
 Wir hatten einen ganz wunderbaren AnĂ€sthesisten, der das  nicht ganz so einfache Legen der PDA bei deiner Mama ganz wunderbar schaffte. Deine Mama war nun schmerzfrei, erleichtert und wie hĂ€ufig, wenn der Wehenschmerz nicht mehr fĂŒhlbar, kam auch die Energie schnell wieder zurĂŒck. Und wĂ€hrend ich die GebĂ€rmutter ein wenig mit Wehenmittel unterstĂŒtzte, erzĂ€hlte mir deine Mama von ihrem Pferd, auf dem sie bis vor 2 Jahren noch geritten ist, ass dein Papa etwas, um sich zu stĂ€rken und er rief bei deiner Grossmutter daheim an, um zu berichten, was bisher passiert war. Deine Grossmutter  machte sich Sorgen, natĂŒrlich war das Thema Bauchgeburt so prĂ€sent in eurer Familiengeschichte und auch wir wussten, dass diese Möglichkeit fĂŒr deine Geburt zum Thema werden könnte. Aber vorerst probierten wir optimistisch zu sein. Deine Eltern suchten sich zusammen dein zukĂŒnftiges NabelschnurbĂ€ndchen aus meiner TĂŒte aus und wĂ€hlten den Fuchs, denn auch auf deinem ersten Kleidchen, was dein Papa dir anziehen wĂŒrde, war ein Fuchs und in deinem zukĂŒnftigen Kinderzimmer warteten schon viele gemalte Waldtiere an der Zimmerwand auf dich! Dann schnappte dein Papa sich die leere KonfitĂŒrenschale seines FrĂŒhstĂŒcks als Aschenbecher, ging auf den Balkon und rauchte feierlich und offiziell seine allerallerletzte Zigarette, die Geburt von dir, so gelobte er, sollte ihn sowohl zum Papa als auch zum Nichtraucher werden lassen. Auch nahm er mit seinem Handy deine pochenden Herztöne vom CTG-GerĂ€t zur Erinnerung auf und deine Mama sah schon ein Erinnerungstatoo mit deiner Herztonkurve vor sich. Entspannung machte sich im GebĂ€rsaal breit und ich schlug deinen Eltern vor, die Schmerzfreiheit zu nutzen und den Schlaf der vergangenen Nacht nun wenigstens ansatzweise nachzuholen. Ich bot deinem Papa ein Kopfkissen und die Matte des GebĂ€rhockers an, damit er sich am Boden etwas lang legen könne, aber dein Papa wollte nicht von dir und deiner Mama weg, ganz nah bei dir, am Bauch deiner Mama, legte er seinen Kopf am Bett sitzend nieder und deine Eltern, sie ruhten nun so verdient. Irgendwann war dein Papa davon ĂŒberzeugt, dass es dir und deiner Mama wirklich gut ging und er wohl doch besser am Boden entspannen konnte, nahm sich Matte und Kissen und wenig spĂ€ter hörten wir leise, das nun auch dein Papa erholsamen Schlaf bekam â˜ș.  Das Wehenmittel, so sah ich es auf dem Monitor, tat seine Wirkung, gute, regelmĂ€ssige Berg-und Tallandschaften zeichneten sich auf dem Papier ab. Leider aber machten auch deiner Herztöne leichte Talfahrten, ein Tast-Blick auf deinen Geburtsweg zeigte, dass von den 10 benötigten Zentimetern nun ”nur” der erste geschafft war. Es war schwierig, damit noch Optimismus auszustrahlen und auch deine Eltern, die nun beide wieder wach waren und sich an den HĂ€nden hielten, konnten die Situation gut erfassen.Und sie waren versöhnlich mit euerer Geburtsreise und wussten, selbst wenn es nun zu einer Bauchgeburt kommen wĂŒrde, sie wĂŒrden es problemlos akzeptieren. Noch aber gaben wir nicht auf. Zwar bereitete ich im Hintergrund alles fĂŒr eine Bauchgeburt vor, so dass, sollte es mit einem Mal schnell gehen mĂŒssen, du mit deinen Herztönen den Entscheid bringen wĂŒrdest, wir auf alles vorbereitet waren. Dein Geburtshelfer war informiert und wollte in den GebĂ€rsaal kommen, auch deine Tante war nun zu uns unterwegs um deine Eltern zu unterstĂŒtzen. Ich aber entfernte das Wehen anregende  Mittel, um dir allen Stress zu nehmen und gemeinsam mit Hilfe deines  Papas probierte deine Mama verschiedene Lagerungen aus, um zu schauen, ob du eine Position deiner Mama bevorzugen und damit eine bessere Herztonkurve  zeigen wĂŒrdest. Deine Tante war nun im GebĂ€rsaal und die beiden Schwestern lĂ€chelten sich aufmunternd zu. Ihr wĂŒrdet alle zusammen eine gute Geburtsreise erleben, egal wo du deinen ersten Atemzug machen wĂŒrdest, soviel war sicher, denn die Stimmung auf deiner Geburtsreise war so viel anders, als bei deiner Tante. Nun war auch euer Geburtshelfer bei uns und auch er untersuchte nun deine Mama. Aber anders als bei mir vor einer Stunde hatte deine Mama nun bereits 6 Zentimeter deines Geburtsweges geschafft. Was fĂŒr eine Erleichterung schaffte diese Zahl uns allen! Auch dein Köpfchen machte bereits ordentlich Druck, du kleiner Mann tatest nun, was du konntest und gabst uns damit ganz viel Zuversicht zurĂŒck. Wir einigten uns darauf, weiterhin es dir durch verschiedene Positionen, die deine Mama mit Hilfe von deinem Papa und nun auch deiner Tante einnahm, so leicht und so angenehm wie möglich auf deinem Weg in die Welt zu machen und deine Mama probierte ALLE Positionen aus, nur der 4 FĂŒssler, bei dem war das stabile GefĂŒhl in den Beinen deiner Mama zu schwach. Es war nun eine emsige GeschĂ€ftigkeit im GebĂ€rzimmer, nebst dem eifrigen Turnen deiner Mama, erfasste auch dein Papa mit einem nassen Waschlappen alles an deiner Mama , was erfrischt, gekĂŒhlt oder geputzt werden musste und wir schmunzelten fröhlich ĂŒber diese Emsigkeit, aber es war das, was dein Papa im Moment fĂŒr dich und deine Mama tun konnte, und er tat es! Noch nicht einmal 1 Stunde spĂ€ter spĂŒrte deine Mama trotz PeriduralanĂ€sthesie, wie du mit deinem Köpfchen einen sanften Duck nach unten erzeugtest. Soviel Energie gab uns dieses Zeichen damit! Der Muttermund war nun ganz geöffnet und nun brauchte es ”nur” noch deinen Weg durch das Becken deiner Mama. Inzwischen spĂŒrte deine Mama den Druck intensiver und auch die Kontraktionen waren wieder mehr fĂŒhlbar fĂŒr sie, aber es war gut so, denn deine Mama konnte so aktiver mithelfen, in den Wehen schob sie sanft mit und gemeinsam mit deinem Papa und deiner Tante atmeten und kĂ€mpften die drei sich durch die letzten Wehen eurer Geburt und deine Mama, sie bekam so eine gute UnterstĂŒtzung und deine Mama, sie machte es so gut! Euer Geburtshelfer war nun wieder bei uns, untrĂŒgliches Zeichen, dass du geboren werden durftest und zwar im GebĂ€rsaal! Deine Mama schob, angefeuert von deinem Papa und deiner Tante und natĂŒrlich auch von uns, deinem Geburtshilfeteam, was sie konnte. Und sie entwickelte, nachdem wir seit 14 Stunden im GebĂ€rsaal waren und einer schlaflosen Nacht daheim, noch einmal soviel Energie, wie es nur Mamas fĂŒr ihre Babys machen können. Dein Papa kĂŒsste deine Mama in einer Wehenpause die Stirn und sagte ihr, wie stolz er auf deine Mama ist, nebenher half er, den Schallkopf fĂŒr deine HerztonĂŒberwachung zu halten, keine einengenden Gurte am Bauch sollen jetzt deine Mama stören. Deine Tante, sie hielt ihre Schwester, stĂŒtzte sie, gab ihr mit ihrer NĂ€he die Kraft, die Zuversicht und UnterstĂŒtzung die nun notwendig war, atmete und kĂ€mpfte mit deiner Mama mit und deine Mama, sie schenkte in diesem Augenblick nicht nur dir dein Leben, sie schenkte ihrer Schwester auch den Augenblick deiner Geburt mit, diesen Augenblick, den deine Tante bei ihrer eigenen Geburt vermisst hatte. Geboren wurdest du nach einer langen Nacht und einem langen Tag im GebĂ€rsaal, ein ganz wenig unterstĂŒtzt durch euren Geburtshelfer und mit so viel Liebe im Raum in die Arme deiner Mama. TrĂ€nen durften nun fliessen, bei deiner Mama, bei deinem Papa, bei deiner Tante. Ganz viel GlĂŒck und Erleichterung flutete nun den GebĂ€rsaal! Ihr hattet es geschafft und ihr konntet so stolz auf euch alle sein! Nun endlich durfte dein bordeauxfarbiges Geburtstuch aus dem WĂ€rmeschrank geholt werden. Eingewickelt darin lagst du in den Armen deiner Mama und sie, dein Papa und deine Tante betrachteten dich fasziniert. Deine Tante machte erste Fotos von dir, dein Papa wischte deiner Mama mit einem kĂŒhlen Tuch die Anstrengung der Geburt von der Stirn. Gemeinsam mit eurem Geburtshelfer betrachtetet ihr die Placenta, die schnell und problemlos geboren wurde, nachdem die Nabelschnur durchtrennt war. Dir schien das Licht in deinem Geburtstuch zu gefallen, denn du öffnetest deine grossen dunklen Augen und scheinbar hörtest du schon aufmerksam zu, als dein Papa mit dir sprach. Ganz vorsichtig nahm er dich und legte dich unter die WĂ€rmelampe, damit dein Geburtshelfer nachschauen konnte, ob alles an dir dran und in Ordnung war. Das haben deine Eltern natĂŒrlich auch schon kontrolliert , aber sicher ist sicher… Deine Tante machte Fotos und Videos von diesen berĂŒhrenden Augenblicken und ich von ihr, wie sie diese Erinnerungen schuf. Du durftest wieder zu deiner Mama zurĂŒck und kaum bei ihr zeigte dein Mund, dass du auf der Suche nach ihrem Busen warst. GerĂŒhrt betrachteten dich deine Mama und deine Tante, wie du deine ersten Trinkversuche startetest. SpĂ€ter schauten wir, wie schwer und lang du warst und machten bezaubernde FussabdrĂŒcke deiner sĂŒssen FĂŒĂŸchen. Dein Papa hatte zuvor, weil deiner Mama nun heiss war, einen kĂŒhlenden Lappen um ihre FĂŒsse getan ( Stunden davor war es noch das wĂ€rmende Tuch fĂŒr die kalten FĂŒsse deiner Mama â˜ș).Nun konnte er auch deine FĂŒsschen mit einem Lappen reinigen, die blaue Stempelfarbe musste natĂŒrlich wieder herunter
 Den Fuchs als NabelschnurbĂ€ndchen band dir dein Papa um den Rest deiner Nabelschnur und du lagst sichtbar zufrieden und langsam mĂŒde werdend auf dem Bauch  deiner Mama in deinem Geburtstuch. Dein Papa wickelte dich in deine  erste Windel, beobachtet von deiner glĂŒcklich strahlenden Mama. Passend zum NabelschnurbĂ€ndchen kamen nun deine Kleidchen. Ein weisser Body mit EichelblĂ€ttern und der weisse Strampler mit einem silbernen Fuchs durfte nun endlich von deinem Papa dir angezogen werden. ”You are so sweet ” stand auf dem Strampler und genauso war es auch, sĂŒsser kleiner 🌾 LIO ALESSANDRO 🌾 ! Deine Tante, sie fotografierte und half deinem Papa dich anzuziehen und dann durfte auch sie dich in deinem Geburtstuch halten und sanft wiegen und dich geniessen, wĂ€hrend dein Papa dein Namenskettenarmband mit blauen Perlen auffĂ€delte. 

SĂŒsser kleiner 🌾 LIO ALESSANDO  🌾, es gab so viele berĂŒhrende Momente wĂ€hrend deiner Geburt, einen Moment, der mich persönlich sehr ergriffen hatte, passierte, als du schon  angezogen mit deinen sĂŒssen Fuchskleidern und eingehĂŒllt in dem roten Licht deines Geburtstuches friedlich schlafend in den Armen deines Papas lagst. Deine Tante, sie kĂŒmmerte sich nun um deine Mama, wusch sie und kleidete sie in frische WĂ€sche. Und sie nahm eine HaarbĂŒrste, kĂ€mmte deiner Mama vorsichtig und liebevoll die Haare und flochtete  ihr einen Zopf. Es war so liebevoll, es war voller Dankbarkeit, es war einfach nur schön anzusehen, wie die kleine Schwester ihrer grossen Schwester  etwas Gutes tat und ich bin mir sicher, wĂ€re deine Grossmutter in diesem Augenblick mit im Raum gewesen, ihr wĂ€ren die TrĂ€nen der RĂŒhrung ob ihrer beiden Töchter gekommen. 

Kleiner 🌾 LIO ALESSIO 🌾, so viele deiner Familienmitglieder durfte ich im Wochenbett bereits kennen lernen, nicht zu vergessen deinen Hunde-Kumpel Balou und jede Menge Katzen-Samtpfoten, die mir bei jedem Wochenbettbesuch bei euch daheim entgegen kamen. Beste Voraussetzungen fĂŒr eine tolle Kindheit, geniesse sie mit vollen ZĂŒgen und sei von mir

VON HERZEN WILLKOMMEN 💝💝💝


🌾 LOLA MAVA 🌾

31. Oktober 2022

Zauberhafte sĂŒsse kleine 🌾 LOLA MAVA 🌾 als du dich aufmachtest, deine Reise in diese Welt zu starten, war es noch sehr frĂŒh am Morgen. Die ersten leichten, noch unregelmĂ€ssigen Kontraktionen beschĂ€ftigten deine Mama und der Verlust des Schleimpfropfes waren deine ersten Zeichen an uns, dass du beschlossen hattest, den Schutz deiner Mama in ihrer GebĂ€rmutterhöhle zu verlassen und die grosse, unbekannte Welt draussen zu entdecken. Da du das allererste Kind deiner Mama und deines Papas bist, konnten wir noch alle daheim abwarten, fĂŒr welches Tempo du dich fĂŒr deine Geburtsreise entscheiden wĂŒrdest, ihr Erstgeborenen braucht so hĂ€ufig eine lĂ€ngere Zeit, bis wir Hebammen und Geburtshelfer euch und eure Mamas wirklich ”unter” der Geburt sehen. Auch deine Mama meldete sich erst am Nachmittag wieder, eure Wehen hatten nicht an IntensitĂ€t zugenommen, aber du warst sehr ruhig, so dass deine Mama sich etwas sorgte, wie es dir wohl gehen wĂŒrde. Ich rief bei meinen Hebammen in der Klinik an und meine Kollegin Daniela ( vielen ❀lichen Dank !!!) lud deine Eltern ein, zu einer Kontrolle in den GebĂ€rsaal zu kommen. Daniela rief mich spĂ€ter an und sagte mir, dass es dir und deiner Mama bestens gehe, eure Kontraktionen nun auch schon regelmĂ€ssiger und auch etwas intensiver waren, dein Geburtsweg aber einfach noch etwas Zeit und wohl so einige, geduldig ertragene Kontraktionen mehr brauchte, bis wir Hebammen aktiv werden sollten. Sie gab deiner Mama ein entkrampfend wirkendes  Medikament mit, dass deiner Mama helfen sollte. Meine PlĂ€ne fĂŒr diesen Sonntag Abend waren eigentlich, mit meiner Ă€ltesten Tochter zuerst an eine Buchlesung von Alice Schwarzer nach ZĂŒrich zu gehen und im Anschluss mit meinem Kinde in meinem Lieblingsrestaurant essen zu gehen. Nachdem ich erst mit Daniela und dann mit deiner Mama telefonierte, entschloss ich mich, die Fahrt nach ZĂŒrich zu wagen, bei diesem Anfangsbefund deiner Mama konnte es zwar schnell intensiver werden, genauso aber wĂ€re eine Beruhigung des Wehen-Geschehens auf den Abend möglich. Ich fuhr also nach ZĂŒrich, liess mir von Alice Schwarzer aus ihren Lebensmemoiren vorlesen, drĂ€ngelte mich im Anschluss an allen AutogrammjĂ€gerinnen vorbei, um Frau Schwarzer meinen mitgebrachten Blumenstrauss zu schenken und ging dann mit meiner Tochter hoffnungsvoll und hungrig ins Restaurant hinter dem Opernhaus. Kaum war unsere Essenbestellung aufgegeben und der Koch schon eifrig am Pasta kochen, rief deine Mama mich an. Sie hatte gewusst, wie lange in etwa die Lesung ging und so lange daheim ausgeharrt, um mich nicht zu stören, aber eure nun intensiver und kurz hintereinander kommenden Kontraktionen verunsicherten sie daheim. Ich bot deiner Mama an, eine Kontrolle in meiner Praxis mit euch zu machen, aber deine Mama spĂŒrte : fĂŒr sie gab es in dieser Situation keinen Weg mehr zurĂŒck nach Hause und nur der GebĂ€rsaal wĂŒrde ihr die sichere Umgebung bieten, die sie nun brauchte. So bestellte ich das Essen wieder ab ( Gott sei Dank kennen sie mich und meinen Beruf im Restaurant gut und sind sehr verstĂ€ndnisvoll , wenn ein Baby alle MenĂŒbestellungen durchkreuzt ) und fuhr direkt in den GebĂ€rsaal. Deine Eltern waren bereits schon dort und meine Kollegin Bettina war daran, den in der Klinik ĂŒblichen Venenzugang bei deiner Mama zu legen und Blut abzunehmen. Bettina (❀) soviel sei schon verraten, hatte in dieser Nacht nicht viel zu tun, nur du warst unterwegs, geboren zu werden und so begleitete Bettina mich und dich und deine Eltern durch die Nacht im GebĂ€rsaal, nahm mir viel ”Nebenarbeit ” ab und war letztendlich auch bei deinem Ankommen mit dabei. Deine Mama lag, als ich den GebĂ€rsaal betrat, im Bett, deine Herztöne schlugen hörbar unaufgeregt aus dem Herztonmonitor. Deiner Mama war anzusehen, wie eure Wehen sie forderten, ausserdem plagte sie zu allem auch noch Übelkeit. Ich untersuchte deine Mama rasch und konnte ihr bestĂ€tigen, dass all die Wehen bisher nicht umsonst waren, dein Geburtsweg hatte sich weiter geöffnet, allerdings fĂŒr deine Mama enttĂ€uschen wenig weit. Ich atmete mit deiner Mama einige Wehen zusammen, um fĂŒr deine Mama die fĂŒr sie richtige Atemtechnik herauszufinden. Auch schlug ich deiner Mama vor, wieder aus dem Bett zu kommen, eventuell die Wirkung des entspannenden Wassers auszuprobieren oder sich ausserhalb des Bettes durch Bewegung zu mobilisieren und eure Geburt zu unterstĂŒtzen. Deine Mama verspĂŒrte, dass die Badewanne sie zu viel Energie kosten wĂŒrde, auch fĂŒr das Stehen fehlte ihr die Kraft, aber sie kam aus dem Bett und setzte sich auf den Pezziball, kreiste dort ihr Becken und versuchte durch dieses Rotieren leichter durch eure Wehen zu kommen und dich in deinem Weg durch ihr Becken zu unterstĂŒtzen. WĂ€hrend ich weiter mit deiner Mama durch die Wehen atmete und sie dabei ihr Becken kreiste, stĂŒtze dein Papa deine Mama in der Wehenpause, so dass sie sich auf dem Ball fallen lassen konnte, sich erholen konnte und sie machte das so gut! Dein Papa hielt deiner Mama ein kĂŒhlendes, nasses Tuch an die Stirn, ich aber legte ihr ein WĂ€rmekissen auf die schmerzende Stelle am RĂŒcken. So gingen wir mit deiner Mama durch viele eurer Wehen, aber die Übelkeit hielt weiter bei deiner Mama an und kostete sie so wertvolle Energie. Deine Mama spĂŒrte ihre MĂŒdigkeit, ein ganzer, schon so aufregender und intensiver Tag war fast vorbei und sie hatte nur noch den Wunsch, sich wieder ins Bett zu legen. Dorthin, wo ihre Beine sie nicht mehr tragen mussten und ein Kissen zwischen diesen ihr ein wenig Entlastung bringen sollte. Wir waren nun 2 Stunden im GebĂ€rsaal, deine Mama kĂ€mpfte sich von Wehe zu Wehe oder besser : von Erholung bringender Wehenpause zu Wehenpause. Deine Mama spĂŒrte , wie ihre EnergievorrĂ€te nach so einem langen Tag erschöpft waren und bat mich, noch einmal nach zu sehen, ob dein Geburtsweg sich weiter geöffnet hatte. HĂ€ufig ist es ja so, dass wenn die Frauen denken, keine weitere Wehe mehr aushalten zu können, dass dann die Geburt unmittelbar bevorsteht. Bei euch aber hatte sich kaum etwas getan und wir alle waren enttĂ€uscht, dass ich keinen besseren Befund ertasten konnte. Und so empfinde ich es in genau solchen Situationen als wohltuenden Segen, meinen Frauen eine PeriduralanĂ€sthesie  anbieten zu können. Ich bespreche diese Art von Schmerzlinderung unter der Geburt mit allen meinen Paaren bereits in der Schwangerschaft, sehe diese PDA als Anker, den Frau jederzeit in Anspruch nehmen darf, wenn es fĂŒr sie notwendig erscheint. Deine Mama war soweit, diesen Anker zu beanspruchen und es machte so Sinn in dieser Situation, es zu tun. Ich rief unsere AnĂ€sthesistin, die deiner Mama die PDA legte. Deine Mama spĂŒrte schnell, dass die IntensitĂ€t eurer Wehen fĂŒr sie gefĂŒhlt zurĂŒck gingen, am Bauch deiner Mama tastend und auf dem Wehenschreiber sehend, hatte die IntensitĂ€t aber die gleiche StĂ€rke, wie vor dem Legen der AnĂ€sthesie. Ich hatte deinem Papa bereits eine Matte fĂŒr den Boden und ein Kopfkissen gebracht , damit auch er, wie deine Mama, sich etwas erholen und Energie fĂŒr das Ende deiner Geburt sammeln kann, aber ans allgemeine Ausruhen war nicht zu denken. Deine Mama musste nach wie vor eure Kontraktionen intensiv veratmen, nicht die Wirkung der PDA, die ich mir und vor allem deiner Mama gewĂŒnscht hatte. So rief ich erneut die AnĂ€sthesistin, die noch einmal die PDA korrigierte und nun endlich war deine Mama schmerzfrei und fiel erschöpft in ihren so notwendigen Erholungsschlaf. Dein Papa hatte nun Zeit, deine Geburtstuch und deine Kleidchen in den WĂ€rmeschrank zu legen und mir deine Vormilch fĂŒr dich, die deine Mama schon fleissig in den letzten Tagen eurer Schwangerschaft aus ihrem Busen gesammelt hatte, zu geben, nach deiner Geburt wĂŒrdest du auf alle FĂ€lle mit dem Besten der besten Nahrung fĂŒr dich verwöhnt werden! Und nun endlich konnte auch dein Papa, der neue Tag war gerade 2 Stunden alt, sich einen Moment auf die Matte am Boden, neben dem Bett deiner Mama hinlegen und einen Moment Schlaf geniessen. Du und ich, wir zwei aber “arbeiteten” weiter, ich mit einem grossen, hochkonzentrierten Kaffee, dabei dich auf dem Herzton-Monitor beobachtend, wie du wunderbar  eure guten Kontraktionen meistertest. 2 wertvolle, energiebringende Stunden spĂ€ter war deine Mama wieder wach und schon so gut erholt das ein LĂ€cheln ihr  Gesicht erhellte und wir alle waren dankbar ĂŒber die Wirkung  einer gut sitzende PDA. NatĂŒrlich waren wir neugierig, was die Wehen in der Zwischenzeit erreicht hatten. Da deine Mama tiefenentspannt geschlafen hatte, so war ich mir sicher, war auch dein Geburtsweg um so einiges entkrampfter und konnte so unter dem Einfluss der Wehen sich leichter öffnen. Und nun war auch ein LĂ€cheln in meinem Gesicht, denn in den letzten 2 Stunden hatte sich dein Geburtsweg auf 6 Zentimeter geweitet und dein Köpfchen drĂŒckte gemeinsam mit deiner Fruchtblase ordentlich auf den Muttermund und dehnte zusĂ€tzlich. An Schlaf war nicht mehr zu denken, eine leichte Aufregung und vor allem ganz viel Zufriedenheit erfĂŒllte nun den GebĂ€rsaal. Dein Papa war jetzt dankbar ĂŒber eine Tasse Kaffe und etwas Schokolade zur StĂ€rkung, deine Mama, sie sass glĂŒcklich ĂŒber den Geburtsfortschritt, im Bett. Wir konnten nun die Lieder der Playlist deiner Geburtsmusik bewusst hören: Der Buena Vista Social Club, The Greatest Showman, Cat Stevens, Tracy Chapman und Stevie Wonder begleiteten dich musikalisch bei deinem Ankommen in diese Welt. Nur 45 Minuten spĂ€ter spĂŒrte deine Mama, wie du mit deinem Köpfchen tiefer durch ihr Becken rutschtest, denn ein fĂŒr sie unangenehmer Druck nach unten machte sich bemerkbar. Euer Geburtsweg war innert kĂŒrzester Zeit komplett offen und nun war Platzt fĂŒr deine Kraft, dem Druck deines Köpfchens. Noch war es etwas zu frĂŒh, dass deine Mama aktiv mitschieben durfte, aber sie atmete ganz flach und schnell, um  durch die jetzigen Kontraktionen  zu kommen. Das war noch einmal Schwerstarbeit fĂŒr deine Mama und dein Papa gab deiner Mama in den Wehenpausen kĂŒhles Wasser und einen kalten Waschlappen fĂŒr die Stirn, sass neben ihr und hielt ihre Hand. Deine Mama hatte sich vor deiner Geburt selbst einen ”Anker ” gestaltet, der sie daran erinnern sollte, sich wenn immer möglich zu entspannen und Kraft zu tanken. Dieser Anker war ein Teddy, der einen Feenduft versprĂŒhte, einen erdigen Waldduft, und deine Mama nutzte nun diesen Duft intensiv um sich mental auf die letzte Phase eurer Geburt zu stĂ€rken. Bettina gab deinem Papa eine grosse Pappkarte in die HĂ€nde, damit konnte er zusĂ€tzlich deiner Mama kĂŒhle Luft zu fĂ€cheln und diese Erfrischung tat deiner Mama gut. Sie blieb in Bewegung, auch wenn ihre Beine sie wegen der PeriduralanĂ€sthesie nicht so sicher trugen, drehte und wendete sie sich im Bett von einer Seite zur andern, probierte den 4FĂŒsslerstand und gab dadurch dir die Möglichkeit, leichter durch die letzten Zentimeter des Beckens zu kommen. Euer Geburtshelfer war inzwischen bei uns und dein Fruchtwasser tröpfelte  etwas, so dass wir uns entschlossen, die Fruchtblase komplett zu öffnen, damit du schneller zur Welt kommen konntest. Auf der Seite liegend begann deine Mama nun mit zu schieben und wir alle, dein Papa, Bettina, euer Geburtshelfer und ich, ermutigten deine Mama, feuerten sie an und sie machte das so unglaublich toll, dass ich nur wenige Minuten spĂ€ter, um 06:03 Uhr, dich deiner Mama in die Arme legen konnte. Wir deckten dich mit deinem warmen, bordeaux farbenen Geburtstuch zu und liessen dich und deine Eltern einen Moment in Ruhe ankommen. Gemeinsam betrachteten dich deine Eltern, sprachen und schauten liebevoll zu dir und wir alle bestaunten dich kleines, zauberhaftes Wunder. Euer Geburtshelfer hörte sich deine Herztöne und deine Lunge an, alles schien in Ordnung ! Eine winzige Geburtsverletzung wurde versorgt und als der Puls in der Nabelschnur nicht mehr zu tasten war, die Natur dich nun offiziell ohne StartunterstĂŒtzung deiner Mama alleine Sauerstoff einatmen liess, gab ich deinem Papa 2 Klemmen in die Hand und er setzte diese Klemmen an deine Nabelschnur und durchschnitt diese andĂ€chtig. Eure Placenta folgte kurz darauf auch und wir schauten sie uns gemeinsam an. Deine Eltern entschieden sich, die Placenta mit nach Hause zu nehmen, um ihr einen besonders schönen und gebĂŒhrenden Platz der Erinnerung in eurem Garten zu schaffen. Du lagst  bei deiner Mama auf der Brust, deine Augen gross geöffnet und wir bestaunten deine langen dunklen Haare. Du aber zeigtest ganz deutlich, dass der Busen deiner Mama der Ort war, an den du hin wolltest und mit nur wenig UnterstĂŒtzung gelangtest du an den Ort deiner WĂŒnsche. Draussen war es inzwischen hell geworden und als du fĂŒr den Moment satt und zufrieden wirktest, wurde es Zeit, dir ein NabelschnurbĂ€ndchen auszuwĂ€hlen. Deine Eltern entschieden sich fĂŒr einen kleinen Fuchs und dein Papa wickelte den Fuchs um deine verbliebene Nabelschnur, wĂ€hrend du in deinem Geburtstuch liegend, bei deiner Mama zufrieden in ihren Armen lagst. Danach schauten wir, wie schwer du warst und wieviele Zentimeter lang. ZurĂŒck bei deiner Mama im Arm kamst du in den Genuss deiner ersten Kopfmassage, die dir dein Papa zĂ€rtlich und vorsichtig gab. Du blicktest dabei mit deinen grossen dunklen und wunderschönen Augen in deine neue Welt, scheinbar absolut zufrieden mit allem, was um dich herum war und passierte. Deine FussabdrĂŒcke wurden als Erinnerung fĂŒr euch gemacht und dein Papa wusch vorsichtig die Stempelfarbe wieder von deinen FĂŒsschen. Er zog dir deine erste Windel an und holte deine ersten Kleidchen aus dem WĂ€rmeschrank. Ein grĂŒner Body und ein heller Strampler waren dein allererstes KleidungsstĂŒck welche dir dein Papa anzog und wĂ€hrenddessen er dich ankleidete, hatte er und du bereits eine anregende Konversation miteinander, unglaublich schnell lernte dein Papa deine Babysprache â˜ș Durfte deine Mama nach der Geburt mit dir kuscheln und bonden, so war jetzt dein Papa dran. WĂ€hrend ich mich um deine Mama kĂŒmmerte, damit sie sich etwas erfrischen konnte , kuschelte nun dein Papa mit dir, in dem er dich unter seinen Hoodie direkt auf seine Haut legte, nur deine dunklen Haare schauten aus dem Ausschnitt des Pullover hervor. Und bevor wir euch nach einem langen Tag und einer langen Geburtsnacht auf die Wochenstation brachten, machte ich noch wunderschöne Familienfotos von euch dreien, Fotos die ganz viel GlĂŒck und die unendliche Liebe deiner Eltern fĂŒr dich zeigten.

SĂŒsse kleine 🌾 LOLA MAVA 🌾, als ich beim Schreiben deiner Geburtsreise mir noch einmal die Fotos deiner Geburt anschaute und mir das Foto von deinem NabelschnurbĂ€ndchen ansah, fiel mir die Ähnlichkeit des kleinen Fuchses von deinem BĂ€ndchen mit einem tollen Familienmitglied von dir auf, gut möglich hatten sich deine Eltern deshalb fĂŒr den Fuchs entschieden ! 🐕TACO🐕heisst dein wahrscheinlich bester vierbeiniger Hundekumpel auf Lebenszeit, den ich bei meinen Wochenbettbesuchen bei euch sehr genossen habe und ich freue mich sehr, darfst du mit so einem Goldschatz gross werden ! Geniesse ihn, geniesse deine Eltern, deine Familie, lacht viel gemeinsam und du, du werd nicht zu schnell gross! Ich bin dankbar, durfte ich deine Geburtsreise begleiten. 

Sei VON HERZEN WILLKOMMEN 💝💝💝 


🌾 Sophia Leona 🌾

3. Oktober 2022

Zauberhafte kleine 🌾 Sophia Leona 🌾, deine Geburtsreise startete in den letzten Minuten meines letzten Ferientages meiner Sommerferien. Deine Mama verlor euer Fruchtwasser, aber sie war tiefenentspannt, spĂŒrte dich gut, sah, dass das Fruchtwasser eine normale Farbe hatte und wusste, dass sie noch ein wenig Zeit hatte, um sich auszuruhen und vor allem wollte sie mich noch nicht stören
 Erst vier Stunden spĂ€ter, als deine Mama regelmĂ€ssige Kontraktionen hatte, weckte sie mich. Meinen ersten Arbeitstag hatte ich ursprĂŒnglich anders geplant, als er nun aussehen wĂŒrde. Nachdem in meinen Ferien zu meinen 3 Mops-Hunden noch 2 kleine weitere Mops-Babys dazu gekommen waren, wollte ich eigentlich den Tag nutzen, um meine Praxis welpenfreundlich einzurichten, den kleinen Rackern in Ruhe alles zu zeigen und sie an den fĂŒr sie neuen Ort  gewöhnen. Mit dem Anruf deiner Mama aber wĂŒrden meine Hunde ( und zwar auch die ganz kleinen ) beweisen mĂŒssen, dass sie als  Hebammen-Hunde sich genauso wie Hebammen schnell auf neue, unvorhergesehene Situationen einstellen werden mĂŒssen
. Deine Mama war trotz ihrer regelmĂ€ssig spĂŒrbaren Kontraktionen immer noch sehr entspannt und so einigten wir uns am Telefon, uns 2 Stunden spĂ€ter in meiner Praxis zu treffen ( vorausgesetzt, es wĂŒrde sich keine fĂŒr sie beunruhigende VerĂ€nderung ergeben ). Mir blieb so genĂŒgend Zeit, mich in Ruhe parat zu machen, nebst meinem schon gepackten Hebammenkoffer nun auch alle Hunde-Utensilien ins Auto zu packen und meine 5 verdutzten und eigentlich noch schlafenden  Hunde mitten in der Nacht ins Auto zu setzten und in meine Praxis zu fahren. Wenige Augenblicke nach mir kamen auch deine Eltern in der Praxis an und fĂŒr den Moment waren alle Kontraktionen unwichtig, denn 2 kleine Hundebabys und die restlichen 3 grossen Möpse forderten erst einmal ihre Streicheleinheiten ein. Deine Mama sah toll aus und war guten Mutes, sie hatte noch ein wenig dösen könne in den ersten Stunden deines Geburtstages und die jetzigen Wehen kamen schön regelmĂ€ĂŸig, forderten sie aber noch nicht all zu sehr. Nachdem ich meine Hunde in ihrem Zimmer untergebracht hatte, schauten wir nun, wie es dir und deiner Mama ging. Um deinen Papa kĂŒmmerte sich mein Senior-Mops Walter, der schon seit 13 Jahren immer mal wieder als Praxishund vielfĂ€ltig im Einsatz stand und nun von deinem Papa intensiv gestreichelt wurde. Wir hörten alle zusammen, wie dein kleines Herz krĂ€ftig und fröhlich vor sich hin galoppierte und wir sahen auf der Wehenkurve, wie sich regelmĂ€ssig Wehen auf-und wieder abbauten. Du warst davon aber noch ĂŒberhaupt nicht beeindruckt. Noch einmal unterhielten wir uns ĂŒber die WĂŒnsche deiner Mama fĂŒr deine Geburt. Deine Mama wollte so natĂŒrlich wie möglich und ohne Eingriffe durch eure Geburtsreise gehen und auch eine Geburt in der Badewanne war fĂŒr deine Mama gut vorstellbar. Und deine Mama, sie freute sich schon so sehr auf das erste Sushi nach deiner Geburt. Eine Aufgabe, deren ErfĂŒllung  dann dein Papa ĂŒbernehmen wĂŒrde, der nun, vom vielen Streicheln durch Walters Fell so viele Haare in den HĂ€nden hatte, dass wir uns lachend ĂŒberlegten, dir daraus deinen ersten Pullover zu stricken. NatĂŒrlich wollten wir wissen, wie viel deine Mama und du mit den Wehen der letzten Stunden  schon geschafft hattet und ich konnte ertasten, dass schon knapp 3 cm des Weges ( von 10 cm ) geschafft waren. Deine Mama und dein Papa wirkten nach wie vor sicher und entspannt und weil deine Eltern wenige Minuten von meiner Praxis entfernt wohnten, einigten wir uns darauf, dass deine Eltern fĂŒr einen Moment noch einmal nach Hause gehen wĂŒrden, in ihrer gewohnten Umgebung solange bleiben wollten, bis es fĂŒr deiner Mama wichtig war, mich und den GebĂ€rsaal um sich zu haben. Ich nutze die Zeit um meinen Hunden den Suhrer Wald zu zeigen und 3 Freundinnen zu informieren, dass ich heute Hundesitter-Hilfe benötige. 2 Stunden spĂ€ter rief mich dein Papa an, die Kontraktionen waren inzwischen sehr stark und deine Mama wollte in den GebĂ€rsaal fahren. Wenige Minuten spĂ€ter trafen wir uns dort und die Wehen, die man deiner Mama nun ansah, hatten eine so viel stĂ€rkere IntensitĂ€t, als die, die wir noch in der Praxis erlebt hatten. Ich untersuchte deine Mama erneut und konnte ihr froh mitteilen, dass ein weiterer Zentimeter von der Eröffnung des Muttermundes geschafft war und du mit deinem Köpfchen bereits ordentlich mithalfst, deinen Geburtsweg weiter zu eröffnen, das spĂŒrte deine Mama auch, nebst den intensiven Wehen machte ihr nun auch Übelkeit zu schaffen. Dein Papa wollte deiner Mama so gerne und irgendwie helfen, aber deine Mama war spĂŒrbar ganz auf sich fokussiert und brauchte im Moment Raum und Zeit nur fĂŒr sich, so dass dein Papa sich darum kĂŒmmerte, dass deine ersten Kleidchen und dein Geburtstuch ihren Platzt im WĂ€rmeschrank fanden. Deine Mama Ă€usserte den Wunsch, die Badewanne auszuprobieren, da wir aber auch auf eine Geburt im Wasser hinarbeiteten, empfahl ich deiner Mama, zwar langsam die Wanne mit warmen Wasser zu fĂŒllen, aber dennoch etwas Zeit an Land und die dazugehörende Schwerkraft zu nutzen. Und so stand deine Mama am Badewannenrand wĂ€hrend langsam das Wasser in die Wanne lief, kreiste ihr Becken und veratmete Wehe um Wehe und deine Mama machte das so eindrucksvoll, so kraftvoll, so bewundernswert…  Deine Mama liess meine NĂ€he zu und ich massierte in dieser Zeit ihr schmerzendes Kreuz wĂ€hrend dein Papa nun  alle deine Verwandten benachrichtigte, dass du auf dem Weg bist, geboren zu werden. Das deine Verwandtschaft sich unisono einig war, dass du wohl ein Junge werden wĂŒrdest, wĂ€hrend wir im GebĂ€rsaal bereits wussten, dass da ein kleines sĂŒsses SOPHIA -MĂ€dchen demnĂ€chst das Licht der Welt erblickt, diesen Umstand brachte auch deine Mama in einer Wehenpause zum LĂ€cheln. Deine Mama blieb weiter aktiv, aus der stehenden Position wechselte sie nun in die sitzende, nahm den Pezziball zur Hilfe und kreiste dort sitzend ihr Becken, wĂ€hrend dein Papa nun deiner Mama mit einem Massageball den RĂŒcken massierte. Wenige Wehen spĂ€ter Ă€nderte deine Mama erneut ihre Position, ging in den 4FĂŒsslerstand und ich zeigte deinem Papa, wie er mit Hilfe meines Rebozotuch Schwingungen im Becken deiner Mama vorsichtig erzeugen konnte und dich so dabei unterstĂŒtzen konnte, deinen Weg durch das Becken deiner Mama zu gehen. Deine Mama kĂ€mpfte sich durch eine Wehe zur nĂ€chsten, von einer Wehenpause zur anderen und sehnte sich danach, wie bei ihren Anfangswehen daheim, sich in einer hĂ€ngenden Position, sei es an der Sprossenwand oder am Seil, entspannen zu können. Aber die Beine wurden langsam mĂŒde und so legte sich deine Mama fĂŒr einen Moment in die Arme deines Papas ins Bett um sich in den Wehenpausen, die Augen geschlossen, auszuruhen, kurz weg zu dösen
 Kam aber eine Wehe, so atmete deine Mama so wunderbar durch sie hindurch und versorgte dich so mit immer ausreichend viel Sauerstoff, deine Herztöne zeigten uns, dass du und deine Mama ein gutes Team ward. Dein Papa hielt deiner Mama die Hand, er wollte so viel mehr fĂŒr sie machen und konnte doch nicht und diese fĂŒr ihn so passive Situation aushalten zu mĂŒssen, dass war die momentane Aufgabe fĂŒr deinen Papa. Nichtsdestotrotz gaben die Wehenpausen deinen Eltern nun die Möglichkeit ĂŒber die grosse Liebe deiner Mama, die Liebe zu Haien, zu reden und das nur schon wegen dieser Liebe fĂŒr diese majestĂ€tischen Wassertiere eine Geburt von dir im Wasser zu euch passen wĂŒrde. Deine Mama hatte durch das Liegen und die dadurch fehlende Schwerkraft beim Stehen einen kurzen Moment, in dem sie sich ausruhen und KrĂ€fte sammeln konnte, bevor erneut Übelkeit und Erbrechen ihr zu schaffen machten, immer so ein Zeichen fĂŒr uns Hebammen, dass wir aller Wahrscheinlichkeit nach an einem bestimmten Punkt der Geburt standen. Ich bat deine Mama, sie noch einmal ( und zum letzten Mal ) untersuchen zu dĂŒrfen und ja, nun wurde es Zeit, dass deine Mama die Badewanne ausprobieren, die unterstĂŒtzende Wirkung des warmen, sie tragenden Wassers spĂŒren durfte. Und deine Mama hatte einen kurzen Moment des sich Erholen, sich sammeln können im warmen Wasser  und dein Papa versorgte deine Mama zusĂ€tzlich mit Traubenzucker, aber der Moment war kurz, denn die Natur und auch du, ihr wolltet die Geburt zu Ende bringen. Kontinuierlich nahm die IntensitĂ€t der Wehen nun wieder zu und du löstest mit deinem Köpfchen zum ersten Mal ein DruckgefĂŒhl bei deiner Mama aus, zeigtest ihr, dass du mithelfen konntest. Diese Phase der Geburt ist fĂŒr viele Frauen unglaublich fordernd, entmutigend und lĂ€sst die Frauen hĂ€ufig verzweifeln. Auch deine Mama deklarierte klar und deutlich, dass bei der nĂ€chsten Geburt, wenn ĂŒberhaupt,  nur noch ein Kaiserschnitt fĂŒr sie in Frage kĂ€me und die aufmunternden, mitfĂŒhlenden, tröstenden Worte von deinem Papa an sie wurden mit der Aufforderung abgetan, dass bitte schön er doch diese, deine Geburt hier weiter machen soll
( ich  bereite meine Paare in der Geburtsvorbereitung  genau auf diese mögliche Situation vor, alles darf und alles muss so gesagt werden, so will es die Göttin der Geburt😉 ) Aber wenn die Mamas das GefĂŒhl haben, gar nichts geht mehr, keine Wehe mehr ist aushaltbar, genau dann kommt in der Regel eine andere Dynamik im Geburtsgeschehen auf. Deine Mama war seit 40 Minuten in der Badewanne und spĂŒrte nun sehr deutlich, wie du mit ihr gemeinsam die letzte Etappe eurer Geburtsreise anfingst. WĂ€hrend du  immer wie mehr Druck mit deinem Köpfchen gabst, schob deine Mama nach ihrem GefĂŒhl entlastend mit. Und wĂ€hrend dein Papa noch schnell etwas mehr warmes Wasser in die Badewanne fĂŒllte ( wir wollten dir natĂŒrlich den sanftesten, temperaturtechnisch perfektesten Start ins Leben ermöglichen ) konnte deine Mama bereits dein Köpfchen mit  ihren HĂ€nden ertasten, sahen wir bereits deine langen, dunklen Haare
 du warst tatsĂ€chlich greifbar ”nah” und das gab deiner Mama noch einmal die Motivation, die es zum Ende eurer Geburt brauchte. Euer Geburtshelfer war inzwischen kaum  merklich zu uns gekommen, er wollte auf keinen Fall diesen Moment stören. Deine Mama, sie schob ganz nach ihren BedĂŒrfnissen mit jeder nun folgenden Wehe dein Köpfchen Millimeter fĂŒr Millimeter aus sich heraus und auch wenn das absolute Schwerstarbeit ist, wir alle, die am Badewannenrand bei deiner Mama stehen durften, wir  staunten, waren beeindruckt, begeistert, wie unglaublich schön deine Mama dir in diesem Augenblick dein Leben schenkte. Geboren wurdest du im Wasser, dem Lieblingselement deiner Mama und du “schwammst ” ihr förmlich in ihre Arme
 Absolut entspannt lagst du nun dort, ein  Tuch lag auf dir, trĂ€nkte sich mit dem warmen Wasser der Wanne und  deckte dich wie eine warme Decke zu, deine Mama lehnte zĂ€rtlich ihren Kopf an dein Köpfchen, dankbar, dass du nun da warst, sie es so wunderbar geschafft hatte. Dein Papa war absolut ergriffen, mit TrĂ€nen in den Augen kĂŒsste er erst deine Mama und dann umarmte er mich, bedankte sich fĂŒr die Hilfe
. Du lagst scheinbar zufrieden in den Armen deiner Mama, deine Eltern betrachteten dich gerĂŒhrt und fasziniert, sahen deine vielen dunklen langen Haare. Du atmetest ohne zu schreien, wurdest entspannt rosig, machtest sehr schnell deine Augen auf. Schon fanden deine Finger den Weg in deinen Mund 
Dein Papa gab dir seinen Finger und sofort hieltest du dich an ihm fest. Wir liessen euch kleine, noch so junge Familie einen Moment ungestört, diesen so speziellen  Augenblick begreifen lassen, geniessen, alle Anstrengungen abstreifen, entspannen
 So lange, bis das Wasser zu kalt fĂŒr dich und deine Mama wurde. FĂŒr die Geburt der Placenta ging es aus dem Wasser zurĂŒck an Land, ins Bett. Dein Papa holte euer Geburtstuch aus dem WĂ€rmeschrank und deckte dich zu, deine Eltern hatten dir ein schwarzes Tuch ausgesucht, aussergewöhnlich zwar fĂŒr mich, aber es erfĂŒllte seinen Zweck, das Tuch dunkelte dein Licht ab und du lagst warm in das Tuch eingekuschelt mit offenen Augen auf der Brust deiner Mama, bereits den Daumen im Mund. Die Dammschnittschere gab ich deinen Eltern zur Erinnerung mit nach Hause, es hatte sie nicht gebraucht, nur eine winzige Geburtsverletzung wurde nun von eurem Geburtshelfer genĂ€ht. Auch deine Placenta wĂŒrden deine Eltern, nachdem wir sie gemeinsam betrachtet hatten, mit nach Hause nehmen. Was fĂŒr eine schöne Tradition ist es, diesem so wichtigen Teil des zur Welt Kommens als Erinnerung einen Platz unter einem Baum daheim zu gönnen
.Euer Geburtshelfer schaute nun gemeinsam mit deinem Papa, ob alles an dir dran und alles so gesund an dir war, wie es den Anschein nahm. Alles sah gut aus und dein Papa durfte dich deiner Mama wieder zurĂŒck in die Arme legen. Jetzt wo alles kontrolliert, alles wichtige erledigt war, liessen wir euch noch einmal ein wenig Zeit nur fĂŒr euch, dich in Ruhe betrachten zu können, das Wunder zu begreifen, dafĂŒr war jetzt alle Zeit der Welt vorhanden. Und etwas spĂ€ter, du zeigtest es uns deutlich, war es dein Hunger, der nun das Geschehen bestimmte. Problemlos, als ob schon ewig geĂŒbt, gingst du an den Busen deiner Mama und nicht nur du hattest Hunger, auch dein Papa konnte sich nun  in der Zeit stĂ€rken, als deine Mama dich stillte und als deine Mama ihre erste Mahlzeit als Mutter genoss ( nein, es war noch nicht Sushi😉), hielt dich dein Papa im Arm und stillte dein SaugbedĂŒrfniss mit Hilfe seines Fingers. Hatte dein Papa nach deiner Geburt und nach dem Auspulsieren der Nabelschnur diese durchtrennen dĂŒrfen, so wollte nun deine Mama die restliche Nabelschnur auf eine Sophia-freundliche LĂ€nge kĂŒrzen und das machte sie andĂ€chtig und perfekt! Nun wurde es Zeit zu schauen, wie schwer und wie lang du warst, dein Kopfumfang wurde von mir gemessen und deine Temperatur ermittelt. Deine Eltern wĂ€hlten eine zartrosa BlĂŒmchen mit einem grĂŒnen Blatt als NabelschnurbĂ€ndchen  fĂŒr dich aus und dein Papa wickelte das BĂ€ndchen nun um deine restliche Nabelschur. FußabdrĂŒcke fertigten wir als Erinnerung an deine winzigen FĂŒsschen an  und dein Papa wusch die Stempelfarbe wieder ganz vorsichtig von deinen FĂŒsschen, du lagst dabei in den Armen deiner Mama, scheinbar ganz zufrieden mit sich und deiner neuen Welt. Deine erste Windel legten dir deine Eltern gemeinsam an und danach kleidete dich dein Papa in deine ersten Kleidchen. Ein zauberhafter Body mit einem Hundegesicht darauf und eine braune Hose kam dazu. Aber wie es im Leben von uns Frauen ja immer mal wieder vorkommt, kurz entschlossen gab es ein Tenuewechsel, wurde die braune Hose noch gegen eine weisse ausgetauscht. Ein weisses MĂŒtzchen deckte deine vielen dunklen Haare zu und schĂŒtzte dich vor Temperaturverlust. Rosarote Perlen wĂ€hlten deine Mama und dein Papa, um dir damit deine Namenskette fĂŒr dein Handgelenk aufzufĂ€deln. Als deine Mama sich nun etwas frisch machte, dufte dein Papa mit dir im Arm schmusen, mit dir zusammen dein Babybettchen auf der Wochenbettstation holen  und hat das ausfĂŒhrlich genossen
Und deine Mama, sie machte ein Foto von dir in den Armen deines Papas und dein Papa, er sah so glĂŒcklich aus! 

SĂŒsse kleine 🌾 SOPHIA LEONA 🌾 , 8 Stunden nach dem wir den GebĂ€rsaal betreten hatten, ging deine Mama, dich nun in deinem Bettchen vor sich her schiebend, wieder aus dem GebĂ€rsaal heraus, dein Papa begleitete euch. 8 Stunden, in denen aus einem so sympathischen jungen Paar, junge, so sympathische Eltern, deine Mama und dein Papa, wurden. Noch in der Schwangerschaft sagten mir deine Eltern , dass wenn es nach deiner Mama ginge , du noch 3 Geschwisterchen bekommst.  Ich hoffe natĂŒrlich sehr, dass ich wenigstens bei einer Geburt noch mit dabei sein darf 😊! Und ich hoffe auch, dass irgendwann der Traum deiner Eltern in ErfĂŒllung geht, dass ihr alle zusammen mit Haien tauchen könnt und diese wundervollenTiere gemeinsam in ihrem Element erleben dĂŒrft, diesem  Element Wasser, welches dir dank deiner wunderschönen Geburt ja quasi in die Wiege gelegt wurde !

Sei von mir VON HERZEN WILLKOMMEN 💝💝💝


🌾 NELA ROSE 🌾

21. September 2022

ZuckersĂŒsse 🌾 NELA ROSE 🌾 , du kleines MĂ€dchen mit dem wunderschönen Namen! Es sind immer diese besonders freudvollen, schönen Momente fĂŒr mich, wenn sich meine ehemaligen Patientinnen wieder bei mir melden, um mich fĂŒr eine erneute Begleitung ihrer Geburtsreise anzufragen. Deinen grossen Bruder 🌾 LENN MATHIS 🌾 durfte ich bereits 4,5 Jahre bevor du geboren wurdest, mit auf die Welt begleiten. Das Foto, welches dein Papa nach der Geburt von Lenn und mir gemacht hatte, schmĂŒckt noch heute meine Hebammenseite auf Facebook. Dein Bruder war bis zum letzten Tag seiner Zeit im Bauch eurer Mama nicht dazu zu bewegen, sich in die geburtenfreundlichere Position mit dem Kopf nach unten zu drehen. Entspannt ”sass” er in deiner Mama und so entschiedene sich deine Eltern damals, Lenn durch eine Bauchgeburt zur Welt kommen zu lassen. FĂŒr deine Mama war das Ankommen deines Bruders im OP ein ĂŒberraschend wunderschönes Erlebnis und ich werde es nie vergessen, wie der Geburtshelfer von Lenn sich noch im OP quasi ”entschuldigte”, Lenn nicht auf natĂŒrliche Art bei seiner Geburt begleitet zu haben, aber deine Mama in diesem Augenblick so voller Freude und GlĂŒck strahlte, weil ihr Geburtserlebnis mit dieser Bauchgeburt fĂŒr sie absolut perfekt war. Nun warst du unterwegs, Lenn zum grossen Bruder werden zu lassen und deine Mama fragte, ob ich fĂŒr euch einen Platz in meiner Geburtenagenda Ende September reservieren könne. Normalerweise sind Ende September meine Ferien nur noch (im besten Falle) sonnige Erinnerungen, aber ausgerechnet in deinem Geburtsjahr verschob ich fĂŒr ein anderes wertvolles Baby meine Ferienzeit von August in den Monat September, so dass ich deiner Mama noch keinerlei Zusagen machen konnte. Nichtsdestotrotz begleitete ich deine Mama natĂŒrlich erst einmal in der Zeit in der du den Bauch deiner Mama kugelrund anwachsen liesst und gleichzeitig sagte eine meiner liebsten Wochenbettskollegin (und Freundin) zu, euer Wochenbett zu begleiten, sollte ich nicht da sein. So war damit ein Sorge deiner Mama schon einmal weniger, aber deine Mama spĂŒrte, wie sie, anders als bei deinem Bruder, sich viel mehr Gedanken ĂŒber die Zeit machte, die auf euch zukommen wĂŒrde. In meiner Praxis sprachen wir darĂŒber und auch ĂŒber ihre Ängste, die sie beunruhigt wahrnahm. Und ich konnte sie in dieser Hinsicht mit meinen Erfahrungen beruhigen, dass es ganz normal ist, dass Mamas beim zweiten Baby sich ihres GlĂŒcks eines gesunden Babys bei der ersten Geburt nun voll bewusst werden und die Ängste, ob es auch beim zweiten Baby alles wieder genau so gut werden wĂŒrde, dass diese Ängste die allermeisten Eltern in der Schwangerschaft beschĂ€ftigen und  sie diese Ängste zulassen und sich ihnen stellen mĂŒssen. Auch spĂŒrte deine Mama den Druck, ob sie mit deinem Ankommen deinem Bruder dann noch gerecht werden kann, ihm genĂŒgend Zeit widmen wĂŒrde könne. Aus diesem Grunde ĂŒberlegte sie sich auch, bei dir auf die eigentlich vorgesehene erneute Bauchgeburt zu verzichten und sich auf einen Geburtsversuch im GebĂ€rsaal einzulassen. GrundsĂ€tzlich begrĂŒssen wir solche Spontangeburtversuche natĂŒrlich sehr, bei deiner Mama aber war es nicht der Wunsch ”normal” zu gebĂ€ren , sondern mehr die Angst, nach einer erneuten Bauchgeburt nicht fit genug fĂŒr deinen Bruder (und auch dich) zu sein, denn eigentlich, wĂŒrde es nach ihren BedĂŒrfnissen gehen, war sie bei Lenns Geburt damals so glĂŒcklich und zufrieden gewesen, dass sie fĂŒr sich selbst eine erneute Bauchgeburt wĂŒnschen wĂŒrde. Wir trockneten erst einmal ein paar TrĂ€nen bei deiner Mama, um dann ganz ehrlich alle Vor-und  auch alle Nachteile beider Geburtsarten zu besprechen und ich machte deiner Mama Mut, zu ihren BedĂŒrfnissen zu stehen. In der heutigen Zeit wĂŒnschen wir uns doch alle so sehr, dass Frauen ihre Geburten selbstbestimmt erleben dĂŒrfen, nach ihren Vorstellungen. Und doch mĂŒssen sich Frauen immer noch rechtfertigen, selbstbestimmt gebĂ€ren zu wollen, egal ob daheim, im GebĂ€r-oder im OP-Saal. Deine Mama sprach auch noch einmal in Ruhe mit eurem Geburtshelfer darĂŒber und auch er, der damals sich bei der Geburt deines Bruder ”entschuldigte”, auch er stĂŒtzte deine Mama nun, ihre Empfindungen, ihre WĂŒnsche zu priorisieren. Ich konnte deine Mama in Bezug auf die MobilitĂ€t beruhigen, denn meine Erfahrung bei zweiten Bauchgeburten, insbesondere wenn sie geplant und gewĂŒnscht werden, sind, dass die Frauen wohl wissend, was auf sie in den ersten Tagen nach der Geburt zu kommt, viel schneller wieder mobil und auf den Beinen sind. So fiel der Entschluss, dich wie deinen Bruder durch eine Bauchgeburt zur Welt kommen zu lassen und dein Geburtsdatum wurde geplant und nun, da ein Datum fest stand, konnte und wollte ich auch gar nicht anders: ich wollte natĂŒrlich bei deiner Geburt mit dabei sein und sagte deinen Eltern zu, meine Ferien fĂŒr einen, deinen (!) Tag zu unterbrechen um so die Chance zu bekommen, dich nach deinem Geburtshelfer als zweites in den Armen halten zu dĂŒrfen! Die Herausforderung bestand nun nur noch, dass auch du mit unseren PlĂ€nen einverstanden warst, ihr MĂ€use lehrt uns ja nur all zu gern, dass die Göttin der Geburt nicht selten alle sorgsam gemachten PlĂ€ne mit Freude durcheinander wirbelt. Auch du liesst deiner Mama immer mal wieder nervös werden, denn die Tage vor deinem Ankommen waren die WĂ€nde deine Einraumwohnung Ă€usserst unruhig, viele Kontraktionen spĂŒrte deine Mama und viele warme EntspannungsbĂ€der genoss deine Mama mit dir inside, um aus den Übungswehen keine Geburtswehen entstehen zu lassen, denn deine Mama wollte einfach, dass ich unbedingt mit dabei bin, wenn du geboren wirst und ich denke, es war auch nur der mentalen StĂ€rke deiner Mama zu verdanken, dass wir das geplante Datum wirklich erreichten. Sehr frĂŒh am Morgen, die Halbmondsichel und ein klarer Sternenhimmel waren an deinem Geburtstag gut zu sehen, nahm ich meine beiden Hundewelpen, die frisch bei mir eingezogen waren und fuhr quasi mitten in der Nacht zu einer Freundin, die, solange ich mit dir und deinen Eltern beschĂ€ftigt war, auf die kleinen Möpse aufpassen wollte. Ich schickte  deiner  Mama meinen Livestandort von unterwegs und kaum abgeschickt, kam schon eine Antwort von deiner Mama zurĂŒck : sie wĂŒnschte uns eine gute und sichere Fahrt! Deine Mama war also auch schon wach und auf den Beinen! Wir trafen uns auf dem Parkplatz der Klinik morgens um halb 6 Uhr, deine Mama und natĂŒrlich auch dein Papa waren nervös aber eine riesige, glĂŒckliche Vorfreude auf dich war in ihren Gesichtern zu sehen. Sie erzĂ€hlten mir, dass dein grosser Bruder noch schlafend zu Hause, heute von eurer Grossmutter betreut wird und er noch ĂŒberhaupt gar keine Ahnung hatte, was fĂŒr ein spezieller Tag , der ”grosse Bruder-Tag ”, anstehen wĂŒrde. Wir gingen zusammen in den GebĂ€rsaal und obwohl so frĂŒh am Morgen es normalerweise immer noch ganz ruhig in der Klinik ist, ĂŒber dem GebĂ€rsaal kreisten an diesem Tag so einige Störche im Landeanflug, so dass ich mit deinen Eltern den einzig freien Raum, unser Pistache-Zimmer (ein Zimmer, das notfalls auch fĂŒr Geburten genutzt werden kann) einzog. Ich erklĂ€rte deinenEltern noch einmal, was in den nĂ€chsten Minuten vor deiner Geburt  passieren wird und wĂ€hrend deine Mama das fĂŒr die OP typische Spitalnachthemd anzog, holte dein Papa bereits dein Geburtstuch und einiges an Babykleidchen fĂŒr dich aus der Tasche. Dein Geburtstuch war rosarot und hatte einen braunenTeddy darauf und deine Tante hatte es fĂŒr dich organisiert. Die vielen Kleidchen waren sowohl rosarot (wir wussten, dass du ein MĂ€dchen werden wĂŒrdest !) und weiss. WĂ€hrend deinem Papa rosarote Kleidchen fĂŒr dich ganz wunderbar gefielen, mochte dich deine Mama lieber in weiss nach der Geburt sehen, wir legten einfach alle Kleidchen in den WĂ€rmeschrank und ich war natĂŒrlich gespannt, was du letztendlich und schon bald angezogen bekommen wĂŒrdest. Eine Infusion wurde deiner Mama gelegt und ein letztes Mal hörten wir deinen galoppierenden Herzschlag aus dem CTG-GerĂ€t. Wie immer empfehle ich, von diesem CTG ein letztes Video  zu machen, die letzte Erinnerung an dich aus der Zeit von dir im Bauch, bevor die ersten Momente von dir nach der Geburt dazu kommen werden. Dein Papa filmte also deinen Herzschlag, der vollkommen unaufgeregt sicht- und hörbar war, so ganz anders, wie dich deine Mama die letzten Tage turbulent gespĂŒrt hatte. Und wĂ€hrend wir noch die restlichen OP-Vorbereitungen bei deiner Mama erledigten, hörten wir im Zimmer nebenan, wie ein Storch seinen Landeanflug im Sturzflug absolvierte, denn kaum waren die dortigen Eltern im GebĂ€rsaal angekommen, hörten wir schon die krĂ€ftige Stimme  eines neugeborenen Babys. Das nĂ€chste Baby aber solltest du sein, dass zur Welt kommen wĂŒrde, der OP rief uns zu sich, wir wurden erwartet. Dein Papa und ich fuhren deine Mama in ihrem Bett zum OP, die Aufregung war deiner Mama, auch wenn sie ganz ruhig aussah, dennoch anzumerken. Dein Papa  hielt dein Geburtstuch und die Hand deiner Mama fest und bevor deine Mama in den OP geschoben wurde, kĂŒsste dein Papa die Stirn deiner Mama. Wir hatten einen OP-Saal mit Tageslicht, was ich besonders schön finde, wenn ihr MĂ€use bei ”richtigem ” Licht in eure Welt geboren werdet. Davon haben deine Eltern aber wahrscheinlich gar nicht so viel mitbekommen, denn wĂ€hrend dein Papa sich fĂŒr den OP umzog, wurde deine Mama routiniert auf eure Bauchgeburt vorbereitet.Und wĂ€hrend der AnĂ€sthesist deiner Mama die AnĂ€sthesie legte, hielt ich ihre Hand, atmete beruhigend zusammen mit ihr und ganz schnell schon spĂŒrte sie, wie die Wirkung der Narkose einsetzte. Ich holte deinen Papa aus der Umkleide und erklĂ€rte ihm durch das Fenster des OPs, wer von den vielen Leuten, die im Saal fĂŒr deine Mama und dich da waren, welche Aufgabe hatte. Ein letztes Foto machte ich von deinem Papa mit deinem Geburtstuch in der Hand, bevor wir ihn zu deiner Mama in den OP-Saal liessen. Euer Geburtshelfer kam, stellte deine  Eltern seinen Kollegen vor, der bei deiner Geburt assistieren wĂŒrde und wenige Momente spĂ€ter begann deine Bauchgeburt  und deine Eltern, die noch bei der Geburt deines Bruders ĂŒberrascht waren, wie schnell es eigentlich geht, bis ihr MĂ€use da seid, sie rechneten natĂŒrlich jetzt damit, dich gleich sehen, hören und in den Armen halten zu dĂŒrfen! Ich blickte eurem Geburtshelfer ĂŒber die Schulter und sah so dein Ankommen in diese Welt, problemlos und sehr sanft wurdest du aus dem Bauch deiner Mama geboren, die fĂŒr dich kalte Luft liess dich sofort protestierend tief Luft holen und so hörten deine Eltern dich gleich und dein Geburtshelfer durchtrennte deine Nabelschnur, gab dich mir in meine Arme und weil dein Hautton schon exakt die gleiche Farbe wie dein Geburtstuch hatte, konntest du sofort auf die Brust deiner Mama und in die Arme deiner Eltern.Und kaum auf deiner Mama, ihre WĂ€rme, ihren Geruch spĂŒrend, beruhigtest du dich und wir fragten uns, ob du ĂŒberhaupt schon wirklich mitbekommen hattest, dass du geboren warst. Deine HĂ€ndchen lagen ĂŒber deinen Ohren, ein Anblick, den deine Eltern bereits von deinen Ultraschallbildern kannten. Aber nicht fĂŒr lange, den deine HĂ€ndchen griffen an Mamas Nase und wenige Momente spĂ€ter trautest du dich, deine Augen zu öffnen und grosse, dunkle, wunderhĂŒbsche Augen sahen uns an, fĂŒr mich immer ein so besonderer und wertvoller Augenblick, in die absolut reinen, unschuldigen Augen eines neu geborenen Menschen schauen zu dĂŒrfen. Dein Papa hielt dein Köpfchen, deine Mama konnte dich zĂ€rtlich streicheln und du, du zeigtest mit deiner Zunge, dass du ganz genau wusstest, dass deine Mama so nah  bei dir ist und damit auch dein dich zukĂŒnftig nĂ€hrender Busen. Vorerst musstest du dich aber noch etwas gedulden und so verbrachtet ihr die letzten Minuten der OP damit, euch gegenseitig anzuschauen, deine Eltern streichelten dich und schĂ€tzen schon mal, wie gross du etwa sein wĂŒrdest. Die Kopfmassage, die deine Mama dir sanft mit ihren Fingern ĂŒber deine langen dunklen Haare gab, schienst du mehr als zu geniessen. Endlich zufrieden aber warst du, als der Finger deiner Mama in deinen suchenden Mund kam und du gelassen und ausdauernd daran nuckeltest. Die OP war vorbei und euer Geburtshelfer gratulierte deinen Eltern zu ihrer wunderhĂŒbschen Tochter. FĂŒr den Moment, wo deine Mama nun aus dem OP-Saal gefahren wurde, konnte dich nun dein Papa in den Armen halten und er tat das voller Freude und Stolz. Euer erstes Familien-PortrĂ€t-Foto machte ich, sobald deine Mama dich wieder im Arm halten konnte und sie sah auf dem Bild so glĂŒcklich aus, alle Ängste, alle Sorgen die sich deine Mama ja immer wieder gemacht hatte, sie waren weg. Weil es ihr auch sonst ganz wunderbar ging, konnten wir unmittelbar vom OP aus deine erste Fahrt im Fahrstuhl erleben. Geplant war eigentlich, dass wir nun in den GebĂ€rsaal fahren wĂŒrden, um da eure ersten Stunden zusammen zu verbringen. Aber auch weiterhin wollten andere Babys das Geburtsdatum mit dir teilen, die GebĂ€rsÀÀle waren immer noch und schon wieder erneut besetzt, so dass wir zuerst in den Pistache-Raum vom Morgen zurĂŒck kehrten, da aber auch dieser von den Hebammen fĂŒr eine weiteres Baby  gebraucht wurde, fuhren wir nun direkt in euer Wochenbettzimmer. Dort liess ich euch im wahrsten Sinne des Wortes erst einmal Zeit, um in Ruhe ”anzukommen”, deine Eltern sollten dich ungestört geniessen und betrachten können. All zulange blieb es aber nicht beim Betrachten, denn du hattest dein SaugbedĂŒrfniss und den dazugehörigen Hunger nicht vergessen, völlig unkompliziert gingst du an den Busen deiner Mama und wĂ€hrend du dort deinen ersten Hunger stillen konntest, setzte dir dein Papa zum Schutz vor WĂ€rmeverlust deine erste MĂŒtze auf dein Köpfchen und damit die farblichen Vorlieben deiner Eltern beide gerecht wurden, war dein MĂŒtzchen strahlend weiss und hatte rosarote Punkte darauf â˜ș. WĂ€hrend du weiter bei deiner Mama  trankst, suchten sich deine Eltern ein NabelschnurbĂ€ndchen fĂŒr dich aus, der Elefant mit einem blauen Herz wickelte dein Papa nun um den Rest deiner Nabelschnur, wĂ€hrend du im Schoss deiner Mama absolut zufrieden lagst und alles, was dein Papa mit dir machte, zu beobachten schienst. Obwohl euer Geburtshelfer unmittelbar nach deiner Geburt die Nabelschnur durchtrennte ,durfte dein Papa nun den Rest der noch vorhandenen Nabelschnur erneut durchtrennen, um sie  auf einen fĂŒr dich komfortablen Rest zu kĂŒrzen. Gemeinsam schauten wir nun, ob du alle Fingerchen, FĂŒsschen, Zehen und HĂ€ndchen hattest und ob auch sonst alles an dir gesund erschien. Wir machten FussabdrĂŒcke deiner FĂŒsschen, was gar nicht so einfach war, denn immer zogst du einen deiner Zehen ĂŒber einen anderen 
.Dann wickelte dich dein Papa in deine erste Windel. Deine ersten Kleidchen, sie waren tatsĂ€chlich ganz in weiss und als dein Papa fast fertig mit dem Anziehen war, merkten wir, dass wir ja noch ĂŒberhaupt nicht wussten, wie schwer und wie lang du warst! Und wĂ€hrend ich aus dem GebĂ€rsaal eine Waage holte, zog dich dein Papa routiniert wieder aus und wir lasen dein Geburtsgewicht mit 3580g auf der Waage ab und massen dich von Kopf bis Fuss mit 55 cm! Erneut zog dein Papa dich an und er genoss es  verliebt. Deine Mama half beim MĂŒtzchen und schaute zufrieden zu, wie du mit deinem Papa dich absolut wohl zu fĂŒhlen schienst. Deine Namenskette, die fĂ€delte dein Papa natĂŒrlich auch noch auf und jetzt durfte ER seine Farbvorliebe wĂ€hlen, dein zauberhafter Name wurde von rosaroten Perlen umrundet. 

Zauberhafte 🌾 NELA ROSE 🌾 , spĂ€ter, an deinem Geburtstag, genoss deine Mama ihren sehnlichst gewĂŒnschten und so verdienten Teller BĂŒndnerfleisch ( Schwangere wissen vom Verzicht ĂŒber 40 lange Wochen 😉) , dein Papa aber bondete mit dir, du durftest auf seiner nackten Haut kuscheln und ihr beide habt es entspannt genossen ! Ich fuhr am Nachmittag wieder mit meinen Hundewelpen nach Hause, die allerletzten meiner Ferientage geniessen , um dann rechtzeitig dein Wochenbett von Anfang an bei euch daheim begleiten zu können
. Dort war es  eine riesige Freude, mitzuerleben, wie dein grosser Bruder Lenn bei jedem meiner Besuche tatkrĂ€ftig und so voller Stolz mithalf, dein WĂ€getuch parat zu legen und dich, seine kleine Schwester beim WĂ€gen mit in die Höhe zu heben. Eine ganz ganz zauberhafte Familie hast du dir da ausgesucht und ich darf erwĂ€hnen, dass inzwischen nicht nur dein Cousin, sondern auch noch eine Cousine, bei deren Geburten ich auch dabei sein durfte, eure tolle Familie ergĂ€nzen. Es war und ist so schön, als eure Familienhebamme  euch MĂ€use beim Erobern der Welt zu begleiten, 

Sei auch du von mir VON HERZEN WILLKOMMEN 💝💝💝


🌾 MALIN LUNA 🌾

25. Juli 2022

SĂŒsses, so herbei ersehntes und mit so vielen TrĂ€nen der Liebe empfangenes Wunder 

🌾 MALIN LUNA 🌾, wenn nach einem Sturm die Sonne wieder scheint, dann wird oft ein Regenbogen am Horizont sichtbar. Regenbogen-Babys, so nennt man euch kleine, sehnlichst erwartete MĂ€use, die nach der Geburt eines Sternenkindes, welches bereits vor, wĂ€hrend oder unmittelbar nach der Geburt seine FlĂŒgel ausbreitet, um an Orte zu fliegen, die wir Menschen, die auf der Erde zurĂŒck bleiben, nicht fassen können, geboren werden.  Regenbogen-Babys schenken mit ihrem Ankommen in diese Welt den Eltern wieder Hoffnung, Freude und GlĂŒckseligkeit. Deine grosse Schwester 🌾 ALEA IDA 🌾 wurde ein Jahr vor deiner Geburt mit so vielen TrĂ€nen der Traurigkeit und Verzweiflung deiner Eltern und deiner Familie auf ihrer Sternenreise begleitet. FĂŒr uns alle, die deinen Eltern in dieser Zeit nahe standen eine ungemein traurige, schmerzhafte Zeit, wissend, dass kein Schmerz, den wir fĂŒhlten, nur annĂ€hernd die IntensitĂ€t haben konnte, die deine Eltern in ihrer Trauer spĂŒren und verarbeiten mussten. Deine Eltern, kleine 🌾 MALIN  LUNA 🌾, ich kenne sie und deine Familie  gut, deine Mama war schon in Kindheitstagen als Freundin  meiner Tochter bei mir daheim, deine Cousine 🌾LAURA CLARA 🌾, deren Onkel dein Papa ist, durfte ich als Hebamme mit auf die Welt begleiten. Deine Eltern, sie sind so etwas besonderes, sie sind wunderbare, liebevolle, so warmherzige Personen. In all’ der schweren Zeit nach der Geburt von  🌾 ALEA IDA 🌾 haben sie sich gegenseitig gestĂŒtzt, ihre TrĂ€nen zusammen geweint und getrocknet, der Trauer den Raum gegeben, der gefĂŒllt werden durfte und musste.  Ein zart rosa-pastell farbenes Herz mit dem Namen deiner Schwester darauf gestickt, schmĂŒckte in der Adventszeit ihren Weihnachtsbaum und es war das schönste Weihnachtsgeschenk fĂŒr deine Eltern und uns alle, als sich an Weihnachten der sehnlichste Weihnachtswunsch deiner Eltern mit Gewissheit fĂŒllte : du hattest es dir in deiner Mama gemĂŒtlich gemacht und sorgtest dafĂŒr, dass deine Eltern ihr Weihnachtsfest nicht alleine mit ihrer Trauer feiern mussten, sondern du ihnen, zwar noch so winzig klein aber dennoch schon so wĂ€rmend  die Hoffnung schenkst, die ich deinen Eltern gewĂŒnscht habe. Schon bald schickte mir deine Mama ein erstes Ultraschallbild von dir und sie schrieb mir, wie sehr deine Eltern, deine Schwester fest in ihren Herzen liebend, sich auf dich und die Zukunft mit dir freuten. Mahne ich ja normalerweise meine Frauen, jeden Moment ihrer Schwangerschaft auszukosten und diesen so speziellen, wertvollen  Zustand des Schwanger seins zu geniessen, so konnte ich es bei deinen Eltern nur zu gut verstehen, wenn ihnen die Zeit bis zu deiner Geburt nicht schnell genug vergehen konnte. Und immer wenn wir uns sahen oder hörten, du mit deiner Mama um dich herum wachsend und gedeihend, deine Eltern, sie hatten dieses wunderschöne Strahlen in ihrem Gesicht, ein Strahlen voller Vorfreude und Liebe fĂŒr dich und sie hatten aber auch diesen wissenden Blick in ihren Augen, dem Wissen, wie ungemein wertvoll eure gemeinsame Zukunft war. Wir wussten, dass du ein kleines MĂ€dchen werden wĂŒrdest und wenn wir uns alle auch ĂŒber einen kleinen Jungen gefreut hĂ€tten, war es irgendwie besonders schön, sich auf eine Schwester fĂŒr 🌾 ALEA IDA 🌾 zu freuen. Deine Eltern taten deine immer wie krĂ€ftiger werdenden kleinen Tritte gegen die Bauchdecke deiner Mama so gut und ich gab ihnen einen kleinen Herztonmonitor fĂŒr die Zeit eurer Schwangerschaft mit nach Hause, damit deine Eltern immer dann, wenn  sie es brauchten, deinen kleinen Herzschlag hören konnten. Wir wussten, dass auch du, gleich wie deine Schwester durch eine Bauchgeburt zur Welt kommen solltest und deine Eltern interessierten sich fĂŒr eine sogenannte ”Kaisergeburt”, eine Bauchgeburt , bei der die Eltern die Geburt ihres Kindes mit ansehen konnten ( statt dem ĂŒblichen sterilen Tuch vor den Köpfen der Eltern ) und gegebenenfalls sogar ihr Baby selbst in diesem Augenblick in ihre HĂ€nde empfangen durften. Auch wenn ich sehr hoffe, dass diese ”Kaisergeburt” irgendwann einmal zur Routine bei geplanten Bauchgeburten werden wird ( und ich das auch noch miterleben werde 😉), je nĂ€her wir an deinen geplanten Geburtstag kamen, je mehr deine Eltern verstĂ€ndlicherweise aufgeregt wurden, um so mehr hatten deine Eltern nur noch den Wunsch, dein Ankommen so unspektakulĂ€r, so routiniert und mit allen Sicherheitsvorkehrungen wie möglich gestalten zu lassen. Am Vorabend vor deinem Geburtstag trafen deine Eltern und ich uns noch einmal in meiner Praxis, wir kontrollierten deine Herztöne und besprachen noch einmal den Ablauf in der Klinik an deinem Geburtstag. Der begann mit einem traumhaft schönen Sonnenaufgang, den ich beobachten konnte, als ich mich auf den Weg in die Klinik machte. Deine Eltern hatten eine ruhige letzte Nacht mit dir im Bauch deiner Mama bei euch daheim, aber ich denke, viel Schlaf wird fĂŒr die zwei wohl nicht dabei gewesen sein 😌
. Wir gingen in euer zukĂŒnftiges Wochenbettzimmer und bereiteten deine Mama auf die Operation vor. Sie bekam ein Spitalnachthemd und eine Infusion, gemeinsam mit deinem Papa zogen wir ihr Thromboseprophylaxe- StrĂŒmpfe an, wir lauschten erneut deinen  Herztönen, die völlig unaufgeregt aus dem Herztonmonitor pochten. Suchen meine zukĂŒnftigen Eltern nun das NabelschnurbĂ€ndchen fĂŒr ihr Baby aus, so war deines bereits schon lange im Voraus reserviert. Genauer gesagt waren es 2 BĂ€ndchen, die ich fĂŒr dich zur Seite gelegt hatte und aus denen deine Eltern ihre Wahl nach deiner Geburt treffen wollten: der Walfisch und der Octopus. War der Walfisch eine starke Symbolfigur fĂŒr deine Schwester und deren  Reise, so schickte mir deine Mama schon in der Schwangerschaft ein Foto eines Octopus-PlĂŒschtieres, das auf dem Babybett daheim bereits auf dich wartete. Deine Eltern wĂŒrden sich bald fĂŒr eines der beiden BĂ€ndchen entscheiden mĂŒssen, denn nun kam der Anruf vom OP, dass wir erwartet wĂŒrden. Deine Mama und dein Papa, natĂŒrlich waren sie aufgeregt, aber sie waren so voller Erwartungen und so voller Vorfreude. Die beiden atmeten tief durch und schauten sich, gemeinsam ihre HĂ€nde haltend, bestĂ€rkend in die Augen, so viel mag ihnen in diesem Augenblick durch den Kopf gegangen sein, so viele  Erinnerungen an die Ereignisse des vergangenen Jahres waren wohl jetzt da und so war es gut, waren die nĂ€chsten Minuten angefĂŒllt mit AktivitĂ€ten, die ablenkten. Dein Papa nahm dein Geburtstuch an sich, ein hellbraunes zu deinen ersten Kleidchen passendes, weiches Tuch wĂŒrde dich nach deiner Geburt zudecken. Wir fuhren dich mit deiner Mama um dich herum in den OP und in der  Op -Schleuse erwartete uns schon einer meiner Lieblingslagerungspfleger, der deine Mama vorbereitete und  in den OP-Saal brachte. Ich zeigte deinem Papa, wo und wie er sich fĂŒr deine Geburt umziehen konnte und ging ebenfalls in meinen Umkleideraum. Dort wartete schon deine KinderĂ€rztin, die nach deiner Geburt deine erste Untersuchung machen wĂŒrde und ich stellte sie deinem Papa vor, den ich nun fertig umgezogen, aus seiner Umkleide abholte. Üblicherweise warten die zukĂŒnftigen Papas/ Partnerinnen  bis kurz bevor die OP beginnt, bevor sie zu den Mamas in den OP dĂŒrfen, bei deinen Eltern wollten wir aber, dass beide gemeinsam die letzen Momente vor der Geburt erleben und als ich deinen Papa, eingekleidet mit OP-Kittel, Mundschutz und Haube, dein Geburtstuch in den HĂ€nden haltend aus der Umkleide abholte, schauten wir uns tief in die Augen und dein Papa, er umarmte mich und sagte ”wir schaffen das !”. Ich begleitete deinen Papa zu deiner Mama, die bereits vom AnĂ€sthesieteam liebevoll umsorgt wurde, auch die OP-Leute bereiteten routiniert alles fĂŒr dein Ankommen vor und obwohl alles eben so routiniert ablief, so war doch jedem im Saal die berĂŒhrende, spezielle Situation, in der deine Eltern sich befanden, bewusst und jeder im Raum tat sein Bestes fĂŒr deine Eltern und fĂŒr dich. Die KinderĂ€rztin stellte sich nun auch deiner Mama vor, dein Papa stand da neben deiner Mama und hielt ihre Hand. Euer Geburtshelfer kam zu euch und stellte euch seinen Kollegen vor, der ihm bei deiner Geburt assistieren wĂŒrde. Euer AnĂ€sthesist begann, deiner Mama die AnĂ€sthesie fĂŒr die OP zu legen und kaum merkte deine Mama die Wirkung und wurden die allerletzten Vorbereitungen erledigt, begann dein Geburtshelfer mit deiner Bauchgeburt. Ich stand hinter ihm, ein steriles Tuch in den HĂ€nden haltend, bereit dich von deinem Geburtshelfer ”aufzufangen” sobald du da warst. Es langte nur fĂŒr einen kurzen, aufmunternden, bestĂ€rkenden Blick von mir zu deinen Eltern hinter ihrem blauen, sterilen Tuch, schon warst du zu sehen und fĂŒr deine Eltern zu hören, denn ein protestierender Schrei von dir kĂŒndigte von deiner Ankunft und war wohl fĂŒr uns alle in diesem OP-Saal das schönste GerĂ€usch, was wir hören durften. Dein Geburtshelfer hielt dich kurz ĂŒber das blaue Tuch , damit deine Eltern dich nicht nur hören, sonder auch sehen konnten. Dann gab er dich mir in die Arme und dieser Moment war auch fĂŒr ihn und mich ein heilender Augenblick. Wir hatten dich aus SicherheitsgrĂŒnden 3 Wochen vor deinem Entbindungstermin zur Welt kommen lassen, du warst zwar noch voll mit KĂ€seschmiere, aber du atmetest gut und deine Haut wurde rosig, so das ich dich sofort in die Arme deiner Mama und deines Papas legen konnte. So viele TrĂ€nen wurden in diesem Augenblick von deinen Eltern geweint, gefĂŒllt voller Emotionen, so berĂŒhrend war es zu sehen, wie deine Eltern dich willkommen hiessen und auch ich merkte gerĂŒhrt, wie meine Augen sich mit TrĂ€nen fĂŒllten. Deine Mama kĂŒsste dich, sagte immer wieder ”Schön bist du da!” Dein Papa streichelte ergriffen dein Köpfchen und kĂŒsste deine Mama, sagte ihr, wie gut sie es gemacht hĂ€tte und das deine Mama und er nun nicht mehr nervös sein mĂŒssten. Er sprach dich mit deinem Namen an und seine Augen waren voller Liebe fĂŒr dich. Ganz viele Haare hattest du und trotz der KĂ€seschmiere auch um deine Augen herum, versuchtest du schon ein wenig, die Augen zu öffnen. Die KinderĂ€rztin schaute nach dir, wĂ€hrend du auf deiner Mama lagst, hörte deinen Herzschlag und deine Atmung ab. Alles war gut und wir konnten fĂŒr den Rest der OP deine Eltern dich in Ruhe in den Armen geniessen lassen, ihre ĂŒberwĂ€ltigten Emotionen freien Lauf lassen. Als die OP vorbei war, gratulierte euer Geburtshelfer deinen Eltern und wĂŒnschte dir und ihnen alles GlĂŒck fĂŒr euer gemeinsames Leben. Und auch alle andern Personen im OP gratulierten deinen Eltern zu deiner Geburt und wenn auch sonst ĂŒblicherweise nach einer Geburt eines neuen Menschenwesens die Stimmung im  OP immer ein wenig fröhlicher wirkt, nach deiner Geburt, so merkte man, waren sich alle Anwesenden der besondern Situation fĂŒr deine Eltern bewusst. Deine Mama wurde aus dem OP in den Aufwachraum gefahren und so durfte nun dein Papa dich das erste Mal in seine Arme nehmen, eingehĂŒllt in dein Geburtstuch wiegte er dich sanft und ganz nah bei sich. Er kostete so diese wertvollen Momente mit dir aus, schaute dich an, begriff dich im wahrsten Sinne des Wortes. Als deine Mama an alle Monitore angeschlossen, alle Werte ĂŒberprĂŒft waren, legte dein Papa dich auf die Beine deiner Mama, wickelte dich aus deinem Geburtstuch und hielt dich so fĂŒr einen kurzen Moment, bevor er dich deiner Mama in die Arme gab, die dich nun endlich in ihre Arme nehmen durfte, ohne TĂŒcher, so wie du aus ihr geboren wurdest. Rosarot war deine Haut, die HĂ€ndchen schon suchend Richtung Mund fĂŒhrend, deine Augen hattest du schon bei deinem Papa das erste Mal versucht zu öffnen. Wir deckten dich wieder mit deinem Geburtstuch zu und deine  KinderĂ€rztin schaute nun noch einmal, ob wirklich alles an dir dran und alles in Ordnung war. Deine Eltern beobachteten mit und auch dein Geburtshelfer und euer AnĂ€sthesist schauten zu und waren beruhigt, wie gut du dein Leben ohne pulsierende  Nabelschnur meisterst. Deine Eltern, sie bedankten sich bei deinem Geburtshelfer fĂŒr alles, was sie mit ihm die letzten Monate erlebt hatten und nach dem du und deine Eltern nun so viel Aufmerksamkeit von so vielen Personen bekomme hattet, wurde es Zeit, euch dreien etwas Ruhe und Abgeschiedenheit zu organisieren. Wir zogen die VorhĂ€nge um das Bett deiner Mama und so konnten nun deine Eltern ungestört dich im Arm halten und dich betrachten. Du lagst auf der Brust deiner Mama, hieltest dich am Finger deines Papas fest und deine Mama bestaunte deine schöne Nase. Sie sagte gerĂŒhrt zu dir, wie fest deine Mama und dein Papa auf dich gewartet hatten. Als du deinen Daumen zielsicher in deinen Mund platziertes war klar, nun war Zeit, den Busen deiner Mama kennen zu lernen! Und das Ansetzten an die Brust deiner Mama klappte problemlos, du machtest das toll ! Wenig spĂ€ter erlebtest du deine erste Liftfahrt, denn wir fuhren aus dem Aufwachraum in den GebĂ€rsaal, schliesslich wollten wir wissen, wie schwer und wie lang du warst. Zuerst liess ich deinen Papa deine Nabelschnur noch einmal durchtrennen, sie war dafĂŒr noch lang genug und deine Mama hielt dich dabei im Arm und schaute euch dabei zu. Deine Eltern wĂ€hlten den Octopus ( der ja auch mein heimlicher Favorit unter allen meinen NabelschnurbĂ€ndchen ist ) fĂŒr dich aus und dein Papa band ihn um den Rest deiner Nabelschnur. Ganz vorsichtig nahm dich nun dein Papa  und legte dich auf die Waage, 3225g Geburtsgewicht werde ich spĂ€ter in deine Geburtenanzeige eintragen. Wir verteilten ordentlich Stempelfarbe auf deinen Fußsohlen, damit wir schöne FussabdrĂŒcke als Erinnerung fĂŒr deine Eltern machen konnten, aber es brauchte mehrere Versuche, weil immer einer deiner klitzekleinen Zehen es nicht mit auf das Papier schafften. Letztendlich hatten wir aber die perfekten AbdrĂŒcke und dein Papa wusch dir deine FĂŒsschen wieder sauber, du liesst die Prozedur absolut tiefenentspannt  ĂŒber dich ergehen. ZurĂŒck auf dem Bauch deiner Mama kleidete dich dein Papa in deine erste Windel und zog dir deine ersten Kleidchen an. Ein brauner Body, bei dem deine Mama half, die Knöpfe in der richtigen Reihenfolge zu schliessen und dazu passende Hosen mit kleinen Schildkröten darauf. Ein farblich abgestimmtes MĂŒtzchen verdeckte all die vielen dunklen Haare auf deinem Kopf, hielt dich aber schön warm. Perfekt farblich passende Socken rundeten dein Outfit ab und dein Papa konnte nun dir deine Namenskette auffĂ€deln, rosarote Perlen suchte er dafĂŒr aus. Deine Mama schaute dabei zu und hielt dich in ihren Armen und lass es  mir dir sagen, sĂŒsse

 đŸŒž MALIN LUNA 🌾, sie sah dabei so wunderschön aus! NatĂŒrlich musste ich auch diesen Anblick mit meiner Kamera festhalten und so gab es zauberhafte PortrĂ€ts von euch dreien im GebĂ€rsaal, zwar mĂŒde, aber wunderschön und  so so glĂŒcklich. 

Zauberhafte kleine 🌾 MALIN LUNA 🌾 deine Mama hatte ein Namensschild fĂŒr dein Baby-Bettchen gebastelt, ein zuckersĂŒsser Octopus sollte dein Bett beschriften und auf seine Tentakel schrieb ich alle Eckdaten deiner Geburt . Ich wĂŒnsche dir, dass bei solchen maritimen Vorzeichen du irgendwann  mit deinen Eltern die Schönheit der Unterwasserwelt entdecken und lieben lernen darfst und ich wĂŒnsche euch aus tiefstem Herzen, dass ihr drei einmal die Chance bekommt, gemeinsam einen Wal im Meer zu sehen und diesen Moment mit Trost und Liebe erfĂŒllt in euren Herzen speichert. 

Sei von mir VON HERZEN WILLKOMMEN 💝💝💝🐳

FĂŒr immer in meinem Herzen đŸ’« ALEA IDA đŸ’« 11.07.2021-11.07.2021


🌾 Amelia 🌾

23. Juli 2022

Wundervolle kleine 🌾 Amelia 🌾, deine Mama fand den Weg zu mir ĂŒber eine befreundete Stillberaterin, die bei deinem grossen Bruder damals das Wochenbett begleitet hatte und von der Verletzlichkeit deiner Mama , die sie durch die Geburtsreise deines grossen Bruders bekommen hatte, wusste. Die Geburtsreise deines Bruders ging damals sehr lange, war krĂ€ftezehrend und endete schlussendlich mit einer Bauchgeburt, bei der dein Bruder in der “Sternengucker”-Position sein Licht der Welt erblicken durfte. Nicht immer waren deine Eltern mit der Art der Begleitung ihres damaligen Geburtshelfers einig, aber die vielen GlĂŒckshormone, die fliessen durften, als dein Bruder dann endlich in den Armen deiner Mama lag, liessen den letzten Teil der Geburt in glĂŒcklicher Erinnerung zurĂŒck. Nun bei mir in der Praxis sitzend, sagte mir deine Mama, dass sie sich nach wie vor Gedanken darĂŒber macht, dass ihr Körper es damals nicht geschafft hatte, dass SIE es nicht geschafft hatte, aus eigener Kraft geboren zu haben. FĂŒr deine Geburtsreise, nun mit einem neuen Geburtshilfe-Team und einem anderen Geburtsort, war sich deine Mama noch nicht sicher, ob sie deshalb einen spontanen Geburtsversuch angehen sollte oder ob auch du durch eine erneute, dieses Mal geplante Bauchgeburt zur Welt kommen solltest. Auf alle FĂ€lle, das wusste deine Mama ganz sicher, wollte sie wenn immer möglich, dass du dir dein Geburtsdatum selbst aussuchen durftest, wir also mit deiner Geburtsreise erst dann beginnen wĂŒrden, wenn du den Startschuss dazu gegeben hĂ€ttest. 5 Wochen vor deiner Geburt sassen wir wieder in meiner Praxis zusammen, der kleine Kugelbauch mit dir im Inneren liess deine Mama ganz bezaubernd aussehen. Du hattest es dir in deiner Mama sitzend bequem gemacht, und deine Mama war nun hin und her gerissen, fĂŒr welche Art deiner Geburtsreise  sie sich entscheiden solle. Mit eurem Geburtshelfer hatte deine Mama einen erfahrenen Mann, der Geburten bei Babys in Beckenendlagen auf natĂŒrliche Art unterstĂŒtzt und der deine Mama bestĂ€rkte, ihrem inneren BauchgefĂŒhl zu folgen, egal fĂŒr welchen Weg sie sich entscheiden wĂŒrde. Wir sprachen lange ĂŒber die ”DafĂŒr-” und die ” Dagegen- ” Argumente bei beiden Geburtsreisen und auch wenn deine Mama fast ein schlechtes Gewissen hatte, die manuellen ”KĂŒnste” eures Geburtshelfers bei einem spontanen Geburtsversuch bei dir nicht in Anspruch zu nehmen, deine Mama spĂŒrte immer wie mehr, dass der fĂŒr sie  richtige Weg  eine erneuten Bauchgeburt sein wĂŒrde, dass sie dein Ankommen in kĂŒrzere, krĂ€fteschonender Art erleben wollte und die Ausgangslage fĂŒr deine Geburt mit den Risiken bei einer schon vorhandenen Narbe an der GebĂ€rmutter, der nicht optimalen Lage von dir und der Geburtsgeschichte deines Bruders fĂŒr sie zu hoch war. Wie tief emotional berĂŒhrt deine Mama mit dieser Situation war, merkte ich wĂ€hrend des GesprĂ€ches, als deiner Mama TrĂ€nen die Wangen herunter kullerten, als ich deiner Mama erzĂ€hlte, wie ich euch Babys mit euren Eltern bei euren Bauchgeburten begleite, ich vom roten Geburtstuch erzĂ€hlte, in das wir dich nach deinem Ankommen wickeln wĂŒrden, dass ihr kleinen sĂŒssen MĂ€use genauso bei euren Mamas von Anbeginn auf der Brust liegen dĂŒrft, ungewaschen und Haut auf Haut mit euren Mamas bondet und ihr ungestört, ungetrennt die ersten Stunden mit euren Eltern erleben dĂŒrft, genau wie bei einer normalen Geburt, sofern natĂŒrlich alles in Ordnung mit euch und euren Mamas ist. Deine Mama wirkte so erleichtert und konnte nun ihre WĂŒnsche fĂŒr dein Ankommen Ă€ussern. Nebst dem, dass du entscheiden solltest, wann du zur Welt kommen wolltest, war fĂŒr deine Eltern GANZ WICHTIG, dass niemand vorher sagen durfte, ob du ein MĂ€dchen oder ein Junge bist, denn deine Eltern hatten bei jedem Ultraschall die Augen kurz geschlossen, als es um dein Geschlecht ging, deine Eltern wollten den Überraschungsmoment auskosten und erst bei deinem Ankommen selbst sehen, ob dein Papa und dein grosser Bruder VerstĂ€rkung bekommen oder ob du deine Mama im Weiberhaushalt unterstĂŒtzen wirst. Genauso wichtig war deiner Mama, dass du genau so, wie du geboren wirst, in ihre Arme  gelegt wirst, deine Mama wollte dich mit all` der KĂ€seschmiere und dem Fruchtwasser auf deiner Haut und mit allen ihren Sinnen in deinen ersten Lebensminuten spĂŒren. Deine Mama verliess meine Praxis erleichtert, eine fĂŒr sie passende Entscheidung getroffen zu haben und sie schrieb mir wenig spĂ€ter, wie sehr sie sich nun auf deine Geburt, dein Ankommen freuen wĂŒrde. Auch mit eurem Geburtshelfer besprach sie noch einmal all ihre Ängste in Ruhe und auch er stĂŒtze sie letztendlich in ihrem Entscheid. Da dein geschĂ€tztes Geburtsgewicht nicht sehr schwer war und ihr kleinen MĂ€use immer wieder fĂŒr Überraschungen gut seid, bat ich deine Mama sich dennoch zu ĂŒberlegen, was passieren solle, wenn du bei deinem Starschuss fĂŒr deine Geburt dich doch noch in die geburtenfreundlichere Kopflage gedreht hĂ€ttest. Deine Mama besprach diese mögliche Situation mit deinem Papa und nach reiflichen Überlegungen beider stand fest, egal in welcher Lage du dich am Geburtsbeginn befinden wĂŒrdest, wir wĂŒrden dich mit deine Eltern bei einer Bauchgeburt willkommen heissen. 4 Tage bevor wir uns in der Mittagszeit in der Klinik fĂŒr deine Geburt treffen wollten, war mein Arbeitstag voll gepackt: den Morgen bis zum Mittag war ich an einer Weiterbildung und durch den Nachmittag hindurch warteten meine Wöchnerinnen auf mich. Als ich mein letztes Baby an diesem Tag in seinem Wiegetuch in die Höhe hob, klingelte mein Telefon. Auf dem Display sah ich, dass deine Mama mich anrief und als ich den Anruf annahm, hörte ich deine Mama, die sehr aufgeregt schien und dem Weinen nahe war. Deine Mama war bei eurem Geburtshelfer zu einer Herztonkontrolle von dir und diese war nicht optimal ausgefallen. Euer Geburtshelfer entschied auf Grund dieser Herztonkontrolle nicht mehr 4 Tage abzuwarten, sondern noch am gleichen Abend dich auf die Welt zu holen. Der OP war bereits informiert und wartete auf uns. VerstĂ€ndlich war deine Mama im Moment angsterfĂŒllt und nervös und wieder einmal zeigte es sich, dass in der Geburtshilfe selten alles nach Plan lĂ€uft. Ich verabschiedete mich von meiner letzten Wöchnerin und ihrem Baby  und fuhr direkt in die Klinik. Deine Eltern traf ich auf dem Parkplatz und wir gingen sofort in den GebĂ€rsaal, in dem meine Kollegin Heidi ( ❀ 1001 Dank! ) bereits alles fĂŒr deine Geburt und die Fahrt in den OP vorbereitet hatte. ZunĂ€chst hörten wir dich und deine Herztöne an und ein gleichmĂ€ssiges, unaufgeregtes Galoppieren  deiner kleinen HerzschlĂ€ge tönte aus dem CTG-GerĂ€t. Ich konnte deine Eltern beruhigen, im Moment ging es dir wunderbar  und es gab keinen Grund, ĂŒberstĂŒrzt in den OP zu eilen. So atmeten wir alle einmal tief durch und ich probierte, deine Eltern in der grĂ¶ĂŸtmöglichen Ruhe und Entspanntheit auf die kommenden Momente vorzubereiten. Dein Papa versorgte sich mit nervenberuhigendem Zucker, in dem er sich einen Schokokoladenriegel aus dem Proviant, welches deine Mama eingepackt hatte, schmecken liess, so wichtig ist es, dass die Partner/innen nicht mit leerem Magen die Zeit im OP durchstehen mĂŒssen! Deine Mama musste nĂŒchtern bleiben, aber eine Infusion versorgte sie bereits mit FlĂŒssigkeit. Dein gut hörbar entspannter Herzschlag liess nun auch deine Mama langsam ruhiger werden und das, was ich wollte, die Vorfreude, dich schon bald bei uns zu wissen, die kam nun auch langsam bei deiner Mama auf. Ich erklĂ€rte  noch einmal in Ruhe deine Herztonkurve  und schlug deinem Papa vor, noch einmal ein Video deines CTGs als Erinnerung fĂŒr euch an diesen, deinen Tag, aufzunehmen. Danach erklĂ€rte ich noch einmal, was in den kommenden Minuten und Stunden mit euch passieren wĂŒrde. Als dein Papa deiner Mama die obligaten KompressionsstrĂŒmpfe anzog, war schon wieder viel Heiterkeit im Raum, denn dein Papa musste sich ordentlich anstrengen, diese StrĂŒmpfe deiner Mama anzuziehen. Dann aber kam schon der Anruf aus dem OP, man erwartete uns! Und so fuhren dein Papa und ich deine Mama zur OP-Schleuse, wo schon mein Lieblingslagerungspfleger und eine AnĂ€sthesiepflegefachfrau auf uns warteten, bei deren Geburten ich auch die Hebamme war. Und weil solch ein Wiedersehen mit ”ehemaligen“ Patientinnen und ihrer Hebamme immer eine besonders herzliche Stimmung und ein LĂ€cheln in den Gesichtern  erzeugt, war das auch fĂŒr deine Eltern schön, strahlend in Empfang genommen zu werden. Dein Papa hielt deiner Mama die Hand, kĂŒsste deine Mama noch einmal , bevor sie bereits in den OP gefahren wurde und wĂ€hrend ich deinem Papa zeigte, wie er sich umkleiden musste und auch ich mich fĂŒr dein Ankommen umzog, legte bereits der AnĂ€sthesist deiner Mama ihre SpinalanĂ€sthsie. Dein Geburtshelfer wartete bereits und ich konnte deinen Papa aus der Umkleide holen, zeigte ihm durch das Fenster des OP-Saales, wer wofĂŒr wĂ€hrend deiner Geburt zustĂ€ndig war und kaum war ich mit meinen ErklĂ€rungen fertig, rief man schon deinen Papa zu deiner Mama. Mit deinem Geburtstuch in den HĂ€nden setzte er sich neben deine Mama, ein blaues Tuch versperrte deinen Eltern die Sicht auf das Geschehen, aber sie hörten aufmerksam zu, als euer Geburtshelfer noch einmal zusammenfassend die Diagnose fĂŒr deine Bauchgeburt fĂŒr alle Anwesenden erklĂ€rte und auch nochmal erwĂ€hnte, dass niemand im Saal die Überraschung fĂŒr deine Eltern verderben darf und dein Geschlecht bekannt gab. Nun wurde es aber Zeit, zu sehen, ob du ein Junge oder MĂ€dchen warst und wenige Momente spĂ€ter und weil du ja immer noch in der Beckenendlage in deiner Mama warst, konnten wir alle hinter dem Tuch bereits sehen, dass da ein kleines MĂ€dchen auf die Welt kommt, denn dein Becken wurde natĂŒrlich zuerst geboren und erst zum Schluss kam dein Köpfchen und das hatte schon Unmengen an schwarzen langen Haaren! Du machtest uns allen den grossen Gefallen und holtest mit einem krĂ€ftigen Schrei laut Luft, um deine kleinen Lungen mit Sauerstoff zu fĂŒllen, so konnten deine Eltern hinter dem Tuch bereits erleichtert aufatmen und vor allem konntest du sofort zu deiner Mama auf die Brust. Dein Geburtstuch deckte dich zu und schĂŒtzte dich vor dem grellen Licht und der kalten Luft. Deine Eltern, sie konnten nun ihre TrĂ€nen freien Lauf lassen, TrĂ€nen der Erleichterung, dass es dir gut ging und du bereits so bezaubernd aussahst! Eigentlich spielte es in diesem Moment ĂŒberhaupt keine Rolle, ob du ein Junge oder ein MĂ€dchen geworden bist, aber natĂŒrlich schauten wir nun gemeinsam nach und so durften deine Eltern dich jetzt mit deinem wunderschönen Namen 🌾 AMELIA 🌾 begrĂŒssen! Dein Papa hielt dich mit seinen HĂ€nden fest und umarmte so auch deine Mama und deine Mama, auf deren Brust du lagst, streichelte dein Köpfchen und kĂŒsste dich. Die KĂ€seschmiere in deinem Gesicht verklebte noch deine Äuglein, dennoch versuchtest du bereits, diese zu öffnen. Deine Eltern, sie waren so erleichtert das es dir gut ging und deine Mama, sie strahlte vor GlĂŒck und war dabei so wunderschön! Du hattest eine wunderbare Hautfarbe angenommen und deine Fingerchen gingen bereits suchend Richtung Mund. Deine Eltern betrachteten dich immer noch gerĂŒhrt, als bereits euer Geburtshelfer zu euch kam, deinen Eltern berichtete, das alles normal verlaufen sei, die Op fertig war und vor allem, dass er deinen Eltern zu dir, wunderhĂŒbschen kleinen MĂ€dchen gratulierte. Euer Lagerungspfleger kam nun auch und gratulierte und wĂ€hrend er deine Mama soweit parat machte, damit ihr aus dem Op- Saal geschoben werden konntet, hielt nun dein Papa dich das erste Mal in seinen Armen, du eingewickelt in dein Geburtstuch und betrachtete dich schon so verliebt. Und das war auch kein Wunder, denn du schautest deinen Papa scheinbar ebenso verliebt an, ganz wach und aufmerksam, schon so angekommen in deiner neuen Welt warst du! Und es schien, als ob du bereits lĂ€cheln wĂŒrdest, wir alle um dich herum schmolzen dahin bei diesem Anblick
Wenn dein Papa gekonnt hĂ€tte, er wĂ€re mit dir sofort nach Hause gefahren, um dich deinem grossen Bruder und deinen Grosseltern zu zeigen, aber vernĂŒnftigerweise 😉 gab er dich nun deiner Mama zurĂŒck in die Arme, die dich glĂŒcklich betrachtete. Es ging euch allen gut, so dass wir direkt in den GebĂ€rsaal zurĂŒck fuhren, deine erste Liftfahrt absolviertest du bereits trinkend am Busen deiner Mama liegend 
 Euer Geburtshelfer, der mit uns fuhr, machte dein erstes Check Up im GebĂ€rsaal , absolut unauffĂ€llig war das Ergebnis. Und nun, wo alles Wichtige erledigt war, nun konnten wir uns Zeit lassen, die stĂŒrmischen vergangenen Momente ablegen und in Ruhe dich kleine Maus geniessen. Dein Papa rief nun bei dir zu Hause an, um deiner Familie, die sicher schon nervös wartete, zu sagen, welches bezaubernde Wesen gesund in den Armen deiner Mama lag. Etwas spĂ€ter wollten wir aber dennoch wissen, wie schwer du warst und so machten wir zuerst sĂŒsse, kleine FussabdrĂŒcke deiner beiden FĂŒsschen und nachdem dein Papa die Farbe an deinen Fußsohlen abgewaschen hatte, legte er dich vorsichtig auf die Waage. 2810 Gramm zeigte diese an und weil dir der Untergrund der Waage so gar nicht gefiel und du lautstark protestiertes, ging es schnell auf den Bauch deiner Mama zurĂŒck. Deine erste Windel zog dein Papa dir noch an aber dann wolltest du bereits wieder zurĂŒck an den Busen deiner Mama und so legte dein Papa deine zauberhaften  ersten Kleidchen auf die Seite, liess dich in Ruhe bei deiner Mama trinken und fĂ€delte deine Namenskette mit rosaroten Perlen auf. Gemeinsam banden deine Eltern dir deine Namenskette um und weil du immer noch deinen offensichtlich grossen Hunger stilltest, schauten wir in dieser Zeit deine Placenta an, die doch sehr eindrĂŒcklich zeigte, dass es gut war, dass du dich nun von der Milch deiner Mama ernĂ€hren konntest und nicht mehr auf deinen Mutterkuchen angewiesen warst. Nun aber konnte dein Papa dich anziehen und passend zu so einem sĂŒssen, bezaubernden Kind waren es auch die allerersten  Kleidchen, die deine Mama fĂŒr dich daheim ausgesucht hatte . Einen weissen Body mit vielen Löwen  zog er dir zuerst an und darauf folgte dazugehörig ein löwengelber Strampler, mit einem grossen Löwenkopf zuvorderst und kleinen sĂŒsse Löwenköpfen auf den FĂŒsschen. Eine schwarze MĂŒtze sollte dein Köpfchen mit den Unmengen an schwarzen Haaren bedecken. Ausgerechnet an deinem Geburtstag hatte ich meinen Geburtenkoffer nicht im Auto und so fehlte mir meine TĂŒte mit NabelschnurbĂ€ndchen! Aber es gab keinen Zweifel, welches BĂ€ndchen dir deine Eltern ausgesucht hĂ€tten und nun einfach etwas spĂ€ter zu dir kommen wĂŒrde : das Löwen-NabelschnurbĂ€ndchen !

SĂŒsse 🌾 AMELIA 🌾 , da wie schon bei deinem grossen Bruder meine befreundete Stillberaterin euer Wochenbett begleitete, wurde ich regelmĂ€ssig mit zauberhaften Fotos und Videos  von dir, deinem Bruder und deiner Familie versorgt und konnte mich so ĂŒberzeugen, dass es euch gut geht. Ich sah auf den Bildern deine glĂŒckliche Mama, die sich sehr schnell von deiner Geburt erholte und ihre sĂŒsse Familie ( und  by the way auch das so ersehnte Sushi ) zu Hause genoss. Der Schreckmoment vor deiner Geburt war vergessen, alle anderen Entscheidungen, die sie fĂŒr sich und fĂŒr dich vor eurer Geburt getroffen hatte, stimmten auch im Nachhinein und machten sie nicht nur glĂŒcklich, sondern auch stark. Ein klein wenig eine starke Löwenmama, die du kleines Löwenbaby da hast!

Geniess deine so wundervolle Familie und sei von mir VON HERZEN WILLKOMMEN 💝💝💝


🌾 MALEA SOPHIA 🌾

21. Juli 2022

Zauberhafte, kleine 🌾 MALEA SOPHIA 🌾 , es war deine Tante, die sich bei mir meldete, als sie wusste, dass du unterwegs warst, deine Mama und deinen Papa zu Eltern werden zu lassen. War es deiner Tante und mir nie vergönnt, das Ankommen ihrer Babys gemeinsam zu erleben, so wollte sie aber unbedingt sicher sein, dass es deine Mama und dein Papa schaffen, einen Platz in meiner Geburtenagenda zu erhalten. Und deine Tante reservierte schon bevor deine Eltern sich bei  mir meldeten (und unter dem Siegel der Verschwiegenheit😎) einen Platz fĂŒr die Geburt eines sĂŒssen, kleinen Sommerbabys bei mir. Als dann deine Eltern beim KennenlerngesprĂ€ch in meiner Praxis mir gegenĂŒber sassen, hegte ich schon quasi vom ersten Blick durch die PraxistĂŒrscheibe soviel Sympathie fĂŒr deine Eltern, denn du hast dir zwei wundervolle, fröhliche und so warmherzige Menschen als deine Eltern ausgesucht, ganz eindeutig passten wir zusammen und unbedingt, wenn ich es schon nicht  bei deinen beiden Cousinen sein konnte, wollte ich deine Hebamme werden. Deine Eltern waren, was deine Geburt anbelangt, offen fĂŒr und neugierig auf alles was bei einer Geburt passieren kann. NatĂŒrlich gingen wir fĂŒr dein Ankommen in dieser Welt prinzipiell von einer normalen Geburt im GebĂ€rsaal aus und da deine Eltern daheim keine Badewanne hatten, konnten wir uns genau deswegen die Badewanne in der Klinik wunderbar als Ort des Wehen durchleben und  als Geburtsort fĂŒr dich vorstellen. Da deine Tante durch eine Bauchgeburt ihre MĂ€dchen zur Welt brachte und von diesem Erlebnis nur positives berichtete, war auch diese Geburts-Option fĂŒr deine Eltern eine Möglichkeit dich zum ersten Mal in die Arme zu schliessen. Deiner Mama war es einfach sehr wichtig, dass du dir deinen Geburtstag selbst aussuchen durftest, eine Geburtseinleitung wollte sie, wenn irgendwie möglich, vermeiden. Den ersten Anblick von dir bekam ich schon 4 Wochen vor deiner Geburt. Deine Mama schickte mit ein tolles Foto von ihrem sĂŒssen Kugelbauch, auf den die Schwester deiner Mama (noch eine tolle Tante fĂŒr dich!) ein Ultraschallbild von dir original getreu nachmalte und so eine zauberhafte Erinnerung an eure gemeinsame Zeit, du mit deiner Mama eng verbunden wie nie wieder, erschuf. Deine Mama und ich hatten in all dieser Zeit regen Kontakt (ein Hoch auf die Möglichkeit der Voicemails 🙃) und so war ich immer auf dem Laufenden, was dich mit deiner Mama um dich herum betraf. Auch als euer Geburtshelfer mit deinen Eltern darĂŒber sprach, dass auf Grund einer Besonderheit in der  Anamnese deiner Mama euer Geburtshelfer dich dein Geburtsdatum bis zu deinem errechneten Geburtstermin selbst aussuchen liess, ab dem ”Stichtag” aber empfahl, dann deine Geburt einzuleiten, löste einen regen Austausch zwischen deiner Mama und mir aus : Was war möglich und sinnvoll an Massnahmen, dich zu geburtsauslösenden Wehen zu motivieren, was sollte Frau lieber sein lassen. Du lagst perfekt, warst kein Schwergewicht und deine Mama spĂŒrte bereits immer wieder, wie die GebĂ€rmutter sich auf die Geburt vorbereitete. Nichts desto Trotz war der Geburtsweg kurz vor dem Termin noch nicht optimal vorbereitet und je mehr wir uns dem Entbindungstermin nĂ€herten umso sicherer war sich deine Mama, dass eine Geburtseinleitung fĂŒr sie unter diesen Voraussetzungen nicht in Frage kĂ€me. Deine Mama und wir alle aber hofften, wir hofften bis zum letztmöglichen Termin, den euer Geburtshelfer euch fĂŒr das Abwarten gab, dass du doch noch den Startschuss fĂŒr deine Geburt geben wĂŒrdest und deine Mama probierte alles fĂŒr sie noch machbare, um eure Geburt anzuregen. Deine Mama spĂŒrte auch immer wieder Kontraktionen, der Bauch sei so hart, so sagte deine Mama mir, dass sie problemlos ihre Kaffeetasse darauf abstellen könne. Auch euer Geburtshelfer hoffte weiter mit euch und gab dir noch 2 weitere Tage ĂŒber dem Termin Zeit, aber dann sollte eine Entscheidung getroffen werden. Deine Mama hatte, als diese 2 Tage verstrichen waren, erneut einen Termin in der Praxis eures Geburtshelfers. Dort sollten nochmal alle Optionen, die fĂŒr -und auch die dagegen- eine Einleitung- Möglichkeiten besprochen werden. Dein Papa schickte deiner Mama am Morgen (der dann letztendlich dein Geburtstag werden sollte) ihr Horoskop aus einer Zeitung in dem stand: ”Sollte etwas nicht gelingen, verzweifeln Sie nicht an sich selbst. Es könnte durchaus sein, dass die Ă€usseren UmstĂ€nde es einfach nicht zulassen. Schonen Sie sich und lassen sie den Dingen ihren Lauf.” Egal ob man an Astrologie glaubt oder nicht, aber gab es in dieser Situation keinen besseren Trost als diese Worte? Euer Geburtshelfer untersuchte deine Mama, aber alle Wehen, die deine Mama die letzten Tage als sehr unangenehm verspĂŒrt hatte, hatten deinen Geburtsweg nicht gereift, du schienst einfach noch mehr Zeit zu brauchen, Zeit, die wir nicht hatten. Und so trafen deine Eltern die Entscheidung, dass du noch am gleichen Abend durch eine Bauchgeburt zur Welt kommen solltest und die riesige Vorfreude auf dich und dich nun schon bald in den Armen halten zu dĂŒrfen, entschĂ€digte deine Eltern fĂŒr die EnttĂ€uschung, dass unsere geplante Wassergeburt nun vielleicht erst bei deinem kleinen Bruder oder deiner kleinen Schwester stattfinden wird. Deine Eltern und ich trafen uns wenig spĂ€ter in der Klinik und es war mir ein BedĂŒrfnis, mit deinen Eltern den Weg zu eurem Wochenbettzimmer durch den GebĂ€rsaal zu gehen und so mit dir noch um deine Mama herum einen Moment dort zu verweilen, wo du zwar nun nicht zur Welt kommen wĂŒrdest, aber spĂ€ter auf alle FĂ€lle die erste Zeit nach deiner Geburt mit deinen Eltern verbringen wĂŒrdest. Ihr lerntet dort meine Kollegin Annegret kennen, die mir spĂ€ter bei den Vorbereitungen auf deine Bauchgeburt helfen wĂŒrde und auch Christine, eure zukĂŒnftige Wochenbettbegleitung an deinem Geburtstag, begrĂŒsste euch. In eurem Zimmer auf der Wöchnerinnenstation richteten sich deine Eltern zuerst ein, bevor wir ein letztes Mal deine Herztöne aus dem Bauch deiner Mama hörten. Dein Papa machte ein Erinnerungsvideo von deinem pochenden Herzschlag und auch leichte HĂŒgel auf der Seite der Wehenkurve konnten fĂŒr die Erinnerungen an diesen so besondern Tag gefilmt werden. Deine Eltern hatten dir  wunderschöne , beigefarbene Kleidchen mitgebracht, Ton in Ton dazu passend 2 GeburtstĂŒcher und dein erstes Kuschelspielzeug. Ein hölzernes Namensschildchen mit deinem Namen darauf verriet mir bereits, welchen Namen ich spĂ€ter in deine Geburtenanzeige schreiben werden wĂŒrde. Ein PlĂŒschotter , der dich spĂ€ter mit sanften Licht und HerzschlaggerĂ€usche beruhigend umgeben sollte und ein Nachtlicht in Hasenform warteten ebenfalls auf dich. Ich erklĂ€rte deinen Eltern noch einmal den Ablauf deiner Bauchgeburt und beantwortet ihre Fragen. Euer AnĂ€sthesist kam vorbei und erklĂ€rte seinen Teil deiner Geburt. Bei den obligaten KompressionsstrĂŒmpfen liess es sich dein Papa nicht nehmen, sie deiner Mama anzuziehen und dabei deine Mama und mich zum Lachen zu bringen. Und dann kam auch schon der Anruf aus dem OP, wir wurden erwartet. Mit deinem Papa schob ich das Bett mit deiner Mama und dir durch die GĂ€nge der Klinik zur OP-Schleuse und dort erwartete uns schon mein Lieblingslagerungspfleger, der mich auch umgehend  zu seiner Lieblingshebamme kĂŒrte. Es war eine herzliche, fröhliche Szene, die deine Eltern von ihrer verstĂ€ndlichen NervositĂ€t etwas ablenkten. Mit warmen TĂŒchern zugedeckt und einer Op-Haube auf dem Kopf, wurde deine Mama nun in den OP gefahren und ich zeigte deinem Papa , wie er sich fĂŒr deine Geburt umziehen sollte. Dann ging auch ich umgezogen in den OP zu deiner Mama und hielt ihr die Hand, wĂ€hrend sie ihre AnĂ€sthesie bekam. In dieser Zeit atmete ich mit deiner Mama gemeinsam, so wie ich es auch bei einer Geburt im GebĂ€rsaal getan hĂ€tte, gut gegen die NervositĂ€t deiner Mama und gut fĂŒr dich und deine Sauerstoffversorgung in diesem Augenblick. Deine Mama spĂŒrte sehr schnell, wie die AnĂ€sthesie ihre Wirkung entfaltete und wĂ€hrend das OP-Team nun daran war, alle noch notwendigen Vorbereitungen zu erledigen, ging ich zu deinem Papa zurĂŒck, der bereits umgezogen auf mich wartete. Ich fragte deinen Papa, wie es ihm ginge und er umarmte mich und meinte in seiner herzlichen Art : ”wir zwei schaffen das schon!”  Ich wollte deinem Papa eigentlich noch durch das Fenster in der OP-TĂŒr den OP erklĂ€ren aber euer AnĂ€sthesist winkte bereits nach deinem Papa und so setzte ich dein Papa zu deiner Mama und bat ihn, deiner Mama Dinge zu erzĂ€hlen, die sie noch nicht von ihm kannte, einfach um sie ein wenig abzulenken von dem Geschehen um sie herum, bis wir deinen ersten Atemzug hören wĂŒrden. Euer Geburtshelfer fing mit eurer Bauchgeburt an und eigentlich sind das bei ihm immer nur wenige Momente, bis ihr kleinen MĂ€use das Licht der Welt erblickt, aber bei dir brauchte es ein paar Drehungen und Wendungen mehr, du wolltest offensichtlich wirklich noch nicht zur Welt kommen, aber letztendlich lagst du auf dem Bauch deiner Mama und öffnetest bereits deine Augen, dein Geburtshelfer befreite dich von deinem Fruchtwasser, rubbelte leicht an deinem RĂŒcken, so dass daraufhin dein erster Atemzug zu hören war, durchtrennte deine Nabelschnur und gab dich mir in die Arme. Du konntest sofort zu deiner Mama auf die Brust und wir deckten dich mit warmen TĂŒchern zu. Dein krĂ€ftiger Schrei liess dich schön rosarot werden und deine Eltern konnten dich nun ĂŒberwĂ€ltigt und staunend betrachten. Deine Mama, so sagte sie lĂ€chelnd, hatte mehr Haare auf deinem Kopf erwartet, obwohl da so einige zu sehen waren â˜ș. Sie streichelte deine Wange und war fasziniert von deiner perfekten, weichen Haut. Sie bat deinen Papa , deine winzige Hand zu nehmen, was er dann auch sofort sich getraute und deine kleinen Finger griffen und umfassten den grossen Zeigefinger deines Papas. Du warst inzwischen ruhig geworden und schienst mit offenen Augen deine neue Welt zu betrachten. Deine Eltern sprachen liebevoll mit dir und dein Papa hielt dein Köpfchen dabei. Euer AnĂ€sthesist gratulierte und erkundigte sich nach deinem Namen und schon wenig spĂ€ter stand auch euer Geburtshelfer neben euch, die OP war beendet und nun konnte auch er deinen Eltern zu ihrer sĂŒssen Tochter gratulieren. WĂ€hrend deine Mama aus dem OP gefahren wurde, durfte dein Papa dich zum ersten Mal in seine Arme nehmen und er wiegte dich sanft und seine Augen, sie strahlten schon so voller Liebe und Freude fĂŒr und ĂŒber dich. Er hatte einen innigen Moment mit dir alleine, bis deine Mama im Aufwachraum an alle ÜberwachungsgerĂ€te installiert war, zog sanft dein Tuch ĂŒber dein Gesicht, damit deine Augen vor dem grellen Licht geschĂŒtzt waren. Dann endlich durftest du zu deiner Mama zurĂŒck und deine Mama bekam dich aus den HĂ€nden deines Papas, der dich ihr auf die  Brust legte und dich mit eurem Geburtstuch zudeckte. Deine Mama, sie war in diesem Moment einfach nur glĂŒcklich, du wunderschönes kleines Wesen lagst ganz nah an ihrem Gesicht und schautest mit offenen Augen sie an. Euer Geburtshelfer schaute gemeinsam mit deiner Mama, ob alles an dir gesund und dran war und dein Papa filmte deiner erste Untersuchung mit. Dabei fingst du schon an, deine kleinen Fingerchen suchend in deinen Mund zu stecken, es wurde Zeit, dich mit Mamas Busen fĂŒr all die Aufregung der letzten Stunden zu entschĂ€digen! Deine Mama, obwohl zum ersten Mal am Ausprobieren, legte dich problemlos und fast selbststĂ€ndig an ihre Brust und auch dein Papa half bei deinem ersten Ansetzten mit, jede Stillberaterin wĂ€re stolz auf euch gewesen! Nachdem dein erster Durst gestillt war, wurde es Zeit, euch in den GebĂ€rsaal zurĂŒck zu fahren und wir kamen genau in dem Augenblick dort an, als nach einem langen Sommertag die Sonne am untergehen war und das Licht im GebĂ€rsaal rötlich fĂ€rbte. DafĂŒr hatten deine Eltern aber gar keine Wahrnehmung, denn sie sahen nur dich, wie du sĂŒss und entspannt schliefst und wĂ€hrend ich den Sonnenuntergang aus dem GebĂ€rsaal zur Erinnerung fĂŒr sie fotografierte, machte dein Papa ein Bild von seiner schlafenden Tochter. Aber wir wollten natĂŒrlich wissen, wie schwer und wie lang du warst und du protestiertest lautstark, als die WĂ€rme der mĂŒtterlichen Umarmung mit einem Mal weg war und du auf der Waage lagst. 3115g warst du schwer und nachdem ich dir mit Stempelfarbe blaue FussabdrĂŒcke machte, die doch ziemlich grosse FĂŒsse zu Tage brachten, wollte deine Mama wissen, wie lang deine FĂŒsschen waren. Und so mass ich  bei dir nicht nur deine KörperlĂ€nge und deinen Kopfumfang, sonder auch deine FusslĂ€nge und die betrug ganze 8 Zentimeter! Dein Papa und deine Mama wuschen sanft dein Gesicht und deinen Körper, dein Papa entfernte die blaue Farbe von deinen Fusssohlen und band dir dein Nabelschnurband um die restliche, noch vorhandene Nabelschnur, deine Eltern hatten sich fĂŒr dieses NabelchnurbĂ€ndchen eine rotbraune Blume mit einem grĂŒnen Blatt ausgesucht. Du hattest in der Zwischenzeit deinen  Daumen wiederentdeckt und nuckeltest daran entspannt. Es wurde Zeit fĂŒr deine erste Windel und deine allerersten Kleidchen! WĂ€hrend deine Mama dich hielt, kleidet dich dein Papa gekonnt in einen weissen Body und in die beigefarbenen Kleidchen, die ich schon am Nachmittag in eurem Wöchnerinnenzimmer bestaunt hatte. Du wirktest dabei absolut zufrieden und entspannt. Nun endlich sollten deine Verwandten erfahren, dass du geboren warst, denn niemand war von deinen  Eltern vorab informiert worden, aber jetzt berichteten deine Mama und dein Papa deiner Familie per Facetime, wie sĂŒss du warst und wie gut du deine ersten Stunden auf dieser Welt absolviert hattest. 

Zauberhafte 🌾 MALEA SOPHIA 🌾 deine Mama, sie sah in diesem Augenblick so toll, so stolz, so glĂŒcklich und so strahlend schön aus, wĂ€hrend du zufrieden auf ihr an deinen Fingern nuckeltest. Und dein Papa, er fĂ€delte dir begeistert deine erste Perlenkette mit rosaroten Perlen und deinem Namen auf und band sie um dein Handgelenk. MALEA heisst auf Hawai ”die Blume ”                     , dein NabelschnubĂ€ndchen war also mehr als  passend und mit Bedacht von deinen Eltern gewĂ€hlt. Ich bin mir absolut sicher, dass du sĂŒsse Maus vielen Menschen Freude und ein LĂ€cheln ins Gesicht zauberst, genau gleich , wie wenn sie einen wunderhĂŒbschen Blumenstrauss sehen wĂŒrden
 Und diesen Blumenstrauss, den bekommt deine Mama hoffentlich nun jedes Jahr an deinem Geburtstag, dafĂŒr, dass sie dir mit unendlich viel Liebe dein Leben geschenkt hat 
.

Sei von mir VON HERZEN WILLKOMMEN 💝💝💝


🌾 SILENA 🌾

7. Juni 2022

Zauberhafte kleine 🌾 SILENA 🌾 unmittelbar nach der Geburt von 🌾KAIA FLORENCE 🌾 deren Geburtsreise ich vor dieser, deiner hier, veröffentlicht habe, durftest du zur Welt kommen. Kaia und du teilt euch das gleiche Geburtsdatum und ich als eure Hebamme hatte einen geburtenintensiven Nacht-Tag â˜ș . War Kaias Geburtsbeginn von ihr selbst bestimmt, so wussten wir bei dir bereits im Voraus, dass mit allergrösster Wahrscheinlichkeit der 7.Juni DEIN Tag werden wĂŒrde. Auch wenn deine Mama bis zu deinem Geburtstag gehofft hatte, du wĂŒrdest dich aus der bequemen Sitzposition, die du im Bauch deiner Mama eingenommen hattest, dich doch noch in die geburtenfreundlichere SchĂ€dellage drehen. Denn deine Mama, sie ging so positiv durch eure gemeinsame Zeit, in der du mit deiner Mama um dich herum zu einem zuckersĂŒssen kleinen Baby heran wuchsest und sie wĂŒnschte sich eigentlich eine natĂŒrliche Geburt, selbstbestimmt, getragen und begleitet von deinem Papa und eurem Geburtshilfeteam, welches sich deine Mama schon frĂŒh zusammenstellte. Anfangs waren wir alle mit deiner

 â€Sitzposition ” tiefenentspannt. Du warst kein grosses Baby, hattest Platz und wir gaben dir die Zeit, dich in die richtige Position zu drehen. Auch zeigte ich deiner Mama, wie sie mit Hilfe einer bestimmten und sehr unbequemen Position fĂŒr sie selbst, dich dazu animieren könne, dich aus der Beckenendlage in die gewĂŒnschte  SchĂ€dellage zu bewegen. 3 Woche vor deiner Geburt, du verharrtest ausdauernd ( oder sollte ich schreiben tiefenentspannt und bequem? ) sitzend in deiner Mama, organisierte euer Geburtshelfer provisorisch einen Geburtstermin fĂŒr eine Bauchgeburt in der Klinik, aber deine Mama fand das eigentlich unnötig, denn sie war felsenfest ĂŒberzeugt, dass du noch dein Köpfchen nach unten bewegst und wir deine Geburt im GebĂ€rsaal erleben werden. Deine Mama hatte sonst eine wunderschöne Schwangerschaft, hatte keine Beschwerden und arbeitete noch bis kurz vor deiner Geburt. Nur 1 Woche bevor wir dich deinen Eltern in die Arme legen durften, hatten deine Eltern aber noch ein anderes glĂŒcklichmachendes Ereignis und ich hatte das VergnĂŒgen, auf einem Foto dich zu sehen, mit deiner Mama  um dich herum, der zuckersĂŒsse Babybauch umspielt von einem traumhaft schönen Hochzeitskleid. Deine Mama und dein Papa gaben sich nur eine Woche vor deiner Geburt auf dem Standesamt ihr Eheversprechen. Sie sahen beide wunderschön und sehr glĂŒcklich aus und du gönntest ihnen ihren grossen Tag und machtest keinerlei Anstalten, das Fest mit deiner Geburt zu crashen
. Deine Mama hoffte noch bis dein Geburtstag anbrach, das du dein Köpfchen nach unten kehrst, sie organisierte sogar den spĂ€tmöglichsten OP-Termin, damit wir morgens noch in aller Ruhe ein letztes Mal deine Lage kontrollieren wĂŒrden und sollten wir bei dir doch eine SchĂ€dellage ertasten, so wĂŒrden wir alle wieder nach Hause gehen und deinen spontanen Geburtsbeginn abwarten. Letztendlich hat der verschobene OP-Termin ganz unbewusst mir ermöglicht, bei deiner Geburt mit dabei sein zu können. WĂ€rest du gleich mit dem ersten OP-Termin am Morgen geplant zur Welt gekommen, meine Hebammen-Kolleginnen hĂ€tten dich begrĂŒsst, wĂ€hrend ich noch mit Baby Kaia im GebĂ€rsaal gewesen wĂ€re. So aber konnte ich deinen Eltern am Morgen schreiben, dass ich zwar noch im GebĂ€rsaal zu tun hĂ€tte, aber pĂŒnktlich zu Beginn deiner Geburt mit deinen Eltern in den OP fahren werde. Meine Hebammenkolleginnen ( MERCI ❀)  nahmen deine Eltern in Empfang und fĂŒhrten alle OP-Vorbereitungen durch und nachdem ich mich von Kaia und ihren Eltern verabschiedet hatte, gestĂ€rkt mit einem doppelten Espresso, konnte ich nun deine Eltern in ihrem Zimmer begrĂŒssen und umarmen. Dich hörten wir unaufgeregt durch deinen Herzschlag vom CTG-Monitor aus und ich empfahl deinen Eltern, dieses Herzschlag-Galoppieren von dir zum Abschied eurer Schwangerschaft und zur Erinnerung mit dem Handy zu filmen. Deine Mama meinte lachend und dennoch ein ganz wenig melancholisch, dass ich eigentlich gar nicht mehr die Lage von dir kontrollieren mĂŒsse, zu sehr Profi war sie inzwischen, um zu wissen, dass du auch heute, an deinem Geburtstag die so viel bequemere Sitzposition beibehalten hattest. Ein kurzes Abtasten des  Bauches deiner Mama mit dir darin bestĂ€tigte das GefĂŒhl deiner Mama und so nahmen wir uns noch eimal die Zeit, alles was jetzt auf deine Mama, deinen Papa und dich zukommen wĂŒrde, in Ruhe zu erklĂ€ren, die letzen Fragen deiner Eltern zu beantworten. Und dann kam auch schon der Anruf aus dem OP, wir wurden erwartet! Nun doch natĂŒrlich nervös ( nicht ich- deine Eltern â˜ș) fuhren wir in den OP, dein Papa half mir das Bett mit dir und deiner Mama zu schieben, euer Geburtstuch lag darauf parat. Schnell und professionell war die Vorbereitung im OP und ich freute mich sehr, dass eine meiner Lieblings-AnĂ€sthesistinnen deine Eltern betreuen wĂŒrde. Die Stimmung im OP war fröhlich, auch besonnen und entspannt, deine Mama, sie schien nun so ruhig, sie freute sich einfach so sehr auf dich und dein Papa, er unterhielt deine Mama und uns mit witzigen SprĂŒchen bis zum OP- und deinem Geburtsbeginn. Sagt man hĂ€ufig, Bauchgeburtbabys kommen ruckzuck und ganz einfach zur Welt, bestĂ€tigte dein Ausstieg aus Mamas Bauch das Gegenteil. Es waren ein paar lange Minuten, bis endlich dein Köpfchen zu sehen war, bei einer Beckenendlage natĂŒrlich zuletzt geboren. Du machtest uns allen den grossen Gefallen, schnell lautstark in Bezug auf dein Ankommen zu protestieren. Noch voller KĂ€seschmiere war deine Haut, als dein Geburtshelfer dich mir in die Arme legte, aber deine Haut schien bereits rosarot, deine Lungen hatten genĂŒgend Sauerstoff eingeatmet und versorgten dich wunderbar und so konnte ich dich gleich deiner Mama auf die Brust legen, mit deinem Geburtstuch zudecken und deinen Papa dich festhalten lassen. WĂ€hrend dein Papa dich schon mal als sĂŒss und als Wunder bezeichnete, war deine Mama ganz andĂ€chtig und still, sie sah dich an und konnte wohl den Augenblick noch gar nicht fassen, diesen einmaligen, so wertvollen Moment des Mamawerdens. Sie streichelte dein Köpfchen und schaute dich einfach an. Deine Haut begann die KĂ€seschmiere, diese nĂ€hrende Schutzcreme von euch MĂ€usen, die euch in der GebĂ€rmutter schĂŒtzt, einzuziehen und du versuchtest, die Augen, die durch diese Schutzcreme immer noch etwas verklebt waren, zu öffnen. Immer wie besser gelang es dir und immer wie mehr konnten wir sehen, dass du grosse dunkle Augen hattest. Dein Papa fragte deine Mama , wie es ihr gehe, schaute aber zeitgleich auf den Ekg-Monitor um fachmĂ€nnisch die  Herzrate abzulesen. Deine Augen waren nun beide offen und du schautest in das nahe Gesicht deiner Mama. Gleichzeitig zeigte deine kleine Zunge, dass du bereits nach dem Busen deiner Mama suchtest. Deine Eltern, sie waren bereits so verliebt in dich, in deinen zuckersĂŒssen Anblick, in deine grossen dunklen Augen! Die OP war vorbei und damit deine Mama aus dem OP geschoben werden konnte, durfte nun dein Papa dich in die Arme nehmen und es waren seine Augen, die voller GlĂŒck unter der OP-Maske strahlten und er sagte zwar scherzhaft mit verstellter Stimme, Gollum aus ”Herr der Ringe” nachmachend : ”Mein Schaaatz ” , aber ich bin mir zu 100 Prozent sicher, sein Schatz, ganz Gollum-frei, warst du und wirst du fĂŒr immer sein! Euer Geburtshelfer schaute dich kurz unter der WĂ€rmelampe an, nur um festzustellen, dass alles an dir dran und in Ordnung war, einzig deine Haltung deiner Beinchen, die du ja nun schon wochenlang nach oben geschlagen hattest, behieltest du noch bei, ganz normal bei Beckenendlagenbabys und eine kurze Frage der Zeit, bis du merkst, dass man sie auch entspannt ausstrecken kann. Ein Foto von dir, deinem Geburtshelfer und deinem Papa als Erinnerung und schon ging es wieder zu deiner Mama zurĂŒck, die noch fĂŒr einen Moment im Aufwachraum ĂŒberwacht wurde und die schon sehnsĂŒchtig auf ihre zwei Liebsten wartete. Es kam der fĂŒr mich jedesmal so wichtige Moment, in dem die Papas ihre Babys, die zwischen den Beinen der Mamas liegen, aus ihren GeburtstĂŒchern wickeln und die Babys nackt, wie bei einer normalen Geburt den Mamas in die Arme legen. Dein Papa machte das schon sehr routiniert, aber bevor er dich deiner Mama in Arme gab, kĂŒsste er dich liebevoll. Deine Mama hatte gar nicht viel Zeit, diesen Moment mit dir im Arm, Haut an Haut in Ruhe zu geniessen, denn eindeutig riefst du nach dem Busen deiner Mama und als ob du es schon Ewigkeiten im Bauch deiner Mama geĂŒbt hattest, gingst du problemlos an die Brust und fasziniert beobachteten dich deine Eltern bei deiner ersten Mahlzeit. Danach fuhren wir in den GebĂ€rsaal, endlich waren wir an dem Ort, an dem deine Mama ja eigentlich mit dir von Anfang an sein wollte. Wir hatten nun alle Zeit der Welt und so stĂ€rkte sich dein Papa zunĂ€chst mit seinem Mittagessen, wĂ€hrend du immer noch deines am Busen deiner Mama genossest. Auch deine Mama ass eine winzige Kleinigkeit, bevor nun du wieder alle Aufmerksamkeit bekamst. Wir wogen und massen dich, machten sĂŒsse FussabdrĂŒcke deiner zierlichen FĂŒsschen, dein Papa befreite deine FĂŒsse wieder von der Stempelfarbe und band den Walfisch, den sich deine Eltern vor deiner Geburt aus meinen NabelschnurbĂ€ndchen ausgesucht hatten, um den Rest deiner Nabelschnur.  Deine erste Windel bekamst du bei deiner Mama auf dem Bauch liegend angezogen. So konnte sie zusehen, wie dein Papa dir einen zauberhaften weissen, rosarot umrandeten Body mit kleinen Herzen und einen weichen, altrosa farbenen Pullover mit dazu passendem Strampler anzog. Deine Mama streichelte dir dabei zĂ€rtlich und andĂ€chtig das Köpfchen. FĂŒr deine Namenskette wĂ€hlte dein Papa die gelben Perlen und wĂ€hrend er sie fĂŒr dich auffĂ€delte, lagst du bereits erneut am Busen deiner Mama und stilltest deinen Durst. Eure Placenta, die 40 Wochen wunderbare Dienste geleistet hatte, sie durfte, nachdem wir sie gemeinsam betrachtet hatten, mit euch nach Hause und wird wohl einen besonderen Platz unter einer Pflanze oder einem Baum bekommen. 

Zauberhafte, sĂŒsse, kleine 🌾 SILENA 🌾, du MĂ€dchen mit den grossen dunklen Augen! Du warst wenige Minuten alt, als dein Papa noch im Op bereits ZukunftsplĂ€ne fĂŒr dich schmiedete und dich scherzhaft bereits fĂŒr einen Spanisch-Kurs anmelden wollte. Ob du spĂ€ter einmal fliessend Spanisch, Chinesisch, Englisch, Französisch oder Suaheli sprichst (vielleicht ja sogar alles davon und in Perfektion!) wer weiss das schon, was ich allerdings weiss, ist, dass du umgeben von so viel Liebe und Fröhlichkeit bei deinen Eltern und mit einem zauberhaften 4-Samtpfotenkumpel  aufwachsen darfst. Deine Mama versorgt mich regelmĂ€ssig mit tollen und zuckersĂŒssen Fotos von dir, die dein Fortschritte, dein Heranwachsen und natĂŒrlich dein wundervolles LĂ€cheln zeigen. Hab unendlich viel Liebe und GlĂŒck auch weiterhin in deinem Leben, deine Mama und dein Papa, sie werden alles dafĂŒr tun! 

Sei von mir VON HERZEN WILLKOMMEN 💝💝💝


🌾 KAIA FLORENCE 🌾

WunderhĂŒbsche sĂŒsse kleine 🌾 KAIA FLORENCE 🌾, du MĂ€dchen mit dem schönen Namen!  Als ich deine Mama nach deiner Geburt im GebĂ€rsaal fragte, ob ich deine Geburtsreise veröffentlichen darf, lachte deine Mama und meinte, dass das wohl die kĂŒrzeste Geschichte werden wĂŒrde, die ich hier je niedergeschrieben habe â˜ș und dennoch hat dein Ankommen in diese Welt mehr als ein paar SĂ€tze zu Gute
 Als ich deine Mama das erste Mal in meiner Praxis traf und sie bat, mir die Geschichte der Geburt deines grossen Bruders zu erzĂ€hlen, wurde mir schnell klar, warum deine Mama sich fĂŒr deine Geburt eine Begleitung einer Beleghebamme wĂŒnschte. Deine Mama erlebte damals eine lange, sie ĂŒberfordernde und traumatisierende Geburt, nach der deine Mama die ersten Tage nicht das GlĂŒck einer jungen Mama verspĂŒrte, sondern nur noch TrĂ€nen fĂŒhlte und ihre Ruhe vor jedem und allem haben wollte. Viele TrĂ€nen liefen ihr auch bei mir wĂ€hrend des ErzĂ€hlen die Wange hinunter und sie wĂŒnschte sich fĂŒr dein Ankommen in diese Welt, dass du so anders geboren werden darfst. Ich bat deine Mama fĂŒr den nĂ€chsten Besuch bei mir, den Geburtsbericht deines Bruders zu organisieren und gemeinsam gingen wir Satz fĂŒr Satz seiner Geburtsreise dann durch und ich versuchte, alle noch fĂŒr deine Mama offenen Fragen zu beantworten, mit ihr die Geburt deines Bruders zu verarbeiten. Weil dein Papa damals nur eine gewisse Zeit in der Schweiz war, liess deine Mama die Geburt deines Bruders einleiten, verstĂ€ndlich, denn deine Eltern wollten gemeinsam die Geburt ihres ersten Kindes erleben. Bei dir hatten wir diese Ausgangssituation nicht, dein Papa war nun hier und jederzeit erreichbar und so bat ich deine Mama, fĂŒr deinen Geburtsbeginn alle Geduld zu haben, die es braucht, bis du dir deinen Geburtstag selbst aussuchen wĂŒrdest, denn ich hatte das GefĂŒhl, dass wir so anders dieses Mal die Geburt erleben dĂŒrfen, wenn wir der Natur ihren Lauf lassen wĂŒrden. Deine Mama wusste, dass mit dir ein kleines MĂ€dchen unterwegs war und sie freute sich sehr auf dich und auf die MĂ€dchenkleider, die nun schon fleissig gekauft wurden. Und ich freute mich sehr auf deine Geburt, denn ich rechnete damit, dass wir so viel einfacher und schneller dein in die Welt kommen erleben werden und das wir die TrĂ€nen deiner Mama durch eine behĂŒtete Geburt trocknen können. 2 Wochen vor deiner Geburt schrieb deine Mama mir nach einer Routineschwangerschaftskontrolle, das bei euch alles in Ordnung war, es noch nicht nach einer baldigen Geburt aussah und du laut Ultraschall kein Schwergewicht werden wĂŒrdest. Deine Mama nutzte noch die geburtsvorbereitenden AkupunkturkĂŒnste meiner Hebammenkolleginnen in der Klinik und wartete sonst geduldig darauf, dass du das Zeichen fĂŒr deine Geburt geben wĂŒrdest. Und das tatst du gegen Mitternacht , 3 Tage vor deinem errechneten Entbindungstermin. Deine Mama spĂŒrte regelmĂ€ssige Wehen, dieses Mal eure ureigenen, nicht durch ein Einleitungsmedikament verursachte. Sie rief mich an und schon am Klang ihrer Stimme am Telefon war klar, dass du dich definitiv auf deine Geburtsreise begeben hast. Ich riet deinen Eltern, sobald deine Grossmutter fĂŒr deinen Bruder bei euch war, direkt in die Klinik zu fahren und rief  meine Hebammenkolleginnen in der Klinik an. Ich bat sie, fĂŒr deine Mama die Geburtswanne mit Wasser zu fĂŒllen, damit deine Mama bei ihrem Eintreffen im GebĂ€rsaal die Möglichkeit hĂ€tte, sofort das Wasser nutzen zu können. Auch sagte ich meinen Hebammen, dass mir mein GefĂŒhl sagte, dass du es sehr eilig hattest und es durchaus möglich sein könnte, das ich es gar  nicht mehr schaffen wĂŒrde, rechtzeitig zu deiner Geburt im GebĂ€rsaal anzukommen. Ich beeilte mich, so schnell wie möglich von Luzern nach Aarau zu fahren, die fast autofreie Autobahn in der Nacht half glĂŒcklicherweise dabei. 20 Minuten nach deinen Eltern kam auch ich im GebĂ€rsaal an. Meine tollen Hebammenweiber hatten bereits alles fĂŒr deine Geburt im GebĂ€rsaal vorbereitet, die Badewanne war mit Wasser gefĂŒllt, deine Mama lag auf der Seite im Geburtenbett, deine Herztöne pochten unaufgeregt aus dem Herztonmonitor und deine Mama spĂŒrte schon sehr deutlich, wie du dich bereits durch ihr Becken tiefer bewegtest. Es war deiner Mama aber auch anzusehen, wie ĂŒberfordert sie mit der momentanen Situation war. Ich ging zu deiner Mama und hielt ihre Hand, bat sie, sich auf meine Atmung zu konzentrieren und mit mir gemeinsam beruhigend Luft ein- und auch wieder auszuatmen um so ruhiger zu werden und dir dadurch zugleich mehr sauerstoffreiches Blut  durch die Nabelschnur zu geben. Aus den Augenwinkeln sah ich deinen Papa an der Badewanne stehen. Wir hatten uns vorher noch nicht kennen gelernt und so wusste ich im Moment nicht, ob er dort stand, weil er dort hingestellt wurde oder ob er ganz bewusst etwas Abseits vom Geschehen sein wollte. Ich beschloss, ihn erst einmal dort stehen zu lassen, lĂ€chelte ihm aber aufmunternd zu, denn alles war in Ordnung und ich hielt weiter die Hand deiner Mama, atmete mit ihr. Deine Mama machte das inzwischen richtig gut und die anfĂ€nglich etwas hektische Stimmung im GebĂ€rsaal verflog. Deine Mama lag nach wie vor auf der Seite und wenn eine Wehe kam war wunderbar bereits zu sehen, wie sich dein Köpfchen tiefer und tiefer durch das Becken deiner Mama bewegte. Ich wollte nicht mehr von deiner Mama weg, um mich fĂŒr deine Geburt umzuziehen, einzig meine High Heels zog ich schĂŒtzend vor eventuell kommenden Fruchtwasser-Rinnsalen aus 🙃. Meine Hebammen versuchten noch euren Geburtshelfer zu informieren, aber so wie es bereits klar war, das es deine Mama auf keinen Fall mehr in die Badewanne schaffte, so klar war es ebenso, dass es auch euer Geburtshelfer nicht mehrt rechtzeitig zu deiner Geburt in den GebĂ€rsaal schaffen wĂŒrde. Wenn eine Wehe heran rollte sah man bereits deine langen dunklen Haare und das sagte ich deiner Mama auch, sie hatte es fast geschafft! Ich deutete deinem Papa an, dass es gut wĂ€re, wenn er jetzt zu deiner Mama kommen könnte und sofort ging dein Papa zu deiner Mama, nahm ihre Hand und war fĂŒr sie da. War bei deinem Bruder zu diesem Zeitpunkt Unmengen an medizinischen Eingriffen notwendig, so waren es jetzt nur du und deine Mama, die das Geburtsgeschehen bestimmten, zusammen eure Geburt durchlebten und uns, die dabei sein durften, staunend zusehen liessen. Deine Mama, sie atmete und schob nun ganz intuitiv und immer noch auf der Seite liegend mit euren letzen Wehen Zentimeter fĂŒr Zentimeter sanft dein Köpfchen aus sich heraus. Sie bestimmte das Tempo, mit dem du geboren wurdest und sie gestatte ihrem Körper, dich so zu gebĂ€ren, wie es fĂŒr ihn, fĂŒr dich und fĂŒr deine Mama am Besten war. Brauchte es fĂŒr deinen Bruder damals einen platzgebenden Schnitt, so sah man jetzt bereits, das es keinerlei Verletzungen am Damm geben wĂŒrde. Deine Mama machte einen tiefen Seufzer und dein Köpfchen war geboren. Mit der nĂ€chsten Wehe kam auch der Rest deines Körpers, den ich nun auffangen durfte und sofort ”landetest ” du, 46 Minuten nach dem deine Eltern den GebĂ€rsaal betreten hatten, auf der Brust deiner Mama. Deine Mama legte schĂŒtzend ihre HĂ€nde um dich und bat deinen Papa, dein Geburtstuch aus eurer Tasche zu holen, in der Aufregung der letzten Stunde war noch keine Zeit gewesen, es in unserem WĂ€rmeschrank zu platzieren. Aber das machte nichts, du wurdest mit deinem weinroten Tuch von deinem Papa zugedeckt und deine Mama hielt dich in ihren Armen, schloss die Augen und genoss einfach den Augenblick. Du lagst mit deinem Köpfchen ganz nah am Gesicht deiner  Mama, die vielen dunklen, langen Haare schauten unter eurem Tuch hervor. Dein Papa machte die ersten Fotos von seinen beiden, nun wichtigsten, Frauen , erleichtert und lĂ€chelnd. Inzwischen nahm auch ich wahr, dass sanfte Klaviermusik aus dem Lautsprecher zu hören war, deine Geburtsmusik war wĂ€hrend deiner Musik untergegangen aber nun passte sie zu der allgemeinen Entspannung und Entschleunigung, die nach deiner Turbo-Geburt Einzug im Geburtenzimmer hielt. Euer Geburtshelfer war nun auch bei uns und weil deine Nabelschnur recht kurz war und etwas Zug auf deinen Bauchnabel verursachte, bot er deinem Papa an, die Nabelschnur zu durchtrennen. Dein Papa ĂŒberliess das aber eurem Geburtshelfer, wenn er schon nicht bei deiner Geburt mit dabei war, so hatte er so doch wenigstens einen wichtigen symbolischen Akt mitgemacht 😊. Eure Placenta kam schnell und so konnten nun dein Geburtshelfer mit deinem Papa zusammen schauen, ob alles an dir dran und alles in Ordnung mit dir ist. Dein Papa holte dir neue, warme TĂŒcher, in die du gehĂŒllt wurdest, aber bevor er dich nahm und deiner Mama zurĂŒck brachte, ging er zu deiner Mama und kĂŒsste sie. Du aber, kaum bei deiner Mama zurĂŒck, suchtest und fandest den Busen deiner Mama und trankst, als ob du das schon sehr lange geĂŒbt hattest. Als dein Hunger gestillt war, im wahrsten Sinne des Wortes, suchten sich deine Eltern aus der Auswahl meiner NabelschnurbĂ€ndchen einen kleinen Oktopus ( ich liebe diesen Oktopus 😍) und weil euer Geburtshelfer zwar die Nabelschnur entlastend durchtrennt hatte, aber noch ein langes StĂŒck davon an deinem Körper war, band nun deine Mama das NabelschnurbĂ€ndchen um deine Nabelschnur und durchtrennte dann noch einmal mit der Schere eure Verbindung zueinander, die zwar physisch nun nicht mehr vorhanden war, aber ein Leben lang zwischen Mutter und Kind dennoch unsichtbar pulsiert. Dein Papa und ich wogen dich und massen deine LĂ€nge und deinen Kopfumfang und ich machte kleine FussabdrĂŒcke deiner zierlichen FĂŒsschen. Gemeinsam  zogen dir deine Eltern deine erste Windel und deine ersten Kleidchen an, einen zauberhaft olivgrĂŒnen Body, mit dazu passenden Hosen und einem MĂŒtzchen aus dem gleichen Material, unter dem deine langen schwarzen Haare immer noch hervor schauten. Und wĂ€hrend dein Papa sich gelbe Perlen  fĂŒr deine Namenskette aussuchte und dir dein NamensbĂ€ndchen auffĂ€delte, telefonierte deine Mama mit ihrer Mama und obwohl es noch sehr sehr frĂŒh am Morgen war, war auch dein grosser Bruder bereits wach und deine Mama berichtete ihm am Telefon, dass du nun geboren bist und dein Bruder nun ein grosser Bruder wĂ€re. Deine Mama fĂŒhlte sich so gut, dass sie duschen ging, sich frisch  machte und auf alle FĂ€lle zu Fuss auf die Wochenstation laufen wollte.

SĂŒsse 🌾 KAIA FLORENCE 🌾, ich machte noch ein Foto von deinen Eltern und dir im GebĂ€rsaal, ein Foto von  einem wunderhĂŒbschen, strahlendem, glĂŒcklich aussehenden Paar mit einem sĂŒssen Baby im Arm. Das, was ich deinen Eltern, vor allem deiner Mama, so gewĂŒnscht hatte, war eingetroffen. Noch im GebĂ€rsaal sagten mir deine Eltern, wie unterschiedlich doch ihre beiden erlebten Geburten gewesen sind und deiner Grossmama sagte deiner Mama, dass deine Geburt gar nicht so schlimm gewesen ist. Ich hoffe natĂŒrlich, dass du als Kleinste in deiner Familie ordentlich verwöhnt und geliebt wirst ( und ja , natĂŒrlich passiert das ! ) aber irgendwie wĂŒnsche ich deiner Mama mit dem Erlebten deiner Geburt , dass sie noch einmal angstfrei an eine Geburt heran gehen kann, mit dem Wissen, dass sie ganz  wunderbar und selbstbestimmt gebĂ€ren kann. Bis dahin , sĂŒsse Maus , erlebe die Liebe deiner Eltern und das GlĂŒck, dich haben zu dĂŒrfen und sei von mir

VON HERZEN WILLKOMMEN 💝💝💝


🌾 AMARU 🌾

2. Juni 2022

Kleiner, wunderhĂŒbscher 🌾 AMARU 🌾 als deine Eltern mir zum ersten Mal in meiner Praxis gegenĂŒber sassen, dachte ich, was fĂŒr ein bezauberndes junges Paar deine Eltern waren. Deine Mama hatte dieses so spezielle Strahlen in ihrem Antlitz, das Frauen hĂ€ufig in ihrer Schwangerschaft haben und sie so wunderschön aussehen lassen. Deine Mama ist eine sportliche, schlanke Frau und damit fĂŒr schnelle Geburten durchaus prĂ€disponiert und als Physiotherapeutin brachte sie schon einiges an Wissen fĂŒr eine gute Geburt mit. Deine Mama und dein Papa wĂŒnschten sich  fĂŒr dein Ankommen in diese Welt wenn möglich eine natĂŒrliche, sanfte Geburt und deine Mama interessierte sich sehr fĂŒr Hypnobirth, gebĂ€ren mit und durch Hilfe von Tiefenentspannung. Frauen, die sich fĂŒr diese Art der Schmerzlinderung interessieren, kommen hĂ€ufig mit einem Geburtsplan zur Geburt. Deine Mama hatte so einen Plan fĂŒr mich und sollte ich nicht zur Geburt kommen können, fĂŒr meine Hebammenkolleginnen der Klinik, zusammen gestellt. Nebst dem, dass sie so natĂŒrlich wie möglich dich auf dem Weg in die Welt begleiten wollte, war es ihr Wunsch, so wenig wie nötig untersucht zu werden, auf das routinemĂ€ssige Absaugen von dir nach der Geburt sollte verzichten werden und fĂŒr sie war es wichtig, von dir nach der Geburt nicht getrennt zu werden und sollte es notwendig sein, dass dann dein Papa dich im Arm halten durfte. Das Gute an solchen PlĂ€nen ist, dass wir Hebammen und Geburtshelfer so schon sehr konkret die WĂŒnsche der Paare kennen und auch Vorhaben und eventuelle Alternativen im Voraus mit den Eltern besprechen können. Letztendlich ist jede Geburtsreise bei bester Vorbereitung einzigartig, individuell und vor allem eines : nicht planbar. Deine Mama hatte einen meiner Geburtsberichte gelesen, der ihr sehr gut gefallen hatte, eine Geburt in der Badewanne und ich sagte deiner Mama, dass ich das GefĂŒhl hatte, dass diese Geburt durchaus auch ihre werden könnte. Du startetest deine Geburtsreise in den ersten Stunden des 2.Juni, 3 Tage nach deinem errechneten Entbindungstermin. Deine Mama verlor das Fruchtwasser. Ob deine Mama wusste oder ob sie einfach spĂŒrte, dass mir noch die 2- tĂ€gige Geburt von Baby 🌾MILO NIKLAS 🌾 wenige Tage zuvor noch in den Hebammenknochen steckte, sie wollte mich auf alle FĂ€lle noch schonen und rief in der Nacht erst bei meiner Hebammenkollegin Bettina in der Klinik an, um ĂŒber den Blasensprung zu informieren. Dann weckte sie mich, um mir zu sagen, dass Bettina die erste Kontrolle in der Klinik ĂŒbernehmen wĂŒrde und so lange zu deinen Eltern schauen wĂŒrde, bis deine Mama meine Hilfe benötigte. Ich rief bei Bettina an und bedankte mich fĂŒr die Hilfe von ihr ( MERCI!❀) und die Möglichkeit, dadurch selbst noch etwas Schlaf zu bekommen, wĂ€hrend deine Eltern sich auf den Weg in die Klinik machten. Hatten deine Eltern faktisch keinen Schlaf in der Nacht bekommen, so war doch wenigstens ich ausgeruht und voller Energie, als ich morgens Richtung Aarau fuhr. Deine Mama und dein Papa hatten nach der ersten Kontrolle bei Bettina, bei der mit dir und deiner Mama alles in Ordnung war, schon ihr Wochenbettzimmer bezogen und dort die restlichen Stunden der Nacht zusammen verbracht. Deine Mama hatte inzwischen regelmĂ€ssige, immer wie intensiver werdende Wehen. Als ich das Zimmer betrat, kniete deine Mama am Boden vor ihrem Bett, dein Papa sass hinter ihr, stĂŒtzte sie und redete sanft beruhigend und bestĂ€rkend mit deiner Mama, wenn sie durch eure Wehen ging. Deine Mama lĂ€chelte mich an, aber trotz LĂ€cheln sah ich bereits, wie intensiv sich die Wehen fĂŒr deine Mama anfĂŒhlten und wieviel Energie sie deine Mama kosteten. Ich brachte deiner Mama ein WĂ€rmekissen fĂŒr ihren schmerzenden RĂŒcken und wir veratmeten zusammen die Wehen. Deine Mama wusste als Physiotherapeutin, dass Bewegung gut und beschleunigend fĂŒr einen Geburtsverlauf ist und sie versuchte, durch rotierende Bewegungen des Beckens dir und ihr auf eurer Geburtsreise zu helfen. Kurz vor der  Mittagessenszeit untersuchte ich deine Mama zum ersten Mal, ich hĂ€tte ihr einen motivierenden Befund gewĂŒnscht, aber dein Geburtsweg war gerade erst einmal 1 Zentimeter geöffnet und fĂŒhlte sich allgemein noch nicht reif an, dein Köpfchen hatte seinen Platz noch nicht so gut im Becken gefunden. WĂ€hrend dein Papa sein Mittagessen serviert bekam, musste deine Mama nun auch noch zu ihren Wehen mit Übelkeit kĂ€mpfen, an Essen fĂŒr deine Mama war nicht zu denken. Deine Herztöne waren eher niedrig, aber du liesst dein kleines Herzchen zwischendurch immer ausreichend galoppieren, wahrscheinlich merktest auch du, wieviel Anstrengung und Energie deine Mama die Wehen kosteten. Dein Papa hielt deine Mama nach seinem Essen nun wieder im Arm, sitzend am Boden sagte er ihr immer wieder, wie gut sie durch eure Wehen ging. Obwohl wir vom Muttermunds-Befund immer noch am Anfang der Geburt waren, schlug ich deinen Eltern vor, dennoch in den GebĂ€rsaal zu wechseln, deiner Mama einen geschĂŒtzteren Raum zu geben und wir entschlossen uns, im GebĂ€rsaal einen Venenzugang zu legen und ein Blutbild zu machen, seit eurem Blasensprung war nun schon 12 Stunden vergangen. Deine Mama erbrach weiter in den Wehen, erschöpft ruhte sie sich auf dem Entbindungsbett aus und dein Papa legte ihr einen kĂŒhlenden Waschlappen auf die Stirn. Durch den Venenzugang konnte ich deiner Mama nun etwas FlĂŒssigkeit durch eine Infusion geben, an Trinken war im Moment einfach nicht zu denken. Euer Geburtshelfer kam zu Besuch und so wie ich, dachte auch er, dass all die Wehen, durch die deine Mama mit dir ging, doch eure Geburt nun hoffentlich zĂŒgig voran bringen. 2 Stunden und etliche Wehen spĂ€ter verspĂŒrte deine Mama ein DruckgefĂŒhl nach unten. Endlich zeigst du uns, dass du mit deinem Köpfchen mithilfst, so dachte  ich, und ich hoffte genau wie deine Eltern, dass die Wehen nun so wirkten, wie wir uns das von Anfang an gewĂŒnscht hatten. Deine Mama veratmete weiter Wehe um Wehe und in jeder Wehe spĂŒrte sie diesen Druck. Nun bat sie mich, erneut nach der Weite des Muttermundes zu schauen. Wie enttĂ€uscht waren wir alle, es hatte sich kaum etwas getan, seit der letzten Untersuchung und auch dein Köpfchen hatte immer noch nicht die gewĂŒnschte Position im Becken
 Es war schwierig, in diesem Befund etwas motivierendes zu sehen, auch sah ich, wie erschöpft deine Mama war, wie matt und mĂŒde sie wirkte. Im Gegensatz zu mir hatte sie keine Minute Schlaf in der vergangenen Nacht gehabt. Ich schlug deiner Mama vor, sich durch eine PeriduralanĂ€sthesie helfen zu lassen, schmerzfrei durch die Wehen zu gehen und schlafend zu Energie zu kommen. Deine Mama hatte Angst, dass durch die PDA es zu Problemen bei der Bindung von Mama und Kind und  zu Stillproblemen kommen könnte, aber da konnte ich sie mit meiner Hebammenerfahrung beruhigen : Frauen, die mit Hilfe einer PDA gebĂ€ren sind genauso tolle (Still-) MĂŒtter , wie Mamas ohne PDA, wie Frauen mit einer Schmerzpumpe unter der Geburt oder MĂŒtter, die mit Hilfe von Lachgas durch ihre Geburtswehen gehen. Auch dein Papa war erst kritisch gegenĂŒber diesem Vorschlag, ging damit eure Wunschvorstellung eurer Geburt doch so in eine komplett andere Richtung. Aber deine Mama fĂŒhlte ihre Erschöpfung und MĂŒdigkeit und sie sah, welch weiter Weg noch bevor stehen wĂŒrde und so liessen wir die AnĂ€sthesistin kommen, die noch einmal alles genau deinen Eltern erklĂ€rte und sie verhalf deiner Mama unkompliziert und schnell zur Schmerzfreiheit. Allerdings machtest nun du uns Sorgen. Das nach der ersten Wirkung des Schmerzmittels kurzfristig bei euch MĂ€usen eure Herztöne absinken, passiert ab und zu einmal und wir sind darauf vorbereitet. Bei dir war es aber etwas intensiver als normal und so brachtest du mich kurz aus der Ruhe, ich lagerte deine Mama in eine fĂŒr sie sehr ungĂŒnstige , fĂŒr dich aber bessere Position, gab deiner Mama spezielle Medikamente, wĂ€hrend euer Geburtshelfer herbei eilte und vor unserem GebĂ€rzimmer bereiteten meine Hebammenkolleginnen alles fĂŒr ein Notfallkaiserschnitt vor. GlĂŒcklicherweise reagiertest du aber auf alle Massnahmen und dein Herzchen schlug bald wieder in normalem Tempo. Nach der Aufregung konnten wir alle wieder durchatmen und entspannen und deine Mama, sie spĂŒrte nun ihre Wehen nicht  mehr, das Zittern ihres Körpers hörte auf, die Übelkeit war weg, nur das DruckgefĂŒhl in der Wehe war nach wie vor vorhanden. Deine Mama konnte nun schmerzfrei endlich wieder deinen Papa anlĂ€cheln, der gab deiner Mama etwas zu trinken, hielt ihre Hand und legte seinen Kopf ganz nah zu dir an den Bauch deiner Mama. Ich liess die Fensterstoren hinunter um das Zimmer abzudunkeln, ganz leise lief eure Musik aus den Lautsprechern und wĂ€hrend dein Papa mit mir ĂŒber deine Mama und deine nun stĂ€ndig am Monitor sichtbaren Herztöne wachte, konnte deine Mama endlich etwas schlafen. Auf dem Herztonmonitor, der auch die Wehen aufzeichnete, sah man, dass die Wehen nicht ganz gleichmĂ€ssig kamen und so entschlossen wir uns, auch im Anbetracht der doch nun schon lange offenen Fruchtblase, die Wehen mit etwas Wehenmittel in die richtige Richtung zu unterstĂŒtzen. Davon merkte deine Mama aber nichts und auch du schienst dich wohl zu fĂŒhlen. Als deine Mama wieder erwachte, hatte sie Hunger, was fĂŒr ein gutes Zeichen der Erholung! Dein Papa gab deiner Mama BirchermĂŒesli zur StĂ€rkung und deine Mama sass im Bett, die aufrechte Position sollte deinen Geburtsfortschritt unterstĂŒtzen. Ich schaute, nun, da deine Mama auch die vaginale Untersuchung nicht mehr spĂŒrte, noch einmal nach eurem Muttermund, wollte vor allem wissen, ob dein Köpfchen gut im Becken deiner Mama Platz gefunden hatte. Und endlich konnte ich freudiges verkĂŒnden! Knapp 4 Zentimeter, fĂŒr uns Hebammen die HĂ€lfte und der mĂŒhsamerer Teil der Geburt, waren geschafft und auch dein Köpfchen hatte nun endlich den richtigen Weg in das Becken eingeschlagen und versuchte in der Wehe tiefer zu kommen. Wir waren alle glĂŒcklich ĂŒber dieses Befund und dein Papa so stolz auf deine Mama! Eine halbe Stunde spĂ€ter verspĂŒrte deine Mama trotz der PeriduralanĂ€sthesie wieder einen starken Druck nach unten und ich dachte, nun endlich bestĂ€tigt sich meine Annahme aus der Schwangerschaft, dass deine Mama gut und zĂŒgig gebĂ€ren wird. Allerdings fing deine Mama jetzt an, zu bluten, mehr, als es uns lieb war. Ich rief euren Geburtshelfer zu uns und er untersuchte deine Mama vorsichtig. In der halben Stunde seit der letzten Untersuchung hatten deine Mama und du weiter 3 Zentimeter geschafft, allerdings sanken zu der Blutung nun auch erneut deine Herztöne wieder unter den Normalwert. Es begann die gleiche Prozedur wie beim ersten Mal, als dein Herzschlag zu tief war. Deine Mama wurde in eine andere Position gelagert, Wehen hemmende Medikamente wurden gespritzt,  nur sagte jetzt euer Geburtshelfer, dass er die Geburt beenden möchte, dich durch eine Bauchgeburt zur Welt kommen lassen möchte, da er nicht genau sagen konnten, woher die Blutung kam und wie stark sie wirklich war. Deine Mama und dein Papa, sie waren natĂŒrlich geschockt, aber ihnen war auch  bewusst, dass wir, erst noch optimistisch und glĂŒcklich, nun einfach den sichersten Weg fĂŒr dich gehen mussten. Da alles fĂŒr einen Notfall  schon vor unsere GebĂ€rzimmertĂŒr vorbereitet gewesen war, ging es sehr schnell und deine Eltern halfen, wie sie konnten. Gemeinsam mit eurem Geburtshelfer schob dein Papa das Bett mit dir und deiner Mama um dich herum in den OP, wĂ€hrend ich neben euch herlaufend deine Herztöne fĂŒr uns alle hörbar auf dem Weg zum OP kontrollierte. Ich versuchte, soviel wie möglich noch zu erklĂ€ren, deine Eltern vorzubereiten auf das, was nun kommen wĂŒrde. Der Moment, wo dein Papa alleine darauf warten musste, um in den OP gelassen zu werden, wĂ€hrend alle sich um deine Mama kĂŒmmerten, ich weiss, diese Augenblicke mĂŒssen sich schier unendlich lang angefĂŒhlt haben. Aber es ging dennoch schnell, bis dein Papa mit deinem rosaroten Geburtstuch in den HĂ€nden sich an den Kopf deine Mama setzten konnte und nur wenige Augenblicke spĂ€ter schon hörten deine Eltern dich, denn kaum geboren, holtest du tief Luft und zeigtest uns durch dein Schreien, dass es dir gut ging. Ich konnte deiner Mama wenigstens diesen, ihr so wichtigen Wunsch erfĂŒllen, du durftest sofort zu ihr auf ihre Brust und in die Arme deiner Eltern. Ergriffen und erleichtert waren deine Mama und dein Papa in diesem Moment. Dein Hautton nahm sehr schnell die Farbe deines Geburtstuches an und deine Augen öffneten sich. Dein Papa streichelte dein Köpfchen und deine Mama schaute dich an und redete sanft mit dir. Die Stimmung im OP wandelte sich von einer angespannten Situation in eine relaxte, es ging euch allen gut und das war das wichtigste! Deine Mama gab dir viele sanfte KĂŒsse auf dein Gesicht und sagt deinem Papa mit TrĂ€nen in den Augen, wie erleichtert sie war, dass es dir gut ging und dein Papa, er kĂŒsste deine Mama voller Liebe den Kopf. So schnell, wie du geboren wurdest, so schnell verlief auch der Rest der OP, euer Geburtshelfer kam und gratulierte deinen Eltern zu ihrem Sohn. Er wollte dich kleinen, sĂŒssen Mann natĂŒrlich noch einmal genauer ansehen, um sicher zu gehen, dass es dir wirklich gut ging. Dein Papa durfte dich deshalb nun zum ersten Mal in seine Arme nehmen und schaute gemeinsam mit eurem Geburtshelfer in einem Nebenraum unter einer WĂ€rmelampe ganz genau nach, dass alles an dir dran war und dir nichts fehlte. Dein Papa hielt dich und beobachtete dich, streichelte deine FĂŒsschen und dein Köpfchen und bemerkte deine ” FusibĂ€ckli”. Alles war gut und du einfach ein zuckersĂŒsses Baby, was nun zu seiner Mama zurĂŒck durfte. Ganz aufmerksam und mit wachen Augen und scheinbar so zufrieden schautest du aus deinem Geburtstuch hervor, wĂ€hrend dein Papa dich mit stolzem Blick deiner Mama zeigte und deiner Mama sagte, wie super es deine Mama  gemacht hatte. Dein Papa legte dich in den Schoss deiner Mama, wickelte dich behutsam aus deinen TĂŒchern und deine Mama nahm dich, von deinem Papa gestĂŒtzt, das erste Mal selbst zu sich. Diese Augenblicke empfinde ich jedesmal, wenn ich sie mit meinen Paaren durchlebe, als so wichtig, wertvoll und wunderschön. Sie sind berĂŒhrend und genau so voller Liebe, wie wenn ich die neugeborenen Babys ihren Mamas im GebĂ€rsaal unmittelbar nach der Geburt in die Arme lege. Es war ein kurzer, intensiver Moment fĂŒr euch 3, als wenig spĂ€ter deine Mama aber bereits realisierte, dass du den Busen deiner Mama suchtest. Und als ob ihr es schon ewig geĂŒbt hattet, gingst du an Mamas Brust und stilltest deinen ersten Hunger und deine Eltern, sie strahlten und wirkten so glĂŒcklich in diesem Augenblick. Wenig spĂ€ter schauten wir, zurĂŒck in eurem GebĂ€rsaal, wie schwer und wie gross du warst. Dein Papa suchte sich von meinen NabelschnurbĂ€ndchen den Octopus und den Fuchs aus und deine Mama und er waren sich einig, es wĂŒrde der Fuchs werden, den dein Papa um deinen noch verbleibenden Nabelschnurrest wickeln wĂŒrde. Wir  machten FussabdrĂŒcke deiner kleinen FĂŒsschen und bedĂ€chtig wickelte dein Papa dich in deine erste Windel, wĂ€hrend deine Mama dich im Arm hielt. Wunderschöne Baby-Kleidchen hatte deine Mama  parat gemacht, nach einem weissen Body mit einem grĂŒnen, fröhlichen Dinosaurier auf der Brust, zog dir dein Papa einen weissen Strampler mit kleinen Bussen, Autos und Schiffen darauf an. Deine Mama, sie sass bereits in ihrem Bett, flochte sich ihr langes , dunkles Haar zu einem Zopf, lĂ€chelte glĂŒcklich und sah so wunderschön aus – nichts war mehr zu sehen von den Strapazen der letzten Stunden. WĂ€hrend du noch einmal an den Busen deiner Mama wolltest, fĂ€delte dein Papa deine Namenskette auf und er nahm dazu alle farbigen Perlen, die ihm dafĂŒr zur VerfĂŒgung standen: rosa, blau und gelb. 

Kleiner bezaubernder 🌾 AMARU 🌾, dein schöner Name stammt aus Afrika und bedeutet 

”stark” und ”zielstrebig”. Mit dieser Namenswahl legten dir deine Eltern zwei Eigenschaften in die Wiege, die dir helfen werden, zu einem erfolgreichen und hoffentlich glĂŒcklichen  Menschen heran zu wachsen. Deine Mama, dein Papa, sie waren so stark wĂ€hrend deiner Geburt! Und auch wenn sie nicht ihre Traumgeburt erleben konnten, die ich ihnen so gewĂŒnscht hatte, ihr Ziel, dich mit Liebe empfangen zu dĂŒrfen, das haben deine Mama und dein Papa erreicht und mich daran teilhaben lassen. Wachse behĂŒtet und voller Liebe von ihnen und fĂŒr sie auf und sei auch von mir

VON HERZEN WILLKOMMEN 💝💝💝


🌾 MILO NIKLAS 🌾

29. Mai 2022

SĂŒsser, kleiner 🌾 MILO NIKLAS 🌾, als deine Mama mit deiner grossen Schwester schwanger war, wollte sie eigentlich schon damals mich als ihre Hebamme engagieren. Leider war ich in ihrem Geburtenmonat bereits ausgebucht und so kam deine Schwester in einem anderen Spital zur Welt, mittels Bauchgeburt, denn deine Schwester hatte es sich sitzend in deiner Mama bequem gemacht und keinerlei Versuche unternommen, sich in die geburtenfreundlichere SchĂ€dellage zu drehen. Als du dich nun ankĂŒndigtest, eure zauberhafte Familie zu vergrössern, meldete sich deine Mama schnell bei  mir und ich glaube, wir BEIDE waren am Telefon in diesem Augenblick glĂŒcklich, dass ich dieses Mal zusagen konnte, eure Geburtsreise zu begleiten. Schon bald konnte ich dich auf einem tollen Ultraschallbild, welches deine Mama mir schickte, bestaunen, ”KrĂŒmel ” so nannte dich deine Mama und  alles an dir schien bereits perfekt! Als deine Mama und dein Papa  bei mir fĂŒr ein geburtsvorbereitendes GesprĂ€ch in der Praxis sassen, damit wir uns kennen lernen und die WĂŒnsche deiner Eltern fĂŒr deine Geburt besprechen konnten, musste deine Mama beim ErzĂ€hlen ihrer ersten erlebten Geburt schnell ein paar TrĂ€nchen wegwischen. Ihr war so bewusst, dass mit deinem Ankommen in diese Welt deine grosse Schwester vermeintlich mit etwas weniger Aufmerksamkeit zurecht kommen mĂŒsse und ihr Mama-Herz litt unter dieser Vorstellung. Ich versuchte deine Mama zu trösten, den praktisch jede Frau, die ihr zweites Baby erwartet, hat diese Ängste vor der Geburt des Geschwisterchens. Gott sei Dank ist ein Mutterherz unendlich gross ( das konnte ich ihr als erfahrene Geburten-und Wochenbettbegleiterin und auch als  ureigene Mama sagen ) und so in der komfortablen Lage, Unmengen an Liebe und Aufmerksamkeit zu schenken, egal ob das Mamaherz fĂŒr ein oder zwei Kinder oder fĂŒr eine Grossfamilie schlĂ€gt. Deine Mama hatte den Wunsch, dass du, wenn immer möglich, auf natĂŒrlichem Weg auf die Welt kommen solltest. Schon bei deiner Schwester war es fĂŒr deine Mama sehr wichtig, dass trotz erwartetem Kaiserschnitt deine Schwester das Startsignal fĂŒr ihre Geburt selbst geben durfte. FĂŒr deine Geburt war zwar die Narbe an der GebĂ€rmutter deiner Mama ein Punkt, den wir immer im Auge behalten mussten, dafĂŒr aber tatest du uns den Gefallen, dein Köpfchen schon frĂŒh in die perfekte Startposition zu legen und deine Mama suchte sich zudem einen Geburtshelfer fĂŒr unser Team aus, der bekannt dafĂŒr war, außerordentlich geduldig zu sein. Deine Mama tat alles, um sich so gut wie möglich auf deine Geburt vorzubereiten. Nachdem das Geburtshilfeteam fĂŒr euch fest stand, besorgte sie sich ein Epi-No TrainingsgerĂ€t, ass Datteln, ging ins Schwangerschaftsyoga und zur Akupunktur. Da die Mama deiner Mama ebenfalls Hebamme ist, gab es neben den mĂŒtterlichen RatschlĂ€gen, da bin ich mir sicher, auch noch Hebammen-weise Tipps dazu. Nur eines fehlte bis zu deinem Geburtsbeginn: dein Name! Auf den konnten sich deine Eltern einfach nicht einigen, sie entschieden, dir erst in die Augen zu schauen und dann dir deinen Namen zu schenken, solange warst du einfach fĂŒr mich der KrĂŒmelâ˜ș .  An einem Samstag, 3 Tage vor deinem Entbindungstermin, wurde es Zeit, sich mehr Gedanken um deinen Namen zu machen, denn deine Mama rief mich morgens an, weil sie ihre ersten regelmĂ€ssige Wehen verspĂŒrte. Ich war froh, schienst du dich auf deine Geburtsreise zu begeben, 2 Tage spĂ€ter hatte meine jĂŒngste Tochter Geburtstag und bereits letztes Jahr hielt mich Baby 🌾VIVIENNE🌾 davon ab, mit meinem eigenen Kind Geburtstag zu feiern, du schienst mich dieses Jahr offensichtlich nicht am Feiern hindern zu wollen
 Deine Mama kam mit deinem Papa  zuerst zu mir in die Praxis. FĂŒr den Fall, dass die Kontraktionen noch nicht wirksam waren, wollte deine Mama wieder nach Hause gehen. Ich begrĂŒsste deine Eltern in meiner Praxis und bedankte mich lachend, dass ihr mich in der Nacht habt schlafen lassen, ĂŒblicherweise ”weckt” ihr MĂ€use mich ja gerne mitten in der Nacht oder lasst mich garnicht erst zu Bett gehen
 Deine Mama hatte an ihrem RĂŒcken ein Tens -GerĂ€t installiert, 4 kleine Elektroden senden dabei winzige elektrische Impulse an die Seiten der WirbelsĂ€ule, die Impulse empfinden die Frauen als Kribbeln. Die so entstehende Nervenreizung soll einen Gegenpol zu den Schmerzsignalen geben, die durch die Wehen entstehen. Damit deine Mama noch besser durch  eure Wehen gehen konnte, atmete ich die nĂ€chsten Wehen gemeinsam mit ihr und zeigte ihr so, wie du durch die Bauchatmung deiner Mama mehr Sauerstoff bekommst und deine Mama nebenher auch vom Wehenschmerz abgelenkt wird. Ich kontrollierte kurz deinen Herzfrequenz, dein kleines Herzchen schlug munter und krĂ€ftig.  Dann untersuchte ich den Muttermund deiner Mama. Knapp 2 Zentimeter waren schon geschafft, es schien, dass ihr eure  Geburtsreise begonnen hattet. Allerdings empfehle ich bei solchen Anfangsbefunden und wenn alles mit euch und euren Eltern in Ordnung ist, noch Daheim abzuwarten, dem Geburtsgeschehen Ruhe,Zeit und vertrauten Raum zu geben. Auch deine Eltern tendierten eher dazu, noch einmal nach Hause gehen zu wollen, zumal ihr in unmittelbarer NĂ€he der Klinik wohnt. Um sicher zu gehen, dass es dir auch gut geht, kontrollierten ich deine Herztöne mittels CTG. Deine Mama lag, noch von der Untersuchung am Muttermund auf dem RĂŒcken, als ich die Schallköpfe auf den Bauch deiner Mama legte. Dass du diese Position ĂŒberhaupt nicht mochtest, zeigtest du uns durch deinen Herzschlag, der nun langsamer als normal schlug. Ich bat deine Mama sich auf die Seite zu legen und schnell zeigtest du uns, dass du mit diesem Positionswechsel eindeutig zufriedener warst, deine Herztöne erholten sich wieder auf die normale Schlagfrequenz. Wir schrieben deine Herztonkurve ein zeitlang weiter und ich veratmete mit deiner Mama eure Wehen. Noch einmal redeten wir ĂŒber die WĂŒnsche deiner Eltern fĂŒr deine Geburt und auch wenn deine Mama nach wie vor den Wunsch hatte, es mit einer natĂŒrlichen Geburt zu versuchen, unterhielten wir uns dennoch auch ĂŒber den Ablauf einer Bauchgeburt, damit im Falle eines Falles deine Eltern darauf so gut wie möglich vorbereitet waren. Auch dein Name war wieder ein Thema, schmunzelnd nahm ich zur Kenntnis, dass deine Eltern nach wie vor sich nicht festlegen konnten, aus der Liste ihrer jeweiligen VorschlĂ€ge war noch kein gemeinsamer Favorit erkennbar. Obwohl deine Herztöne nun wieder im normalen Bereich schlugen, waren deine Eltern und ich uns einig, dass deine Eltern sich ohne Herztonkontrolle daheim nicht entspannt den Wehen hingeben konnten, wie es ursprĂŒnglich geplant war und wir beschlossen, gemeinsam in die Klinik zu fahren, um deine Herztöne dort weiter zu ĂŒberwachen. Ausserdem waren ja auch noch eure Wehen da, die hoffentlich eure Geburt Schritt fĂŒr  Schritt voran brachten. So informierte ich euren Geburtshelfer und die Hebammen der Klinik und deine Eltern fuhren einen kurzen Umweg ĂŒber ihr Zuhause, um ihre Sachen fĂŒr eure Geburt zu holen. Gemeinsam betraten wir wenig spĂ€ter den GebĂ€rsaal und wĂ€hrend wir dort dich und dein gleichmĂ€ssig pochendes Herz gleich wieder beruhigend hören konnten, versuchte meine Hebammenkollegin Valeria deiner Mama einen Venenzugang zu legen. Es war keine einfache Angelegenheit, deine Mama erzĂ€hlte, dass schon bei deiner Schwester mehrere Versuche notwendig waren, um dieses Venflon zu legen. Deshalb rief ich die Experten fĂŒr solche FĂ€lle, unser AnĂ€sthesie-Team, an und bat, zu helfen. Das dann ausgerechnet eine AnĂ€sthesiepflegefachfrau zu uns kam, bei deren Geburten ich sie als Hebamme begleiten durfte und solche erneuten Begegnungen im GebĂ€rsaal immer sehr spezielle und schöne, berĂŒhrende Augenblicke fĂŒr mich sind, sei nur nebenher erwĂ€hnt. Auch sie hatte MĂŒhe dieses Venflon zu legen, deine Mama war offensichtlich kein einfacher Fall, aber letztendlich lag der Zugang und wir konnten einen dicken Trostverband legen und ein paar TrĂ€nchen, die deine Mama weinen musste, trocknen. Dein Papa hatte fĂŒr uns alle Gipfeli auf dem Weg in die Klinik besorgt und da es nun schon inzwischen Mittag war, genoss ich das wohl beste Gipfeli der Welt, so war es jedenfalls mein Eindruck â˜ș. Deine Mama aber fĂŒhlte, wie ihre Wehen abnahmen, vielleicht war es der Stress der letzten Minuten, vielleicht auch die MĂŒdigkeit, die verstĂ€ndlicherweise bei ihr aufkommen durfte. Wir entschieden uns, abzuwarten, deiner Mama die Möglichkeit zu geben, sich auszuruhen. WĂ€re sie noch Daheim, sie hĂ€tte sich garantiert auch ins Bett gelegt. Dein Papa machte eine Pause in unserem CafĂ©, viel Zeit hatte er dafĂŒr aber nicht, denn deine Mama hielt eine innere Unruhe davon ab, im Bett zu liegen. Sie fĂŒhlte, dass ihr Bewegung besser gut tat und so gingen deine Eltern gemeinsam spazieren, in der Hoffnung, dass dadurch die Wehen wieder an IntensitĂ€t zunehmen wĂŒrden. Nach einer Stunde kamen sie zurĂŒck, deine Mama wirkte unglĂŒcklich, statt mehr Kontraktionen, wie erhofft, waren die Wehen kaum noch zu spĂŒren. Wir besprachen gemeinsam die Situation und diskutierten ĂŒber verschiedene Folgeszenarien. Die sinnvollste Option in meinen Augen war, deine Eltern noch einmal nach Hause zu schicken. Es schien, dass du es im Augenblick soviel gemĂŒtlicher mit deiner Mama um dich herum hattest und die grosse weite Welt dich zur Zeit offensichtlich doch noch nicht reizte. Deine Mama hatte aber den grössten Respekt davor, bei Wiedereintritt in die Klinik erneut der Venflonprozedur ausgesetzt zu sein. So ging deine Mama in ihr Zimmer auf der Wochenbettstation, dass Tens-GerĂ€t im vollen Einsatz und versuchte, energiebringenden Schlaf zu holen. Ich unterhielt mich mit deinem Papa wĂ€hrend dessen im GebĂ€rsaal ĂŒber seine Gedanken, seine BedĂŒrfnisse, seine Ängste wĂ€hrend der Geburt und wir waren uns beide einig, das ”Aushalten ”, dass nicht greifbar helfen können fĂŒr Partner und Partnerinnen unglaublich schwer und krĂ€ftezehrend ist. Dein Papa schaute wenig spĂ€ter zu deiner Mama und SIE SCHLIEF ! Inzwischen war es Nachtessenszeit, euer Geburtshelfer kam zu uns und deine Mama, die nun etwas erholt war, kam wieder zu uns in den GebĂ€rsaal. Gemeinsam besprachen wir erneut, was der momentan beste Weg fĂŒr euch wĂ€re und da nach wie vor kaum mehr Wehen auf dem CTG zu sehen und fĂŒr deine Mama zu spĂŒren waren, entschieden wir alle gemeinsam, dass deine Mama die Nacht hier in der Klinik verbringen und hoffentlich schlafen könne, wir alle andern das in unseren eigenen Betten auch tun wĂŒrden und sollte die Situation unverĂ€ndert am nĂ€chsten Morgen sein, so wĂŒrde deine Mama dann wieder nach Hause gehen, mit dir, nicht wie gedacht im Arm, sondern gut behĂŒtet unter ihrem Herzen. NatĂŒrlich spekulierten wir darauf, dass nach ein paar intensiv schlafenden Momenten fĂŒr deine Mama, ihre Geburtswehen wieder zurĂŒck kĂ€men und du ein Sonntagskind werden wĂŒrdest ( und wer mich kennt, weiss, wie ich Sonntagskinder liebe đŸ„°). Und es kam, wie es auch die kommenden Stunden immer wieder passieren wĂŒrde : kaum hatten wir eine akzeptable Lösung parat, zeigte uns die Natur, dass sie in eine andere Richtung wollte
 Kaum wollte deine Mama es sich in ihrem Zimmer bequem einrichten, dein Papa zu deiner grossen Schwester heim und ich in die Praxis, um mich dort etwas auszuruhen und zu stĂ€rken, spĂŒrte deine Mama erneut die Wehen intensiver zurĂŒck kommen! Ich untersuchte deine Mama noch einmal, der Muttermund hatte sich seit dem Morgen nicht verĂ€ndert, die Wehen waren fĂŒr deine Mama mit Hilfe des Tens – GerĂ€tes gut aushaltbar und sie fĂŒhlte sich nicht unsicher, so dass wir alle unseren Plan umsetzten : dein Papa ging fĂŒr den Moment zu euch nach Hause, ich in meine Praxis und deine Mama in ihr Wochenbett-Zimmer. Deine Mama versprach, uns wieder zurĂŒck zu holen, wenn sie unsere Hilfe und Anwesenheit brauchte. Das machte deine Mama am nĂ€chsten Morgen um 4 Uhr, wir alle hatten nicht wirklich geschlafen, aber wenigstens das Bett berĂŒhrt. Deine Mama spĂŒrte seit 2 Stunden wieder intensivere Wehen und wir hofften natĂŒrlich, dass du als Sonntagskind geboren werden darfst! Als ich zu deiner Mama kam, hatte sie gute, intensiver werdende Wehen, sie hatte nicht wirklich schlafen können und wirkte deshalb mĂŒde, aber sie lĂ€chelte und war einfach nur froh, dass eure Geburt wieder begonnen hatte . Dein Papa eilte kurze Zeit spĂ€ter herbei, auch sein Schlaf war (zu) kurz gewesen, aber die Hoffnung , dass es nun endlich vorwĂ€rts gehen wĂŒrde, liess uns wach und optimistisch werden. Wir gingen in den GebĂ€rsaal und ich untersuchte deine Mama und ja, deine Mama hatte einen weiteren Zentimeter geschafft ! Hoffnungsvoll legte dein Papa ein ganz zauberhaftes Geburtstuch, bordeauxfarben und mit einem grossen sĂŒssen Esel bestickt, in den WĂ€rmeschrank. Deine Mama hatte das BedĂŒrfnis, die Badewanne mit dem wohltuenden warmen Wasser auszuprobieren und wĂ€hrend Wasser in die Wanne lief, sass deine Mama kreisend auf dem Pezziball, veratmete euer Wehen und dein Papa hielt deine Mama sicher und gab ihr Halt. Es war wie verhext, kaum war die Badewanne parat, wurden die AbstĂ€nde der Wehen wieder grösser, wenn auch die IntensitĂ€t gefĂŒhlt fĂŒr deine Mama gleich blieb. ZunĂ€chst nahm deine Mama etwas Traubenzucker und auch die Hebamme bauchte nun selbst welchen 🙈 
 Wir entschieden uns, das warme Wasser im Moment noch nicht zu nutzen, deine Mama und du sollten die Schwerkraft an Land spĂŒren und gleichzeitig wollte ich ihr etwas Erholung in den Wehenpausen und zugleich  Bewegung bieten. Ich schlug deiner Mama vor, dass sie sich im 4FĂŒssler-Stand auf das Bett legen solle, gestĂŒtzt auf den Pezziball konnte sie in der Wehenpause so etwas entspannen, in der Wehe ihr Becken kreisen und du wĂŒrdest durch die Position auch mehr von der Schwerkraft nutzten. Gleichzeitig zeigte ich deinem Papa, wie er mit Hilfe meines Rebozo-Tuches das Becken deiner Mama leicht in Schwingung versetzten konnte, zum einen ist das fĂŒr die Frauen eine entspannende, schmerzlindernde Sache, zum anderen hoffte ich, dass du durch die sanften Schwingungen den Weg in und durch das Becken deiner Mama besser finden wĂŒrdest. SpĂ€ter bat dein Papa, einen Moment den GebĂ€rsaal verlassen zu dĂŒrfen, als er  wieder zu uns kam war er vollbepackt mit feinen SonntagsfrĂŒhstĂŒcks-Leckereien vom BĂ€cker fĂŒr uns alle – es war seine Art, deine Mama und uns zu unterstĂŒtzen, so gut wie er konnte! Auch fragte er mich spasshaft, ob ich es schon bereuen wĂŒrde, euch fĂŒr die Geburt angenommen zu haben 😉
 NatĂŒrlich NICHT !!! 2 so tolle Personen begleiten zu dĂŒrfen, zu wissen, dass wir auf alle FĂ€lle dich gemeinsam in den Armen halten werden -ich hĂ€tte die Bekanntschaft deiner Eltern nicht missen wollen
Nachdem wir alle durch das leckere FrĂŒhstĂŒck deines Papas gestĂ€rkt waren, gingen deine Eltern noch einmal etwas spazieren. SpĂ€ter kam euer  Geburtshelfer zu uns und schlug vor, eine PeriduralanĂ€sthesie bei deiner Mama machen zu lassen, damit deine Mama von keinerlei Wehenschmerz mehr am Schlafen gehindert werde  und so wirklich Energie tanken konnte. Wehenmittel zu geben war wegen der Narbe an der GebĂ€rmutter keine Option zu diesem Zeitpunkt. Auch viel das Wort Kaiserschnitt als Möglichkeit das erste Mal bewusst. Uns allen war klar, das deine Mama und dein Papa und ja, auch dein Geburtshelfer und ich, eine Aussicht auf Erfolg brauchten. Wir entschieden gemeinsam, das du spĂ€testens am Abend zur Welt kommen wĂŒrdest. Noch hofften wir alle, dass das im GebĂ€rsaal passieren wĂŒrde. Gemeinsam mit deinem Geburtshelfer schauten wir erneut, ob die Wehen weiter wirksam waren und ja, wieder war der Muttermund 1 Zentimeter weiter offen. Auch waren die Wehen wieder intensiver und deine Mama spĂŒrte einen leichten Druck nach unten, den wir natĂŒrlich hoffnungsvoll zur Kenntnis nahmen. Deine Mama wollte erneut den Spaziergang nutzten, um aktiv zu bleiben und ihre MĂŒdigkeit weg zu laufen. Ich machte mit meiner Kamera ein Foto von diesem Augenblick : deine Mama zwar mĂŒde, aber wunderschön und vor allem mit ihrem LĂ€cheln im Gesicht. Deine Mama gab nie ihr LĂ€cheln in der gesamten Zeit auf
 1,5 Stunden spĂ€ter schauten wir erneut, wie weit der Muttermund war. Nun waren knapp 5 cm geschafft, aber du drehtest dein Köpfchen im Becken hin und her, so als ob du immer noch am Suchen nach dem besten Weg nach draussen wĂ€rest. Wir hatten den Verdacht, dass du probierst, den Weg in der Sternengucker-Position zu nehmen, ein ungĂŒnstige Art durch das Becken zu kommen, aber nicht unmöglich. Euer Geburtshelfer schaute mittels Ultraschall auf dich und deine Position in deiner Mama. Immerhin konnten wir dich so  schon einmal sehen, was doch auch ein wenig Energie und Optimismus gab. Du lagst in einer vollkommen normalen Position in deiner Mama, drehtest und wendetest dich aber hin und her. Nun war auch fĂŒr deine Mama die PeriduralanĂ€sthesie eine gute Option und der AnĂ€sthesist verhalf deiner Mama so, dass sie nun endlich etwas schlafen konnte. Da du mit einem langsamer werdenden  Herzschlag unmittelbar nachdem das AnĂ€sthesiemittel wirkte, uns kurz in Alarmbereitschaft versetztes, liess das Adrenalin in unserem Blut uns alle blitzartig hellwach werden. Dein Papa half deiner Mama  intensiv zu dir zu atmen und ich spritze deiner Mama ein Wehen hemmendes Medikament, meine Kollegin Claudia legte deine Mama in eine Position, in der der Blutfluss zu dir am optimalsten ( wenn auch fĂŒr die Mama am unbequemsten ) war. So erholtest du dich schnell und wir alle konnten uns wieder entspannen, liessen deine Mama schlafen, wĂ€hrend wir auf der CTG -Kurve sahen wie eure Wehen weiter ihr Bestes gaben. Wir warteten weiter 4 Stunden ab, nun wo deine Mama schmerzfrei war und es ihr und dir gut ging, konnten wir geduldig sein ( auch wenn wir alle zunehmend mĂŒder wurden ). Am Abend untersuchte ich deine Mama erneut. Ich hatte, um dich etwas tiefer zu locken, zuvor die Fruchtblase eröffnet. Dein Papa ging zwischendurch auf den Balkon eures GebĂ€rsaals um scherzhaft nach zu schauen, welche Jahreszeit wir inzwischen hatten â˜ș  Dein Geburtsweg war wieder ein klein wenig weiter offen, allerdings fehlten immer noch 3 Zentimeter. Auch dein Köpfchen hatte sich nicht tiefer in das Becken deiner Mama bewegt. Wieviel Optimismus, dass du den Weg tiefer schaffen wĂŒrdest, blieb uns noch? Ich telefonierte mit eurem Geburtshelfer und bat ihn, zu uns zu kommen. Auch er untersuchte deine Mama noch einmal und hatte den gleichen Befund wie ich kurz zuvor erhoben hatte. Und ich glaube, wir alle waren in dem Moment froh um die Entscheidung, die euer Geburtshelfer fĂŒr dich und deine Eltern mit deren EinverstĂ€ndnis traf, nĂ€mlich mit allen Versuchen aufzuhören und dich durch eine Bauchgeburt zur Welt kommen zu lassen. Dein Papa war erleichtert und deine Mama, sie lĂ€chelte
 Tapfer, unglaublich tapfer war sie die gesamten vielen, vielen Stunden und ganz besonders in diesem Augenblick. Sie hatte sich so gewĂŒnscht, dich im GebĂ€rsaal zur Welt bringen zu können, hat so viel getan, ist durch so viele Stunden Wehenarbeit gegangen, war bei jedem Fortschritt hoffnungsvoll und bei jedem Stillstand geduldig. Ich liess deine Eltern einen Moment alleine, damit sie einen letzten Moment ungestört sein konnten. WĂ€hrend dessen bereitet ich vor der TĂŒr mĂŒde und natĂŒrlich auch ein wenig enttĂ€uscht alles fĂŒr dein Ankommen im OP vor. Meine Kollegin Claudia (❀ ) half mir dabei und sie half auch deinem Papa , die KompressionsstrĂŒmpfe ( was ich traditionell meinen Papas ĂŒberlasse ) bei deiner Mama anzuziehen. Dann ging es schnell, der OP erwartete uns. Es war 19:33 Uhr an einem Sonntagabend, als euer Geburtshelfer mir dich kleinen Mann in die Arme legte und du sofort zu deiner Mama auf die Brust kamst. Dein Papa hatte dein Geburtstuch parat und wir deckten dich damit zu. Du öffnetest schnell  deine Augen und wurdest rosarot. Und du warst zauberhaft und zuckersĂŒss! Das und nur das hatten deine Eltern verdient! Dein Papa nahm dich etwas spĂ€ter  bis zum Ende der OP zu sich, so konnte deine Mama dich betrachten und sehen, wie ihre zwei MĂ€nner sich  kennenlernen. Euer Geburtshelfer gratulierte deinen Eltern nachdem die OP zu Ende war zu ihrem wunderhĂŒbschen Sohn. Die ersten Minuten nach der OP hatten wir ein Zimmer fĂŒr euch alleine auf der Intensivstation ( dies nur, weil es Sonntag Abend war und der Aufwachraum, wo normalerweise Frauen nach einer Bauchgeburt ĂŒberwacht werden, geschlossen war. ) Die Pflegefachfrau , die fĂŒr euch mit zustĂ€ndig war, genoss euch sehr und verwöhnte deine Mama wie sie nur konnte. Neugeborenes Leben zu betreuen gehört nicht zu ihrem Arbeitsalltag. Deine Mama und dein Papa, sie waren verstĂ€ndlicherweise erschöpft, aber du zeigtest schon schnell, dass deine Mama noch einmal Energie aufbringen musste, deutlich suchtest du den Busen deiner Mama. Dein Papa wickelte dich  aus deinen TĂŒchern, nahm dich vorsichtig in seine HĂ€nde und gab dich mit einem liebevollen LĂ€cheln fĂŒr deine Mama in ihre Arme. Deine Mama nahm dich, hielt dich, kĂŒsste dein Köpfchen, schloss ihre Augen um diesen Moment, auf den sie so gewartet hat, zu geniessen, wĂ€hrend dein Papa ihr einen Kuss gab. Ihr kuscheltet ganz nah beieinander und du hattest inzwischen deine Fingerchen im Mund. Deine Mama registrierte das und legte dich an ihren Busen und du, du trankst entspannt, wirktest zufrieden, schautest mit grossen, dunklen Augen deine Mama an. Kurze Zeit spĂ€ter fuhren wir in euren GebĂ€rsaal zurĂŒck, obwohl alle so unendlich mĂŒde waren, wollten wir dich dennoch so begrĂŒssen, wie wie es uns vorgenommen hatten. Dein Papa hatte sich fĂŒr dein NabelschnurbĂ€ndchen zwischen Löwen und Walfisch fĂŒr den Walfisch entschieden. Den band er nun um deine Nabelschnur, wĂ€hrend du auf deiner Mama zufrieden lagst. Wir wogen dich und massen, wie lang du und wie gross dein Köpfchen war, machten AbdrĂŒcke  von deinen sĂŒssen kleinen FĂŒsschen. Dein Papa wusch danach deine FĂŒsschen wieder sauber und wickelte dich in deine erste Windel. Deine Mama schaute euch beiden dabei zu. Du warst entspannt und scheinbar zufrieden mit deiner neue Welt, blicktest aufmerksam und nuckeltest mit Genuss an deinem Daumen. Dein Papa zog dir ein graues Kleidchen mit winzigen Buchstaben darauf an. Dazu kamen sĂŒsse, passende Socken mit ( ich glaube, es waren ) Katzen darauf. Dein Papa machte ein Foto von dir und dann kam sie wieder und unausweichlich, diese Frage nach deinem Namen. Dein Papa musste lachen und schaute deine Mama bedeutungsvoll an. ZunĂ€chst fragte er zĂ€rtlich dich, wie du denn heissen möchtest, aber du tatest ihm nicht den Gefallen, die Wahl zu erleichtern. Er gab dich deiner Mama zurĂŒck, die dich kĂŒsste und weil du immer noch hungrig erschienst ( kein Wunder bei diesem Geburtsmarathon im wahrsten Sinne des Wortes ! ), durftest du erneut an ihren Busen. Dein Papa aber erhielt von mir das Formular, mit dem ich die Geburt von euch kleinen MĂ€usen offiziell bestĂ€tige. Und er brauchte nur einen winzigen Moment, bevor er deinen Namen eintrug und ich bin mir sehr sicher, er wĂ€hlte den Namen, den deine Mama sich fĂŒr dich gewĂŒnscht hatte : 🌾 MILO NIKLAS 🌾

Zauberhafter  🌾 MILO NIKLAS 🌾 ! Ob du den Weg nicht durch das Becken gefunden hast, weil der Platz nicht dafĂŒr da war, oder die Nabelschnur, die 2mal um deinen Hals gewickelt war, dich daran hinderte, tiefer zu kommen, welche Rolle spielte das in diesem Augenblick, in dem ich dich deiner Mama im OP in die Arme legen durfte! Du warst auf der Welt, du schienst gesund und deine Mama hatte mit dem Entscheid, dir auf diesem Weg das Leben zu schenken, ihre BedĂŒrfnisse, ihre WĂŒnsche fĂŒr eure Geburt zurĂŒck gestellt und dir ein gesundes, stressfreies  Ankommen ermöglicht . Neben den vielen Stunden Wehen verarbeiten war DAS ihre unvorstellbare und unglaublich starke Leistung, wofĂŒr sie alle Tapferkeits-Orden dieser Welt verdient hat, allen Respekt und alle Bewunderung  und  das schönste  Geschenk noch dazu, nĂ€mlich dich! Dein Papa, der ĂŒber all˙ die lange Zeit im GebĂ€rsaal schaute, dass es deiner Mama und mir an nichts fehlte, der mit aushielt, ausharrte, VerstĂ€ndnis zeigte, deine Mama ihren Weg gehen liess, auch er kann so stolz auf sich sein
 Deine grosse Schwester, die aufmerksam bei meinen Wochenbettbesuchen bei euch daheim alles mitverfolgte, was ich mit dir machte, bei deinem ersten Bad tatkrĂ€ftig mithalf  und wenig spĂ€ter ihre Babypuppe schon ganz fachmĂ€nnisch in meinem Wiegetuch in die Höhe hob-nebst der besten Freundin fĂŒrs Leben fĂŒr dich wird da wohl eine neue, tolle Hebamme gross werden
 Deine so wunderbare Familie, lieber 🌾 MILO NIKLAS🌾 sie wird dich durch deine Kindheit tragen, sie wird dich behĂŒten und sie wird dich lieben, geniesse sie mit vollen ZĂŒgen und sei von mir VON HERZEN WILLKOMMEN !💝 💝💝


🌾 LINA MARIE 🌾

15. Mai 2022

uckersĂŒsse, kleine 🌾 LINA MARIE 🌾, deine Mama und deinen Papa, ich kenne sie bereits von der Geburt deines grossen Bruders Elijah Noah, dessen Geburtsreise ich vor 2 Jahren hier auch schon niederschreiben durfte. Dein Bruder kam 4 Wochen zu frĂŒh auf die Welt. Als die Fruchtblase damals platzte, war ich zu diesem Zeitpunkt noch in meinen Ferien. Unser geburtsvorbereitendes GesprĂ€ch sollte eigentlich bei meiner RĂŒckkehr stattfinden und so wurden deine Eltern vollkommen unvorbereitet auf ihre Geburtsreise geschickt. Der Geburtshelfer deines Bruders war voller Geduld und liess deinen Eltern mehrere Tage Zeit, um auf die Wehen zu warten, die die Geburt voran bringen wĂŒrden. Und mir gab er so die Möglichkeit, rechtzeitig aus meinen Ferien zurĂŒck zukommen, so dass wir uns alle im GebĂ€rsaal treffen konnten, um deinen Bruder und deine Mama  bei ihrer Geburtsreise zu unterstĂŒtzen. Bis dein Bruder geboren werden konnte, vergingen viele, viele Stunden und seine Geburtsreise endete damit, dass der Geburtshelfer deinen Bruder mit Hilfe einer Geburtenzange half, zur Welt zu kommen. Auch nach der Geburt gab es einige fordernde Momente fĂŒr deine Eltern und ich kann mich noch gut daran erinnern, wie deine Mama in solchen besonders schwierigen Situationen ihre eigene Mama, die nicht mehr auf dieser Erde weilt, schmerzhaft vermisste, ihren mĂŒtterlichen Rat und die mĂŒtterliche FĂŒrsorge fĂŒr die Tochter und nun jungen Mama. Aber deine Eltern meisterten die Anfangsschwierigkeiten und wuchsen zu einer ganz zauberhaften Familie heran und der Familienhund Kalea, eine riesengrosse Dogge, die mein Hundefreundeherz bei jedem Wochenbettbesuch voller Freude höher schlagen liess, vervollstĂ€ndigte fĂŒr den Moment dieses Familienbild. Nun aber warst du unterwegs, deinen Bruder zum grossen Bruder werden zu lassen, eure Familie durch ein weiteres bezauberndes Familienmitglied zu vergrössern, zu vervollstĂ€ndigen. Deine Mama schickte mir eine ganz zauberhafte Fotocollage, auf dem dein Bruder zu sehen war, wie er ein Ultraschallbild von dir, rosa und blaue Ballone sowie eine Tafel mit deinem zu erwartenden Entbindungstermin festhielt. Ich freute mich natĂŒrlich sehr, durfte ich erneut eure Hebamme sein, war mir aber auch sehr bewusst, dass wir uns ĂŒber das Erlebte der Geburt deines Bruders erneut unterhalten werden wĂŒrden. Deine Mama spĂŒrte, dass die Erinnerungen an die  Geburt deines Bruders viele Ängste fĂŒr dein Ankommen auslösten. In den Wochen, in denen du den Bauch deiner Mama kugelrund anwachsen liessest, redeten und schrieben deine Mama und ich viel miteinander. Deine Mama sollte sich ihre Ängste und ihre BefĂŒrchtungen von der Seele reden können, sich verstanden, ernst genommen fĂŒhlen. Deine Mama hatte allergrössten Respekt vor deiner Geburt, sie freute sich soooo auf dich, aber auf das GebĂ€ren so ĂŒberhaupt nicht. Die Möglichkeit, dich durch eine geplante Bauchgeburt zur Welt kommen zu lassen, sprachen wir an, zumal du vom geschĂ€tzten Gewicht-wĂŒrdest du nicht wie dein Bruder zu frĂŒh zur Welt kommen- eher ein kleines grosses Schwergewicht werden wĂŒrdest, davor hatte deine Mama grossen Respekt . Allerdings hatte deine Mama auch grossen Respekt vor den ”Nachwirkungen” einer Bauchgeburt und die wollte sie auf keinen Fall auf sich nehmen, wenn es nicht medizinisch notwendig wĂ€re. Wir redeten ĂŒber Möglichkeiten von Schmerzlinderungen unter der Geburt und fĂŒr deine Mama war die Option, Wehenschmerz mit Hilfe einer PeriduralanĂ€sthesie oder durch eine PCA-Pumpe zu lindern, eine beruhigender Ausblick auf deine Geburt. Ich machte deiner Mama auch immer wieder Mut, dass sie nun schon als erfahrene Mama an deine Geburt gehen wĂŒrde, dass sehr hĂ€ufig Geburten beim zweiten Mal schneller und in der Regel auch leichter erlebt werden und das du uns vielleicht den Gefallen tun wĂŒrdest, mit genĂŒgend Vorarbeit durch Übungswehen in den Wochen und Tagen vor deinem Geburtstag, deinen Geburtsweg besser vorbereitet zu wissen, als es dein Bruder als FrĂŒhgeburt damals machen konnte. Du schienst uns da genau zugehört zu haben, denn die letzten Wochen und Tage vor deinem grossen Tag verunsichertest du deine Mama zunehmend, denn immer wieder waren da Wehen und ein Druck Richtung Beckenausgang, der deiner Mama das GefĂŒhl gab, das du den Startschuss fĂŒr deine Geburt geben wĂŒrdest. Das warme Entspannungsbad aber, fĂŒr uns Hebammen so ein guter Indikator zum Erkennen von Übungs- oder Geburtswehen-  nun, deine Mama badete viel in den letzten Tagen vor deiner Geburt- und dieses warme Bad zeigte jedesmal, es war einfach noch nicht Zeit fĂŒr dich und deine Geburtsreise. Dann kam der Freitag der 13. und deine Mama wollte AUF KEINEN FALL an diesem Tag dich zur Welt bringenâ˜ș, am nĂ€chsten Tag, dem Samstag, erklĂ€rte ich deiner Mama, dass ich abends mit meiner einen Tochter ins Opernhaus gehen möchte, mit meinem Kind den ersten Teil des ”Ring der Nibelungen ” von Richard Wagner sehen und hören. Und da dieser ”Ring” aus 4 Teilen an jeweils einem Abend besteht, wĂ€re es ungĂŒnstig, gleich den ersten Abend nicht mitverfolgen zu können
  Und deine Mama wollte natĂŒrlich uns den Opernbesuch ermöglichen, also einigten wir uns lachend darauf, dass du ein Sonntagskind werden solltest. Freitag, der 13. war vorbei und der Samstag kam. Deine Mama spĂŒrte-es musste ja so kommen – erneut Wehen und zeichnete diese mit Hilfe einer WehenApp auf. Sie schickte mir das Ergebnis 2 Stunden bevor ich nach ZĂŒrich losfahren wollte und hoffte so sehr, dass diese Wehen in ihrer RegelmĂ€ssigkeit und IntensitĂ€t wieder zurĂŒck gehen wĂŒrden, obwohl sie dieses Mal mit jeder Wehe einen stĂ€rkeren Druck nach unten verspĂŒrte. Deine Mama wollte auf keinen Fall, dass mein Mutter-Tochter-Abend wegen ihr nicht statt finden könne. Ich sagte meiner Tochter, dass es wohl mit uns und den Nibelungen-Töchtern nichts werden wĂŒrde und deiner Mama, dass sie den Wehentracker weglegen und sich selbst hinlegen solle. Und das machte deine Mama und gab uns 2 Stunden spĂ€ter das GO fĂŒr den Opernbesuch, die Kontraktionen waren durch das Liegen und Entspannen und mit Sicherheit auch mit ganz starkem mentalen Willen deiner Mama wieder zurĂŒck gegangen. Deine Mama wĂŒnschte uns einen schönen Abend im Opernhaus und wir schickten ihr ein Foto aus der Opernloge, auch mit dem Hinweis, dass deine Mama sich doch frĂŒh ins Bett legen solle, gut möglich ginge eure Geburtsreise noch am Abend oder in der Nacht los. Und genauso war es auch! Ich war, noch Wagners Musik im Ohr, gerade im Begriff, ins Bett zu gehen, der neue Tag gerade 1 Stunde alt, als deine Mama mir eine SMS schrieb. Sie fragte, ob ich noch wach wĂ€re und das die Kontraktionen nun alle 3 Minuten, deutlich lĂ€nger und intensiver kamen. Ich musste schmunzeln, deine Mama hatte wirklich einfach nur gewartet, dass unser Opernabend vorbei war, um dann loszulassen und dir das Startsignal fĂŒr deine Geburt zu geben. Wir telefonierten miteinander und auch am Telefon war nun deutlich zu hören, dass deine Mama definitiv Geburtswehen hatte. Deine Mama konnte es noch nicht so richtig glauben und hatte grössten Respekt davor, dass sie mich aus Luzern in den Aargau in der Nacht holt und es dann vielleicht noch gar nicht so weit wĂ€re, um in den GebĂ€rsaal zu gehen. Aber  mit der nĂ€chsten Wehe, die ich da am Telefon mit anhörte und bereits mit deiner Mama veratmete, war klar, heute wĂŒrde dein Geburtstag sein, ein Sonntagskind, so wie wir es uns ja gewĂŒnscht hatten! Ich sagte deiner Mama dass ich mich anziehen und so schnell wie möglich Richtung GebĂ€rsaal begeben wĂŒrde und bat deine Mama, dasselbe zu tun, ich hatte so beim Mithören der Wehen am Telefon das GefĂŒhl, dass deine Mama schon sehr weit unter der Geburt stehen wĂŒrde. Deine Mama musste noch den Babysitter fĂŒr deinen Bruder kommen lassen und fuhr dann mit deinem Papa los. Ich rief im GebĂ€rsaal an und meine Hebammenkollegin Ramona (1001 DANK❀!)  nahm deine Eltern schon mal in Empfang und kĂŒmmerte sich um sie, bis auch ich im GebĂ€rsaal ankam. Ramona hatte deiner Mama mit Hilfe einer PCA-Schmerzpumpe geholfen, die nun wirklich intensiven Wehen besser verarbeiten zu können. Als ich bei deinen Eltern ankam und sie beide umarmte, bedankte ich mich erstmal lachend fĂŒr die Geduld und das Ermöglichen, ins Opernhaus fahren zu können. Deine Mama drĂŒckte tapfer mit jeder Wehe den Happy Bottom-Knopf und hatte das GefĂŒhl, dass diese Art der Schmerzlinderung sich nicht so anfĂŒhlte, wie sie sich das versprochen hatte. Auch war deine Fruchtblase gesprungen, dadurch nahm deine Geburt noch einmal mehr Fahrt auf. Ich veratmete mit deiner Mama gemeinsam Wehe fĂŒr Wehe und wir beide hatten dann doch das GefĂŒhl, die eine und auch andere Wehe war durch das Schmerzmittel, dass deine Mama durch DrĂŒcken des Knopfes selbst auslöste,  doch etwas leichter zu ertragen. Dir selber ging es gut, dein kleines Herz schlug krĂ€ftig , so hörten wir es vom CTG-GerĂ€t. Dein Papa stand neben deiner Mama, hielt ihre Hand , streichelte sie, gab ihr Wasser zum trinken und  liess sie spĂŒren, dass egal was er fĂŒr deine Mama tun könnte, er es auch tun wĂŒrde. Ich untersuchte deine Mama vorsichtig und konnte ihr mitteilen, das sie bereits ganze 9 von 10 Zentimeter geschafft hatte, eures Geburtsweges zu öffnen. So schnell ging deine Geburt voran, so gegensĂ€tzlich zum langen Geburtsverlauf deines Bruders ! Auch euer Geburtshelfer war nun bei  uns im GebĂ€rsaal, denn die Chance, dass du sehr schnell geboren werden wĂŒrdest, war da. Aber es war da auch die Angst, die Angst von deiner Mama, dass sie es nicht schaffen wĂŒrde, sie fĂŒhlte sich im Moment hilf- und kraftlos und ich glaube, dass vor allem die Erinnerungen an die Geburt deines Bruders deiner Mama nun allen Mut nahmen. In solchen Situationen mĂŒssen wir als Geburtshilfeteam sehr schnell die richtige Entscheidung treffen, die der Mama und dem Kind hilft durch diese Phase der Geburt zu kommen. Manchmal schaffen wir es, die Frau noch einmal so zu stĂŒtzen und ihr Mut und Selbstvertrauen zu geben, dass sie auch noch die letzten Minuten der Geburt durchsteht,  im Bewusstsein, dass das Aktiv werden, das bewusste Mitschieben der Frau noch einmal ungeahnte Energien in den Frauen zu Tage kommen lassen und manchmal macht es mehr Sinn, die Frau aus dieser angstvollen Situation zu nehmen und ihr mit Hilfe einer PeriduralanĂ€sthesie die Geburtsschmerzen zu lindern, die Ängste zu nehmen und so die Entspannung zu erreichen, auch wenn es unter UmstĂ€nden die Geburt verlĂ€ngert. ( Ich sage gerne diesem Argument entgegnend, dass den Frauen, sollten sie schmerzfrei sein, die Dauer der Geburt absolut egal ist, Hauptsache ihrem Kind und ihnen geht es gut ). Und so war es auch bei deiner Mama : obwohl die Geburt fast geschafft war, konnten wir nicht mit Sicherheit mit deinem Ankommen in den nĂ€chsten Minuten rechnen. Der Muttermund war noch nicht ganz geöffnet und dein Köpfchen war zwar im Becken deiner Mutter gut platziert, aber es brauchte auch da noch einiges an Wehen, damit du durch das Becken deiner Mama rutschen konntest . Und weil wir wussten, dass du um einiges schwerer werden wĂŒrdest, als dein Bruder und wir dieses Mal auch die Geburtenzange wenn möglich nicht zum Einsatz kommen lassen wollten, rief euer Geburtshelfer unseren AnĂ€sthesisten, damit dieser deiner Mama die schmerzlindernde PDA legen konnte. Da meine Kollegin Ramona bereits die dafĂŒr notwendigen Blutwerte bestimmt hatte, konnte der AnĂ€sthesist schnell und unkompliziert deiner Mama helfen ( die Hilfe der Schmerzpumpe war nun nicht mehr erforderlich ). Schnell wirkte die PDA und schnell konnte deine Mama sich entspannen, von Wehe zu Wehe spĂŒrte sie weniger Schmerz und war so erleichtert. Auch dein Papa atmete erleichtert auf, zu sehen , wie es deiner Mama wieder besser ging und zu hören, dass du die ganze Zeit wunderbar mit deinen Herztönen mitmachtest, beruhigte auch ihn. Ganz wenig spĂŒrte deine Mama die Wehen noch auf einer Seite und ich zeigte deinem Papa, wie er mit Hilfe seiner HĂ€nde sanfte vibrierende und fĂŒr deine Mama gut tuende  Bewegungen am Becken deiner Mama erzeugen konnte und diese Bewegungen auch dir helfen sollten, den Weg durch das Becken deiner Mama leichter zu finden. Nun war es fĂŒr deine Eltern auch wieder möglich, Musik wahr zu nehmen und sie merkten, dass offensichtlich die genau gleiche  Playliste aus dem GebĂ€rsaallautsprecher kam, wie bei der Geburt deines Bruders. Beethovens Mondscheinsonate und Bizets Musik aus seiner Oper ”Carmen” begleiteten dein Ankommen in diese Welt. Deine Mama zeigte mir ihr Medaillon, welches sie um ihren Hals trug. Sie hatte es sich von ihrer Schwester ausgeborgt und als sie es öffnete, zeigte sie mir das Bildnis ihrer Mama, deiner Grossmutter, die du zwar nie persönlich kennen lernen kannst, aber jetzt , in diesem so wertvollen Augenblick deiner Geburt, deiner Mama doch auf diesem Wege so nahe stand. Inzwischen war der Muttermund deiner Mama ganz auf und deine Mama hatte nun auch wieder die Kraft, verschiedene Positionen auf dem Bett auszuprobieren, die dir helfen sollten , leichter den Weg zum Beckenausgang zu finden. In der 4-FĂŒssler-Position spĂŒrte deine Mama den stĂ€rksten Druck deines Köpfchens und so verharrte sie einige Wehen und gab dir den bestmöglichen Platz , um tiefer zu kommen. Viele Wehen waren es nicht, die deine Mama so verharren musste, denn schon bald wollte deine Mama intensiver mitschieben und schon bald konnten dein Geburtshelfer und ich die vielen dunklen Haare deines Köpfchens sehen. Deine Mama setze sich nun aufrecht ins Bett und ich ermutigte sie, dein Köpfchen zu berĂŒhren, damit auch deine Mama sich sicher sein konnte, das du nun soweit warst, geboren zu werden. Dein Papa stĂŒtze deine Mama wĂ€hrend sie mit den nĂ€chsten Wehen mitschob , was sie konnte.  Wenige Augenblicke spĂ€ter wurdest du in meine HĂ€nde geboren, ohne das wir helfen mussten, deine Mama schaffte das ganz alleine ! Sofort streckte deine Mama dir ihre HĂ€nde entgegen und legte ich dich deiner Mama in ihre Arme. Deine Eltern hiessen dich Willkommen und beiden liefen die TrĂ€nen die Wangen hinunter. TrĂ€nen des GlĂŒcks, TrĂ€nen der Erleichterung, TrĂ€nen der Liebe die sie in diesem Augenblick spĂŒrten. Wir hĂŒllten dich in dein lachsfarbenes, warmes, weiches Geburtstuch und dein Papa hielt deine Mama in seinen Armen und deine Mama dich und du öffnetest deine grossen dunklen Augen. “ Hallo kleine Maus ” begrĂŒsste dich deine Mama, wĂ€hrend dein Papa ganz vorsichtig deine weiche Haut an deinem Arm streichelte. Und er kĂŒsste deine Mama so voller Liebe auf die Stirn, im Bewusstsein und in Dankbarkeit, was deine Mama die letzten Stunden  geleistet hatte. Zusammen mit eurem Geburtshelfer durchtrennte er deine Nabelschnur, als diese nicht mehr pulsierte und obwohl dein Papa es sich erst nicht hat vorstellen können, dies zu tun, traute er es sich nun doch. WĂ€hrend die Placenta geboren wurde, zeigtest du uns bereits deutlich, dass der Busen deiner Mama fĂŒr dich jetzt der ideale Platz wĂ€re. Beide deiner HĂ€nde gingen in deinen Mund und du schautest mich dabei mit grossen Augen an. Bevor du aber deinen Hunger stillen konntest, schaute dein Geburtshelfer schnell, ob Herz und Lunge richtig arbeiteten und wir waren so neugierig auf dein Gewicht! Also legte dich dein Papa rasch auf die Waage und die zeigte ein knappes Kilo mehr an, (genauer gesagt 4065 g), als wir bei deinem  Bruder damals gewogen hatten ! Wer so schwer war, der durfte auch den Hunger wie du haben, also durftest du sogleich an die Brust deiner Mama und trankst bereits so eindrĂŒcklich, als ob du schon Ewigkeiten in Mamas Bauch dafĂŒr geĂŒbt hattest
Inzwischen war es Sonntag Morgen und das Tageslicht liess den  GebĂ€rsaal hell erscheinen. Ich machte ein Foto von dir, gestillt an der Brust deiner Mama in deinem farbigen Geburtstuch und deine Mama, sie strahlte so und sah so wunderschön aus ! Ich zeigte deinen Eltern die Placenta , die passend zu dir recht gross war und wir machten ein Erinnerungsfoto von dir mit deinem ”Mutterkuchen”. Dein Papa hatte zwar die Nabelschnur bereits schon durchtrennt, aber es war immer noch ein langes StĂŒck davon an deinem Nabel und deshalb griff nun deine Mama zur Schere und durfte nun ebenfalls deine Nabelschnur durchtrennen und kĂŒrzen.  Ein gelbes BlĂŒmchen mit grĂŒnem Blatt suchten sich deine Eltern fĂŒr dein NabelschnurbĂ€ndchen aus und dein Papa band diese Blume nun um den Rest der Nabelschnur an deinem Nabel. Du warst dabei die ganze Zeit wach und aufmerksam und sahst so bezaubernd und vor allem entspannt aus, bereits angekommen im wahrsten Sinne des Wortes ! FussabdrĂŒcke von dir wurden als Erinnerung gemacht und deine Mama fotografierte deinen Papa, wie er dir die Stempelfarbe wieder von deinen FĂŒsschen wusch. Einen strahlend weissen Body mit winzigen Sternen darauf zogen dir deine Eltern gemeinsam an. Ein gelber Strampler mit ebenfalls winzigen Sternchen gab es darĂŒber und an deine FĂŒsschen kamen bordeaux-farbige warme Socken. 

Wundervolle 🌾 LINA MARIE 🌾, das sonst ĂŒbliche Namenskettchen, welches meine Papas fĂŒr ihre Babys auffĂ€deln und sich fĂŒr eine Perlenfarbe entscheiden mĂŒssen- bei dir mussten wir damit warten, noch waren sich deine Eltern nicht sicher, welchen Namen du letztendlich erhalten solltest. Sie wollten dich erst ein paar Stunden bestaunen, dich geniessen und sich dann festlegen. Die letzten Minuten im GebĂ€rsaal- ich ĂŒberliess dich deinen Eltern und sie betrachteten dich, sahen dich verliebt an und du schienst auch sie bereits intensiv zu beobachten. Diese wunderschönen, friedvollen Momente nach einer aufregenden Nacht- ich hielt sie mit meiner Kamera fest und ich bin mir sicher, dass bei jedem deiner nun folgenden Geburtstage diese Fotos besonders und mit Liebe betrachtet werden und ich bin mir sicher, es werden schöne Erinnerungen sein, die deine Eltern dann haben werden. Lass dir irgendwann davon erzĂ€hlen und 

Sei von mir VON HERZEN WILLKOMMEN 💝💝💝


🌾 VALENTINA AURORA 🌾

6. Mai 2022

Zauberhafte 🌾 VALENTINA AURORA 🌾, du MĂ€dchen mit dem wunderschönen Namen! Deine Eltern wĂ€hlen Namen ganz nach meinem Geschmack, denn auch deine grosse Schwester bekam zu ihrer Geburt den ebenfalls wunderschönen Namen AMALIA MARIA geschenkt. Und eigentlich war vorgesehen, dass ich damals auch bei ihr deine Eltern wĂ€hrend ihrer Geburt begleite. Der damalige Geburtshelfer aber empfahl deinen Eltern eine andere Geburtsklinik fĂŒr die Geburt aufzusuchen und da ich dort nicht als Beleghebamme akkreditiert bin, erlebten deine Eltern die Geburt deiner Schwester ohne mich und deine Mama erzĂ€hlte mir spĂ€ter im Wochenbett, dass ich dann wieder begleitet habe, wie enttĂ€uscht sie ĂŒber den Ablauf der Geburt war, sie hĂ€tte sich einfach mehr UnterstĂŒtzung gewĂŒnscht
.. Amalia war knapp 2,5 Jahre alt, als ich ein zuckersĂŒsses Foto von ihr mit deiner Mama bekam und der AnkĂŒndigung, dass du ebenfalls auf diesem Foto warst, allerdings noch winzig klein im Bauch deiner Mama, Amalia wĂŒrde zur grossen Schwester werden! Und dieses Mal, so der feste Plan deiner Mama, sollte ich sie nicht nur in Schwangerschaft und Wochenbett begleiten, dieses Mal sollte ich auch bei deinem Ankommen in diese Welt mit dabei sein dĂŒrfen! Ich freute mich so sehr darauf, denn deine Mama, so sagt mein erfahrenes Hebammenauge, war ein Garant fĂŒr eine wundervolle, selbstbestimmte Geburtsreise, im Laufe der Jahre bekommen wir Hebammen dafĂŒr einen Blick 😊. Schon Amalias Geburt ging geburtstechnisch schnell und relativ komplikationslos und ich teilte deiner Mama in meiner Praxis mein gutes GefĂŒhl, was deine Geburt anbelangt, mit und schĂ€tzte es als grösste Herausforderung fĂŒr deine Geburt, dass sowohl du mit deiner Mama noch UM dich herum die Fahrt in den GebĂ€rsaal schaffst, als das auch ich, die um einiges entfernter vom GebĂ€rsaal wohnt, rechtzeitig im GebĂ€rsaal ankomme bevor du deinen ersten Atemzug machst
.Eure Schwangerschaft war eher turbulent, von der fĂŒr die Zeit typische COVID 19 Infektion, ĂŒber vorzeitige Wehen bis zu Magen-Darm Infekten, sie liessen deine Mama nie so richtig zur Ruhe kommen und zu allem Übel schicktest du durch deine schon tiefe Lage immer mal wieder GrĂŒsse in Form von gefĂŒhlten 

”Stromstössen” in Richtung Oberschenkel deiner Mama, die sie um den Schlaf brachten. Ich empfahl deiner Mama, dass dein Papa mit Hilfe eines Tuches vorsichtig das Becken deiner Mama ”schĂŒtteln” sollte, so dass du mit deinem Köpfchen eine andere Position einnehmen und Druck entlasten wĂŒrdest und dein Papa machte es offensichtlich so perfekt, denn deine Mama spĂŒrte jedes Mal eine Erleichterung von ihrem Schmerz. ( und ich will jetzt eigentlich noch gar nicht vorgreifen, aber diese ”SchĂŒttel-Massage ” lasse ich meine Papas hĂ€ufig im GebĂ€rsaal mit einem Rebozo-Tuch bei ihren Frauen anwenden, damit ihr kleinen MĂ€use leichter den Weg durch das Becken findet, zum GlĂŒck hat dein Papa es noch wĂ€hrend der Schwangerschaft ausprobieren können, wĂ€hrend deiner Geburt blieb dafĂŒr keine Zeit 😉). 4 Wochen vor deiner Geburt meldete sich deine Mama mit gefĂŒhlten Wehen, ich war eigentlich auf dem Weg in ein Konzert und deine Mama legte sich in die Badewanne und ihr beide tatet mir den Gefallen, so zu entspannen, dass es nicht zu stĂ€rkeren Wehen kam, sondern du offensichtlich einfach schon ordentlich fĂŒr dein Ankommen trainiertes. 3 Tage spĂ€ter musste ich deiner Mama mitteilen, dass auch ich nun einen positiven Covid Test hatte und ich so fest hoffte, dass du und deine Mama auch noch die nĂ€chsten 2 Wochen nicht ans gebĂ€ren denken wĂŒrdet und ihr 2 tatet mir diesen Gefallen und harrtet tapfer aus ( und wartetet deshalb auch, weil nicht nur ich nicht zur Geburt wĂŒrde kommen können, sondern auch euer Geburtshelfer noch in den Ferien war ). Dann brach die letzte Woche vor deinem errechneten Entbindungstermin an, deine Mama war inzwischen recht angespannt und wartete sehnsuchtsvoll auf dich. Du ĂŒbtest  zwar weiter fleissig fĂŒr deinen grossen Tag, aber den Startschuss fĂŒr deine Reise in die Arme deiner Mama wolltest du noch nicht geben. Wie immer, wenn es noch ein wenig Geduld und guten Mut braucht, biete ich meinen Frauen an, bei mir in der Praxis vorbei zu kommen. Bei Cappuccino und Kinderschokolade, einem offenen Ohr meinerseits fĂŒr alle Sorgen und Gedanken der Frauen und den einen und auch anderen Geburtsgeschichten von mir, klappt es in der Regel, meinen zukĂŒnftigen Mamas die notwendige StĂ€rke fĂŒr das geduldige Abwarten zu geben. Deiner Mama öffnete ich die PraxistĂŒr und wunderschön und strahlend stand sie mit einem traumhaften Tulpenstrauss fĂŒr mich in der Hand da. Viel zu gut sah deine Mama noch aus und das sagte ich ihr auch lachend
  Wir besprachen zusammen, was deine Mama im Moment beschĂ€ftigte und ich konnte deiner Mama auch schon die Ursache fĂŒr manche Wewehchen mitteilen: du warst schon so in der Startposition, da dĂŒrfen die werdenden Mamas selbstverstĂ€ndlich nervös werden! NatĂŒrlich sprachen wir auch ĂŒber deine zu erwartende Geburt und deine Mama hatte im Fernsehen eine Dokumentation ĂŒber Geburten gesehen, offensichtlich waren dort viele Frauen zwar unter der Geburt in der Geburtswanne, gingen dann aber fĂŒr die ”eigentliche” Geburt an ”Land” bzw auf das Entbindungsbett. Deine Mama fragte mich, ob denn Wassergeburten so aussehen wĂŒrden und ich verneinte und zeigte ihr ( diversen Social Media-KanĂ€len sei Dank!) wunderschöne Videos von Geburten in der Badewanne oder in Geburtspools daheim. Wir beide schauten fasziniert, wie die kleinen Menschenbabys da ihren Mamas entgegen geschwommen kamen und deine Mama und auch ich hofften, dass du auch diesen Weg nehmen wĂŒrdest! Ich war gespannt, ob die Tulpen deiner Mama, die ich nun jeden Tag daheim genoss, noch blĂŒhen wĂŒrden, wenn du zur Welt kommen wĂŒrdest, aber du ( ja nun- MĂ€dchen halt 😎 ) liessest dir Zeit! Deine Mama und ich peilten den 1.Mai fĂŒr deine Geburt an, immerhin der ”Tag der Arbeit” und harte Arbeit ist so ein Geboren werden und gebĂ€ren zu 100 Prozent! An diesem Tag gab mir deine Mama noch eine ”entspannte Lage” aus dem Aargau per SMS durch, am Abend dann aber kam die Nachricht von höchst regelmĂ€ssigen Kontraktionen, die deine Mama spĂŒrte, deine Mama war ĂŒber dem Entbindungstermin, wir alle warteten auf dich, also los! Am nĂ€chsten Morgen schrieb mir deine Mama, dass wieder alles ruhig in ihrem Bauch war und ich schrieb lachend zurĂŒck, dass deine Mama mir einen starken Kaffee schuldete, damit ich, die die ganze Nacht in Erwartung, dass mein Telefon dich ankĂŒndigte, kaum ein Auge zu getan hatte, den Arbeitstag ĂŒberstehen wĂŒrde
.Es hiess weiter Geduld haben, deine Mama lenkte sich mit Einkaufen ab und rollte bei euch daheim auf einem Pezziball umher. Am Vorabend deiner Geburt schrieb ich deiner Mama, dass ich mir die Haare waschen wĂŒrde und ihr MĂ€use hĂ€ufig ( warum auch immer ) dann euren Startschuss geben wĂŒrdet und siehe da, der neue Tag war knapp eine Stunde alt, da schrieb mir deine Mama, ob meine Haare wieder trocken wĂ€ren und wir telefonieren könnten, sie fĂŒhlte Wehen, die sich so ganz anders anfĂŒhlten als sonst. Wir telefonierten natĂŒrlich sofort miteinander und es war ganz klar, heute wĂŒrde DEIN Tag werden! Deine Eltern organisierten den Babysitter fĂŒr deine Schwester und ich beeilte mich, in den Aargau zu kommen, wir wĂŒrden uns nicht mehr in meiner Praxis vorher treffen, zu eindeutig war es, dass deine Mama und du  nun sich auf eurer Geburtsreise  befanden. Statt dessen rief ich meine Kollegin Gina an ( wie immer -1001 Dank ❀ !), bat sie, schon alles fĂŒr dich und deine Eltern vorzubereiten und vor allem, deiner Mama die GebĂ€rwanne mit warmen Wasser zu fĂŒllen. Ich briefte Gina mit den WĂŒnschen deiner Mama fĂŒr deine Geburt, fĂŒr den Fall, dass ich es nicht mehr rechtzeitig in den GebĂ€rsaal schaffen wĂŒrde, drĂŒckte dabei aber noch etwas mehr das Gaspedal meines Autos herunter, denn ich wollte ja unbedingt bei deiner Geburt mit dabei sein! Und ja, als ich in den GebĂ€rsaal kam, lag deine Mama auf der Seite im Entbindungsbett, du noch eindeutig im Bauch deiner Mama! Wir beide umarmten uns erleichtert, wir BEIDE waren glĂŒcklich, dass wir uns sahen und auch deinen Papa umarmte ich nun. Vom CTG hörten wir deinen munteren Herzschlag, Wasser lief in die Wanne und deine Mama sagte mir, dass sie bereits merken wĂŒrde, wie du mit deinem Köpfchen tiefer durch das Becken kommen wĂŒrdest. Vorsichtig untersuchte ich deine Mama, sie hatte bereits 8 der 10 Zentimeter eures Geburtsweges geschafft und es wurde höchste Zeit, dass deine Mama wenigstens die letzten Wehen nun im warmen Wasser erleben dĂŒrfte. Es war 3 Uhr morgens, gemeinsam mit deinem Papa half ich deiner Mama, die Stufen in die Wanne zu steigen. FĂŒr das Abspielen der Geburtsmusik hatten wir keine Zeit mehr, immerhin und wenigstens das, schaffte ich es noch, das Licht im GebĂ€rzimmer zu dimmen und ein paar Tropfen Rosenöl dem Wasser beizumischen, du solltest unbedingt mit dem Duft der Liebe geboren werden!  Auch euer Geburtshelfer war unterwegs zu uns. WĂ€hrend deine Mama sich in der Badewanne von deinem Papa ein Glas Wasser zum Trinken in der Wehenpause geben liess, begab sie sich beim Einsetzten der nĂ€chsten Wehe  in die 4 FĂŒssler-Position. Ganz wunderbar veratmete sie die Wehe und schob auf dem Wehenhöhepunkt, durch den  Druck den du mit deinem Köpfchen ausĂŒbtest, bereits schon mit. 2 Powerfrauen , so eng verbunden,  taten da intuitiv das von der Natur her vorgesehene. 2 Wehen spĂ€ter, euer Geburtshelfer trat gerade in dem Augenblick zu uns an den Wannenrand, wurde dein Köpfchen zur HĂ€lfte geboren. Deine dunklen Haare waren zu sehen, aber noch fehlte dein Gesicht. Sehr hĂ€ufig macht ausgerechnet dann die Natur eine Wehenpause, Zeit um noch einmal Kraft und Energie zu holen, sich zu sammeln, den Augenblick bewusst werden zu lassen und auch den Platz fĂŒr das restliche Köpfchen langsam zu dehnen. FĂŒr die werdende Mama in der Regel ein unvorstellbarer Schmerz, den es zu veratmen gilt. Deine Mama sprach in diesem Augenblick mit dir, sie hoffte, dass du das anstĂ€ndigste Kind auf Erden werden wĂŒrdest â˜ș .  Ich schlug deiner Mama vor, noch einmal die Position zu wechseln und sich aufrecht hin zu setzen. Das tat sie und mit der nĂ€chsten Wehe wurde dein ganzes Köpfchen geboren. Ich sagte deiner Mama, sie kann dein Köpfchen berĂŒhren, dieser Augenblick, wo ihr Babys ”zwischen 2 Welten” seid, ein so besonderer Moment ! Die nĂ€chste Wehe rollte heran und auch dein Körper wurde nun geboren. Stand ich bisher nur beobachtend und deine Mama motivierend am Badewannenrand, fingen nun meine HĂ€nde dich unter Wasser auf und hielten dich. Noch warst du komplett unter Wasser, du wĂŒrdest erst deinen ersten Atemzug machen, wenn dein Gesicht die WasseroberflĂ€che erreicht. Deine Mama versorgte dich weiterhin ĂŒber die Nabelschnur mit Sauerstoff im Blut und so bat ich deine Mama, gemeinsam mit deinem Papa und uns, eurem Geburtshilfeteam, diesen so einzigartigen Moment zu geniessen, dich unter Wasser zu betrachten und nach dem Bedarf deiner Mama von ihr an die WasseroberflĂ€che geholt und in die Arme deiner Mama zu dĂŒrfen. 03:14 Uhr zeigte die GebĂ€rsaaluhr als deine Geburtszeit an, so schnell und so wunderschön, wie ich es vorausgesagt hatte, bist du in diese Welt geschwommen. Deine Mama hielt dich in ihrem Arm, ein Tuch wĂ€rmte dich vor der kĂŒhlen Aussenluft, das Wasser der Wanne hielt dich ebenso warm. Deine Mama streichelte dich und schnell wurdest du sehr ruhig, deine Hautfarbe wurde rosig und es sah danach aus, dass du dich mit deiner neuen Welt, ausserhalb Mamas GebĂ€rmutter anfreunden wĂŒrdest.Du öffnetest deine Augen und blinzeltest deine Mama an, „Hi, mein Schatz!” sagte sie zu dir und streichelte dich weiter. Dein Papa hockte  gerĂŒhrt neben euch beiden, TrĂ€nen des GlĂŒcks liefen ĂŒber sein Gesicht. Als du noch etwas die Kraft und die LautstĂ€rke deiner Stimme ausprobiertest, wiegte dich deine Mama beruhigend in ihren Armen. Und dann entdecktest du sie : deine Fingerchen! Die wanderten nĂ€mlich sofort in deinen Mund, offensichtlich hatte da jemand Hunger! 15 Minuten nach deiner Geburt war kein Pulsieren in der Nabelschnur mehr zu tasten, du hattest dich zum ersten Mal von deiner Mama abgenabelt ( es werden noch viele Abnabelungsprozesse in deinem Leben folgen ) und dein Papa durchtrennte mit Hilfe eures Geburtshelfers deine Nabelschnur, ”wie der BĂŒrgermeister” pflegt euer Geburtshelfer in diesem Augenblick mit einem Schmunzeln zu sagen. Deine Mama spĂŒrte da bereits schon, dass die Placenta darauf wartete, geboren zu werden und deine Mama gab dich deinem Papa in die Arme, dein Geburtstuch, welches eine dunkelrote-violette Farbe hatte, holte er vorher aus dem WĂ€rmeschrank, wĂ€hrend dein Geburtshelfer und ich deine Mama dabei stĂŒtzten, um aus der Wanne zu kommen, in warme TĂŒcher gehĂŒllt zu werden und sich zum Ausruhen ins Bett zu legen. Die Placenta, die dann genauso unkompliziert wie du geboren wurde, schauten wir uns gemeinsam an. Wie schon bei deinem Köpfchen unmittelbar nach der Geburt, empfahl ich auch jetzt deinen Eltern, die Nabelschnur und die EihĂ€ute anzufassen, nicht oft in seinem Leben kommt Frau und Mann dazu, so etwas zu berĂŒhren ( Hebammen und Geburtshelfer ausgenommen 😊). Und wĂ€hrend euer Geburtshelfer mit deinem Papa gemeinsam nachschaute, ob du gesund und alles mit dir in Ordnung ist, schrieb deine Mama deinen wunderschönen Namen in die Formulare, die deine Geburt verkĂŒnden wĂŒrden und sie sah stolz und glĂŒcklich dabei aus. Nachdem du bei deiner Mama deine ersten Tropfen Muttermilch getrunken hast, legte dich dein Papa auf die Waage. Stolze 3810 g warst du schwer, bei weitem kein Leichtgewicht und doch scheinbar so leicht und sanft geboren! Von meinen NabelschnurbĂ€ndchen suchten deine Eltern sich einen Löwen aus und dein Papa band diesen fest um den Rest deiner Nabelschnur. Wir nahmen FußabdrĂŒcke mit blauer  Stempelfarbe und dein Papa reinigte danach deine FĂŒsschen wieder. Und dann war da so ein Augenblick, in dem die Zeit innehalten musste, deine Mama schaute dich glĂŒcklich an und dein Papa legte seinen Arm um deine Mama, streichelte sie vorsichtig  und betrachtete dich ebenfalls mit einem LĂ€cheln im Gesicht. „Wir haben uns so auf dich gefreut“ sagte deine Mama zĂ€rtlich zu dir. Das sind diese Momente, die meinen Beruf so wertvoll machen- dabei sein zu dĂŒrfen, wenn bedingungslose Liebe entsteht!

Kleine sĂŒsse 🌾 VALENTINA AURORA 🌾 nach diesem so wertvollen Moment wickelte dich dein Papa in deine erste Windel. Er holte deine Kleidchen aus dem WĂ€rmeschrank und aus der riesigen Auswahl, die ihm da zur VerfĂŒgung stand, sollte er auf Wunsch deiner Mama etwas heraussuchen, was unbedingt rosarot war und Sterne darauf hatte. Und so zog er dir einen weissen mit Sternen ĂŒbersĂ€ten Body und einen rosaroten Strampler mit 3 kleinen Vögeln darauf an. Ein rosa MĂŒtzchen mit kleinen Herzen darauf schĂŒtze dein Köpfchen vor KĂ€lte. Deine Namenskette fĂ€delte dein Papa mit gelben Perlen auf. Deine Mama, sie stand nun auf, erfrischte sich kurz und legte dich in dein Baby-Bettchen. Sie lief, dich vor sich herschiebend, hinĂŒber auf die Wochenstation in ihr Zimmer. Dort eingerichtet merkten deine Mama und dein Papa, dass die lange, aufregende, ereignisreiche und schlaflose vergangene Nacht nun deine Eltern sehr mĂŒde werden liess. Und wĂ€hrend dein Papa sich nun am Morgen daran machte, zu deiner grossen Schwester zu fahren, um ihr von dir zu berichten, fragte mich deine Mama, ob in der Zeit, in der ich noch alle Papiere deiner Geburt schreiben mĂŒsste, sie dir mich anvertrauen dĂŒrfte, damit sie ein wenig Schlaf nachholen könne. Wie gerne habe ich diesen Wunsch erfĂŒllt, ganz nah bei  mir haben du und ich deine Geburt dokumentiert, alle Messwerte in eure Akten eingetragen und die Barbara-BlĂŒmchen in deinen Geburtenpass gemalt. So schön, hatte deine Mama das Vertrauen in mich und durfte ich dich ganz fĂŒr mich alleine geniessen. BehĂŒtet warst du vom ersten Moment deines Lebens, bleib auch den Rest in deiner wundervollen Familien behĂŒtet und sei von mir

VON HERZEN WILLKOMMEN 💝💝💝


🌾ANDRIN MYLES 🌾

11. April 2022

SĂŒsser, kleiner und doch schon so grosser 🌾ANDRIN MYLES 🌾, als deine Mama und ich das erste Mal miteinander telefonierten, suchte deine Mama eigentlich eine Hebammenbetreuung fĂŒr die Zeit nach deiner Geburt und weil ich quasi um die Ecke bei euch meine Praxis habe, schien es fĂŒr deine Mama die nahe stehendste Lösung, dass ich euch als Wochenbetthebamme betreuen wĂŒrde. Das ich als Beleghebamme nur im Ausnahmefall nur das Wochenbett betreue ohne auch die Geburt begleitet zu haben, diese Arbeit eigentlich meinen Hebammenkolleginnen ĂŒberlasse, die keine aktive Geburtshilfe anbieten, erklĂ€rte ich deiner Mama am Telefon. Aber deine Mama wurde bei dem Begriff ” Beleghebamme ” hellhörig, sie liess sich von mir erklĂ€ren, was es heissen wĂŒrde, eine Beleghebamme fĂŒr die Geburt und das Wochenbett zu engagieren und wollte daraufhin ein erstes KennenlerngesprĂ€ch mit mir vereinbaren. Als du dann mit deiner Mama um dich herum in meiner Praxis standest, sah ich eine sehr sympathisch wirkende, sportliche Frau und mein erster Gedanke war, deine Mama wird sicher ganz wunderschön und leicht durch deine Geburt gehen ( wir Hebammen sind ja in der Regel durch und durch optimistische Persönlichkeiten â˜ș ). Dann erzĂ€hlte mir deine Mama aber die Geschichte der Geburt deiner grossen Schwester. Viele, viele, viele Stunden hatte deine Mama alles, aber wirklich alles geburtshilflich mögliche versucht, damit deine Schwester ihren ersten Atemzug im GebĂ€rsaal hĂ€tte machen können, viele Hebammen lernte deine Mama und dein Papa in dieser Zeit kennen, dann, als der Geburtsweg parat gewesen wĂ€re, damit deine Schwester geboren wĂŒrde, kam aber ihr Köpfchen nicht durch das Becken. Der Geburtshelfer deiner Schwester, der fĂŒr seine Geduld geschĂ€tzt wird, liess auch deiner Schwester und deiner Mama gefĂŒhlt noch einmal eine Ewigkeit Zeit, bevor sich deine Eltern mit ihm und der Hebamme entschieden, deine Schwester durch eine Bauchgeburt zur Welt kommen zu lassen. Deine Schwester kam als sogenannter „Sternengucker ” zur Welt, hatte also ihr Gesicht Richtung Himmel gedreht, statt in die vorteilhaftere Position nach unten und auch die Entwicklung bei der Geburt aus dem Bauch deiner  Mama war nicht ganz so einfach, deine Mama hatte keine guten Erinnerungen an diesen so speziellen Moment. 2 Tage hatte deine Mama gekĂ€mpft und alles gegeben, die Erschöpfung, die nach so einem  wahren Geburtsmarathon eintritt und natĂŒrlich auch die EnttĂ€uschung ist nur zu verstĂ€ndlich. Deine Mama hĂ€tte unmittelbar nach so einer Geburt eine verstĂ€ndnisvolle Begleitung gebraucht, aber die Hebammen hatten offensichtlich damals viel zu tun, nahmen Mann und Baby nach der Geburt mit und brachten deine Schwester gewogen und angezogen deiner Mama wieder. Dieses nicht alleine gelassen werden nach der Geburt, das wĂŒnschte sich deine Mama nun von mir und sie sagte mir auch, dass auch du durch eine Bauchgeburt zur Welt kommen solltest, denn deine Mama wollte nicht noch einmal sich auf einen Geburtsmarathon mit ungewissem Ausgang und den Risiken, die eine vorhandene Bauchgeburtsnaht an der GebĂ€rmutter birgt, einlassen. Ich sagte deiner Mama zwar, dass ”mein BauchgefĂŒhl” bei deiner Mama „ SuperpowerkrĂ€fte ” fĂŒr deine Geburt vorher sah und mit einer guten 1:1 Betreuung und der Vorarbeit, die deine Schwester wĂ€hrend ihrer Geburt schon geleistet hatte, glaubte ich, dass deine Geburt soviel kĂŒrzer dauern wĂŒrde, als die deiner Schwester und wenn du auch noch mit deinem Köpfchen die richtige ”Abzweigung” im Becken deiner Mama nehmen wĂŒrdest und nicht die ”Sternenguckerposition” bevorzugen wĂŒrdest, nun, ich hatte einfach dieses GefĂŒhl, deine Mama hĂ€tte die Chance, dich im GebĂ€rsaal zur Welt zu bringen
. Deine Mama wollte sich sicher noch einmal darĂŒber Gedanken machen, wir besprachen aber dennoch den Ablauf einer Bauchgeburt, so wie ich sie ĂŒblicherweise begleite und ich versprach deiner Mama , dich nicht von ihr nach deiner Geburt zu trennen, sondern deine Mama sollte mit deinem Papa gemeinsam dich nach deiner Geburt ausgiebig geniessen und erst viel spĂ€ter mit deinem Papa zusammen dich wiegen, messen und ankleiden. Kleiner Mann, so nannte deine Mama dich, wenn wir in der weiteren Zeit der Schwangerschaft, in der du den Bauch deiner Mama immer wie grösser werden liessest, ĂŒber dich redeten. Und es wurde immer wie eindeutiger, dass du so klein eben gar nicht vor hattest, bei deinem Ankommen in diese Welt zu sein. Die Ultraschallbilder schĂ€tzten dich auf ĂŒber 4000g  und auch dein Köpfchen wuchs ordentlich und passend zum Gewicht. Dein Papa, so erzĂ€hlte mir deine  Mama, war zur Geburt noch einmal deutlich schwerer und wer weiss, wieviel Gramm du noch zusĂ€tzlich zugenommen hĂ€ttest, wenn wir nun nicht deine Geburt vor dem eigentlichen Geburtstermin geplant hĂ€tten. Deine Mama, die wusste nĂ€mlich nun, dass sie mit dieser Ausgangslage den sichersten Weg mit dir gehen wollte, den Weg einer geplanten Bauchgeburt und wir, die sich um dich und deine Mama und deinen Papa bei deiner  Ankunft  auf dieser Welt kĂŒmmern wĂŒrden, wir wĂŒrden unser Bestes geben, dein Ankommen und diesen Tag so schön und bedeutsam zu gestalten, wie es der Geburt eines neuen Menschenwesens wĂŒrdig war. Das erste Datum, dass deine Eltern fĂŒr deine Geburt vorgeschlagen bekamen, war 4 Tage vor deiner Geburt, an einem Abend wurde der OP-Termin vorgeschlagen. Deine Mama hatte aber ungute Erinnerungen an die Geburt deiner Schwester, die etwa zur gleichen Zeit zur Welt kam und diese Erinnerungen, dass sie sich dann in der Nacht alleine und  hilflos fĂŒhlte, kamen wieder auf. Den nĂ€chsten freien Termin fĂŒr einen geplanten Kaiserschnitt ( Merke: nicht fĂŒr einen Notfallkaiserschnitt ) bot man deiner Mama 4 Tage spĂ€ter am Morgen nach dem Wochenende an und deine Mama fragte mich, was ich davon hielt. GrundsĂ€tzlich begrĂŒsse ich es, solche geplanten Bauchgeburten so nah wie möglich am Geburtstermin zu machen, jede schon gespĂŒrte Vorwehe zusĂ€tzlich bringt euch MĂ€use dazu, euren Auszug aus der immer unbequemer werdenden 1-Zimmer Wohnung vorzubereiten. Und auch wenn du vor dem nun geplanten Termin den Startschuss fĂŒr deine Geburt geben wĂŒrdest- nun , du hĂ€ttest dann entschieden, geboren werden zu wollen und was kann man sich fĂŒr eine Geburtsbeginn mehr wĂŒnschen, als das er vom Baby aus gewollt ist! Ich sagte deiner Mama , sie solle sich einfach nur am Vorabend deiner Geburt entspannt und vorfreudig um nichts kĂŒmmern als um sich selbst, ihren Babybauch, deine zart-starken Tritte Richtung Bauchdecke noch einmal bewusst geniessen und sonst nichts tun, was eine Geburt in Gang bringen könnte, denn ich hatte noch vor, in mein Lieblingsmusical, der ”Rocky Horror Show ” zu gehen. Deine Mama versprach, sich ruhig zu halten und mit deinem Papa einen ganz entspannten Abend zu verbringenâ˜ș. Und als wir uns am nĂ€chsten, ganz frĂŒhen Morgen, dem Tag deiner Geburt, auf dem Parkplatz trafen, hatten deine Mama und ich beide ganz kleine Augen, die von viel zu wenig Schlaf zeugten. Deine Mama, weil sie vor Aufregung kaum Schlaf gefunden hatte und ich, weil ich die halbe Nacht damit zugebracht hatte, Konfetti und Goldlametta ( die reichlichen Überbleibsel der Rocky Horror Show ) aus meinen Haaren zu entfernen 
 Wir gingen zusammen in das zukĂŒnftige Wochenbettzimmer deiner Mama, wo meine Kollegin Sue schon alles, was es fĂŒr die OP-Vorbereitung braucht, zurecht gelegt hatte ( 1001 Dank❀ ). Noch einmal hörten wir mittels CTG deine Herztöne aus dem Bauch deiner Mama und eine grosse Wehe war auf dem Monitor sichtbar, die deine Mama auch schon gut spĂŒrte. Ich denke, wir hatten  das perfekte  Timing fĂŒr deinen Geburtstag! Als ich fĂŒr das Anlegen des CTG den Bauch deiner Mama abtastete und dich so durch die Bauchdecke spĂŒrte ( und natĂŒrlich auch ein wenig kitzelte 😉 ) war da schon zu tasten, dass du wohl wirklich kein Leichtgewicht werden wĂŒrdest und wir fragten uns, ob du deinen Papa mit seinem Geburtsgewicht von 5kg nacheifern wĂŒrdest. Ich erklĂ€rte deinen Eltern noch einmal den Ablauf der kommenden Stunden. Dein Papa holte wĂ€hrenddessen dein Geburtstuch aus der Tasche. Das Tuch in wunderschönem bordeauxrot war neu, deine Kleidchen aber, ganz in tĂŒrkis, die ich nun von deinem Papa ĂŒberreicht bekam, die hatte deine Schwester bereits an ihrem Geburtstag an. WĂ€hrend ich diese Kleidchen in den WĂ€rmeschrank im GebĂ€rsaal legte, zog dein Papa schon deiner Mama die obligaten KompressionsstrĂŒmpfe an und deine Mama sich das Spitalnachthemd. Schon kam der Anruf vom OP, sie waren parat fĂŒr uns und deine Mama und dein Papa waren parat fĂŒr dich und deine Geburt. Dein Papa half mir, das Bett mit deiner Mama und dir durch die KlinikgĂ€nge zur OP-Schleuse zu schieben. Dort in der Schleuse, alles verlief routiniert, merkte man deiner Mama, die sonst so ruhig erschien, die NervositĂ€t nun an, die sie ĂŒberkam. TrĂ€nchen liefen ihr die Wangen hinunter und dein Papa hielt nun deiner Mama beruhigend die Hand, trocknete die TrĂ€nchen deiner Mama, dein Geburtstuch fest in der Hand. Deine Mama wurde in den OP geschoben und ich erklĂ€rte deinem Papa, wie er sich fĂŒr den OP umziehen musste. Dann eilte ich zu deiner Mama in den OP. Der AnĂ€sthesist erklĂ€rte deiner Mama noch einmal, was er bei der SpinalanĂ€sthesie an deiner Mama machen wĂŒrde und wenig spĂ€ter wirkte diese AnĂ€sthesie bereits spĂŒrbar fĂŒr deine Mama. Erneut liefen die TrĂ€nen bei deiner Mama und ich hielt ihre Hand und sagte ihr, sie dĂŒrfe diese TrĂ€nen weinen, die Geburt eines Babys ist so ein heiliger Moment, da gehören TrĂ€nen UNBEDINGT mit dazu ! Euer Geburtshelfer stand mit seinem Team parat und dein Papa durfte nun sich zu deiner Mama setzen. Deine Geburt begann und wĂ€hrend ich hinter deinem Geburtshelfer stand, ein Tuch in meinen Armen hielt, das dich auffangen wĂŒrde, sprach dein Papa ruhig und liebevoll zu deiner Mama. Dann war da der Moment, an dem dein Köpfchen geboren werden sollte und du machtest es deinem Geburtshelfer nicht leicht mit dem geboren werden. Es brauchte mehrere AnlĂ€ufe , die Hilfe einer weichen Saugglocke und selbst der AnĂ€sthesist und die OP-Schwester halfen zusĂ€tzlich, damit du den Weg aus dem Bauch deiner Mama schaffen wĂŒrdest. Ich dachte in diesen Momenten, wie recht doch deine Mama hatte, als ihr GefĂŒhl sagte, dass eine Bauchgeburt der beste Weg fĂŒr dich und euch wĂ€re, dein grosses Köpfchen, was nun sichtbar wurde, hĂ€tte es je den Weg durch das Becken deiner Mama gefunden? Dann warst du endlich da, geboren um 08:12 Uhr, aber man merkte dir die Strapazen der letzten Minuten an, du machtest zwar AtemzĂŒge, wirktest aber noch sehr schlapp. Ich hĂ€tte es deinen Eltern so sehr gewĂŒnscht, dass sie dich sofort in ihre Arme hĂ€tten schliessen können, aber du brauchtest in den ersten Momenten deines Lebens noch schnell etwas mehr FĂŒrsorge deines Geburtshilfeteams. Wir schauten, dass du WĂ€rme und trockene TĂŒcher bekamst, entfernten dir Fruchtwasser aus dein Rachen und rubbelten deinen RĂŒcken, was dir ĂŒberhaupt nicht gefiel, ein Protestschrei von dir war nun laut und deutlich zu hören, genau das, was wir von dir erwarteten. Du fĂŒlltest so deine kleinen Lungen mit Sauerstoff und das liess deine Haut rosig werden, deine Herztöne waren von Anfang an gut und so konntest du nun endlich auf die Brust deiner Mama und in die Arme deines Papas. Voll mit KĂ€seschmiere warst du noch und dein Papa hielt vorsichtig dein Köpfchen, wĂ€hrend deine Mama dich sanft berĂŒhrte. Dein Papa sagte ” Hallo ” zu dir und deine Eltern schauten sich, der Besonderheit dieses Momentes bewusst , tief in die Augen. Als noch etwas Fruchtwasser aus deinem Mund lief, wischte es dein Papa mit einem Tuch weg. Deine Mama spĂŒrte, wie du dich strecktest, nun wo endlich Platz genug fĂŒr dich um dich war. Du wirktest sehr schnell zufrieden und mit deinen vielen dunklen Haaren und deinem rosaroten Teint sahst du zuckersĂŒss aus. Dein angeborener Greifreflex war gut beobachtbar, denn du hieltest dich mit einer Hand an deinem Papa fest. Deine KĂ€seschmiere zog sehr rasch in deine Haut ein und sehr deutlich sah man, wie du deine Lippen und deine Zunge bewegtest, offensichtlich macht geboren werden hungrig, denn du suchtest schon nach dem Busen deiner Mama! So nah am Gesicht deiner Mama liegend, verspĂŒrte die einen kleinen Kick an ihrem Kinn, deine eine Hand zur Faust geballt, vollzog die schon erste Boxbewegungen. Wirst du einmal eine grosse Box -Karriere starten, nun, wir alle waren am Beginn dieser hier mit dabei 😎 ! Nicht das deine Mama durch diesen Schlag k.o. ging, aber sie brauchte einen Moment nur fĂŒr sich und dein Papa nahm dich nun in deinem Geburtstuch ganz zu sich in die Arme. Die OP war vorbei und euer Geburtshelfer gratulierte euch, genau so wie eure OP-Schwester, die ja sehr direkt bei deiner Geburt mitgeholfen hatte, wĂŒnschte euch alles Gute. Deine Mama, sie strahlte und sah so glĂŒcklich aus! Wir konnten relativ schnell in den GebĂ€rsaal und dort liess ich deine Eltern einen Moment Zeit und Ruhe, das Geschehene zu begreifen, mit dir bewusst ”anzukommen” , dich ungestört betrachten und geniessen zu können. Es war mir wichtig, dass deine Mama diese Momente nun hatte, sie sollte den Augenblick mit dir voll auskosten dĂŒrfen, nichts sollte diesen Moment stören. SpĂ€ter aber zeigtest du nun sehr deutlich, dass der Busen deiner Mama fĂŒr dich oberste PrioritĂ€t hatte und problemlos, in dein rotes Geburtstuch gewickelt, tatest du deine ersten TrinkzĂŒge, schon so perfekt und scheinbar hungrig.  Knapp 3 Stunden nach deiner Geburt schaute ich mit deinen Eltern gemeinsam, ob du alle 10 Fingerchen an 2 HĂ€nden hattest  und 10 Zehen an zwei sĂŒssen FĂŒsschen. Deine KĂ€seschmiere war inzwischen komplett von deiner Haut eingezogen und dein Papa nahm dich vorsichtig und legte dich auf die Waage. 4095g zeigte diese dein Geburtsgewicht an! Und als wir deine LĂ€nge massen wussten wir, dass alle zauberhaften Kleidchen in GrĂ¶ĂŸe 50 schon wieder versorgt werden konnten, denn das Massband zeigte 57 cm in der LĂ€nge und stattliche 40 cm in deinem Kopfumfang an. Auch wenn du die 5kg Marke deines Papas nicht ganz geknackt hattest, ein Riese warst du dennoch! NatĂŒrlich machten wir noch passend dazu ” riesige ” FussabdrĂŒcke von deinen FĂŒsschen, dein Papa wusch die Farbe danach wieder vorsichtig ab. Deine Eltern hatten sich ein NabelschnurbĂ€ndchen von mir  ausgesucht, welches aus 2 grĂŒn-tĂŒrkisen Herzen bestand- wie passend zu deinem tĂŒrkisen Kleidchen,auf dem ein kleiner sĂŒsser, weisser Drache mit blauen FlĂŒgeln war, welches dein Papa dir nun anzog. Es war wie selbstverstĂ€ndlich, dass einzig die hellblauen Perlen fĂŒr deine Namenskette in Frage kommen wĂŒrden. So lagst du bei deiner Mama nun wieder auf der Brust, wĂ€hrend dein Papa dir die Namenskette um dein Handgelenk band. Deine Mama- sie hielt dich in ihren Armen und strahlte vor GlĂŒck- und dieses Strahlen, ich hielt es als Erinnerung mit meiner Kamera fest und bin mir ziemlich sicher, noch an einigen deiner kommenden Geburtstage wird dieses Foto ein LĂ€cheln in das Gesicht deiner Mama zaubern!

SĂŒsser, zauberhafter 🌾 ANDRIN MYLES 🌾, dein Geburtsdatum, auf das du so entspannt gewartet hast, ein Fest fĂŒr Zahlenfreunde : 11.4.22 schrieb ich in deine Geburtenanmeldung. Mein orakeln, was aus euch, meinen Babys, spĂ€ter einmal wird, nun bei dir nebst dem zukĂŒnftigen Boxchampion der ersten Lebensminute , vielleicht etwas mit Zahlen oder Zahlenkonstellationen, unter UmstĂ€nden ein Professor fĂŒr Zahlenkunde vielleicht, ein Schachspieler oder einfach auch nur der grösste Fan von Graf Zahl aus der Sesamstrasse!  Und da kommt noch die Liebe deiner Mama fĂŒr Musik dazu, ich bin mir sicher , sie wird dich dafĂŒr begeistern ! Bis dahin darfst du all die Liebe und FĂŒrsorge deiner Eltern, deiner tollen grossen Schwester und deinen Grosseltern  geniessen, die ich alle im Wochenbett deiner Mama kennenlernen durfte. Sie sind alle unglaublich nett, geniesse sie und sei auch von mir

 VON GANZEM HERZEN WILLKOMMEN 💝💝💝


🌾 MARLO 🌾

15. MĂ€rz 2022

Zauberhafter kleiner 🌾 MARLO 🌾 , dass deine Eltern den Weg in meine Praxis fanden, hatte mit der Geburt deiner grossen Schwester zu tun. Damals ging deine Mama neugierig  und ohne Angst an ihre Geburt und ist dennoch durch das dort erlebte enttĂ€uscht, verunsichert und verĂ€ngstigt worden. EnttĂ€uscht war sie, weil die Hebamme  fĂŒr das Empfinden deiner Mama und deines Papas zu wenig an UnterstĂŒtzung und  an RatschlĂ€gen gab, wie deine Mama durch ihre erste Geburt gehen solle. Erst ihr Geburtshelfer gab am Ende der Geburt Hinweise, wie deine Mama sich bewegen, sich mobilisieren, welche hilfreichen Geburtspositionen deine Mama einnehmen könne, um die Geburt deiner Schwester zu erleichtern. Verunsichert und verĂ€ngstigt waren deine Eltern, weil deine Mama nach der Geburt sehr viel Blut verloren hatte, die Menge aber fĂŒr den Moment unterschĂ€tzt wurde und deine Mama, kaum mit deiner Schwester wieder daheim, zurĂŒck in die Klinik musste, weil ihr Kreislauf den alltĂ€glichen Belastungen nicht stand hielt. Dein Papa erzĂ€hlte mir, wieviele Sorgen er sich damals gemacht hatte, wie hilf-und machtlos er sich in dieser Situation gefĂŒhlt hatte. Deine Mama brauchte eine gewisse Zeit zur Erholung und bis sie ihr Mama-Sein mit allem drum und dran geniessen konnte, aber irgendwann traten die Geschehnisse um die Geburt in den Hintergrund, deine Eltern waren so verliebt in deine zuckersĂŒsse Schwester, die ich auf einem Foto anschaute. Nun aber, wo du dich anschicktest, deine Schwester zur grossen Schwester werden zu lassen, kamen die Erinnerungen an deren Geburt wieder sehr intensiv zurĂŒck. Auf keinen Fall wollte deine Mama sich alleingelassen und dein Papa hilflos fĂŒhlen. Deinen Eltern wĂŒnschten sich einfach nur, bei deiner  Geburt begleitet zu werden, unterstĂŒtzt, beraten zu werden. Dein Papa wollte, wenn es fĂŒr ihn notwendig erschien, fordernder werden, nach den Erfahrungen der letzten Geburt nur all` zu verstĂ€ndlich! Deshalb engagierten deine Eltern mich und ich versprach ihnen, sie wĂ€hrend deiner Geburt nicht alleine zu lassen und da ich euch ja auch die ersten 8 Wochen im Wochenbett begleiten wĂŒrde, auch dort Verunsicherungen aus dem Weg zu rĂ€umen. Deine Eltern, die mir so sympathisch waren, sollten sich bei deinem Ankommen in diese Welt nicht mehr alleine gelassen fĂŒhlen, sondern geborgen  und unterstĂŒtzt. Wir besprachen alle Möglichkeiten, wie du geboren werden könntest und ich war guten Mutes, dass deine Mama dich im GebĂ€rsaal zur Welt bringen wĂŒrde, umsorgt von deinem Papa, deinem Geburtshelfer und mir. 12 Tage vor deiner Geburt erkrankten deine Eltern beide an Covid19, ich telefonierte in dieser Zeit mit deiner Mama, der es hörbar durch den Infekt schlecht ging. Deine Mama machte sich Sorgen, ob sie ĂŒberhaupt die Kraft hĂ€tte, mit oder nach dieser Erkrankung eine Geburtsreise zu schaffen, zudem hatte ein  AnĂ€sthesist in einem VorbereitungsgesprĂ€ch ihr nicht garantieren können, eine PeriduralanĂ€sthesie erfolgreich legen zu können, da deine Mama Beschwerden am RĂŒcken hatte. Diese PeriduralanĂ€sthesie war fĂŒr uns ein bedeutsamer Rettungsanker, besonders nach traumatischen Geburtserlebnissen bin ich so froh um die Möglichkeit, diese PDA meinen Frauen anbieten zu können. Deine Mama war erneut verunsichert. Gedanken, einen geplanten Kaiserschnitt zu  machen, kamen auf. Ich sagte ihr, dass ich immer noch positiv auf eine natĂŒrliche Geburt gestimmt war, du hattest noch ein wenig Zeit um auf die Welt kommen zu dĂŒrfen und ich hoffte von Herzen, dass deine Mama und dein Papa sich schnell von der Erkrankung erholen und deine Mama genĂŒgend Kraft sammeln könnte, bis du den Startschuss fĂŒr deine Geburt geben wĂŒrdest. Eine Woche vor deinem Geburtstermin machte euer Geburtshelfer eine Schwangerschaftskontrolle bei deiner Mama und stellte dort eine Schwangerschaftserkrankung fest, bei der man sofort die Geburt einleiten, bzw die Schwangerschaft beenden sollte, da es sonst fĂŒr euch kleine MĂ€use zu gefĂ€hrlich werden könnte. Diese neue Diagnose war einfach zu viel fĂŒr deine Mama, noch geschwĂ€cht von der Covidinfektion, die Erinnerungen an die Geburt deiner Schwester wieder sehr prĂ€sent, fĂŒhlte sich deine Mama mit einer Geburtseinleitung ĂŒberfordert, nicht wissend wie lang und mit welchem Ausgang diese Einleitung ablaufen wĂŒrde, wĂŒnschte sich deine Mama nach einer kurzen Bedenkzeit, dass du deine Geburtsreise anders erleben solltest, als wir es ursprĂŒnglich geplant hatten, du durch eine Bauchgeburt zur Welt kommen solltest. Ich verstand deine Mama in dieser Situation absolut und tröstet sie, wir wĂŒrden dein Ankommen hier auf Erden genauso liebevoll und behĂŒtet zelebrieren, wie wenn wir den GebĂ€rsaal zu deinem Geburtsort gewĂ€hlt hĂ€tten. 

An deinem Geburtstag fuhr ich am Morgen nach Aarau, du solltest laut Plan nach dem Mittag geboren werden und so fuhr ich nicht ”mitten in der Nacht ” Richtung Aarau, wie hĂ€ufig ĂŒblich, sondern traf mich mit deinen Eltern zur besten FrĂŒhstĂŒckszeit auf dem Parkplatz der Klinik. Der Saharastaub war in der Nacht ĂŒber die Schweiz gefegt und fĂ€rbte den Himmel und die Wolken rötlich. Deine Eltern hatten aber nicht deswegen kaum ein Auge in der Nacht zugetan, die Vorfreude auf dich, aber natĂŒrlich auch die Aufregung vor dem Kommenden der nĂ€chsten Stunden sah man ihren Augen an. Wir gingen in euer Wochenbettzimmer, deine Eltern richteten sich fĂŒr die nĂ€chsten Tage ein. Ein letztes Mal hörten wir dich durch deinen Herzschlag im CTG. Es ging dir wunderbar und dein Papa machte ein letztes Erinnerungsvideo von deiner Herztonkurve. Noch einmal erklĂ€rte ich den Ablauf deiner Geburt, deiner Mama liefen dabei ein paar TrĂ€nchen ĂŒber ihr  Gesicht, nur zu verstĂ€ndlich waren NervositĂ€t, ein wenig Angst und sicher auch ein wenig EnttĂ€uschung die Ursache dafĂŒr. Dein Papa aber schaffte es, ihr ein LĂ€cheln ins Gesicht zu zaubern ( und mir ein lautes Lachen â˜ș ), als er deiner Mama die fĂŒr den Kaiserschnitt erforderlichen KompressionstrĂŒmpfe  anzog und dies unter scheinbar grösstmöglichem Kraftaufwand bewĂ€ltigte. Als mein Magen gut hörbar knurrte ( ich bleibe in der Regel solidarisch mit meinen Frauen, die fĂŒr den Kaiserschnitt nichts essen dĂŒrfen😉 ) bot mir dein Papa jede Menge mitgebrachte Snacks aus der VorratstĂŒte deiner Eltern an. Ich holte im Gegenzug meine TĂŒte mit den NabelschnurbĂ€ndchen hervor und deine Eltern wĂ€hlten dir einen kleinen orangen Fuchs als NabelschnurbĂ€ndchen aus. Dann bekamen wir schon den Anruf, dass das OP-Team uns erwarten wĂŒrde und dein Papa half mir, dich, mit deiner Mama um dich herum, in den OP zu fahren. Dein Papa streichelte deiner Mama beruhigend und liebevoll den Kopf, bevor deine Mama aus der OP-Schleuse  in den OP gefahren wurde und auch er kleidete sich nun mit Mundschutz, Haube, Kittel und Schutzschuhen  fĂŒr den OP um. Ich eilte zu deiner Mama, um ihr die Hand zu halten, wĂ€hrend die SpinalanĂ€sthesie vom AnĂ€sthesisten gelegt wurde. NatĂŒrlich hatte sie grossen Respekt vor diesem Eingriff und gemeinsam atmeten wir beide wie wĂ€hrend der Geburt  durch eine Wehe, um die Anspannung von deiner Mama zu nehmen. Die AnĂ€sthesie gelang problemlos und nach den ĂŒblichen weiteren Vorbereitungen konnte ich deinen Papa holen. Ich erklĂ€rte ihm durch das OP- Fenster, wer und was dort zu sehen war und machte ein letztes Foto von ihm, die Freude auf dich sah ich seinen Augen an! Dann bekam ich das Zeichen, dass dein Papa zu deiner Mama kommen durfte und ab dann ging es schnell. Routiniert und ohne Probleme wurdest du geboren und durftest sofort zu deiner Mama auf die Brust und in die Arme deiner Eltern. Du schienst mit deiner Art, wie du zur Welt gekommen bist, absolut zufrieden zu sein, denn ohne gross zu protestieren lagst du auf dem Busen deiner Mama, öffnetest deine grossen, dunklen Augen  und strecktest uns deine riesig wirkenden HĂ€ndchen entgegen. Ganz ruhig und liebevoll redete deine Mama mit dir und dein Papa hielt dich sicher  und hiess dich ebenfalls willkommen . Der AnĂ€sthesist, der deine Mama so wunderbar betreute, schaute ebenfalls fasziniert auf dich  neuen kleinen ErdenbĂŒrger. Als du nun doch ein wenig deine Stimme ausprobiertest, beruhigten dich deine Mama und dein Papa und schaukelten dich sanft. Neugierig blicktest du in die Gesichter deiner Eltern und deine Zunge zeigte , dass du genau spĂŒrtest, wo deine Mama lag, du wolltest offensichtlich an den Busen zu ihr. Da die OP vorbei und deine Mama aus dem Saal heraus gefahren wurde, konnte  nun dein Papa dich zum ersten mal in seine Arme nehmen und er machte das voller Stolz! Er wiegte dich sanft und sprach ruhig zu dir und in  seinen Augen sah man nun absolut sicher das pure GlĂŒck! Aber deine Mama, sie wartete schon auf dich und wollte dich wieder in ihre Arme nehmen. Auch sie hatte ein wunderschönes Strahlen in ihrem Gesicht, alle Aufregung war vorĂŒber und nur noch das GlĂŒck, dich gesund in den Armen halten zu dĂŒrfen, war nun prĂ€sent. So fuhren wir zurĂŒck in Richtung GebĂ€rsaal, wenn du schon nicht dort zur Welt gekommen bist, so solltest du wenigstens deine ersten Lebensstunden dort verbringen. Wir fuhren in den GebĂ€rsaal, in dem bereits deine grosse Schwester zur Welt gekommen war und meine Kollegin Dagmara( 1001 Dank❀ )half mir, an deine Mama alle notwenigen Überwachungsinstrumente  zu installieren. Danach durfte dich dein Papa aus deinen TĂŒchern wickeln und so nackt und rein, wie du aus deiner Mama geboren wurdest in die Arme deiner Mama legen. Es ist fĂŒr mich immer ein besonderer Augenblick, ”meine” Eltern in diesem Moment dabei zu beobachten. Wieviel Liebe, wieviel Dankbarkeit ist in diesem so speziellen, einzigartigen Augenblick spĂŒrbar ! Es ging unglaublich schnell-kaum auf der Brust deiner Mama -schon trankst du bei ihr, als ob du schon Ewigkeiten fĂŒr diesen Zeitpunkt geĂŒbt hattest. Aber nicht nur du hattest Hunger, auch deine Mama hatte ja den ganzen Tag noch nichts gegessen, spĂŒrte die Leere ihres Magens und dein Papa zauberte ein Sandwich fĂŒr deine Mama hervor. Nachdem der Hunger von dir und deiner Mama fĂŒrs erste gesĂ€ttigt war und deine Eltern dich so verliebt bestaunten, wurde es Zeit nachzuschauen, wie schwer und wie lang du warst und ob alles an dir in Ordnung war. Bevor wir dich auf die Waage legten, bekamen deine FĂŒsschen blaue Stempelfarbe von mir, um einen Fussabdruck als Erinnerung fĂŒr deine Eltern zu machen. Dein Papa bat mich, auch einen Abdruck deines FĂŒsschens auf seinen Unterarm zu machen, schon bei deiner grossen Schwester hatte er das so gemacht und diese wĂŒrde nun zu Hause schon einmal die Grösse der FĂŒsschen ihres kleinen Bruders bestaunen können. Gemeinsam wischten deine Eltern die Farbe an deinen FĂŒsschen mit einem warmen Lappen wieder weg und dein Papa legte dich auf die Waage. 3690g zeigte diese an, bei deinen grossen HĂ€nden hĂ€tte ich fast noch mehr erwartet ! Wir mussten lachen, den du protestiertes lautstark als dein Papa dich zur Waage trug, aber kaum darauf ( und unter dem warmen Licht der WĂ€rmelampe ) lagst du sofort entspannt ausgestreckt und ruhig im Wiegekissen . So konnte ich auch gleich deine LĂ€nge problemlos messen und mit 54 cm LĂ€nge wussten wir, dass all die winzig kleinen Babykleidchen in Grösse 50 fĂŒr dich kein Thema sein wĂŒrden. Dein Nabelschnur-Fuchs-BĂ€ndchen band dein Papa nun um den Rest der an dir verbleibenden Nabelschnur und deine Mama, auf der du nun wieder lagst, hielt und streichelte dich sanft.  Dein Papa wickelte dich in deine erste Windel und zog dir deine allerersten Kleidchen an, einen weissen Body und einen zartgrĂŒnen, ganz zauberhaften Strampler, mit Winnie the Pooh und seinem Honigtopf darauf. Aus blauen Perlen fĂ€delte dein Papa deine Namenskette und nun wussten wir auch, wie du heissen wĂŒrdest, 🌾 MARLO 🌾, diese Buchstabenperlen kamen zu den blauen Perlen dazu. 

SĂŒsser kleiner 🌾MARLO🌾 so ganz komplikationslos war deine Geburt fĂŒr deine Mama doch nicht, durften wir deine ersten Stunden glĂŒcklich erleben, brauchte deine Mama etwas spĂ€ter wieder mehr medizinisches Fachwissen und UnterstĂŒtzung. Und ich war froh, konnte ich deine Eltern Tage spĂ€ter in ihrem Daheim weiter begleiten und Ängste und Unsicherheiten minimieren.

Ich prognostiziere ja immer gerne an Hand der Geschehnisse am Geburtstag meiner Babys, was  spĂ€ter einmal aus ihnen wird. Bei dir war es ganz klar der Saharastaub, der bei deinem Ankommen den Himmel rötlich fĂ€rbte. Solltest du in ein paar Jahren mit Schaufel und Eimerchen ausgestattet, mit deiner Mama und deinem Papa die imposantesten Sandburgen bauen oder in deinem Erwachsenenleben vielleicht als Professor fĂŒr WanderdĂŒnen auf Kamelen reiten- gut möglich hatten die Sandkörner in der Luft an deinem Geburtstag ihren Einfluss darauf. Bis dahin geniesse die Liebe deiner so zauberhaften Familie und sei auch von  mir

VON HERZEN WILLKOMMEN 💝💝💝


🌾 AMAYA SOLANA 🌾

10. MĂ€rz 2022

Zauberhaftes kleines Wunder 🌾 AMAYA SOLANA 🌾, du bist das sĂŒsse Wunder, dass ich deinen Eltern so gewĂŒnscht habe ! Schon die Geburtsreise deiner grossen Schwester 🌾 CHIARA MALEA 🌾 durfte ich hier niederschreiben und veröffentlichen und auch deine Schwester betitelte ich damals als kleines Wunder, was nach einer unendlich langen Zeit des Bangen und Hoffen fĂŒr deine Eltern in ErfĂŒllung ging. Weil die Schwangerschaft mit Chiara alles andere als selbstverstĂ€ndlich und einfach zu Stande kam, behĂŒteten wir deine Mama durch ihre erste Schwangerschaft  besonders vorsichtig. Deine Mama hatte damals den grossen Wunsch, ihre Geburtsreise  mit mir im GebĂ€rsaal erleben zu dĂŒrfen, aber wĂ€hrend der Geburt machte uns die Herztonkurve deiner Schwester zunehmend Sorgen, so dass wir jedes Risiko ausschliessend, einen Notfallkaiserschnitt machen mussten. Auch wenn deine Mama sich des puren GlĂŒcks bewusst war, dass sie mit deiner Schwester nach der Geburt in ihren Armen wiegte, die eine und auch andere TrĂ€ne im Wochenbett weinte sie dem Verlust des Geburtserlebnisses im GebĂ€rsaal nach. Deine Mama ist eine leidenschaftliche Fotografin und ich bekam jeden Monat, Jahr fĂŒr Jahr sĂŒsse Fotos deiner Schwester, die zeigten, wie gross deine Schwester wurde und wie glĂŒcklich deine Mama und dein Papa mit ihr waren. Und ich dachte, wohl genau so wie deine Eltern, wie schön wĂ€re das GlĂŒck mit noch einem zweiten Kind fĂŒr diese tolle Familie. Und dann, vor einem guten Jahr schickte mir deine Mama ein sĂŒsses Foto deiner Schwester, die mich darauf anstrahlte , einen Schreibrahmen  in ihren HĂ€nden haltend, auf dem die Frage stand, ob ich in 9 Monaten Zeit fĂŒr deine Mama und deinen Papa hĂ€tte. ( Was fĂŒr eine zauberhafte, nicht alltĂ€gliche  Anfrage fĂŒr eine Beleghebammen-Betreuungâ˜ș ). Bei deinen Eltern war das nicht selbstverstĂ€ndliche GlĂŒck erneut in ihr Familienherz eingezogen, du warst unterwegs, Chiara zur grossen Schwester werden zu lassen. Von nun an wurde ich regelmĂ€ssig ĂŒber dein Wachsen und Gedeihen informiert und bekam dich schon durch das eine und auch andere Ultraschall-Foto zu Gesicht.  Kurz vor Weihnachten kamen deine Eltern in meine Praxis, um deine Geburt zu besprechen. Deine Eltern erzĂ€hlten mir, dass du der allerallerletzte Versuch von ihnen warst, eure Familie zu vergrössern und du diese Chance erfolgreich genutzt hattest â˜ș  Dies und die Tatsache, dass deine Mama durch die Bauchgeburt deiner grossen Schwester eine Wunde an Bauch und GebĂ€rmutter hatte, liess uns deine Mama erneut besonders vorsichtig durch die Schwangerschaft und an deine Geburt heran gehen. Deine Mama hatte ihren Traum, eine Geburt im GebĂ€rsaal zu erleben, noch nicht aufgegeben. Es war ihr Wunsch, wenn möglich mit dir diesen Traum zu erfĂŒllen. Allerdings wusste sie um die Risiken, die eure Vorgeschichte barg. So wollte sie dieses Mal auf eine Geburtseinleitung verzichten, du solltest den Zeitpunkt deiner Geburt selbst bestimmen. Deine Mama erzĂ€hlte mir, dass sie ins Schwangerschafts-Yoga ging und sich dort mit gezielten AtemĂŒbungen, die Richtung Hypnobirth gingen, auf deine Geburt vorbereitete. Eine Playliste mit deiner Geburtsmusik wurde zusammen gestellt und ich schlug deiner Mama vor, das NamenskĂ€rtchen fĂŒr dein Babybett in der Klinik selbst zu gestalten. Dein Papa wollte, dass du

 â€einfach nur“ sicher und gesund zur Welt kommst und gleichzeitig wollte er deine Mama darin unterstĂŒtzen, dass sie ihre WĂŒnsche fĂŒr deine Geburt erfĂŒllen wĂŒrden. Zum Abschluss gab deine Mama mir eine wunderschöne Schachtel voller kleiner und zuckersĂŒsser Weihnachts-Gutzlis, die deine Schwester fĂŒr mich gebacken hatte. Die nĂ€chsten Wochen schrieben deine Mama und ich immer wieder miteinander. Wir besprachen, wie deine Herztöne unter der Geburt in der Badewanne kontrolliert wĂŒrden, die Möglichkeit von PCA und PDA und das du uns den Gefallen getan hattest, dich mit deinem Köpfchen in die optimalere Geburtsposition zu legen, nĂ€mlich nach unten. Ich sah, wie dein Geburtstuch von deiner Gotte genĂ€ht wurde und gab deiner Mama Tipps, was du in den ersten Tagen als Winterbaby nach deiner Geburt anziehen solltest ( deine grosse Schwester wurde damals als Sommerbaby geboren ). Der AufklĂ€rungsbrief, den euer Geburtshelfer deinen Eltern ĂŒbergab, der ĂŒber Risiken und Vorgehensweise nach Geburten mit Bauchgeburt informierte, stimmte deine Eltern doch etwas nachdenklich, aber deine Mama behielt ihren Optimismus, dass du auf natĂŒrliche Art und Weise zur Welt kommen wĂŒrdest. Zumal du dich offensichtlich schon wunderbar parat machtest, dein Köpfchen immer wie tiefer in das Becken deiner Mama platziertes, so dass deine Mama die eine und auch unruhige Vorwehen-Nacht durchleben musste. Nun war Geduld gefragt und der Wunsch-Geburtstags-Termin deines Papas verstrich, du nahmst es immer noch sehr gemĂŒtlich mit deiner Mama um dich herum. 2 Tage nach deinem errechneten Entbindungstermin wollte deine Mama noch einmal zu mir in die Praxis und als ich ihr die TĂŒr öffnete, sah ich da eine strahlend schöne Frau mit einer kleinen, sĂŒssen Babybauchkugel. Deine Mama sah viel zu gut zum GebĂ€ren aus und das sagte ich ihr auch lachend. Deine Mama wollte dennoch wissen, ob all die unruhigen NĂ€chte und Vorwehen schon etwas gebracht hatten und auch wenn du schon wunderbar im Becken dich platziert hattest, dein Geburtsweg an sich, schien noch nicht gross etwas von den Vorwehen gespĂŒrt zu haben. Deiner Mama liefen TrĂ€nen die Wangen hinunter, sie wusste ja um die Risiken ihrer Vorgeschichte und war im Zweifel, ob sie Abwarten durfte, machte sich Sorgen, was alles passieren konnte und wollte auf keinen Fall eine Notfallsituation herbei fĂŒhren. Aber deine Mama hatte ein geduldiges Geburtshilfeteam und das liess deiner Mama Zeit, Kontraktionen zu spĂŒren und auf einen Geburtsbeginn zu warten. Deine Mama schicke mir jedes Kontroll-CTG in dieser Zeit und so konnte ich mit ihr gemeinsam anschauen, wie gut es dir ging und wie die eine und auch andere Wehe auf dieser Kurve sichtbar war. Allerdings schien es dir weiter viel zu gut zu gehen in deiner Mama und da wir doch nun schon etliche Tage ĂŒber deinem errechneten Entbindungstermin waren, mussten wir uns Gedanken machen, wie es weiter gehen wĂŒrde. Deine Eltern zogen bereits in ErwĂ€gung, dich mittels einer geplanten Bauchgeburt zur Welt zu bringen, gingen aber noch einmal zu eurem Geburtshelfer, um die Situation zu besprechen. Dieser erkannte, wie gross der Wunsch nach einer normalen Geburt bei deiner Mama nach wie vor war und schlug deinen Eltern vor, einen sogenannten Ballonkatheter als sanfte Einleitungsmethode auszuprobieren. Dabei wird der Muttermund vorsichtig ĂŒber mehrere Stunden  gedehnt und die Hoffnung dabei ist, dass dieses Dehnen einen erfolgreichen Geburtsbeginn auslöst. Deine Mama war so glĂŒcklich, diese Chance zu bekommen, diese Möglichkeit noch auszuprobieren zu können. Ich weiss, dass dein Papa vielleicht nicht ganz so euphorisch war, seine Gedanken kreisten darum, weshalb du nicht alleine zur Welt kommen wolltest und er hatte grössten Respekt davor, dass wir uns erneut unter der Geburt, wie bei deiner Schwester, mit einer Notfallsituation auseinander setzten mĂŒssten. Hast du ja schon beim  ”Entstehen” von dir die allerletzte Chance genutzt, so wollte deine Mama auch diese allerletzte Chance wenigstens versuchen. WĂŒrde dieser Versuch nicht fruchten, so waren wir uns alle einig, wĂŒrdest du durch eine geplante Bauchgeburt zur Welt kommen. Da Geburtseinleitungen mit einem Ballonkatheter Geduld brauchen und der Katheter am Abend in der Klinik eingelegt werden sollte und deine Mama ja schon einiges an Fachwissen durch ihren Beruf und ihre Geburtserfahrungen hatte, entschieden deine Eltern, dass deine Mama am Abend alleine in die Klinik fuhr und dein Papa sich um deine grosse Schwester kĂŒmmerte, solange, bis deine Mama deinen Papa unter der Geburt brauchen wĂŒrde. Auch ich blieb noch zu Hause, denn meine Kollegin Gina ( 1001 Dank !❀ ) erklĂ€rte sich bereit, sich um deine Mama zu kĂŒmmern, bis deine Mama mich bei sich haben wollte. Ich stellte mich auf eine unruhige Nacht, in Erwartung, dass mein Pager alarmierte, ohne Tiefschlaf ein, mein Auto schon in Startposition zum losdĂŒsen Richtung GebĂ€rsaal. Und dann rief Gina mich noch bevor ich ins Bett gehen wollte, an. Mit besorgter Stimme bat sie mich, sofort in die Klinik zu kommen, deine Herztöne machten ihr, obwohl der Ballonkatheter noch gar nicht im Einsatz war, grosse Sorgen, sie wĂŒrde bereits deine Mama auf einen Notkaiserschnitt vorbereiten und hatte auch schon euren Geburtshelfer informiert, der ebenfalls schon zu deiner Mama unterwegs in die Klinik war. Ich setzte mich sofort in mein Auto und fuhr los, als deine Mama, so wie ja schon die letzten Tage, mir deine Herztöne ĂŒber ein Foto schickte. Gina hatte es mir schon beschrieben und nun sah ich es schwarz auf grĂŒn ( kindliche Herztonkurven werden auf grĂŒnen Gittern dokumentiert ) . Du schienst extrem nervös, deine Herztöne sprangen in der grösstmöglichen Bandbreite von ganz schnell auf ganz langsam hin und her. So etwas braucht extreme Energie und wir hatten keine Ahnung, warum du so regiertes und vor allem, wie lange du diese Anstrengung durchhalten wĂŒrdest. Ich rief deine Mama aus dem Auto heraus an und erklĂ€rte ihr deine Herztonkurve und sagte deiner Mama, dass wir wahrscheinlich noch heute den Kaiserschnitt machen wĂŒrden. Deine Mama wusste, dass nun all` ihre WĂŒnsche fĂŒr eure Geburtsreise zurĂŒck gesteckt werden mussten, nur deine Gesundheit hatte im Moment PrioritĂ€t. Dein Papa wurde informiert, der sich auch sofort auf den Weg in die Klinik machte. Ich war inzwischen in der Klinik angekommen. Deine Mama lag am Herztonmonitor im GebĂ€rsaal, Gina hatte bereits alle Vorbereitungen fĂŒr den Kaiserschnitt mit deiner Mama gemacht und ich umarmte deine Mama erst einmal ganz ganz fest. Die TrĂ€nchen, die aus Sorge , Angst und ein wenig auch EnttĂ€uschung deiner Mama die Wangen herunter liefen, ich probierte sie mit einem LĂ€cheln zu trocken. Ich informierte euren Geburtshelfer, dass ich im GebĂ€rsaal bin, er erwartete uns bereits schon im OP. Ich atmete mit deiner Mama gemeinsam, so wie wenn sie Geburtswehen veratmen mĂŒsste, einfach um deine Mama ein wenig zu beruhigen und dir die grösstmögliche Sauerstoffmenge durch das Nabelschurblut zu geben. Weil dein Papa noch nicht da war, bat ich deine Mama, ihn anzurufen, damit er weiss, dass wir bereits in den OP fahren wĂŒrden und genau in dem  Augenblick kam dein Papa im GebĂ€rsaal an. Es war kurz nach halb 11 Uhr am Abend, als wir den GebĂ€rsaal Richtung OP verliessen, deine Mama lief zu ihrem Bett, dein Papa stĂŒtzte sie und weil alles so schnell gehen musste, vergassen wir in diesem Moment, dein wunderbares, selbstgenĂ€htes Geburtstuch mitzunehmen. Deine Mama kommt aus dem Pflegeberuf, sie wusste, worauf es jetzt im OP ankam und half, so gut wie sie konnte mit. WĂ€hrend deinem Papa gezeigt wurde, wie er sich fĂŒr deine Geburt umziehen sollte, bereitete ich alles fĂŒr dein Ankommen vor und ging dann zu deiner Mama, um mit ihr weiter gemeinsam und beruhigend zu atmen. Sobald dein Papa umgezogen war, konnte er zu deiner Mama und deine Bauchgeburt begann. Wir waren alle etwas angespannt aber du tatest uns den riesigen Gefallen, deinen ersten Atemzug laut hörbar fĂŒr uns und deine Eltern zu machen, kaum war dein Köpfchen geboren. Du hattest dir deine Nabelschnur um eines deiner FĂŒsschen und deine Schulter gewickelt, daraus musste dich dein Geburtshelfer erstmal entwickeln, im wahrsten Sinne des Wortes. Und dann durftest du endlich zu deiner Mama auf die Brust und in die Arme deines Papas, zwar ohne mit deinem Geburtstuch zugedeckt zu werden, aber die warmen weichen blauen TĂŒcher des OPs erfĂŒllten ihren Zweck, dich zu wĂ€rmen und vor dem grellen Licht zu schĂŒtzen. Vielleicht fehlte auch deswegen der rote, sonst ĂŒbliche Farbeffekt der GeburtstĂŒcher, aber du wirktest im Moment sehr blass und ruhig  und so bat ich deine Eltern, dich fĂŒr einen Moment nehmen zu dĂŒrfen und dich unter besserem Licht beobachten zu können und dir etwas von deinem Fruchtwasser aus deinem Rachen zu entfernen, damit du besser Luft holen konntest. Ich wickelte dich in warme TĂŒcher und gab dich deinen Eltern zurĂŒck in die Arme. So ganz entspannt war ich bei deinem Anblick aber immer noch nicht, zu blass und zu ruhig erschienst du mir, ich denke, der Stress des vergangenen Abends war gut an dir sichtbar. Erneut bat ich deine Eltern, dich noch einmal nehmen zu dĂŒrfen, stimulierte deine Haut durch Reiben, saugte wiederum Fruchtwasser aus deinem Mund und kontrollierte deinen Sauerstoffgehalt im Blut und deinen Herzschlag. Das Reiben am RĂŒcken zeigte Erfolg, du protestiertes nun lautstark, wurdest rosarot und öffnetest deine Augen, es wurde Zeit , dich deinen  Eltern zurĂŒck zugeben! Mit frischen warmen TĂŒchern und einem roten MĂŒtzchen auf deinem Kopf ( endlich etwas rotes â˜ș! ), gab ich dich deinen Eltern zurĂŒck. Dort lagst du nun mit wachem Blick und schautest deine Eltern an, offensichtlich warst du jetzt definitiv angekommen ! „Hallo, Liebe“, ”Hoi Schatzi”, so begrĂŒsste dich deine Mama und die TrĂ€nen kullerten deiner Mama die Wangen herunter. Es waren TrĂ€nen der Erleichterung, dass es dir gut ging und es waren TrĂ€nen schon so voller Liebe fĂŒr dich! Dein Papa stand neben dir, hielt dein Köpfchen in der einen Hand und streichelte den Kopf deiner Mama. Du schautest nun schon so wach und blinzeltest ins Licht und weil ich ja in den letzten Jahren so viele Fotos deiner Schwester gesehen hatte, konnte ich jetzt schon mit absoluter Sicherheit sagen, dass du genauso wie deine Schwester aussiehst, ihre Augen hattest ! „Wie dein Papa !“ korrigierte da deine Mama lachend, und egal nach wem du kamst, du warst einfach nur ZUCKERSÜSS ! Grosse Finger hattest du und die landeten zielsicher in deinem Mund. Dein Papa streichelte immer wieder dein Köpfchen, ganz andĂ€chtig war er, wie erleichtert musste auch er nach den sorgenvollen Momenten des Abends nun sein. Du zwinkertest mit deinen Augen  und deine Eltern verfolgten jeden Wimpernschlag von dir voller Begeisterung. Du zeigtest inzwischen suchend, dass ein Mama-Busen dir jetzt gefallen wĂŒrde und weil das erste Ansetzten im OP lagebedingt nicht ganz so einfach ist, ĂŒbernahm dein Papa mit seinem kleinen Finger und liess dich daran saugen. Es brachen die letzten Minuten deines Geburtstages an, die Operation war zu Ende und euer Geburtshelfer gratulierte deinen Eltern zu ihrer wunderschönen Tochter. FĂŒr die erste Stunde wurde deine Mama noch im Aufwachraum ĂŒberwacht und auf dem Weg dorthin durfte dein Papa dich halten und tragen. Ich bat ihn, dich aus deinem Tuch zu wickeln und deiner Mama nun zu geben, die dich nun das erste mal so richtig ansehen und dich alleine in ihre Arme nehmen konnte. Nun durften alle noch vorhanden TrĂ€nchen bei deiner Mama heraus und deine Eltern genossen diesen Moment ohne Sorge, ohne Angst, erleichtert und voller Liebe fĂŒr dich. Euer Geburtshelfer kam vorbei und genoss diesen innigen Anblick von euch dreien ebenfalls, bevor er dich untersuchte, ob es dir gut ging und alles an dir dran war. Dann durftest du endlich an den Busen deiner Mama und weil du schon so gut trankst, konnte ich deinen Eltern nebenbei die Placenta von euch zeigen. Deine Mama fasste fasziniert deine ehemalige Fruchtblase an, nicht hĂ€ufig in seinem Leben ( ausgenommen man ist Hebamme oder Geburtshelfer ) kommt man dazu. Wir konnten nun zurĂŒck in den GebĂ€rsaal und kaum waren wir dort, zog dein Papa sich ein frisches Shirt an auf dem stand : REAL MEN MAKE GIRLS   CHIARA & AMAYA  â˜ș. Somit konnte nun jeder sehen und lesen, welchen Namen sich deine Eltern fĂŒr dich ausgesucht hatten. Dein Papa legte dich auf die Waage und beim Messen deiner LĂ€nge machtest du uns den Gefallen, dich ganz durchzustrecken. Dein Geburtstuch lag nun parat und deine zauberhaften Kleidchen wurden hervorgeholt. FussabdrĂŒcke wurden von dir fĂŒr die Erinnerung gemacht und dein Papa wusch dich mit warmen TĂŒchern. Deine Mama hatte einen Fuchs als  Namensschild fĂŒr dein Babybettchen gebastelt, passend dazu suchten sich deine Eltern fĂŒr deine restliche Nabelschnur einen Fuchs als NabelschnurbĂ€ndchen aus. WĂ€hrend dein Papa dich wickelte und dich ankleidete, dein Body war ĂŒbersĂ€ht mit bunten Blumen und auf deinem Strampler waren Rehe und Hasen zu sehen, hielt deine Mama dich vorsichtig fest, strahlte vor GlĂŒck und sah einfach nur wunderschön aus. Die Geburtsmusik, die sich deine Mama fĂŒr deine Geburt zusammen gestellt hatte, nun liessen wir sie laufen und die Stimmung im GebĂ€rsaal, friedlich, gelöst, voller GlĂŒck, wir alle genossen sie. 

Kleine, wunderschöne 🌾 AMAYA SOLANA 🌾, genau wie bei deiner Schwester, waren es auch deine Herztöne, die uns zwangen, die WĂŒnsche, die TrĂ€ume, die Vorstellungen fĂŒr deine Geburt im GebĂ€rsaal, die deine Mama hatte, aufzugeben. Bei all den TrĂ€nen der Freude und des GlĂŒckes fĂŒr dich kleines Wunder, gesund und wunderschön, war es nur begreiflich, dass auch ein paar TrĂ€nen der EnttĂ€uschung erneut von deiner Mama im Wochenbett geweint wurden. Deine Mama, sĂŒsse Maus, hat wĂ€hrend deiner Geburtsreise das getan, was eine Mama tut : fĂŒr ihr Kind alle ihre eigenen BedĂŒrfnisse zurĂŒckzustellen und das ist es, worauf deine Mama so stolz auf sich selbst sein kann. Und es wird die Narbe an ihrem Bauch sein, die sie daran erinnert, welche unvorstellbare Leistung und auch Entbehrung sie fĂŒr das Leben ihrer beiden Töchter erbracht hat und ich darf mich so glĂŒcklich schĂ€tzten, deine Mama in dieser wertvollen Zeit begleitet haben zu dĂŒrfen. 

Wenn du das hier einmal liest, umarme mir bitte deine Mama von mir und

 Sei von mir VON HERZEN WILLKOMMEN 💝💝💝


🌾 ADRIEL 🌾

9. Februar 2022

Kleiner zauberhafter 🌾 ADRIEL 🌾, als deine Mama mich heute morgen anrief, um mir mitzuteilen, dass du begonnen hast, dich auf deine Geburtsreise zu begeben, schien bereits die Sonne in mein Schlafzimmer und versprach einen wunderschönen Sonnen-Tag. Als du dann in den frĂŒhen Nachmittagsstunden in die Arme deiner Mama geboren wurdest, flutete die Sonne den GebĂ€rsaal und liess dich in diesem Licht mit soviel WĂ€rme und Liebe ankommen. Den Zauber deiner Geburtsreise möchten dir deine Eltern spĂ€ter einmal selbst erzĂ€hlen, nur soviel sei gesagt, ich bin sehr glĂŒcklich, durfte ich dein Ankommen in diese Welt begleiten!
Sei von Herzen Willkommen 💝 💝💝


🌾 RICO DAVID 🌾

3. Februar 2022

ZuckersĂŒsser kleiner 🌾 RICO DAVID 🌾, falls du diese Zeilen deiner Geburtsreise einmal lesen wirst, vielleicht, wenn du selbst in der Situation bist, Papa zu werden, so wird hoffentlich der Begriff COVID 19 etwas aus einer ganz entfernten Zeit sein, unvorstellbar und unbegreiflich. FĂŒr deine Eltern und dich und deine Geburtsreise hatte dieser Virus allerdings eine einschneidende, bestimmende Bedeutung. Als ich deine Eltern bei mir in der Praxis kennenlernte, sass mir da ein so sympathisches Paar gegenĂŒber, was gegensĂ€tzlicher nicht hĂ€tte sein können.WĂ€hrend dein Papa merklich nervös war, strahlte deine Mama eine Gelassenheit und Ruhe aus, bei der Frau nicht denken könnte, dass deine Mama mit dir ihr erstes Baby erwarten wĂŒrde. Da deine Mama eine medizinische Ausbildung hatte, konnte sie auf gewisse Grundkenntnisse der Geburtshilfe zurĂŒckgreifen . Sie hoffte, dich so natĂŒrlich wie möglich zur Welt bringen zu dĂŒrfen, war sich aber auch bewusst, dass grundsĂ€tzlich alles unter der Geburt passieren könne und sie deshalb fĂŒr jede Art, dir das Leben zu schenken, offen war. So besprachen wir gemeinsam alle Möglichkeiten des Geboren werden und hofften natĂŒrlich, dass der Wunsch deiner Mama , dich im GebĂ€rsaal in die Arme nehmen zu können, in ErfĂŒllung gehen wĂŒrde. Dein Papa war sich ĂŒbrigens da bereits absolut sicher, dass du ein kleiner Babyboy werden wĂŒrdest, die BestĂ€tigung per Ultraschall wollten sich deine Eltern aber nicht geben lassen, sondern sich an deinem Geburtstag damit ĂŒberraschen lassen. In der weiteren Babybauchzeit mit dir erkrankte deine Mama an Covid, dem Virus, der uns und die ganze Welt buchstĂ€blich in Atem hielt, deine Mama spĂŒrte die typischen Atemprobleme und brauchte lange, bis sie wieder einigermassen fit war und ihre Schwangerschaft genießen konnte. Als es ihr wieder besser ging, holte sie all` die geburtsvorbereitenden Massnahmen nach, ging ins Schwangerschaftsschwimmen, ass ihre 5 Datteln am Tag , liess sich sicherheitshalber gegen Covid impfen. Wir dachten, dass deine Mama nun genug gewappnet war und mit ihren durch die Impfung und Erkrankung gebildeten Antikörper dir und ihr genĂŒgend Schutz vor dem Virus geben könne
Eure Schwangerschaft war 36 und 6 Tage alt, also knapp 3 Wochen vor eurem errechneten Geburtstermin, als deine Mama mir schrieb, dass sie erneut an Covid erkrankt war und sie krank und erschöpft  zu Hause im Bett lag. Sie machte sich grosse Sorgen, dass wenn du jetzt zur Welt kommen wĂŒrdest, sie die Energie nicht hĂ€tte , eine Geburtsreise durchzustehen, fragte sich, ob du im Falle einer Geburt bei ihr bleiben dĂŒrftest und ob ich sie ĂŒberhaupt mit diesem Infekt betreuen wĂŒrde. Deine Mama tat mir so leid, dass sie erneut flach lag und sich so viele Gedanken machen musste, statt Kugelbauch und kleine FĂŒsschentritte von dir in ihr geniessen konnte. Ich probierte sie zu beruhigen, erfahrungsgemĂ€ss beginnt die Natur selten einen Geburtsprozess, wenn die Mama sich konditionell nicht in der Lage befindet, einen Geburtsmarathon zu laufen. Ich erklĂ€rte ihr, dass du kleines Maus bei ihr bleiben dĂŒrftest, gestillt werden könntest, dass deine Mama aber in einem Einzelzimmer isoliert euer Wochenbett in der Klinik verbringen mĂŒsste und ich konnte sie beruhigen, dass euer Geburtshelfer und ich euch selbstverstĂ€ndlich auf eurem Geburtsweg begleiten wĂŒrden, einfach bis zur Unendlichkeit ” verpackt und maskiert ”, wie bei Infektionskrankheiten ĂŒblich. Unvorstellbar, aber wahr, schrieb mir deine Mama  bereits 12 Stunden spĂ€ter erneut, es war 6 Uhr morgens, dass deine Fruchtblase gesprungen wĂ€re, du dich also zum denkbar ungĂŒnstigsten Zeitpunkt auf die Welt machen wĂŒrdest. Ich rief deine Mama an, Wehen spĂŒrte deine Mama noch nicht, aber wegen der Covid-Infektion besprachen wir, dass deine Mama direkt in die Klinik zur Kontrolle gehen solle und die 12 Stunden, die wir bei einem Blasensprung einfach nur abwarten, in der Hoffnung, dass die Natur mit Geburtswehen beginnt, bereits schon dort verbringen sollte. Ich konsultierte meine Hebammen in der Klinik und sie erklĂ€rten sich bereit , deine Eltern erst einmal zu betreuen, damit ich noch so viele meiner geplanten  Wöchnerinnen, Babys  und Schwangeren am Tag besuchen könne, denn die Möglichkeit bestand, dass ich trotz allen erdenklichen Vorsichtsmassnahmen nach euerer Geburt ebenfalls Covid positiv sein könnte und dann vorerst nicht hĂ€tte arbeiten können. Ich machte mich am Nachmittag auf den Weg in die Klinik, meine Kolleginnen Bettina ( ❀) und Chantal (❀) hatten sich bis zu diesem Zeitpunkt um deine Eltern gekĂŒmmert. Als ich in das Zimmer deiner Eltern kam,  lag deine Mama in ihrem Bett und sah einfach nur elendig aus. Sie fĂŒhlte sich mĂŒde, schlapp und krank, ihr Atem ging schwer unter ihrer Schutzmaske. Im Blutbild zeigten sich EntzĂŒndungswerte und auf dem Wehenmonitor leichte, regelmĂ€ssige Wehen. Der Blasenprung war nun bereits mehr als 12 Stunden vorbei und ich untersuchte deine Mama vorsichtig, um zu schauen, ob der Geburtsweg sich am öffnen war. Das, was ich tastete passte zur Tatsache, dass du ja eigentlich noch mindestens 3 und eigentlich sogar noch 5 Wochen Zeit hattest mit dem geboren werden. Wir standen ganz ganz ganz am Anfang der Geburt und es wĂŒrde viel Geduld und einiges an Vorbereitungswehen brauchen, damit wir von einer guten Ausgangslage sprechen könnten. Ich besprach mit deinen Eltern alle nun möglichen Optionen, die uns zur VerfĂŒgung standen und informierte euren Geburtshelfer. Wir entschieden, den leichten regelmĂ€ssigen Kontraktionen eine Chance zu geben und fĂŒr 2 Stunden abzuwarten. Deine Mama aber fĂŒhlte sich so schlecht, ihr fehlte die Energie, sich zu bewegen, sich in die aufrechte Position zu begeben, Schritte zu laufen, um die Wehen und deine Geburt unterstĂŒtzen zu können. Auch liess die WehentĂ€tigkeit immer wie mehr nach, der Körper deiner Mama war durch das Virus erschöpft. Euer Geburtshelfer kam nach den verabredeten 2 Stunden vorbei und untersuchte deine Mama erneut. Es war nicht verwunderlich, dass sich der Untersuchungsbefund nicht verĂ€ndert hatte, wir uns nun aber entscheiden mussten, in welcher Form wir weiter fahren wĂŒrden. Wehenmittel war eine Option, eine PeriduralanĂ€sthesie, um die KrĂ€fte deiner Mama zu schonen
 aber deine Mama fĂŒhlte sich so schlapp, dass es fĂŒr sie , wie auch fĂŒr uns, schwer vorstellbar war, die Energie fĂŒr deine Geburt bei ihr fĂŒr viele Stunden irgendwie hervor zu locken. Deine Eltern entschieden gemeinsam mit uns, dass du mit der fĂŒr deine Mama in dieser Situation KrĂ€fte schonendsten Art zur Welt kommen solltest, du durch eine Bauchgeburt zur Welt kommen wĂŒrdest. Wir hatten keine Eile und konnten deine Eltern in Ruhe auf die OP vorbereiten. Ich machte  ein Video deines Herzschlages und deiner Wehenkurve als Erinnerung fĂŒr deine Eltern, dein Papa stĂ€rkte sich noch mit seinem Nachtessen, deine Eltern gaben mir deine Kleidchen und dein bordeaux -farbenes Geburtstuch. Eine kleine Stoffgiraffe wurde  hervor geholt und  wartete auf dich ! Nach den ĂŒblichen OP- Vorbereitungen half mir dein Papa dich mit deiner Mama um dich herum in die OP-Schleuse zu fahren. WĂ€hrend er einhĂ€ndig noch deinen Verwandten schnell ein Update per SMS schrieb, dass du nun bald auf der Welt sein wĂŒrdest, legte er deiner Mama die andere Hand auf die Stirn, der Teil des Gesichtes deiner Mama , der nicht von der Schutzmaske bedeckt war. Ich machte noch ein letztes Foto von euch dreien mit dir IM Bauch, das Babybauchshooting in der Schwangerschaft hatten deine Eltern nun nicht mehr geschafft und wird deiner kleinen Schwester oder deinem kleinen Bruder in ein paar Jahren hoffentlich zuteilwerden 🙃! Es war 21:01 Uhr, als du kleiner Mann deinen ersten Atemzug im OP-Saal machtest und dich dein Geburtshelfer ĂŒber das blaue Tuch des OP-Tisches deinen Eltern zeigen konnte. Ich legte dich sofort auf die Brust deiner Mama , mit wenig KĂ€seschmiere auf der Haut und schon richtig schön rosarot schienst du sofort damit einverstanden zu sein, dieses Ankommen in deine neue Welt erlebt zu haben. Deine Eltern waren augenblicklich verliebt in dich und begrĂŒssten dich ĂŒberglĂŒcklich
 Deine Mama sah sofort deine grossen HĂ€nde und dein Papa hörte nicht auf zu bestĂ€tigen , wie unglaublich “herzig“ du seist ( und ja, er hatte ja so recht !!!! ). Du erschienst ihm so klein und er fragte mich, ob du ein normales Baby seiest oder eher klein. Ich konnte ihn beruhigen, alles an dir schien auf den ersten Blick absolut normal! Deine Mama strahlte vor GlĂŒck so, dass man trotz Maske dieses Strahlen sah. Erleichtert war sie, unglaublich erleichtert, dass du nun da warst und es dir gut ging. Das ist unser Baby , sagte sie zu deinem Papa und du strecktest bereits deine HĂ€nde in die Luft und dein Papa griff begeistert nach deinen Fingern. Er bemerkte, wie klebrig die KĂ€seschmiere an deinem Körper war und du, du schienst bereits schon zu lĂ€cheln in deinem Tuch, in den Armen deiner Eltern. Ich fragte deine Eltern, ob du denn schon einen Namen hĂ€ttest und deine Mama schaute deinen Papa an und bejahte, wollte aber deinem Papa erst noch die Zeit geben sich definitiv fĂŒr diesen Namen zu entscheiden. Und so nannten wir dich in den ersten Stunden ” Kleiner Mensch ” und auch ” SchĂ€tzeli ” , sowie ” Bruno junior ”, nach deinem Papa. Dein Papa wollte wissen, ob er denn wirklich einen kleinen Sohn bekommen hatte, so wie er es ja eigentlich schon immer gewusst hatte. Ich forderte ihn lachend auf, sich selbst davon bei dir zu ĂŒberzeugen und wenige Augenblicke spĂ€ter sah er mit eigen Augen , dass er nun Papa eines kleinen Jungen war. Das haben wir gemacht, sagte deine Mama zu deinem Papa stolz und schon so verliebt, dein Papa aber streichelte dein Gesicht und fand, dass die Ultraschallbilder von dir genau so aussahen wie du jetzt. Stolz hielt er deine Hand und fand deine Fingerchen einfach nur herzig. Die Operation war vorbei und euer Geburtshelfer gratulierte deinen Eltern zu dir, ihrem Sohn. Langsam leerte sich der Saal und auch die OP-Schwester, die bei deiner Geburt assistierte und der Lagerungspfleger beglĂŒckwĂŒnschten deine Eltern. Auch sie in voller SchutzausrĂŒstung und doch nahmen wir den Moment zum Anlass, mit den beiden, du in den Armen von ihr, ein Erinnerungsfoto zu machen. Als deine Mama nun aus dem OP gefahren wurde, hielt dich dein Papa zum ersten mal in seinen Armen, in dein Geburtstuch gewickelt und er hĂ€tte nicht glĂŒcklicher und erleichterter sein können. Fasziniert betrachtete er dich und zum ersten mal sahen wir die vielen dunklen, dichten Haare auf deinem Köpfchen. Noch in der OP-Schleuse schaute dein Geburtshelfer mit deine Eltern gemeinsam, ob alle 10 Fingerchen an 2 HĂ€ndchen, 10 kleine Zehen an 2 FĂŒsschen, Kopf , Herz , Lunge und Leber  bei dir in Ordnung waren. Alle schien perfekt und weil es auch deiner Mama den UmstĂ€nden entsprechend gut ging, fuhren wir direkt vom OP in euer Wöchnerinnenzimmer , dass von meiner Kollegin Gina (❀) bereits so eingerichtet wurde, dass alles fĂŒr deine und die Betreuung deiner Mama fĂŒr den Aufenthalt in der Klinik im Zimmer war, so dass die Gefahr einer Infektion durch den Virus fĂŒr andere minimiert wurde. WĂ€hrend ich in diesem Zimmer nach wie vor maskiert und vermummt war, konnte deine Mama dich endlich ohne Maske anschauen. Wie glĂŒcklich sah sie aus, wieviel Energie gab ihr deine Geburt wieder! In ihren Armen gab sie dir deine Stoffgiraffe und ich ich nutze den Moment aus, zwei wunderschöne, strahlend glĂŒckliche junge Menschen mit ihrem sĂŒssen neugeborenen kleinen Jungen zu fotografieren, die glĂŒcklichsten Eltern, die es in diesem Augenblick gab! Du schautest aus deinem Geburtstuch hervor, deine grossen HĂ€ndchen umklammerten das Tuch und suchtest gut sichtbar den Busen deiner Mama. Dein Papa war absolut begeistert, wie entspannt und ruhig du warst, die Geschichten von schreienden Babys fand er zu diesem Zeitpunkt völlig ĂŒbertrieben â˜ș Du hattest inzwischen deinen Finger entdeckt und zogst intensiv daran, es wurde Zeit, dass du den Busen deiner Mama entdecken solltest und du gingst problemlos an die Brust und erhieltst ( hoffentlich!) in diesem Moment Unmengen an wertvollen Antikörpern aus der Vormilch deiner Mama gegen Covid 19. WĂ€hrend du bei deiner Mama trankst, war dein Name wieder ein Thema. Rico kristallisierte sich immer wie mehr heraus und dein stolzer Papa stellte schon fest, dass du wie er aussiehst ( und ja, auch Wochen spĂ€ter war die Ähnlichkeit mit deinem Papa unverkennbar ). Nun wurde es Zeit, dich durch deinen Papa anzuziehen. Auf deiner Mama liegend, bekamst du einen kleinen Fuchs als NabelschnurbĂ€ndchen um den Rest deiner Nabelschnur gewickelt. Dein Papa machte das absolut akkurat und perfekt, wie schon tausendfach geĂŒbt
Wir wogen dich und schauten wie lang du bist, machten entzĂŒckende FussabdrĂŒcke deiner FĂŒsschen, dessen Stempelfarbe dein Papa wieder vorsichtig mit einem warmen Waschlappen entfernte. Deine erste Windel bekamst du angezogen, einen weissen Body, einen weissen Pullover auf dem zu deinem NabelschnurbĂ€ndchen passend ganz viele sĂŒsse kleine FĂŒchse darauf waren. Deine Hose passend dazu in Fuchsrot! Wir wickelten dich erneut in dein Geburtstuch und absolut zufrieden schauend, lagst du dort in den Armen deiner Mama und dein Papa kniete daneben und erneut konnte ich nicht anders als gefĂŒhlt 1537 (🙈) Fotoaufnahmen von diesem wunderschönen GlĂŒck machen.

Zauberhafter 🌾 RICO DAVID 🌾, deinen Namen, der ja eigentlich fĂŒr deine Mama schon von Anfang an fest stand, bestĂ€tigten mir deine Eltern am nĂ€chsten Tag, nachdem auch dein Papa noch einmal eine Nacht darĂŒber geschlafen hatte.  Deine Mama, die sich unmittelbar nach der Operation so schnell erholte, musste dennoch einige unĂŒbliche Komplikationen nach deiner Geburt ĂŒberstehen. Dein Papa, der anfangs sich so wenig getraute, wuchs mehrfach ĂŒber sich heraus , in dem er zu dir schaute, als deine Mama es nicht konnte. Deine Mama hat so viele ihrer Wunschvorstellungen fĂŒr deine Geburt abgeben mĂŒssen, aber sie war so  unglaublich tapfer, besonnen, liess sich durch nichts entmutigen. Sie schrieb mir neulich, 6 Monate nach deiner Geburt eine so liebe, berĂŒhrende, dankende Nachricht. Wieviel Wissen und Vertrauen in sich selbst sie in der gemeinsamen Wochenbettzeit , durch die ich sie begleitet hatte, bekommen hat. So schön durfte ich euch durch diese so spezielle und nicht alltĂ€gliche Zeit begleiten! Ich wĂŒnsche deiner Mama von Herzen, dass sie noch einmal die Möglichkeit bekommt, ganz ohne beengende Maske und Covid-EinschrĂ€nkungen und ohne Komplikationen eine Geburtsreise zu erleben, irgendwann einmal deine kleine Schwester oder deinen kleiner Bruder so zu empfangen, wie es ihr Wunsch ist. Solange aber geniesse deine wundervollen Eltern  und steh im absoluten Mittelpunkt und sei von mir 

VON HERZEN WILLKOMMEN 💝💝💝


🌾 LILIAN OPHELIA ROSA 🌾

1. Februar 2022

Zauberhafte 🌾 LILIAN OPHELIA ROSA 🌾, mit was fĂŒr drei wunderschönen Namen beschenkte dich deine Mama zu deiner Geburt ! Als deine Mama sich bei mir fĂŒr eine Geburtsbegleitung anmeldete und mir bereits ein wenig von sich und ihrem Leben erzĂ€hlte, wusste ich, da kommt eine ganz spannende Persönlichkeit auf mich zu. Und tatsĂ€chlich, bei unserem ersten Treffen in meiner Praxis sass mir eine tolle und aussergewöhnliche Frau gegenĂŒber, die mit beiden Beinen scheinbar fest im Leben stand, sich auf ihrem Lebensweg gerne auch mal gegen gesellschaftliche Konventionen stellte und damit Erfolg hatte. Du nun solltest ihr Leben vervollkommnen, ein Wunschkind warst du vom ersten Augenblick deines Lebens! Deine Mama war zeitweise in SĂŒdamerika unterwegs und die enge Mutter-Kind-Beziehung dort faszinierte sie sehr. So natĂŒrlich wie möglich wollte sie deine Geburt erleben und so intensiv und nah wie möglich die erste Zeit mit dir danach. FĂŒr deine Geburt hatte sich deine Mama eine gute Freundin erwĂ€hlt, die euch begleiten sollte und da wir bereits wussten, dass wir mit dir eine kleine sĂŒsse Dame erwarten wĂŒrden, war da ganz schön viel Frauenpower fĂŒr dein Ankommen in diese Welt in Bereitschaft. Deine Mama berichtete mir aber auch von einigen anamnestischen Besonderheiten, die fĂŒr uns in der Geburtshilfe als Risikofaktoren zĂ€hlten. Aus diesem Grund empfahl euer Geburtshelfer auch, 2 Wochen vor dem eigentlichen Entbindungstermin deine Geburt einzuleiten, den Risikofaktoren nicht noch mehr Risiko aufzubĂŒrden. Deine Mama und ich telefonierten in dieser Zeit, natĂŒrlich war dieses Einleiten nicht der gewĂŒnschte Geburtsbeginn, wie wir es uns vorgestellt hatten und ausserdem war ich noch in meinen Ferien. Nach einer Kontrolle bei eurem Geburtshelfer, konnte deine Mama noch ein paar Tage ” Abwarten und Hoffen” auf einen spontanen Geburtsbeginn verhandeln, aber da sich in dieser Zeit nichts in Richtung Geburtsbeginn tat, ging deine Mama mit deiner Geburts-Gotte ( so nannten wir die Freundin deiner Mama 🙃) in die Klinik. Ich war an meinem letzten Ferientag bei einer Weiterbildung und wir alle rechneten nicht mit einer schnellen Geburt, so dass die Chance gross war, dass ich wie geplant, deine Hebamme sein wĂŒrde, wenn ihr frĂŒhestens am Abend mit deiner Geburt es ernst nehmen wĂŒrdet. Meine Hebammenkolleginnen schauten zu dir und zu deiner Mama und betreuten euch wĂ€hrend der Phase der Geburtseinleitung. Als meine Weiterbildung zu Ende war, berichtete deine Mama mir, dass der ganze Tag eher ruhig verlaufen war und deine Mama noch sehr viel geschlafen hatte, Recht hatte sie!!!
 denn Einleitungen können durchaus ĂŒber mehrere Tage gehen und dafĂŒr braucht es Geduld und Energie. Als ich am nĂ€chsten Morgen deine Mama fragte, wie es ihr und euch nun gehe, konnte sie mir erzĂ€hlen, dass am Morgen die Fruchtblase gesprungen, sonst aber noch alles ruhig war. Wir hofften, dass nun zusĂ€tzlich zu den Einleitungmedikamenten, die deine Mama weiterhin bekam und wegen dem Abgang von eurem Fruchtwasser wir uns bald ĂŒber Geburtswehen freuen konnten. Und am Nachmittag war es soweit, meine Hebammen riefen mich an, dass deine Mama nun deutlich eure ersten intensiveren Kontraktionen spĂŒrte. Ich macht mich auf den Weg in den GebĂ€rsaal und auch deine GeburtsGotte eilte zu deiner Mama in die Klinik. Als ich dort ankam, lag deine Mama in ihrem Bett und ich spĂŒrte, wie diese Wehen deine Mama bereits forderten. Deine Mama, sĂŒsse 🌾LILIAN OPHELIA ROSA 🌾 ist eine sehr fröhliche Frau, in den Monaten, in denen ich deine Mama durch Schwangerschaft, Geburt und Wochenbett begleitet habe, haben wir so viel gelacht. Jetzt aber, als die Wehen heran-und ĂŒber deine Mama hinweg rollten, erahnte deine Mama wohl, wie intensiv Wehen sein können und was noch auf sie zu kommen wĂŒrde, aber nachdem ich mit deiner Mama ein paar Wehen gemeinsam veratmet hatte, war da in den Wehenpausen wieder das LĂ€cheln im Gesicht deiner Mama zu sehen. Deine Mama fĂŒhlte sich im Bett am wohlsten, aber als ich sie bat, einmal nach den Fortschritten deines Geburtsweges tasten zu dĂŒrfen, fĂŒhlte ich bei der Untersuchung, wie weit oben dein Köpfchen noch im Becken deiner Mama war. Ich erklĂ€rte deiner Mama, wie wichtig nun die Hilfe der Schwerkraft und die Beweglichkeit des Beckens deiner Mama war, damit du den Weg in Richtung Ausgang finden könntest und brachte ihr fĂŒrs erste einen Pezziball, damit deine Mama sich aus dem Bett in die aufrechte Position begeben konnte und auf den Ball ihr Becken kreisen konnte oder mit Hilfe des Balles in die 4FĂŒssler-Position zu kommen. Und wĂ€hrend deine Mama ihr Becken kreiste gab mir deine Gotte dein Geburtstuch und deine Mama zeigte mir die Kleidchen, die sie dir ausgesucht hatte ( fĂŒr deine Mama war es wichtig, nicht schon dem rosaroten MĂ€dchen – Trend zu folgen, deine ersten Kleider waren alle eher weiss und gelb) . 2 sĂŒsse Stofftiere hatte deine Mama ebenfalls schon mit dabei- nur du fehltest noch
 Deine Mama ging nun mit deiner Gotte noch etwas spazieren, aber nach einer halben Stunde melde sich deine Mama bereits wieder. Das Laufen war fĂŒr deine Mama sehr anstrengend gewesen und sie war froh, wieder im Bett liegen zu können. Ich nutzte den Moment, den deine Mama im Bett liegen wollte, um deine Herztöne zu kontrollieren. Wenn eine Wehe ihren Höhepunkt ĂŒberschritten hatte , hörten wir deutlich, wie deine Herztöne sich verlangsamten, fĂŒr uns in der Geburtshilfe ein Warnzeichen, dass ihr kleinen MĂ€use nicht mehr unendlich viel an Energie habt. Ich informierte deinen Geburtshelfer darĂŒber und er kam zu uns. Auch er besah sich die Herztonkurve und untersuchte deine Mama. Der Befund von mir am Nachmittag und sein jetziger am frĂŒhen Abend hatte sich nicht verĂ€ndert, dein Köpfchen war immer noch nicht richtig in das Becken deiner Mama eingetreten und wir hatten diese AuffĂ€lligkeiten in deiner Herztonkurve. Dazu kamen die Risikofaktoren, die deine Mama noch zusĂ€tzlich hatte und die Prognose, dass du tendenziell noch viele Stunden dich auf deiner Geburtsreise befinden wĂŒrdest. Dein Geburtshelfer fasste die Situation zusammen und empfahl deiner Mama unumwunden, deine Geburtsreise jetzt zu beenden und dich durch eine Bauchgeburt zur Welt kommen zu lassen, der in dieser Situation sicherste und schnellste Weg fĂŒr dich
. FĂŒr deine Mama brach in diesem Moment eine Welt zusammen, ihre Geburtswelt,  in der sie dich natĂŒrlich, spontan, im GebĂ€rsaal in ihre Arme empfangen hĂ€tte. TrĂ€nen kullerten ĂŒber ihr Gesicht und es war deine GeburtsGotte, die fĂŒr deine Mama einen Moment Zeit erbat, damit deine Mama sich mit dieser Entscheidung abfinden konnte. Dein Geburtshelfer und ich verliessen das Zimmer, schauten uns weiter deine Herztonkurve an und begannen dennoch, bereits alles fĂŒr die OP vorzubereiten. Wenig spĂ€ter kam deine GeburtsGotte zu uns und bat uns, wieder zu deiner Mama zu kommen. Die TrĂ€nen der EnttĂ€uschung waren noch im Gesicht deiner Mama, aber deine Mama fokussierte sich nun auf das Kommende und liess sich den Ablauf einer Bauchgeburt erklĂ€ren, der AnĂ€sthesist kam vorbei und klĂ€rte sie ĂŒber die AnĂ€sthesie bei einer Bauchgeburt auf und ich begann danach, deine Mama auf die Operation vorzubereiten. Es war keine Frage, dass deine GeburtsGotte auch im OP mit dabei sein wĂŒrde und gemeinsam zogen wir deiner Mama die KompressionstrĂŒmpfe an, bekam deine Mama eine Infusion und ein OP-Hemd und gemeinsam fuhren wir deine Mama in den OP, dein Geburtstuch bei deiner Mama liegend. Deine GeburtsGotte hielt deine Mama schĂŒtzend und beruhigend die Hand auf die Schulter, sie sollte spĂŒren, dass sie nicht alleine ist. Im OP ging dann alles sehr schnell, sehr routiniert, allerdings hatte dein Köpfchen sich so am Beckeneingang verkeilt, dass es einige Dreh-und Wendungen brauchte, bis dein Köpfchen geboren werden konnte ( und es war ein wenig tröstlich, deiner Mama auf Grund dieser Situation die Ursache fĂŒr das nicht ins Becken kommen deines Köpfchens sagen zu können.) Ich sah, dass du fĂŒr den ersten Moment ein wenig ”Starthilfe ” brauchtest und konnte dich nicht sofort deiner Mama in die Arme legen, sondern ging mit dir in einen Nebenraum, um dir dort ein wenig Sauerstoff und WĂ€rme zu geben, schon bald protestiertes du aber lautstark gegen meine Massnahmen und so konnte ich mit dir im Arm zu deiner Mama gehen und dich in ihre Arme legen. Ganz ruhig und andĂ€chtig schaute deine Mama zu dir, ich bin mir sicher, in diesem Moment war alles um sie herum vergessen und ihr beide machtet eure ersten Begegnung als Mutter und Tochter in einem Raum ohne Zeit und OP-Hintergrund
 ”Mama hat auf dich gewartet!” sagte deine Mama sanft zu dir und streichelte dein Gesicht. Du aber fingst schon an, deutlich den Busen deiner Mama zu suchen. Deine GeburtsGotte schaukelte dich sanft und hielt dein Köpfchen mit einer Hand.  Als deine Mama fĂŒr einen kurzen Moment ganz zu sich selbst schauen musste, konnte dich deine GeburtsGotte nehmen und ich nutzte den Augenblick, ein erstes Video von dir zu machen, was fĂŒr eine sĂŒsse kleine Maus du warst! FĂŒr die wenigen Minuten bis zum Ende der OP lagst du nun wieder bei deiner Mama und schautest schon scheinbar interessiert in das Gesicht von ihr. Deine Mama streichelte dich und deine GeburtsGotte deine Mama, ein so rĂŒhrender, inniger Moment! Als deine Mama nun, die OP war vorĂŒber,  aus dem OP-Saal  gefahren wurde, hielt deine Geburtsgotte dich in ihrem Arm und trotz ihres Mundschutz sah man, wie sie strahlte vor Freude ! Du schautest aus deinem Geburtstuch neugierig hervor und ich erwischte diesen “Augenblick” mit meiner Kamera und dieser Moment wurde als begleitendes Foto von mir fĂŒr deine  Geburtsgeschichte ausgewĂ€hlt. Die ersten Minuten verbrachten wir noch im Aufwachraum, deine Mama wurde noch etwas intensiv-medizinisch ĂŒberwacht und auch du bekamst deine erste Untersuchung von eurem Geburtshelfer, der schaute, ob alles an dir dran und alles so gesund war, wie wir es uns erhofft hatten. Du liesst diese Prozedur der Erstuntersuchung entspannt ĂŒber dich ergehen und wenige Augenblicke spĂ€ter konnte euer Geburtshelfer deiner Mama zu ihrer wunderhĂŒbschen und gesunden neugeborenen Tochter gratulieren. Nun aber wurde es Zeit, dich an deinen ersehnten Platz zu legen, direkt auf die nackte Brust deiner Mama legten wir dich genauso wie du aus dem Bauch deiner Mama gekommen bist, Bonding-Time war nun angesagt. Deine Mama und deine Geburtsgotte hielten dich und deinen kleinen sĂŒssen Körper und du kuscheltest höchst zufrieden bei deiner Mama, spĂŒrtest ihre WĂ€rme, ihren dir so vertrauten Herzschlag, ihren Geruch. Das erste Ansetzten an die Brust deiner Mama erwies sich schwieriger als gedacht, alle die Kabel und Manschetten der ÜberwachungsgerĂ€te störten etwas. Mit etwas Geduld aber klappte es endlich und du stilltest deinen ersten Hunger fast eine ganze Stunde lang.  SpĂ€ter genĂŒgte dir der Finger deiner Geburtsgotte, genĂŒsslich nuckeltest du nĂ€mlich daran und warst fĂŒr den Moment zufrieden. Wir konnten nun alle Überwachungskabel bei deiner Mama entfernen, denn wir bekamen das OK , zurĂŒck in den GebĂ€rsaal fahren zu dĂŒrfen. Dort sollte deine Mama einen Moment Zeit nur fĂŒr dich alleine haben, niemand der euch störte oder etwas von euch wollte. Und wĂ€hrend deine Geburtsgotte sich auch ein paar Momente Zeit nur fĂŒr sich nahm, ich bereits ein wenig mit der Dokumentation eurer Geburt startete, genoss deine Mama dich und vor allem- sie setzte dich ganz alleine erneut an ihre Brust an. Was am Anfang schwierig erschien, ging nun mit einem mal schon einfach so… Nachdem wir wieder alle bei deiner Mama waren, legte deine GeburtsGotte dich auf die Waage , 3400 und 5 Gramm zeigte das Display der Waage an und wer weiss, ob du die 5 Gramm nicht bereits nach deiner Geburt durch dein intensives Trinken dazu gewonnen hast 
Die letzten Minuten deines Geburtstages brachen an und deine Mama kam nun zu ihrem hoch verdienten Nachtessen und wĂ€hrend sie ihren Mitternachtssnack genoss, gab deine GeburtsGotte dir deinen ersten Schoppen, den du immer noch sehr hungrig leertest. Es war in diesem Moment schon wieder so viel Lachen, soviel Fröhlichkeit im Raum, eine  Erleichterung bei deiner Mama, dass du nun auf der Welt und gesund bist, war zu spĂŒren. Du kamst nun zu deiner Mama zurĂŒck, lang ausgesteckt lagst du auf ihr, entspannt, dein Köpfchen in der Hand deiner Mama liegend. Du schienst schon so angekommen in deiner neuen Welt und zu frieden. Die blaue Stempelfarbe, die ich deinen FĂŒsschen fĂŒr den Erinnerungsfussabdruck verpasste, wischte deine Mama höchst persönlich wieder ab, deine GeburtsGotte wickelte dich in deine erste Windel, fĂŒr dein NabelschnurbĂ€ndchen suchte sich deine Mama einen Elefanten mit rotem Herz aus und dieses BĂ€ndchen band deine GeburtsGotte nun um den Rest deiner Nabelschnur an deinem Bauchnabel. Nun kleidete dich deine GeburtsGotte vorsichtig an, einen weissen Body und einen grauen Strampler bekamst du angezogen ( von rosa Kleidchen keine Spur 😉). Die winzigen Dreiecke, mit denen dein Strampler bedruckt war, werden wohl spĂ€ter in dir die Vorliebe fĂŒr Geometrie wecken !!! Fertig angezogen fĂ€delte deine GeburtsGotte nun die Perlen fĂŒr dein Namenskettchen auf, aus blauen und rosaroten Perlen setzte es sich zusammen. Sanft streichelte deine Mama dein Köpfchen und deine GeburtsGotte hielt deine Hand, soviel Liebe bekamst du schon in diesem Augenblick und so offensichtlich genossest du sie, so geborgen fĂŒhltest du dich. Ich nutzte diesen wunderschönen Augenblick, um ein Foto von euch dreien als Erinnerung fĂŒr euch zu machen, deine Mama und deine GeburtsGotte schenkten mir dafĂŒr ihr schönstes LĂ€cheln. 

Zauberhafte 🌾 LILIAN OPHELIA ROSA 🌾, du MĂ€dchen mit den wunderschönen Namen, als deine Mama dich im GebĂ€rsaal nach deiner Geburt gerĂŒhrt und schon so verliebt betrachtete, sagte deine Mama zu dir : ” Ich wĂŒnsche dir, dass du einmal so wirst wie ich, dann weiss ich, dass du gut wirst ” und ich kann diesen Wunsch deiner Mama nur bekrĂ€ftigen, kleine sĂŒsse 🌾 LILIAN OPHELIA ROSA 🌾 ! Werde einmal so wie deine Mama, sie wird dich mit ihrem Herzen und all ihrer Liebe darin bestĂ€rken und unterstĂŒtzen, die Welt kann solche tolle Frauen gebrauchen ! Bis dahin aber sei von mir  VON HERZEN WILLKOMMEN 💝💝💝 !


Zum Ende des Jahres 2021

31. Dezember 2021

Der Moment, in dem bedingungslose Liebe beginnt, GefĂŒhle geboren werden, die nur ein Mensch entwickeln kann, der Leben schenkt
 An diesem Moment teilhaben zu dĂŒrfen -was fĂŒr ein wertvolles Geschenk fĂŒr uns Hebammen und Geburtshelfer
.Seien wir uns bewusst, wie verletzbar, wie einzigartig, wie unwiederholbar dieser Augenblick ist, schĂŒtzen wir ihn und fĂŒhlen uns immer und immer wieder verpflichtet, diesem Augenblick und den Weg dorthin, die Liebe und Aufmerksamkeit zu schenken, die dieser Moment verdient hat
.
Ich durfte vergangenes Jahr die Geburtsreisen von 🌟 LENI HANNA 🌟 MIA 🌟 LENJO NOAH 🌟ANDRIN 🌟LEVY 🌟 MYLO 🌟 NOAH 🌟NAEL TIUS 🌟LOUIE 🌟MALEA 🌟 VIVIENNE 🌟TIM SALAI 🌟
đŸŒŸđŸ’«ALEA IDA đŸ’«đŸŒŸMIA MATHILDA 🌟 VALENTINA 🌟GIOIA SOFIA 🌟NOÉ LOUIS 🌟NOELIA 🌟LÉONIE 🌟MATTI 🌟MARIN 🌟MEI LIN 🌟und 🌟NURIA VIVIEN 🌟 begleiten.
Aus tiefstem Herzen DANKE fĂŒr die Möglichkeit, den Beginn der bedingungslosen Liebe fĂŒr diese Babys miterleben zu dĂŒrfen.
Und es waren die Eltern von 🌟YAELL ELIN 🌟MIAN 🌟ENNIO ALEXANDER LUX 🌟KUNO 🌟MARCEL 🌟 und ANJA 🌟, deren Geburtsreise ich zwar nicht begleiten, dafĂŒr aber um so mehr das ZUM ELTERN WERDEN dieser Paare in den ersten 8 Wochen im Wochenbett unterstĂŒtz habe und erleben durfte.
Alle Begegnungen waren prĂ€gend, wichtig, so wertvoll fĂŒr mich ❀

Das neue Geburtsjahr wird im Februar fĂŒr mich beginnen und bis zu meinen Sommerferien warten 17 Babys und ihre einzigartigen Geburtsreisen auf mich, ich freue mich auf jeden einzelnen Moment
.

PS : Danke an die Mama von 🌟NOELIA 🌟 durfte ich das Foto ihres Beginnes der bedingungslosen Liebe zu ihrer Tochter hier veröffentlichten ❀

fĂŒrimmerinmeinemherzen đŸ’«ALEA IDA đŸ’«11.07.21-11.07.21


🌾 NURIA VIVIEN 🌾

4. Dezember 2021

Zauberhafte 🌾 NURIA VIVIEN 🌾, deine grosse Schwester ”schrieb” mir, ein fröhliches Foto von ihr anbei, um mir mitzuteilen, dass sie plant, grosse Schwester zu werden, denn du hattest es dir im Bauch deiner Mama gemĂŒtlich gemacht und warst somit daran, deine sĂŒsse Familie zu vervollstĂ€ndigen. Schon bei der Geburt deiner Schwester durfte ich deine Eltern begleiten und die  Zeit, in der die beiden im Wochenbett zu Eltern wurden, ihnen zur Seite stehen. Es ist deshalb immer im wahrsten Sinne des Wortes ein freudiges Ereignis auch fĂŒr mich, wenn ich erneut die Hebamme der Familie sein und diese so spezielle Zeit begleiten darf. Deine Mama hatte einen grossen Wunsch fĂŒr deine Geburt, sie wollte, dass du deinen Geburtstag dir selber aussuchen kannst. Und eigentlich hatte sie den Wunsch, dass du auf natĂŒrlichem Wege geboren werden darfst. Aber sie war sich auch bewusst, dass durch die Geschichte der Geburt deiner grossen Schwester die Wahrscheinlichkeit sehr hoch war, dass auch du mit einer Bauchgeburt zur Welt kommen wĂŒrdest. Als ich deinen Eltern mitteilen musste, dass an deinem errechneten Entbindungstermin um die Weihnachtsfeiertage, ich in den Ferien sein wĂŒrde, brach fĂŒr deine Mama eine kleine Welt zusammen. Ich probierte deine Mama aber davon zu ĂŒberzeugen, dass sie ihre TrĂ€ume und WĂŒnsche fĂŒr deine Geburt nicht aufgeben sollte und wir schauten gemeinsam, welche Alternativen es zu mir geben wĂŒrde. Weil Baby 🌾MARIN🌾 und Baby 🌾MEI LIN🌾 ebenfalls in meinem Ferienmonat Dezember zur Welt kommen sollten, verlegte ich meinen Ferienbeginn auf die Mitte des Monats Dezember, so war doch noch eine kleine Chance da, dass auch du in meiner Anwesenheit deine ersten AtemzĂŒge machen konntest. In der Zeit, in der du mit deiner Mama um dich herum grösser und schwerer wurdest, wurde es aus medizinischer Sicht immer eindeutiger, dass fĂŒr deine Mama der sicherste Weg fĂŒr deine Geburt eine erneute Bauchgeburt sein wĂŒrde. FĂŒr deine Mama stimmte es unter diesen Voraussetzungen so und ich denke, dein Papa war sogar ein wenig ĂŒber dieses Entscheid erleichtert. Was beide aber -und letztendlich vor allem mich – glĂŒcklich stimmte: der geplante Termin fĂŒr dein Ankommen war mein letzter Arbeitstag vor meinen ” Geburten-Ferien ” ( meine Wochenbettbesuche, dass hatte ich schon im Voraus deiner Mama zugesichert, wĂŒrde ich normal weiter absolvieren ). So konnten wir uns nun alle ĂŒber dein Ankommen freuen und wir konnten uns darauf vorbereiten. PlĂ€ne wurden gemacht, wie der Ablauf an deinem grossen Tag sein wĂŒrde, wer euch dabei begleiten sollte
. Je nĂ€her deine Mama  an deinen  Geburtsmonat kam, umso unruhiger wurde ihr Bauch und mehrmals nahmst du einen Anlauf, schon geboren werden zu wollen. Das warme Wasser der Badewanne aber beruhigte immer wieder das Wehengeschehen und deine Mama musste sich weiter in Geduld ĂŒben. Auch wartete sie brav, wenn ich ihr schrieb, dass ich bei anderen Geburten im Einsatz war oder wie am Vorabend deiner Geburt im Opernhaus sass. Dann aber, 14 Tage vor deinem eigentlichen Entbindungstermin und 8 Tage vor deinem geplanten Termin fĂŒr deine Bauchgeburt, meldete sich deine Mama am frĂŒhen Nachmittag, dass die Kontraktionen sich nun nicht mehr so ĂŒbungshaft anfĂŒhlten, du es dir wohl nun doch ernsthaft ĂŒberlegen wĂŒrdest, zur Welt kommen zu wollen. Damit erfĂŒllte sich der grösste Wunsch deiner Mama: du hattest dir deinen Geburtstag selbst ausgesucht und den Startschuss fĂŒr deine Geburt nun gegeben und wĂ€hrend viele Leute an diesem Tag auf den Strassen unterwegs waren, um Weihnachtsgeschenke einzukaufen, hatten deine Eltern und wir, dein Geburtshelfer und ich, doch einen so viel schöneren Grund, unterwegs zu sein, nĂ€mlich dir auf diese Welt zu helfen. Ich ging mit deinen Eltern direkt in den GebĂ€rsaal, deine Mama veratmete eure Wehen, die regelmĂ€ssig ĂŒber sie und dich hinweg rollten. Der Befund deines Geburtsweges, den ich zuerst erhob, liess uns die Vorbereitungen fĂŒr deine Geburt ruhig angehen, wir hatten keine Eile und konnten routiniert und entspannt deine Mama auf deine Bauchgeburt vorbereiten. Der sĂŒsse Babybauch deiner Mama musste doch noch einmal von mir fotografiert werdenâ˜ș! – nun definitiv zum letzten Mal bot sich dafĂŒr die Gelegenheit! Euer Geburtshelfer kam vorbei und erklĂ€rte noch einmal den Ablauf der kommenden nĂ€chsten Minuten. Da dein Papa als Chirurg in deiner Geburtsklinik arbeitet und schon bei manchen Geburten im OP dabei war,  wurde natĂŒrlich viel  gefachsimpelt und ihm auch lachend angeboten, direkt mit am OP-Tisch stehen zu dĂŒrfen und mit zu operieren. Aber dein Papa wollte natĂŒrlich bei deiner Mama sein, sie stĂŒtzen und ihr beistehen und aus der gleichen Perspektive dein Ankommen erleben, wie es deine Mama sehen wĂŒrde. Das meine zukĂŒnftigen Papas immer so viel wie möglich mithelfen vor, wĂ€hrend und nach der Geburt, ist bekannt, deinem Papa konnte ich aber so viel mehr an Aufgaben geben
 FĂŒr das Legen der Infusion kniete er galant vor deiner Mama (es hatte ein wenig etwas von einem romantischen Heiratsantrag) und platzierte gekonnt die Infusionsnadel in die Vene deiner Mama. Ein letztes Mal lauschten wir mit Hilfe des CTG deinen Herztönen aus dem Bauch deiner Mama heraus und bestaunten die Berg-und Tallandschaft, die die Wehenkurve  uns zeigte. Dein Papa zog deiner Mama die KompressionsstrĂŒmpfe an und musste genau wie meine medizinischen Laien -VĂ€ter mit Anstrengung und Kraft diese Aufgabe bewĂ€ltigen. Es war eine heitere Stimmung in diesen Momenten vor deiner Geburt, deine Eltern waren so voller Vorfreude auf dich
 Kurze Zeit spĂ€ter kam bereits der Anruf aus dem OP, alle waren parat fĂŒr uns und so fuhren dein Papa, dein Geburtshelfer und ich deine Mama ĂŒber die GĂ€nge der Klinik in den OP-Saal. Dort erwartete uns bereits der AnĂ€sthesist, der deiner Mama komplikationslos die SpinalanĂ€sthesie legte. Dein Papa, den OP-Alltag gewöhnt, zog sich rasch um und stand deiner Mama in der Zeit bereits bei, dein Geburtstuch in seinen HĂ€nden haltend. Der zweite Geburtshelfer, den es fĂŒr eine Bauchgeburt in der Regel braucht, kam ebenfalls in den OP und es war der Geburtshelfer deiner Schwester, der, obwohl er keine Geburten im GebĂ€rsaal mehr begleitet, es sich aber nicht nehmen lassen wollte, auch bei deiner Geburt mit dabei sein zu wollen. Alle waren bereit fĂŒr dein Ankommen und es dauerte nur wenige Augenblicke vom Beginn der OP, bis dein Geburtshelfer dich deinen Eltern ĂŒber das blaue Tuch, welches vor dem Gesicht deiner Mama zum Schutz gespannt war, zeigen konnte. Als ”Kollege” bekam dein Papa natĂŒrlich die Schere in die Hand gedrĂŒckt, um deine Nabelschnur zu durchtrennen und dein Geburtshelfer legte dich mir abgenabelt in die Arme. Du zeigtest lautstark, wie deine Lungen sich mit Luft fĂŒllten und bereits rosarot im Hautton konnte ich dich deiner Mama auf die Brust und deinem Papa, der deine Mama hielt, in seine Arme legen. Dein Geburtstuch wurde auf dich gelegt und schĂŒtze dich vor dem grellen Licht, dein Papa hielt dich mit seinen HĂ€nden fest, wĂ€hrend deine Mama, du auf ihr liegend, die Hand deines Papas hielt- ihr hattet so hinter dem blauen Tuch geschĂŒtzt euren kleinen, eigenen Raum, eure eigene kleine Welt, wĂ€hrend auf der anderen Seite des Tuches weiter operiert wurde. Ganz viel KĂ€seschmiere, die Schutzcreme von euch noch ungeborenen Babys, war in deinem Gesicht und hinderte dich fĂŒr den Moment daran, deine Augen zu öffnen. Deine Mama beobachtete dich liebevoll und wiegte dich sanft und beruhigend hin und her, erzĂ€hlte dir von deiner grossen Schwester, die daheim auf dich warten wĂŒrde. Du hattest inzwischen eine perfekte Hautfarbe, die wunderbar mit deinem Geburtstuch und der wunderschönen Haarfarbe deiner Mama harmonisierte. Dein Papa schaute dich schon so verliebt an und man spĂŒrte, wie erleichtert er war, dass alles bisher so unkompliziert abgelaufen war, er einfach ”nur ” als Papa und nicht als Mediziner diese Augenblicke geniessen durfte. Die OP war vorbei und alle, die daran beteiligt waren, gratulierten nun deinen Eltern. WĂ€hrend deine Mama darauf vorbereitet wurde, aus dem OP gefahren zu werden, durfte nun dein Papa dich zum ersten Mal in seinen Armen wiegen. Ich nutzte den Moment, um ein Foto von dir mit den 4 MĂ€nnern der Stunde zu machen : dein Papa, der dich im Arm hielt ,deine beiden Geburtshelfer und der AnĂ€sthesist deiner Mama, 4 MĂ€nner und ein Baby â˜ș  deine Mama, die absolute Hauptperson,wurde da aus dem OP gefahren. Wir ĂŒberwachten deine Mama fĂŒr die erste Zeit im Aufwachraum und wĂ€hrend deine Mama an die Überwachungsmonitore angeschlossen wurde, hatte dein Papa einen Augenblick mit dir nur fĂŒr sich, du öffnetest da zum ersten Mal deine Augen und schautest deinem Papa, der dich liebevoll wiegte , aufmerksam ins Gesicht.  Dein Papa genoss sichtbar diese Momente mit dir und ich machte eifrig Fotos von diesen ” Augen-Blicken“. Deine Mama war nun ”verkabelt” und unmissverstĂ€ndlich zeigtest du genau in dem Moment, dass dein nĂ€chstes Ziel der Busen deiner Mama sein sollte, denn deine Zunge suchte eindeutig den Ort deiner WĂŒnsche und du probiertest an deinem Geburtstuch aus, wie der Saugeffekt funktioniert.  Deine Mama wusste das bereits, sie hatte dein ”Suchen” schon im OP gespĂŒrt. Dein Papa legte dich zwischen die Beine deiner Mama und wickelte dich vorsichtig aus deinen TĂŒchern. ” Gott ist sie wunderschön ” entfuhr es deiner Mama bei deinem Anblick und sie hatte ja so Recht ! Dein Papa legte dich deiner Mama auf die Brust und deine Mama empfing dich so glĂŒcklich  und so voller Liebe. Sie konnte sogleich die Reste deiner Nabelschnur anfassen wĂ€hrend dein Papa dich schĂŒtzend mit deinem Geburtstuch zudeckte. Sogleich fandest du den Ort deiner Begierde und zogst intensiv und hungrig am Busen deiner Mama, so, als ob du schon ewig darin erprobt gewesen wĂ€rst. Beim Trinken an Mamas Busen verschrĂ€nktest du deine HĂ€ndchen, als ob du beten wĂŒrdest und wir alle orakelten, ob du nicht vielleicht die erste PĂ€pstin der Welt werden wĂŒrdest ( es wĂ€re mir eine Ehre, dann deine Hebamme gewesen zu sein 😉 ). Deine Mama kontrollierte, ob an deinen sĂŒssen FĂŒsschen auch alle Zehen vorhanden waren und du schautest sie dabei mit sĂŒssem Blick, zufrieden und wach, aufmerksam an. Die Zehen musste dein Geburtshelfer nun nicht mehr kontrollieren, aber den Rest von dir schaute er sich nun genauer an, kontrollierte, ob alles dort ist, wo es hingehört, Herz und Lunge gut arbeiten wĂŒrden. Und er bestĂ€tigte, dass du nicht nur zuckersĂŒss, sondern auch kerngesund erscheinen wĂŒrdest! Wir konnten nun zurĂŒck in den GebĂ€rsaal, wo fĂŒr deine Mama das Nachtessen parat stand. Ich liess euch im GebĂ€rsaal einen Moment  alleine, den Moment nur fĂŒr euch geniessend, in Ruhe das Erlebte begreifen und gefĂŒhlt mit dir anzukommen. SpĂ€ter suchten dir deine Eltern dein NabelschnurbĂ€ndchen, einen braunen Teddy mit rotem Herz, aus und dein Papa wickelte es vorsichtig um den Rest deiner Nabelschnur. Dein Papa hielt dich nun in seine HĂ€nden und redete liebevoll mit dir und du, du schautest ihm interessiert in die Augen, als ob du jedes seiner Worte verstehen wĂŒrdest. Er legte dich auf die Waage, es war Zeit zu erfahren, wie schwer du warst ! Wir massen noch deine KörperlĂ€nge und den Umfang deines Köpfchens, bevor wir deine FĂŒsse mit blauer Stempelfarbe bepinselten, um AbdrĂŒcke deiner sĂŒssen FĂŒsschen als Erinnerung fĂŒr deine Eltern zu machen. Dein Papa hielt mir seinen Unterarm hin, auch dort sollte, wie schon bei deiner Schwester, ein Fussabdruck zur Erinnerung hin. WĂ€hrend dort die Farbe des Abdrucks so lange wie möglich halten sollte, wusch dein Papa nun vorsichtig die Stempelfarbe von deinen FĂŒsschen wieder hinunter. Dann wurde es Zeit fĂŒr deine erste Windel und deine allerersten Kleidchen, die dir dein Papa anzog. Ganz sĂŒsse BlĂŒmchen waren auf deinem ersten Pullover gedruckt, ich bin fast geneigt zu schreiben, dass meine Barbara-BlĂŒmchen so viel Ähnlichkeit mit ihnen hatten â˜ș , ein sĂŒsser oranger Strampler, auf dem ” I love Mummy ” stand und ein zartweiches MĂŒtzchen bekamst du ebenfalls angezogen, du schautest dabei aufmerksam und zufrieden in deine neue Welt und erschienst schon so angekommen. Perfekt gekleidet duftetest du wieder zu deiner Mama und dort erneut an die Brust, dein Papa fĂ€delte in dieser Zeit die Perlen fĂŒr deine Namenskette  auf und es kamen gar keine Fragen auf: die Perlen dieser Kette waren rosarot ! Es blieb mir nur noch ein erstes offizielles Familienfoto von euch dreien zu machen, zwar waren die Gesichter deiner Eltern mĂŒde und erschöpft von den Geschehnissen des Tages , aber so voller Liebe und GlĂŒck !

SĂŒsse 🌾 NURIA VIVIEN 🌾 , kurz nach der Geburt , im Schein der hellen Lampen erschien dein weiches Babyhaar ganz leicht rötlich und ich witzelte mit deinen Eltern, dass da vielleicht irgendwelche  Ur-Ur-Urahnen aus dem Reiche der Wikinger sichtbar wĂŒrden. Nun, nachdem unmittelbar nach deiner Geburt 4 starke MĂ€nner dich quasi im Arm gehalten hatten, kann es ja nur passend sein, dass statt“ Wickie und die starken MĂ€nner” nun es Zeit fĂŒr Spass und Flausen mit ” Nuria und die starken MĂ€nner ” wird 😎 ! Ich wĂŒnsche dir Fröhlichkeit fĂŒr deine Kindheit, geniesse Unmengen an Spass mit deiner grossen Schwester und die unendliche, unerschöpfliche Liebe deiner Eltern! 

Sei von mir VON HERZEN WILLKOMMEN 💝💝💝 


🌾 MEI LIN 🌾

24. November 2021

ZuckersĂŒsse kleine 🌾 MEI LIN 🌾, als deine Mama sich bei mir meldete, um anzufragen, ob ich sie und deinen Papa bei deiner Geburt begleiten wĂŒrde, da musste ich deiner Mama zunĂ€chst absagen. Der Zeitpunkt deines zu erwartenden  Ankommens hier in diese Welt lag in meinem Ferienmonat Dezember. Sehr hĂ€ufig, wenn ich eine Betreuung nicht annehmen kann, weil alle BetreuungsplĂ€tze bereits vergeben oder meine Ferien wohlverdient anstehen wĂŒrden, stellt die werdende Mama (nach einer kurz gefĂŒhlten EnttĂ€uschung) hĂ€ufig die Nachfrage nach Alternativen zu mir. Sollte ich dann zufriedenstellend AuskĂŒnfte geben können, verabschiede ich mich in der Regel mit der Hoffnung, dass es vielleicht bei der nĂ€chsten Geburt mit uns zusammen klappen wĂŒrde und ich der jungen Familie alles erdenklich Gute wĂŒnsche. Bei deiner Mama, so spĂŒrte ich intuitiv, war die Stille am anderen Ende des Telefons tieferliegend, die EnttĂ€uschung, deine Mama nicht begleiten zu können, schwerwiegender. Deine Mama fing deshalb auch an zu erklĂ€ren, warum sie so auf meine Begleitung gehofft hatte, warum sie meine Geburtsklinik fĂŒr deine Geburt ausgewĂ€hlt hatte. Sie erzĂ€hlte mir einige Details der Geburtsgeschichte deiner grossen Schwester, die deine Mama zutiefst in ihrer Seele verletzt hatten und es ihr verunmöglichte, erneut die Klinik, in der deine Schwester zur Welt kam fĂŒr deine Geburt auszuwĂ€hlen. Es war am Telefon zu hören, wie enttĂ€uscht deine Mama ĂŒber meine Absage war und so schlug ich ihr vor, sie in meiner Praxis zu treffen, vielleicht konnte ich deiner Mama mit einem geburtsverarbeitenden GesprĂ€ch wenigstens etwas Gutes tun.  Einige Zeit spĂ€ter öffnete ich deiner Mama, eine zierliche und so wunderhĂŒbsche Frau, meine PraxistĂŒr und der kurze Augenblick, den wir uns maskenfrei anschauten ( da du in Covid-Zeiten geboren wurdest, öffnete ich ihr  mit der Gesichtsmaske noch in der Hand, damit wir uns wenigstens kurz und mit Abstand ins ganze Gesicht blicken konnten, bevor die Masken unsere Gesichter und unsere Mimik zum grössten Teil verdecken wĂŒrden).  Dieser kurze maskenfreie Moment reichte aus, um die gegenseitige Sympathie auf den ”ersten Blick” zu spĂŒren und ich wusste bereits in diesem Moment, dass ich deiner Mama zusagen wĂŒrde, eure Geburt zu begleiten und meine Ferien etwas hinauszuschieben. Deine Mama nahm in meiner Praxis Platz und nach den ersten ĂŒblichen informellen Hinweisen, bat ich deine Mama, mir ihre erlebte Geburt zu erzĂ€hlen. Deine Mama begann sehr leise zu erzĂ€hlen und es dauerte nicht lange, bis TrĂ€nen ihre Wangen herunter liefen, so dass die TaschentĂŒcherbox schnell zum Einsatz gebracht werden musste. Bei deiner Schwester wurde damals die Geburt eingeleitet und deine Mama fĂŒhlte sich im GebĂ€rsaal so wenig geborgen, umsorgt, mit ihrem Wehenschmerz alleine gelassen. Auch dein Papa fĂŒhlte sich damals hoffnungslos ĂŒberfordert, fĂŒhlte sich mit verantwortlich, dass der Tag, der eigentlich so viel GlĂŒck mit der Geburt des eigenen Kindes bringen sollte, soviel Trauer auslöste bei seiner Frau. Auch die ersten Wochen des Wochenbettes waren trĂ€nenreich und antriebslos fĂŒr deine Mama und erst nach einer geraumen Zeit konnte deine Mama, konnten deine Eltern, ihr BabyglĂŒck annehmen. Nun da du unterwegs warst, spĂŒrte deine Mama, wie gross die Angst vor einer erneuten, deiner Geburt, war, wie die Erinnerungen an das erste Geburtsgeschehen die TrĂ€nen wieder fliessen liessen. Ich traf deine Mama noch weitere Male in eurer Schwangerschaft und wir werteten es als grossen Erfolg, als bei unserem 3.Treffen die Taschentuchbox zwar vor deiner Mama stand, aber alle TaschentĂŒcher an Ort und Stelle blieben, keine TrĂ€nen flossen und das Vertrauen, dass ich mit deiner Mama langsam wachsen lassen konnte, das Vertrauern, dass deine Geburt anderes werden wĂŒrde, heilte und liess vor allem die Freude auf dein Ankommen zu. Wir sprachen miteinander, wie du auf die Welt kommen solltest. Deine Mama plagte das Gewissen, dass mit einer geplanten Bauchgeburt, sie ihrer MamaRolle dir gegenĂŒber nicht gerecht werden wĂŒrde und dennoch löste der Gedanke, mit dir eine Geburt im GebĂ€rsaal erleben zu mĂŒssen, unvorstellbare Ängste aus. Wir besprachen immer wieder alle Vor-und Nachteile von Geburten im GebĂ€rsaal und im OP und als ich deiner Mama versprechen konnte, dass auch Mamas, die ihr Baby mit Hilfe einer Bauchgeburt zur Welt bringen, die besten Mamas der Welt fĂŒr ihre Babys sind, entschied deine Mama fĂŒr sich, fĂŒr ihre heilende MamaSeele, dass du ein Bauchgeburtbaby werden solltest. Dein Geburtstag wurde geplant und er sollte sogar noch vor meinem Ferienbeginn stattfinden. Ganz frĂŒh am Morgen trafen wir uns in der Klinik, deine Mama wartet bereits schon auf mich im GebĂ€rsaal. SelbstverstĂ€ndlich aufgeregt und ohne gross in der Nacht Schlaf gefunden zu haben ( da geht es den Frauen wie mir, auch ich schlafe kaum, wenn ich weiss, dass mein Wecker ”mitten in der Nacht ” klingeln wird, wenn ich zu einem geplanten Kaiserschnitt fahren werde.) Deine Mama hatte allerdings schon einige fast schlaflose NĂ€chte hinter sich, denn nicht nur die Aufregung und Vorfreude auf dich hatte sie wach gehalten, auch deine grosse Schwester brauchte deine Mama nachts, denn sie war stark erkĂ€ltet . Dein Papa kam etwas spĂ€ter zu uns, ich war da bereits schon dabei, deine Mama auf die Operation vorzubereiten. Er hatte so lange zu deiner Schwester geschaut, ihr noch alle notwendigen Medikamente verabreicht, bis der Babysitter kam, der zu deiner Schwester schauen wĂŒrde. Das deine grosse Schwester dennoch deinen Papa nicht gehen lassen wollte und die Zeit  nun fĂŒr deinen Papa drĂ€ngte, behalf dein Papa sich einer List: deine Schwester bekam von ihm schon einige Geschenke, die fĂŒr ihren baldigen Geburtstag bereits eingepackt auf sie warteten und sie wurde so mit dem vorzeitigen Auspacken ihrer Geschenke vertröstet und deine Eltern, die nun wussten, dass es deiner Schwester gut gehen wĂŒrde, konnten sich nun auf dich und dein Ankommen, deine Geburt konzentrieren. Sehr schnell kam bereits der Anruf, dass unser OP -Team fĂŒr uns bereit war. Das war gut, all die OP Vorbereitungen , die ich mit deiner Mama machte und deine Herztonkurve, die ich ein letztes Mal von dir schrieb, lenkten sie von ihrer so verstĂ€ndlichen NervositĂ€t ab. Im OP verlief alles sehr ruhig und routiniert, eine AnĂ€sthesistin erklĂ€rte deiner Mama noch einmal, wie sie die SpinalanĂ€sthesie legen wĂŒrde und kĂŒmmerte sich liebevoll um deine Mama. Als alle, die bei deiner Geburt mit dabei sein sollten, an ihrem Platz im OP waren, durfte dein Papa, der dein Geburtstuch bei sich hatte, sich zu deiner Mama setzten. Ein grosses blaues Tuch verhĂŒllte deinen Eltern die Sicht auf das ”OP-Feld ”, aber akustisch hörten sie, wie euer Geburtshelfer noch einmal fĂŒr das Protokoll zusammenfasste, warum deine Mama hier war und die Uhrzeit , an dem deine Bauchgeburt begann. Die AnĂ€sthesistin beschrieb deinen Eltern, was auf der anderen Seite des Tuches mit deiner Mama passierte, aber viel musste sie nicht erklĂ€ren, denn es brauchte nur wenige Augenblicke, bis du bereits geboren auf dem Bauch deiner Mama lagst, von deinem Geburtshelfer abgenabelt wurdest und er dich deinen Eltern ĂŒber das blaue Tuch zeigen konnte. Dann gab er dich in meine Arme und weil du laut protestiertes und damit ordentlich Sauerstoff in deine Lungen atmetest, konnte ich dich sofort deiner Mama auf die Brust legen und mit deinem Geburtstuch zudecken. Dein Papa hielt dich mit fest und deine Eltern betrachteten dich, noch etwas ĂŒberrascht, wie schnell dein Ankommen gewesen war und erleichtert, wie gut es dir offensichtlich ging. Du warst sehr entspannt, schienst dich nach dem ersten Schrei problemlos mit deiner neuen Welt anzufreunden, denn du lagst ruhig bei deiner Mama, dein Hautton wurde rosig und du versuchtest bereits, im Schein des rosaroten Lichtes deines Geburtstuches die Augen zu öffnen. Dein Papa war gerĂŒhrt, ” so schön ” sagte er und kĂŒsste deiner Mama liebevoll auf ihre Stirn und egal, ob er dich meinte oder die sehr ruhige  AtmosphĂ€re bei deiner Geburt, beides stimmte zu 100 Prozent â˜ș. Dein Papa entdeckte deine langen FingernĂ€gel, die du schon hattest und meinte, dass du die garantiert von deiner Mama geerbt hĂ€ttest. Du schautest in die Gesichter deiner Eltern, die dich so glĂŒcklich anlĂ€chelten und der Blick deiner Augen schien, als ob du alles um dich herum bereits kenne wĂŒrdest. Eigentlich hĂ€ttet ihr alle Zeit der Welt so innig miteinander verbringen können, aber die OP war vorĂŒber und euer Geburtshelfer kam zu euch, bestĂ€tigte, dass alles vollkommen unkompliziert und problemlos verlaufen war und gratulierte deiner Mama und deinem Papa zu ihrer wunderhĂŒbschen Tochter. Du hieltest dich dabei an deinem Geburtstuch fest und gĂ€hntest herzhaft, geboren werden kann doch mĂŒde machen
 Als alle TĂŒcher von deiner Mama entfernt wurden und deine kleine Welt nun von der OP-Lampe angestrahlt wurde, hielt deine Mama schĂŒtzend ihre Hand vor dein Gesicht und dein Papa durfte dich nun zum ersten Mal selbst in seine Arme nehmen, damit deine Mama aus dem OP gefahren werden konnte. Weil es euch dreien so gut ging, konnte ich euch direkt zurĂŒck in den GebĂ€rsaal fahren und so kam es, dass du in deiner ersten Stunde deines Lebens bereits Liftfahren durftest, in den Armen deiner  lĂ€chelnden und so wunderschön aussehenden Mama liegend, die glĂŒcklich war, so wie es eine Mama nach der Geburt ihres Babys sein sollte. Im GebĂ€rsaal liess ich euch fĂŒr einen Augenblick ungestört, deine Eltern sollten im wahrsten Sinne des Wortes mit dir ”Ankommen ”, dich betrachten, festhalten, geniessen. Die ersten Nachrichten ĂŒber deine Geburt wurden versendet, nachgefragt, wie es deiner grossen Schwester daheim ging. Nicht lange und du zeigtest unmissverstĂ€ndlich das du nun gerne den Busen deiner Mama geniessen wolltest und problemlos klappte das erste Ansetzten an die Brust. Dein Geburtstuch war wie ein Turban um deinen Kopf gewickelt, so gab dir das Tuch WĂ€rme und Schutz vor zu hellem Licht. Dein Papa wollte ein Foto von seinen beiden  Frauen mit seinem Handy machen, er hielt so die Stimmung nach eurer Geburt fest und es war so wichtig, dass ihr die Ruhe und IntimitĂ€t zu dritt geniessen und bewusst auskosten konntet. Gemeinsam schauten wir dich noch einmal an, hattest du alle Fingerchen? Alle Zehen? Schienen deine FĂŒsschen korrekt und dein Köpfchen perfekt ?Alles, so bestĂ€tigten wir, war ganz zauberhaft an dir und du gĂ€hntest erneut herzhaft und schautest zuckersĂŒss und entspannt aus deinem altrosa Geburtstuch hervor. ( SpĂ€ter bei euch daheim im Wochenbett werde ich noch so viele deiner sĂŒssen Kleidchen bewundern, die deine Mama fĂŒr dich gekauft hat! ) Deine Mama stĂ€rkte sich mit ihrem FrĂŒhstĂŒck, das Essen tat deiner Mama gut und sie machte einen tiefen Seufzer, alle Anspannung der letzten Tage, Wochen, Monate schienen verflogen. Noch einmal erinnerte sie sich, wie sie sich nach der Geburt deiner Schwester fĂŒhlte. Du aber schienst deine Stimme zu entdecken, denn du „ plaudertest“ zu unserer Begeisterung sĂŒss vor dich hin. Ich nahm das Stempelkissen und deine Mama half mir dabei, deine FussabdrĂŒcke auf das Papier zu bannen. Dein Papa entfernte dann mit einem warmen Waschlappen sanft diese Farbe wieder von deinen FĂŒsschen. Deine Mama nahm dich nun wieder in ihre Arme und streichelte sanft dein Köpfchen. Da bei dir dein Blutzucker gemessen werden musste, bekamst du einen kleinen Stich in deine Ferse, aber der störte dich nicht sonderlich. Dein Blutzuckerwert war unauffĂ€llig und so konnten wir dich weiter anziehen. ZunĂ€chst durfte dein Papa noch einmal die Nabelschnur durchtrennen. Zwar hatte euer Geburtshelfer das unmittelbar nach deiner Geburt bereits getan, aber soviel Nabelschnur, wie jetzt noch an deinem Nabel war, wĂ€re eher hinderlich fĂŒr dich gewesen. „ Eine zĂ€he Sache ” meinte dein Papa beim Schneiden und auch hier hielt deine Mama schĂŒtzend ihre Hand zwischen Schere und dir. Als NabelschnurbĂ€ndchen wĂ€hlten deine Eltern eine gelbe Blume mit grĂŒnen Blatt und dein Papa wickelte die Schnur gekonnt um den verbliebenen Nabelschnurrest. (Auch hier werde ich spĂ€ter bei euch im Wochenbett die kleine, filigrane Porzellandose bewundern, worin deine Mama dein NabelSchnurbĂ€ndchen zur Erinnerung aufbewahren wird 😊 ). Nun legte dein Papa dich auf die Waage und gemeinsam massen wir deine KörperlĂ€nge und deinen Kopfumfang. Deine allererste Windel wurde dir von deinem Papa routiniert angezogen, die Kleidchen, die dir deine Mama daheim schon zusammengestellt hatte, passten zu der Grösse, die wir mit dem Massband von dir erhoben hatten. Und so kleidete dich dein Papa in ganz zauberhafte Kleidchen, einem rosaroten Body und einem perfekt dazu passenden rosaroten, weichen Strampler. Als deinem Papa der Magen hörbar knurrte, merkte er, dass er zwar jede Menge Koffein, aber keine sonstiges Lebensmittel im Magen hatte und ich bemerkte scherzhaft, dass das mein Normalzustand als Hebamme bei Geburten sei und  sofort bot deine Mama mir eines ihrer FrĂŒhstĂŒcksgipfeli an â˜ș  Du bekamst ĂŒbrigens den allerallerallerletzen gebastelten Hund als Namensschild fĂŒr dein Bettchen, dass in unserer Klinik fĂŒr die Babys ursprĂŒnglich gebastelt wurde. Dein Papa fĂ€delte dir blaue und rosa Perlen fĂŒr deine Namenskette auf und wĂ€hrend du so perfekt in den Armen deiner Mama lagst, knĂŒpfte er dir das Kettchen um dein Handgelenk und deine Mama gab dir liebevoll einen Kuss, wĂ€hrend dein Papa dich streichelte. Es wurde Zeit, von euch das erste ” offizielle ” Familienfoto zu machen und du, die du die ganze Zeit mit wachen Augen in deine neue Welt geschaut hattest, nun fĂŒr das Foto waren deine Augen zu, denn du schliefst inzwischen tiefenentspannt den Schlaf eines neugeborenen Babys. Die Bilder wurden dennoch ganz bezaubernd, ein glĂŒckliches Elternpaar mit einem zuckersĂŒssen, wunderhĂŒbschen Baby in ihren Armen !

SĂŒsse kleine 🌾 MEI LIN 🌾 , als ich deine Mama wenig spĂ€ter in ihrem Wochenbettzimmer besuchte, um mich von ihr zu verabschieden, stand sie bereits  mit Hilfe von PflegekrĂ€ften das erste mal nach ihrer OP auf, normalerweise versuchen  das die Patientinnen immer erst am Abend. Deine Mama aber fĂŒhlte sich so gut, so stark und so glĂŒcklich, dass sie sogar zu dir langsam und mit einem Strahlen im Gesicht gelaufen kam. Gemeinsam machten wir noch ein paar Erinnerungsfotos von dir und ich wickelte dich dazu in das farblich perfekt passende Shirt deiner Mama. So viele Fotos machte ich von dir, eines bezaubernder als das andere. Und gemeinsam suchten deine Mama und ich das PortrĂ€t von dir aus, welches mit deiner Geburtsgeschichte hier veröffentlicht werden wĂŒrde. Deine Mama konnte dich von deinem ersten Lebenstag in vollen ZĂŒgen geniessen, angstfrei, voller Liebe
 Die Entscheidung, wie du zur Welt gekommen bist, war die absolut richtige und deine Mama ist und wird fĂŒr immer die wunderbarste Mama der Welt fĂŒr dich sein . Geniesse sie und deine tolle Familie und sei auch von mir  VON HERZEN WILLKOMMEN 💝💝💝


🌾MARIN🌾

22. November 2021

Zauberhafter kleiner sĂŒsser 🌾MARIN🌾 , als deine Mama mich anrief, um zu fragen, ob ich sie und deinen Papa bei deiner Geburt begleiten möchte, wusste ich bereits schon, dass dieser Anruf kommen wĂŒrde. Eine gute Freundin, die ebenfalls Familien im Wochenbett betreut und deine Eltern nach der Geburt deines grossen Bruders begleitet hatte, erzĂ€hlte mir, wie wichtig es fĂŒr deine Eltern wĂ€re, nach der sehr schwierigen ersten, fĂŒr sie so belastenden Geburt deines Bruders fĂŒr diese Schwangerschaft und Geburt nun eine vertrauensgebende Begleitung zu bekommen. Als deine so sympathischen Eltern mir dann in der Praxis gegenĂŒber sassen und ich sie bat, mir ihre Erinnerungen an die Geburt deines grossen Bruders zu erzĂ€hlen, schickte ich voraus, dass ich an jenem GeburtsTag ebenfalls im GebĂ€rsaal war und eine meiner Patientinnen auf ihrer Geburtsreise begleitete und damals bereits ein wenig von den Geschehnissen, die deine Eltern betrafen, mitbekommen hatte. Dein Bruder hatte sich ein Geburtsdatum ausgesucht, an dem ganz viele Störche im Landeanflug auf unseren GebĂ€rsaal waren und die Hebammen alle HĂ€nde voll zu tun hatten. Deine Eltern hatten vollstes VerstĂ€ndnis fĂŒr die Situation im GebĂ€rsaal und versuchten, so gut wie möglich, alleine durch ihre Geburt zu gehen, die Hebammen nicht noch zusĂ€tzlich zu belasten. Als sich die Herztonkurve deines Bruders verĂ€nderte und dein Bruder dann mit einem Mal sehr schnell zur Welt kommen musste, verlief in diesen Momenten die Geburt aber so anders, als es sich deine Eltern vorgestellt, sich gewĂŒnscht hatten. Dein Bruder kam im GebĂ€rsaal zur Welt, aber fĂŒr deine Eltern war es eine absolut ĂŒberfordernde Situation, keine GlĂŒcksgefĂŒhle durchströmten sie und als wenig spĂ€ter dein Bruder auch noch ins Kinderspital verlegt werden musste, kam statt Freude ĂŒber ihren Sohn auch noch die Angst um deinen Bruder mit dazu. Nun, ein Teil solcher Wunden, die solche Geburten verursachen, verheilen mit der Zeit, körperliche Wunden wohl am ehesten, Wundnarben verblassen
 Dein grosser Bruder durfte zu einem wundervollen, hĂŒbschen und gesunden Jungen heran wachsen, der deine Eltern so voller Stolz erfĂŒllt. Die seelischen Verletzungen, die die Geburt bei deinen Eltern verursachte, heilte die Zeit nicht, sie wurden nur versteckt, imaginĂ€r in eine Schublade gelegt und diese Schublade versucht, zu schliessen. Jetzt, wo du unterwegs warst, deine Eltern sich mit dem Thema Geburt erneut auseinander setzten mussten, öffnete sich diese Schublade wie von selbst und wir liessen sie sich öffnen. Deine Eltern ”erlebten” die Geburt deines Bruders erneut, sie erzĂ€hlten, wie sie sich damals gefĂŒhlt hatten, welche Angst sie hatten, welche Ohnmacht sie fĂŒhlten, wieviel Verantwortung dein Papa sich an diesem Tag auferlegte. Da ich den offiziellen Geburtsbericht zur VerfĂŒgung hatte, konnten wir zusammen auch noch einmal aus der Sicht des Geburtshilfeteams die Geburt durchlaufen, unklare Momente konnten so greifbarer werden. Und natĂŒrlich kamen wir auf deine Geburt zu sprechen und auf die WĂŒnsche, die deine Eltern fĂŒr dein Ankommen in diese Welt hatten. Diese WĂŒnsche waren so klein, sollten eigentlich in der Begleitung jedes Paares, dass sich in die HĂ€nde eines Geburtshilfeteams begibt, eine Grundvoraussetzung sein
. Deine Eltern wollten nicht alleine gelassen werden bei deiner Geburt, sie wollten ĂŒber alle Schritte und Massnahmen, die erforderlich waren, aufgeklĂ€rt werden, sie wollten gemeinsam zu Entscheidungen kommen und sie wollten, solltest du jemals wĂ€hrend der Geburt in eine Stresssituation kommen, dir die Möglichkeit geben, durch eine Bauchgeburt , einen Kaiserschnitt zur Welt zu kommen. Das Thema Kaiserschnitt hatte hatte seine absolute Berechtigung, nicht nur wegen den traumatischen Erinnerungen an die Geburt deines Bruders, auch wegen rein anatomischen Aspekten. Du musst wissen, dass deine Mama eine ganz zierliche Person ist, elfengleich und als ich das Geburtsgewicht deines Bruders sah, zollte ich deiner Mama und ihrem Körper den allerhöchsten Respekt, ein so schweres Baby auf dem natĂŒrlichen Weg zur Welt zu gebracht zu haben. Ich weiss, dass dein Papa erleichtert gewesen wĂ€re, hĂ€tte sich deine Mama fĂŒr einen geplanten Kaiserschnitt entschieden, sehr gross war einfach die Angst bei ihm, erneut sich im GebĂ€rsaal machtlos zu fĂŒhlen. Aber er stĂŒtzte jeden Entscheid deiner Mama und die wollte es erneut versuchen, dir das Ankommen im GebĂ€rsaal zu ermöglichen und ich hatte die grosse Hoffnung, deinen Eltern durch meine Begleitung ein angstloses Erleben deiner Geburt zu ermöglichen. NatĂŒrlich besprachen wir alle Möglichkeiten unter der Geburt, redeten ĂŒber Wassergeburten, 4FĂŒsslerstĂ€nde, aber auch den Ablauf eines Kaiserschnitts. Wir redeten ĂŒber das Ankommen von dir unmittelbar nach deiner Geburt, das sofortige Bonden mit deinen Eltern, das Auspulsieren lassen der Nabelschnur, das EinhĂŒllen in dein warmes Geburtstuch, die zeitlosen Momente , die man allen Eltern nach einer Geburt im GebĂ€rsaal zu GenĂŒge zur VerfĂŒgung stellen sollte und die deine Eltern nach der Geburt deines Bruders nicht erleben konnten. Es kam der Morgen, an dem du dich entschieden hattest, dass dieser Tag dein Geburtstag werden sollte. Dein Mama schrieb mir in den ersten Stunden des Tages, dass sie eure ersten regelmĂ€ssigen und schon intensiv spĂŒrbaren Wehen merkte. Wir telefonierten kurze Zeit spĂ€ter und die Wehen, die deine Mama hörbar veratmen musste, versprachen, dass du es ernst meinen wĂŒrdest, mit dem Geboren werden. Deine Mama wollte aber zunĂ€chst noch die Badewanne daheim ausprobieren, so konnte ich mich in Ruhe  fĂŒr deinen Geburteneinsatz parat machen, als das Telefon erneut ging. Deine Mama spĂŒrte, dass die Wehen intensiver wurden und fĂŒr sie war klar, dass fĂŒr sie nur noch der GebĂ€rsaal der richtige Ort fĂŒr die kommenden Stunden sein wĂŒrde. Und da deine Eltern sehr nah an der Klinik wohnten, rief ich Sue (MERCI ❀!) , meine Hebammenkollegin, die Dienst hatte, an, bat sie, deine Eltern bereits schon in Empfang zu nehmen und vor allem die Badewanne mit wohltuendem warmen Wasser zu fĂŒllen. Sue schaute liebevoll zu deine Eltern, bis auch ich im GebĂ€rsaal ankam. Deine Mama lag zu diesem Zeitpunkt im warmen Wasser und die Wehen forderten sie. Deine Herztöne pochten hörbar unaufgeregt aus dem CTG-GerĂ€t. Dein Papa holte gerade deine Kleidchen, die du hoffentlich schon bald angezogen bekommen wĂŒrdest und dein Geburtstuch aus der Tasche deiner Mama und legte sie zum AufwĂ€rmen in den WĂ€rmeschrank des GebĂ€rsaales. Gemeinsam veratmete ich mit deiner Mama die nĂ€chsten Wehen, damit sie eine fĂŒr sie passende und vor allem gut tuende Wirkung spĂŒrte, die das Verarbeiten der Wehen leichter und die Wehenpausen entspannender machen sollte. In einer Wehenpause schaute ich nach, wie weit euer Geburtsweg sich schon geöffnet hatte- ich wĂ€re glĂŒcklich gewesen, hĂ€tte ich deinen Eltern einen besseren Befund mitteilen können, aber euer Geburtsweg hatte sich gerade erst begonnen, zu öffnen. Dennoch blieben wir optimistisch, dass all die da anrollenden Wehen ihren Sinn erfĂŒllten und deine Geburt voran bringen wĂŒrden. Deine Mama blieb auch in der Badewanne beweglich, kreiste und bewegte ihr Becken und gab dir damit die Möglichkeit, mit deinem Köpfchen eine gute Position im Becken deiner Mama zu finden. Dein Papa kĂŒmmerte sich um deine Mama, mit ruhigen Worten bestĂ€rkte er sie, sagte ihr, wie wundervoll sie war, wie gut sie durch eure Wehen ging. Er gab deiner Mama in den Wehenpausen Wasser zum Trinken und einen kĂŒhlenden Lappen auf ihre Stirn. Er half ihr beim Atmen, in dem er hörbar mit ihr wĂ€hrend der Wehen mitatmete. In den Wehenpausen erzĂ€hlte er von deinem grossen Bruder, der die letzten Tage so anhĂ€nglich gewesen war, die NĂ€he deiner Mama besonders genossen hatte und fĂŒr dich einen Hasen mit grossen Schlappohren in den Klinikkoffer gelegt hatte. Gemeinsam gingen deine Eltern gedanklich an ihren WohlfĂŒhlort, einen warmen Sandstrand, um in den Wehenpausen leichter entspannen zu können. Deine Mama wechselte die Position, in dem sie sich nun hinstellte, die Schwerkraft sollte auch in der Badewanne zu Hilfe kommen. Warme TĂŒcher deckten ihre Schultern zu und auch du mit dem Bauch deiner Mama um dich herum, wurdest mit einem wĂ€rmenden Tuch zugedeckt. Dein Papa stĂŒtzte, hielt deine Mama und dich am Wannenrand stehend und hielt auch dich in seinen HĂ€nden, weil er liebevoll den Bauch deiner Mama umfasste. Deine Mama legte mĂŒde ihren Kopf auf die Schultern deines Papas und auch wenn ich sah, wieviel Kraft eure Wehen deine Mama nun kosteten, dieser so wunderschöne, zĂ€rtliche, liebevolle Anblick deiner Eltern war einfach nur berĂŒhrend. Deine Mama hatte das BedĂŒrfnis, aus der Wanne zu kommen. Am Bett stehend, merkte sie, dass sich nun deine Fruchtblase geöffnet hatte, definitiv gab es fĂŒr deine Geburt nun kein ZurĂŒck mehr! Wir hatten es schon in meiner Praxis besprochen: jederzeit sollte fĂŒr deine Mama die Option offen stehen, von einer PeriduralanĂ€sthesie gebrauch machen zu können und auch ohne deine Mama untersuchen zu mĂŒssen, war es gut ersichtlich, dass dein Ankommen noch nicht in greifbarer NĂ€he war und deiner Mama diese Form der Schmerzlinderung gut tun wĂŒrde. Ich rief den AnĂ€sthesisten zu uns und als der sowohl die VorzĂŒge als auch die Risiken der PDA erklĂ€rte und unter UmstĂ€nden noch fĂŒr ein Abwarten plĂ€dierte, da spĂŒrte ich sofort, wie die Erinnerungen an die Ohnmacht, die dein Papa bei der Geburt deines Bruders ausgesetzt war,  fĂŒr deinen Papa erneut zum Greifen nah war. Er versuchte nun, fĂŒr deine Mama zu sprechen, zu begrĂŒnden , warum die PDA jetzt und nicht spĂ€ter ihrer Meinung nach nötig war und versuchte in wenigen Worten die traumatischen Erfahrungen der letzten Geburt wieder zu geben. Die PDA wurde problemlos bei deiner Mama gelegt und schnell zeigte sie ihre schmerzlindernde Wirkung, nur den Beckenkamm, den spĂŒrte deine Mama immer noch sehr schmerzhaft, offensichtlich warst du, kleiner Mann daran, Platz fĂŒr dich zu schaffen. Ein WĂ€rmekissen verschaffte Linderung und deine Mama legte sich auf die Seite, schloss die Augen und versuchte sich zu entspannen, sich zu erholen, Energie zu gewinnen. Dein Papa suchte nach Musik im Radio, die deine Mama ablenken sollte und als er etwas passendes  gefunden hatte, deine Mama mit geschlossenen Augen dieser Musik lauschte, nahm sich dein Papa eine kurze Auszeit vor dem GebĂ€rsaal, er wusste, ich war fĂŒr deine Mama da und er konnte fĂŒr einen Moment nur fĂŒr sich sein. Kurze Zeit und einem neuen WĂ€rmekissen spĂ€ter kam dein Papa wieder zu uns, kĂŒsste deine Mama zĂ€rtlich und machte ihr Komplimente, was fĂŒr eine wundervolle Frau sie war ( und er hatte ja so Recht !!!!). 2 Stunden waren vergangen, seit die PDA wirkte und wir wollten wissen, was die Wehen, die in dieser Zeit ja weiter wehten, geschafft hatten. Ich untersuchte deine Mama und konnte nun eine so viel bessere Nachricht verkĂŒnden: deine Mama war nun 9 cm weit offen! Es fehlte nur noch 1 cm , damit der Geburtsweg komplett geöffnet war und du musstest  noch den Weg tiefer durch das Becken gehen. Bewegung war nun wieder gefragt und deine Mama mobilisierte ihr Becken, in dem sie sich immer wieder von einer auf die andere Seite legte und dich hoffnungsvoll dadurch hin und her schaukelte. Dein Papa half dabei und nebenher versorgte er deine Mama und auch mich mit energieliefernder Schokolade. Ich holte mein Rebozo-Tuch aus der Tasche und zeigte deinem Papa , wie er dieses Tuch bei deiner Mama anwenden konnte. Die sanften Schwingungen die dein Papa mit dem Tuch nun bei deiner Mama im Beckenbereich erzeugte, sollten zum einen die leicht spĂŒrbaren Wehen ertrĂ€glicher machen und vor allem  sollten sie dir helfen, tiefer mit dem Köpfchen durch das Becken zu kommen. Geduld war nun gefragt und ich lenkte deine Eltern etwas ab, in dem sie Entscheidungen treffen sollten, wie zBsp dein Namensschild fĂŒr dein Bettchen aussehen sollte und welches NabelschnurbĂ€ndchen dein Papa spĂ€ter um deine Nabelschnur binden wĂŒrde ( deine Eltern wĂ€hlten fĂŒr deine Nabelschnur den Elefanten, weil du ein grosses Baby werden wĂŒrdest und ergatterten den allerletzten Hund fĂŒr dein Namensschild.) Dein Papa lenkte deine Mama ab, in dem er ihr Nachrichten von Daheim von seinem Handy vorlas, alle warteten gespannt auf dich! Auch erfuhr ich nun, wie dein Name heissen wĂŒrde, denn dein Papa schrieb  ihn nun in die Formulare, mit denen ich spĂ€ter deine Geburt verkĂŒnden wĂŒrde. Zur Erinnerung machte dein Papa mit seinem Handy ein Video von deiner Herztonkurve. Inzwischen war der Muttermund nun schon seit 2 Stunden  offen, aber dein Köpfchen schien sich nur wenig tiefer seinen Weg zu  bahnen, die Wehen wurden fĂŒr deine Mama wieder intensiver spĂŒrbar und sie bat mich, die Wirkung der PDA zu erhöhen. Wir versuchten, deine Mama in einer Wehe mit schieben zu lassen und ein wenig konnten wir schon von dir und deinem Köpfchen sehen, vor allem Unmengen an dunklen Haaren, die du offensichtlich hattest. Das zauberte deinen Eltern ein LĂ€cheln ins Gesicht und erinnerte sie an deinen Bruder, allerdings spĂŒrten sie auch instinktiv, dass du einfach noch zu hoch mit deinem Köpfchen im Becken deiner Mama warst, um alleine geboren werden zu können. Ich informierte deinen Geburtshelfer ĂŒber den Stand der Dinge und wir entschieden, noch abzuwarten, dir Zeit zu geben, tiefer zu kommen. Deine Mama musste nun trotz höherer Dosierung der PDA die Wehen wieder intensiver verarbeiten und nach einer gewissen Zeit bat dein Papa mich, euren Geburtshelfer dazu zu holen, damit wir alle gemeinsam die Lage beurteilen können. Deine Mama schob nun erneut in der Wehe mit und dein Köpfchen war um einiges mehr in der Tiefe sichtbar, allerdings nicht tief genug, damit deine Mama es ganz alleine mit ihrer Kraft schaffen könnte, dich zu Welt zu bringen. Euer Geburtshelfer erklĂ€rte deinen Eltern, dass in dieser Situation sowohl ein Kaiserschnitt wie auch der Versuch einer Vakuum-Geburt möglich wĂ€re und fĂŒr deine Eltern war ganz klar, dass sie dir und ihnen die gleiche Geburt wie dein Bruder sie erlebt hatte, nicht zumuten wollten. Sie entschieden sich ruhig und bestimmt, selbstbestimmt, fĂŒr den Weg in den OP und dein Papa umarmte deine Mama ganz fest. Wir bereiteten deine Mama in Ruhe auf die Operation vor, ich erklĂ€rte noch einmal, was deine Eltern im OP erwarten wĂŒrde. Als der OP uns informierte, dass wir kommen könnten, spĂŒrte deine Mama eine intensive Wehe und wir versuchten noch einmal, ob das Mitpressen durch deine Mama mehr Erfolg zeigen wĂŒrde , es war ein letzter Versuch, auch damit wir alle sagen konnten, wirklich alles versucht zu haben. Und wir alle gaben nach dieser Wehe der Sicherheit, mit der du geboren werden solltest, den Vorrang und ich zollte deiner Mama den allergrössten Respekt, es bis hier zu diesem Punkt geschafft zu haben und alles, wirklich alles gegeben zu haben fĂŒr dich. Als wir in den OP fuhren streichelte dein Papa deiner Mama zĂ€rtlich das Gesicht, dein Geburtstuch hielt er fest in der Hand. Beide lĂ€chelten sich an, froh, eine Entscheidung getroffen zu haben und froh zu wissen, dass sie dich nun schon bald in ihren Armen halten zu dĂŒrfen. Deine Mama, obwohl sie seit so vielen Stunden unvorstellbar hart gearbeitet hatte, sah mĂŒde, aber so wunderschön aus 
 Deine Geburt ging dann sehr schnell, es war 13:30 Uhr an einem Montag, als du problemlos geboren wurdest, allerdings schienst du schon so neugierig auf diese Welt gewesen zu sein, dass du dir die ”Sternengucker”-Position fĂŒr deine Geburtslage ausgesucht hattest, eine Position, die soviel mehr Platz und Zeit zum GebĂ€ren braucht UND du schienst riesig zu sein ( vor allem proportional zu deiner Mama ) als dein Geburtshelfer dich mir in die Arme legte. Du öffnetest  deine Lungen und dein krĂ€ftiger Schrei liess deine Eltern sofort wissen, dass es dir gut ging. Sofort durftest du zu deiner Mama auf die Brust und wir deckten dich mit deinem Geburtstuch zu. Auch wenn deine Eltern es wussten, ich bestĂ€tigte es ihnen : dir ging es wunderbar, deine Atmung war perfekt, deine Haut nahm den Farbton deines Geburtstuches an, viele viele Haare an deinem Kopf waren zu sehen und deine Mama realisierte, dass wie dein Bruder auch du eine grosse Nase hattest. Ich sah deine riesigen HĂ€nde, alles an dir war gross đŸ„° und ich machte  die ersten Fotos von dir und deinen Eltern, die beide ihren TrĂ€nen freien Lauf liessen und es waren nun keine TrĂ€nen der Trauer und EnttĂ€uschung, sondern TrĂ€nen des GlĂŒcks, der Liebe und der Erleichterung. Dein Papa redete mit dir, sagte dir wie gut du es und deine Mama wĂ€hrend deiner Geburt gemacht hĂ€tten. Und er fragte, ob dir dein Name gefĂ€llt. Deine Mama, die nun merkte, wieviel Energie die letzten Stunden sie gekostet hatten, brauchte einen Moment fĂŒr sich und so nahm dein Papa dich zu sich, hielt aber dein Köpfchen ganz nah an dem deiner Mama. Du begannst, die Augen zu öffnen und suchtest offensichtlich bereits den Busen deiner Mama und so lange bis deine Mama dir helfen konnte, bekamst du den Finger von deinem Papa in deinen Mund und gabst dich damit fĂŒr den Moment zufrieden. Dein Papa beschrieb deiner Mama alles, was du machtest und vor allem konnte er deiner Mama immer wieder sagen, dass es dir gut geht. Wenig spĂ€ter konnte euer Geburtshelfer deinen Eltern zu deinem Ankommen gratulieren und untersuchte dich ein erstes Mal. Alles an dir war dran, alles war gesund und du kamst zurĂŒck in die HĂ€nde deines Papas (und nuckeltest sofort an seinen Fingern weiter ) und dein Papa nahm dich, gab deiner Mama einen zĂ€rtlichen Kuss und gab dich ihr mit den Worten „ Jetzt darfst du deine Mami so richtig kennen lernen ” in die Arme. Kennenlernen wolltest du auf alle FĂ€lle sofort den Busen deiner Mama, denn du suchtest und gingst sofort an ihre Brust und trankst intensiv und hungrig. Deine Mama und dein Papa, sie strahlten dich an! Wenig spĂ€ter, ihr 3 hattet euch ein wenig von den Strapazen der letzten Stunden erholt, ging es zurĂŒck in den GebĂ€rsaal, draussen war es bereits schon wieder dunkel, als dich dein Papa auf die Waage legte, 3900g zeigte diese an, dein Kopfumfang mass 38 cm. FĂŒr deine zierliche Mama einfach ein riesiges Riesenbaby đŸ„°â€Š. Du lagst auf deiner erschöpften, aber glĂŒcklichen Mama, die dir dein Köpfchen hielt, als wir dir deine FussabdrĂŒcke abnahmen. So wichtig war es fĂŒr deine Eltern, jeden Moment mit dir nun geniessen zu können, all das, was bei deinem Bruder damals nicht möglich war, auszukosten. Dein Papa durfte deine lange Nabelschnur noch einmal durchtrennen und dir dann das ElefantennabelschnurbĂ€ndchen mit dem roten Herz um die restliche Nabelschnur binden. Er staunte darĂŒber, wie zĂ€h so eine Nabelschnur ist und auch deine Mama berĂŒhrte die ”Verbindung“ der letzten Monate zwischen dir und ihr noch einmal. Dein Papa zog dir deine erste Windel an und deine ersten Kleidchen, zu einem strahlend weissem Body kam ein dunkelblauer samtiger Strampler, der einen Igel, einen Vogel und einen WaschbĂ€ren auf der Vorderseite hatte. Ein blauweiss-gestreiftes JĂ€ckchen wĂ€rmte dich zusĂ€tzlich. Dein Papa wĂ€hlte blaue Perlen fĂŒr deine Namenskette und nachdem er sie aufgefĂ€delt und dir umgebunden hatte, konnte nun auch der Hase mit den grossen Schlappohren, den dein Bruder fĂŒr dich ausgesucht hatte, hervorgeholt werden. Ich machte von dir und diesem Hasen ein paar Erinnerungsfotos, du in einem Stillkissen liegend, absolut zauberhaft aussehend, der Hase wie ein grosser BeschĂŒtzer an deinem Kopf. Ich sah, wie dein Papa sich in diesem Moment mĂŒde die Augen rieb, er, der deine Mama unermĂŒdlich all die vielen Stunden gestĂŒtzt und unterstĂŒtz hatte durfte nun sich endlich entspannen, die MĂŒdigkeit zulassen. Deine Eltern wollten noch die Placenta gezeigt bekommen und gemeinsam bestaunten wir dieses Wunderwerk der Natur ( fĂŒr das wir Hebammen ja immer ein besonderes Faible haben 😉 ) .

Kleiner so bezaubernder 🌾 MARIN 🌾, wenn ein Paar viele Stunden durch eine ganze Geburt so wundervoll geht, wie es deine Eltern getan haben und letztendlich fĂŒr den letzten Schritt wir uns dennoch fĂŒr eine Geburt im OP-Saal entscheiden, ist das hĂ€ufig fĂŒr die Eltern und auch uns, die Hebammen und Geburtshelfer eine EnttĂ€uschung
 wieviel Energie hĂ€tte man sparen, wieviele Schmerzen vermeiden können. Bei deiner Geburt war keinerlei EnttĂ€uschung vorhanden, deine Mama hatte dich sicher durch eure Geburt getragen und  letztendlich dir mit der Bauchgeburt das  schonenste Ankommen in diese Welt ermöglicht. Gleich nach deiner Geburt machte ich deine Eltern drauf aufmerksam, dass der Name MARIN natĂŒrlich einen Bezug zu allem , was die Meeresunterwasserwelt anbelangt, steht und dein Papa versprach dir in deinen ersten Lebensminuten im OP, dass er mit dir gemeinsam Tauchen, Surfen und jede Menge Unsinn am Meer machen wird, ich habe das genau gehört 😎 und ich bin mir absolut sicher, du und dein Bruder werdet euren Papa mit Wasserschlachten herausfordern ! Deine Mama wird dann hoffentlich im  warmen Sandstrand ( ihrem gedanklichen Entspannungsort bei deiner Geburt ) glĂŒcklich liegen, euch dreien im Meer zuschauen und den Anblick  ihrer 3 wundervollen MĂ€nner geniessen  ! Bis dahin geniesse DU deine Familie und sei von mir

 VON HERZEN WILLKOMMEN !💝💝💝


🌾NOELIA 🌾

12. November 2021

Kleine, sĂŒsse 🌾NOELIA 🌾 , zum Schreiben deiner Geburtsreise habe ich eben noch einmal all‘ die Fotos, die ich nach deinem Ankommen gemacht habe, betrachtet und jedes, wirklich jedes Foto zeigt  GlĂŒck und Liebe in ihrer reinsten Form
 Du durftest so geboren werden, wie ich es eigentlich allen Frauen wĂŒnschen wĂŒrde, die sich eine natĂŒrliche und selbstbestimmte Geburt ersehnen und ich schwöre, es wĂŒrde uns Hebammen und Geburtshelfern nie langweilig werden, solche Geburten begleiten zu dĂŒrfen.  

Deine Geburtsreise begann mit ein paar Tropfen Fruchtwasser, die deine Mama in den frĂŒhen Morgenstunden deines Geburtstages verlor und mir deshalb eine Nachricht schrieb. Da sie dich gut mit deinen Bewegungen spĂŒrte, was das Fruchtwasser aber anbelangte, nicht so sicher war, riet ich uns allen, noch etwas Schlaf zu holen, vielleicht wĂŒrde uns ja ein aufregender, langer Tag bevorstehen. 3 Stunden spĂ€ter meldete sich deine Mama wieder, nun war sie sich sehr sicher, dass es dein Fruchtwasser war, was sie sah und spĂŒrte. Es wurde also Zeit, nachzusehen, ob alles mit dir und deiner Mama in Ordnung war und wir verabredeten uns fĂŒr eine Kontrolle in meiner Praxis. Da dein Papa zu dieser Zeit bereits am Arbeiten war und erst aus ZĂŒrich in den Aargau zurĂŒck fahren musste und deine Mama noch keine Wehen spĂŒrte, konnte auch ich noch entspannt alle meine Termine des Tages umdisponieren ( meine Schwangeren / Wöchnerinnen kennen das zu gut, wenn ich kurzfristig Dates absage 🙈) und in aller Ruhe in meine Praxis fahren. Ich war froh, gab es keinen Grund zur Eile, denn dichter Nebel waberte auf den Strassen und erschwerte die Sicht. Deine Eltern kamen lĂ€chelnd in meiner Praxis an und deine Mama hatte dieses Strahlen im Gesicht, die Vorfreude auf dich liess deine Mama wunderschön aussehen! Inzwischen bemerkte deine Mama auch eure ersten Kontraktionen, noch nicht sehr intensiv, aber prognostisch ist es immer sehr hoffnungsvoll, wenn die Geburtswehen innert kurzer Zeit nach dem Blasensprung von selbst in Gang kommen, du wolltest geboren werden! WĂ€hrend wir deine Herztöne kontrollierten, sahen wir die Berg-und Tal-Bewegungen der WehentĂ€tigkeit auf dem CTG-Papier und deine Mama merkte, dass die IntensitĂ€t doch schon etwas zunahm. Ich schaute bei deiner Mama, wie weit der Geburtsweg sich bereits am Öffnen war. Alles war in Ordnung, wir hatten einen guten Anfangsbefund und dir ging es wunderbar. Gemeinsam mit deiner Mama veratmete ich ein paar Wehen und dein Papa ĂŒbernahm mein ”Atem-Coaching”. Mit eurem Geburtshelfer besprach ich das weiter Vorgehen. FĂŒr ein aktiv- Werden unsererseits war es noch zu frĂŒh und deinen Eltern ging es gut, wir beschlossen, dass deine Eltern die kurze Strecke von meiner Praxis in die Praxis eures Geburtshelfers auf sich nahmen, um dort die routinemĂ€ssig nach einem Blasensprung zu kontrollierenden EntzĂŒndungswerte im Blut abnehmen zu lassen und danach noch einmal in euer Daheim zu fahren, ein wohl letztes Mal mit dir mit deiner Mama um dich herum, statt in den Armen deiner Eltern. Die nĂ€chste Kontrolle bei mir planten wir 5 Stunden spĂ€ter und ich nutzte die Zeit, die deine Eltern in ihrem Daheim verbrachten, um meine Wöchnerinnen zu besuchen. Ich habe nicht alle Frauen geschafft, die ich besuchen wollte, denn deine Mama meldete sich erneut, die Kontraktionen waren nun deutlich stĂ€rker und deine Mama wollte doch schon etwas frĂŒher zu mir zur nĂ€chsten Kontrolle kommen. Wir trafen uns also erneut in der Praxis und ich konnte deiner Mama nun sagen, dass euer Geburtsweg  sich weiter geöffnet hatte und vor allem, dass du dich nun wunderbar in die mithelfende Position mit deinem Köpfchen gelegt hattest, da waren nun also 2 Powerfrauen am Arbeiten! Deine Mama hatte den Wunsch, in die Klinik zu fahren, in eurem Daheim gab es ”nur” eine Dusche und unsere GebĂ€rwanne fĂŒhlte sich fĂŒr deine Mama so vielversprechend an 
 Ich informierte also euren Geburtshelfer und meine Hebammen im GebĂ€rsaal, dass wir auf dem Weg zu ihnen waren und es war 19 Uhr, als wir den GebĂ€rsaal betraten. Deine Mama ging durch die immer wie intensiver werdenden Wehen so wundervoll, gemeinsam mit deinem Papa veratmete sie eine Kontraktion nach der anderen. Bewegung tat deiner Mama gut und da wir gemeinsam durch den ”Hintereingang ” der Klinik in den GebĂ€rsaal gekommen waren und du in der Zeit von Corona geboren wurdest, nutzen deine Eltern das Treppenhaus der Klinik, um zum einen ihr Corona-Zertifikat bei der offiziellen Eingangskontrolle vorzuweisen und zum anderen durch das Treppensteigen eure  Wehen zu optimieren. Zuvor aber legte dein Papa deine allerersten Kleidchen und dein Geburtstuch aus eurer Tasche in den WĂ€rmeschrank, dein Ankommen sollte mit ganz viel Liebe und WĂ€rme begrĂŒsst werden. Euer Geburtshelfer kam ebenfalls vorbei, wir schauten uns noch einmal deine Herztöne an und ich gab deiner Mama ein WĂ€rmekissen in ihren schmerzenden RĂŒcken. Dein Papa nutze das laufende CTG, um noch einmal eine Erinnerung an deinen galoppierend-pochenden Herzschlag mit seinem Handy aufzunehmen und ich nutze den Moment, ein wohl letztes Foto von euch dreien mit dir IM Bauch deiner Mama zu machen und obwohl die Wehen deiner Mama nun definitiv nicht mehr so einfach wegzulĂ€cheln waren, in der Wehenpause, so zeigte das Foto, strahlten und lachten deine Eltern so wunderschön und dein Papa hielt seine Hand am Bauch deiner Mama und somit auf dir! Deine Mama spĂŒrte inzwischen, wie du mit deinem Köpfchen mithalfst. Der Druck den sie nun nach unten verspĂŒrte, gab uns das Zeichen, dass es an der Zeit war, die Badewanne mit warmen, nach Rosengeranium duftendem Wasser  zu fĂŒllen. Das ĂŒbernahm dein Papa und in dieser Zeit legte sich deine Mama noch einmal in das GebĂ€rbett und schloss die Augen. Ich merkte, wie deine Mama bereits dem Druck deines Köpfchens leicht unterstĂŒtze, ihr zwei ward so ein gutes Team ( und NATÜRLICH mit deinem Papa gemeinsam ein perfektes Trio! ). Deine Mama war konzentriert in der Wehe und entspannt in der Wehenpause, sie lĂ€chelte, wohl wissend, dass ihr euren Geburtsweg so wundervoll gemeinsam geht. Dein Papa streichelte den Arm deiner Mama und versorgte sie mit Wasser zum Trinken. Es war viertel nach 9 an deinem Geburtsabend, als deine Mama sich in die Badewanne  und damit an deinen Geburtsort legte, soviel sei schon verraten! Wie eigentlich alle Frauen, die die Badewanne unter der Geburt nutzen, legte sich auch deine Mama zunĂ€chst lang ausgestreckt und nutze den Platz, den die grosse Geburtswanne bat, um sich im Wasser fallen zu lassen, die Schwere des Körpers, die durch den Auftrieb der Wassermengen abnahm, abzugeben und die schwebende Leichtigkeit zu geniessen. Die wohlige WĂ€rme tat das ihre, deine Mama konnte nun noch mehr in den Wehenpausen entspannen, sich Energie fĂŒr die nĂ€chste anrollende Wehe holen. Mit geschlossenen Augen hörte sie eure mitgebrachte Geburtsmusik und schaukelte sanft und rhythmisch ihr Becken und damit auch dich. Ich sagte deiner Mama, wenn sie dich spĂ€ter in eurem Daheim ebenfalls in den Schlaf wiegen wĂŒrde, solle sie sich an diesen Moment erinnern😌. Deine Mama spĂŒrte nun immer wie intensiver den Druck deines Köpfchens in der Wehe und schob jeweils in diesem Augenblick sanft intuitiv mit. In der Wehenpause aber schloss sie die Augen, sah unglaublich wunderschön aus, lĂ€chelte und beherrschte die Situation perfekt. Ich fand, es war Zeit, dass sich auch euer Geburtshelfer zu uns gesellte und als er bei uns im GebĂ€rsaal eintraf, untersuchte ich deine Mama . “Wieviel noch?“ fragte deine Mama mich mit einem LĂ€cheln, wĂ€hrend dein Papa  deiner Mama einen kĂŒhlen, erfrischenden Lappen auf die Stirn und seine HĂ€nde auf die Schultern deiner Mama legte, um sie zu bestĂ€rken und zu unterstĂŒtzen. 8 cm weit war der Muttermund, konnte ich deiner Mama sagen, soviel war schon geschafft, so wenig musste noch und du tatest dein Bestes, die letzte Phase der Geburt zu beschleunigen, denn jede Wehe brachte dich nun tiefer durch das Becken deiner Mama und du halfst mit deinem Köpfchen, den Muttermund ganz zu öffnen. Eine halbe Stunde spĂ€ter war es soweit, deine Mama sass inzwischen aufrecht in der Badewanne und gab dem Druck, den du mit deinem Köpfchen bei ihr auslöstest, sanft nach. Wir drei, dein Papa, dein Geburtshelfer und ich, die wir am Badewannenrand staunend, gerĂŒhrt und voller Respekt deine Mama beobachteten, mussten wohl aus Sicht deiner Mama zu sehr entspannt ausgesehen haben, den deine Mama sagte uns ”das es im Fall wirklich richtig richtig weh tun wĂŒrde ” ( und ja, wir waren wohl wirklich so beeindruckt von der Leistung deiner Mama, dass dieser Schmerz fĂŒr den Moment von uns Aussenstehenden wohl wirklich ausgeblendet wurde ). Die nĂ€chste Wehe rollte an und deine Mama schob nun intensiv genau das, wonach ihr zumute war. Es reichte aus, dass nun ein Teil deines Köpfchens bereits geboren war und ganz viele dunkle Haare von dir  zu sehen waren. Ich ermutigte deine Mama, dein Köpfchen zu berĂŒhren, es mit den eigenen HĂ€nden zu “begreifen“ das wir am Ende der Geburt waren und fĂŒr die wohl letzte Wehe noch einmal Energie zu holen. Nach einer kurzen Pause rollte sie heran, die letzte Wehe und mit ihr schwammst du deiner Mama entgegen, ganz alleine, nur von uns Aussenstehenden beobachtet. Damit ich meinen Titel als Hebamme gerecht wurde, half ich dich nun mit ”aufzufangen” und an die WasseroberflĂ€che in die Arme deiner Mama und deines Papas zu geleiten. Voll mit KĂ€seschmiere, deiner schĂŒtzenden Hautcreme, warst du noch, dein Kopf voller dunkler Haare und mit Erreichen der WasseroberflĂ€che holtest du tief Luft und fĂŒlltest mit einem krĂ€ftigen Schrei deine Lungen damit. Eineinhalb Stunden nachdem deine Mama sich in die Badewanne begeben hatte, konnte sie dich nun in ihren Armen halten. Mit einem liebevollen “Hallo Hallo Hallo“ und deinem wunderschönen Namen begrĂŒsste dich deine Mama, vollkommen ĂŒberwĂ€ltigt. Auch dein Papa war absolut berĂŒhrt, kĂŒsste deine Mama und sagte immer wieder, wie schön dieser Moment, du und deine Mama war und wie super deine Mama durch eure Geburt gegangen war. Er streichelte dein Köpfchen und trotz der vielen KĂ€seschmiere, die auch in deinem Gesicht noch zu sehen war, öffnetest du deine grossen dunklen Augen. Dein krĂ€ftiges Schreien liess deine Haut schnell rosarot  werden und du hieltest dein Köpfchen bereits kurz allein in die Höhe, deine Mama stĂŒtze dich  sofort instinktiv und fragte, immer noch ĂŒberwĂ€ltigt von allen EindrĂŒcken der letzten Minuten, ob bei dir alles dran und ob du wirklich ein MĂ€dchen bist 
 Ich ermutigte deine Eltern selbst nachzuschauen, ob der Ultraschall eures Geburtshelfers recht behalten hatte und weil deine Mama sich noch nicht so richtig traute, dich hochzuheben, ĂŒbernahm nun dein Papa diese Aufgabe, nahm dich sanft und fĂŒr einen kurzen Augenblick in die Höhe, genau die Zeit die es brauchte um festzustellen, dass du wirklich “es Meitli” geworden bist. Dann legte dein Papa dich wieder zurĂŒck auf die Brust deiner Mama, deckte dich mit dem Handtuch, was vom warmen Wasser getrĂ€nkt dir zusĂ€tzlich WĂ€rme gab, zu. Deine Mama, so voller GlĂŒck, dich in ihren Armen haltend, strahlte dein Papa an. Deine Nabelschnur pulsierte noch, ihr ward noch verbunden, wie deine Mama feststellte und so liessen wir uns weiterhin Zeit, deine Mama rekapitulierte bereits ihre EindrĂŒcke eurer Geburt und wie gut du mitgeholfen hattest. Als der Moment kam, an dem deine Nabelschnur auspulsiert war, klemmte dein Geburtshelfer die Nabelschnur mit 2 Klemmen ab und ĂŒbergab deinem Papa die Nabelschere, damit er eure Nabelschnur durchtrennte. „Machen Sie es wie der BĂŒrgermeister ” pflegt euer Geburtshelfer in dieser Situation zu sagen und dein Papa durchschnitt beherzt deine Nabelschnur. Du schautest deinen Papa schon scheinbar interessiert an und dein Papa streichelte dich schon so verliebt. So wie du kam nun auch deine Placenta im Wasser zur Welt, konzentriert schob deinen Mama ein letztes Mal mit und fasziniert schauten wir uns alle die Placenta noch im Wasser an, die Fruchtblase, bzw. die EihĂ€ute sahen schwimmend  im Wasser  besonders eindrĂŒcklich aus. „Jetzt sind wir losgelöst“, sagte deine Mama gerĂŒhrt und als ob du diese Trennung sofort vergessen lassen wolltest, fingst du an, eine neue Verbindung zu suchen, denn dein Mund zeigte deutlich, dass du den Busen deiner Mama suchtest, um dich erneut und geplant fĂŒr die nĂ€chsten Monate,  zu verbinden. Eine halbe Stunde warst du alt, als ich dich deinem Papa in die Arme legte, damit ich nun deiner Mama aus  Badewanne helfen konnte. Michael Jacksons ” Black or White ” lief als Hintergrundmusik, wĂ€hrend er dich sanft schaukelte. Weil deine Mama keinerlei Geburtsverletzungen hatte, konnte euer Geburtshelfer sich gleich dir und deiner ersten offiziellen Untersuchung widmen. Unter den Augen deines Papas wurden alle Fingerchen, alle Zehen gezĂ€hlt, dein Köpfchen betrachtet, dein Herz und die Lunge abgehört, geschaut, ob alle notwendigen Reflexe bei dir vorhanden war. Alles war bestens und du durftest in deinem warmen Geburtstuch eingewickelt zu deinem Papa zurĂŒck, der dich sofort deiner Mama gab. Euer Geburtshelfer gratulierte deinen Eltern zu ihrer wunderhĂŒbschen Tochter und zu euer wundervollen Geburt. Der neue Tag brach an, als du deine ersten ZĂŒgen an der Brust deiner Mama nahmst und wir liessen dir die erste Stunde dieses Tages Zeit, deine Mama zu geniessen und deine Eltern konnten einfach nur dich staunend betrachten und ihr sĂŒsses kleines Wunder in ihren Armen halten. Nun wurde es Zeit, deinem Papa die Gelegenheit zu geben, seine Tochter das erste Mal zu wiegen, zu messen, bei den FussabdrĂŒcken, die ich fĂŒr eure Erinnerung machte, die Farbe von deinen FĂŒsschen zu entfernen. Deine Eltern hatten dir einen rosaroten Regenbogen als NabelschnurbĂ€ndchen ausgesucht und dieses band dein Papa nun um die Reste deiner Nabelschnur. Nach deiner allerersten Windel kamen nun deine allerersten Kleidchen. WĂ€hrend deine Mama dich bei sich hielt, zog dir dein Papa gekonnt einen gelben Body und einen zuckersĂŒssen lachsfarbenen Strampler mit einem Hasengesicht vorne darauf an. ( Im Wochenbett werde ich ĂŒbrigens alle deine wunderschönen Kleidchen bestaunen, die deine Mama selber genĂ€ht hat! ). Deine Mama sieht euch dabei zu und strahlt ĂŒber ihr ganzes Gesicht, sie konnte so stolz auf sich und ihre sĂŒsse kleine Familie sein! Nun durfte ich das eine und auch andere Foto von dir mit deinen Kleidchen und dem farblich perfekt passenden Geburtstuch machen und ja, du sahst so bezaubernd aus, dass es Unmengen an Fotos wurden, die ich da von dir machte
.🙈 Als deine Mama sich noch einmal etwas erfrischen wollte, schickte ich deinen Papa mit dir auf die Wochenstation, dein erstes Bettchen zu holen.  Schon bei meinem letzten Geburtseinsatz hatte ich gesehen, dass eine Freundin deiner Eltern, die auf der Wochenstation arbeitet, dein Bettchen mit Girlanden geschmĂŒckt und mit kleinen Überraschungen fĂŒr dich und deine Eltern ausgestattet hatte. Mit diesem Bettchen kam dein Papa mit dir im Arm zurĂŒck und deine Eltern freuten sich sehr ĂŒber diese Überraschung. Es wurde nun Zeit, sich vom GebĂ€rsaal zu verabschieden, ein langer, ereignisreicher Tag war vorbei , der neue bereits ein paar Stunden alt. Deine Eltern waren zwar mĂŒde, aber sooooo glĂŒcklich. Wir machten noch die letzte Erinnerungsfotos von dir und deinen Eltern im GebĂ€rsaal, dein Papa hielt dich stolz im Arm und deine Mama schaute wunderschön und entspannt in die Kamera. Deine Eltern legten dich in dein Bettchen und deine Mama und dein Papa verliessen, dein Bettchen schiebend , nun als richtige Eltern den GebĂ€rsaal. 

Zauberhaft sĂŒsse 🌾NOELIA 🌾, zauberhaft sĂŒss war auch die Nachricht, die deine Eltern allen, die es wissen sollten, nach deiner Geburt gemeinsam mit einem wunderschönen Foto von dir mit deinem Regenbogen-NabelschnurbĂ€ndchen geschickt haben. Ich erlaube es mir, diese Nachricht hier noch einmal ( auszugsweise ) wiederzugeben : 

„ Hallo liebe Familie, ich weiss, ihr habt lange auf mich gewartet, aber das Warten hat sich gelohnt. Ich heisse NOELIA und habe mir ein ganz spezielles Geburtsdatum ausgesucht, ich kam am 12.11.21 auf die Welt, es war ein wirklich nebliger Tag, aber ich habe meinen Eltern einen Regenbogen in ihr Leben gezaubert
 Ich freue mich, euch und die Welt bald kenne zu lernen
.“ 

Liebe 🌾NOELIA 🌾, ich hĂ€tte es nicht besser schreiben können und ich bin sehr glĂŒcklich, durfte ich dich bei einer so wunderschönen Geburt als Erste kennen lernen!   

Sei von mir VON HERZEN WILLKOMMEN 💝💝💝


🌾 MATTI 🌾

10. November 2021

ZuckersĂŒsser kleiner 🌾 MATTI 🌾 , als deine Mama mir schrieb, dass du in Begriff warst, eure so zauberhafte Familie zu vergrössern, du als Nr. 3 der Kinderschar sie vervollstĂ€ndigen solltest und deine Mama mich bat , wie schon bei deinem Bruder Levio erneut euch bei dieser Reise als Hebamme zu begleiten, kam ich kurz ins Rotieren. Dein Geburtsmonat war bereits mehr als ausgebucht in meiner Agenda, ĂŒberbucht sogar
Aber es stand fĂŒr mich NATÜRLICH von Anfang an fest, auch bei deinem  Ankommen in diese Welt wollte ich unbedingt dabei sein, immerhin hatte ich noch ein gutes halbes Jahr Zeit, mich auf den geburtenreichen Monat November mental vorzubereiten 🙈. Die Geburt deiner grossen Schwester Emily hatten deine Eltern in nicht so guter Erinnerung, deswegen entschieden sie damals, als dein Bruder unterwegs war, auf die Begleitung durch eine Beleghebamme fĂŒr Geburt Nr.2 zu vertrauen und  engagierten mich. Auch wenn Levio, dein grosser Bruder, nicht so schnell zur Welt kam, wie wir uns das damals erhofft hatten, seine Geburt trocknete dennoch viele TrĂ€nen, die durch die erste Geburt entstanden waren. Mit dir als Nummer 3 war sie nun wieder da, die Hoffnung einer schönen, schnellen Geburt, vielleicht sogar in der Badewanne, wie wir Hebammen es hĂ€ufig erleben, wenn Frau mit genĂŒgend eigener Geburtserfahrung selbstbestimmt ihr drittes Baby zur Welt bringt. 2 Wochen nachdem deine Mama dich mir angekĂŒndigt hatte, meldete sich deine Mama erneut. Sie kam von einer Schwangerschaftskontrolle und euer Geburtshelfer musste deiner Mama mitteilen, dass deine Placenta, dein Mutterkuchen, die Nachgeburt, sich am denkbar ungĂŒnstigsten Ort der GebĂ€rmutter eingenistet hatte, den es fĂŒr die Geburt gibt, nĂ€mlich genau vor deinem Geburtskanal, komplett auf dem Muttermund deiner Mama. Überfordert von all den Informationen, die euer Geburtshelfer deiner Mama nach dieser Diagnose gab, bat sie mich, noch einmal in Ruhe zu erklĂ€ren, was diese Diagnose ”Placenta praevia totalis ” nun bedeute. Wir sprachen sehr lange miteinander und ich war mir bewusst, dass egal, was ich deiner Mama sagte, diese Diagnose wĂŒrde bis zu deiner Geburt beunruhigend fĂŒr deine Eltern sein, eine sorglose Schwangerschaft wĂŒrden deine Eltern mit dir nie erleben. Normalerweise nistet sich die Placenta an der Hinter-oder Vorderwand  der GebĂ€rmutter ein und versorgt das Baby 40 Wochen ĂŒber die Nabelschnur mit Nahrung und Sauerstoff ( und umgekehrt gibt das Baby via Nabelschnur alle Abbauprodukte durch die Placenta an die Mama zurĂŒck ). Ein ungemein faszinierendes Organ, diese Placenta ! Dumm nur, wenn der Platz an bzw. sogar auf dem Geburtskanal liegt. Solange die Mama ohne Wehen durch ihre Schwangerschaft geht, passiert in der Regel Mama und Kind nichts, wehe, aber wehe wenn, ja wenn die Wehen beginnen, mit dem Muttermund den Geburtskanal zu öffnen. In diesem Augenblick wĂŒrde es aus der Placenta anfangen zu bluten und somit sowohl Mama als auch Kind in grösste Gefahr bringen. Ein Hoch auf die moderne Ultraschalltechnik, die solch seltenen Placentasitz schon frĂŒh erkennbar macht. Waren vor Ultraschallzeiten hĂ€ufig Kind und Mama dem Tode geweiht, kann man heute alle Vorsichtsmassnahmen organisieren, die machbar sind. All das erklĂ€rte ich deiner Mama noch einmal in Ruhe. Hauptaufgabe deiner Mama wurde es nun, all die vielen Wochen bis zu deinem Geburtstermin sich zu schonen, jede starke Belastung zu vermeiden und gut auf ihren Bauch und ihre GebĂ€rmutter zu hören. Sie musste sich bewusst werden, dass jede WehentĂ€tigkeit eine VerĂ€nderung am Muttermund bewirken könne und wir bei Einsetzten einer Blutung tendenziell uns fĂŒr eine Geburt entscheiden wĂŒrden, auch wenn dein Geburtstermin noch nicht erreicht war. Aus diesem Grund bereiteten wir dich und deine Mama auch auf eine FrĂŒhgeburt vor, gaben deiner Mama Medikamente, die deine Lunge auf ihre TĂ€tigkeit vorbereiten sollte, selbst wenn du zu frĂŒh zur Welt kommen wĂŒrdest. Und deine Mama und dein Papa mussten umorganisieren
. Euer Jubel-Trubel-Heiterkeit-Haushalt musste nun in den ” Ruhe fĂŒr die Mama-Haushalt ” umgestellt werden. Deine Geschwister mussten schnell lernen, dass deine Mama die nĂ€chste Zeit sich sehr viel schonen wĂŒrde, Huckepack-Reiter-Spiele und Piraten- Kissenschlachten wĂŒrde von nun an euer Papa alleine ĂŒbernehmen, deine Mama wurde die Rolle der Beobachterin zu Teil, die Zeit des gemeinsamen Kuschelns, im Bett liegen und Geschichten vorlesen – das wurde nun das Spezialgebiet deiner Mama. Eure Ferien wurden abgesagt, bzw. verschoben- deine Eltern wollten zur Sicherheit in der NĂ€he der Klinik bleiben und so verbrachtet ihr die Sommermonate im Garten und deine Mama in Schonposition, brĂŒtend sozusagen 🙈â˜ș und sah dabei wunderschön aus! Wir alle wurden langsam entspannter, als deine Mama die Schwangerschaftswoche erreichte, in der wir davon ausgehen konnten, dass eine Geburt ab nun keine extreme FrĂŒhgeburtstheraphie zur Folge haben wĂŒrde. Mit deiner Mama und deinem Papa besprach ich in meiner Praxis den Ablauf eines Kaiserschnittes und auch wenn deine Eltern ja nun schon viel Geburtserfahrung hatten, das Erleben einer Bauchgeburt wĂŒrde fĂŒr sie neu werden. NatĂŒrlich hiess es weiterhin fĂŒr deine ganze Familie : so viel als möglich Ruhe fĂŒr deine Mama und ganz viel Arbeit fĂŒr deinen Papa und deine Grosseltern. SpĂ€ter, bei einem Wochenbettbesuch  bei dir und deiner Mama wĂŒrde mir deine Mama sagen, dass diese Wochen vor deiner Geburt, deine Geschwister schon so wunderbar auf die Zeit nach deiner Geburt vorbereiten hatten, denn auch nach der Geburt predigen wir Hebammen ja mantraartig : Ruhe fĂŒr die Mama und keine schweren Belastungen fĂŒr den Beckenboden ! Dein Geburtstag, der Tag, an dem du zur Welt kommen solltest, wurde von deinem Geburtshelfer festgelegt. Optimistisch, auch weil ihr durch eure Schwangerschaft doch so problemlos gegangen seid, sehr nahe an deinem errechneten, offiziellen Entbindungstermin. Und als ob du es gespĂŒrt hattest, dass deine Tage mit deiner Mama um dich herum gezĂ€hlt waren, schienst du dich auf die Welt da draussen nun  vorbereiten zu wollen, jedenfalls wurde der Bauch deiner Mama immer wie unruhiger und  wurde die Anzahl der Kontrollen bei eurem Geburtshelfer intensiver. Und obwohl die sogenannten Senkwehen absolut zum richtigen Zeitpunkt bei deiner Mama einsetzten ( bei jeder anderen Schwangeren wĂ€ren wir tiefenentspannt geblieben) , bei deiner Mama aber wurden wir doch alle etwas nervös. Und so war es der Sicherheitsgedanke, es nicht auf einen Notfallkaiserschnitt ankommen zu lassen, der den Entscheid gab, nun 2,5 Wochen vor deinem Entbindungstermin dich zur Welt kommen zu lassen. SpĂ€t abends vor deinem GeburtsTAG meldete sich dein Papa bei mir, deine Mama und auch dein Bruder fĂŒhlten sich nicht gut, Übelkeit, Erbrechen und SchĂŒttelfrost plagten beide. Ob es bei deiner Mama die Aufregung war oder ein Infekt, wir wussten es nicht, aber dein Papa kĂŒmmerte sich in der letzten Nacht vor deiner Geburt um seine kranke Familie und deine Mama konnte sogar noch etwas schlafen, so dass ich deine Eltern am nĂ€chsten Morgen, beide zwar etwas mĂŒde, aber nicht ganz ausgepowert, in der Klinik in Empfang nehmen konnte. Wir konnten uns Zeit lassen , denn du solltest ein Mittagskind werden und so liessen wir deinen Papa in der Cafeteria erst einmal in Ruhe etwas frĂŒhstĂŒcken, dein Papa hatte nach der pflegeintensiven Nacht daheim eine StĂ€rkung notwendig! Deine Mama schaute zu, sie durfte bereits nichts mehr essen, erzĂ€hlte mir aber, dass sie am Morgen bereits das von uns so willkommene Kolostrium , die sogenannte Vormilch, an ihrer Brust entdeckt hatte- pĂŒnktlich zu deiner Geburt war auch  der Busen deiner  Mama parat fĂŒr dich! Und ich erfuhr, welch tollen Namen ich nach deiner Geburt in deine Geburtenanzeige schreiben wĂŒrde und das es so gar kein Zufall war, dass dein Name gleich wie der deines Geburtshelfers sein wĂŒrde â˜ș .Nun wurde es Zeit, deine Mama ruhig, aber dennoch zĂŒgig auf die Operation vorzubereiten. Deine Mama machte es sich in ihrem Spitalbett bequem, ein letztes Mal hörten wir uns deine Herztöne durch das CTG an, dein Papa filmte deine Herztonkurve als Erinnerung mit seinem Handy. Ich erklĂ€rte deinen Eltern noch einmal, wie eine Bauchgeburt ablĂ€uft, was mit dir und deinen Eltern in den kommenden Stunden passieren wĂŒrde. Deine Mama bekam eine Infusion und deinem  Papa drĂŒckte ich die KompressionsstrĂŒmpfe fĂŒr deine Mama in die Hand, damit er sie ihr anziehen konnte. Jeder, der bereits Erfahrung mit KompressionsstĂŒmpfen hatte, weiss, dass das keine so leichte Aufgabe ist. Dein Papa aber kniete ganz galant, wie bei einem romantischen Heiratsantrag vor deiner Mama und zog ihr so behutsam wie möglich die engen StrĂŒmpfe an. Und dann wurde es auch schon Zeit, der OP informierte uns, dass wir uns auf den Weg zu ihnen machen konnten. Dein Papa half, dass Bett mit deiner Mama durch die engen GĂ€nge zu schleusen. Deine Eltern waren- nur verstĂ€ndlich- nervös , aber der Lagerungspfleger, der uns im OP erwartet, stellte sich charmant als Taxifahrer und Bodyguard deiner Mama fĂŒr die Zeit im OP vor. Dein Papa hatte sich dein Geburtstuch wie das Cape von  Superman  um den  Hals gewickelt- deine Mama war also bestens und von allen Seiten betreut und begleitet ,als es in den OP ging! Ich zeigte deinem Papa , wie auch er sich fĂŒr den OP umziehen sollte und ich zog mir ebenfalls blaue OP-Kleidung an. Ich bereitete im OP deinen Platz mit WĂ€rme, Licht und Sauerstoff  vor, fĂŒr den Fall, dass du noch etwas Starthilfe benötigtest. Inzwischen gab Matti, der Geburtshelfer Bescheid, dass er noch einige wenige Minuten lĂ€nger aus seiner Praxis benötigte, bis er bei dir, Matti, fĂŒr deine Geburt im OP stand. Und so ging ich zu deiner Mama , hielt ihre Hand und lenkte sie mit Geburtsgeschichten von ihrer NervositĂ€t ab, bis dein Geburtshelfer im OP stand und die AnĂ€sthesistin deiner Mama die SpinalanĂ€sthesie legen konnte. Nun konnte ich mich wieder deinem Papa widmen, holte ihn in den Vorraum des OP,  zeigte ihm durch ein Fenster den OP-Saal und erklĂ€rte ihm, welche der vielen umherwuselnden Personen wofĂŒr wĂ€hrend der Geburt seines Sohnes verantwortlich war. Dann kam bereits das Zeichen der AnĂ€sthesie, dein Papa durfte zu deiner Mama. Er setzte sich neben sie, hielt mit der einen Hand dein Geburtstuch fest und streichelte mit der anderen Hand Arm und Gesicht deiner Mama. Und dann dauerte es nur noch wenige Momente, bis dein Geburtshelfer dich deinen Eltern ĂŒber das blaue OP-Tuch zeigen konnte. Du holtest sofort mit einem krĂ€ftigen Schrei tief Luft und entfaltetes damit deine Lungen. Als  ich dich in meine Arme gelegt bekam, begannst du schon, deine Augen zu öffnen. Ich konnte dich daraufhin sofort in die Arme deiner Eltern legen und wir deckten dich mit deinem Geburtstuch zu, dass dich wĂ€rmen und vor dem grellen Licht der OP-Lampen schĂŒtzen sollte. Du spĂŒrtest wohl gut, wo du warst, denn sehr schnell wirktest du zufrieden und ruhig, deine Mama lĂ€chelte dich an, dein Papa streichelte dein Köpfchen. WĂ€hrend das OP-Team konzentriert weiter operierte, ward ihr in eurer kleinen, eigenen Welt, du darin im absoluten Mittelpunkt. Deine Mama konnte noch gar nicht begreifen, dass deine Geburt bereits vorbei war, so unwirklich erschien ihr alles
 Dein Papa umarmte deine Mama und damit auch dich und er liess deine Mama ihren Kopf auf seinen Unterarm legen, damit sie es bequemer hatte  und sie dich besser anschauen konnte. Deine Mama kĂŒsste dein Gesicht und redetet ruhig mit dir und als deine Mama dann doch einen Moment fĂŒr sich brauchte, nahm dein Papa dich ganz nah und vorsichtig zu sich, redete leise mit dir und auch er kĂŒsste dich zĂ€rtlich. Die OP war 15 Minuten nach deiner Geburt zu Ende und all die Leute, die an deiner Geburt mit beteiligt waren, gratulierten deinen Eltern. Auch dein Geburtshelfer wĂŒnschte dir, seinem Namensvetter, einen „ Happy Birthday ”, er erklĂ€rte deinen Eltern, was wĂ€hrend der Operation gemacht wurde und das er als nĂ€chstes dich gerne anschauen wĂŒrde. Bei dieser Erstuntersuchung schautest du sehr kritisch den anderen Matti an, der wiederum schaute, dass alle Fingerchen und Zehen vorhanden waren, das Herz und die Lunge richtig arbeitete und das deine Reflexe so erfolgten, wie wir uns das wĂŒnschen. Alles war in Ordnung und dein Papa konnte dich wieder in dein Tuch wickeln und ging mit dir im Arm zu deiner Mama, die fĂŒr die ersten Minuten noch im Aufwachraum ĂŒberwacht werden musste. Dein Papa hielt dein Köpfchen deiner Mama entgegen, wĂ€hrend sie an die Monitore fĂŒr die Überwachung angeschlossen wurde und sie konnte solange dein Köpfchen streicheln. Als die Technik funktionierte, bat ich deinen Papa, dich auf die Beine deiner Mama zu legen, dich aus den vielen TĂŒchern zu wickeln und dich deiner Mama in die Arme zu legen, nackt und so, wie du geboren wurdest. Deine Mama ”empfing” dich in ihre Arme und mit einem ” Hoi, Schatzli ” und kaum warst du auf ihrer Brust, drehte sich dein Gesicht in Richtung Busen deiner Mama. Dein Papa schaute mit seinem kleinen Finger, den er vorsichtig in deinen Mund schob, ob du  schon saugen wĂŒrdest – und du zeigtest deinem Papa, wie intensiv du das bereits schon beherrschst, offensichtlich hattest du am Morgen mitbekommen, dass da die beste Milch der Welt bereits auf dich wartet! Deine Mama sah erst zu, wie du den Finger deines Papas als Nuggi benutztes und dann fragte sie dich, ob du es auch bei ihr probieren möchtest. Und wĂ€hrend du problemlos am Busen deiner Mama deine erste Mahlzeit zu dir nahmst, betrachteten deine Eltern dich gerĂŒhrt.. Haare wie Emily, deine grosse Schwester, das stellte deine Mama fest ! Dein Papa machte ein erstes Foto von dir, welches sofort an deine Geschwister und deine Grosseltern  geschickt  wurde. Im Gegenzug bekamen deine Eltern ein sĂŒĂŸes Foto von deinem Bruder, der genĂŒsslich am Mittagessen war, auch sein Magen/Darminfekt der vergangenen Nacht schien vorĂŒber zu sein. Nun konnten wir endlich den Aufwachraum verlassen und mit deiner ersten Fahrt im Fahrstuhl gelangten wir in den GebĂ€rsaal. Dort waren deine Eltern ungestört und konnten in Ruhe ankommen, dich betrachten, so entspannt und eingekuschelt, wie du auf deiner Mama lagst. Etwas spĂ€ter schauten wir, wie schwer du warst und auf dem Foto das ich von diesem Moment machte, schautest du, auf der Waage ausgestreckt liegend, ganz interessiert und aufmerksam deinen Papa an. Der wischte danach vorsichtig die Stempelfarbe von deinen FĂŒsschen, die ich zuvor fĂŒr deine Erinnerungs-FussabdrĂŒcke  grosszĂŒgig auf deine Fusssohlen aufgetragen hatte.Du lagst dabei  bei deiner Mama, die mit ihren langen, offenen Haaren wieder erholt und unglaublich wunderschön aussah ! Deine Eltern hatten dir ein buntes Regenbogen-NabelschnurbĂ€ndchen ausgesucht, welches dein Papa nun um den Rest deiner Nabelschnur band. GeĂŒbt wickelte er dich in deine erste Windel, auch wenn er sich erst wieder an die Winzigkeit der Neugeborenenwindeln gewöhnen wĂŒrde mĂŒssen. Deine Kleidchen, die deine Mama fĂŒr dich  mitgebracht  hatte, ich habe sie sofort bewundert! Einen weissen  Body zog dein Papa dir zuerst an, dann folgte ein grĂŒn-tĂŒrkiser Strampler, der einen ( wie passend zum NabelschnurbĂ€ndchen! ) bunten Regenbogen als Zierde hatte, im Regenbogen war dein Name MATTI gestickt, dazu zwei absolut bezaubernde Finken in Form von MĂ€usen mit roten Ohren und schwarzen Knopfaugen 
Ich machte begeistert unendlich viele Fotos von dir in diesem sĂŒssen Outfit und fĂŒllte spĂ€ter damit den Fotospeicher des Handys deiner Eltern🙈. Dein Papa fĂ€delte deine Namenskette mit blauen Perlen und deine Mama half ihm, dir diese Kette umzubinden. Du lagst zufrieden bei ihnen und schienst in der Welt angekommen zu sein. 

Zauberhafter kleiner 🌾 MATTI 🌾 , wir legten dich in ein Stillkissen auf das GebĂ€rbett, damit ich von dir ein Foto fĂŒr meine Babygalerie machen konnte, vorerst liess ich aber deinen Papa mit seinem Handy fotografieren und du schautest uns scheinbar interessiert zu und strecktest uns deine sĂŒssen MĂ€usefinken entgegen. Deine Mama war bei diesem bezaubernden Anblick von dir so verliebt in dich! Eines der Fotos  schickte ich deinem Namensvetter zur Erinnerung. Wir schauten uns noch gemeinsam deine Placenta an, die mit ihrem ungĂŒnstigen Sitz soviel eurer Schwangerschaft und deiner Geburt beeinflusst hatte. Inzwischen flutete die untergehende Sonne den GebĂ€rsaal mit einem warmen, sanften Licht und dein Papa und ich standen fĂŒr einen Moment auf dem Balkon und schauten diesen Sonnenuntergang an. Und wĂ€hrend dieses perfekte Licht die letzten Fotos, die ich von euch zu dritt , du in den Armen deiner Eltern, beleuchtete , war da ganz viel Liebe und ganz viel GlĂŒck und ganz viel Dankbarkeit und ganz viel Erleichterung zu spĂŒren, dafĂŒr das wir dich gesund und wunderschön begrĂŒssen durften ! Geniesse das Leben mit deiner so wundervollen Familie , deine tollen Eltern, deine grosse Schwester und deinen grossen Bruder und sei auch von mir VON HERZEN WILLKOMMEN 💝💝💝 !


🌾 NOÉ LOUIS 🌾

4. November 2021

SĂŒsse Zaubermaus 🌾 NOÉ LOUIS 🌾 , sĂŒss, ja sĂŒss im wahrsten Sinne des Wortes war auch deine erste Nachricht an mich, du noch so winzig klein mit deiner Mama um dich herum! Ich bekam nĂ€mlich ein PĂ€ckchen zugeschickt, in dem sich sĂŒsse Pralinen aus der Confiserie deines Wohnortes befanden, zudem ein wunderschönes KĂ€rtchen, auf dem deine Mama mich fragte, ob ich, wie schon bei der Geburt deiner grossen Schwester, nun auch dich bei deiner Geburtsreise begleiten wĂŒrde. Schon genĂŒsslich die erste Praline in MohrrĂŒben-Form im Munde genießend, schrieb ich deiner Mama sofort, wie sehr ich mich freuen wĂŒrde, dich und deine Eltern in dieser so speziellen Zeit begleiten zu dĂŒrfen! Bei der Geburt deiner Schwester 🌾Lina Giulia🌾 haben deine Eltern die komplette Zeit, die uns nach Erreichen des Geburtstermins blieb, geduldig abgewartet, ob deine Schwester nicht selbst entscheiden möchte, zur Welt zu kommen. Danach blieb uns nichts anderes ĂŒbrig, als durch eine Einleitung ihre Geburtsreise zu starten. Auf die Einleitung folgte ein langer Geburtsverlauf, in dem deine Mama es aber schaffte, den Geburtsweg komplett zu öffnen, aber dann schaffte es das Köpfchen deiner Schwester trotz aller Hebammentricks nicht, durch das Becken deiner Mama tiefer zu kommen und letztendlich hielten deine tapferen Eltern deine Schwester im OP das erste Mal in ihren HĂ€nden. Nach solchen GeburtsverlĂ€ufen empfehlen manche Geburtshelfer in Hinblick auf eine weitere Geburt, das Becken der Mamas mittels MRT auszumessen, um etwaige Abweichungen von Beckenebenen auszuschliessen. Auch deine Mama liess ihr Becken ausmessen und die Ergebnisse zeigten, dass der Beckenausgang deiner Mama keine Idealmasse hatte und sich damit auch der Geburtsverlauf deiner Schwester gut erklĂ€ren liess. Mit diesem MRT Befund kam deine Mama zu mir in die Praxis, es wurde Zeit, deine Ankommen in diese Welt zu besprechen. Die TrĂ€nen, die deine Mama in ihren Augen hatte, als ich ihr meine PraxistĂŒr öffnete, wie emotional ist doch hĂ€ufig so ein Wiedersehen zwischen ”meinen” Frauen und mir! Deine Mama fragte mich, was ich von diesem MRT-Befund halten wĂŒrde und ich fragte sie wiederum, was sie sich fĂŒr deine Geburt wĂŒnschen wĂŒrde
  Nun, deine Mama war sich durchaus bewusst, dass dieser Beckenbefund nicht optimal war und sie war sich auch bewusst, dass die Kaiserschnittnarbe an ihrer GebĂ€rmutter uns fĂŒr deine Geburt nicht alle Optionen offen liess. Sie wollte sicher nicht die Geburt deiner Schwester noch einmal erleben und dennoch hatte sie fĂŒr den Moment MĂŒhe, sich mit einem geplanten Kaiserschnitt 2 Wochen vor deinem Entbindungstermin anzufreunden. Ich verstand die BedĂŒrfnisse deiner Mama absolut und war mit ihr einig, auch wenn die Ausgangslage nicht optimal war, noch wussten wir nicht, ob du nicht vielleicht alleine und frĂŒher deine Geburtsreise starten wĂŒrdest, ob du nicht eventuell leichter als deine Schwester werden wĂŒrdest, unter eigenen Wehen deiner Mama den Dreh durch das Becken deiner Mama ”raus” haben wĂŒrdest. Und so besprach wenig spĂ€ter deine Mama mit eurem Geburtshelfer ihre WĂŒnsche und gemeinsam beschlossen sie, bis zu deinem Geburtstermin abzuwarten, ob du nicht alleine auf die Welt kommen möchtest, legten aber deinen  Geburtstag mittels Bauchgeburt schon einmal auf deinen Entbindungstermin provisorisch fest. Nun hiess es geduldig abwarten, aber auch du schienst es bei deiner Mama zu geniessen und keinerlei Reisevorbereitungen anzustreben. Und je nĂ€her wir zu deinem Entbindungstermin kamen, um so nervöser wurde deine Mama und auch wenn ich ihr noch einmal etwas Mut machte, das hĂ€ufig vor Einleitungen oder OP-Entscheiden in der Nacht zuvor die Geburten losgingen, deine Mama spĂŒrte glaube ich, dass auch du definitiv mit Hilfe einer Bauchgeburt zur Welt kommen wĂŒrdest. Am Abend vor eurem grossen Tag telefonierte ich noch einmal mit deiner Mama. Ich erklĂ€rte ihr noch einmal den Ablauf eines Kaiserschnittes und beantwortet alle Fragen, die deine Eltern hatten. Obwohl sie ja bereits die Erfahrung eines Kaiserschnittes hatten, es ist dennoch ein Unterschied, ob wir aus einer Geburtssituation heraus in den OP fahren oder quasi ausgeschlafen uns einer Routine-Operation hingeben. Und deine Mama bedankte sich wenig spĂ€ter noch einmal  schriftlich bei mir und sie schrieb mir, dass sie sich auf dein Ankommen freue und natĂŒrlich auch, dass wir zusammen dich begrĂŒssen wĂŒrden. Du bliebst auch in der Nacht entspannt in deiner gemĂŒtlichen GebĂ€rmutter-1Zimmer-Wohnung, deine Mama hatte aber dennoch nur wenig Schlaf in der Nacht gefunden, deine Schwester spĂŒrte wohl die VerĂ€nderung intuitiv, die der nĂ€chste Tag mitbringen wĂŒrde und hielt so deine Eltern durch die Nacht wach. Und so trafen wir uns sehr frĂŒh morgens auf dem Parkplatz der Klinik, deine Eltern mit mĂŒden Augen, weil ihre Nacht wegen deiner Schwester so kurz war, ich mit kleinen Augen, weil 6 Uhr morgens fĂŒr mich keine Barbara-freundliche Zeit ist 😎 
 Aber wir freuten uns, dass nun dein Tag gekommen war und das Warten auf dich ein Ende hatte und gingen in euer zukĂŒnftiges Wochenbettzimmer. Dort war schon alles fĂŒr eure Geburt im OP vorbereitet und so konnten deine Eltern eure Taschen in Ruhe auspacken. Hatte ich bei der Geburt deiner Schwester damals den SĂŒssigkeitenvorrat deiner Eltern, der betrĂ€chtlich damals war, schmunzelnd fotografiert, gab es auch  dieses Mal erneut ein Foto davon-allerdings war die Menge der SĂŒĂŸigkeiten, die deine Eltern als Energiereserve dieses Mal eingepackt hatten, um einiges dezimierter, wussten deine Eltern ja, dass wir auf deine Ankunft nicht mehr lange warten mussten ( by the way
. es waren alle essentiellen Barbara-Energiespender mit dabei 🙃). Ein kleiner gehĂ€kelter Elefant erschien aus der Tasche deiner Eltern und wartete darauf, dich zu begrĂŒssen. Deine Mama zog nun das Spitalnachthemd an und dein Papa schnappte sich die KompressionsstrĂŒmpfe deiner Mama und zog sie deiner Mama vorsichtig an. Deine Herztöne kontrollierten wir ein letztes Mal und dein Papa nahm das klopfende GerĂ€usch deines Herzens mit seinem Handy als Erinnerung auf. Die Wehenkurve zeigte eine regelmĂ€ssige Berg und Tal -Zeichnung. Da waren sie, die Kontraktionen
! Auch wenn deine Mama sie nicht wirklich stark spĂŒrte, auf dem CTG- Papier wurden sie aufgezeichnet. Ein kurzer, kleiner Moment der Hoffnung kam bei uns allen auf und auf Wunsch deiner Mama untersuchte ich sie, um zu sehen, ob euer Geburtskanal von den Kontraktionen profitieren wĂŒrde. Vorsichtig untersuchte ich deine Mama und nach der kurzen Hoffnung kam sehr schnell die ErnĂŒchterung, ich taste haargenau den gleichen unreifen, ungĂŒnstigen Anfangsbefund, wie damals bei deiner Schwester ganz am Anfang ihrer Geburt. Nun war definitiv klar, wie du zur Welt kommen wĂŒrdest und vor allem schon bald ! Deine Eltern ergatterten noch eines der letzten vorhandenen selbstgebastelten Namenschilder fĂŒr dein Babybettchen. Hatten sie bei deiner Schwester damals noch bewusst sich fĂŒr eine Schnecke als Namensschild entschieden, einfach weil deine Schwester sich so langsam durch ihre Geburt bewegte, fiel dieses Mal die Entscheidung auf einen Hund und  da es keine sonstige Auswahl gab, bin ich natĂŒrlich sehr gespannt, ob dieser Hund euch dennoch fĂŒr euer Familienleben eine Richtung geben wird und du vielleicht mit einem Hund deine Kindheit verbringen darfst 
 .Ich sagte deinen Eltern, dass sie die letzten Momente mit Babybauch noch einmal bewusst wahr nehmen, sich von dieser so speziellen Zeit verabschieden sollten, noch einmal ĂŒber den Bauch streicheln sollten und das machten deine Eltern dann auch ergriffen und gerĂŒhrt. Und dann kam schon der Anruf aus dem OP, wir wurden erwartet! Dein Papa nahm dein Geburtstuch in die Hand und gemeinsam fuhren wir deine Mama in den OP. WĂ€hrend deine Mama schon zur Vorbereitung in den OP geschoben wurde, zeigte ich deinem Papa, wie er sich umziehen musste. Auch ich kleidete mich in OP-Kleidung ein und nachdem ich deinen Babyplatz fĂŒr alle NotfĂ€lle vorbereitet hatte, ging ich zu deiner Mama in den OP. Die war nun doch sichtlich nervös und so ging ich neben sie in die Hocke und hielt ihrer Hand, schaute in ihre Augen und lenkte sie mit ErzĂ€hlungen ab, die so gar nichts mit Geburten zu tun hatten. Auch die AnĂ€sthesiepflegefachfrau hielt eine Hand deiner Mama und zu dritt bildeten wir eine beruhigende Frauenpowergemeinde. Der AnĂ€sthesist legte schnell und unkompliziert die SpinalanĂ€sthesie und deine Mama konnte erleichtert  aufatmen und sich zurĂŒcklegen. Nachdem das sterile OP-Tuch deine Mama abgedeckt hatte, durfte ich nun auch deinen Papa zu deiner Mama an ihre Seite setzten. Auch ihm sagte ich, er solle deine Mama ablenken, sie zum Lachen bringen. Das musste er gar nicht gross, denn kaum hatte euer Geburtshelfer mit der OP begonnen, konnte er dich auch schon deinen Eltern ĂŒber dem sterilen Tuch zeigen, bevor ich dich von ihm in meine Arme gelegt bekam. Du zeigtest sofort protestierend, dass deine Lungen funktionieren und es fĂŒr dich hier auf der Welt viel zu hell und zu kalt war. Der Vorteil deines Protestes war, dass deine Lungen sich vom Fruchtwasser befreiten und deine Haut schön rosarot wurde, so dass ich dich gleich und ohne Umwege deiner Mama auf die Brust legen konnte, zugedeckt mit eurem Geburtstuch und einem warmen, weichen OP-Tuch hielt deine Mama dich fest und dein Papa hielt deine Mama, so dass ihr drei ganz nah beieinander ward. Deine Mama und dein Papa waren so gerĂŒhrt von diesem Augenblick, schon so ĂŒberwĂ€ltigt und voller Liebe. Dein Papa lachte und er war sichtlich erleichtert, dass es dir und deiner Mama so gut gingen, immer wieder streichelte er dein Gesicht und er streichelte deine Mama liebevoll. Deine Mama aber sprach ganz ruhig mit dir, sprach dich mit deinem Namen an und fragte dich, ob du ihre Stimme kennen wĂŒrdest. Sie sah sofort, wie zauberhaft und sĂŒss du aussahst und das du weniger Haare als deine Schwester bei ihrer Geburt hattest.  Sie hielt vorsichtig dein Köpfchen und streichelte dich sanft und weil du weiter lautstark protestiertest, stimmte deine Mama erst summend, dann singend ein Kinderlied an und dein Papa setzte wenige Augenblicke spĂ€ter mit ein und gemeinsam sangen deine Eltern dir ein Schlaflied, welches deine Schwester jeden Abend vor dem Einschlafen von deinen Eltern gesungen bekommen hatte und du wahrscheinlich jeden Abend im Bauch deiner Mama mitgehört hattest. Es war eine sehr berĂŒhrende, liebevolle, intime Szene.  Ich bin mir sehr sicher, der sterile, grell von Licht geflutete OP verschwand fĂŒr euch drei in diesem Moment. Nur wenige Augenblicke spĂ€ter aber stand euer Geburtshelfer neben euch, die OP war vorbei und euer Geburtshelfer gratulierte deinen Eltern zu ihrem wundervollen Sohn und auch die OP-Fachfrau, die bei deiner Geburt die Instrumente gereicht hatte, kam nun zu euch, genoss deinen sĂŒssen Anblick und gratulierte deinen Eltern ebenfalls. Deine Eltern konnten nun wirklich entspannen, alles war vorĂŒber, du warst in ihren Armen und schienst nun absolut zufrieden. Ich nutzte den Augenblick um ihr GlĂŒck und ihre Freude auf ein Foto zu bannen, diese Erinnerung an diesen Moment wird wohl ab nun jedes Jahr an deinem Geburtstag wieder angeschaut! WĂ€hrend deine Mama vom OP-Tisch wieder in ihr Bett gelegt wurde, durfte dein Papa dich in deinem Geburtstuch halten. Du spĂŒrtest sicher, dass die WĂ€rme deiner Mama verschwunden war, fingst du doch sofort mit dem Weinen wieder an. Dein Papa aber wiegte dich sanft in seinen Armen, redete leise mit dir und schĂŒtze dich mit deinem weinroten Geburtstuch vor dem grellen Licht des OPs. FĂŒr einen kurzen Moment blieben deine Eltern im Aufwachraum zur Überwachung deiner Mama. Ich bat deinen Papa, dich auf die Beine deiner Mama zu legen und dich aus dem Geburtstuch heraus zu nehmen. Vorsichtig hob dein Papa dich aus dem Tuch und legte dich deiner Mama auf die Brust, die nun endlich dich selbst in ihre Arme nehmen konnte, dich hoch heben, dich ansehen konnte. Nicht lange blieb dafĂŒr Zeit, denn du zeigtest uns jetzt eindeutig, dass der Busen deiner Mama dein absolut favorisierter Platz sein wĂŒrde, denn kaum in der NĂ€he gingst du problemlos an diesen und trankst so perfekt, als ob du schon ewig darin geĂŒbt warst. Euer Geburtshelfer kam, um dich ein erstes Mal zu untersuchen und er tat es, wĂ€hrend du bei deiner Mama deinen Hunger stilltest und dich durch nichts davon ablenken liessest. Alles schien an dir dran und alles gesund, euer Geburtshelfer konnte sich fĂŒrs erste verabschieden. Ich wollte euch fĂŒr einen Moment in Ruhe und zu dritt lassen, deine Eltern aber baten mich, ihnen mein Handy zu ĂŒberlassen. Wie schon bei deiner Schwester machten sie auch dieses Mal bei dir mit meiner Kamera ein Selfie zu dritt, so eine schöne Tradition đŸ„° ! Wir konnten sehr schnell den Aufwachraum verlassen und fuhren nun in den GebĂ€rsaal, dort sollten deine Eltern mit dir ungestört und in Ruhe als Familie ankommen, wollten wir deine ersten Kleidchen dir anziehen. Unterwegs merkte deine Mama, wie die schwindende NervositĂ€t nun ihr mit einem knurrenden Magen zeigte, dass deine Mama an deinem Geburtstag bisher noch nichts gegessen hatte. Und da bald  Mittag war und auf dem Weg die Guest Relation-Mitarbeiterin uns kreuzte, fragte ich sie, ob sie nicht bei uns im GebĂ€rsaal vorbei kommen könne, um die EssenwĂŒnsche deiner Eltern zu notieren. Und ob sie das wollte! Ich erklĂ€rte deinen Eltern, dass ich auch bei dieser Frau 2x deren Geburtsreisen begleitet hatte und fĂŒr ehemalige meiner Patientinnen, die in der Klinik arbeiten, es immer ein so spezieller Moment ist, wenn sie wieder mit mir gemeinsam  im GebĂ€rsaal stehen durften. Nun, du hattest also noch eine weitere Bewunderin an deinem Geburtstag, die dich gerĂŒhrt bestaunte und alle EssenswĂŒnsche deiner Eltern in Empfang nahm. Da nun fĂŒr das leibliche Wohl deiner Eltern gesorgt war, wurde es Zeit, sich wieder um dich zu kĂŒmmern. Gemeinsam mit deinem Papa zauberte ich mit Stempelfarbe sĂŒsse, kleine FussabdrĂŒcke als Erinnerung auf das Papier deines Babypasses. Dort trug ich auch spĂ€ter dein Gewicht, deine LĂ€nge und den Umfang deines Köpfchens ein. Werte, die bei jedem Baby nach der Geburt von uns Hebammen erhoben werden. Gemeinsam schauten wir, ob alles an dir dran war, alle Reflexe von dir vorhanden waren. Deine Mama nahm dich in ihre Arme, als dein Papa dir dein NabelschnurbĂ€ndchen um den Rest deiner Nabelschnur band, eine orangefarbige Blume mit grĂŒnem Blatt schmĂŒckte nun deinen Nabel. Deine erste Windel wickelte dein Papa routiniert, man sah, wie geĂŒbt dein Papa noch im Windelwechseln war. Deine Mama machte gerĂŒhrt ein Foto von ihren beiden MĂ€nnern und dein Papa strahlte  glĂŒcklich mit dir in seinen Armen. Deine ersten Kleidchen waren blau weiss gestreift, 3 sĂŒsse Elefanten mit blauen Ohren waren zuvorderst darauf. Dein Papa zog dir eine weiche, weisse MĂŒtze mit 2 grossen Bommelohren dran auf dein Köpfchen und wir alle waren sofort in diesen sĂŒssen Anblick von dir verliebt! Noch einmal kontrollierte dein Papa den Sitz deiner Kleidung, zog alles noch einmal zurecht, bevor er Fotos von dir machte, du solltest der schönste und perfekteste Sohn sein, dessen Fotos in die grosse weite Welt verschickt wurden. Danach legte er dich deiner Mama in die Arme und die machte fĂŒr einen Moment die Augen zu, genoss diesen friedlichen Moment mit dir. Dein Papa telefonierte nun mit euerer Familie, die grosse Schwester musste doch erfahren, dass sie einen kleinen Bruder bekommen hatte! GlĂŒcklich konnte dein Papa deiner Grossmutter mitteilen, dass du gesund und wunderschön bist und es dir und deiner Mama gut ging. Es wurde am anderen Ende des Telefons ein Foto von dir gewĂŒnscht  und deine Mama verschickte ein erstes Bild an deine Familie daheim. Nun wo alle Kleidchen angezogen, alle Messwerte erhoben, es deiner Mama soweit gut ging, fehlte natĂŒrlich noch ein letztes Foto von euch dreien im GebĂ€rsaal und ich machte eine Aufnahme von einer wunderschönen, glĂŒcklichen, etwas mĂŒden ,sĂŒssen Familie , die da in meine Kamera schaute. 

SĂŒsser kleiner 🌾 NOÉ LOUIS 🌾 ins Wochenbett bei euch Daheim zu kommen, war wie ein nach Hause kommen fĂŒr mich. Noch gar nicht so lange her war es, dass ich deine Eltern bei deiner Schwester die ersten spannenden Wochen nach der Geburt begleitet und unterstĂŒtzt hatte. Viele meiner RatschlĂ€ge von damals waren noch so prĂ€sent und deine Eltern noch so routiniert. Und so konnten wir uns diese mal mehr ĂŒber eure zukĂŒnftige Familienzeit unterhalten, wĂ€hrend dein Papa dich im Wiegetuch bei jedem meiner Besuche in die Höhe hob. Und deine Schwester? Die nahm mich wie selbstverstĂ€ndlich jedes Mal an die Hand, damit ich mit ihr gemeinsam die Treppen vom Kinderzimmer in die untere Etage gehen konnte. SĂŒsser kleiner Mann, deine Familie ist so zauberhaft und liebevoll, ich habe die gemeinsame Zeit mit euch sehr genossen, geniesse du deine Familie ebenso und lass deine Mama und deinen Papa   ganz hĂ€ufig so glĂŒcklich aussehen, wie auf dem Foto, welches ich von euch dreien unmittelbar nach deiner Geburt im OP gemacht habe! 

SEI VON MIR VON HERZEN WILLKOMMEN 💝💝💝


🌾 GIOIA SOFIA 🌾

1. November 2021

Zauberhafte, kleine, sĂŒsse 🌾 GIOIA SOFIA 🌾 , deine Geburtsgeschichte beginnt eigentlich schon knapp 3 Jahre vor deinem Geburtstag. Deine Mama und deinen Papa durfte ich bereits bei der Geburt deines einen, dem jĂŒngeren, Bruder begleiten. Seine Geburtsgeschichte war eine der ersten, die ich auf meiner Website veröffentlichte, zur damaligen Zeit gerader mal 3 Zeilen lang 🙈
.Sowohl er, wie auch dein anderer Bruder kamen durch einen Kaiserschnitt zur Welt. Ich kann mich noch sehr genau daran erinnern, wie ich fĂŒr die Geburt deines Bruders in die Klinik fuhr, mit der Erwartung, mit deiner Mama und deinem Papa eine schöne Geburt im GebĂ€rsaal zu erleben. Aber als ich im GebĂ€rsaal ankam, waren deine Eltern bereits im OP, der Geburtshelfer hatte beschlossen, auch dieses Mal die Geburt per Bauchgeburt zu beenden und so hiessen wir deinen Bruder im OP willkommen. Wir alle waren damals enttĂ€uscht, hatten wir uns doch auf eine natĂŒrliche Geburt eingestellt. 3 Jahre bevor du geboren wurdest, schrieb mir deine Mama. Deine Eltern spielten mit dem Gedanken, ihre  sĂŒsse Familie  noch mit einem weiteren kleinen Wesen zu vergrössern, zu vervollstĂ€ndigen. Deine Mama hatte nach wie vor den einen grossen Wunsch, sie wollte eine Geburt im GebĂ€rsaal und nicht im OP erleben, wollte selbst ein Kind gebĂ€ren. Und sie schrieb mir und fragte, wie gross die Chancen wĂ€ren, dass dieser Wunsch in ErfĂŒllung gehen könnte. Ich musste ihr damals eine Antwort schreiben, die sie sicher nicht glĂŒcklich gemacht hat. Ich wusste, dass ihr damaliger Geburtshelfer die Risiken nach einer 2 fachen Bauchgeburt als zu hoch einschĂ€tzen wĂŒrde, um eine natĂŒrliche Geburt zu unterstĂŒtzen und sie antwortete mir, dass sie nun ĂŒberlegen mĂŒsste, ob sie eine weitere Bauchgeburt verkraften könne. 2 Jahre spĂ€ter bekam ich  eine neue Nachricht von deiner Mama, GlĂŒck und jede Menge fröhliche Emoticons schmĂŒckten ihre Zeilen,  denn du hattest es dir in deiner Mama bequem gemacht und nicht nur sie, dein Papa und deine grossen BrĂŒder, die nun bereits schon 9 und 6 Jahre alt waren, konnten es kaum erwarten, dass du zur Welt kommen wĂŒrdest. Da der Geburtshelfer, der deine BrĂŒder bei ihren Geburten begleitet hatte, nicht mehr in unserer Klinik arbeitete, hatte sich deine Mama einen anderen Geburtshelfer gesucht und mit ihm den Wunsch, der nach wie vor immens stark in deiner Mama da war, den Wunsch normal gebĂ€ren zu dĂŒrfen, besprochen. Und er wĂ€gte mit deiner Mama, mit deinen Eltern, Vor- und Nachteile eines geplanten Kaiserschnittes versus einer Spontangeburt ab, besprach die Risiken beider Geburtsarten und war sich am Ende des GesprĂ€ches mit deinen Eltern einig, dass unter gewissen Vorbedingungen, deine Mama es versuchen sollte, sich ihren grössten Wunsch zu erfĂŒllen, dich im GebĂ€rsaal zur Welt kommen zu lassen. Eine Vorbedingung war, dass du nicht so riesig wie der zweite deiner BrĂŒder zur Geburt werden wĂŒrdest, sein grosses Köpfchen hatte damals keine Chance, in das Becken deiner Mama zu kommen. Und als ob du gespĂŒrt hast, dass deine Geburtsgewicht so viel Bedeutung haben wĂŒrde- du bliebst in der gesamten Schwangerschaft in deiner Gewichtskurve in absoluter Norm und versprachst, ein eher zierliches kleines MĂ€dchen zu werden. Und deine BrĂŒder, die nun wussten, dass da eine kleine Schwester zur Welt kommen wĂŒrde, zĂ€hlten aufgeregt die Tage, bis du dich auf den Weg machen wĂŒrdest. Denn das war die zweite Vorbedingung fĂŒr deine Geburt im GebĂ€rsaal, du solltest dir deinen Geburtstag alleine aussuchen, selbst deine Geburtsreise antreten wollen. Da deine BrĂŒder das bei ihren Geburten auch so gemacht hatten, waren wir guten Mutes und weil deine Mama schon immer mal wieder Kontraktionen am Ende der Schwangerschaft spĂŒrte, war es nur eine Frage der Zeit, wann, ja wann du zur Welt kommen wĂŒrdest. Dein offizieller Entbindungstermin war der 31.Oktober, Halloween- der Tag bzw die Nacht der sĂŒssen kleinen Geister. Mein BauchgefĂŒhl sagte mir, dass deine Mama an diesem Tag genĂŒgend mit ihren kleinen Geistern daheim zu tun und fĂŒr das GebĂ€ren keine Zeit hatte, ausserdem betrĂ€gt die Wahrscheinlichkeit, dass ihr MĂ€use an eurem errechneten Entbindungstermin zur Welt kommen wĂŒrdet, bei knappen 5 % und diese 5% hatte ich in diesem Jahr bei meinen bisherigen Geburten gefĂŒhlt mindestens verdoppelt. Und so freute ich mich darauf, Halloween mit einer Freundin bei einem  Ballettabend im Opernhaus ZĂŒrich zu erleben. Hatte 3 Tage zuvor Baby 🌾 LÉONIE 🌾 fĂŒr ihre Geburt mich gar nicht erst ins Opernhaus fahren lassen, so genoss ich nun das Restaurant vor Vorstellungsbeginn, Teil 1 und 2 des Ballettes und dann, in der 2. Pause- die ChampagnerglĂ€ser klirrten gerade aneinander- vibrierte und blitze mein Notfallpager in den buntesten Farben- deine Mama hatte ihn ausgelöst, denn sie verspĂŒrte ihre ersten intensiveren Kontraktionen. Ich rief deine Mama an und schnell war fĂŒr mich klar, den 3.Teil des Ballettabends wĂŒrde ich mit dir und deinen Eltern tanzen und zwar im GebĂ€rsaal. Ich sagte deiner Mama, dass ich aus ZĂŒrich losfahren wĂŒrde und auch deine Eltern wollten, nachdem deine BrĂŒder ihren Babysitter bei sich hatten, sich auf den Weg in die Klinik machen. Die Autobahn war menschenleer an diesem Abend und so kam ich noch vor deinen Eltern im GebĂ€rsaal an. Dein Geburtshelfer war an diesem Abend noch in den Ferien und sein vertretender Kollege wartete bereits auf uns in der Klinik. Auch Sue, meine Hebammenkollegin, war da,  uns zu helfen ( und sie war es auch, die uns dann die ganze Nacht unglaublich wertvoll unterstĂŒtzt hat ❀❀❀) Und dann kam deine Mama mit deinem Papa und es war deiner Mama, die immer noch ganz bezaubernd lĂ€chelte, dennoch anzumerken, dass eure Geburt mit sehr guten Wehen Fahrt aufgenommen hatte. Rasch untersuchte ich deine Mama, um zu schauen, wo auf eurer Geburtsreise ihr euch befandet und ich konnte tasten, dass du mit deiner Mama um dich herum, dass ihr bereits die HĂ€lfte dieser Reise geschafft hattet. Sue versuchte inzwischen, deiner Mama einen Venenzugang zu legen, wir alle wussten, dass der Entscheid in den OP zu fahren jederzeit kommen könnte und wir wollten alle notwendigen Vorbereitungen dafĂŒr erledigt haben. Die Versuche, deiner Mama diesen Venenzugang zu legen, scheiterten und so mussten wir Hilfe von der AnĂ€sthesie holen und auch diese Kollegin brauchte mehrere Versuche, bis dieser Zugang endlich klappte und deine Mama, die bis dahin tapfer im Liegen ihren Arm hin hielt, hielt nun, da der Verband sass, nichts mehr im Bett, deiner Mama tat das Liegen und eure Wehen dazu nicht gut.

Deine Mama begab sich intuitiv in die Hocke neben dem Bett, deine Herztöne pochten unaufgeregt hörbar aus dem Herztonmonitor und euer begleitender Geburtshelfer besprach noch einmal mit wenigen Worten die aktuelle Situation mit deinen Eltern : im Moment sah alles so wunderbar aus, deine Mama ging durch eure Wehen, dir ging es gut, dein Geburtskanal öffnete sich schnell, wir waren fĂŒr alle NotfĂ€lle gerĂŒstet
 Gemeinsam bestĂ€tigten wir alle, weiterhin an deine Geburt im GebĂ€rsaal zu glauben. Deine Mama konnte da bereits nicht mehr viel sagen, zu fest war sie mit euren Wehen beschĂ€ftigt, die nun eine nach der anderen durchatmet werden mussten. Langsam spĂŒrte sie auch, wie dein Köpfchen sich durch ihr Becken bewegte, ein fĂŒr deine Mama noch nie erlebtes GefĂŒhl. Und deine Mama tat instinktiv, was dir und eurer Geburtsreise am Besten tat, sie bewegte sich! Aus der tiefen Hocke stand sie nun neben dem Bett und ich ermunterte sie, ihr Becken zu kreisen, die rotierenden Schwingungen sollten dir den Weg in die Tiefe erleichtern. Aus der stehenden Position wechselte sie in die kniende neben dem Bett, aus der knienden in die hockende und dort, mit einer Wehe zusammen,  konnten wir bereits deine Fruchtblase erkennen. Ohne deine Mama untersuchen zu mĂŒssen, war nun klar, dein Geburtsweg war offen, deine Mama hatte diesen Weg in einer sehr kurzen und sehr intensiven Zeit geschafft, nun musstest nur noch DU den Weg durch das Becken deiner Mama schaffen. Euer Geburtshelfer wollte wissen, wo nun dein Köpfchen stand, er untersuchte deine Mama und eröffnete dabei deine Fruchtblase. Er erhoffte sich dadurch, eure Geburt zu verkĂŒrzen, dir schneller die Möglichkeit zu geben, zum Beckenausgang zu kommen. Wir probierten nun, auf dem Bett alle möglichen Positionen aus, die deiner Mama helfen sollten, mobil zu bleiben und gleichzeitig dir behilflich sein sollte. Nichts davon war fĂŒr deine Mama wirklich bequem, einzig das Seil, welches ĂŒber dem Bett befestigt war, half im Moment, deiner Mama Halt zu geben. Dein Papa war darum bemĂŒht, deiner Mama dieses Seil immer und egal in welcher Position deine Mama sich gerade befand, dieses Seil zum Greifen nah fĂŒr deine Mama zu positionieren. Euer Geburtshelfer machte noch rasch einen Ultraschall um auszuschliessen, dass du dir die Sternenguckerposition ausgewĂ€hlt hattest, aber du lagst perfekt, so wie es sein sollte und es brauchte einfach noch ein wenig Geduld von uns allen. Mein Empfinden sagte mir, dass es einfach dieses neue GefĂŒhl, dein Köpfchen am Tieferkommen durch das Becken deiner Mama, dass mit diesem GefĂŒhl deine Mama fĂŒr den Moment ĂŒberforderte war, sie spĂŒrte, wie du mit jeder Wehe tiefer kamst aber es fĂŒhlte sich fĂŒr sie falsch an. Ich wusste, es brauchte einfach noch etwas Zeit und ganz viel Zuspruch fĂŒr deine Mama, irgendwann wĂŒrdet ihr zwei das perfekte Team bilden! Ich sprach deiner Mama immer wieder Mut zu, sagte ihr, wie ganz ganz, so ganz wunderbar  sie durch eure Wehen ging, ermutigte sie, auf ihren  Körper zu hören und instinktiv das zu machen, wonach dem Körper deiner Mama zumute war. Der Kopf deiner Mama liess ein Loslassen fĂŒr den Moment noch nicht zu, immer wie höher ergriff sie das Seil und immer wie unruhiger, bewegter wurde sie. Aus dem Bett heraus probierte sie den GebĂ€rstuhl aus, Sitzen war aber gar keine Option fĂŒr sie, viel zu schmerzhaft war der feste Untergrund, also stand sie die nĂ€chsten Wehen und in den ĂŒbernĂ€chsten kniete sie erneut am Bett. Deine Mama stellte ein Bein auf das Bett um so dem Beckenausgang so viel wie möglich Platz zu geben und wieder war es das Seil, welches dein Papa ihr gab, was deiner Mama soviel Halt in dieser Situation gab. Und es waren die vielen Positionswechsel, die permanente Bewegung des Beckens deiner Mama, die dich tiefer und mit den Wehen zusammen  tiefer brachten, dich deiner Mama nĂ€her und nĂ€her. Es war eine gute Stunde vergangen, seit deine Fruchtblase offen war und auch der neue Tag war nun eine gute Stunde alt, als sich die Energie, die deine Mama fĂŒr das Durchatmen durch eure Wehen und das Umklammern des Seiles  brauchte, verschob. Deine Mama ging neben dem Bett tief in die Hocke und da war es mit einmal, das sanfte Schieben, das von deiner Mama kam und dich die letzten entscheidenden Zentimeter zu ihr nĂ€her brachte. Ganz  intuitiv schob deine Mama nun und so wundervoll machte sie es. Wir alle konnten deine dunklen Haare bewundern, schon bevor du auf der Welt warst und auch dieser 

”Ausblick” war noch einmal Motivationsschub und Energiekick fĂŒr deine Mama. Dein Papa stĂŒtze deine Mama, dein Geburtshelfer kniete ebenfalls mit am Boden neben deiner Mama und ich lag förmlich zu FĂŒssen deiner Mama, dein Ankommen ganz sanft unterstĂŒtzend. Und dann warst du da, geboren von deiner Mama und so ersehnt. Sofort nahm dich deine Mama zu sich und ihr Anblick, so ĂŒberrascht, so voller GlĂŒck und noch so unfassbar, dass sie es mit dir gemeinsam geschafft hatte, war so wunderschön ! Du protestiertest laut ĂŒber die fĂŒr dich sibirische KĂ€lte und jedes deiner Laute wurde euphorisch und voller GlĂŒck von deiner Mama erwidert. Dein Papa hielt seine beiden Frauen fest im Arm und schaute dich mit so viel Liebe an. Es wurde Zeit, dass wir deine Mama aus der hockenden Position nun bequem und vor allem entspannt in ihr Bett legen konnten, sie hatte nach all` den Anstrengungen alle gut gemeinten Aufmerksamkeiten verdient ! Aber ihr Interesse galt nur dir, jeder Teil von dir wurde verliebt begutachtet, gekĂŒsst, geherzt. Deinem Papa gab ich die Nabelschere in die Hand und zum ersten Mal, beim Kaiserschnitt dĂŒrfen die VĂ€ter in der Regel diesen Part nicht ĂŒbernehmen, durchtrennte er eine, nĂ€mlich deine  Nabelschnur andĂ€chtig. Wir liessen euch fĂŒr einen kurzen Moment alleine und in Ruhe ankommen. Allerdings nicht fĂŒr lange, deine Mama hatte unmittelbar nach deiner Geburt ĂŒberdurchschnittlich viel Blut verloren und auch jetzt mussten wir immer wieder darauf achten, wieviel Blut deine Mama verlor. Deine Mama hatte aber noch so viele GlĂŒckshormone, in ihrem Körper, die dafĂŒr sorgten, dass deine Mama noch nicht so viel vom Blutverlust spĂŒrte. Und wĂ€hrend ich dafĂŒr sorgte, gemeinsam mit Sue und deinem Geburtshelfer, diesen Blutverlust unter Kontrolle zu bekommen, zeigtest du aber schon, dass dein Interesse dem Busen deiner Mama gehörte. Auch wenn du zunĂ€chst alle deine Finger in deinem Mund hattest, sehr schnell konnte dich deine Mama davon ĂŒberzeugen, dass ihr Busen die bessere Option ist, deine HĂ€nde aber super zum Festhalten des Busens geeignet sind. Eine Stunde trankst du abwechselnd an beiden BrĂŒsten und gabst so auch deiner Mama die Zeit, sich langsam fallen zu lassen, die Angespanntheit des Geburtsmarathons abzulegen. Deine Mama rekapitulierte bereits die EindrĂŒcke eurer Geburtsreise und sagte noch einmal, wie wichtig und hilfreich das Seil fĂŒr sie gewesen war und wie glĂŒcklich sie jetzt sei, es geschafft zu haben. Du durftest nun zu deinem Papa, eingehĂŒllt in dein Geburtstuch, welches bezaubernd rosarot und mit bunten Streifen bestickt war. Aufmerksam blicktest du ihn an und glĂŒcklich lĂ€chelnd schaute er zurĂŒck. Und deine Mama schaute euch zwei verliebt an und genoss diesen wunderschönen Anblick. Dein Papa band dir auf dem Bett deiner Mama dein NabelschnurbĂ€ndchen, eine bordeaux- farbige Blume, um die Reste deiner Nabelschnur, etwas besorgt, dass es dir weh tun könnte, aber ich konnte ihn da beruhigen, die Nabelschnur hat keinerlei Nerven, die euch Schmerzen spĂŒren lassen könnten. Nachdem wir dich gewogen und gemessen hatten, machten wir deine FussabdrĂŒcke zur Erinnerung und dein Papa wusch vorsichtig die Farbe danach wieder von deinen Fusssohlen.  WĂ€hrend er dir deine erste Windel anzog, braucht deine Mama mich, der Blutverlust machte sich bemerkbar, aber da dein Papa ja schon mit deinen beiden BrĂŒdern genug Erfahrung im Babywickeln hatte, konnte ich ihn in Ruhe machen lassen und mich um deine Mama kĂŒmmern. Dein Papa zog dir deine ersten Kleidchen an, ganz in reinem Weiss, eine rosarote Rose auf der Vorderseite, hatte sie deine Mama fĂŒr dich ausgesucht. Deiner Mama ging es nun wieder etwas besser und hungrig stĂ€rkte sie sich. In dieser Zeit wurde dein wunderschöner Name definitiv von deinen Eltern festgelegt. Wie du heissen solltest, darĂŒber waren deine Eltern sich schon lange einig, nur die Schreibweise, die legten sie jetzt fest und dein Papa trug deinen Namen in dein Geburtsformulare ein, wĂ€hrend du, fertig angezogen bei ihm auf dem Schoss in deinem Geburtstuch lagst und aufmerksam in deine neue Welt blicktest. NatĂŒrlich fehlte noch die Namenskette, die dein Papa nun fĂŒr dich mit rosaroten Perlen auffĂ€delte und dir um dein Handgelenk band. Eigentlich wĂ€re das der Moment gewesen, euer FamilienglĂŒck zu dritt nun fĂŒr das Fotoalbum festzuhalten, fotografiert hatte ich dich, verzaubert von deinem sĂŒssen Aussehen in den letzten Stunden schon viele Male, aber deine Mama brauchte immer noch unsere volle Aufmerksamkeit und Überwachung, auch euer Geburtshelfer kam noch einmal vorbei, um die Ursache der anhaltenden Blutung zu finden. Ein letztes Medikament wollten wir bei deiner Mama noch ausprobieren, bevor wir uns entschliessen wĂŒrden, mit deiner Mama in den OP zu fahren. GlĂŒcklicherweise half dieses Medikament endlich und deine Mama  war langsam in einem stabilen Zustand. Ich wollte sie aber zur Sicherheit noch bei mir im GebĂ€rsaal ĂŒberwachen und weil deine Eltern beide verstĂ€ndlicherweise mĂŒde wurden, es war inzwischen schon frĂŒher Morgen, liessen wir deinen Papa im Zimmer deiner Mama auf der Wochenstation etwas Schlaf holen und du lagst bei deiner Mama im Arm im GebĂ€rsaal und ihr beide schlieft tief und entspannt, ein so wunderschöner, liebevoller Anblick. 

SĂŒsse , zauberhafte 🌾 GIOIA SOFIA 🌾 , den Blutverlust, den deine Mama nach deiner Geburt erlitt, spĂŒrte sie noch lange Zeit nach deiner Geburt. Die Liebe zu dir, die vollkommen Freude, das pure GlĂŒck, dich im GebĂ€rsaal geboren haben zu können, liess deine Mama aber auch das bewĂ€ltigen. Immer wenn ich euch daheim in eurem  Wochenbett besuchte, strahlte sie so ĂŒberglĂŒcklich und war so dankbar, diese, deine Geburt, so erlebt haben zu dĂŒrfen. Deine grossen BrĂŒder, sĂŒsse Maus, konnten, kaum wart ihr daheim, nicht genug von dir bekommen, da hast du wahrscheinlich fĂŒr dein ganzes Leben die besten BeschĂŒtzer, Spielkameraden und Helfer in allen Lebenslagen. Dein  Papa wird dich verwöhnen und dir wohl kaum einen Wunsch abschlagen, so schĂ€tze ich ihn ein. Und deine Mama- nun sie wird fĂŒr immer dich, ihre Tochter, lieben und dich durch dein Leben begleiten und sie wird an deinen Geburtstagen immer an deine Geburt mit besonders viel Liebe  und mit Stolz denken, denn sie alleine hat sich ihren grossen Wunsch mit deiner Geburt erfĂŒllt. Geniess deine so wunder-und liebevolle Familie und sei auch von mir

VON HERZEN WILLKOMMEN 💝💝💝


🌾 LÉONIE 🌾

28. Oktober 2021

Zauberhafte kleine 🌾 LÉONIE 🌾, als ich deiner Mama das erste Mal meine PraxistĂŒr öffnete, stand da eine ganz, ganz zierliche, kleine Frau mir gegenĂŒber, elfengleich, so war mein allererster Gedanke
. Ganz klein war sie  schon bei ihrer eigenen Geburt, noch nicht mal 1kg schwer und viel zu frĂŒh kam deine Mama damals zur Welt. Der winzige Schwangerschaftsbauch deiner Mama jetzt mit dir, sĂŒssen Maus darin, kam schon bei unserem ersten Treffen ein wenig in den Weg beim Sitzen auf meiner Couch und so zog deine Mama schnell ihre Schuhe aus, legte ihre Beine entspannt in die Höhe  und machte es sich halb liegend bei mir bequem ( und diese Position wurde zur Routine bei jedem unserer weiteren Treffen â˜ș ). Deine Mama erzĂ€hlte mir viele Dinge, die, tendenziell damals durch die FrĂŒhgeburt ausgelöst,  sie und dein Papa im Alltag deiner Mama speziell beachten mĂŒssen und die auch fĂŒr mich bei deiner Geburt wichtig waren. Und weil es doch so einige spezielle Besonderheiten gab, tendierte deine Mama zunĂ€chst dafĂŒr, dass du mit einer geplanten Bauchgeburt zur Welt kommen solltest, einfach um alle vorhandenen Risiken so weit wie möglich zu minimieren, das Unvorhergesehene zu reduzieren. Bei unserem nĂ€chsten Treffen war deiner Mama aber wichtig, dennoch die natĂŒrliche Geburt zu besprechen und wir redeten ĂŒber Hypnose zur Geburtsvorbereitung, Badewannengeburten, PeriduralanĂ€sthesien und Dammmassagen. Du kleine Maus bereitetest deiner Mama da schon schlaflose NĂ€chte, denn deine langen Beine, die gut im Ultraschall zu sehen waren, kickten deine Mama mit Vorliebe besonders Nachts ordentlich. Je mehr du und der Babybauch deiner Mama grösser wurden, um so mehr spĂŒrte deine Mama die Belastung, die wohl die meisten Frauen am Ende ihrer Schwangerschaft spĂŒren und auch naturgewollt sind. Nur schon, um mental sich von der Schwangerschaft lösen, gebĂ€ren zu wollen, werden die Unannehmlichkeiten mehr, die SchwerfĂ€lligkeit grösser, die schlaflosen NĂ€chte zahlreicher- wĂŒrde es allen Frauen bis zum Schluss wundervoll gehen, warum sollten sie nicht noch etwas diese magische Zeit verlĂ€ngern wollen, nicht los lassen wollen, statt 40 Wochen eher 2 Jahre wie ein Elefant schwanger sein😉
 !   Bei deiner Mama aber waren diese typischen Beschwerden um einiges extremer, der zierliche Körper musste mit Hochleistung arbeiten, um fĂŒr dich und deine Mama zu sorgen. Liegen ging kaum noch, Stehen nur kurze Zeit, der Kreislauf deiner Mama zeigte, wie angespannt die Situation fĂŒr deine Mama war. Deine zukĂŒnftige  Kickboxerkarriere  schienst du weiterhin mit intensivem Training voran zu treiben und zwar soweit, dass deine Mama inzwischen blaue Flecken an ihren Rippen sah und vor allem auch spĂŒrte. Deine Mama war am Ende ihrer KrĂ€fte, als sie zu eurem Geburtshelfer fĂŒr eine Schwangerschaftskontrolle in die Praxis ging, 12 Tage vor deinem ursprĂŒnglichen Entbindungstermin. Und der sah, dass ein Abwarten und Geduld haben in dieser so speziellen Situation keinen Sinn machte und deiner Mama schlicht und einfach die KrĂ€fte fehlten fĂŒr alles. Und so entschieden deine Mama und dein Papa mit deinem Geburtshelfer, dass dein Geburtstag gekommen ist und ich erhielt in den Mittagsstunden den Anruf, dass du heute per Kaiserschnitt auf die Welt kommen solltest. Die Praxisassistentin sagte mir, dass es ein Notfall wĂ€re, konnte mir aber keine weiteren Angaben machen. Besorgt rief ich bei deinen Eltern an und die berichteten mir, wie es zu dieser Entscheidung gekommen war und das deine Mama und dein Papa in den nĂ€chsten 2 Stunden in die Klinik kommen sollten, damit wir im Laufe des spĂ€teren Tages in den OP fahren könnten. Mir fiel ein Stein vom Herzen, dass es kein akuter Notfall war, denn nun hatte auch ich noch etwas Zeit , zu organisieren. Eine meiner Wöchnerinnen hatte sich mit  Anzeichen einer BrustentzĂŒndung gemeldet und ich war eigentlich schon bereits auf dem Weg zu ihr und ausserdem war mein Abendplan, in die Oper nach ZĂŒrich zu fahren
 Ich rief bei meinen Hebammen in der Klinik an und beschrieb meine Situation. Meine besten Kolleginnen der Welt sorgten dafĂŒr, dass deine Mama und dein Papa von ihnen in Empfang genommen wurden und ich so noch bei meiner Wöchnerin vorbei fahren konnte. FĂŒr den Opernbesuch am Abend konnten auch meine Kolleginnen keine Lösung bieten und so waren es 2 meiner Freundinnen, die sich nun darauf vorbereiteten, am Abend in der Loge dem Troubadour zu lauschen und zu applaudieren
 Auf dem Weg in die Klinik hielt ich noch rasch beim BĂ€cker an, fĂŒr deine Mama konnte ich nichts ordern, denn sie durfte zur OP-Vorbereitung nun nichts mehr essen  und deinem Papa, da war ich mir sicher, wurde bereits alles an Verpflegung in der Klinik zur VerfĂŒgung gestellt, aber meine Hebammen, die, ja die sollten etwas SĂŒsses und Kalorienreiches am Nachmittag auf den Tisch gestellt bekommen😎 ! Als ich bei deinen Eltern am Nachmittag in ihrem Wöchnerinnenzimmer ankam, hatten die Hebammen soweit wie möglich deine Mama auf die Operation vorbereitet ( ❀ Danke Annegret & Michelle ). Deine Herztöne waren gut und krĂ€ftig aus dem CTG zu hören, dir ging es gut ! Deiner Mama aber sah man an, wie anstrengend alles, wirklich alles fĂŒr sie war. Liegen ging nur noch in Seitenlage, Stehen nur fĂŒr einen Moment, bevor die Beine ihren Dienst versagten. Dein Papa holte fĂŒr mich deine GeburtstĂŒcher aus dem Koffer, deine Mama hatte gleich zwei davon eingepackt, in einem altrosa Ton, ganz weich und wunderschön wĂŒrden wir dich umhĂŒllen, wenn du dann auf der Welt bist ! Auch deine Kleidchen waren im rosaroten Ton und ich legte sie fĂŒr dich in den WĂ€rmeschrank im GebĂ€rsaal. Passend zu soviel Rosarot suchten sich deine Eltern ein NabelschnurbĂ€ndchen aus mit einer rosaroten Blume und auch der TeddybĂ€r, der dein NamenskĂ€rtchen werden sollte- nun – es war nur logisch- auch dieser Teddy hatte ein rosarotes Halstuch 
 Ich gab deinem Papa die KompressionsstrĂŒmpfe, damit er sie deiner Mama fĂŒr die OP anziehen konnte. So zerbrechlich wie die FĂŒsse deiner Mama wirkten, wollte ich das Anziehen der StĂŒmpfe jemandem ĂŒberlassen, der sie nur allzu gut kannte. Der AnĂ€sthesist kam und besprach mit deinen Eltern die SpinalanĂ€sthesie fĂŒr deine Geburt und legte noch einmal einen neuen Venenzugang, 3x hatten die Hebammen bereits versucht, diese notwendige KanĂŒle deiner Mama zu legen, aber die feinen, dĂŒnne Venen deiner Mama hielten nicht lange diese KanĂŒle aus
 Wir waren nun bereit, um in den OP zu fahren, ein letztes Mal hörte ich mir deine Herztöne mit deiner Mama um dich herum an ( und dein Papa machte mit seinem Handy ein Video zur Erinnerung davon ), dass nĂ€chste, was wir von dir schon bald hören wĂŒrden, war dein erster lauter Atemzug! Auf dem Weg in den OP flossen TrĂ€nen bei deiner Mama, nie im Leben hatte sie am Morgen damit gerechnet, heute dir dein Leben zu schenken. Dein Papa streichelte die TrĂ€nchen hinweg und half deiner Mama, sich auf den OP-Tisch zu legen, er gab ihr noch einen Kuss, bevor deine Mama in den OP geschoben wurde und ich ihm zeigte, wie er sich nun fĂŒr die OP umziehen musste. Deine Mama bekam inzwischen  im OP-Saal ihre AnĂ€sthesie und auch diese war, wie der Venenzugang, nicht so leicht bei ihr zu legen. Ich blieb bei deiner Mama und hielt ihre HĂ€nde, streichelte sie und liess deine Mama meine HĂ€nde fest drĂŒcken, gemeinsam atmeten wir, wie wenn wir im GebĂ€rsaal eine Wehe veratmet hĂ€tten, so war deine Mama ein wenig abgelenkt. Als die AnĂ€sthesie dann wirkte, ging alles sehr schnell, dein Geburtshelfer stand mit seinem Kollegen parat, deinen Papa holte ich und setzte ihn neben deine Mama und wenige Momente nach dem OP-Beginn konnte euer Geburtshelfer dich in seinen HĂ€nden halten, abnabeln und deinen Eltern zeigen. Du zeigtest uns sofort, dass deine Lungen prima funktionierten und deine Haut wurde dadurch rosarot. Euer Geburtshelfer gab dich mir in die Arme und weil es dir offensichtlich so gut ging, konntest du sofort zu deiner Mama auf die Brust und zu deinem Papa in seine Arme. Der hielt dich nĂ€mlich fest wĂ€hrend du bei deiner Mama lagst und weil er  seine Armen um deine Mama legte und mit seinen HĂ€nden dich festhielt, umarmte er in diesem Moment so seine beiden wichtigsten Frauen. Dein weiches Geburtstuch deckte dich zu und deine Mama sprach sofort mit dir und weil sie das auf französisch, ihrer Muttersprache und der Sprache der Liebe, tat, klang alles noch verliebter, herzerwĂ€rmender, inniger. Sie gab dir viele kleine KĂŒsse auf dein Gesicht, wĂ€hrend du mit deinen HĂ€ndchen dich am Kinn deiner Mama festhieltest. Dein Papa streichelte dich am Köpfchen und streichelte das Gesicht deiner Mama, er war vom ersten Augenblick so verliebt in dich! Deine FĂŒsschen, die deine Mama so hĂ€ufig traktiert hatten die letzten Wochen, wurden neugierig begutachte, alle 10 Zehen waren vorhanden . „ Chou Chou ” mein Liebling- flĂŒsterte deine Mama immer wieder zu dir und strahlte dabei, alles MĂŒhsame, alle Ängste der letzten Tage waren verflogen. Als die OP schon wenige Minuten spĂ€ter beendet war, lagst du in den Armen deiner Mama und sie sah so wunderschön aus! Deine Mama bedankte sich bei uns und dein Papa kĂŒsste zĂ€rtlich deine Mama und streichelte sie. Als deine Mama aus dem OP und zu ihrem Bett gefahren wurde, hielt nun dein Papa dich in seinen Armen, vorsichtig, aber so voller Stolz! Er zeigte dich deiner Mama, die nun im Bett liegend dich richtig betrachten konnte und er genoss den kurzen Moment Zweisamkeit, in dem deine Mama in den Aufwachraum gefahren wurde, mit dir sichtlich. Die erste Stunde bliebt ihr noch in diesem Aufwachraum, dort konnte man die Vitalfunktionen deine Mama besser kontrollieren, aber deine Mama erholte sich so schnell von all den Strapazen. Dein Papa platzierte dich nun auf die Beine deiner Mama und wickelte dich aus deinem Geburtstuch und er legte dich so, wie du aus dem Bauch deiner Mama geboren wurdest, deiner Mama in ihre Arme und bei deiner Mama brachen alle Emotionen heraus, TrĂ€nen, FreudentrĂ€nen natĂŒrlich, MuttergefĂŒhle, bedingungslose Liebe sah man in ihrem Gesicht ,es war ein so berĂŒhrender Moment! Du wurdest sofort ruhig, als du bei deiner Mama lagst und öffnetest deine Augen, deine Mama weinte immer noch vor GlĂŒck und redete zĂ€rtlich mit dir und es schien, dass du deiner Mama aufmerksam zuhörtest! Dein Papa sagte deiner Mama immer wieder, wie gut sie das alles gemacht hatte und wollte deiner Mama einen Kuss geben, aber der Mundschutz störte dabei 
 wenn nicht in dieser Situation, wann dann war es so absolut in Ordnung, den Mundschutz fĂŒr dieses einen wichtigen Moment zu vergessen- dein Papa kĂŒsste deine Mama voller Liebe auf den Mund. Und er sagte zu deiner Mama „ Schau dir dieses Geschenk an, was fĂŒr ein Schatz !” Euer Geburtshelfer kam, um die erste Untersuchung an dir durchzufĂŒhren, alles, wirklich alles war perfekt an dir, deine lange Zunge, so meinten deine Eltern, hattest du wohl deiner Mama zu verdanken. WĂ€hrend du untersucht wurdest und euer Geburtshelfer dich in seinen HĂ€nden hielt, schienst du ihn genau zu beobachten und dein Geburtshelfer meinte lachend, dass du bereits jetzt schon mit dem Doktor flirtest
 und deine Mama, nun, auch die strahlte euren Geburtshelfer an, einfach weil sie glĂŒcklich war! Deine erste Mahlzeit an der Brust deiner Mama ging ohne Probleme, instinktiv gingst du an den Busen und deine Mama setzte dich mit Hilfe deines Papas bei der zweiten Brust sogar schon ohne meine Mithilfe  an. Es wurde Zeit, mit dir in den GebĂ€rsaal zu fahren, auf der Brust deiner Mama gekuschelt, mit deinem Geburtstuch bedeckt, fuhren dein Papa und ich dich und deine Mama durch die KlinikgĂ€nge dorthin. Ich liess euch einen Moment der Ruhe und des Nichtstun im GebĂ€rsaal, einfach Ankommen als Familie, ungestört, so wichtig nach aller Aufregung der letzten Stunden. Deine Mama ass eine Kleinigkeit zur StĂ€rkung und dein Papa hielt dich zĂ€rtlich im Arm. SpĂ€ter band er dir dein Nabelschnurband um den Rest deiner Nabelschnur, half, deine FussabdrĂŒcke zur Erinnerung fĂŒr euch zu machen und auch die blaue Stempelfarbe von deine Fusssohlen wieder zu entfernen. Dabei hieltest du dich bereits am Finger deines Papas fest und deine langen Beine waren nun statt im Ultraschall, im Original zu bewundern. Dein Papa wickelte dich perfekt in deine erste Windel und war schon dabei, dir deine Kleidchen anzuziehen, als ich bemerkte, dass wir ja noch gar kein Gewicht von dir gemessen hatten. Also wickelte dich dein Papa wieder aus deiner Windel und legte dich auf die Waage : 2750 g zeigte diese an, fĂŒr deine zierliche Mama ein riesiges Baby! Nachdem dein Papa dich erneut in  die Windel gewickelt hatte, zog er dir deine Kleidchen an, rosarot und wunderschön waren sie und trotz der grossen, langen FĂŒsse wirkte alles noch ein wenig zu  gross fĂŒr dich. Bevor dein Papa dich deiner Mama zurĂŒck in die Arme legte, machte ich noch ein Foto von euch zweien, dein Papa voller Stolz mit seiner Tochter. NatĂŒrlich waren auch die Perlen deiner Namenskette, die dir dein Papa jetzt auffĂ€delte, rosarot, keine andere Farbe hĂ€tte zu dir gepasst! Als er dir die Namenskette umlegte, sah man deutlich noch Spuren der Stempelfarbe von den FussabdrĂŒcken an seinen HĂ€nden. Normalerweise bekomme ich diese Spuren ab, aber du hattest mit deinen FĂŒssen IHN ordentlich markiert 🙃. Bevor ihr von mir auf die Wochenstation gefahren wurdet, wollte ich natĂŒrlich noch das erste perfekte Familienfoto von euch zu dritt machen, du lagst bei deiner Mama im Arm und bevor dein Papa seinen Arm und dich und deine Mama legte, streichelte er vorher  das Gesicht deiner Mama und wischte deiner Mama zĂ€rtlich eine HaarstrĂ€hne aus ihrem Gesicht und ich machte euer erstes offizielles Familienfoto an deinem Geburtstag mit euch als stolze, zwar mĂŒde, aber so glĂŒcklichen Familie!  

ZuckersĂŒsse 🌾 LÉONIE 🌾  in der Oper, die ich ursprĂŒnglich am Abend deines Geburtstages sehen und hören wollte, ist es eine Leonora, deine italienische Namensvetterin, die die weibliche Hauptrolle singt, eine starke, unbeugsame Frau! Ich kann dir nur wĂŒnschen, dass du nicht ihr tragisches Schicksal teilen musst ( sie stirbt heldenhaft und Operndiva-Like  auf der BĂŒhne ) aber vielleicht die Liebe zur klassischen Musik leben darfst! Dein Geburtshelfer, wissend, dass er mich vom Opernbesuch mit dem Entscheid fĂŒr eure Bauchgeburt abgehalten hatte, sang vor dem OP und nur fĂŒr mich ein quasi Arienersatz : „ O sole mio ” tönte es ĂŒber den Flur und es hĂ€tte nicht glĂŒcklich machender sein können ( by the way, 2 Wochen spĂ€ter sah ich die Inszenierung im ZĂŒrcher Opernhaus komplett von Anfang bis zum tragische Ende )! Lass dir die Verliebtheit deiner Eltern fĂŒr dich gut tun, geniesse ihre FĂŒrsorge, ihre Liebe zu dir. Und wenn du dich einmal fĂŒr klassische Musik interessieren solltest, vielleicht hat ja dein Geburtshilfeteam indirekt  dazu beigetragen đŸ„°

 SEI VON HERZEN WILLKOMMEN 💝💝💝


🌾 VALENTINA 🌾

7. Oktober 2021

SĂŒsse , so zuckersĂŒsse 🌾 VALENTINA 🌾 , wenn Elternpaare eine Beleghebamme engagieren, so ist ihnen mit Sicherheit die 1:1 Begleitung wĂ€hrend Schwangerschaft, Geburt und Wochenbett wichtig. Und natĂŒrlich ( und was eigentlich das Wichtigste fĂŒr diese Zeit ist ), die Chemie sollte in dieser zukĂŒnftigen eingeschworenen  Gemeinschaft  stimmen . Sagte ich noch zu Beginn meiner Beleghebammenkarriere , es sollte eine Vertrautheit gegeben sein, als ob ich mit meiner besten Freundin oder Schwester gemeinsam auf die Geburtsreise gehe, so ist es nach 25 Jahren immer wie mehr eine Reise, auf der ich gefĂŒhlt meine Kinder oder die Kinder von Freundinnen bei so einem wichtigen Lebensereignis begleite. Gleich geblieben in all der Zeit aber ist das Vertrauen, welches das  zukĂŒnftige Elternpaar haben darf und sollte, das Vertrauen, das die Geburtsreise geschĂŒtzt ist, intim bleibt, nichts dabei gegen den Willen der Eltern passiert, Ängste bekannt , WĂŒnsche respektiert werden. Ob dieses ( gegenseitige ) Vertrauen entstehen, wachsen darf, entscheidet sich meistens beim KennenlerngesprĂ€ch in meiner Praxis. Bei deinen Eltern, liebe Valentina, wusste ich aber schon beim ersten Telefonat zwischen deiner Mama und mir, dass die Chemie zwischen uns  von Anfang an ganz wunderbar passte. Und dann sassen da deine Eltern das erste Mal, du mit deiner Mama um dich herum, bei mir in der Praxis auf dem Sofa und das GlĂŒck und die Vorfreude auf dich war in beider Gesichter so wunderschön anzusehen ! Dein Papa hatte mich schon als Hebamme bei einem Wochenbettbesuch seines Götti-Buben erlebt und auch deine Mama kannte einiges von mir bereits durch „ Hören- Sagen ” durch eine andere Patientin von mir. So oft haben meine Elternpaare Kontakt untereinander, sind Freund-innen, Geschwister, Arbeitskollegen, aus dem gleichen Volleyball-Team und neu und immer wie mehr zunehmend , Kinder, dessen MĂŒtter ich schon auf deren Geburtsreise begleitet hatte 
 Nun , deine Eltern machten es mir sehr leicht , ihr Vertrauen zu gewinnen , die gegenseitige Sympathie war vom ersten Augenblick da und bestĂ€tigte den Eindruck vom TelefongesprĂ€ch. Deine Mama und dein Papa gingen bewusst ohne grosse Vorkenntnisse und Vorstellungen an deine Geburt, sie wussten, dass das Kommende unvorstellbar und schlecht planbar war und sie wussten, dass fixe Vorstellungen eher zu EnttĂ€uschungen fĂŒhren wĂŒrden. Wir besprachen den normalen Ablauf einer Geburt, gingen aber auch auf das Thema Bauchgeburt und PeriduralanĂ€sthesie ein. Deine Eltern wussten bereits , dass wir mit dir ein kleines MĂ€dchen im GebĂ€rsaal begrĂŒssen wĂŒrden . Und du warst ein kleiner Wirbelwind im Bauch deiner Mama, der immer mal wieder seine Position wechselte. Rechtzeitig zum Ende eurer Schwangerschaft aber legtest du dich fest, dein Köpfchen im Becken deiner Mama, so wie wir es uns wĂŒnschten, wartetet ihr auf den Moment, an dem eure Geburtsreise beginnen sollte. Du gabst den Startschuss 13 Tage vor deinem Entbindungstermin in den ersten Morgenstunden deines Geburtstages, als deine Mama merkte, dass sie euer Fruchtwasser verliert. Ausgerechnet in dieser Nacht hatte einer meiner Hunde ein gesundheitliches Problem und ich wartete daheim mit ihm im Arm auf den Morgen, damit ich in die Tierklinik fahren konnte . Als deine Mama mich anrief, um mir euren Blasensprung mitzuteilen, war ich zugegebenermassen ein wenig verzweifelt- was tun in so einem Moment ? Lass ich meinen Hund oder meine Patientin alleine ? Da deine Mama noch keine Wehen hatte und es ihr auch sonst, bis auf die Aufregung , sehr gut ging, rief ich in der Klinik an. Und meine Hebammen dort halfen! Ich erklĂ€rte meiner Kollegin Gina ( Grazie ! ❀) meine Situation, dass im Moment es fĂŒr mich nicht möglich war, meinen Hund alleine zu lassen und in den Aargau zu kommen , um die notwendigen Kontrollen nach einem Blasensprung durchzufĂŒhren. Gina half sofort und bot an , die Kontrolle im Spital zu ĂŒbernehmen und so lange das Paar zu begleiten, bis ich die Zeit hĂ€tte, nach Aarau zu kommen. Und so fuhren deine Eltern direkt in die Klinik und Gina schaute, dass es euch dreien gut ging. Der Muttermund deiner Mama war bereits schon ein wenig geöffnet und Gina empfahl deinen Eltern, dass sie sich noch etwas ausruhen sollten, noch etwas Schlaf holen sollten, solange es möglich war. An Schlaf war nicht zu denken, denn deine Mama spĂŒrte bereits immer wie mehr eure Wehen und 2 Stunden spĂ€ter hatte sich der Muttermund schon knapp auf die HĂ€lfte dessen geöffnet, was wir fĂŒr deine Geburt benötigen wĂŒrden. Du schienst also neugierig auf die Welt da draussen zu sein und gewillt, geboren zu werden. Unterdessen konnte ich morgens in die Tierklinik fahren und wusste meinen Hund dort in besten HĂ€nden. Ich schrieb deinen Eltern , sie sollen nicht all zu schnell vorwĂ€rts machen, denn ich sei nun unterwegs in die Klinik. Deine Eltern sagten mir spĂ€ter , sie hatten noch bevor ich in ihrem Zimmer stand, anhand meiner heran eilenden Schritte gehört , dass ich angekommen war und sie freuten sich so sehr, als ich endlich bei ihnen war. Gina hatte sie nachts bereits schon einmal die Badewanne zur Entspannung ausprobieren lassen, da dann aber der GebĂ€rsaal fĂŒr eine Geburt benötigt wurde, zĂŒgelten deine Eltern in das neben dem GebĂ€rsaal liegende Akupunktur – Zimmer. Deine Eltern erzĂ€hlten mir, dass sie die Geburt des Babys durch die dĂŒnnen WĂ€nde live und ehrfĂŒrchtig und auch ein wenig Ă€ngstlich  mitgehört hatten und ich probierte deine Mama und deinen Papa zu beruhigen : fernab vom Geburtsgeschehen mag eine Frau, die Leben schenkt , sich respekteinflössend anhören, aber fĂŒr die , die direkt der Geburt eines Kindes beiwohnen, ist es pure Energie , die da von den Powerfrauen zu hören ist
 Deine Mama hatte inzwischen selbst nun schon intensive Wehen und gemeinsam  versuchten wir, die fĂŒr sie und dich beste Atmung herauszufinden. Euer Geburtshelfer kam kurz vorbei , um euch zu begrĂŒssen und ich untersuchte deine Mama , damit wir sehen konnten, ob sich euer Geburtsweg weiter geöffnet hatte. Er hatte sich nicht viel verĂ€ndert und man fĂŒhlte, wie anstrengend es fĂŒr deine Mama , wie schmerzhaft die Wehen fĂŒr sie waren. Ich beobachtete , wie deine  Mama in euren Wehen  auf ihren Zehenspitzen stand, immer ein Zeichen fĂŒr mich, dass die Frauen an die Grenzen des ertrĂ€glichen kommen , zumal das auf den Zehenspitzen stehen, den Beckenboden eher anspannt und wir ja eigentlich genau das Gegenteil wĂŒnschen. Es wurde offensichtlich Zeit, noch einmal die entspannende Wirkung von warmen Wasser auszuprobieren und wir gingen in den GebĂ€rsaal, wo ich die Wanne mit Wasser fĂŒllte und fĂŒr den entspannenden, unterstĂŒtzenden  Effekt ein wenig Lavendel dem Wasser beifĂŒgte. Deine Mama setzte ich solange auf den Pezziball und ich  gab ihr ein WĂ€rmekissen auf den schmerzenden RĂŒcken, fĂŒr den angespannten Muttermund gab es ein krampflinderndes Mittel . Dein Papa kontrollierte die Wassertemperatur , er kannte die WohlfĂŒhlwassertemperatur fĂŒr deine Mama besser als ich . Und wĂ€hrend deine Mama rollend auf dem Ball und mit WĂ€rme im RĂŒcken ausgestattet, Wehe und Wehe veratmete, sich die Wanne nach und nach mit Wasser fĂŒllte, holte dein Papa deine zukĂŒnftigen Kleidchen und dein Geburtstuch aus dem Koffer – und ich musste lachen
.Bei einigen meiner letzten Geburten hatten die Mamas den Namen ihres Babys in das Tuch sticken lassen, dein Geburtstuch kam offensichtlich von einem prominenten Designer, der SEINEN Namen gut sichtbar auf das Tuch bestickt hatte , aber so was von passend war dieser Name fĂŒr eure zukĂŒnftige Situation daheim – fĂŒr viele Paare vor der ersten Geburt ihres ersten Kindes noch unvorstellbar, aber sehr schnell mit dem Ankommen des neuen ErdenbĂŒrgers sichtbar, wer ab nun den Tagesablauf bestimmt und nach wessen BedĂŒrfnissen sich alles richtet- das Wort BOSS , das da auf deinem Geburtstuch stand, passte nur zu gut zu deiner zukĂŒnftigen Stellung in deiner Familie 🙃 â˜șïžđŸ™ƒâ€Š. Nun, das Tuch und die Kleidchen wanderten in den WĂ€rmeschrank und deine Mama in die Badewanne. Sie legte sich ausgestreckt in das warme Lavendelduftwasser und ich hoffte so, sie möge dadurch leichter durch eure Wehen kommen. Wir atmeten weiter zusammen durch jede Wehe und dein Papa brachte kĂŒhlende TĂŒcher fĂŒr die Stirn und bot deiner Mama Wasser zum trinken an, aber deine Mama lehnte alles ab, auch Musik zum Ablenken war fĂŒr sie nicht angenehm. Schnell war ersichtlich, dass die Badewanne deiner Mama nicht wirklich half und so stieg deine Mama wieder aus ihr heraus. Wir trockneten deine Mama mit wĂ€rmenden TĂŒchern und dein Papa gab deiner Mama frische Kleidung aus euer Tasche, die deine Mama erst am Tag vorher gepackt hatte. Deine Mama stand und hielt sich an der Sprossenwand fest, der Zug den sie dort ausĂŒben konnte, tat ihr gut und auch das Glas Wasser, das dein Papa ihr hinhielt, wurde nun dankend angenommen. Wir alle merkten aber ,dass fĂŒr deine Mama die Energiereserven nicht unendlich vorhanden waren und auf Bitten deiner Mama untersuchte ich sie erneut. Zwar war euer Geburtsweg wieder etwas weiter geöffnet, aber nicht so weit ,wie deine Mama es sich erhofft hatte und auch ich spĂŒrte, wie verkrampft deine Mama durch ihre Wehen gehen musste. Wir hatten es in der Schwangerschaft  in meiner Praxis entspannt besprochen und fĂŒr deine Mama war es eine ansprechende Option schon damals und erst recht jetzt gewesen, wĂŒrde sie an diesen Punkt kommen, an dem wir jetzt standen, sie wĂŒrde die UnterstĂŒtzung durch eine PeridualanĂ€sthesie befĂŒrworten. Und so bat ich unseren AnĂ€sthesisten , uns zu Hilfe zu kommen und er legte wenige Augenblicke spĂ€ter eine in meinen Augen perfekte PDA ( PeriduralanĂ€sthesie ). Denn deine Mama konnte sehr schnell wieder aufatmen und lĂ€cheln, der Wehenschmerz war fast vollstĂ€ndig verschwunden , die MobilitĂ€t deiner Mama blieb aber komplett erhalten und die brauchten wir ! Jetzt , wo ich deine Mama untersuchen konnte , ohne dass sie durch die Schmerzen verkrampft war , tastete ich, dass du drauf und dran warst , dich als Sternengucker durch das Becken bewegen zu wollen und ich erklĂ€rte deinen Eltern den einfachen, aber manchmal auch so komplizierten Mechanismus , wie ihr MĂ€use euch wĂ€hrend der Geburt durch das Becken eurer Mamas bewegt. Deine Mama konnte nun quasi schmerzlos dem Ganzen folgen und auch dein Papa entspannte sich, nun da seine Frau sichtlich entspannt war und deutete richtig euren Geburtsmechanismus als „Wunder der Natur”. Ich erklĂ€rte deiner Mama, welche Positionen von ihr deine Richtung durch ihr Becken begĂŒnstigen wĂŒrde und das allgemein die Beweglichkeit ihres Beckens PositionsĂ€nderungen von dir bewirken könnten. Nun, deine Mama tat alles , was fĂŒr sie möglich war, wanderte fleissig zum Badezimmer und zurĂŒck , legte sich im Bett in hilfreiche Positionen und liess die Schwerkraft zu dem ihren Job ausĂŒben. Bei jedem Gang auf das WC half dein Papa gewissenhaft , die Medizintechnik, die bei PeriduralanĂ€sthesien an den Mamas zur Überwachung installiert sind, mobil zu machen und auch wieder am Bett zu befestigen. Da es deiner Mama so gut ging, konnten wir nun auch auf die BedĂŒrfnisse von deinem Papa eingehen und ihm sein Mittagessen in den GebĂ€rsaal bringen. Hatte er vorher schon der Familie daheim kleine Nachrichten zukommen lassen, was im GebĂ€rsaal passierte, schickte er nun ein  Foto von seinem Dessert â˜ș , ich denke damit hat er eure Familie garantiert beruhigt. Und wĂ€ren dein Papa ass , hörten wir ĂŒber das CTG, dass auch du offensichtlich eine grosse Portion Fruchtwasser genossen hast, denn ĂŒberdeutlich hörten wir dich mit einem Schluckauf kĂ€mpfen. Inzwischen spĂŒrte deine Mama einen immer stĂ€rker werdenden Druck in die fĂŒr uns so ersehnte Richtung , nĂ€mlich nach unten, offensichtlich hattest du nun deinen Weg gefunden ! Aber obwohl die Wehen fĂŒr deine Mama kaum spĂŒrbar, machte ihr der Druck zu schaffen, sie konnte einfach nicht „loslassen ”. Der Muttermund war nun fast ganz geöffnet und die Sonne schien in unser GebĂ€rzimmer und wir alle hofften so sehr , du wĂŒrdest noch bei diesem Sonnenschein auf die Welt kommen. FĂŒr deine Mama wurde es nun wieder anstrengend und gemeinsam atmeten und kĂ€mpften wir uns durch die Wehen der letzten Phase. „Loslassen ” ist manchmal nicht so einfach und braucht hĂ€ufig beim ersten Kind seine Zeit. Deine Mama schob immer schon sanft ein wenig mit, probierte ,was möglich ist, erkundete so ihren Körper in dieser Ausnahmesituation. Dein Papa gab alle seine FĂŒrsorge fĂŒr deine Mama , ermutigte sie, hielt ihre Hand , kĂŒhlte mit kalten Lappen
 Plötzlich verlangsamten sich deine Herztöne und wir mussten blitzschnell die Wehen, die dich scheinbar in Kombination mit dem Druck durch das Becken stressten, hemmen, deine Mama in eine weniger komfortable Lage positionieren. Ich rief euren Geburtshelfer dazu, damit er im Notfall uns unterstĂŒtzen  konnte. Zum GlĂŒck war nur ein UnterstĂŒtzen durch Motivation nötig, denn nun war wunderschön zu sehen, wie du und deine Mama gemeinsam euren Weg fĂŒr  dein Ankommen gefunden hatten, es war 17:23 Uhr , als deine Mama dich ganz alleine , dein Papa und dein Geburtshilfeteam stĂŒtzen und hielten deine Mama bestĂ€rkend, dir dein Leben schenkte. Du kamst sofort in die Arme deiner Mama und dein Geburtshelfer holte dein warmes Geburtstuch und deckte dich wĂ€rmend zu. TrĂ€nen flossen bei deiner Mama und bei deinem Papa, TrĂ€nen der Erleichterung und TrĂ€nen der Liebe ! Alles war an dir dran und du zeigtest kurz , dass deine Lungen ein  krĂ€ftiges Schreien auslösen können. Dann wurdest du aber sehr schnell ruhig , öffnetest deine grossen , dunklen Augen und blicktest in deine neue Welt , in das Gesicht deiner Eltern.So viele dunkle Haare hattest du und schon jetzt sah man , wie wunderschön , wie perfekt du aussahst! Dein Papa kĂŒsste deine Mama gefĂŒhlte 1000 Mal voller Dankbarkeit auf die Stirn und wischte ihr den Schweiss  aus dem Gesicht. Die Sonne, so wie wir es deiner Mama gewĂŒnscht hatten, schien auf diese kleine, sĂŒsse, neue Familie. Ich war so begeistert , wie schon so perfekt du aussahst und fĂŒllte zunĂ€chst meinen Handy-Fotospeicher mit Bildern von dir ( und spĂ€ter den deiner Eltern â˜ș ) .Dein Geburtshelfer und ich liessen euch einen Moment alleine, euch als Familie in Ruhe ankommen, eure Familie daheim informieren.  Nicht lange, denn du zeigtest schnell deinen nĂ€chsten Wunsch, denn offensichtlich warst du hungrig, sehr sogar! Und so zeigte ich deiner Mama, wie Stillen geht und ihr zwei habt das sehr schnell umsetzten können
. Nachdem dein erster Hunger gestillt (im wahrsten Sinne des Wortes!) , nahm dein Papa euer ausgesuchtes NabelschnurbĂ€ndchen ( ein blauer Elefant ) und band es um deine Nabelschnur. Deine Mama sass da bereits schon wieder im Schneidersitz und schaute aufmerksam zu, wie dein Papa nun deine Nabelschnur durchtrennte. Wir wollten natĂŒrlich wissen, wie schwer du warst und vorsichtig hob dein Papa dich nun aus dem Geburtstuch und legte dich auf die Waage. Ich machte gerade ein Foto von dir mit deinem Geburtsgewicht, als deine Mama plötzlich neben mir stand. Auch sie wollte wissen, wie schwer und lang du warst. Deiner Mama ging es bereits schon wieder so gut ,dass sie mit deinem Papa gemeinsam unter deiner WĂ€rmelampe stehend, dir deine ersten Kleidchen anzog, das rote Leibchen , das in der Heimat deines Papas dir traditionell GlĂŒck  bringen soll , war natĂŒrlich mit dabei . DarĂŒber gab es eine weissen Strampler mit einem sĂŒssen Alpaka darauf.  Deine Mama legte deinem Papa alles hin und er zog dich an. Sooooo verliebt war dein Papa bereits in dich , so das ich augenzwinkernd deine Mama tröstend beruhigte, dass wenigstens deine Mama bei ihrer Mama und auch bei mir und meinen Hausbesuchen bei euch, immer an erster Stelle stehen wĂŒrde 😉. 

SĂŒsse , so sĂŒsse 🌾 VALENTINA 🌾, deine Eltern haben dir einen so wunderschönen Namen ausgesucht, in meinem Freundeskreis habe ich meine engsten und wertvollsten Freundinnen zu einer Gruppe Valentinas zusammen gefasst. Alles wundervolle Frauen, die meine Welt bereichern. Ich hoffe und bin mir da eigentlich sehr sicher, dass auch du zu einem wundervollen MĂ€dchen, einer wundervollen Frau heranwachsen wirst, die das Leben deiner Eltern und deiner Freunde bereichern wird. Deine Eltern sind so tolle Persönlichkeiten, die dir all˙ ihre Liebe mit auf den Weg geben werden ! Geniesse sie, die Liebe und deine Eltern , und sei auch von mir 

VON HERZEN WILLKOMMEN 💝💝💝


🌾 MIA MATHILDA 🌾

27. September 2021

SĂŒsse, so zauberhafte 🌾 MIA MATHILDA 🌾 , deine Eltern hatten schon sehr frĂŒh gewusst, wĂŒrden sie eines Tages Eltern einer kleinen Tochter werden, wĂŒrden sie ihr den wunderschönen Namen geben, den du nun bei deiner Geburt erhalten hast. Und es wurde das grosse Geheimnis deiner Mama, als du in ihrem Bauch zu wachsen begonnen hattest, bis auf deinem Papa niemanden davon zu erzĂ€hlen, dass ein kleines MĂ€dchen euch drei zur Familie machen wĂŒrde ( und deine Mama versteckte vorsorglich alle rosaroten Kleidchen die fĂŒr dich waren, vor den Augen der anderen â˜ș) . Ich sah deinen Eltern in meiner Praxis die riesige Vorfreude auf dich an und auch wenn inzwischen eine Statistik in den Medien veröffentlicht wurde, in dem dein Vorname zum  beliebteste Name fĂŒr ein Baby-MĂ€dchen in der Schweiz gekĂŒrt wurde, fĂŒr deine Eltern stand fest, du wĂŒrdest deinen sĂŒssen Namen behalten. Behalten hast du in der Schwangerschaft auch deine Lage im Bauch deiner Mama, die bequemste nĂ€mlich, mit dem Kopf nach oben, sitzend im Becken deiner Mama. Daran Ă€nderte sich auch nichts mehr bis zum Ende der Schwangerschaft, du wolltest partout nicht dein Köpfchen in die gebĂ€rfreundlichere Position nach unten drehen, so dass euer Geburtshelfer mit deiner Mama und deinem Papa den Tag festlegte, an dem du mit Hilfe einer Bauchgeburt zur Welt kommen solltest. Eine der Hauptmerkmale von euch kleinen, unschuldigen, sĂŒssen Wesen ist, dass ihr spĂ€testens ab der Geburt und fĂŒr eine lange Zeit danach, sorgsam ausgedachte PlĂ€ne eurer Eltern mit Vorliebe durcheinander wirbelt. So auch du, und zwar schon, bevor du zur Welt kamst. Denn einen Tag vor deinem geplanten Kaiserschnitt, in den frĂŒhen Morgenstunden, rief deine Mama mich an, dass sie euer Fruchtwasser verlieren wĂŒrde.   Und so hiess es fĂŒr alle, die bei deiner Geburt beteiligt waren, umplanen, organisieren und Termine verschieben. FĂŒr deine Eltern hiess es in allererster Linie, keine schlaflose, weil vor NervositĂ€t, letzte Nacht vor einem geplanten Kaiserschnitt durchleben zu mĂŒssen und vor allem mussten sie nun einen ”Babysitter ” fĂŒr Benji organisieren, deinen zukĂŒnftigen besten vierbeinigen Hunde-Freund. Deine Eltern hatten den kĂŒrzeren Weg in die Klinik als ich und waren schon etwas vor mir im GebĂ€rsaal, meine Hebammenkollegin Chantal nahm euch in Empfang, fing bereits mit den ersten Vorbereitungen fĂŒr eure Operation an ( MERCI ❀ ). Als ich zu euch kam, hatte deine Mama bereits ihr OP-Hemd an, eine Infusion war gelegt, deine Herztöne pochten hörbar munter vom CTG-GerĂ€t und deine Mama suchte sich gerade das Essen aus, welches sie mit deinem Papa nach deiner Geburt essen wĂŒrde. Ich sah, dass deine Eltern sich eines der letzten vorhandenen gebastelten ( und leider auslaufenden ) Hunde -Namensschilder fĂŒr dein zukĂŒnftiges Babybettchen ausgesucht  hatten, kein anderes hĂ€tte zu dir und deiner Familie gepasst ! Deine Mama spĂŒrte bereits ihre ersten regelmĂ€ssigen Kontraktionen, die an IntensitĂ€t zunahmen und deine Eltern freuten sich, dass du nun doch selbst entschieden hattest, wann du zur Welt kommen wolltest. Ich zeigte deinen Eltern meine NabelschnurbĂ€ndchen und zuerst war der Elefant mit dem roten Herz ihr Favorit, aber sie entschieden dann doch, deine Nabelschnur mit einem bunten Regenbogen abbinden zu wollen, wenn du dann auf der Welt warst. Deine ersten Kleidchen lagen parat, in einer zarten altrosa Farbe, passend dazu dein Geburtstuch. Deine Mama schaute sich die Kleidchen noch einmal an, bevor ich sie in den WĂ€rmeschrank legte und konnte sich nicht vorstellen, dass da schon bald ihre kleine Tochter hinein passen wĂŒrde. Ich erklĂ€rte deinen Eltern den Ablauf eines Kaiserschnittes und wie dein Papa im OP deiner Mama helfen konnte. Wenig spĂ€ter erhielten wir den Anruf, dass der OP fĂŒr uns schon bereit wĂ€re und ich sagte deinen Eltern augenzwinkernd, dass wohl das noch eben ausgesuchte Mittagessen wohl noch warm wĂ€re, wenn wir wieder in den GebĂ€rsaal zurĂŒck kehren wĂŒrden und deine Eltern ihr erstes Mittagessen als Mama und Papa einnehmen könnten. Deine Papa half mir, deine Mama in den OP zu fahren und wĂ€hrend sie ihre SpinalanĂ€sthesie -Narkose durch den AnĂ€sthesisten erhielt, zeigte ich deinem Papa, wie er sich umkleiden musste und bereite selbst alles fĂŒr dein Ankommen im OP vor. Wenig spĂ€ter konnte ich deinem Papa durch ein Fenster in der TĂŒr des OP-Saales zeigen, wieviele Personen sich da um deine Mama sorgten und alles fĂŒr den Kaiserschnitt vorbereiteten . Dein Papa hielt dein Geburtstuch in seinen HĂ€nden, parat um dich wenige Augenblicke spĂ€ter damit schĂŒtzend und wĂ€rmend zuzudecken, denn es dauerte nicht mehr als 1 Minute nach Beginn eurer OP, als dein Geburtshelfer dich deinen Eltern ĂŒber das blaue OP – Tuch zeigen konnte. Dein Papa, der neben dem Kopf deiner Mama sass, war fĂŒr den Moment deiner Geburt aufgestanden und sah so ĂŒber das sterilen Tuch hinweg von oben auf den Bauch deiner Mama blickend, dich und den Augenblick, in dem du geboren wurdest . Du holtest sofort Luft und zeigtest uns mit einem krĂ€ftigen Schrei, das deine Lungen fĂŒr deine neue Welt parat waren und deine Haut wurde rosarot. Ich konnte dich sofort deiner Mama auf die Brust legen und deine Mama nahm dich und hielt dich fest. Auch dein Papa hielt dein Köpfchen schĂŒtzend und umarmte dabei deine Mama, es war der allererste und so wunderschöne Anblick von euch als Familie, die ich mit Fotos festhielt. Deine Mama schaute immer wieder zu deinem Papa, dein Papa zu ihr und zu dir, ihre Blicke unter den Masken verrieten, wie verzaubert sie bereits von dir waren, wie verliebt. Du lagst entspannt und ruhig auf der Brust deiner Mama und versuchtest, die Augen zu öffnen. Zu hell erschien dir die neue Welt, deine Augen schlossen sich wieder und deine HĂ€ndchen legten sich vor das Gesicht. Dein Papa legte dir dein Geburtstuch ĂŒber dein Köpfchen. Nun im abgedunkelten, rötlichen Licht wagtest du erneut einen Blick und schienst zufrieden zu sein, mit grossen dunklen Augen blicktest du in Richtung deiner Mama. Und auch dein Daumen fand zielgerichtet und wie von alleine den Weg in deinen Mund und du nuckeltest genĂŒsslich daran und auch wenn es noch nicht bewusst war – es war ein LĂ€cheln in deinem Gesicht zu erkennen. 10 Minuten nach deiner Geburt konnte dein Geburtshelfer deinen Eltern zu ihrer sĂŒssen Tochter gratulieren, die OP war vorbei und gemeinsam mit deinem Papa schaute euer Geburtshelfer, ob bei dir alles gesund und das vorhanden war, was wir von dir erwarteten. 2 MĂ€nner und ein Baby, diesen Titel wĂŒrde ich dem Foto geben, welches ich nun von deinem Papa mit dir in seinen Armen und deinem Geburtshelfer machte đŸ„°. Deine Mama wurde in dieser Zeit wieder in ihr Bett gelegt und weil es euch so gut ging, erlebtest du wenige Momente spĂ€ter deine erste Fahrstuhlfahrt in dieser Welt im Arm deiner Mama, denn ich fuhr mit euch dreien direkt vom OP zurĂŒck in den GebĂ€rsaal. Dort angekommen und unter uns, nutzen wir den ersten Moment, in dem deine Eltern keine Gesichtsmasken und OP-Hauben trugen fĂŒr die ersten Erinnerungsfotos von eurer kleinen Familie ausserhalb des Op-Saales. Deine Eltern ĂŒberdeckten dich mit KĂŒssen und staunten ĂŒber dein so perfektes Aussehen. Schauten, ob wirklich alle Fingerchen und Zehen an dir dran waren. Es wurde nun Zeit, das grosse Geheimnis deiner Mama gegenĂŒber deiner restlichen Familie zu lĂŒften und deine Eltern riefen die Mama deiner Mama an und schalteten sofort auf den Videomodus.So konnte dich deine Grossmutter sofort sehen und erfuhr nun, dass sie eine Enkeltochter bekommen hatte. Und sie freute sich riesig und sagte, dass sie nun ”Röckli ” kaufen gehen werde . Deine Grossmutter zeigte einen Eltern mit Hilfe der Kamera, wie es ihrem ”Enkelhund ” ging  und deine Mama rief Benji glĂŒcklich entgegen : Benji, du bist Bruder geworden!  â˜ș.  Auch deine andere Grossmutter wurde von deinem Papa angerufen, aber die rechnete ja erst mit deiner Ankunft am nĂ€chsten Tag und war noch am Arbeiten, so dass dein Papa es mehrmals versuchen musste, bis auch sie glĂŒcklich  erfahren konnte, dass du auf der Welt warst. Inzwischen zeigtest du reges Interesse, den Busen deiner Mama auszuprobieren und das Ansetzten an die Brust klappte so gut, dein Nuckeln am Daumen im OP war offensichtlich ein gutes Training gewesen
 Dein Papa hielt in der Zeit zĂ€rtlich dein Köpfchen, was so garnicht geburtstypisch verformt war, es musste ja auch nie durch einen engen Geburtskanal. DafĂŒr schlugst du elegant deine langen Beinchen bis zu deinem Köpfchen hoch, deine Haltung, die du die letzten Wochen in der GebĂ€rmutter eingenommen hattest, so schnell konntest du sie nicht aufgeben. Deine Eltern betrachteten dich fasziniert, wie friedlich und schon so angekommen auf dieser Welt du schienst. Und beim Blick auf unsere GebĂ€rsaalfenster, die ĂŒber und ĂŒber mit Vornamen beschriftet sind, welchen entdeckte dein Papa da?NatĂŒrlich deinen MIA Namen â˜ș. Euer Mittagessen wurden serviert und bevor wir uns um dein Gewicht und die Grösse kĂŒmmerten, stĂ€rkten deine  Eltern sich nun als Mama und Papa. In dieser Zeit lagst du zufrieden in deinem Geburtstuch, mit offenen Augen und sahst so perfekt aus, das Foto, welches ich hier zu deiner Geburtsgeschichte veröffentliche, entstand zu diesem Zeitpunkt. Nun wurde es aber Zeit, deine Daten zu erheben, nach denen die Verwandten immer zuerst fragen, also wogen wir dich, hielten das Massband von deinen FĂŒĂŸchen bis zu deinem Köpfchen und auch einmal rund um das Köpfchen herum. Mit Stempelfarbe fĂ€rbte ich deine Fußsohlen blau und fertigte 2 FussabdrĂŒcke als Erinnerung fĂŒr euch an. Dein Papa band dir dein fĂŒr dich ausgesuchtes NabelschnurbĂ€ndchen um deine Nabelschnur und die bunten Farben des Regenbogen leuchteten auf deinem Bauch. Als dein Papa mit einem Tuch vorsichtig die Stempelfarbe von deinen Fusssohlen abwusch, lagst du entspannt und mit offenen Augen da, du schienst seine Fussmassage offensichtlich zu geniessen ! Die erste Windel dir anzuziehen, war nicht so einfach, denn deine Beinchen, die immer noch nach oben zeigten, erschwerten die Prozedur, aber dein Papa meisterte auch das. Deine zuckersĂŒssen, altrosa Kleidchen, die wohl niemand von deiner Familie vorher zu sehen bekommen hatte, standen dir perfekt. Ganz logisch, waren auch die Farben der Perlen deiner Namenskette, die dein Papa auffĂ€delte, im gleichen Ton. Fertig angezogen und mit der Namenskette geschmĂŒckt, gab dein Papa dich deiner Mama in ihre Arme und machte mit seinem Handy die ersten Fotos von seinen beiden wunderhĂŒbschen Frauen : die eine zuckersĂŒss und rosarot gekleidet , die andere wunderschön und mit soviel Liebe und GlĂŒck im Antlitz.  

Zauberhafte 🌾 MIA MATHILDA 🌾 du MĂ€dchen mit dem wunderschönen Namen! In der Zwischenzeit sind schon einige Wochen seit deiner Geburt vergangen und ich konnte viele Male im Wochenbett  bei euch Daheim erleben, wie ihr zu einer richtigen Familie zusammen gewachsen seid, wie Verwandte und Freunde und natĂŒrlich dein bester und vierbeiniger Bruder Benji sich rĂŒhrend um euch kĂŒmmern. Ich möchte hier aber noch eine Person erwĂ€hnen, die dich nicht in ihre Arme schliessen kann. Als du dich aufmachtest, in deiner Mama zu einem wunderschönen Baby heranzuwachsen, musste dein Grossvater, der Papa deines Papas,  diese Welt verlassen. Und auch wenn es immer ein so tröstlicher Gedanke ist, dass fĂŒr einen Stern, der am Himmel entsteht, ein neuer auf die Erde fallen darf, dein Papa hĂ€tte dich so gerne noch seinem Papa vorgestellt. Deinen Grossvater wirst du erkennen, sobald du die Fotos von ihm betrachten kannst, die an euren WĂ€nden von ihm in eurem Daheim hĂ€ngen. Und dein Papa wird dir Dinge beibringen, die er von seinem Papa gezeigt bekommen hat und er wird sie dir genau so lehren , wie dein Grossvater es bei ihm getan hat. Und dein Grossvater wird sich in dir zeigen, sei es durch Mimiken oder Charaktereigenschaften die du entwickeln wirst oder nur ,wie deine FĂŒsschen, deine Haarfarbe aussehen wird
.deine Familie darf darauf gespannt sein


Alles Liebe dir und deiner so wundervollen Familie, sei von mir 

VON HERZEN WILLKOMMEN ! 💝💝💝


🌾 VIVIENNE 🌾

30. Mai 2021

SĂŒsse, kleine bezaubernde 🌾 VIVIENNE 🌾, wer deine Mama kennt , schĂ€tzt sie als starke, selbstbewusste,  fröhliche und wundervolle Powerfrau ein. Und so sah ich sie dann auch , als ich sie das erste Mal bei mir in der Praxis kennen lernen durfte. Bis zu dem Augenblick , als ich sie bat , mir die Geschichte ihrer ersten erlebten Geburt, dem Ankommen deiner grossen Schwester, zu erzĂ€hlen. Ruhig wurde sie da, zurĂŒckhaltend, spĂŒrbar verletzlich. Damals musste  die Geburt deiner Schwester eingeleitet werden, viele Personen -fĂŒr deine Mama viel zu viele – untersuchten und  kĂŒmmerten sich  in der langen Zeit um deine Mama. Geschafft hatte deine Mama ihren Geburtsweg bis zu dem Punkt , wo ihr Muttermund komplett eröffnet war, nur konnte dann das Köpfchen deiner Schwester nicht so durch das Becken deiner Mama, wie es sollte. Nach vielen Stunden Wehenarbeit entschloss man sich , deine Schwester per Bauchgeburt, dem Kaiserschnitt, zur Welt kommen zu lassen. Und was deine Mama dann im OP erlebte, prĂ€gte sie nachhaltig, machte sie verletzbar. FĂŒr deine Mama war es nun wichtig, dass dieses Erlebnis sich nicht wiederholte und auch wenn sie das absolute Recht gehabt hĂ€tte, sich fĂŒr deine Geburt fĂŒr einen geplanten Kaiserschnitt zu entscheiden, deine Mama wollte dir und ihr die Möglichkeit geben, dass du im GebĂ€rsaal zur Welt kommen durftest. Deine Mama besprach viele Fragen und WĂŒnsche in eurer Babybauch-Zeit mit mir, sie fragte mich , ob es sinnvoll und vor allem machbar ist , die Nabelschnur auspulsieren zu lassen, wollte wissen , ob wir das Licht im GebĂ€rsaal abdunkeln können, ob es jedes Mal einen Venenzugang bei einer Geburt benötigte, wie Frau sich am besten vor einer Dammverletzung schĂŒtzt. Sie wollte sich so optimal wie möglich auf dein Ankommen vorbereiten und besuchte zusĂ€tzlich einen Hypnobirth-Kurs. Dann , 3 Wochen vor deinem Entbindungstermin, wurde das Warten auf dich schwer , typische Beschwerden , die Schwangere am Ende ihrer Schwangerschaft haben, plagten deine Mama , liessen sie kaum noch schlafen, normal laufen und vor allem immer wie ungeduldiger werden
 Eine Hebammenkollegin schlug ihr verschiedene Möglichkeiten vor, wie man eine Geburt in Gang bringen könnte und deine Mama fragte mich, ob ich diese Maßnahmen unterstĂŒtzen wĂŒrde. Wer mich kennt, weiss , dass ich eher fĂŒr Cappuccino und hoch dosierte Kinderschokoladen-Einheiten bei mir in der Praxis bin, als einen natĂŒrlichen Prozess der Geburt und vor allem dem Beginn dieser zu manipulieren, sofern es dem Baby mit der Mama drum herum gut geht, insbesondere wenn der Entbindungstermin noch gar nicht erreicht ist. Also riet ich deiner Mama von allen Massnahmen ab , bat sie , Geduld zu haben, besonders wegen dem  Verlauf ihrer ersten  Geburt, die mit einer Narbe an der GebĂ€rmutter resultierte, ich wĂŒrde  mich der Natur ungern in deren Geburtsplan einmischen wollen. Nun, deine Mama verstand, bedankte sich fĂŒr das Angebot des Kinderschokoladen-Capuccinos bei mir in der Praxis, eventuell , so schrieb sie mir , komme sie doch noch einmal zum  ”Jammern“ bei mir vorbei 😎â˜ș 

So weit kam es aber nicht – am Vorabend DEINES Geburtstages war ich damit beschĂ€ftigt , den Geburtstag MEINES jĂŒngsten Kindes vorzubereiten, meine Tochter wurde 25 ! Und egal, wie alt deine Kinder werden-so will es das ungeschriebene Mutter-Gesetz -du stehst bis mindestens in der ersten Stunde des Geburtstages deines Kindes in der KĂŒche , backst den Geburtstagskuchen und deckst den Geburtstagstisch. So natĂŒrlich auch ich -und ich hatte gerade mal 2 Stunden geschlafen, als deine Mama mich mit meinem Pager weckte, auf meinem Handy prangte ihre Nachricht ” Ich glaube, es geht los! ” Als ich daraufhin deine Mama anrief, berichtete sie mir, dass sie bereits seit Mitternacht leichte und regelmĂ€ssige Wehen verspĂŒre und nun die Fruchtblase gesprungen wĂ€re. Da deine Mama dich gut spĂŒrte und es ihr ebenfalls gut ging ( und juchuuuh, DU hast ganz alleine entschieden, wann du auf die Welt kommen wolltest â˜ș ) konnten wir in Ruhe unsere letzten Vorbereitungen organisieren, fĂŒr deine Mama hiess das, deine Schwester zu deiner Grossmutter zu bringen , fĂŒr mich hiess es, die Kerzen auf der Geburtstagstorte meiner Tochter zu platzieren, alle Geschenke noch einmal perfekt zu recht zu rĂŒcken und der Familie und dem  Geburtstagskind zu schreiben, dass eines meiner Babys offensichtlich auch  heute Geburtstag haben möchte und meine Familie fĂŒr mich bitte mit den Happy Birthday Song fĂŒr mein jĂŒngstes Kind mitsingen solle
 Um 5 Uhr morgens fuhr ich in Richtung meiner Praxis los, Luzern , dass sah man, wĂŒrde ein sonniger Tag erwarten , einen wunderschönen Sonnenaufgang konnte ich beim Fahren unterwegs beobachten und du wĂŒrdest auf alle FĂ€lle nicht nur ein Sonntagskind , sondern auch ein Sonnensonntagskind werden !

Deine Eltern kamen wenige Augenblicke nach mir in die Praxis und deiner Mama war anzusehen, dass ihre und eure Wehen bereits intensiv fĂŒr deine Mama zu spĂŒren waren und das der Wehenschmerz deiner Mama fast die Luft nahm. Ich vergewisserte mich , dass es dir Herzton-technisch gut ging, damit ich mich voll auf deine Mama konzentrieren konnte, dein Papa sass neben deiner Mama , bereit, deine Mama zu stĂŒtzen. Ich  atmete mit deiner Mama durch die nĂ€chsten Wehen, die da anrollten, um mit ihr die fĂŒr sie passende Atmung wĂ€hrend euere Wehen herauszufinden. Deine Mama machte das ganz wunderbar und schnell kam sie in einen Rhythmus der ihr gut tat und konnte nun so viel besser durch eure Wehen gehen und so in die notwendige Entspannung in der Wehenpause kommen. Und ich nutzte  eine dieser Pausen, um vorsichtig den Muttermund  deiner Mama abzutasten, um zu schauen, wo unter der Geburt ihr im Moment standet. Es war noch ein Anfangsbefund, wie wir Hebammen sagen, ein Befund, der noch zum Abwarten , zum immer wenn möglich noch zum Ausruhen und / oder Spazieren einlĂ€dt, ein Befund, der aussagte: es braucht noch ein wenig Geduld. Ich beratschlagte mich mit deinen Eltern, ob sie bereits in die Klinik oder doch noch einmal nach Hause fahren wollten, denn die Wehen waren schon von einer IntensitĂ€t , die nicht so leicht zu verarbeiten waren. FĂŒr deine Mama war ganz klar, sie wollte trotzdem noch einmal nach Hause fahren und so riet ich ihr, daheim mit einer WĂ€rmeflasche auf den wehenschmerzenden Stellen, wenn an Schlaf und Ruhe nicht mehr zu denken war, verschiedene Geburts-Positionen auzuprobieren, die das Becken in Bewegung hielten und dir die Möglichkeit geben sollte, deiner Mama mitzuhelfen. Den Tipp, den ich all meinen Schwangeren fĂŒr ihre Geburt gebe, warme, wenn möglich rot-wĂ€rmende Socken zu tragen, hatte deine Mama schon umgesetzt, sĂŒsse Erdbeer-Motivsocken entdeckte ich an ihren FĂŒssen- nur fĂŒr den Fall solltest du spĂ€ter dich fragen, warum du Erdbeeren magst
😉 Dein Papa fuhr also seine beiden Frauen ganz behutsam und vorsichtig wieder nach Hause und ich war mir  sicher , all zu lange wĂŒrdet ihr wohl nicht daheim bleiben, jedenfalls nicht mit diesen Wehen. Und deine Mama merkte, kaum Daheim, dass sie sich zu Hause eher unsicher fĂŒhlte , eine schlechte Voraussetzung zum  Entspannen, zumal die IntensitĂ€t der Wehen weiter zunahm und so rief mich dein Papa an, dass ihr nun direkt Richtung Klinik fahren wĂŒrdet und auch ich machte mich von der Praxis auf, deine Eltern in der Klinik zu empfangen. Dort angekommen war spĂŒrbar, wie sehr deine Mama schon kĂ€mpfen musste, sie stand in den Wehen auf ihren Zehenspitzen ( ein fĂŒr mich als beobachtende Hebamme nie so positives Zeichen )  und probierte, sich auf ihre Atmung zu konzentrieren. Ich untersuchte rasch deine Mama erneut, in der Hoffnung, deiner Mama einen Muttermund-Tastbefund sagen zu können, der ihre tapfere Arbeit belohnt, dem Wehenschmerz  einen Sinn geben wĂŒrde. Knapp 3 Stunden nach der ersten Untersuchung hatte sich  trotz guter WehentĂ€tigkeit der Muttermund ĂŒberhaupt nicht verĂ€ndert und auch dein Köpfchen tat uns nicht den Gefallen, trotz Bewegung deiner Mama tiefer in das Becken deiner Mama zu kommen, so dass auch du bei eurer Geburt mithelfen könntest. Sofort fĂŒhlte deine Mama sich wieder zurĂŒckversetzt in die Zeit, als deine Schwester geboren wurde . Ich schlug deiner Mama vor, dass wir die Möglichkeit einer PDA in Betracht ziehen könnten , einfach um deiner Mama die Schmerzen nehmen zu können, ein Abwarten zu ermöglichen,  aber deine Mama spĂŒrte wohl instinktiv und aus ihre Geburtserfahrung heraus, dass auch du den Weg durch den Geburtskanal nicht schaffen wĂŒrdest. Und deine Mama hatte es mit deinem Geburtshelfer und mir ja in der Schwangerschaft besprochen , sollten dieses Mal die Wehen in nĂŒtzlicher Zeit dich deiner Mama nĂ€her bringen, so wollten wir die Geburt im GebĂ€rsaal anstreben, sollte aber erneut alles auf einen Geburtsverlauf wie bei deiner Schwester hinweisen, wĂŒrden wir auch dich per Bauchgeburt  zur Welt kommen lassen. Ich telefonierte mit eurem Geburtshelfer und der mit unserem AnĂ€sthesisten. Der Sonntags-OP hatte viel zu tun und so fragte die eine der AnĂ€sthesisten, wie dringlich die Fahrt in  den OP sein musste, je nach dem wĂ€re die Planung im OP verĂ€ndert worden. Aber es ging dir und eigentlich auch deiner Mama gut  ( den UmstĂ€nden entsprechend sagt man so schön 🙈 ) und so machte euer Geburtshelfer deiner Mama erneut den Vorschlag , ihr mittels einer PeriduralanĂ€sthesie im GebĂ€rsaal die Wehen schmerzfrei zu machen, um dann in Ruhe und entspannt abwarten zu können, bis der OP Platz und Zeit fĂŒr uns hĂ€tte. Diese Vorschlag fanden deine Eltern gut und so kam die AnĂ€sthesistin, die auch bei deiner Geburt dabei sein sollte, zu uns in den GebĂ€rsaal, legte problemlos die PeriduralanĂ€sthesie  ( die man dann gleich auch fĂŒr den Kaiserschnitt benutzen konnte ) , so dass deine Mama nun schmerzfrei sich entspannen und vor allem wieder lĂ€cheln konnte , es sich im Bett bequem machen und  die Zeit im GebĂ€rsaal wirklich einfach noch geniessen konnte. Dein Papa holte nun deine Kleidchen und dein Geburtstuch aus eurer Tasche  hervor und deine Kleider legte er in den WĂ€rmeschrank. Dein allererstes Kleidchen, ich musste lĂ€cheln, als ich es sah, war  bedruckt mit lauter kleinen Blumen, die so aussahen, als hĂ€tte ich meine typischen Barbara-BlĂŒmchen gemalt 
.Ich konnte nun in Ruhe deinen Eltern den Ablauf  im Operationsaal erklĂ€ren, deinem Papa zeigen, wie er deiner Mama auch dort helfen kann. Deine Mama interessierte sich, nun, da sie kaum noch die Wehen spĂŒrte, bereits fĂŒr die Zeit nach deiner Geburt und wollte unbedingt dieses Mal die Nachgeburt betrachten. Deine Eltern verrieten mir nun auch , wen wir als sĂŒsses Sonntagskind erwarten wĂŒrden und vor allem was fĂŒr einen wunderschönen Namen du erhalten solltest. Deinem Papa brachte ich noch etwas zum FrĂŒhstĂŒck , deine Mama durfte da bereits nichts mehr essen und nur wenig spĂ€ter rief der OP  an, um uns Bescheid zu geben, wann wir in den OP fahren konnten. Ich machte die ĂŒblichen OP -Vorbereitungen mit deiner Mama , die nun aber in einer Wehe einen Druck auf ihr Steissbein spĂŒrte. Solltest du nun etwa doch mit Hilfe deiner entspannt durch eure Wehen gehenden Mama den Weg durch das Becken gefunden haben ? Euer Geburtshelfer kam zu uns in den GebĂ€rsaal und untersuchte deine Mama, hoffnungsvoll warteten wir , was er ertaste, aber auch er bestĂ€tigte , dass du noch immer sehr weit oben im Becken deiner Mama in Warteposition warst, es also keine Verbesserung im Geburtsgeschehen gab. Somit war nun definitiv klar , wir wĂŒrden in den OP fahren, deine Mama machte einen tiefen Seufzer und unterstrich, dass fĂŒr sie dieser Entscheid absolut in Ordnung war und wie froh sie war, hattest du selbst den Startschuss fĂŒr dein zur Welt kommen gegeben. Danach ging es sehr schnell ,die Fahrt in den OP, das Empfangen vom OP-Team so herzlich, eure AnĂ€sthesistin kam erneut dazu, erhöhte die Dosierung der PDA fĂŒr den Kaiserschnitt, dein Papa, eingekleidet fĂŒr den OP setzte sich im OP Saal zu deiner Mama , hielt beruhigend ihre Hand. Und dann, wenige Minuten spĂ€ter, es war 11:09 Uhr,  wurdest du mir von deinem Geburtshelfer in die Arme gelegt und es ging dir so gut, dass ich dich sofort auf die Brust deiner Mama legen konnte. Ein warmes Tuch und dein Geburtstuch schĂŒtzen dich vor KĂ€lte und dem hellen Licht im OP. Du probiertest kurz die Kraft deiner kleinen Lungen aus und wurdest ganz schnell rosig. Dann aber schienst du die NĂ€he deiner Mama zu geniessen, versuchtest , trotz KĂ€seschmiere an deinen Augen, diese zu öffnen. Deine Mama war sehr sehr ruhig, betrachtet dich aufmerksam, sagte leise und zĂ€rtlich “Baby“ zu dir und streichelte dir ĂŒber das Gesicht. Hatte dein Papa am Morgen noch seine beiden Frauen vorsichtig chauffiert, so hielt er sie jetzt sicher und liebevoll fest, umarmte euch bildlich , ein so wunderschönes, liebevolles Bild ! Deine Eltern betrachteten dich andĂ€chtig und was sie sahen war zuckersĂŒss â˜ș ! Du hieltest dich mit deinen HĂ€ndchen schon am Busen deiner Mama fest, spreiztest dabei aber schon sehr elegant den kleinen Finger ab und ich prophezeite in diesem Moment, dass du jederzeit mit der Queen formvollendet einen Tee trinken könntest ! Etwas spĂ€ter nahm dein Papa dich mit deinem Geburtstuch  zu sich, deine Mama brauchte einen Moment fĂŒr sich alleine und das Tuch war wie eine ( GebĂ€rmutter-) Höhle, aus der du entspannt, bereits an deinen Fingern saugend , mit grossen dunklen Augen hervorschautest. Ich zeigte deinem Papa, wie er seinen Finger in deinem Mund als ”Ersatz-Busen ” halten sollte und er war verblĂŒfft, mit wieviel Kraft du bereits an seinem Finger saugen konntest. Euer Kaiserschnitt war vorĂŒber und euere Geburtshelfer kam zum Gratulieren , eure AnĂ€sthesistin beglĂŒckwĂŒnschte deine Eltern und auch das OP Team verabschiedete sich mit lieben WĂŒnschen fĂŒr euch drei. FĂŒr einen ersten Moment ging es mit euch auf die Intensivstation, um dort deine Mama besser ĂŒberwachen zu können und trotz der vielen Medizintechnik um euch herum, ihr konntet euch in Ruhe alleine geniessen, deine Eltern dich betrachten. Deine Mama lĂ€chelte , ich glaube, nun da alles vorbei , fielen  ihre Ängste weg und sie konnte sich entspannen. Sie staunte ĂŒber deine sĂŒssen FĂŒsschen und setzte dich an ihre Brust an, wo du sofort deinen Hunger stilltest, so als ob du noch nie etwas anderes getan hĂ€ttest. Ich machte wenig spĂ€ter ein Foto von euch dreien und deine Mama sah darauf wunderschön aus, dein Papa glĂŒcklich und erleichtert. Wir konnten schon bald in den GebĂ€rsaal zurĂŒck, deine Mama lag in ihrem Bett ganz nah bei der Kinderecke und beobachtete, wie dein Papa dich wog und mass, die Farbe des Fussabdrucks von deinen FĂŒsschen wusch, dir ein rosarotes Elefanten-NabelschnurbĂ€ndchen um den Rest deiner Nabelschnur band, dich in die erste Windel wickelte und dir deine so bezaubernden, sĂŒssen BlĂŒmchenkleider anzog. Du wirktest so zufrieden und entspannt, angekommen in der Welt. Deine Mama nahm dich zu sich und ich liess dich mit deinen Eltern diesen Moment und euch ungestört und alleine im GebĂ€rsaal geniessen


SĂŒsse kleine 🌾 VIVIENNE 🌾 , kleine MĂ€dchen, die als Sonntagskind geboren und am 30.Mai Geburtstag haben, werden spĂ€ter einmal zu ganz ganz wundervollen Frauen , dass kann ich dir aus eigener Erfahrung prophezeien ! Am Abend deines Geburtstages fuhr ich nach Hause , um mit meiner eigenen sĂŒssen kleinen Geburtstags-Tochter auf ihr Wohl anzustossen und wir haben auch auf dich das Champagnerglas erhoben . 25 Jahre vergehen wie im Flug, geniesse deine Kindheit und deine wundervolle Familie und sei von mir VON HERZEN WILLKOMMEN 💝💝💝


🌾 TIM SALAI 🌾

28. Mai 2021

Kleiner , so wundervoller 🌾 TIM SALAI 🌾 , deine Geburtsgeschichte beginnt eigentlich zu dem Zeitpunkt, als ich deine Mama und deine nun grosse Schwester vor 2 Jahren zum letzten Mal in ihrem Wochenbett besucht hatte und mich von ihnen mit einem augenzwinkernden „ bis zum nĂ€chsten Mal“ verabschiedet hatte. HĂ€ufig ist das ein emotionaler Moment, wenn ich mich nach einer monatelangen Begleitung, in der Liebespaare zu Eltern und  Eltern zu Grossfamilien werden, mich auf ungewisse Zeit verabschiede. Ich sass bereits im Auto, unterwegs zu einer nĂ€chsten Patientin, als deine Mama mir schrieb, dass sie mir doch eigentlich Blumen zum Abschied habe schenken wollen, die nun aber immer noch auf ihrem Tisch standen. Ich musste lĂ€cheln, war aber schon zu weit entfernt, um noch einmal zurĂŒck zu fahren und so bot ich deiner Mama an, dass sie doch einfach fĂŒr mich diese Blumen geniessen solle, die Geste dieses Strausses alleine war schon Dankeschön genug fĂŒr mich
. Als du dich nun ankĂŒndigtest, schickte mir deine Mama ein Foto deiner Schwester, die ein Shirt trug auf dem „Grosse Schwester “ und dein geplanter Geburtsmonat stand, ich freute mich riesig fĂŒr deine Eltern und ich freute mich fĂŒr mich, durfte ich  als Hebamme wieder mit dabei sein, denn schon deine Schwester kam mit einer schönen Geburt zur Welt, die Chance, wieder bei einem so willkommenen Augenblick dabei sein zu dĂŒrfen, war gross ! Deine Mama hielt mich mit sĂŒssen Babybauch-Fotos auf dem aktuellen Stand ihrer Schwangerschaft, alles, bis auf ein paar ”Mama- macht -einfach -zu- viel” -Kontraktionen, verlief normal und langsam war euer Entbindungstermin in Sichtweite. Viel zu planen und zu besprechen in Bezug auf deine Geburt gab es nicht, aber dennoch wollten deine Eltern und ich uns noch einmal vor deinem grossen Tag sehen, nur schon , damit ich  den Kugelbauch von deiner Mama bestaunen konnte. Und so klingelten deine Eltern 2 Wochen vor deinem Entbindungstermin an meiner PraxistĂŒr und wer meine Praxis kennt, weiss, dass eine Glasscheibe sich in der EingangstĂŒr befindet, so dass ich von deinen Eltern zuerst „nur“ einen grossen, wunderschönen Pfingstrosen-Blumenstrauss sah, den deine Mama hielt und der fĂŒr mich sein sollte, zwei Jahre nach dem ursprĂŒnglich fĂŒr mich gedachten Strauss durfte ich nun das blumige Dankeschön fĂŒr die Geburt deiner Schwester ZoĂ© mein Eigen nennen
 Deine Mama war so eine wunderschöne, tiefenentspannte Schwangere. Sie strahlte so viel Vorfreude auf dich und deine Geburt aus und sie bestĂ€tigte mir auch an diesem Abend, wie sehr sie sich auf die Zeit im GebĂ€rsaal und dein Ankommen freue ! Das sind natĂŒrlich optimale Voraussetzungen fĂŒr eine angstfreie Geburt und wir einigten uns, dass, wenn immer möglich, du im Wasser zur Welt kommen solltest . Ich erzĂ€hlte deinen Eltern von Baby Louis traumhafter Wassergeburt wenige Tage zuvor und konnte mir wunderbar vorstellen, dass auch du in etwa so das Licht der Welt erblicken wĂŒrdest. Deine Mama wollte dieses mal deine Nabelschnur nach deiner Geburt durchtrennen, dein Papa hatte schon einige Erfahrungen damit und dieses Mal sollte es nun deine Mama sein, die die Schere nach eurer Geburt ergreifen wĂŒrde. Fröhlich, voller Vorfreude verabschiedeten wir uns und ich hĂ€tte deiner Mama diesen wunderschönen Babybauch noch 2 weitere Wochen gegönnt, aber bereits nur 7 Tage spĂ€ter, einen Tag nach dem der rote Supervollmond tendenziell alle Hebammen, Geburtshelfer und Hochschwangeren unruhig hatte schlafen lassen, vermutete deine Mama, dass aus der gewĂŒnschten Geburt am Tag des Kindes ( dem 1.6. ) wohl nichts werden wĂŒrde, denn deine Mama spĂŒrte eure ersten Kontraktionen. Deine Mama rief mich abends um halb 8 an und erzĂ€hlte mir, dass sie schon den ganzen Tag immer mal wieder eine Wehe intensiver spĂŒre, im Moment sogar mit einer gewissen RegelmĂ€ssigkeit aller 20 Minuten und sie deshalb die Badewanne daheim geniessen wolle. Ich wiederum ahnte dagegen, dass ich wohl demnĂ€chst Richtung Aarau fahren wĂŒrde, ass mit meiner Familie noch zu Nacht und machte mich abfahrbereit und richtig! , eine Stunde spĂ€ter rief deine Mama erneut an und sagte mir, dass das warme Wasser der Badewanne ihr gut tĂ€te, die Wehen allerdings nun bereits alle 10 Minuten und intensiver anrollten. Ich fuhr keine 2 Minuten nach dem Telefonat los und rief wie ĂŒblich auf Höhe Oftringen  ( 20 Minuten entfernt von Klinik und Praxis ) bei deinen Eltern an, um den Stand der Dinge zu erfragen und war mir sicher , dass deine Eltern direkt in den GebĂ€rsaal kommen möchten. Dein Papa sagte mir spĂ€ter, dass er das eigentlich auch in diesem Moment so vorhatte , aber deine Mama wollte erst noch bei mir in der Praxis vorbei kommen, um ja sicher zu sein, dass es auch wirklich mit deiner Geburt los ging. Deine Mama kam mit deinem Papa bei mir an und sie sah so wunderschön aus ! Sie hatte eine unglaubliche Ausstrahlung, voller Glanz und Vorfreude auf dich und auf das Kommende. Man sah ihr ihre Wehenarbeit nicht wirklich an und dennoch wollte ich mir so schnell als möglich ein Bild davon machen, wo wir unter eurer Geburt im Moment standen. Nachdem deine Herztöne uns sagten, dass auch du mit der Wehensituation gut umgehen kannst, untersuchte ich deine Mama und konnte deinen Eltern mitteilen, dass ihr bereits mit 5cm schon mehr als die HĂ€lfte der Geburt geschafft hattet und du kleiner Mann mit deinem Köpfchen bereits ordentlich deiner Mama dabei mithalfst, durch eure Geburt zu gehen. Erneut sagte mir deine Mama, wie sehr sie sich auf das Kommende freue, dass sie weiss, dass sie es schaffen kann, dass sie gebĂ€ren kann. Und weil du ja im Wasser zur Welt kommen solltest und ich sehr sicher war, dass nicht mehr all zu viel Zeit vergehen wĂŒrde, bis wir dich begrĂŒssen wĂŒrden, rief ich bei meinen Hebammen in der Klinik an und bat sie, bereits die Badewanne mit Wasser zu fĂŒllen. Deine Eltern fuhren vor mir aus der Praxis Richtung Klinik los und ich dĂŒste mit meinem Auto hinter her, kam aber, den schnellsten Weg Richtung Klinik kennend, vor deinen Eltern an und erwartet sie auf dem Parkplatz der Klinik. Es dauerte einen Moment, bis ich ihr Auto einbiegen sah und ich machte mir schon Sorgen, ob du es nicht etwa so eilig gehabt hattest und schon geboren warst, aber du stiegst noch mit deiner Mama um dich herum aus eurem Auto, dein Papa ist einfach nur ganz ganz vorsichtig mit euch zur Klinik gefahren
.  Kaum aus dem Auto , musste deine Mama sich erst einmal an deinen Papa lehnen, denn die nĂ€chste Wehe rollte heran. Als diese vorbei war, bemerkte sie den mit Sternen ĂŒbersĂ€ten Nachthimmel ĂŒber uns und deine Eltern fanden die Situation so passend : unter einem Sternenhimmel lernten sich deine Mama und dein Papa damals kennen und lieben und du wĂŒrdest in einer sternenklaren Nacht  mit so viel Liebe zur Welt kommen. Der Gang ĂŒber die Wochenstation zum GebĂ€rsaal musste sich endlos fĂŒr deine Mama angefĂŒhlt haben, denn eine Wehe nach der anderen zeigte uns, dass du kleiner Mann offensichtlich bald geboren werden wolltest. Es fehlten noch 45 Minuten bis Mitternacht , als wir den GebĂ€rsaal betraten, meine Hebammen hatten die Geburtswanne perfekt vorbereitet und auch den GebĂ€rsaal fĂŒr deine Geburt bereits gerichtet, so dass ich nichts mehr in dieser Hinsicht machen musste und nur fĂŒr deine Mama da sein konnte ( ❀ MERCI wiedermal meinen wundervollen Kolleginnen ! ). WĂ€hrend dein Papa eure Taschen abstellte ( fĂŒr dich und deine Sachen war ein ganz bezauberndes kleines Köfferchen mit Elefanten darauf mit im GepĂ€ck) und dein Geburtstuch und deine Kleidchen in den  WĂ€rmeschrank legte, schlĂŒpfte deine Mama aus ihren Kleidern und begab sich sofort in die Badewanne , das warme, ihr gut tuende Wasser sofort geniessend. Auch wenn die Wehen sich fĂŒr deine Mama genauso intensiv anfĂŒhlten, es war der Beginn und das Ende der Wehe, die sanfter fĂŒr deine Mama waren und ihr so gefĂŒhlt die Wehenpausen verlĂ€ngerten, ihr darin mehr Energie fĂŒr die nĂ€chste Wehe gaben. WĂ€hrend dein Papa eure Geburtsmusik einstellte, legte ich deiner Mama den Herztonschallkopf an, du warst noch immer so unaufgeregt, hast du ĂŒberhaupt jemals mitbekommen, dass deine Mama mit dir durch eure Geburt ging? Deine Mama wechselte immer mal wieder die Position und bewegte sich im sie tragenden Wasser, dein Papa stand neben ihr am Wannenrand und gab deiner Mama einfach nur durch seine ruhige Art die Sicherheit, jede fĂŒr ihn mögliche Hilfe deiner Mama jederzeit geben zu können und sie mit durch eurer Geburt zu tragen. Es war wenige Minuten vor Mitternacht , du wĂŒrdest, dass war nun sicher, ein Kind der ersten Morgenstunde werden. Deine Mama hatte noch einmal das BedĂŒrfnis, das WC aufzusuchen und entstieg dafĂŒr der Badewanne. Ich hatte deine Mama seit der Praxis nicht mehr untersucht, aber es war gut deiner Mama anzumerken, dass du nun kurz davor warst, geboren zu werden. WĂ€hrend deine Mama auf dem WC war ( und sie musste mir fest versprechen, nicht zu pressen 🙈) rief ich deinen Geburtshelfer an, damit er sich zu uns gesellen, bei deiner Ankunft mit dabei sein kann. Deine Mama schlĂŒpfte wieder in das warme, ihr Geborgenheit gebende Wasser zurĂŒck. Um den hohen Badewannenrand zu bezwingen, mĂŒssen die Frauen einen grossen Schritt darĂŒber machen und diese Bewegung bringt gerade am Ende der Geburt mehr Platz fĂŒr das Köpfchen des Babys und auch du nutztest diese Bewegung offensichtlich aus, den kaum ins Wasser zurĂŒck, merkte deine Mama , wie sie das GefĂŒhl ĂŒberkam, mit den Wehen mitschieben zu wollen. Und sie machte das so wundervoll und selbststĂ€ndig, dein Papa und inzwischen auch dein Geburtshelfer und ich standen am Badewannenrand und konnten einfach nur zuschauen, wie dein Köpfchen geboren wurde. Viele schwarze Haare waren da von dir unter Wasser zu erkennen und ich ermutigte deine Mama, dein Köpfchen wahr zu nehmen, zu spĂŒren, zu berĂŒhren. Die nĂ€chste Wehe rollte heran und du wurdest geboren , der neue Tag war gerade einmal 22 Minuten alt, als deine Mama dich zunĂ€chst fĂŒr einen kurzen Moment unter der WasseroberflĂ€che anschaute, bevor sie dich zu sich in ihre Arme schloss , deine Mama  hat dich letztendlich ganz alleine zur Welt gebracht. Deine Mama war ĂŒberwĂ€ltigt von dem, was gerade passiert war und sie war ĂŒberwĂ€ltigt von dir ! Immer wieder sagte sie, wie perfekt du wĂ€rest und wie schön es ist, wie schön mit dir im Wasser zu sein. Euer Geburtshelfer kontrollierte deine Herztöne mit seinem Stethoskop, du warst so entspannt im Arm deiner Mama, hattest die Augen offen, wurdest rosig und gabst dann doch mit einem lauten Niesen Richtung Stethoskop das Fruchtwasser aus deiner Nase heraus. Dein Papa machte einen tiefen, glĂŒcklichen und erleichterten Seufzer und sagte deiner Mama wie bewundernswert und toll sie eure Geburt geschafft hatte. Deine Mama hielt dich glĂŒcklich im Arm und redete ganz sanft mit dir, sagte dir, wie sie sich deine Geburt genau so gewĂŒnscht hatte und wie gut du ihr dabei geholfen hast. Und deine Mama strahlte deinen Papa an, der sie und dich glĂŒcklich anschaute ,wĂ€hrend im Hintergrund immer noch eure sanfte Geburtsmusik lief. Nun, da deine Mama ihre und deine Geburt selbstĂ€ndig und selbstbestimmt geschafft hatte, war der Moment gekommen, auch wie geplant  deine Nabelschnur von ihr zu durchtrennen. Wenig spĂ€ter, deine Mama entstieg der Badewanne, durfte dein Papa dich zum ersten mal in seine Arme nehmen, er wartete schon so sehnlichst darauf ! Und er begrĂŒsste dich voller Liebe, sagte dir, wie sehr er auf dich gewartet hatte, wie sehr er dich lieben wĂŒrde und erzĂ€hlte dir bereits von deiner grossen Schwester und den anderen grossen Geschwistern, die sich auf dich freuen wĂŒrden. Deine Mama hĂŒllten wir genau so wie dich in warme, weiche TĂŒcher und liessen sie es sich im Bett bequem machen, deine Nachgeburt musste noch geboren werden und du halfst dabei, indem du schon ordentlich am Busen deiner Mama die ersten Trinkversuche unternahmst und dabei die Geburt der Placenta mit unterstĂŒtztes. Nachdem wir gemeinsam deine Nachgeburt begutachteten, packten wir sie gut verschlossen in einen Plastiksack, deine Eltern werden der wunderschönen Tradition folgen und in eurem Garten ein BĂ€umchen fĂŒr dich pflanzen und deine Nachgeburt wird dabei helfen, dass dieses BĂ€umchen gedeihen und wachsen kann ! Mit deinem Papa zusammen wog ich dich, schaute, wie lang du warst, vermass deinen Kopfumfang und nahm dir mit blauer Stempelfarbe deine FussabdrĂŒcke fĂŒr euer GeburtskĂ€rtchen ab. Deine Mama sah uns dabei zu , strahlend und glĂŒcklich. Du bekamst von deinem Papa dein NabelschnurbĂ€ndchen um den Rest der Nabelschnur gebunden. Deine Eltern hatten sich passend zu den Elefanten auf deinem Köfferchen einen Elefanten als Motiv fĂŒr dein BĂ€ndchen ausgesucht. Dann zog dein Papa dir deine ersten Kleidchen an, einen weissen Strampler mit winzig kleinen blauen Segelbooten -das Element Wasser wird, so orakel ich mal, von Lebensbeginn an noch weiter in deinem Leben eine besondere Bedeutung haben
 Nachdem deine Namenkette gekonnt von deinem Papa aufgefĂ€delt und um dein Handgelenk gebunden war, wurde es Zeit fĂŒr die ersten Fotos von euch zu dritt und es war so viel pures GlĂŒck auf diesen Fotos zu sehen! Ich liess euch noch einen Moment nur fĂŒr euch die Zeit im GebĂ€rsaal geniessen, zur Ruhe kommen, etwas Kleines essen. Das ihr als Snack Toffifee dabei hattet , liess mich natĂŒrlich schmunzeln đŸ„°â€Š Wenig spĂ€ter verliessen wir gemeinsam den GebĂ€rsaal , fast gleich, wie wir wenige Stunden zuvor gekommen waren : dein Papa trug euer GepĂ€ck, inklusive deinem kleinen Köfferchen, ich war auf deine Mama bedacht , nur deine Mama, die schob nun dein Babybettchen mit dir darin glĂŒcklich und voller Stolz den langen Wöchnerinnen-Abteilungsgang zurĂŒck
.

SĂŒsser kleiner  🌾 TIM SALAI 🌾 , wie schon bei deiner Schwester ZoĂ© Aruni hatte auch bei dir deine eine Grossmutter den zweiten Namen fĂŒr dich ausgesucht. SALAI bedeutet in etwa : der klare , reine Bergkristall. Wer an die heilende Kraft der Steine glaubt, schreibt dem Bergkristall eine heilende Wirkung auf Körper , Geist und Seele zu. Du sĂŒsser kleiner Mann hast diese Wirkung nur schon mit deinem puren Anblick, deinem inzwischen so reizendem Lachen. Deine Eltern haben dir den besten Start in dein Leben ermöglicht, deine so wundervolle grosse Familie hat dich mit so viel Liebe begrĂŒsst, sei auch von mir VON HERZEN WILLKOMMEN 💝💝💝 !


🌾 VIVIENNE 🌾

14. Mai 2021

SĂŒsse, kleine bezaubernde 🌾 VIVIENNE 🌾, wer deine Mama kennt , schĂ€tzt sie als starke, selbstbewusste,  fröhliche und wundervolle Powerfrau ein. Und so sah ich sie dann auch , als ich sie das erste Mal bei mir in der Praxis kennen lernen durfte. Bis zu dem Augenblick , als ich sie bat , mir die Geschichte ihrer ersten erlebten Geburt, dem Ankommen deiner grossen Schwester, zu erzĂ€hlen. Ruhig wurde sie da, zurĂŒckhaltend, spĂŒrbar verletzlich. Damals musste  die Geburt deiner Schwester eingeleitet werden, viele Personen -fĂŒr deine Mama viel zu viele – untersuchten und  kĂŒmmerten sich  in der langen Zeit um deine Mama. Geschafft hatte deine Mama ihren Geburtsweg bis zu dem Punkt , wo ihr Muttermund komplett eröffnet war, nur konnte dann das Köpfchen deiner Schwester nicht so durch das Becken deiner Mama, wie es sollte. Nach vielen Stunden Wehenarbeit entschloss man sich , deine Schwester per Bauchgeburt, dem Kaiserschnitt, zur Welt kommen zu lassen. Und was deine Mama dann im OP erlebte, prĂ€gte sie nachhaltig, machte sie verletzbar. FĂŒr deine Mama war es nun wichtig, dass dieses Erlebnis sich nicht wiederholte und auch wenn sie das absolute Recht gehabt hĂ€tte, sich fĂŒr deine Geburt fĂŒr einen geplanten Kaiserschnitt zu entscheiden, deine Mama wollte dir und ihr die Möglichkeit geben, dass du im GebĂ€rsaal zur Welt kommen durftest. Deine Mama besprach viele Fragen und WĂŒnsche in eurer Babybauch-Zeit mit mir, sie fragte mich , ob es sinnvoll und vor allem machbar ist , die Nabelschnur auspulsieren zu lassen, wollte wissen , ob wir das Licht im GebĂ€rsaal abdunkeln können, ob es jedes Mal einen Venenzugang bei einer Geburt benötigte, wie Frau sich am besten vor einer Dammverletzung schĂŒtzt. Sie wollte sich so optimal wie möglich auf dein Ankommen vorbereiten und besuchte zusĂ€tzlich einen Hypnobirth-Kurs. Dann , 3 Wochen vor deinem Entbindungstermin, wurde das Warten auf dich schwer , typische Beschwerden , die Schwangere am Ende ihrer Schwangerschaft haben, plagten deine Mama , liessen sie kaum noch schlafen, normal laufen und vor allem immer wie ungeduldiger werden
 Eine Hebammenkollegin schlug ihr verschiedene Möglichkeiten vor, wie man eine Geburt in Gang bringen könnte und deine Mama fragte mich, ob ich diese Maßnahmen unterstĂŒtzen wĂŒrde. Wer mich kennt, weiss , dass ich eher fĂŒr Cappuccino und hoch dosierte Kinderschokoladen-Einheiten bei mir in der Praxis bin, als einen natĂŒrlichen Prozess der Geburt und vor allem dem Beginn dieser zu manipulieren, sofern es dem Baby mit der Mama drum herum gut geht, insbesondere wenn der Entbindungstermin noch gar nicht erreicht ist. Also riet ich deiner Mama von allen Massnahmen ab , bat sie , Geduld zu haben, besonders wegen dem  Verlauf ihrer ersten  Geburt, die mit einer Narbe an der GebĂ€rmutter resultierte, ich wĂŒrde  mich der Natur ungern in deren Geburtsplan einmischen wollen. Nun, deine Mama verstand, bedankte sich fĂŒr das Angebot des Kinderschokoladen-Capuccinos bei mir in der Praxis, eventuell , so schrieb sie mir , komme sie doch noch einmal zum  ”Jammern“ bei mir vorbei 😎â˜ș 

So weit kam es aber nicht – am Vorabend DEINES Geburtstages war ich damit beschĂ€ftigt , den Geburtstag MEINES jĂŒngsten Kindes vorzubereiten, meine Tochter wurde 25 ! Und egal, wie alt deine Kinder werden-so will es das ungeschriebene Mutter-Gesetz -du stehst bis mindestens in der ersten Stunde des Geburtstages deines Kindes in der KĂŒche , backst den Geburtstagskuchen und deckst den Geburtstagstisch. So natĂŒrlich auch ich -und ich hatte gerade mal 2 Stunden geschlafen, als deine Mama mich mit meinem Pager weckte, auf meinem Handy prangte ihre Nachricht ” Ich glaube, es geht los! ” Als ich daraufhin deine Mama anrief, berichtete sie mir, dass sie bereits seit Mitternacht leichte und regelmĂ€ssige Wehen verspĂŒre und nun die Fruchtblase gesprungen wĂ€re. Da deine Mama dich gut spĂŒrte und es ihr ebenfalls gut ging ( und juchuuuh, DU hast ganz alleine entschieden, wann du auf die Welt kommen wolltest â˜ș ) konnten wir in Ruhe unsere letzten Vorbereitungen organisieren, fĂŒr deine Mama hiess das, deine Schwester zu deiner Grossmutter zu bringen , fĂŒr mich hiess es, die Kerzen auf der Geburtstagstorte meiner Tochter zu platzieren, alle Geschenke noch einmal perfekt zu recht zu rĂŒcken und der Familie und dem  Geburtstagskind zu schreiben, dass eines meiner Babys offensichtlich auch  heute Geburtstag haben möchte und meine Familie fĂŒr mich bitte mit den Happy Birthday Song fĂŒr mein jĂŒngstes Kind mitsingen solle
 Um 5 Uhr morgens fuhr ich in Richtung meiner Praxis los, Luzern , dass sah man, wĂŒrde ein sonniger Tag erwarten , einen wunderschönen Sonnenaufgang konnte ich beim Fahren unterwegs beobachten und du wĂŒrdest auf alle FĂ€lle nicht nur ein Sonntagskind , sondern auch ein Sonnensonntagskind werden !

Deine Eltern kamen wenige Augenblicke nach mir in die Praxis und deiner Mama war anzusehen, dass ihre und eure Wehen bereits intensiv fĂŒr deine Mama zu spĂŒren waren und das der Wehenschmerz deiner Mama fast die Luft nahm. Ich vergewisserte mich , dass es dir Herzton-technisch gut ging, damit ich mich voll auf deine Mama konzentrieren konnte, dein Papa sass neben deiner Mama , bereit, deine Mama zu stĂŒtzen. Ich  atmete mit deiner Mama durch die nĂ€chsten Wehen, die da anrollten, um mit ihr die fĂŒr sie passende Atmung wĂ€hrend euere Wehen herauszufinden. Deine Mama machte das ganz wunderbar und schnell kam sie in einen Rhythmus der ihr gut tat und konnte nun so viel besser durch eure Wehen gehen und so in die notwendige Entspannung in der Wehenpause kommen. Und ich nutzte  eine dieser Pausen, um vorsichtig den Muttermund  deiner Mama abzutasten, um zu schauen, wo unter der Geburt ihr im Moment standet. Es war noch ein Anfangsbefund, wie wir Hebammen sagen, ein Befund, der noch zum Abwarten , zum immer wenn möglich noch zum Ausruhen und / oder Spazieren einlĂ€dt, ein Befund, der aussagte: es braucht noch ein wenig Geduld. Ich beratschlagte mich mit deinen Eltern, ob sie bereits in die Klinik oder doch noch einmal nach Hause fahren wollten, denn die Wehen waren schon von einer IntensitĂ€t , die nicht so leicht zu verarbeiten waren. FĂŒr deine Mama war ganz klar, sie wollte trotzdem noch einmal nach Hause fahren und so riet ich ihr, daheim mit einer WĂ€rmeflasche auf den wehenschmerzenden Stellen, wenn an Schlaf und Ruhe nicht mehr zu denken war, verschiedene Geburts-Positionen auzuprobieren, die das Becken in Bewegung hielten und dir die Möglichkeit geben sollte, deiner Mama mitzuhelfen. Den Tipp, den ich all meinen Schwangeren fĂŒr ihre Geburt gebe, warme, wenn möglich rot-wĂ€rmende Socken zu tragen, hatte deine Mama schon umgesetzt, sĂŒsse Erdbeer-Motivsocken entdeckte ich an ihren FĂŒssen- nur fĂŒr den Fall solltest du spĂ€ter dich fragen, warum du Erdbeeren magst
😉 Dein Papa fuhr also seine beiden Frauen ganz behutsam und vorsichtig wieder nach Hause und ich war mir  sicher , all zu lange wĂŒrdet ihr wohl nicht daheim bleiben, jedenfalls nicht mit diesen Wehen. Und deine Mama merkte, kaum Daheim, dass sie sich zu Hause eher unsicher fĂŒhlte , eine schlechte Voraussetzung zum  Entspannen, zumal die IntensitĂ€t der Wehen weiter zunahm und so rief mich dein Papa an, dass ihr nun direkt Richtung Klinik fahren wĂŒrdet und auch ich machte mich von der Praxis auf, deine Eltern in der Klinik zu empfangen. Dort angekommen war spĂŒrbar, wie sehr deine Mama schon kĂ€mpfen musste, sie stand in den Wehen auf ihren Zehenspitzen ( ein fĂŒr mich als beobachtende Hebamme nie so positives Zeichen )  und probierte, sich auf ihre Atmung zu konzentrieren. Ich untersuchte rasch deine Mama erneut, in der Hoffnung, deiner Mama einen Muttermund-Tastbefund sagen zu können, der ihre tapfere Arbeit belohnt, dem Wehenschmerz  einen Sinn geben wĂŒrde. Knapp 3 Stunden nach der ersten Untersuchung hatte sich  trotz guter WehentĂ€tigkeit der Muttermund ĂŒberhaupt nicht verĂ€ndert und auch dein Köpfchen tat uns nicht den Gefallen, trotz Bewegung deiner Mama tiefer in das Becken deiner Mama zu kommen, so dass auch du bei eurer Geburt mithelfen könntest. Sofort fĂŒhlte deine Mama sich wieder zurĂŒckversetzt in die Zeit, als deine Schwester geboren wurde . Ich schlug deiner Mama vor, dass wir die Möglichkeit einer PDA in Betracht ziehen könnten , einfach um deiner Mama die Schmerzen nehmen zu können, ein Abwarten zu ermöglichen,  aber deine Mama spĂŒrte wohl instinktiv und aus ihre Geburtserfahrung heraus, dass auch du den Weg durch den Geburtskanal nicht schaffen wĂŒrdest. Und deine Mama hatte es mit deinem Geburtshelfer und mir ja in der Schwangerschaft besprochen , sollten dieses Mal die Wehen in nĂŒtzlicher Zeit dich deiner Mama nĂ€her bringen, so wollten wir die Geburt im GebĂ€rsaal anstreben, sollte aber erneut alles auf einen Geburtsverlauf wie bei deiner Schwester hinweisen, wĂŒrden wir auch dich per Bauchgeburt  zur Welt kommen lassen. Ich telefonierte mit eurem Geburtshelfer und der mit unserem AnĂ€sthesisten. Der Sonntags-OP hatte viel zu tun und so fragte die eine der AnĂ€sthesisten, wie dringlich die Fahrt in  den OP sein musste, je nach dem wĂ€re die Planung im OP verĂ€ndert worden. Aber es ging dir und eigentlich auch deiner Mama gut  ( den UmstĂ€nden entsprechend sagt man so schön 🙈 ) und so machte euer Geburtshelfer deiner Mama erneut den Vorschlag , ihr mittels einer PeriduralanĂ€sthesie im GebĂ€rsaal die Wehen schmerzfrei zu machen, um dann in Ruhe und entspannt abwarten zu können, bis der OP Platz und Zeit fĂŒr uns hĂ€tte. Diese Vorschlag fanden deine Eltern gut und so kam die AnĂ€sthesistin, die auch bei deiner Geburt dabei sein sollte, zu uns in den GebĂ€rsaal, legte problemlos die PeriduralanĂ€sthesie  ( die man dann gleich auch fĂŒr den Kaiserschnitt benutzen konnte ) , so dass deine Mama nun schmerzfrei sich entspannen und vor allem wieder lĂ€cheln konnte , es sich im Bett bequem machen und  die Zeit im GebĂ€rsaal wirklich einfach noch geniessen konnte. Dein Papa holte nun deine Kleidchen und dein Geburtstuch aus eurer Tasche  hervor und deine Kleider legte er in den WĂ€rmeschrank. Dein allererstes Kleidchen, ich musste lĂ€cheln, als ich es sah, war  bedruckt mit lauter kleinen Blumen, die so aussahen, als hĂ€tte ich meine typischen Barbara-BlĂŒmchen gemalt 
.Ich konnte nun in Ruhe deinen Eltern den Ablauf  im Operationsaal erklĂ€ren, deinem Papa zeigen, wie er deiner Mama auch dort helfen kann. Deine Mama interessierte sich, nun, da sie kaum noch die Wehen spĂŒrte, bereits fĂŒr die Zeit nach deiner Geburt und wollte unbedingt dieses Mal die Nachgeburt betrachten. Deine Eltern verrieten mir nun auch , wen wir als sĂŒsses Sonntagskind erwarten wĂŒrden und vor allem was fĂŒr einen wunderschönen Namen du erhalten solltest. Deinem Papa brachte ich noch etwas zum FrĂŒhstĂŒck , deine Mama durfte da bereits nichts mehr essen und nur wenig spĂ€ter rief der OP  an, um uns Bescheid zu geben, wann wir in den OP fahren konnten. Ich machte die ĂŒblichen OP -Vorbereitungen mit deiner Mama , die nun aber in einer Wehe einen Druck auf ihr Steissbein spĂŒrte. Solltest du nun etwa doch mit Hilfe deiner entspannt durch eure Wehen gehenden Mama den Weg durch das Becken gefunden haben ? Euer Geburtshelfer kam zu uns in den GebĂ€rsaal und untersuchte deine Mama, hoffnungsvoll warteten wir , was er ertaste, aber auch er bestĂ€tigte , dass du noch immer sehr weit oben im Becken deiner Mama in Warteposition warst, es also keine Verbesserung im Geburtsgeschehen gab. Somit war nun definitiv klar , wir wĂŒrden in den OP fahren, deine Mama machte einen tiefen Seufzer und unterstrich, dass fĂŒr sie dieser Entscheid absolut in Ordnung war und wie froh sie war, hattest du selbst den Startschuss fĂŒr dein zur Welt kommen gegeben. Danach ging es sehr schnell ,die Fahrt in den OP, das Empfangen vom OP-Team so herzlich, eure AnĂ€sthesistin kam erneut dazu, erhöhte die Dosierung der PDA fĂŒr den Kaiserschnitt, dein Papa, eingekleidet fĂŒr den OP setzte sich im OP Saal zu deiner Mama , hielt beruhigend ihre Hand. Und dann, wenige Minuten spĂ€ter, es war 11:09 Uhr,  wurdest du mir von deinem Geburtshelfer in die Arme gelegt und es ging dir so gut, dass ich dich sofort auf die Brust deiner Mama legen konnte. Ein warmes Tuch und dein Geburtstuch schĂŒtzen dich vor KĂ€lte und dem hellen Licht im OP. Du probiertest kurz die Kraft deiner kleinen Lungen aus und wurdest ganz schnell rosig. Dann aber schienst du die NĂ€he deiner Mama zu geniessen, versuchtest , trotz KĂ€seschmiere an deinen Augen, diese zu öffnen. Deine Mama war sehr sehr ruhig, betrachtet dich aufmerksam, sagte leise und zĂ€rtlich “Baby“ zu dir und streichelte dir ĂŒber das Gesicht. Hatte dein Papa am Morgen noch seine beiden Frauen vorsichtig chauffiert, so hielt er sie jetzt sicher und liebevoll fest, umarmte euch bildlich , ein so wunderschönes, liebevolles Bild ! Deine Eltern betrachteten dich andĂ€chtig und was sie sahen war zuckersĂŒss â˜ș ! Du hieltest dich mit deinen HĂ€ndchen schon am Busen deiner Mama fest, spreiztest dabei aber schon sehr elegant den kleinen Finger ab und ich prophezeite in diesem Moment, dass du jederzeit mit der Queen formvollendet einen Tee trinken könntest ! Etwas spĂ€ter nahm dein Papa dich mit deinem Geburtstuch  zu sich, deine Mama brauchte einen Moment fĂŒr sich alleine und das Tuch war wie eine ( GebĂ€rmutter-) Höhle, aus der du entspannt, bereits an deinen Fingern saugend , mit grossen dunklen Augen hervorschautest. Ich zeigte deinem Papa, wie er seinen Finger in deinem Mund als ”Ersatz-Busen ” halten sollte und er war verblĂŒfft, mit wieviel Kraft du bereits an seinem Finger saugen konntest. Euer Kaiserschnitt war vorĂŒber und euere Geburtshelfer kam zum Gratulieren , eure AnĂ€sthesistin beglĂŒckwĂŒnschte deine Eltern und auch das OP Team verabschiedete sich mit lieben WĂŒnschen fĂŒr euch drei. FĂŒr einen ersten Moment ging es mit euch auf die Intensivstation, um dort deine Mama besser ĂŒberwachen zu können und trotz der vielen Medizintechnik um euch herum, ihr konntet euch in Ruhe alleine geniessen, deine Eltern dich betrachten. Deine Mama lĂ€chelte , ich glaube, nun da alles vorbei , fielen  ihre Ängste weg und sie konnte sich entspannen. Sie staunte ĂŒber deine sĂŒssen FĂŒsschen und setzte dich an ihre Brust an, wo du sofort deinen Hunger stilltest, so als ob du noch nie etwas anderes getan hĂ€ttest. Ich machte wenig spĂ€ter ein Foto von euch dreien und deine Mama sah darauf wunderschön aus, dein Papa glĂŒcklich und erleichtert. Wir konnten schon bald in den GebĂ€rsaal zurĂŒck, deine Mama lag in ihrem Bett ganz nah bei der Kinderecke und beobachtete, wie dein Papa dich wog und mass, die Farbe des Fussabdrucks von deinen FĂŒsschen wusch, dir ein rosarotes Elefanten-NabelschnurbĂ€ndchen um den Rest deiner Nabelschnur band, dich in die erste Windel wickelte und dir deine so bezaubernden, sĂŒssen BlĂŒmchenkleider anzog. Du wirktest so zufrieden und entspannt, angekommen in der Welt. Deine Mama nahm dich zu sich und ich liess dich mit deinen Eltern diesen Moment und euch ungestört und alleine im GebĂ€rsaal geniessen


SĂŒsse kleine 🌾 VIVIENNE 🌾 , kleine MĂ€dchen, die als Sonntagskind geboren und am 30.Mai Geburtstag haben, werden spĂ€ter einmal zu ganz ganz wundervollen Frauen , dass kann ich dir aus eigener Erfahrung prophezeien ! Am Abend deines Geburtstages fuhr ich nach Hause , um mit meiner eigenen sĂŒssen kleinen Geburtstags-Tochter auf ihr Wohl anzustossen und wir haben auch auf dich das Champagnerglas erhoben . 25 Jahre vergehen wie im Flug, geniesse deine Kindheit und deine wundervolle Familie und sei von mir VON HERZEN WILLKOMMEN 💝💝💝


🌾 LOUIE 🌾

Bezauberndes kleines Wunder 🌾 LOUIE 🌾, bereits bei deiner grossen Schwester wollte deine Mama, dass ich sie bei ihrer Geburt, als sie das erste Mal Mama wurde, als Hebamme begleite. Obwohl sie sich damals schon relativ frĂŒh, so um die 16. Schwangerschaftswoche  bei mir meldete, musste ich ihr leider mitteilen, dass bereits andere Frauen noch schneller mit der Anmeldung bei mir waren und ich deshalb keine weiteren Frauen fĂŒr ihren Geburtsmonat annehmen konnte. Nun, da du unterwegs warst, schrieb sie mir erneut und zwar in dem Augenblick, als ihr selbst durchgefĂŒhrter Schwangerschaftstest die erhofften 2 Striche anzeigten, deine Mama also den frĂŒhstmöglichen Termin fĂŒr eine Anmeldung nutze â˜ș und so konnte ich ihr dieses Mal meine Begleitung zusichern und sie noch so gerne zu einem KennenlerngesprĂ€ch in meine Praxis einladen.  Als sie mit deinem Papa in meiner Praxis sass, outete deiner Mama sich darin, dass sie fleissig meine Geburtsberichte lesen wĂŒrde, sie kannte mich und meine Geburtsphilosophie also schon ziemlich gut, ohne das wir uns vorher begegnet waren. Deine grosse Schwester, so erzĂ€hlten mir deine Eltern, machte es sich damals in der Schwangerschaft bei deiner Mama im Becken sitzend bequem und zeigte keinerlei Ambitionen, ihr Köpfchen noch in die  Geburten-vorteilhafte SchĂ€dellage zu drehen, so dass deine Eltern sich damals fĂŒr eine geplante Bauchgeburt entschieden. Deine Schwester gab aber schon vor dem eigentlichen OP-Termin das Startzeichen fĂŒr ihre Geburt und deine Mama konnte mit leichten regelmĂ€ssigen Wehen ausserplanmĂ€ssig in den GebĂ€rsaal fahren. Die Hebamme, die damals deine Eltern betreute, untersuchte deine Mama noch vor der Fahrt in den OP und meinte, sollte deine Mama noch einmal ein Baby bekommen und dieses dann richtig herum liegen, wĂŒrde, so glaubte sie, die Geburt nicht all zu lange dauern, denn der Geburtsweg deiner Mama war mit den leichten Wehen bereits gut am sich öffnen gewesen. Nun, du kleiner Mann machtest uns den Gefallen, schon relativ frĂŒh dein Köpfchen in die perfekte Startposition zu drehen und so konnte ich mich mit deinen Eltern ĂŒber ihre WĂŒnsche fĂŒr deine Geburt im GebĂ€rsaal unterhalten. Die Badewanne, dass wusste deine Mama , wollte sie unbedingt ausprobieren und wenn sie die Möglichkeit hĂ€tte , auch darin dich zur Welt bringen. Das meine Babys in den ersten Momenten nach ihrer  Geburt von mir in ihre ureigenen GeburtstĂŒcher gehĂŒllt werden, wusste deine Mama bereits durch meine Geburtsgeschichten, sie erkundigte sich nur noch nach der Beschaffenheit und Farbe und wie diese TĂŒcher vor der Geburt behandelt werden sollten. Kurze Zeit spĂ€ter schickte mir dann deine Mama ein Foto von deinem Tuch, eine wunderschöne rosarote Farbe hatte deine Mama sich fĂŒr dich ausgesucht und dein Name, von kleinen Sternen umkreist, war darauf eingestickt. Nun wusste ich also bereits, dass ich einen kleinen 🌾 LOUIE 🌾 an seinem Geburtstag willkommen heissen wĂŒrde! 

1 Woche vor deinem grossen Tag probiertest du schon einmal aus, wie es ist, mit Kontraktionen umzugehen und deine Mama teste in der Badewanne daheim, ob diese Kontraktionen zu Geburtswehen werden wĂŒrden. Deine grosse Schwester plantschte  mit in der Badewanne und meinte, du wĂŒrdest erst am 14.Mai zur Welt kommen, bis dahin waren aber noch 6 Tage inklusive des Muttertages hin. Nun, offensichtlich hörtest du schon mit deiner Mama um dich herum auf deine grosse Schwester, denn die Wehen nahmen wieder ab und auch am Tag darauf liessest du deine Mama ( und  auch mich ) den verdienten Muttertag in Ruhe daheim und mit viel Sonne feiern. Am Tag darauf meldete sich deine Mama erneut, sie war zutiefst verunsichert, denn zum erneut unruhigen Bauch kamen nun leichte Blutungen dazu. Ich war auf meiner Wöchnerinnentour im Aargau unterwegs und bat sie, zu mir in die Praxis zu kommen, Blutungen sollten immer kontrolliert werden. In meiner Praxis schaute ich mir zunĂ€chst deine Herztöne an. Die waren unaufgeregt entspannt, es ging dir super! Zum GlĂŒck war die Blutung nicht nennenswert, ich konnte deine Mama und auch deinen Papa beruhigen. Ebenfalls be-ruhig war die Wehenkurve, deine Mama war gefrustet, sah man im Moment keinerlei HĂŒgellandschaften im CTG. Ich bot ihr an, einmal den Muttermund zu tasten, vielleicht hatten ja all die Wehen der letzten Tage euren Geburtsweg gut vorbereitet. Nun, leider konnte ich nach der Untersuchung keine optimistische Aussage machen, dein Köpfchen erschien noch sehr weit oben im Becken und hatte dadurch gar keine Möglichkeit beim Eröffnen des Muttermundes mitzuwirken. Auch kam mir der Gedanke, ob meine Hebammenkollegin sich damals vielleicht ”vertastet” hatte, denn der Befund deiner Mama jetzt war wenig erfolgversprechend und dein Köpfchen befand sich im Moment in einer prognostisch eher ungĂŒnstigen Position, kein Wunder, wolltest du so noch nicht kommen! Ich informierte deinen Geburtshelfer und teilte ihm den Untersuchungsbefund und meine Gedanken dazu mit. Wir hatten bis zu deinem Entbindungstermin noch ein paar Tage Zeit und ich schickte deine Eltern wieder nach Hause, deine Mama sollte sich einfach noch etwas ausruhen und Gelassenheit ĂŒben, wenn du geboren werden möchtest, wĂŒrdest du den richtigen Weg ins Becken mit etwas Geduld schon finden und wenn nicht, so wĂŒrdest du genau wie deine Schwester per Bauchgeburt zur Welt kommen. 4 Tage spĂ€ter schrieb mir deine Mama, dass es unverĂ€ndert schon wieder ĂŒberall zwickt und zwackt und deine Mama schon garnicht mehr wisse, woher dieses Zwicken kommt. Ich schlug deiner Mama vor, erneut ein Bad zu nehmen, in der Hoffnung dass das Zwicken und Zwacken eine deutlichere Sprache sprechen wĂŒrde. Die Wehen wurden in der Badewanne nicht wirklich mehr, nahmen aber auch nicht ab. Deine Mama hatte zudem das GefĂŒhl, dass du mit deinem Köpfchen ihr Schambein maltrĂ€tierst, ein wirklich sehr unangenehmes GefĂŒhl! Ich bat sie, wenn möglich, sich auf das Sofa zu knien und in der VorwĂ€rts-KopfĂŒber -Position einige Momente immer mal wieder zu verharren, vielleicht konnten wir dich so dazu bringen, vom Schambein weg und ins Becken hinein zu kommen. Auch bekam deine Mama noch Besuch von einer Freundin, die sie ablenken sollte und ich wĂŒnscht den beiden einen schönen gemeinsamen Freundinnen-Tag, an dem die zwei einfach viel lachen und sich Gutes tun sollten. Mein Tag war gefĂŒllt mit Besuchen bei meinen Wöchnerinnen und als ich Abends um halb 8 nach Hause kam, klingelte mein Telefon. Dein Papa rief mich an und sagte, dass er das GefĂŒhl habe, dass du vor deinem Entbindungstermin zur Welt kommen wĂŒrdest, denn deine Mama hatte nun den ganzen Tag unverĂ€ndert Wehen gehabt und war den TrĂ€nen nah. Sie befĂŒrchtete, dass all die Kontraktionen wieder nichts bewirkt hĂ€tten und fĂŒhlte sich davon so erschöpft, dass sie eher heute noch in einen Kaiserschnitt einwilligen wĂŒrde, als lĂ€nger ausharren zu mĂŒssen. Deiner Mama ging es wirklich nicht gut, das spĂŒrte ich durch das Telefon hindurch. Und so verabredet ich mich mit deinen Eltern in der Klinik, gab deinem Geburtshelfer Bescheid, damit auch er zu uns in den GebĂ€rsaal kommen wĂŒrde, winkte meiner Familie einmal kurz zu und fuhr dahin zurĂŒck, wo ich eben erst hergekommen war- nach Aarau. 1Stunde spĂ€ter, auf der Fahrt in die Klinik war ein wunderschöner, intensiver Regenbogen zu bestaunen, konnte ich deine Mama begrĂŒssend umarmen, ihr, egal, was nun passieren wĂŒrde, Zuversicht geben, das alles gut werden wĂŒrde. Die Wehen kamen hĂ€ufig und intensiv. NatĂŒrlich schauten wir zuallererst nach, wo dein Köpfchen in deinem Geburtsweg stand und da war er – der  Befund, den meine Hebammenkollegin bei der Geburt deiner grossen Schwester hatte! Weich war er, der Muttermund, bereits 3 cm, wenige Augenblicke spĂ€ter sogar 4 cm geöffnet und eine pralle Fruchtblase drĂŒckte mit deinem Köpfchen gemeinsam in die absolut richtige Richtung. Vorbei der Gedanke, dass du per Bauchgeburt zur Welt kommen wĂŒrdest. Es wurde eher Zeit, die Geburtenwanne mit warmen Wasser zu fĂŒllen! Deine Mama war nun wieder voll motiviert, sie wusste nun, dass all die Wehen, all die Arbeit ihren Sinn und Zweck erfĂŒllen und dich ihr nĂ€her brachten. Dein Geburtshelfer ging noch einmal nach Hause, zu unserer gemeinsamen  gebĂ€rtypischen Zeit morgens um 3 Uhr fehlten noch 5 Stunden und noch brauchten wir ihn nicht, deine Mama war auf ihrer wundervoll normal verlaufenden Geburtenreise. Dein Papa liess Wasser in die Badewanne und suchte auf dem Handy deiner Mama nach Musik, die deiner Mama gut tun wĂŒrde. Dabei stĂŒtze er deine Mama, die neben ihm stehend eure Wehen veratmete. Deine Mama, die sonst Zumbafitness macht, hielt sich nun an der Sprossenwand fest und bewegte intuitiv und Zumba-like ihr Becken kreisend. FĂŒr einen kurzen Moment ging dein Papa aus dem GebĂ€rsaal, er holte eure Proviant-TĂŒte und ich musste schmunzeln, ob Zufall oder nicht -deine Mama hatte wohl durch das Lesen meiner Geburtengeschichten die klassischen Snacks „ meiner” Geburten eingepackt 
 Dein Papa ging sofort wieder zu deiner Mama und legte ihr vorsichtig die Hand auf ihren RĂŒcken, er zeigte ihr so : ich bin fĂŒr dich da, lehn dich an mich! Und das machte deine Mama in ihren Wehenpausen auch. Ihr Babybauch sah riesig aus und ich machte ein allerletztes Foto von dir mit deiner Mama um dich herum zur Erinnerung. Deine Mama lĂ€chelte dabei, sie war wieder so voller Mut und Zuversicht ! Die Wanne brauchte noch etwas, bis sie gefĂŒllt war und so nutzten wir die Zeit, damit deine Eltern sich dein NamenskĂ€rtchen und dein NabelschnurbĂ€ndchen  aussuchen konnten. Es wurde ein Nilpferd, auf dem ich spĂ€ter deine Geburtsdaten und meine Barbara-BlĂŒmchen verewigen wĂŒrde und ein sĂŒsser TeddybĂ€r mit einem roten Herz wĂŒrde deine Nabelschnur umbinden. Deine Mama konnte nun in die Wanne und fĂŒhlte sich sofort so viel besser. Sie genoss die ”Leichtigkeit ” die das Wasser ihr gab, die WĂ€rme, die die Wehenschmerzen zu Beginn und am Ende einer Wehe deutlich linderten, noch vor Ende einer Wehe konnte deine Mama uns lĂ€chelnd signalisieren : Ich schaffe auch die nĂ€chste Wehe ! Der 14.Mai dauerte noch 50 Minuten, als deine Mama deutlich mehr zu kĂ€mpfen hatte. Aus der sitzenden Position wechselte sie nun in die Seitenlage. Dein Papa sass am Badewannenrand und er spĂŒrte, welche ungeheure Kraft die Wehen jetzt deine Mama kosteten, wie schwer es ihr fiel, in der Wehenpause in die Entspannung zu kommen. „Lass los ” rief er deiner Mama mit jeder weiteren Wehe zu. Ich schaute noch einmal nach dem Muttermund, ein winzig kleiner Rest davon war noch zu tasten und ich konnte euren Geburtshelfer statt um 3 Uhr morgens eine halbe Stunde vor Mitternacht anrufen und ihn bitten, zu kommen. Deine Mama kniete nun inzwischen im Wasser, die Wehen kraftvoll, deine Mama voller Energie und bereits dabei , dich nach ihrem GefĂŒhl aus sich herauszuschieben. Dein Papa gab dem schmerzenden RĂŒcken deiner Mama mit seinen HĂ€nden und seiner Kraft einen Gegendruck. Inzwischen stand auch euer Geburtshelfer mit am Badewannenrand und er und ich , wir beide durften einfach nur zusehen, wie deine Mama dich um 23:42 Uhr mit einer allerletzten Wehe aus ihr gebar. Deine Fruchtblase hielt der ganzen Geburt stand, du wurdest in ihr mit deinem Fruchtwasser in das warme Wasser der Badewanne geboren. Deine Mama nahm dich sofort zu sich in die Arme und wir öffneten zuerst deine Fruchtblase, damit du ĂŒberhaupt deine ersten AtemzĂŒge machen konntest. Viele FreudentrĂ€nen liefen deiner Mama ĂŒber die Wangen und sie streichelte dich die ganze Zeit. Viele, viele Haare waren auf deinem Köpfchen zu sehen und deine Mama freute sich so darĂŒber ! ” Ganz gut hast du das  gemacht“ sagte dein Papa sichtbar stolz zu deiner Mama und kĂŒsste sie auf die Stirn . Und ein tiefer Seufzer der Erleichterung war von deiner Mama zu hören. Du lagst entspannt in ihren Armen, die Reste deiner Fruchtblase noch gut sichtbar neben dir. Rosig wurdest du und schautest mit offenen Augen in deine neue Welt. Dein Papa machte die ersten Fotos von dir ( und ich davon, wie er sie machte â˜ș ), wĂ€hrend deine Mama dich sanft im Wasser wiegte. Als deine Nabelschnur nicht mehr pulsierte , bekam dein Papa die Möglichkeit, sie mit der Schere zu durchtrennen. Zum ersten Mal konnte er das, denn bei der Kaiserschnitt-Geburt deiner Schwester war das damals nicht möglich. ”Geniessen Sie den Moment ! ” forderte euer Geburtshelfer ihn auf und das tat dein Papa andĂ€chtig, wĂ€hrend deine Mama dabei zusah. „ Das haben wir zwei gut gemacht“ flĂŒsterte deine Mama dir zu und dein Papa steigerte dieses Lob , in dem er sagte „ sogar sehr gut habt ihr das gemacht !” und gab deiner Mama etwas Wasser zu Trinken. Deine Mama fragte sich, wie schwer du wohl bist, denn du kamst ihr gar nicht so gross vor. ( SpĂ€ter zeigte die Waage ein Geburtsgewicht von 3935g an, du warst sagenhafte 1,5kg schwerer als deine Schwester bei ihrer Geburt !). Dein Geburtshelfer untersuchte dich nach einer gewissen Zeit, um zu beurteilen , dass alles and dir dran und es dir auch wirklich gut geht. Du saugtest dabei schon hungrig an seinem Finger. Inzwischen war auch deine Mama aus der Wanne mit warmen TĂŒchern in ihr Geburtenbett gewechselt, eure Nachgeburt hatten wir ausgiebig bestaunt und du durftest nun an den Busen deiner Mama, da wo du auch hingehörtest. Euer Geburtshelfer gratulierte deinen Eltern zu dir und dazu, wie du geboren werden durftest und sagte deinem Papa, wie er stolz auf seine Frau sein darf ( und ich bin mir sicher, er war es ! ) Wenig spĂ€ter, wir wussten jetzt, wie schwer und wie lang du warst, dein NabelbĂ€ndchen war von deinem Papa an deiner Nabelschnur befestigt, wickelte dich dein Papa in deine erste Windel, wĂ€hrend deine Mama dich hielt  und zog dir wunderschöne Kleidchen an, die mit einem grossen und ein kleinen Igel bedruckt waren. WĂ€hrend deine Mama sich etwas erfrischte, nutzte dein Papa den Moment, zog sein Shirt aus und legte dich auf seinen nackten Oberkörper, um so mit dir, seinem kleinen Sohn entspannt das erste Mal zu bonden. Die Fotos, die ich im Anschluss von euch zu dritt machte, zeigten eine so sĂŒsses, glĂŒckliches Paar mit ihrem Neugeborenen und wĂ€hrend ich noch ein paar PortrĂ€taufnahmen von dir machte, du lagst dazu im Stilkissen am Fusse des Bettes , wĂ€hrend deine Eltern dahinter lagen, kam ein beherztes GĂ€hnen von deinem Papa- völlig zu Recht- wir alle hatten einen unglaublich langen, aber so wunderschönen Tag hinter uns!

SĂŒsser kleiner 🌾 LOUIE 🌾, deine Schwester hatte mit ihrer Geburtsprognose, du wĂŒrdest am 14.Mai auf die Welt kommen, recht behalten! In der intakten Fruchtblase geboren zu werden ist nicht nur die sanfteste Art, auf die Welt zu kommen, sondern auch Ă€usserst selten- wir Hebammen behaupten, Kinder, die in dieser sogenannten ”GlĂŒckshaube” geboren werden, haben in ihrem Leben besonders viel GlĂŒck ! Kleiner Mann, mit deiner Familie hast du schon mal ganz viel GlĂŒck als Basis fĂŒr dein Leben ausgesucht. Sie werden dafĂŒr sorgen, dass du glĂŒcklich durch dein Leben gehen darfst, geniesse deine wundervolle Familie und sorge ebenfalls dafĂŒr, dass auch sie durch dich viele GlĂŒcksmomente erleben dĂŒrfen!  Sei von mir VON HERZEN WILLKOMMEN 💝💝💝


🌾 NAEL TIUS 🌾

3. Mai 2021

SĂŒsser, zauberhafter 🌾 NAEL TIUS 🌾 , nach meinen diesjĂ€hrigen sieben Babys, die ausschliesslich im OP das Licht der Welt erblickten und einem kleinen TurbomĂ€dchen, welches es mit dem geboren werden so eilig hatte, dass sowohl der Geburtshelfer wie auch leider ich erst nach ihrer Geburt die Klinik erreichten, wurde es nun Zeit fĂŒr mich, wieder ein  kleines sĂŒsses Wesen im GebĂ€rsaal mit auf die Welt begleiten zu dĂŒrfen. Nach dem ersten KennenlerngesprĂ€ch mit deinen Eltern in meiner Praxis spĂŒrte ich, dass es eine pure  Freude  werden wĂŒrde, deine Geburtsreise mitgestalten zu dĂŒrfen. Deine Eltern strahlten so eine Ruhe und so eine Vorfreude auf dich in den ersten Momenten unseres Kennenlernen aus, nie und nimmer hĂ€tte ich erwartet, dass die Geburtsgeschichte deines grossen Bruders, die sie mir dann erzĂ€hlten, so gar nicht dem entsprach, was man sich unter einer geborgen begleiteten  Geburt vorstellen wĂŒrde. Zu viele Babys wollten damals zur gleichen Zeit im GebĂ€rsaal geboren werden, zu wenig Zeit hatte die Hebamme damals fĂŒr euch, viel zu hektisch und  letztendlich ĂŒberfordert von all den EindrĂŒcken war das Ankommen deines grossen Bruders fĂŒr deine Mama und deinen Papa. Und so hatten deine Eltern eigentlich nur ganz wenige, aber wichtige WĂŒnsche an mich, sie wollten im GebĂ€rsaal nicht alleine gelassen werden, sie wollten begleitet werden, informiert werden und sie wollten, wenn immer möglich, dass du in einer ruhigen AtmosphĂ€re, ohne Hektik und Stress auf die Welt kommen darfst. Und deine Mama schrieb mir nach diesem ersten gemeinsamen Treffen, dass es ihr so gut getan hat, noch einmal ĂŒber die erste Geburt gesprochen zu haben und dass sie  nun positive GefĂŒhle empfindet, wenn sie an deine kommende Geburt denkt. Half man damals, bei deinem grossen Bruder die Geburt etwas in Gang zu bringen, riet ich deinen Eltern dieses mal davon ab, auf all die gut gemeinten RatschlĂ€ge bezĂŒglich des ” Anstupsen ” zu hören und dich, wenn immer möglich, dein Geburtsdatum selbst wĂ€hlen zu lassen, denn du wĂŒrdest am besten wissen, wann der ideale Zeitpunkt wĂ€re, auf die Welt zu kommen. Und deine Mama hatte die bemerkenswerte Gelassenheit, einfach abzuwarten, ihren wunderschönen Kugelbauch zu geniessen, deine Klopfzeichen aus deiner kleinen Einzimmer-Wohnung genussvoll zu spĂŒren und mit deinem Papa deinen grossen Bruder die letzten Tage als ”Einzelkind” zu verwöhnen
 Und dann war da der Moment, 6 Tage nach deinem errechneten Entbindungstermin, an dem du beschlossen hattest, mehr als deine Einzimmerwohnung zu erkunden, deine Familie kennen zu lernen, geboren werden zu wollen. Dein Papa rief mich am Vorabend deiner Geburt an, deine Mama verlor euer Fruchtwasser, Wehen spĂŒrte deine Mama noch nicht und du selbst turntest noch lebhaft in und mit deiner Mama um dich herum. Und so verabredete ich mich mit deinen Eltern fĂŒr eine Kontrolle in meiner Praxis, ohne Eile, ohne Stress, wir hatten ( fast ) alle Zeit der Welt, solange keine Geburtswehen eure Geburt in Gang setzten wĂŒrden. Ich musste auch dieses mal, wie bei der kleinen TurbomĂ€dchen-Geburt, Umwege und einseitig gesperrte Baustellen-Tunnel auf meiner Fahrt in den Aargau in Kauf nehmen, aber dieses mal nicht fluchend ĂŒber den Zeitverlust und  hektisch aufs Gaspedal drĂŒckend, sondern  entspannt und mit Vorfreude auf deine Eltern fuhr ich in  Richtung Praxis. Offensichtlich ging es deinen Eltern gleich, denn als ich ihnen meine PraxistĂŒr öffnete, strahlte mich deine Mama an und hatte diese unglaublich entspannte und schöne, freudige Ausstrahlung, die Aura einer GebĂ€renden, die ein Urvertrauen in ihr Können, in ihren Körper, in das Kommende hat. Deine Mama spĂŒrte nun auch bereits die ersten regelmĂ€ssigen Kontraktionen. Auf deiner Wehenkurve, die wir zuerst schrieben, erschien alle 10 Minuten ein WehenhĂŒgel, parallel dazu schlug dein kleines Herz unbeindruckt und unaufgeregt, so wie wir es uns gewĂŒnscht hatten. Obwohl fĂŒr deine Mama noch nicht sehr schmerzhaft, veratmete ich gemeinsam mit ihr diese Wehen, um gemeinsam die fĂŒr deine Mama beste Atemtechnik herauszufinden fĂŒr die Zeit, in der deine Mama bei euch zu Hause noch etwas abwarten wollte, bevor es definitiv in den GebĂ€rsaal gehen wĂŒrde. Deine Mama wollte nĂ€mlich noch einmal zurĂŒck in eurer Heim, solange die Wehen noch nicht so intensiv spĂŒrbar waren und sich deine Mama daheim sicher und wohl fĂŒhlte. Ich ertaste (ĂŒbrigens das einzigste Mal wĂ€hrend eurer Geburt)  den Muttermund bei deiner Mama. Zwar war dein Geburtsweg bereits 2 cm weit offen, aber da es deine Eltern nicht weit in die Klinik hatten, sprach nichts dafĂŒr, in den gewohnten 4 WĂ€nden sich gemĂŒtlich, geborgen und mit einer WĂ€rmflasche im schmerzenden RĂŒcken im Bett noch etwas auszuruhen, Energie zu tanken fĂŒr eure grosse Reise und auf intensiver werdende Wehen zu warten. Mein GefĂŒhl sagte mir, dass es wohl nicht all zu lange dauern wĂŒrde, bis deine Eltern sich wieder bei mir melden wĂŒrden, denn ich legte mich schon ” abfahrbereit ” auf mein Bett und ich fand es wundervoll, spĂŒrte deine Mama diese Sicherheit und hatte Vertrauen in sich und ihren Körper. Eine gute Stunde spĂ€ter war es soweit, deine Mama hatte intensivere Wehen und  das BedĂŒrfnis nach der grossen GebĂ€rbadewanne in unserer Klinik. Wenige Minuten spĂ€ter trafen wir uns im GebĂ€rsaal, ein neuer Tag, dein Geburtstag war gerade mal 2 Stunden alt. Als allererstes liess ich deinen Papa das Wasser in die Badewanne fĂŒllen, er wusste am Besten, welche Wassertemperatur  deiner Mama Entspannung bringen wĂŒrde. Aus eurer Tasche holte er  dein Geburtstuch und deine ersten Kleidchen und legte sie in den WĂ€rmeschrank des GebĂ€rsaals. Dann liess er die Musik, die sich deine Mama fĂŒr eure Geburt ausgesucht hatte, abspielen und zauberte jede Menge Snacks und GetrĂ€nke hervor und reihte sie auf dem Fenstersims auf. Deine Mama hatte fĂŒr alle GeschmĂ€cker, fĂŒr alle BedĂŒrfnisse  etwas eingepackt, von der Menge her gesehen war es Energievorrat fĂŒr eine lang andauernde Geburt
 Deine Mama selbst war einfach nur unglaublich auf ihr Inneres fokussiert und auf das Veratmen eurer Wehen, aber in den Wehenpausen lĂ€chelte sie deinen Papa und mich an. Das das Legen eines in der Klinik ĂŒblichen Venenzugangs am Unterarm bei deiner Mama das Herausforderndste eurer Geburt werden wĂŒrde und dafĂŒr extra jemand von der Intensivstation kommen musste, wer hĂ€tte das im Nachhinein gedacht ? Deine Mama lag, bis diese KanĂŒle an Ort und Stelle und verbunden war,  auf der Seite des Geburtenbettes. Ich kontrollierte noch einmal kurz deine gleichmĂ€ssig schlagenden Herztöne, deine Mama atmete so wundervoll durch eure Wehen und gab dir so die Menge an Sauerstoff, damit auch du ohne Stress durch die nun immer intensiver werdenden Wehen gehen konntest. Es wurde merklich Zeit, dass deine Mama nun in das warme Wasser der Geburtswanne konnte. Dein Papa und ich halfen ihr den grossen Schritt ĂŒber den GebĂ€rwannenrand zu machen und sofort legte deine Mama sich wieder seitlich in die Badewanne, das warme nach Rosen duftende Wasser trug sie, hĂŒllte sie ein,  gab etwas Leichtigkeit fĂŒr ihren so schwer arbeitenden Körper. Ich gab deinem Papa eine Spraydose mit kĂŒhlendem Wasser und er feuchtet damit das Gesicht deiner Mama an, gab ihr so etwas Erfrischung. Deine Mama war nicht einmal 5 Minuten in der Badewanne, als sie ihre Atmung verĂ€nderte und deutlich hörbar in der nĂ€chsten Wehe begann, mitzuschieben, den Druck, den sie offensichtlich nun spĂŒrte, nachzugeben. Dein Papa , der entweder in einem frĂŒheren Leben Hebamme war oder es in einem zukĂŒnftigen werden sollte, ermutigte intuitiv und im richtigen Moment deine Mama, mitzudrĂŒcken und 2 oder vielleicht 3 WimpernschlĂ€ge spĂ€ter sahen wir durch das klare Wasser, wie dein Köpfchen geboren wurde. Keiner von uns dreien hatte damit gerechnet, dass es soooo schnell gehen wĂŒrde, aber nun, da dein Köpfchen sichtbar war, liessen wir uns die Zeit abzuwarten, bis deine Mama die nĂ€chste Wehe spĂŒrte, die dich veranlassen wĂŒrde, dich in  die perfekte AusschlĂŒpfposition zu drehen. Und es war auch einfach wichtig in diesem Moment fĂŒr deine Eltern zu realisieren, dass du nun geboren werden durftest. Die Natur liess euch nur einen kurzen Moment Zeit, mit der nĂ€chsten Wehe schob deine Mama dich sanft aus sich heraus und du schwammst ihr förmlich entgegen, dein Papa und ich durften einfach nur am Badewannenrand stehen und diesen Moment staunend und glĂŒcklich verfolgen. Deine Mama nahm dich sofort zu sich auf ihre Brust, der Überraschungsmoment immer noch im Gesicht, die Anstrengung der letzten Augenblicke noch deutlich fĂŒhlbar. Aber da warst du und es ging dir gut ! Die noch pulsierende Nabelschnur versorgte dich weiterhin mit dem notwendigen Sauerstoff und langsam begannst du, deine Lungen zu aktivieren, Luft zu holen, dein Fruchtwasser in deinen Atemwegen herauszulassen. Wir deckten dich mit einem warmen Tuch zu, das warme Wasser in der Badewanne und deine Mama gaben zusĂ€tzlich WĂ€rme und Schutz. Deine  Eltern  waren ĂŒberwĂ€ltigt, versuchten zu fassen, was im Moment unfassbar erschien. Ich machte die ersten Fotos von dir, von euch : Deine Mama, in ihrem ihr Halt gebenden blauen Schwimmkissen in der Badewanne  liegend, dich eng in ihren Armen haltend, das Schwimmkissen wie schĂŒtzend, beschĂŒtzend vor der Aussenwelt, deine Mama schaut auf dich entspannt hinab, hĂ€lt dich einfach nur- ein so friedvolles Bild ! Dein Papa, strahlend lachend, erleichtert, dass dieses mal alles so scheinbar einfach gegangen ist, dass du so entspannt rosig bei deiner Mama liegen darfst, dein Papa, der deiner Mama so liebevoll einen Kuss gibt
. Ich konnte euch drei so einen Moment alleine lassen und euren Geburtshelfer anrufen und ihn zur typischen Nacht-schlafenden Zeit wecken, ihm berichten, dass du so unerwartet schnell und gut geboren wurdest, es euch dreien gut geht und er ohne Eile zu uns kommen darf. Bis zum Eintreffen eures Geburtshelfers  haben du und deine Eltern den Moment genossen, nichts musste in der Zeit gemacht werden, ihr konntet euch einfach nur geniessen. Deine Mama sagte, dass das jetzt ein Erlebnis gewesen ist, wie sie es nie zuvor erlebt hatte und  niemals  hĂ€tte sie geglaubt, dass die Wehe, die sich ankĂŒndigte bevor  du geboren wurdest, bereits die letzte sein wĂŒrde. Du aber machtest inzwischen die Augen auf und saugtest lautstark an deinen HĂ€nden, gut sichtbar wolltest du an den Busen deiner Mama. Inzwischen war euer Geburtshelfer bei uns und so wurde es Zeit, dass dein Papa mit ihm zusammen deine nun nicht mehr pulsierende Nabelschnur durchtrennte. ” Geniessen Sie das ! ” forderte euer Geburtshelfer deinen Papa auf und er tat das sichtbar und glĂŒcklich . Damit ich deiner Mama aus der Badewanne helfen konnte, trug ich dich zu deinem Papa. Der wartet bereits mit eurem warmen Geburtstuch und ich legte dich ihm in seine Arme. Dein Papa setzte sich, wiegte dich vorsichtig und schaute dich, seinen zweiten Sohn ganz andĂ€chtig an. Deine Mama spĂŒrte erneut Wehen, Nachwehen. Eure Placenta wollte geboren werden. Ich half deiner Mama aus der Badewanne und hĂŒllte nun sie in warme TĂŒcher in ihrem Bett. Eure Nachgeburt wurde genauso problemlos wie du geboren , etwas spĂ€ter schauten wir sie uns gemeinsam an, diese absolute Wunderwerk der Natur. Bei der Erstuntersuchung von dir durch euren Geburtshelfer griffst du nach allem, was dein Greifreflex fassen konnte und protestiertest lautstark. Dein Papa stellte freudig fest, dass du genauso hĂŒbsch wie deine  Mama bist ( und ja, das kann ich nur bestĂ€tigen â˜ș ) . Nachdem wir also wussten, dass alles an dir dran und da ist, wo es hingehört, durfte dich dein Papa nun dorthin bringen, wo du wirklich hin wolltest – an den Busen deiner Mama ! Und als ob du es schon eine Ewigkeit geĂŒbt hĂ€ttest, klappte das Ansetzten an die Brust auf Anhieb. Du warst also versorgt und nun kĂŒmmerte sich dein Papa wieder um deine Mama, gab ihr zu trinken und versorgte sie aus eurem Snackvorrat, denn nun endlich war Zeit, ihn zu nutzen ! Etwas spĂ€ter, dein Hunger und der deiner Eltern war fĂŒrs Erste gestillt, schauten wir, wie schwer und wie lang du warst. Deine Eltern hatten dir einen hellblauen TeddybĂ€r fĂŒr dein NabelbĂ€ndchen ausgesucht, welches dein Papa nun um deinen Nabelschnurrest band. Deiner Mama ging es bereits schon wieder so gut, dass sie sich zu ihren beiden MĂ€nnern an das Bett stellte und beim Anziehen deiner Kleidchen half, grad beim -und wie so oft -Body sind die verwirrend vielen Druckknöpfe und die Wickeltechnik nicht ganz so einfach zu verstehen. Du schienst jede BerĂŒhrung zu geniessen, mit offenen, wachen Augen schautest du deinen Eltern scheinbar zu, wie sie dich in deine sĂŒssen, allerersten Kleidchen kleideten. 

Dein Papa bestand darauf, beide deiner wunderschönen Vornamen auf deine Namenskette zu fĂ€deln. WĂ€hrend er das tat, beugte sich deine Mama ĂŒber dich und kĂŒsste dich so liebevoll auf deine Stirn. Du realisiertest sofort, dass das eben deine Mama war, den sofort suchtest du wieder nach ihr und ihrer Brust. Etwas spĂ€ter, deine Mama erfrischte sich im Bad, zog dein Papa sein Hemd aus und ich legte dich zum Bonden ihm auf seine Brust, dein Geburtstuch wĂ€rmend auf euch. Die Fotos, die ich wenig Augenblicke spĂ€ter von euch dreien machte, zeigten eine wunderschöne Mama, der man die Strapazen der Geburt in keinster Weise ansah und einen  stolzen Papa, dich  in seinen Armen haltend, der glĂŒcklicher und erleichtertet nicht sein konnte. 

SĂŒsser kleiner 🌾NAEL TIUS 🌾 , ich hatte es deinen Eltern so sehr gewĂŒnscht und du durftest genau so auf die Welt kommen, schnell ,unkompliziert, im nach Rosen duftenden Wasser, deine EihĂ€ute noch um dich. Wir alle, deine Eltern und ich haben dank deiner schönen Geburt  das GlĂŒckshormon Oxytocin ausgiebig fĂŒhlen und geniessen dĂŒrfen. Deine Eltern wird diese GlĂŒckshormon fĂŒr dich und deinen Bruder nie ausgehen, hab ein wunderschönes, mit diesen GlĂŒckshormonen gefĂŒlltes Leben mit deiner wundervollen Familie und sei von mir

VON HERZEN WILLKOMMEN 💝💝💝 !


🌾 EIN BABY-GIRL 🌾

28. April 2021

Kleines, absolut bezauberndes đŸŒžBaby – MĂ€dchen🌾 , den Zauber deiner Geburtsreise möchten deine Eltern dir spĂ€ter einmal selbst erzĂ€hlen – nur soviel sei geschrieben : du hattest es heute Nacht so eilig, dass sowohl dein Geburtshelfer wie auch ich es nicht geschafft haben, vor deiner Geburt im GebĂ€rsaal zu sein und meine Hebammenkollegin Bettina ( MERCI 💝 ❀) das absolute VergnĂŒgen hatte, dich bei deinem Ankommen in diese Welt begleiten zu dĂŒrfen…. Ich habe dich dafĂŒr um so intensiver in deinen ersten Lebensstunden im GebĂ€rsaal genossen â˜ș

Sei von Herzen Willkommen 💝 💝 💝


🌾 NOAH 🌾

9. April 2021

Kleine wundervolle Zaubermaus 🌾 NOAH 🌾, schon bei der Hochzeit deiner Eltern versprachen sich deine Mama und dein Papa nicht nur die gegenseitige Liebe, sondern auch, dass sie ihrem erstgeborenen Sohn einmal den Namen Noah geben wĂŒrden. Und dann sass da relativ kurze Zeit spĂ€ter das so sympathische, junge Paar in meiner Praxis, du mit deiner Mama um dich herum, um sich auf dein Ankommen in diese Welt und die erste Zeit als junge Familie bei mir vorzubereiten. Und sie wollten es perfekt machen, holten sich schon im Voraus ganz viele weise Hebammen-Tipps, die ich eigentlich erst im Wochenbett fĂŒr diese Zeit abgebe, um bestens vorbereitet zu sein. Ich fieberte nach 6 Kaiserschnitt-Babys in diesem Jahr einer Geburt im GebĂ€rsaal entgegen und hoffte, dass du es sein wĂŒrdest, den ich in der Badewanne, auf dem Mayahocker oder im GebĂ€rbett ” auffangen ” dĂŒrfte. Als deine Mama aber ĂŒber euren errechneten Entbindungstermin ging und du so gar keine Ambitionen zeigtest, deinem Geburtskanal entgegen zu kommen, um damit deiner Mama auf diese Weise bei der Vorbereitung auf eure Geburt zu helfen, entschieden deine Mama und dein Papa mit eurem Geburtshelfer gemeinsam, die Geburt im GebĂ€rsaal einmal deiner kleinen Schwester oder deinem kleinen Bruder zu ĂŒberlassen und dir auf dem in diesem Augenblick sichersten Weg, in diese Welt zu helfen. Du solltest also mein Kaiserschnittbaby Nummer 7 werden und zwinkernd und  lachend konnte ich deinen Eltern meine reichhaltigen Routineerfahrung beim Begleiten solcher Bauchgeburten anpreisen ( und ja, ich liebe diese Geburtsbegleitungen im OP genau gleich wie im GebĂ€rsaal đŸ„° ). Kamen die letzen ZaubermĂ€use alle schon in den frĂŒhen Morgenstunden auf die Welt , solltest du am Abend , nach dem regulĂ€ren OP-Programm zur Welt kommen. Das hiess fĂŒr deine Eltern und mich, uns ausgeschlafen und entspannt am Nachmittag in der Klinik zu treffen, deine Mama  ohne Zeitdruck auf die Operation vorzubereiten und abzuwarten, bis fĂŒr uns ein OP und das dazugehörende OP-Team frei waren. Nachdem deine Eltern ihre Tasche im zukĂŒnftigen Wöchnerinnenzimmer untergebracht hatte, gingen wir, deine Eltern mit deinem Geburtstuch und deinen ersten Kleidchen in der Hand, in den Vorbereitungsraum des GebĂ€rsaals. Der AnĂ€sthesist besprach mit deinen Eltern die SpinalanĂ€sthesie, die deine Mama als Narkose erhalten sollte. Danach lauschten wir noch einmal deinen Herztönen aus Mamas Bauch und hofften auf wenigstens eine sichtbare Wehe auf dem Wehenschreiber, damit diese dann spĂ€ter in deinem Geburtenpass zusammen mit einem Ausschnitt deiner Herztonkurve als Erinnerung eingeklebt werden könnte. Ich erklĂ€rte deinen Eltern noch einmal, wie der Ablauf deiner Geburt mit grösster Wahrscheinlichkeit statt finden wird und was dein Papa machen konnte, um deine Mama zu unterstĂŒtzen. Blut wurde deiner Mama abgenommen, eine Infusion wurde gelegt und deine Mama bekam ein Krankenhaus-Nachthemd angezogen. Deinem Papa gab ich die ĂŒblichen KompressionsstrĂŒmpfe in die Hand, damit er diese deiner Mama anziehen konnte. Da ich ja immer meine ”Papas” bitte, unter der Geburt ihre Frauen zum LĂ€cheln oder sogar zum Lachen zu bringen, tat dein Papa es nun wie geheissen, in dem er theatralisch und unter scheinbar schier unendlichem Kraftaufwand deiner Mama diese StrĂŒmpfe anzog. Und dann hiess es abwarten, bis der OP uns zu sich rufen wĂŒrde. Zeit ĂŒberbrĂŒcken war jetzt von mir gefragt. Und so liess ich deine Eltern die Wahl treffen, welches NabelschnurbĂ€ndchen du nach der Geburt bekommen solltest und weil deine Mama Elefanten so liebt, war ihre Wahl eindeutig: einen kleinen gehĂ€kelten Elefanten wĂŒrde deine Nabelschnur nach dem Durchtrennen zieren und da es bei den NamenskĂ€rtchen fĂŒr dein Babybettchen keine Elefanten zur Auswahl gab ( wieviel Platz fĂŒr meine Barbara-BlĂŒmchen wĂ€re da bei einem so grossen Tier 🙃😉 ) wĂ€hlten deine Eltern ein Flugzeug mit Glitzerfenstern. Um von der doch langsam intensiver werdende NervositĂ€t deiner Eltern abzulenken, unterhielten wir uns ĂŒber unsere jeweiligen Erfahrungen mit Staubsaugerrobotern und RasenmĂ€hern, das lang gekochte HĂŒhnersuppen ganz wundervolle Begleiter im Wochenbett sind und den ( einzigen ) Vorteil der Corona-Zeit, der die frisch gewordenen Eltern vor all zuviel  energieraubenden Besuchern  schĂŒtzt. Und dann kam das Okay vom OP-Team, wir durften uns auf den Weg zu ihnen machen und dein Papa und ich fuhren deine Mama gemeinsam  dorthin, das bordeaux -farbende Geburtstuch von dir mit dabei. In der OP-Schleuse zog dein Papa sich bereits flink fĂŒr den OP um, damit er deiner Mama helfen konnte, vom Bett auf ihren OP-Tisch zu kommen. WĂ€hrend der nun ĂŒblichen Lagerungsvorbereitungen hielt er ganz fest die Hand deiner Mama. Die wurde nun in euren OP gefahren und auch ich  zog mir rasch OP-Kleidung an. Deinem Papa zeigte ich nun durch das Fenster der OP-TĂŒr, wer von den vielen Personen, die sich jetzt um deine Mama kĂŒmmerten, welche Aufgabe wĂ€hrend deiner Geburt hatte. Dein Geburtshelfer desinfizierte den Bauch deiner Mama, bevor dieser sĂŒsse Kugelbauch  zum letzten mal sichtbar und dann mit einem grossen blauen, sterilen Tuch abgedeckt wurde. Das ist immer der Moment, wo die zukĂŒnftigen Papas ( oder Mamas ) zu ihren Frauen dĂŒrfen und neben dem Kopf ihrer Partnerinnen Platz nehmen. Von nun an ging es routiniert und schnell vorwĂ€rts , es war 19:46 Uhr  als deine Eltern dich  zunĂ€chst hören und wenige Sekunden spĂ€ter auch sehen konnten . Ich bekam dich von deinem Geburtshelfer in die Arme gelegt und legte dich sofort auf die Brust deiner Mama, dein wĂ€rmendes Geburtstuch ĂŒber dich. Auf dem stand mit grossen, bestickten Buchstaben dein Name. Jeder, der dich und deine Eltern nun sah, wusste also sofort, dass da ein kleiner sĂŒsser Noah soeben zur Welt gekommen ist! Am Anfang warst du sehr ruhig, fast zu ruhig und wir mussten dich ein wenig dazu animieren, zu protestieren, damit du deine Lungen ordentlich mit Sauerstoff fĂŒllst. Nachdem ein grosser Schwall Fruchtwasser aus deiner Nase kam und auf deine Mama lief,  registrierte dein Papa, wie deine Körper und deine HĂ€ndchen sich langsam rosarot fĂ€rbten, so, wie es sein sollte. Dein Papa hielt dich sicher mit seinen HĂ€nden und schmiegte sich ganz nah an den Kopf deiner Mama, so eng verbunden betrachteten die zwei dich ehrfĂŒrchtig und schon ganz verliebt. Du probiertest bereits, deine Augen zu öffnen und als du es dann schafftest, begrĂŒssten deine Eltern dich mit einem glĂŒcklichen  ” Hoi du ” ! Ganz entspannt schautest du nun in Richtung deiner Eltern. Deswegen stellte ich dir formvollendet nun deine Eltern vor,  ich sagte zu dir : das ist deine Mama und das ist dein Papa…Dein Papa streichelte abwechselnd dich und deine Mama und nur wenige Augenblicke spĂ€ter konnte euer Geburtshelfer bei euch stehend, euch zu deiner Geburt gratulieren, die Operation war beendet. Deine  Mama wurde die ersten Momente danach im Aufwachraum ĂŒberwacht und wĂ€hrend sie dort mit den  Überwachungsinstrumente verkabelt wurde , hielt dein Papa dich etwas abseits auf einem Stuhl in deinem Geburtstuch in seinen Armen, ihr 2 MĂ€nner schautet euch interessiert gegenseitig an und wĂ€hrend dein Papa mit einer Hand dein Gesicht streichelte, hieltest  du dich mit deinen kleinen Fingerchen an seinen grossen Fingern fest. Nun wurde es aber Zeit, dass deine Mama dich endlich selbst in ihre Arme nehmen konnte. Dein Papa holte dich aus deinem Tuch hervor und gab dich schon sichtbar routiniert deiner Mama in ihre Arme und deckte dich wieder zu. Du schautest wach und neugierig unter deinem Tuch zu deiner Mama und begannst, nach dem Busen deiner Mama zu suchen. Dein Papa half dabei, dich bei deiner Mama anzusetzen und testete mit seinem Finger, wie intensiv dein Saugreflex bereits ist. Dabei versprach er dir ( und ich habe es genau gehört â˜ș ) mit dir, wenn du grösser bist, mit eurem RasenmĂ€her umherzufahren. Deiner Mama wurde bewusst, dass neben ihrem GlĂŒck, dich  nun in den Armen halten zu dĂŒrfen, sie ab jetzt auch wieder ihr geliebtes Tartar essen konnte ( rohes Fleisch ist fĂŒr  Schwangere tabu ) . Ihr hattet nun einen Moment ganz fĂŒr euch und Ruhe vor Jedem und Allem und dein Papa legte seinen Kopf auf den Bauch deiner Mama, schloss seine Augen und beide, deine Mama und er hielten dabei deine Hand. Wenig spĂ€ter konnten wir zurĂŒck in den GebĂ€rsaal mit euch, nun als kleine Familie, fahren und nach den vielen Menschen, die sich die letzten 2 Stunden um dich und deine Eltern gekĂŒmmert hatten, tat die Ruhe und der Raum nur fĂŒr euch, einfach nur gut. Deine Eltern konnten ihre OP-Masken vom Mund wegnehmen und ein grosses, glĂŒckliches und wunderschönes LĂ€cheln wurde aus ihren Gesichtern sichtbar. Es war inzwischen kurz vor Mitternacht, Zeit fĂŒr ein kleines Mitternachtsmahl sowohl fĂŒr deine Eltern , wie auch fĂŒr dich. Ein wenig Milch fĂŒllte deinen kleinen Magen und auch deine Eltern konnten nun als Mama und Papa ihr erstes Mahl ungestört geniessen. Du gĂ€hntest wĂ€hrend dessen beherzt, dein Geburts-Tag war ja auch fĂŒr so einen kleinen Mann wie dich lang und aufregend gewesen. Also begannen wir dich schnell zu messen und zu wiegen, dein Papa legte dich nun, da wir wussten, wie schwer und wie lang du bist, zu deiner Mama zurĂŒck und band  dir das  von deinen Eltern ausgesuchte Elefanten-NabelschnurbĂ€ndchen um deinen Nabelschnurrest und wickelte dich in deine erste Windel. Deine FĂŒsschen drĂŒckten wir in ein blaues Stempelkissen, um von ihnen eine Erinnerung zu schaffen und auch damit du an deinem 18.Geburtstag diese AbdrĂŒcke an deine dann sicher riesigen FĂŒsse vergleichsweise halten kannst. Deine Kleidchen waren mit sĂŒssen kleinen Winnie Poohs, die an Luftballonen schwebten, bedruckt . Glaube mir, Noah, die Geschichten von Winnie Pooh und seinen Freunden werden dir in ein paar Jahren gefallen, du wirst sie lieben ! Auch wenn die vielen Druckknöpfe an deinem Kleidchen erst etwas fĂŒr Verwirrung bei deinem Papa sorgten ( beim ersten Kind ist das absolut normal ), sehr schnell brachte dein Papa Ordnung in das System â˜ș und fertig und perfekt angezogen, fĂ€delte er dir noch deine Namenskette auf. Gemeinsam mit und bei deiner Mama befestigte er sie an deinem Handgelenk. Und bevor dir vor MĂŒdigkeit die Augen zufielen, machten wir noch ein paar Fotos von dir und du schautest dabei wieder so interessiert in die Kamera , gut möglich, hinderte dich dein erster Schluckauf ausserhalb der GebĂ€rmutter dabei am Einschlafen. 

Die GebĂ€rsaaluhr zeigte wenige Minuten nach Mitternacht an, nach einem langen, fĂŒr euch drei aufregenden Tag war dein erster Geburtstag nun offiziell vorbei . Zufrieden lagst du bei deiner Mama in den Armen und schautest verschmitzt unter deinem Geburtstuch hervor. Ich nutzte den Augenblick, um von dir und deiner Mama ein wunderschönes Foto zu machen, denn obwohl eine grosse Operation an einem langen Tag hinter sich, sah man weder MĂŒdigkeit, noch Schmerzen deiner Mama an, sondern ich sah nur eine so wunderschöne, aus tiefstem Herzen glĂŒckliche und voller Liebe junge Frau – deine Mama , sĂŒsser 🌾 NOAH 🌾 ! 

Diese Liebe, dieses glĂŒcklich sein, deine Eltern werden es bei jedem deiner Entwicklungsschritte geniessen und fĂŒhlen. Ich wĂŒnsche mir und bin eigentlich absolut sicher, dass alle meine Babys ganz besonders wertvolle Menschen werden . Bei dir, mein sĂŒsser 🌾 NOAH 🌾 weiss ich es bereits jetzt zu 100 % , SEI VON HERZEN WILLKOMMEN 💝💝💝


🌾 MYLO LIUN 🌾

18. MĂ€rz 2021

Bezaubernder, sĂŒsser, kleiner 🌾 MYLO LIUN 🌾 , es sind manches Mal die intuitiven meiner  Entscheidungen, die sich letztendlich als die so wertvollen fĂŒr mich herausstellen. Als deine Mama sich bei mir meldete, um mich zu fragen, ob ich eure Geburtsreise begleiten wĂŒrde, waren fĂŒr deinen Geburtsmonat bereits alle PlĂ€tze vergeben. Aber deine Mama erzĂ€hlte ein wenig am Telefon ĂŒber sich und deinen Papa und warum sie hoffte, dass  ich euch begleiten wĂŒrde. Und da war in diesem Moment, in den wenigen Minuten am Telefon, schon so viel gegenseitige  Sympathie, so dass ich deine Eltern in meine Praxis fĂŒr ein KennenlerngesprĂ€ch bat. Und das, was am Telefon schon so gut spĂŒrbar war, bestĂ€tigte sich nun, da wir uns sehen konnten, sofort. Vor mir sass da so ein sympathisches, junges Paar, welches ich noch so gern dabei begleiten wollte, Eltern zu werden. Deine  Mama wusste bereits, dass du mit Hilfe einer Bauchgeburt zur Welt kommen solltest und so konnten wir dein Ankommen auf diese Welt bereits schon sehr detailliert besprechen, deine Eltern gezielt auf deine Geburt vorbereiten. Alles Planen hilft aber manchmal nichts, wenn ihr kleinen MĂ€use nicht auch noch ab und zu versucht zu beweisen, dass das Leben mit einem Baby spĂ€testens ab der Geburt unplanbar wird ( zumindestens die ersten Wochen ).  Auch du zeigtest bereits lebhaftes Interesse, festgelegte Geburtstermine zu ignorieren, denn deine Mama spĂŒrte Kontraktionen, als noch gar keine zu spĂŒren sein sollten und deine Mama musste bereits Wochen vor deiner Geburt sich schonen und dir und ihr ganz viel Ruhe gönnen. Als du dann endlich geboren werden durftest und ein Geburtstag von deinem Geburtshelfer mit deinen Eltern ” ausgesucht ” wurde, wurden deine sonst so ruhig  und so besonnen wirkende Mama und dein Papa doch etwas aufgeregt und auch die WehentĂ€tigkeit deiner Mama nahm erneut an IntensitĂ€t zu, so das wir schon damit rechneten, dass du ausserplanmĂ€ssig- geplant zur Welt kommen wĂŒrdest 🙃. Aber deine Mama legte noch einmal  Ruhepausen ein und gönnte sich die von mir empfohlenen, noch mit Babybauch möglichen Schlafmomente, so dass wir letztendlich ganz nach Kalendereintrag fĂŒr deinen Geburtstag uns sehr frĂŒh am Morgen auf dem Parkplatz der  Klinik trafen, in der du das Licht der Welt erblicken solltest. Deine Eltern waren erst nach Mitternacht ins Bett gegangen und hatten vor Aufregung nicht wirklich schlafen können, mit kleinen Augen standen sie mir gegenĂŒber, aber so voller Vorfreude auf dich ! Unvorstellbar fĂŒr die zwei, dass du bereits 90 Minuten spĂ€ter schon in ihren Armen liegen solltest! Wir gingen in euer zukĂŒnftiges Wochenbettzimmer und bereiteten deine Mama fĂŒr die Kaiserschnitt-Operation vor. Ein letztes Mal lauschten wir deinen Herztönen aus Mamas Bauch heraus. Dein Papa nahm die Gelegenheit wahr, deinen klopfenden Herzschlag zur Erinnerung mit seinem Handy aufzunehmen. Eine Infusion wurde gelegt und deine Mama bekam schicke (🙈) KompressionsstrĂŒmpfe und ein nicht minder hĂŒbsches (🙈🙈)  Kliniksnachthemd von mir angezogen. Dein Papa holte einen bezaubernden PlĂŒsch-Otter fĂŒr dich aus eurem Koffer, der Otter sollte dich, wenn du auf der Welt warst, mit HerztongerĂ€uschen, die aus ihm per Knopfdruck ertönten, beruhigen und dich an die Zeit in der GebĂ€rmutter zurĂŒck erinnern. Als dann jede Menge Kinderschokolade, angedacht  fĂŒr uns alle,  aus dem Koffer hervorgezaubert wurde, musste ich schmunzeln, der-oder diejenige, die eure Kliniktasche gepackt hatte, musste definitiv den einen oder anderen Geburtsbericht von mir schon gelesen haben â˜ș… WĂ€hrend deine Mama sich damit begnĂŒgen musste, mit leerem Magen ( als notwendige Vorbereitung auf die Operation) sich ihr Mittagessen ( das dann dafĂŒr aber bereits als Mama ) auszusuchen, stĂ€rkte dein Papa sich mit einem kleinen mitgebrachten FrĂŒhstĂŒck, damit er eben nicht mit leerem Magen an die aufregende Zeit im Operationssaal heran ging. Es blieb noch ein kurzer Moment, sich fĂŒr dein NabelschnurbĂ€ndchen zu entscheiden ( es wurde ein bunter Regenbogen mit einem roten Herz ) und dein NamenskĂ€rtchen fĂŒr dein Babybettchen auszusuchen, als auch schon der Augenblick kam, an dem dein Papa und ich gemeinsam deine Mama in den OP fuhren, dein wunderschönes bordeaux-farbendes Geburtstuch mit dabei. Ich sagte deiner Mama, dass die Fahrt in den OP wahrscheinlich mit das Unangenehmste in den nervösen letzten Minuten vor der OP ist, aber deine Mama meinte, sie versuche das zu geniessen und so schlug ich ihr spaßeshalber ein Sight-Seeing im Bett durch die Klinik vor, wir nahmen aber dann doch den direkten Weg zum OP. Dort mussten wir ungewöhnlich lange vor der OP- Schleuse warten, bis irgendwann ein OP-Pfleger uns mitteilte, dass du im OP der Tagesklinik zur Welt kommen solltest, statt in dem OP, vor dem wir nun standen… Nun, 2 Dinge erfĂŒllten sich dadurch wie vorher gewĂŒnscht : du wĂŒrdest das Licht der Welt tatsĂ€chlich bei TagesLICHT erblicken, denn der OP der Tagesklinik besass wohltuende grosse Fenster, die im normalen OP nicht vorhanden waren UND deine Mama kam nun doch noch in den Genuss, mit ihrem Bett erneut durch die Klinik geschoben zu werden, denn wir mussten nun in das zweite, nebenan liegende KlinikgebĂ€ude fahren… Im richtigen OP endlich angekommen, erwartet uns schon ein gut gelauntes, entspanntes OP -Team und euer Geburtshelfer, der deinem Papa zeigte, wo und wie er sich fĂŒr den Operationssaal umziehen kann. Deine Mama bekam inzwischen ihre AnĂ€sthesie und als die letzten Vorbereitungen abgeschlossen waren, deine Mama  mit einem grossen blauen OP-Tuch bedeckt war, geleitet ich deinen Papa zu deiner Mama, der Papastuhl neben dem Kopfende deiner Mama stand schon fĂŒr ihn parat. Und dann ging es extrem schnell , nur eine Minute nach OP-Beginn legte mir dein Geburtshelfer dich in mein vorbereitetes Tuch und ich konnte dich sofort deiner Mama auf ihre Brust und in die schĂŒtzenden Arme deines Papas legen, der deine Mama und dich so liebevoll umfasste. Du protestiertest mit lautem Schrei ĂŒber die ungemĂŒtlich und grell-kalte morgendliche Störung, die wir dir da zumuteten, aber dein krĂ€ftiges Luft holen hatte zur Folge, dass du sehr schnell eine rosarote Hautfarbe annahmst, dir ging es also bestens und schnell, durch die WĂ€rme der Haut deiner Mama, eures Geburtstuches und einem vorgewĂ€rmten weiteren Tuch, sowie dem Geruch deiner Mama und die sicheren HĂ€nde deines Papas, entspanntest du dich und wurdest schnell ruhiger. Deine Mama und dein Papa waren ganz ganz ruhig, ergriffen, berĂŒhrt, gerĂŒhrt, staunend ĂŒber dich, ihren kleinen, so wunderschönen Sohn. Und obwohl dein Papa einen obligaten Mundschutz trug, man sah dennoch sein glĂŒckliches LĂ€cheln im ganzen Gesicht! Deine Mama streichelte immer und immer wieder deine kleinen HĂ€ndchen und sagte dir immer wieder ”du machst das super !” . Als deine HĂ€ndchen bereits wenige Minuten nach deinem Ankommen suchend in deinem Mund landeten fragte sie dich, ob du schon Hunger hĂ€ttest ( lieber Mylo – du wurdest in den nĂ€chsten Tagen zum perfekte Stillbaby – wen wunderte es im Nachhinein bei soviel Sauginteresse von Anfang anâ˜ș ). 20 Minuten nach deiner Geburt war die OP vorbei und euer Geburtshelfer konnte deinen Eltern gratulieren und sie sich im Gegenzug bei ihm bedanken. Wenig spĂ€ter, deine Mama wurdet fĂŒr die ersten Momente noch in der Tagesklinik intensiver ĂŒberwacht, untersuchte dein Geburtshelfer dich ein erstes Mal, schaute mit deinen Eltern, ob alles an dir dran war ,dein kleines Herz, deine Lungen funktionieren. Da du nie unter Wehen mit dem Geburtskanal deiner Mama in Kontakt kamst, war dein Köpfchen bereits in perfekter Form und mir fielen deine wunderschönen Finger an deinen HĂ€nden auf! Dein Saugreflex half dir, am Finger deines Geburtshelfers ĂŒberdeutlich zu zeigen, dass entweder euer Geburtshelfer fĂŒr die nĂ€chsten 6 Wochen ( mindestens!) seinen Finger bei dir lassen mĂŒsste oder du nun wirklich gerne an Mamas Busen solltest und da durftest du nun auch endlich hin! Dein Papa nahm dich aus deinem Geburtstuch und legte dich deiner Mama auf die Brust und als ob du es schon seit Ewigkeiten zelebriert hĂ€ttest- ohne UmstĂ€nde fandest du Mamas Busen und stilltest sĂ€mtliche BedĂŒrfnisse, die du in diesem Moment hattest. Wenig spĂ€ter konnten wir alle gemeinsam in den GebĂ€rsaal fahren, der uns mit ganz viel Sonnenschein empfing, du kleiner Mylo warst definitiv an deinem Geburtstag ein Sonnenkind! Dein Papa band dir dein buntes Regenbogen-NabelbĂ€ndchen um die noch vorhandene Nabelschnur und legte dich vorsichtig auf die Waage. Als du, ungewohnt von so viel Freiraum um dich herum, nervös anfingst, zu strampeln, legte er sofort beschĂŒtzend und beruhigend seine HĂ€nde um dich . Nachdem wir 2 perfekte Stempelfarben-AbdrĂŒcke von 2 perfekten sĂŒssen kleinen FĂŒsschen fĂŒr deinen Babypass abgenommen hatten, legte dein Papa dich in die Arme deiner Mama zurĂŒck und versuchte dort, mit warmen Wasser deine FĂŒsschen wieder von der blauen Farbe zu befreien, deine Mama hielt dabei deine kleinen HĂ€ndchen und ihr LĂ€cheln, so wunderschön, zeigte, wie verliebt sie bereits in dich war. Nachdem du deine erste Windel anbekommen hattest, kleidete dich dein Papa in deine ersten Kleidchen. Eigentlich gehörten die ja deinem Papa, denn deine Mama hatte diese Kleidchen deinem Papa geschenkt, als sie ihm  damit mitteilen wollte, dass sie mit dir schwanger war und ihr nun zu einer Familie werden wĂŒrdet. Riesig gefreut hatte sich dein Papa damals ĂŒber dieses Geschenk und nun zog er dir mit grosser, sichtbarer Freude diesen Strampler vorsichtig an. So passend war ein sĂŒsses Hundegesicht mit 2 aufgenĂ€hten Schlappohren darauf, an den FĂŒsschen jeweils Hundepfoten aufgedruckt. So passend deshalb, weil daheim bereits 2 wundervolle, zum Verlieben ( mir ging es jedenfalls so bei meinen Wochenbettbesuchen bei euch !) vierbeinige, bellende, tolle Fellnasen auf ihr jĂŒngstes Rudelmitglied warten â˜ș. Nachdem dein Papa dir deine Namenskette aufgefĂ€delt und um dein Handgelenk gebunden hatte, nutze ich diesen innigen Moment von euch dreien, um die ersten Familienfotos zu machen. Du lagst so zufrieden in den Armen deiner Mama und deines Papas, deine Mama kĂŒsste dich, dein Papa kĂŒsste deine Mama und wenig spĂ€ter auch dich. Wunderschön und  sehr glĂŒcklich sahen deine Eltern in diesem Augenblick aus und es war so ein liebevoller und zĂ€rtlicher Anblick !

SĂŒsser kleiner 🌾 MYLO LIUN 🌾 , wenig spĂ€ter holte dein Papa die Kinderschokolade aus eurem Zimmer und brachte sie fĂŒrsorglich deiner Mama zur StĂ€rkung, sie hatte alle Kinderschokolade dieser Welt verdient! In der Zeit machte ich noch einige Fotos von dir, um fĂŒr deine Geburtsgeschichte ein passendes Portraitfoto  von dir zu bekommen. Geschenkt hast du mir den Augenblick, der dich lĂ€chelnd zeigt, auch wenn noch nicht von dir bewusst, so bin ich mir  sicher, es wĂ€re nicht passiert, hĂ€ttest du dich in diesem Moment nicht absolut wohl und sicher gefĂŒhlt. Inzwischen habe ich so viele WohlfĂŒhlmomente fĂŒr dich bei dir daheim erlebt und du strahlst dabei jedesmal deine Mama und deinen Papa dafĂŒr an ( und die um so verliebter dich !) Geniesse die beiden ein Leben lang, gönn ihnen so viele dieser, fĂŒr sie glĂŒcklich machenden Momente und sei von mir VON HERZEN WILLKOMMEN 💝💝💝


🌾 LEVY 🌾

25. Februar 2021

🌾Zauberhafter kleiner sĂŒsser 🌾 LEVY 🌾, als deine Eltern beim ersten KennenlerngesprĂ€ch in meiner Praxis mir gegenĂŒber sassen, dachte ich fĂŒr mich, was fĂŒr tolle Eltern du kleines Wesen dir da ausgesucht hast : jung, so sympathisch, strahlend vor GlĂŒck und Vorfreude auf ihr zukĂŒnftiges Leben mit dir. Deine Eltern waren so unkompliziert und  offen fĂŒr alle Möglichkeiten, wie Frau ein Baby zur Welt zu bringen kann und hatten keine speziellen WĂŒnsche fĂŒr deine Geburt an mich und weil sowohl deine Mama wie auch dein Papa  sehr sportlich wirkten, glaubte ich, dass wir die offene Art deiner Eltern auch auf deine Geburt ĂŒbertragen werden und rechnete mit einem schönen, komplikationsfreien, zĂŒgigen Ankommen von dir im GebĂ€rsaal . Als du im 3.Teil der Schwangerschaft immer noch sehr entspannt und gemĂŒtlich im Becken deiner Mama sassest, zeigte ich deiner Mama, welche unbequeme Position, die deine Mama einnehmen sollte, dich unter UmstĂ€nden dazu bewegen könnte, dein Köpfchen in die optimalere Startposition, nĂ€mlich nach unten, zu bewegen. Und ich erzĂ€hlte ihr schmunzelnd von meinem Hebammen-Chat, in dem Hebammen erfolgversprechend davon berichteten, das kleine Lichtdioden des Nachts auf die Blase der Mama gelegt, euch MĂ€use dazu bewegen sollten, den Kopf in Richtung Licht und somit ins Becken der Mamas zu drehen. Nun, deine Mama wollte sowohl die „ indische BrĂŒcke ” wie auch ( fĂŒr mich zum Testen ) den Leuchtdioden-Versuch probieren, aber bevor es dazu kam, rief dein Papa mich an einem Samstag, 6 Wochen vor deinem Entbindungstermin an, weil deine Mama bereits regelmĂ€ssige, unangenehme Kontraktionen verspĂŒrte und deine Eltern fragten, ob sie unter UmstĂ€nden durch einen Spaziergang diese Wehen  wieder zum Verschwinden bringen könnten. Statt einem Spaziergang empfahl ich deinen Eltern eine Fahrt in Richtung Klinik zu meinen Hebammenkolleginnen, denn fĂŒr schmerzhafte Kontraktionen war es noch viel zu frĂŒh und statt indischer BrĂŒcke daheim verbrachtest du nun bereits schon einen Aufenthalt an deinem zukĂŒnftigen Geburtsort mit deiner Mama um dich herum, damit Medikamente wirken konnten, die Wehen deiner Mama wieder zu beruhigen. Als du und deine Mama mit wehenĂ€rmerem Bauch wieder nach Hause durften, hiess es Ruhe und Entspanntheit zu zelebrieren, statt kopfĂŒber zu turnen und zwar solange, bis euer Schwangerschaftskalender die Tage zĂ€hlte, in denen eine FrĂŒhgeburt ausgeschlossen war. Du schienst dich in dieser Zeit mit deiner bequemen Sitzposition arrangiert zu haben, nichts deutete darauf hin, dass es fĂŒr dich noch möglich war, eine Drehung zu vollziehen und gemeinsam mit eurem Geburtshelfer entschieden deine Eltern, dass sie mit dir, den fĂŒr euch sichersten Weg deines Ankommen gehen wĂŒrden und du durch eine Bauchgeburt, einem Kaiserschnitt, zur Welt kommen solltest. Und so weckte mich an deinem Geburtstag nicht wie ĂŒblicherweise der Pager in der Nacht, sondern geplant aber dennoch sehr sehr frĂŒh am Morgen der Wecker und als ich auf der Autobahn entspannt Richtung Aarau fuhr, erleuchte  der Mond die Autobahn und wirkte extrem eiförmig und ich dachte noch, wie passend, wenn ihr Babys  „schlĂŒpfen” sollt…. Ich traf mich mit deinen Eltern auf dem Parkplatz vor der Klinik, alles um uns herum schien noch zu schlafen, im Gegensatz zu deinen Eltern, die natĂŒrlich hellwach, verstĂ€ndlicherweise ein wenig nervös und gespannt waren, was nun auf sie zukĂ€me. Deine Mama, sĂŒsser LEVY, sah wirklich wunderschön aus, trotz wenig Schlaf in der letzten Nacht ihrer Schwangerschaft,  strahlte ihr ganzes Gesicht und zeigte die Vorfreude auf dich, ihre Haare waren wunderschön frisiert, ihr kleiner Kugelbauch mit dir darin, perfekt passend dazu.   

Wir gingen in den GebĂ€rsaal um deine Mama auf die Operation vorzubereiten. Ein letztes mal hörten wir uns deine Herztöne durch die Bauchdecke deiner Mama an, gaben ihr eine Infusion fĂŒr die OP, kleideten sie in das fĂŒr Operationen ĂŒbliche Spitalnachtehemd. Gemeinsam suchten deine Eltern fĂŒr dich und dein Babybettchen einen blauen Schmetterling als NamenskĂ€rtchen aus. Passend dazu ein NabelbĂ€ndchen, dass wie ein blauer Regenbogen aussah und wiederum passend zu allem gab mir dein Papa  deine ersten Kleidchen ganz in blau und tĂŒrkisgrĂŒn gehalten, die ich in den WĂ€rmeschrank im GebĂ€rsaal legte. Dein Papa ( und das ĂŒberlasse ich zugegebenermassen gerne meinen zukĂŒnftigen Papas 😉 ) zog deiner Mama die KompressionsstĂŒmpfe an, nach soviel „Schwerstarbeit” war es wichtig, dass er noch eine Kleinigkeit essen konnte, wĂ€hrend deine Mama hungrig bleiben musste, aber  sich immerhin schon ihr Mittagessen auf dem Essenplan  aussuchte. Und dann wurde es auch schon Zeit, das OP Team erwartet uns und dein Papa, in der einen Hand dein Geburtstuch festhaltend, schob mit mir gemeinsam deine Mama in ihrem Bett Richtung OP. Dort wurde deine Mama von einer ganz lieben AnĂ€sthesistin empfangen, die durch ihre ruhige Art nur schon deshalb NervositĂ€t zu linderen vermag. Deinem Papa zeigte ich, welche Kleidung er anziehen musste und wo er die letzten Momente warten konnte, bevor auch er zu deiner Mama in den OP durfte. Euer Geburtshelfer wartete bereits auf euch und nachdem die SpinalanĂ€sthesie, mit der deine Mama fĂŒr die Operation  betĂ€ubt wurde, problemlos gelegt war, konnten alle fĂŒr deine Geburt helfenden Personen ihre routinierten Vorbereitungen erledigen. Deinen Papa begleitet ich nun zu deiner Mama und wĂ€hrend er sich zu deiner Mama an ihr Kopfende setzte ,ein grosses blaues Tuch trennte eure Sicht auf das Operationsfeld,  zog auch ich nun einen sterilen OP-Kittel an und nahm von eurem OP Pfleger das  sterile Tuch in Empfang, in das du von eurem Geburtshelfer zuallererst in meine Arme gelegt werden solltest. Weil alles so reibungslos und unkompliziert ablief ( und ich hatte ja am Beginn euere Schwangerschaft mit einer schnellen unkomplizierten Geburt gerechnet â˜ș ) wurdest du bereits zu der Uhrzeit geboren, an dem eigentlich der Beginn deiner Bauchgeburt geplant war: Punkt 8 Uhr morgens tatest du kleiner Mann deinen allersten Atemzug  und zeigtest sofort und lautstark, dass deine kleinen Lungen wunderbar funktionierten. Du durftest sofort zu deiner Mama auf die Brust, die viele KĂ€seschmiere, die deinen Körper noch bedeckte, cremte nun auch noch deine Mama mit ein. Ich legte dein bordeauxfarbenes Geburtstuch ĂŒber dich und gab deinem Papa zugleich noch ein angewĂ€rmtes warmes weiteres Tuch, womit wir dich  zudeckten und er  dich und deine Mama festhielt. Deine  Äuglein ( natĂŒrlich war auch da die KĂ€seschmiere und erschwerte dir ein wenig den Versuch ) öffneten sich zaghaft und deine Position, die du nun schon so viele Wochen in Mamas Bauch eingenommen hattest, behieltest du auch in diesem Moment auf der Brust deiner Mama bei, d.h. sowohl die HĂ€ndchen als auch deine Beinchen hoch zum Kopf geschlagen, ruhten an deinem Kopf auf der Brust deiner Mama nah beieinander und deine sĂŒssen kleinen FĂŒsschen kitzelten quasi deine Nase. Als deine Mama einen Moment fĂŒr sich brauchte, nahm dein Papa dich in seine Arme und wiegte dich, streichelte aber mit einer freien Hand beruhigend und ganz ganz liebevoll deine Mama. 15 Minuten alt warst du, als die Operation beendet war und alle vom Operationsteam zu dir kamen um dir und deinen Eltern zu gratulieren. Weil deine Mama noch eine intensivere Überwachung benötigte, ging es mit ihr und euch zunĂ€chst in den Aufwachraum und wĂ€hrend deine Mama mit allen notwendigen ÜberwachungsgerĂ€ten verbunden wurde, wiegte dein Papa dich sanft in deinen TĂŒchern und schaute zu dir. Euer Geburtshelfer kam, um dich ein allererstes Mal zu untersuchen, natĂŒrlich hatten deine Eltern und ich bereits im OP uns vergewissert, dass da alle 10 winzigen Fingerchen und 10 sĂŒsse Zehen an dir dran waren, nun wurde, wĂ€hrend du auf Mamas Bauch lagst, noch einmal genauer nachgeschaut und auch deine Reflexe und deine Lungen-und Herzfunktion kontrolliert. Und dann war endlich der Moment gekommen, an dem dein Papa dich ganz vorsichtig aus deinen TĂŒchern wickeln konnte und deiner Mama sanft in ihre Arme legte. Da wir uns immer noch im Aufwachraum befanden, mussten deine Eltern  noch ihren Mundschutz tragen, was dich offensichtlich störte. Dein perfekt funktionierende Greifreflex  ermöglichte es jedenfalls, dass du so nah am Gesicht deiner Mama liegend, zuallererst ihren Mundschutz herunterzogst, es war ja auch dein absolutes Recht, deine Mama richtig anschauen zu können ! Deine Mama musste nun nicht mehr intensiv ĂŒberwacht werden und so verliessen wir den Aufwachraum und dein Papa bugsierte zusammen mit mir seine kleine Familie in den GebĂ€rsaal zurĂŒck. Und dort liess ich euch erst einmal wirklich Ankommen als Familie, ungestört, kein Piepsen und Alarmieren von ÜberwachungsgerĂ€ten, keinerlei Untersuchungen und Störungen, nur ihr 3 solltet euch und den Augenblick geniessen. Geniessen durften wenig spĂ€ter auch einige Personen mehr dein Ankommen, denn deine Eltern telefonierten und ĂŒbermittelten glĂŒcklich die Nachricht deiner Geburt an deine Großeltern. So nah bei deiner Mama auf der Brust liegend, zeigtest du uns dann aber ziemlich schnell, dass nicht das Telefon fĂŒr dich wichtig war, sondern deine erste Nahrungsaufnahme. Ohne grosse UmstĂ€nde erreichtest du den Ort deiner WĂŒnsche und wĂ€hrend du am Busen deiner Mama trankst, hieltest du dich am Finger deines Papas fest. Ein wunderschöner ,friedlicher  und glĂŒcklich machender Anblick war das, euch drei so zu sehen ! Deine Eltern und ich betrachteten noch deine Plazenta, dieses faszinierende Organ, welches dich in der Schwangerschaft wachsen und gedeihen hat lassen. Wie ein Baum sah dein Mutterkuchen aus und war perfekt, genauso perfekt wie du ! Nun wollten wir wissen, wie schwer und wie lang du warst, zauberten 2 wunderschöne FussabdrĂŒcke von deinen FĂŒsschen auf‘s Papier  und dein Papa band dir dein NabelschnurbĂ€ndchen, wickelte dich in deine erste Windel und kleidete dich in deine tĂŒrkis-blauen Kleidchen. Ganz behutsam und  glĂŒcklich, mit einem LĂ€cheln im Gesicht machte er all das. Du warst dabei absolut zufrieden und entspannt und zeigtest uns, dass das Niesen etwas ist, was du bereits wunderbar beherrschtest. Die letzte Arbeit fĂŒr deinen Papa, die von ihm erledigt werden sollte, war deine Namenskette aufzufĂ€deln und dir um dein Handgelenk zu binden. Dabei lagst du wieder bei deiner Mama im Arm und warst sichtlich zufrieden. Nun wurde es Zeit, dass auch dein Papa einen Moment mit dir verbringen durfte, ohne etwas tun zu mĂŒssen. Ich ermutige alle meine Papas, nach der Geburt ihrer Kinder sich den Moment zu gönnen, sich ihrer Shirts, Pullover oder Hemden zu entledigen und euch auf ihrer Brust liegend, den direkten Hautkontakt mit euch zu geniessen, egal ob ihr kleinen Wesen noch nackt oder bereits eure Kleidchen anhabt . Ich hĂŒllte deinen Papa und dich in warme TĂŒcher und dein Papa genoss diesen engen, so einzigartigeren Moment mit dir, seinem Sohn. In dieser Zeit konnte deine Mama sich ein wenig frisch machen, die wenigen sichtbaren Spuren der OP beseitigen. Ich schrieb ja bereits am Anfang, wie wunderschön deine Mama  am Morgen deiner Geburt aussah, auf den Fotos, die ich nun von euch dreien machte, dein Papa kĂŒsste da zĂ€rtlich und verliebt dein Köpfchen,  sah sie NOCH schöner aus, ihr Strahlen in ihren Augen zeigte, wie glĂŒcklich sie war . 

SĂŒsser kleiner 🌾 LEVY 🌾, die Verliebtheit, die deine Eltern auf den Fotos im GebĂ€rsaal fĂŒr dich ausstrahlten, ich erlebte sie bei jedem Besuch im Wochenbett bei dir daheim erneut. Deine Eltern werden diese Liebe , gepaart mit FĂŒrsorge und Zuversicht nutzen, um dir alle Möglichkeiten fĂŒr deine Zukunft, beim Wachsen- und Erwachsen werden zu geben, zu ermöglichen. Ich orakle ja immer ein wenig, was aus euch, meinen Babys spĂ€ter einmal werden wird… deine elegante Beinhaltung direkt nach deinem Ankommen in diese Welt, begĂŒnstigt natĂŒrlich durch deine Haltung in der GebĂ€rmutter, versprechen eine vielsagende Karriere auf  den grössten  BallettbĂŒhnen der Welt 😎😉 , wer, wenn nicht ich, wĂŒrde dir von dort stolz aus der Loge applaudieren…. !  Bis dahin, kleiner Mann, werde glĂŒcklich gross und sei von mir

                                            VON HERZEN WILLKOMMEN 💝💝💝


🌾 LENJO NOAH 🌾

16. Februar 2021

SĂŒsse Zaubermaus 🌾 LENJO NOAH 🌾, ich habe eben, bevor ich deine Geburtsgeschichte nun aufschreibe, noch einmal alle Nachrichten, die ich in der Zeit, als du noch deine Mama um dich herum gehabt hast, mit deiner Mama ausgetauscht habe, gelesen. Viele Nachrichten waren es, lustige waren dabei, spannende, informierende, bestĂ€tigende, bestĂ€rkende… Wichtig waren diese Nachrichten, dieser Austausch zwischen deiner Mama und mir, denn die fehlte damals, bei der Geburt deiner Schwester. Als deine Eltern mir in der Praxis bei unserem KennenlerngesprĂ€ch die Geburtsreise deiner grossen Schwester erzĂ€hlten, hörte ich eine Geburtsgeschichte, die Frau keiner GebĂ€renden, keinem zukĂŒnftigen Elternpaar wĂŒnscht. Fremdbestimmt hatte sich deine Mama damals gefĂŒhlt, hilflos, zum Teil hatten sich deine Eltern alleine gelassen gefĂŒhlt. GefĂŒhlt unendlich lange ging der Geburtsweg  und die Erschöpfung nach der Geburt,  physisch wie auch psychisch,  hielt lange an. Wenn Paare Geburten so erleben, liegt es hĂ€ufig an der fehlenden Kommunikation im GebĂ€rsaal, das GefĂŒhl, nicht einbezogen zu werden, Entscheidungen nicht mit tragen zu können. Und so hatte deine Mama eigentlich nur einen Wunsch an mich, sie wollte dich selbstbestimmt gebĂ€ren, sie wollte Informationen und sie wollte (mit-) entscheiden.Mein Hebammen-GefĂŒhl sagte mir, wenn deine Mama sich im GebĂ€rsaal geborgen, umsorgt fĂŒhlt, dein Papa etwas Verantwortung abgeben darf und deine Eltern sich akzeptiert und verstanden fĂŒhlen, dass wir dann unter UmstĂ€nden eine viel schnellere und einfachere Geburt zu erwarten haben. Allerdings machtest du uns schon bald klar, dass auch du ein wenig Einfluss auf eure Geburt nehmen wolltest, denn du “setztest“ dich sehr bequem in das Becken deiner Mama und machtest keinerlei Anzeichen, diese komfortable Lage zu gegebener Zeit in eine SchĂ€dellage-Start-Position zu wechseln. Es half auch nicht, wenn deine Mama sich in eine fĂŒr euch beide unbequeme Position begab, in der Hoffnung, dass du dein Köpfchen noch in die richtige Richtung drehst, du kleiner Mann sasst, tendenziell tiefenentspannt und fix und kitzeltest deine Mama höchstens mit den HĂ€ndchen an ihrem Rippenbogen. Und obwohl euer Geburtshelfer Babys die in dieser Steisslage im Becken der Mamas liegen, auch im GebĂ€rsaal zur Welt kommen lĂ€sst, fĂŒr deine Eltern waren die Erfahrungen ihrer ersten Geburt zu traumatisch, war ihr Respekt fĂŒr diesen Geburtsweg mit dieser Ausgangslage zu hoch und deswegen entschieden deine Eltern den fĂŒr sie richtigen Weg -und sie machten es selbstbestimmt ! – dich durch eine Bauchgeburt auf die Welt kommen zu lassen ( auch wenn -by the way -wir bis zum Schluss gehofft hatten, dass du dich vielleicht doch noch drehen wĂŒrdest 🙃). Dein grosser Tag wurde also geplant und deine Mama konnte, nun, das sie wusste, wann und wie du auf die Welt kommen wĂŒrdest, sich gezielt darauf vorbereiten. Sie begann, Vormilch, die der Busen deiner Mama bereits in der Schwangerschaft produzierte, zu sammeln und einzufrieren, damit du bereits ab deinem Geburtstag mit dieser so wertvollen, fĂŒr dein Immunsystem stĂ€rkenden Nahrung zusĂ€tzlich gesĂ€ttigt werden kannst  ( Die Challange war, an deinem Geburtstag diese Vormilch nicht zu Hause zu vergessen ! ) . Sie suchte sich eines meiner NabelbĂ€ndchen fĂŒr dich und deine Nabelschnur aus und ganz wichtig : sie bestellte bereits beim Sushi-Kurier eine grosse Portion Sushi fĂŒr ihr Wochenbett in der Klinik â˜ș. Bei so vielen mir bekannten Frauen ist Sushi eines der favorisierten ersten Wunschessen nach der Geburt, nach 40 Schwangerschafts-Wochen Sushi-Abstinenz ein unvorstellbarer Genuss… Dann begannst DU, dich deutlich auf dein Ankommen vorzubereiten, denn deine  Mama war ĂŒber die WehentĂ€tigkeit, die sie immer wieder und immer wie intensiver spĂŒrte, verunsichert. Da schon meine 2 vorangehenden Babys sich nicht an ihren geplanten Geburts-und OP -Termin gehalten hatten, rechnete ich genauso wie deine Mama damit, dass wir frĂŒher als geplant in die Klinik fahren werden, nur dein Papa war sich absolut sicher, dass du dich an deinen Termin halten wĂŒrdest und er sollte Recht behalten, trotz der immer wieder auftretenden Wehen-du wartetest bis zu deinem Termin. Und so trafen wir uns an diesem 16.Februar morgens, nun wie geplant, in der Klinik, bereits in eurem zukĂŒnftigen Wöchnerinnenzimmer. Deine Mama hatte am Abend vorher noch Zimtschnecken gebacken und nun auf den Tisch gelegt, die sollten dein Papa und ich vor deiner Geburt als StĂ€rkung geniessen- deine Mama durfte nur den Duft ihrer Arbeit einatmen, vor einer Operation ist es wichtig, dass der Magen leer ist. Eine Zeichnung deiner grossen Schwester wurde aufgestellt, speziell fĂŒr dich und deine Mama von ihr angefertigt. Dein NamenskĂ€rtchen wurde ausgesucht, der Schmetterling sollte es sein, wo spĂ€ter dein Name, deine Geburtsdaten und meine Barbara -BlĂŒmchen darauf platziert werden sollten. Und eine von deiner Grossmutter gehĂ€kelte kleine gelb/ graue Maus sollte sowohl dein allererstes Schmusetier wie auch Andenken an deine Geburt werden. Wir hörten und schrieben noch ein letztes mal deine Herztöne und ich ermunterte deinen Papa, diese deine Herztöne zur Erinnerung mit dem Handy aufzunehmen. Deine Kleidchen, die dein Papa nach deinem Ankommen dir anziehen wĂŒrde,  wurden parat gelegt, genauso wie dein rotes Geburtstuch. Deine Eltern genossen es ungemein, wie ruhig und entspannt wir alle Vorbereitungen auf dein Ankommen machen konnten. Deine Mama bekam eine Infusion und dein Papa ĂŒbernahm die Aufgabe, deiner Mama die Thromboseprophylaxe-StrĂŒmpfe anzuziehen und als ich deiner Mama das OP-Nachthemd zum Anziehen gab- nun- da wurde deine Mama nun doch etwas nervös. Wir mussten aber nicht lange warten, bis wir den Anruf bekamen, dass unser OP nun fĂŒr uns frei war. Deine Mama und dein Papa, kleiner 🌾LENJO 🌾, arbeiten in der Klinik, in der du nun geboren werden solltest und der Weg in den OP fĂŒhrte ĂŒber die Abteilung, auf der deine Mama arbeitet und sie hoffte instĂ€ndig, das wir “ unerkannt“ den Weg ĂŒber ihre Abteilung schaffen wĂŒrden, denn diese letzten Momente mit dir im Bauch wollte sie mit deinem Papa ganz fĂŒr sich alleine haben. Im OP unerkannt angekommen empfing uns ein OP Mitarbeiter, den deine Mama gut kannte und er kĂŒmmerte sich rĂŒhrend so lange um deine Mama, hielt ihre Hand beruhigend beim Legen der AnĂ€sthesie,  bis dein Papa und ich wieder bei ihr sein konnten. Dein Geburtshelfer begann mit der OP und nur wenige Minuten spĂ€ter warst du bereits in den Armen deiner Eltern. Die waren total ĂŒberrascht, WIE schnell du geboren wurdest, bei deiner Mama zugedeckt mit deinem Geburtstuch  auf ihrer Brust lagst, von deinem Papa gehalten.  TrĂ€nen liefen deiner Mama ĂŒber das Gesicht, TrĂ€nen der Erleichterung, der Freude und vor allem der puren Liebe fĂŒr dich . Dein Papa streichelte dein Köpfchen immer und immer wieder zĂ€rtlich, so wunderschön, so fĂŒrsorglich  wurdest du empfangen, kleiner Mann. Du spĂŒrtest das offensichtlich, denn ganz ruhig schautest du in deine neue Welt, lauschtest den Worten deiner Mama und deines Papas. Und wĂ€hrend dein Papa dein perfekt aussehendes Köpfchen bewunderte ( dein Papa ist en wundervoller Ostheopath und nur schon deshalb war deine Köpfchenform fĂŒr ihn interessant) (  & ihr Babys, die mit einer  Beckenendlage geboren werden, habt in der Regel schon ein kugelrundes Köpfchen, da ihr nicht durch den engen Geburtskanal gegangen seid ) redete deine Mama ununterbrochen mit dir, mit deinem Papa und mit eurem Geburtshelfer. Dem sagte sie nĂ€mlich noch auf dem OP-Tisch liegend eine weitere Schwangerschaft zu, wenn Geburten so verlaufen dĂŒrfen â˜șïžđŸ™ƒâ˜ș ( deine Mama hatte uns da aber alle vorgewarnt, dass sie viel und Lustiges erzĂ€hle, wenn sie in emotionalen Ausnahmesituationen ist â˜ș)  Eure Bauchgeburt war gut und problemlos gegangen, dass konnte euch nun euer Geburtshelfer gratulierend bestĂ€tigen und weil deine Mama die ersten Minuten im Aufwachraum ĂŒberwacht werden soll, konnte ich dich deinem Papa nun in die Arme legen, damit deine Mama in diesen Aufwachraum gefahren werden konnte. Dein Papa genoss die wenigen Minuten mit dir alleine, er wiegte dich sanft, bis deine Mama an alle Überwachungskabel angeschlossen war. Dann aber legt dein Papa dich auf die Decke deiner Mama, wickelte dich aus deinem Geburtstuch aus und schaute vorsichtig, ob alle HĂ€ndchen, alle  Fingerchen, alle Zehen und sonst alles an dir dran und gesund ist, bevor  er dich deiner Mama, so wie du aus ihrem Bauch gekommen bist, in ihre Arme legte. Kaum auf der Brust deiner Mama hobst du dein Köpfchen und drehtest es suchend in die Richtung die dir Nahrung versprach, du hattest zweifelsfrei Hunger und fandest den Weg und Ort sofort, der dir dein BĂ€uchlein mit Milch  fĂŒllen wĂŒrde. Dass das in der Schwangerschaft gesammelte Kolostrum – die Vormilch , die deine Mama bereits aufgefangen hatte, immer noch im TiefkĂŒhler daheim lag (😎)  , machte nichts , ich bin mir sicher, so wie du an Mamas Busen getrunken hattest, bekamst du sicher die Menge an Milch, die du in diesem Augenblick brauchtest. Dein Geburtshelfer kam und untersuchte dich nun auch, so schön, wurdest du dafĂŒr nicht von deiner Mama getrennt, konntest du entspannt und geschĂŒtzt weiter trinken. Deine HĂ€kelmaus holte dein Papa  fĂŒr dich hervor und legte sie zu dir, ich hoffe, ihr 2 werdet beste Freunde und diese Maus gibt dir Vertrautheit und Sicherheit, egal wo du in deiner Kinderzeit bist ! Hattest du dich vorher an den Überwachungskabeln mit deinen Fingerchen festgehalten, so waren es jetzt die Finger deines Papas ,an denen du dich mit einer Hand hieltest, die andere Hand hielt den Busen deiner Mama fest, wĂ€hrend du trankst  und in dieser Konstellation warst du so mit deiner Mama und deinem Papa verbunden, trotz Aufwachraum ein sehr ruhiger, intimer  und berĂŒhrender Augenblick. Etwas spĂ€ter, deine Mama merkte, dass all die vergangenen aufregenden Momente doch Energie gekostet und die nun laufenden Schmerzmittel etwas mĂŒde machten, ĂŒbernahm dein Papa die Aufgabe, dir den wĂ€rmenden, kostbaren Hautkontakt zu geben. Er zog sein Shirt aus und legte dich nackt auf seine Brust und ich deckte euch zwei MĂ€nner mit deinem Geburtstuch und warmen TĂŒchern zu . Und wĂ€hrend deine Mama nun nur fĂŒr sich ein paar ruhige, energiebringende Momente holte, genoss dein Papa dich so nah bei sich zu haben und seine Energiemomente durch dich zu erhalten. 

Wenig spĂ€ter konnten wir in euer Zimmer zurĂŒck und dein Papa und ich schauten, wie schwer und lang du geboren wurdest. Deine Mama hatte sich ein Elefanten-NabelschnurbĂ€ndchen ausgesucht, welches dein Papa nun um deine Nabelschnur wickelte , ich pinselte ordentlich blaue Stempelfarbe auf deine FĂŒsschen, damit wir einen schönen Fussabdruck als Erinnerung machen konnten, dein Papa musste dann die Farbe wieder abwaschen ( blaue BabyfĂŒsse gehen ja nun gar nicht 😉 ) ,  bevor er dir deine wunderschönen Kleidchen anziehen konnte. Du  lagst dabei komplett entspannt auf der Wickelkommode, die Sonne schien in diesem Moment in euer Zimmer und auch ein wenig auf dich (du bist nĂ€mlich nicht das Sonntagsbaby -sondern ein  Sonnenbaby ) und deine Mama, die kurz vorher noch mit deiner Schwester telefoniert hatte, um ihr von deinem Ankommen zu erzĂ€hlen, deine Mama sass  mit einem glĂŒcklichen LĂ€cheln im Gesicht in ihrem Bett und schaute verliebt ihren beiden MĂ€nnern zu .

Kleiner sĂŒsser 🌾 LENJO NOAH 🌾 , deine Geburt  war fĂŒr uns alle ein glĂŒcklich machendes Erlebnis, so heilsam fĂŒr deine Eltern, so liebevoll, berĂŒhrend und auch die lustig-fröhlichen Momente kamen nicht zu kurz. Blieb deine Mama nach der Geburt deiner  Schwester 10 Tage erschöpft im Bett , erlebte ich sie nun wissend und ihrer eigenen Intuition folgend, was fĂŒr sie richtig und machbar fĂŒr ihr Wochenbett, fĂŒr ihre und deine BedĂŒrfnisse ist. Das die pulsierende Nabelschnur imaginĂ€r zwischen Mama und Kind ein Leben lang vorhanden ist- meine feste Meinung ! Deine Mama hat sich aber nach deiner Geburt noch zusĂ€tzlich den Herzschlag von dir und deiner Schwester auf zwei goldene AnhĂ€nger gravieren lassen, die sie nun an einer Kette trĂ€gt… eine wunderschöne  Geste, kleiner Lenjo  , geniesse all die Liebe deiner wundervollen Eltern und sei  von mir VON HERZEN WILLKOMMEN 💝💝💝


🌾 ANDRIN 🌾

4. Februar 2021

ZuckersĂŒsser kleiner 🌾 ANDRIN 🌾 , darf eine Mama enttĂ€uscht und sogar etwas wĂŒtend an eine Geburt gehen, so wie es deiner Mama bei deiner Geburt ergangen ist ? Sie darf ! Um ihre EnttĂ€uschung zu verstehen, musst du wissen , dass deine Mama so gehofft hatte , mit dir eure ersten gemeinsamen Momente im GebĂ€rsaal zu erleben . Bereits bei deinem grossen Bruder Julian und deiner grossen Schwester Ladina waren dein Geburtshelfer und ich von deiner Mama und deinem Papa engagiert worden. Julian wollte ausgerechnet an dem Tag zur Welt kommen, als sowohl dein Geburtshelfer, wie auch ich nicht fĂŒr Geburten erreichbar waren. Deine Mama hatte damals eine Schwangerschaftsvergiftung entwickelt, die akut zu entgleisen drohte und deshalb musste dein Bruder schnell und mit einem Notfall-Kaiserschnitt auf die Welt geholt werden, deine Mama wurde so ganz anders zum ersten Mal Mama, als sie sich das gewĂŒnscht hatte. Bei deiner Schwester Ladina hoffte deine Mama nun um so mehr, dass sie die Chance bekĂ€me, Ladina natĂŒrlich und im GebĂ€rsaal zur Welt bringen zu können. Ladina liess sich 13 Tage nach ihrem Entbindungstermin entspannt Zeit und ein Einleitungstermin fĂŒr ihre Geburt stand fĂŒr Tag 14 fest, aber sie startete von selbst ihren Geburtsweg am Vorabend und so konnte deine Mama mit deinem Papa  im GebĂ€rsaal viele Stunden Wehe um Wehe erleben, spĂŒren, was es heisst, durch eine Geburt zu gehen. Weil das Köpfchen von Ladina es nicht schaffte, durch das Becken deiner Mama zu kommen, mussten wir nach einer langen Nacht gemeinsam die Entscheidung treffen , auch Ladina mittels Kaiserschnitt zur Welt kommen zu lassen. Deine Mama und dein Papa trugen damals die Entscheidung mit, sie waren sich bewusst, dass so viele ihrer WĂŒnsche fĂŒr Ladinas Geburt in ErfĂŒllung gegangen waren und auch wenn es wieder der OP war, in dem Ladina das Licht der Welt erblickte ( ĂŒbrigens genau heute vor 2 Jahren- Happy Birthday, liebe Ladina 🎉), es stimmte dieses Mal fĂŒr deine Eltern. Damals sagte ich unmittelbar nach der Geburt von deiner Schwester deinen Eltern, dass die Wahrscheinlichkeit extrem hoch wĂ€re, dass ein eventuelles Baby Nr.3 erneut mit einem  Kaiserschnitt zur Welt kommen wĂŒrde, mit hoher Wahrscheinlichkeit  sogar geplant, ohne einen Geburtsbeginn abzuwarten. Nun, tatsĂ€chlich meldete sich deine Mama bei mir wieder, du, Baby Nr 3 warst unterwegs und solltest eure so wundervolle Familie perfektionieren! Und als deine Mama bei mir in der Praxis zum geburtsvorbereitenden GesprĂ€ch sass, war ich eigentlich darauf vorbereitet, mit deiner Mama die Möglichkeiten und den Ablauf eines geplanten Kaiserschnittes zu besprechen. Es brauchte zunĂ€chst erst einmal ein paar TaschentĂŒcher, die TrĂ€nchen, die da bei deiner Mama flossen, zeigten, wie tief berĂŒhrt in ihrer Seele die  Geburtsgeschichten deiner Geschwister sie immer noch bewegte. Und es war einfach nur ihr innigster Wunsch, dass auch du die Chance bekommen könntest, selbst deinen Geburtsweg zu beginnen und im optimalsten Falle zu bestimmen. Deine Mama hatte sich im Vorfeld bereits mit deinem Geburtshelfer besprochen. Sie war sich der Risiken bewusst, die eine 2fache Narbe an der GebĂ€rmutter fĂŒr eine weitere Geburt brachte und sie wusste auch, dass die kleinsten Anzeichen fĂŒr eine erneute Entgleisung bei einer Schwangerschaftsvergiftung alle WĂŒnsche nichtig machten wĂŒrden. Aber dennoch war da die Hoffnung unbĂ€ndig gross, mit dir eine Geburt im GebĂ€rsaal erleben zu können. Das GefĂŒhl deiner Mama sagte ihr, dass du dieses Mal die bessere Lage in ihrem Becken einnehmen wĂŒrdest und dein Geburtshelfer und deine Mama vereinbarten unter optimalen Voraussetzungen eine spontane Geburt zu versuchen. Das hiess aber auch, dass du von alleine den Startschuss fĂŒr deine Geburt geben solltest, du nicht mit deinem Startschuss wie deine Schwester weit ĂŒber den Entbindungstermin abwarten solltest und wir deine Geburt begleiten wĂŒrden, ohne medizinische Interventionen anwenden zu mĂŒssen- quasi  Hausgeburtshilfe im Schutze aller Kliniksoptionen. Je kugelrunder du den Bauch deiner Mama anwachsen liessest, um so optimistischer wurde deine Mama. Auch dein Papa hatte diesmal das GefĂŒhl, du wĂŒrdest ganz schnell und unkompliziert auf die Welt kommen. Wegen den Risikofaktoren musste deine Mama am Ende eurer Schwangerschaft nun  hĂ€ufiger zu Kontrollen bei deinem Geburtshelfer, dass dein Fruchtwasser langsam laut Ultraschall weniger wurde, deuteten wir alle, dass die Chance fĂŒr einen baldigen Geburtsbeginn bestehe und deine Mama hoffte auf die geburtsfördernden angekĂŒndigten SchneefĂ€lle in Kombination mit dem anstehenden Vollmond und ich auf die Chance, dass du ein von mir so geliebtes Sonntagskind werden wĂŒrdest. Bei den Kontrollen wurde auch jedesmal Blut von deiner Mama kontrolliert, besonders der Risikoquotient fĂŒr eine entgleisende Schwangerschaftsvergiftung war wichtig zu bestimmen. Nachdem weder Schneegestöber noch Vollmond dich in keiner Weise aus dem Bauch deiner Mama gelockt hatte, blieb eigentlich nur noch das Sonntagskind ! Und das passte, denn der Blutwert, der uns ĂŒber eine  Schwangerschaftsvergiftung informierte, begann langsam zu steigen. Euer Geburtshelfer wollte mit euch am Samstag eine letzte Schwangerschaftskontrolle bereits in der Klinik durchfĂŒhren und wir alle hĂ€tten dann gemeinsam das weitere Vorgehen fĂŒr deine Geburt besprochen ( die Chance fĂŒr dich als Sonnensonntagskind stieg also ) . Und dann kam vorher der Donnerstag… Ich sass ziemlich tiefenentspannt bei meiner Coiffeuse und liess mir meine Haare machen, als mich euer Geburtshelfer anrief. Die Blutwerte deiner Mama zeigten nun deutliche Warnsymptome und somit stieg das Risiko fĂŒr eine schlecht handelbare Notfallsituation fĂŒr deine Mama und dich. Es war mehr als klar, dass nun ein Abwarten nicht mehr verantwortungsvoll war und weil dein Geburtshelfer deine Mama nicht per Telefon erreichen konnte, bat er mich, deine Mama zu versuchen, zu informieren, dass du noch heute und auf direktem Wege mittels Kaiserschnitt zur Welt kommen solltest. Meine Hebammen-erfahrene Coiffeuse, die in den letzten Jahren schon einige meiner Geburtsbeginne  live miterlebt hatte, wusste nun schon, was zu tun war. Schnell waren 4 statt 2 HĂ€nde damit beschĂ€ftigt, meine Haare in einen Geburten-tauglichen  Zustand zu bringen ( und wie immer in Perfektion ! â˜ș ) . Deine Mama, nach dem sie auf ihrem Handy gesehen hatte, dass sowohl euer Geburtshelfer wie auch ich sie gesucht hatten, ahnte wohl bereits schon, weshalb. Und weil tendenziell immer noch eine kleine Hoffnung bei deiner Mama da war, dass es doch nicht die fĂŒr sie unangenehmste Nachricht werde, die sie von uns zu hören bekommen wĂŒrde, rief zuerst  bei mir an. Und so war ich es, die sie informieren musste, darĂŒber das der Risikoquotient im bestimmten Blut weiter angestiegen ist und die Schwangerschaftsvergiftung entgleisen könnte- eines der NotfĂ€lle in der Geburtshilfe, vor der wir Hebammen und GynĂ€kologen den allergrössten Respekt haben, denn diese Entgleisungen sind schwer zu handeln und bedeuten immer Lebensgefahr fĂŒr Mama und Kind. FĂŒr deine Mama bedeutete das aber zunĂ€chst einfach nur das Ende ihrer Hoffnung fĂŒr eine natĂŒrliche Geburt. Zumal deine Mama sich eigentlich den UmstĂ€nden entsprechen gut fĂŒhlte und nie dieses Laborresultat erwartet hatte. Deine Mama musste nun innert kĂŒrzester Zeit einen Babysitter fĂŒr deine Geschwister organisieren, deinen Papa von seiner Arbeit wegholen und sich mit ihm Richtung Klinik begeben und das alles, wenn möglich ohne Stress, damit der Blutdruck deiner Mama sich nicht in gefĂ€hrliche Höhen bewegt. Deine Mama hat da also wahrliche Meisterleistungen vollbracht , bis wir uns am Nachmittag im GebĂ€rsaal trafen. Bevor ich mit den ĂŒblichen Vorbereitungen fĂŒr den Kaiserschnitt bei deiner Mama begann, nahm ich sie aber einfach erst einmal nur in meine Arme und hielt sie fest. Viele TrĂ€nen liefen deiner Mama ĂŒbers Gesicht, TrĂ€nen der EnttĂ€uschung, der Trauer und auch ein, zwei, drei TrĂ€nen der Wut. Ich bestĂ€tigte deiner Mama, dass all ihre momentanen GefĂŒhle absolut legitim waren und schlug ihr vor, fĂŒr ihr wĂŒtendes ICH  jetzt und sofort etwas ( bruchsicheres ) gegen die Wand zu werfen ( ein von mir probates Mittel 😎 ). Immerhin kam da schon ein kleines LĂ€cheln bei deiner Mama zum Vorschein ( und es brauchte kein Wut-Wurf-egal mit was ), deine Mama seufzte tief durch und konzentrierte sich auf die nun fĂŒr sie kommenden AblĂ€ufe. ZunĂ€chst aber holte sie aus ihrer Tasche zwei wunderschön verzierte und so liebevoll gefĂŒllte TĂŒten hervor, eine fĂŒr deinen Papa und eine fĂŒr mich ( meine war mit dem Titel “ Barbaras Futtertasche ” kunstvoll beschriftet). Darin enthalten waren unsere jeweiligen Lieblingssnacks und SĂŒssigkeiten. Deine Mama hatte sicher gehen wollen, dass auch bei einer lĂ€nger dauernden Geburt im GebĂ€rsaal es mir und deinem Papa an nichts fehlt… Und wĂ€hrend wir deinem Herzschlag im CTG noch einmal gemeinsam lauschten, ass dein Papa eine Kleinigkeit, damit er nicht hungrig in den OP gehen musste, denn seine unterstĂŒtzende Arbeit, das wusste er noch von der Geburt deiner Schwester, wĂŒrde vor allem nach deinem Ankommen gebraucht werden. Mit deiner Mama aber redete ich nun noch einmal ĂŒber dein Ankommen, dass wir uns alle doch auf dich freuen sollten, dich freudig und nicht traurig Willkommen heissen sollten. Und deine Mama war sich dessen auch bewusst, nahm noch einmal Abschied von ihrem Kugelbauch, von Kindsbewegungen, vom Schwanger sein. Und deine Eltern waren nun bereit, dich in ihren Armen zu empfangen. Deine eigentliche Geburt ging im OP schnell, routiniert. Dein Geburtshelfer holte mit dir ein ziemlich krĂ€ftigen, sĂŒssen kleinen Mann aus dem Bauch deiner Mama und du durftest sofort in ihre Arme gelegt werden. Dein Papa hatte dein Geburtstuch bis dahin an seinem Körper getragen und so warm gehalten und du lagst damit geschĂŒtzt auf der Brust deiner Mama, dein Papa hielt seine wunderschöne kleine Familie  und ich hielt diesen Augenblick mit meiner Kamera fest. Deine Mama sah gleich die grossen HĂ€nde und FĂŒsse an dir und deine vielen Haare waren verwuselt auf deinem Köpfchen, noch sah man es nicht, dass sie spĂ€ter den genau gleichen wunderschönen rotbraunen Farbton bekommen wĂŒrde, wie ihn deine Geschwister haben. Deine Augen öffneten sich schnell und du sahst in deine neue Welt, deine Fingerchen hielten sich dabei an den Überwachungskabeln deiner Mama fest . Auch dein Papa nahm dich etwas spĂ€ter ganz zu sich, deine Mama spĂŒrte die Wirkung ihres viel zu hohen Blutdrucks und brauchte einen Moment nur fĂŒr sich und ihr zwei MĂ€nner habt euren Kennenlern- Moment in diesem Augenblick fĂŒr euch genossen. Der Blutdruck deiner Mama war auch der Grund, warum deine Mama nach Beendigung der OP weiterhin im Aufwachraum ĂŒberwacht werden musste. Und auch wenn es ihr vielleicht nicht ganz so gut in diesem Augenblick ging, deine Mama wollte dich dennoch bei sich haben und dein Papa legte dich ganz liebevoll  in ihre Arme. Euer Geburtshelfer kam vorbei und gratulierte. Er schaute dich ganz genau an, hörte dein kleines Herz und deine Lungen ab und konnte bestĂ€tigen, dass dir es an nichts fehlte. Du zeigtest dafĂŒr aber uns, dass dein Hunger dich nach Mamas Busen suchen liess und ganz  schnell warst du am Ort deiner WĂŒnsche und stilltest deinen ersten Hunger außerhalb von Mamas Bauch. Als deine Mama mĂŒde wurde, die Aufregung der letzten Stunden, die OP, der hohe Blutdruck und alle Medikamente dagegen zollten ihren Tribut, kĂŒmmerte sich nun dein Papa um dich. Er zog sein Shirt aus und legte dich zu sich auf die nackte Haut seines Oberkörpers, gab dir so WĂ€rme und Geborgenheit  und ich deckte euch zwei mit warmen TĂŒchern zu, damit niemand von euch beiden frieren musste. Deine Mama aber konnte einen Moment die Augen schliessen, zur Ruhe kommen, sich etwas erholen. 

Deine Mama musste noch lĂ€nger im Aufwachraum zur Überwachung bleiben und so ging ich mit dir und deinem Papa in den GebĂ€rsaal, damit wir dich wiegen und messen konnten. Dein Papa wickelte dich und zog dir deine ersten Kleidchen an, die voll mit blauen sĂŒssen, kleinen Elefanten waren. Und er machte das so routiniert und entspannt und dennoch genoss er diesen Augenblick mit dir, seinem jĂŒngsten kleinen, sĂŒssen Sohn. Nachdem er noch ein  Erinnerungsfoto aus dem GebĂ€rsaal mit dir gemacht hatte, konnten wir deiner Mama dich wieder in die Arme legen, dein Papa sagte ihr, wie gross und wie schwer du warst  und ich konnte euch nun fĂŒr einen Moment alleine lassen.

Bezaubernder, wunderschöner kleiner 🌾 ANDRIN 🌾 , als ich mich morgens um 3 Uhr von deiner Mama auf der Wochenstation verabschiedete, sass deine Mama bereits schon wieder  mit dir im Arm in ihrem Bett. Und du musst wissen : Deiner Mama sah man in keinster Weise den körperlichen und seelischen Stress der letzten Stunden an, sie hatte dieses ganz besondere Strahlen in ihrem Gesicht, war so voller Liebe und sah einfach nur wunderschön aus. Sie war einfach nur verliebt in dich, zauberhafte kleine Maus und diese Liebe half ihr ĂŒber ihre EnttĂ€uschung hinweg, dich nicht im GebĂ€rsaal geboren zu haben. Und wenn du diese, deine Geburtsgeschichte vielleicht einmal liest, wenn du Ă€lter bist oder eventuell selbst Papa wirst, umarme deine Mama dann in dem Augenblick noch einmal fest – fĂŒr ihre TrĂ€nen, die geflossen sind und ihre Akzeptanz, ihre BedĂŒrfnisse hinten an zu stellen, euch den sichersten gemeinsamen Start zu ermöglichen. Bis dahin geniesse den Jubel, den Trubel und die Heiterkeit, die garantiert jeden Tag mit deinen beiden Geschwistern in eurem Haus gelebt wird  (oder wie dein Papa nach deiner Geburt so treffend sagte : da geht von nun an zu Hause die Post ab 😊..) und SEI VON HERZEN WILLKOMMEN 💝💝💝 ! 


🌾 MIA 🌾

18. Januar 2021

Kleines, bezauberndes  Wunder  🌾 MIA 🌾 , als deine Eltern das erste mal in meiner Praxis waren und mir die Geburtsgeschichte deines grossen Bruders erzĂ€hlten, waren es vor allem die Erinnerungen deines Papas, die ich zu hören bekam. Damals vermutete der Geburtshelfer deiner Mama, dass das Köpfchen deines Bruders es nie durch das Becken deiner Mama schaffen wĂŒrde und empfahl deinen Eltern deshalb, deinen Bruder durch einen geplanten Kaiserschnitt auf die Welt kommen zu lassen. Als der grosse Tag kam, an dem deine Eltern das erste mal Mama und Papa wurden, war deine Mama so aufgeregt und kribbelig, das ganz viel von den Geschehnissen des Tages durch die NervositĂ€t deiner Mama fĂŒr sie nicht greifbar waren, schlicht nicht in Erinnerung blieben und dein Papa musste spĂ€ter deiner Mama immer und immer wieder erzĂ€hlen, was damals im Operationssaal passierte. FĂŒr deine Geburt nun wollten sich deine Eltern alle Optionen offen behalten, deine Mama sagte mir, dass sie sich aber ĂŒber ein normales Ankommen von dir im GebĂ€rsaal riesig freuen wĂŒrde. Wichtig war ihr aber, dass egal wo du deine ersten AtemzĂŒge machen wĂŒrdest, dabei jede Menge visuelle  Erinnerungen geschaffen wĂŒrden, fĂŒr den Fall, dass deine Mama erneut wieder so unglaublich aufgeregt sein wĂŒrde. Wenn jemand Erinnerungen an eine Geburt in vielfĂ€ltiger Form unterstĂŒtzt, so bin ich das, alle Handyspeicher meiner von mir begleiteten ehemaligen Paare stöhnen noch heute unter der Last der Datenmengen, die da von mir jeweils produziert wurden 🙈🙈🙈…. Ich freute mich riesig, mit deinen Eltern euren Geburtsweg gemeinsam gehen zu dĂŒrfen und optimistisch sahen wir eurem Entbindungstermin entgegen, denn deine Mama hatte in den letzten Tagen davor vermehrt und immer wie intensiver werdend, ihre allerersten Wehen ĂŒberhaupt verspĂŒrt. Auch dein Geburtshelfer war mit Blick auf die regelmĂ€ssige HĂŒgellandschaft auf eurer Wehenkurve des CTG bei einer Kontrolle  am Tag eures Entbindungstermines erfreut, allerdings kam wenig spĂ€ter bei weiteren Untersuchungen etwas EnttĂ€uschung dazu, du hattest offensichtlich trotz deiner unruhigen GebĂ€rmutter gar keine Lust, dich in die Enge des Beckens deiner Mama zu bewegen und harrtest seelenruhig in einer eindeutig bequemeren Haltung weiter oberhalb des Beckeneingangs der Dinge, die da wohl kommen wĂŒrden. Auch zeigte der Ultraschall, dass du wohl noch etwas schwerer werden wĂŒrdest, als dein grosser Bruder bei seiner Geburt und auch euer Geburtsweg war noch ĂŒberhaupt nicht in einem Reifeprozess.  Euer Geburtshelfer telefonierte daraufhin mit mir, damit wir gemeinsam mit deinen Eltern die besten weiteren Schritte besprechen und festlegen wĂŒrden. Optimistisch, das wir euren Geburtsweg im GebĂ€rsaal gehen wĂŒrden, war keiner von uns allen nach dieser Ausgangslage. Klar war uns allen aber auch, dass deine Mama einfach noch etwas Zeit fĂŒr sich mit dir in ihrem Bauch brauchte. Und weil es euch beiden sonst ganz wunderbar ging, deine Herztonkurve, die Placenta, dein Fruchtwasser und die schon vorhandene Kaiserschnittsnarbe deiner Mama unauffĂ€llig waren, vereinbarten wir, deiner Mama und dir eine weitere Woche Zeit zu geben. WĂŒrdest du uns auch nach dieser Woche keine Lust auf einen Geburtstag signalisieren, deine Ausgangslage fĂŒr eine natĂŒrliche Geburt sich nicht verbessern, planten wir, dein Ankommen durch einen erneuten Kaiserschnitt, 7 Tage nach dem Entbindungstermin. Deine Mama war so froh, konnte sie diese Tage nun noch bewusst mit dir geniessen, bewusst noch einmal den Kugelbauch mit allen Sinnen begreifen, deine Kindsbewegungen in ihrem Inneren spĂŒren, die Zeit mit deinem grossen Bruder, der ja eigentlich doch noch ziemlich klein ist, auskosten. Der ” entscheidende ” Untersuchungstermin war auf den Nachmittag des Dienstags, 19.Januar, festgelegt, die Hebammen der Klinik ĂŒber unser eventuelles Kommen bereits vor-informiert. Aber du machtest das, was ihr Babys offensichtlich gerne macht , euch nĂ€mlich definitiv nicht an PlĂ€ne halten, denn wie schon bei Baby Leni vor dir, musste auch deine Mama mich mitten in der Nacht auf Montag ( Adieu, du Dienstagskind ! ) aus dem Schlaf wecken, denn auch du hattest entschieden, durch einen Blasensprung deiner Geburt einen Anfang zu bereiten. Weil ich nicht wusste, ob du bereits tiefer im Geburtskanal deiner Mama warst, wie eine Woche zuvor und ich sicher gehen wollte, dass es dir nach deinem Blasensprung gut ging, bat ich deine Eltern direkt in den GebĂ€rsaal zu fahren, wo meine Kollegin Ramona ( 1001 Dank-❀ ! ) dich und deine Eltern in Empfang nahm und fĂŒr dich und deine Mama so lange schaute, bis ich in der ersten Stunde der neuen Woche ebenfalls zu euch kam. Deine Mama war zwar schlaflos mĂŒde, aber dennoch so froh, hattest DU den Startschuss fĂŒr deine Geburt gegeben, war ab jetzt nichts mehr geplant und vorhersehbar. Zusammen mit deinem Papa hörten wir zu dritt deinen munter und wach tönenden Herztönen im CTG zu und sahen die eine und auch andere Wehe in der Wehenkurve, noch nicht intensiv und eher unregelmĂ€ssig. Der Geburtskanal, so tastete ich als nĂ€chstes, hatte sich in der vergangenen Woche nicht sonderlich verĂ€ndert und auch dein Köpfchen war weiterhin noch nicht in der Startposition, in der ihr MĂ€use zum Mithelfen eigentlich hingehört. Wir entschieden gemeinsam, im Moment einfach abzuwarten, mĂŒde wie wir alle zu dieser nachtschlafenden Zeit waren, mit Sicherheit das VernĂŒnftigste ! Deine Eltern richteten sich in ihrem zukĂŒnftigen Wochenbettzimmer ein, denn klar war nun, erst mit dir im Arm wĂŒrdet ihr die Klinik wieder verlassen. Ich zeigte deiner Mama, wie sie am besten durch eine intensivere Wehe atmen könnte, gab ihr noch ein wĂ€rmendes Kissen fĂŒr den schmerzenden RĂŒcken und ein fĂŒr den Muttermund entspannendes ZĂ€pfchen und deinem Papa Decke und Kissen, in der Hoffnung, das wir alle noch etwas Energie bringenden Schlaf bekommen wĂŒrden, deine Eltern in ihrem Zimmer und ich in meiner 15 Minuten entfernten Praxis. 2 Stunden Schlaf fĂŒr mich spĂ€ter rief mich der GebĂ€rsaal an, dass deine Mama nun intensiver eure Wehen spĂŒren wĂŒrde und ich informierte nun auch euren Geburtshelfer, damit wir uns alle in eurem Wochenbettzimmer wiedersehen konnten. Dein Papa schlief noch tief unter seiner Decke, als ich mit eurem Geburtshelfer in euer Zimmer kam, deine Mama aber hatte die restlichen Stunden der Nacht kein Auge mehr zugetan, zu regelmĂ€ssig hielten die Wehen sie wach und so war sie , deinen Papa schlafen lassend, wohl eher auf Zehenspitzen stehend, leise am Bett damit beschĂ€ftigt gewesen, Becken kreisend und ruhig atmend durch eure Kontraktionen zu gehen. Wir untersuchten deine Mama erneut und auch jetzt war dein Köpfchen noch nicht am richtigen Platz, konnte es nicht deiner Mama helfen, wie es sollte. Ich denke, uns allen war in diesem Moment bewusst, dass die Chance auf eine Geburt von dir im GebĂ€rsaal  vernichtend klein war und wir diskutierten, ob wir jetzt in diesem Moment die Geburt abbrechen sollten und quasi notfallmĂ€ssig in den OP fahren oder ob wir noch abwartend verbleiben sollten, bis spĂ€testens der OP stressfrei uns Platz und Zeit geben könnte. Deine Mama fĂŒhlte sich gut und trotz der schlaflosen Nacht war sie immer noch neugierig genug, zu spĂŒren, was ihr Körper weiter mit ihr vorhat. Und so informierten wir zwar den OP vorsorglich, gingen aber mit deinen Kleidchen und deinem Geburtstuch in den GebĂ€rsaal. Dort liess ich deiner Mama Wasser fĂŒr die Badewanne ein, damit deine Mama die Wirkung des Wassers auf ihre Wehen ausprobieren konnte. Dein Papa sorgte dafĂŒr, dass die Musik, die sich deine Mama fĂŒr eure Geburt zusammen gestellt hatte, nun zu hören war und er machte noch ein letztes Foto von dir mit deiner Mama um dich herum. Dein Papa sagte bewundernd,  dass deine Mama wie eine wunderschöne und kĂ€mpfende Sportlerin aussah und das er wohl diese Wehen nicht aushalten wĂŒrde wollen. Deshalb verzog er auch keine Miene, als sich deine Mama Lavendel als Zusatz fĂŒr euer Entspannungsbad wĂŒnschte, den Duft von Lavendel  mag dein Papa nĂ€mlich nicht so, aber fĂŒr deine Mama ”genoss” er diesen Duft mit  und deine Mama lag eine ganze Weile im  warmen, duftenden Wasser und sie war einfach nur glĂŒcklich, konnte sie hier und jetzt im GebĂ€rsaal einen Teil ihrer Geburt erleben. Deine Mama hatte lateinamerikanische Musik fĂŒr euch herausgesucht und ich animierte sie, sich im Rhythmus der Musik sich zu bewegen –  Lateinamerikanische Musik ist die beste Musik zum Becken kreisen und zum GebĂ€ren !!! Dein Papa nahm noch einmal deine Herztöne mit seinem Handy auf und  gab deiner Mama kĂŒhlende Lappen fĂŒr ihre Stirn, denn die Wehen wurden fĂŒr deine Mama intensiver und unangenehmer und deine Mama hatte nun das BedĂŒrfnis, die Wanne wieder zu verlassen. Wir wickelten deine Mama in warme TĂŒcher ein, die lange wache Nacht zollte langsam Tribut und dein Papa kniete vor deiner Mama, um ihr warme rote Socken anzuziehen. An Land wurden die Wehen nun immer wie intensiver und als -wie abgemacht- euer Geburtshelfer erneut deine Mama wenig spĂ€ter untersuchte und wir trotz guter Wehen nun sicher waren, dass du es einfach nicht schaffen wĂŒrdest, genau wie dein Bruder in das Becken deiner Mama  zu kommen, da war fĂŒr uns alle klar, dass der sicherste Weg auch fĂŒr deine Geburt der Kaiserschnitt sein wĂŒrde. Da der OP ja bereits mit uns rechnete, ging die Vorbereitung fĂŒr den Kaiserschnitt nun sehr schnell, allerdings bestand deine Mama noch darauf , sich zuerst die ZĂ€hne zu putzen â˜ș und wĂ€hrend dein Papa links von deiner Mama die Zahnpastatube und dein Geburtshelfer rechts von deiner Mama die OP-Infusion hielten ( natĂŒrlich gab es von dieser so speziellen Szene ein Foto 😎 ), sorgte deine Mama mit ihrer ZahnbĂŒrste dafĂŒr, dass du mit dem frischesten aller Atem von ihr begrĂŒsst werden wĂŒrdest đŸ„°Â  . Im OP wartete bereits jener Geburtshelfer, der bei deinem Bruder damals den Kaiserschnitt gemacht hatte  und deine Mama in der Schwangerschaft ebenfalls mit betreute, er assistierte deinem Geburtshelfer und mit diesem Dream-Team kamst du sehr schnell und problemlos 11 Minuten nach 11 Uhr auf die Welt . Dein Köpfchen war wunderschön und kugelrund, kein enger Geburtskanal hatte es gezwungen, sich anzupassen, fĂŒr uns eine BestĂ€tigung fĂŒr die Richtigkeit des Eingriffs. Du kamst sofort in die Arme und auf die Brust deiner Mama und wir deckten dich mit deinem Geburtstuch zu, das bestickt mit deinem  wunderschönen Namen uns verriet , wie du heisst. Dein Papa hielt dich und deine Mama ganz fest und wĂ€hrend deine Mama ganz ruhig und andĂ€chtig dich betrachtet, redete dein Papa mit dir von der ersten Minute an. Er erzĂ€hlte dir von deinem grossen Bruder, der auf dich warten wĂŒrde und wie wunderschön du aussiehst. Alle Fingerchen wurden gezĂ€hlt und die langen FingernĂ€gel bestaunt. Die KĂ€seschmiere in deinem Gesicht war langsam am Einziehen, so dass du die ersten Versuche machtest, deine Äuglein zu öffnen. Als deine Mama einen Moment wĂ€hrend der OP nur fĂŒr sich brauchte, nahm dein Papa dich in deinem Tuch in seine Arme und wiegte dich sanft, du öffnetest nun ganz die Augen und schautest deinen Papa mit grossen Augen an und eigentlich schon vorher, aber nun definitiv,  war dein Papa unsterblich in dich, seine kleine Prinzessin verliebt!  Er sagte deiner Mama erneut,  wie wunderschön du seiest und wie er sich riesig ĂŒber dich freut. WĂ€re dein Papa gestanden, ich glaube, er wĂ€re vor Stolz eher 20cm ĂŒber dem Boden geschwebt 🙃…. Nach der OP gratulierten euch eure beiden Geburtshelfer und ich machte mit beiden Herren ein Erinnerungsfoto fĂŒr deine Eltern und fĂŒr dich natĂŒrlich ! FĂŒr die ersten Minuten nach der OP musste deine Mama noch im Aufwachraum ĂŒberwacht werden. Wir nutzen die Zeit, damit deine Mama erst einmal in Ruhe mit dir ” ankommen ” konnte, wahr nehmen konnte, dass du nun in ihren Armen liegst. Du warst schon emsig dabei, mit offenen Augen, den Blick auf deine Mama gerichtet, deine Fingerchen in den Mund zu stecken,  eindeutig hattest du Hunger ! Und den stilltest du wenig spĂ€ter an Mamas Brust, dein Papa half, dich zu halten. Nur wenig spĂ€ter konnten wir in unseren GebĂ€rsaal zurĂŒck, dort, wo wenige Stunden zuvor noch das Foto von dir in Mamas Bauch von deinem Papa gemacht wurde,  fotografierten wir nun dich im gleichen Raum AUF Mamas Bauch . Darf ich das Bild von Susi und Strolch herbei fĂŒhren, die verliebt ihre Portion Spagetti teilen ? Bevor wir uns nĂ€mlich weiter um dich kĂŒmmerten, sollten sich deine Eltern mit ihrem Spagetti-Mittagessen nach deiner Geburt stĂ€rken…Deine Mama hielt dich entspannt in ihren Armen und dein Papa half, verliebt in seine beiden Frauen, deiner Mama dabei, diese zu geniessen. Danach wogen wir dich und schauten wie lang du warst. Dein Papa wickelte dich in deine erste Windel, putze die FĂŒĂŸchen, die ich vorher ordentlich mit Stempelfarbe fĂŒr deine FussabdrĂŒcke eingefĂ€rbt hatte, wieder sauber und kleidete dich in bezaubernde sĂŒsse Kleidchen. Er sang dabei fĂŒr dich und wollte dich eigentlich gar nicht wieder hergeben, verliebt wie er in dich war ! Aber natĂŒrlich bekam deine Mama dich zurĂŒck, denn immerhin musste auch noch deine Namenskette von ihm aufgefĂ€delt werden, dafĂŒr brauchte er ja seine beiden HĂ€nde !  Auf deiner Mama liegend, kamst du, konntet ihr alle, nun etwas zur Ruhe kommen, den Moment einfach nur geniessen…. Noch ein paar letzte Fotos machte ich von dir mit deinen glĂŒcklichen, aber nun auch langsam mĂŒden Eltern und danach fĂŒllte ich, wie versprochen, den Datenspeicher des Handys deiner Mama mit ganz vielen Erinnerungen an deinen Geburtstag, die ich mit meiner Kamera fĂŒr euch gemacht hatte.

SĂŒsse kleine 🌾 MIA 🌾 es war wunderschön fĂŒr mich zu sehen, wie glĂŒcklich deine Eltern ĂŒber dein Ankommen, wie verliebt in dich sie vom ersten Augenblick waren, wie letztendlich euer Geburtsweg genau so stimmte, wie er verlaufen war. Morgen werde ich euch das erste mal in eurem Daheim wiedersehen, eine Kollegin von mir betreut eure kleine, sĂŒsse Familie im Wochenbett, aber morgen darf ich, wie versprochen, mich von deinem Wachsen und Gedeihen ĂŒberzeugen und ich bin ehrlich – ich habe deine Eltern und dich schon so vermisst 😌 

Bis dahin, sĂŒsse Maus, lass dich weiter von deinem verliebten Papa verwöhnen und geniesse die Liebe deiner Mama, die nun mich mit zuckersĂŒssen  Fotos von dir versorgt und sei von mir VON HERZEN WILLKOMMEN 💝💝💝


🌾LENI HANNA 🌾

14. Januar 2021

SĂŒsse kleine 🌾LENI HANNA 🌾, deine Mama habe ich vor einigen Jahren kennengelernt als ich eine Weiterbildung fĂŒr medizinische Praxisassistentinnen ĂŒber meine Arbeit als Hebamme gegeben habe. Nach dieser Weiterbildung kam deine Mama zu mir und sagte mir, dass, wenn sie ein Kind erwarten wĂŒrde, gerne mit mir die Geburt erleben wĂŒrde . Und natĂŒrlich habe ich mich riesig gefreut, als deine Mama sich dann wirklich bei mir meldete, als sie wusste, dass dein Papa und sie zum ersten mal Eltern werden wĂŒrden. In unserem ersten geburtsvorbereitenden GesprĂ€ch erzĂ€hlte mir deine Mama, dass sie die eine und auch andere meiner Geburtsgeschichten gelesen hatte und sie sich auf eine natĂŒrliche, begleitete Geburt freuen wĂŒrde und auch eine Geburt in der Badewanne durchaus vorstellbar fĂŒr sie gewesen wĂ€re . Allerdings erzĂ€hlte mir deine Mama auch von einigen grossen RĂŒcken-Operationen, die Narben und Spuren an ihr hinterlassen hatten. FĂŒr eine normale Geburt sollte das eigentlich keinen Einfluss haben, allerdings stellte sich die Frage, was wĂŒrde passieren, sollte eine AnĂ€sthesie im Notfall gebraucht werden? Deine Eltern besprachen die Situation mit ihrem Geburtshelfer und einem AnĂ€sthesisten. Letzterer konnte deiner Mama und deinem Papa leider nur mitteilen, dass eine in der Geburtshilfe ĂŒbliche Spinal -oder PeriduralanĂ€sthesie bei deiner Mama nicht möglich sein wĂŒrde, wĂŒrden wir also wĂ€hrend der Geburt in eine Notfallsituation kommen, wĂ€re nur eine Vollnarkose als AnĂ€sthesie fĂŒr deine Mama möglich. Vollnarkosen bei schwangeren Frauen bergen ein grösseres Risiko fĂŒr die Frau und werden deswegen nur in Ausnahme und von Vorteil, geplant durchgefĂŒhrt. Mit dieser Aussage und der Empfehlung, dass deine Eltern  mit einem geplanten Kaiserschnitt den sichersten Weg fĂŒr euren Start als Familie gehen wĂŒrden, kamen deine Eltern zu mir in die Praxis und deine Mama war natĂŒrlich und verstĂ€ndlicherweise  enttĂ€uscht, geknickt, schienen alle ihre WĂŒnsche fĂŒr eine fĂŒr sie schöne Geburt nicht erfĂŒllbar. Ich zollte deiner Mama zunĂ€chst einmal meinen grössten Respekt fĂŒr die Entscheidung, ihre eigenen WĂŒnsche zurĂŒck zu stellen und gemeinsam besprachen wir, wie so ein Kaiserschnitt in Vollnarkose ablaufen wĂŒrde. Ich hob die Wichtigkeit hervor, dass dein Papa die ersten Momente nach deiner Geburt mit dir erleben konnte, fĂŒr dich da sein wĂŒrde und das das sonst ĂŒbliche Bonding bei der Mama unmittelbar nach der Geburt ( der direkte Hautkontakt vom Baby zur Mama ) genauso auch von ihm gemacht werden  könne, dir also die WĂ€rme und Geborgenheit nicht fehlen wĂŒrde . Genauso bot ich deinen Eltern an, Videos und Fotos wĂ€hrend des Kaiserschnitts und von deinen ersten Lebensmomenten zu machen, damit deine Mama spĂ€ter, wenn sie wieder bei Bewusstsein wĂ€re, die Momente, die ihr fehlen wĂŒrden, immer und immer wieder anschauen könnte. Und nicht zuletzt erzĂ€hlte ich deiner Mama vom Bonding-Bad im Wochenbett, einer Möglichkeit, das ihr fehlende Bonding der ersten Minuten nach der Geburt im Wochenbett ganz nach den BedĂŒrfnissen von ihr immer und immer wieder nachzuholen und somit bei Bedarf einen emotionalen Neustart fĂŒr Mutter und Kind zu ermöglichen. Auch euer Geburtshelfer, in dessen Praxis deine Mama arbeitet, bereite deine Eltern sorgfĂ€ltig  auf den Kaiserschnitt vor und so wurde der Tag an dem du geboren werden solltest von uns allen in unsere Agenden eingetragen. Dein Geburtstag hĂ€tte eigentlich ein wunderbares Datum gehabt . 21.01.2021 – perfekt zum Heiraten oder geboren werden 😊, aber ihr MĂ€use – und das ist das Wundervolle in der Geburtshilfe- habt eben hĂ€ufig eure eigenen Köpfe und statt auf diesen speziellen Tag  zu warten, gabst du deinen Startschuss fĂŒr deine Geburt bereits eine Woche frĂŒher morgens um 4 Uhr, als deine Mama merkte, wie sie euer Fruchtwasser verlor. Nachdem auch dein Papa wach war, wurde ich von deiner Mama durch meinen Pager geweckt. Und so machten wir uns alle frĂŒh, noch in der Dunkelheit, auf den Weg in die Klinik und an diesem Morgen fielen wahrliche Wassermassen vom Himmel und obwohl eine schnelle Autofahrt wegen teilweise ĂŒberfluteten Strassen nicht möglich war,  war ich an diesem Morgen froh, war es  ”nur” ungemein viel Regen und nicht etwa Schnee. Da deine Eltern den kĂŒrzeren Anfahrtsweg hatten, nahm meine Kollegin Christina ( ❀ vielen ,vielen Dank ❀ ) deine Eltern in Empfang, kontrollierte schon einmal deine Herztöne und bereitete alle notwendigen Vorbereitungen fĂŒr euren Kaiserschnitt vor. Als ich im GebĂ€rsaal ankam, informierten wir auch deinen Geburtshelfer und auch er machte sich auf den Weg zu uns . Nicht nur, dass du dir dein eigenes Geburtsdatum aussuchtest, auch die ersten Wehen merkte deine Mama nun und es war irgendwie tröstlich, dass obwohl wir keine natĂŒrliche Geburt mit deiner Mama erleben wĂŒrden, du dennoch das Timing deines Ankommens selbst bestimmt hattest und nun deine Mama regelmĂ€ssige  Kontraktionen spĂŒrte, also unter der Geburt stand und sie  mit dir durch die ersten Wehen gehen durfte. Gehen auch deswegen, denn ich schickte deine Eltern, deine Mama ausgerĂŒstet mit einem wohltuenden WĂ€rmekissen, spazieren. Die Wehen, die deine Mama bereits intensiver spĂŒrte, waren so leichter fĂŒr sie zu ertragen. Und sie tat es mit einem LĂ€cheln im Gesicht und ich war mir sicher, all das, was im Moment passierte, mit ihr passierte, war fĂŒr sie so wichtig, gehörte zu ihrem Teil eurer Geburtsgeschichte dazu, der natĂŒrlich verlief.  Euer Geburtshelfer kam nun zu uns und er freute sich riesig, deine Mama zu sehen und natĂŒrlich auch, das wir nun bald dich kleine Maus begrĂŒssen wĂŒrden. Ich denke, inzwischen war auch das ganze Team in der Praxis, in der deine Mama arbeitete,  ungeduldig, aber weil es deiner Mama und dir gut ging, konnten wir warten, bis regulĂ€r im OP ein  OP-Saal und ein OP-Team fĂŒr uns frei wurden und ausserdem konnte nun auch noch ein zweiter GynĂ€kologe, der ebenfalls in der Praxis mit deiner Mama zusammen arbeitete und der auch gerne bei deiner Geburt mit dabei sein wollte, sich aus Deutschland kommend, auf den Weg zu uns in die Klinik machen. Deinem Papa brachte ich noch etwas zu frĂŒhstĂŒcken, denn anders als deine Mama, die nĂŒchtern fĂŒr die Narkose bleiben musste, war es von Vorteil fĂŒr deinen Papa, nicht mit leeren Magen in den OP zu gehen. NatĂŒrlich legten wir auch schon deine Kleidchen im GebĂ€rsaal in den WĂ€rmeschrank und ich konnte bereits auf dem Namenszettel fĂŒr deine Geburtsurkunde lesen, mit welchem wunderschönen Namen du zur Welt kommen wĂŒrdest. Der AnĂ€sthesist besprach noch einmal den Ablauf der Narkose und der Operation mit deinen Eltern. Ich hatte deinen Eltern ja versprochen, dass dein Papa sich von Anfang an um dich kĂŒmmern darf, solange, bis deine Mama dich in ihre Arme nehmen kann. Dazu hĂ€tte ich deinen Papa in den Nebenraum vom OP -Saal mitgenommen , in dem auch ein WĂ€rmebettchen fĂŒr euch Babys steht, ausgestattet mit allen Möglichkeiten euch MĂ€usen den Start nach Notfallsituationen zu erleichtern, Sauerstoff zu geben oder eure Atemwege von Fruchtwasser zu befreien. Der AnĂ€sthesist bemerkte, dass in der Zeit, in der ich im OP bis zu deiner Geburt stehen wĂŒrde, dein Papa alleine in dem Raum wĂ€re und empfahl daher, deinen Papa ausserhalb des OPs warten zu lassen, bis du geboren wĂ€rest und dich erst dann zu ihm zu bringen. Ich bin meiner Kollegin Kalina so so so dankbar ( ❀❀❀❀❀) ( und der GebĂ€rgöttin, hatte sie in dem Moment keine andere Patientin zur Geburt fĂŒr Kalina ), die sich bereit erklĂ€rte, mit uns gemeinsam in den OP zu fahren um solange, bis ich mit dir  wieder fĂŒr deinen Papa da sein konnte, mit deinem Papa im Nebenraum vom OP-Saal auf uns zu warten. Und so fuhren wir 2 Hebammen mit deinen Eltern und dir in den OP, wĂ€hrend ich bei deiner Mama war, ihr die Hand hielt, bis die Narkose eingeleitet wurde, zeigte Kalina deinem Papa, wie er sich fĂŒr den OP-Saal umziehen musste und durch das Fenster in der TĂŒr vom OP sah ich, wie Kalina mit deinem Papa alles fĂŒr dein Ankommen vorbereitete. Deine beiden Geburtshelfer standen parat und in dem Moment als bei deiner Mama die Vollnarkose wirkte, ging es sehr schnell, bis du geboren wurdest . Weil dein Köpfchen nicht so einfach aus der GebĂ€rmutter deiner Mama kommen wollte und deine Geburtshelfer dir den sanft möglichsten Start geben wollten, drehten sie dich noch in der offenen GebĂ€rmutter ein mal um deine Achse , mit deinem kleinen Po voran konntest du nun viel einfacher auf die Welt kommen und hast somit sehr speziell und nicht alltĂ€glich, deine Geburt zwar in SchĂ€dellage begonnen , bist aber letztendlich in einer Beckenendlage zur Welt gekommen . Sofort durften wir deinen ersten Atemzug laut und deutlich hören, du kleine Maus protestiertest nĂ€mlich ordentlich und deine Haut wurde sehr schnell rosig. Ich bekam dich in meine Arme gelegt und ging zu deinem Papa, der mit eurem roten Geburtstuch auf dich wartete. Knapp 3 Wochen zu frĂŒh geboren, war deine Haut noch voll mit KĂ€seschmiere ĂŒberzogen, die kleinen Äuglein noch ganz verklebt. Deinem Papa gab ich einen Schlauch, aus dem Sauerstoff kam und diesen Schlauch hielt er dir vor die Nase, du durftest einfach noch ein wenig mit WĂ€rme und Sauerstoff verwöhnt werden, wenn hier schon nicht  Mamas Hautkontakt diese Aufgabe ĂŒbernehmen konnte. Und wĂ€hrend  dein Papa mit einer Hand diesen Sauerstoffschlauch hielt, hielt er mit seiner anderen ( dein Papa hat  so unglaublich grosse und krĂ€ftige HĂ€nde ! ) deine kleine zierliche Hand, ein so unglaublich schönes und berĂŒhrendes Bild bot sich mir da. Den Sauerstoffschlauch  konnten wir sehr schnell wieder beiseite legen, du atmetest wunderbar und versuchtest auch langsam, deine Augen zu öffnen. Wir wickelten dich in euer warmes Geburtentuch und dein Papa zog dir eine warme Kappe ĂŒber das Köpfchen, damit du ĂŒber deine Kopfhaut keine WĂ€rme verlierst und dein Papa machte das zwar zum ersten mal, wie er es mir versicherte, aber es sah schon sehr routiniert aus 🙃. Ich setzte euch zwei, du mit warmen TĂŒchern dick eingemummelt, auf einen Stuhl, denn wir mussten warten, bis die Operation bei deiner Mama fertig war. In der Zeit entdecktest du deine Fingerchen und suchend gingen diese bereits in deinen Mund . Viele Mitarbeiter des OPs kamen schnell einen Blick auf dich werfen und beglĂŒckwĂŒnschten deinen Papa, staunten ĂŒber dich kleines, hĂŒbsches  Wesen . Gleich nach dem Ende der Operation  ( du warst da knapp 20 Minuten auf der Welt ) kamen deine beiden Geburtshelfer und gratulierten ebenfalls deinem Papa und konnten ihm versichern, dass die Operation gut verlaufen ist. Und sie freuten sich ĂŒber dich und ich nutze die Chance, ein Erinnerungsfoto von diesen 3 MĂ€nnern mit dir kleinem Baby zu machen. Nur wenig spĂ€ter fuhren wir mit deiner Mama in den Aufwachraum ,deine Mama war da schon ein wenig wach ,aber brauchte noch einen Augenblick der Ruhe . Und so zog  dein Papa seinen Pullover aus und wir legten dich mit nackter Haut auf seine nackte Brust und ich deckte euch zwei mit warmen TĂŒchern zu und wĂ€hrend du bei deinem Papa so nah so zufrieden warst, hielt dein Papa die Hand deiner Mama ganz fest, streichelte sie und ihr 3 ward auf diese Art wunderschön verbunden. Es ging nicht sehr lange, deine Mama war zwar noch mĂŒde, konnte aber wieder normal mit uns kommunizieren. Und ENDLICH durfte sie dich zu sich nehmen, dich anschauen, dich berĂŒhren. Du merktest offensichtlich sofort, wer dich nun im Arm hielt, den du selbst krabbeltest intuitiv in Richtung Busen deiner Mama und hattest Erfolg mit dem Ziel 😊 . Nun machte dein Papa Erinnerungsfotos von  diesem Augenblick und ich liess euch kleine ,sĂŒsse Familie fĂŒr euch alleine in Ruhe ankommen. Als dein Papa und ich deine Mama wenig spĂ€ter vom Aufwachraum in ihr Wöchnerinnenzimmer fuhren, fielen inzwischen dicke Schneeflocken vom Himmel und die Aarauer Altstadt war malerisch unter einer weissen Schneedecke ( und das Schneien hörte auch nicht mehr so schnell auf -du wurdest an einem intensiven Schneewinter-Tag geboren-und meine Heimfahrt am Abend dauert 3x so lang  ) Dein Papa ĂŒbernahm nun das WĂ€gen und Ankleiden von dir, deine Mama lag neben dir  und schaute euch beiden zu, zwar noch sehr mĂŒde aber dennoch glĂŒcklich . Dein Papa entschied, deine Namenskette mit blauen Perlen aufzufĂ€deln – kleine Leni – wahrscheinlich schon ein kleiner Vorgeschmack darauf, dass dein Papa dir garantiert auch das Arbeiten mit Hobel und SĂ€ge  oder Autoreifen wechseln beibringen wird 😊

Kleine Zaubermaus 🌾 LENI HANNA 🌾, deine Mama hat unter eurer Geburt nicht die aktive Rolle einnehmen können, so wie sie es sich eigentlich gewĂŒnscht hat, aber sie hat dir und ihr den in dieser Situation sichersten Weg gegeben, euer kleines Familienleben zu beginnen. Inzwischen durfte ich euch schon einige Male in eurem Daheim besuchen und es ist so schön zu sehen, wie deine Mama und dein Papa mit dir all das GlĂŒck dieser Welt bekommen haben. Den wunderschönen Brauch, bei der Geburt eines Babys eine Namenstafel vor dem Daheim der frisch gewordenen Eltern zu setzen, möglichst an einem  hohen  Tannenstamm – eigentlich nur, damit die Hebamme nĂ€mlich schon von weitem sieht, wo ihr Baby wohnt 😁 –  nun, diese Tradition hat bei euch ganz neue Dimensionen angenommen. Bei jedem meiner Besuche wies ein neues Schild auf deine Geburt hin und letztendlich ( oder sagen wir -im Moment- stehen ganze 9 !!!! Schilder da, es scheinen sich unglaublich viele Menschen ĂŒber deine Geburt mit deinen Eltern  zu freuen !!!! Und diese Tradition besagt ja auch, das einige Monate spĂ€ter, diese BĂ€ume mit einem grossen Fest wieder abgeholt werden. Ich wĂŒnsche dir und deinen Eltern aus tiefstem Herzen, dass dieses  Fest ( und es wir ein riesiges werden ) mit Fröhlichkeit, Lachen, Umarmungen und Maskenlos stattfinden darf und du mit deinen Eltern der strahlende Mittelpunkt sein darfst . Ich freue mich schon auf ein Foto davon- bis dahin, kleine Maus, sei von mir VON HERZEN WILLKOMMEN 💝💝💝 !


🌾 YAËL ELIN 🌾

7. Januar 2021

Winzig kleine und so zuckersĂŒĂŸe 🌾 YAËL ELIN 🌾 in meinen Unterlagen fĂŒr deine Geburt schrieb ich : erwarte schnelle und unkomplizierte Geburt. Das du schon sehr neugierig auf die Welt warst, ahnten deine Eltern und ich.
“ Geplant“ hatten wir, dass du bis gestern , kurz nach meinem Ferienende mit deiner Geburt warten solltest . Aber euch Babys interessiert nicht, was Hebammen sich wĂŒnschen đŸ„° du wolltest an meinem letzten Ferientag geboren werden, ausgerechnet dem einzigen Tag in meinen Ferien, an dem ich weiter als im 1 Stunden -Bereitschafts – Radius von der Klinik entfernt war
 Und geboren wurdest du noch schneller, als wir es je erwartet hatten ( und ich es nach Aarau geschafft hĂ€tte) meine Kollegin Kalina durfte an Stelle von mir dein Ankommen geniessen â˜ș Und weil deine Mama dennoch etwas traurig war, dass meine BARBARA – BLÜMCHEN nun nicht auf dem Geburts-NamenskĂ€rtchen waren, kommen hier symbolisch ein paar nur fĂŒr dich alleine đŸŒș🌾đŸŒș🌾đŸŒș🌾đŸŒș🌾đŸŒș🌾đŸŒș🌾đŸŒș🌾đŸŒș🌾đŸŒș🌾đŸŒș🌾đŸŒș🌾đŸŒș🌾đŸŒș🌾 SĂŒsse Maus, ich genieße bereits dich und deine Eltern zu Hause in eurem Wochenbett und freue mich um so mehr, euch in den nĂ€chsten Wochen dabei begleiten zu dĂŒrfen, eine wundervolle kleine Familie zu werden, sei von Herzen Willkommen 💝 💝 💝


Zum neuen Jahr 2021

1. Januar 2021

Der Blick, der Anblick, der Augenblick, den die Frauen mir wenige Momente nach der Geburt ihres Babys schenken – es ist genau das, was meinen Beruf so wunderschön, so wertvoll und so einzigartig macht. Es ist der „Augen- Blick“ der zeigt : ich habe es geschafft, mein Körper hat dieses kleine Wunder ausgetragen und zur Welt gebracht, ich bin einen Marathon gelaufen, den ich zeitweise nie zu schaffen geglaubt hĂ€tte. Aber ich habe es geschafft und dieses kleine Wesen in meinen Armen werde ich fĂŒr immer bedingungslos lieben und schĂŒtzen!
Alle, die in der Geburtshilfe tĂ€tig sind und diesen Moment tagtĂ€glich erleben – wir sollten uns bewusst sein, wie wertvoll dieser Moment ist, wie verletzbar und wie schĂŒtzenswert! Und wir sollten uns des GlĂŒckes bewusst sein, diesen Moment immer und immer wieder erleben, daran teilhaben zu dĂŒrfen! Vergangenes Jahr bekam ich diesen Augen-Blick geschenkt bei der Geburt von
✹RUNA HILDE ✹ ✹ELIJAH NOAH✹ ✹ALISSA LUNA✹ ✹AMANDA✹ ✹FIONA✹ ✹LARS✹ ✹LINA GIULIA✹ ✹IDA-MAXIMA✹ ✹REMUS✹ ✹BEN✹ ✹NICOLAI EMIL✹ ✹LIO✹
✹SHIRIN VALERIA✹ ✹EMILY✹
✹BEN ELIAS✹ ✹LILIA ISABELLA✹
✹ANDRIN✹ und ✹LEVI NOÉ✹ und ich bedanke mich noch einmal aus tiefstem Herzen, durfte ich an diesem so glĂŒcklich machenden Moment teilhaben, unabhĂ€ngig davon ob er im Geburtenzimmer, im Operationssaal oder im Rettungswagen stattgefunden hatte. Und auch wenn ich bei der Geburt von ✹SHANAYA✹
✹LOUIE MATTIA ✹ ✹JULIAN✹ ✹ELAINE✹ ✹DEAN✹ ✹KAMI SUN✹ und ✹NIRA NOEMI✹ nicht wie geplant dabei sein konnte, wir haben einfach unsere magischen Momente im Wochenbett geholt!
Bis zu meinen Sommerferien in diesem Jahr warten bereits 16 kleine sĂŒĂŸe Wunder mit ihren Mamas um sie herum darauf, dass ich sie auf ihrem Weg in diese Welt begleiten werde – und ich freue mich riesig auf sie und ihre Geburtsgeschichten ❀!!!!


LEVI NOÉ 🌾

2. Dezember 2020

Zauberhafter kleiner und doch schon so grosser 🌾 LEVI NOÉ 🌾, deine Geburt sollte die letzte Geburt des Jahres 2020 fĂŒr mich werden und so wie es sich fĂŒr einen Hebammem- Abschluss gehört , freute ich mich so sehr auf dich und deine Eltern, nicht nur weil mit deiner Geburt auch der Beginn meiner Geburten-und Piquett-freien Zeit fĂŒr das restliche Jahr begann, sondern -und vor allem !!!! – weil ich fĂŒr dein Ankommen in diese Welt mit einer wunderschönen und schnellen Geburt rechnete. Deine Mama hatte schon bei der Geburt deines grossen Bruders sehr schnell geboren und die Zeit bis zur Geburt fast alleine durchgestanden, offensichtlich war damals im GebĂ€rsaal viel zu tun und deine Mama traute sich erst ganz zum Schluss, ihre Hebamme zu rufen und auch dein Papa, der damals noch einmal nach Hause geschickt wurde, weil noch niemand mit einem Geburtsfortschritt gerechnet hatte,  wurde von dem Tempo der Geburt deines Bruders ĂŒberrascht, so dass er im entscheidenden Moment nicht dabei sein konnte. Als deine Eltern mir diese, ihre Geburtsgeschichte erzĂ€hlten, musste ich eigentlich gar nicht mehr nach ihren WĂŒnschen fĂŒr deine Geburt fragen, zu offensichtlich war es, was deinen Eltern fĂŒr deine Geburt wichtig war. Deine Mama wollte einfach nur die Sicherheit haben, nicht alleine durch ihre Wehen gehen zu mĂŒssen und fĂŒr deinen Papa war es wichtig, dass er deine Mama in guten, vertrauten HĂ€nden wusste und somit auch ein wenig Verantwortung und Druck abgeben konnte und natĂŒrlich wollte er dieses mal deine Geburt miterleben! Vorerst aber mussten wir uns alle in Geduld ĂŒben, denn du schienst deine Mama um dich herum mit allem Komfort zu geniessen! 4 Tage nach deinem errechneten Entbindungstermin war von den Meteorologen fĂŒr die Nacht der erste Schnee bis ins Flachland angekĂŒndigt und als ob das nicht schon geburtsfördernde ”Aussenbedingungen ” genug wĂ€ren, auch noch ein Vollmond gesellte sich in dieser Nacht mit dazu. Ich ĂŒberlegte mir sogar, ob ich nicht prophylaktisch in meiner Praxis ĂŒbernachten sollte, so fest rechnete ich damit, dass wir dich wohl in dieser Nacht begrĂŒĂŸen wĂŒrden. Ich ging (zwar alles fĂŒr eine schnelle Abfahrt Richtung GebĂ€rsaal vorbereitet ) bei mir Daheim ins Bett und war mehr als verwundert, dass nicht mein Pager mich in der Nacht weckte, sondern gut ausgeschlafen meine Hunde am nĂ€chsten Morgen. Am Vormittag schickte mir deine Mama ein ganz bezauberndes Foto von deinem grossen Bruder, wie er fröhlich im frischen Schnee spielte und sie schien nur ein ganz wenig enttĂ€uscht, wolltest du trotz Neuschnee und Vollmond immer noch nicht deine Mama von aussen kennenlernen. Ich denke, du wolltest einfach deinem grossen Bruder das VergnĂŒgen gönnen, noch einmal seine Mama ungestört und mit dem ersten Schnee zu geniessen, denn wenige Stunden spĂ€ter, in der darauf folgenden Nacht, deine Mama hatte da ihr Bett noch gar nicht berĂŒhrt, zeigtest du deiner Mama mit den ersten leichten aber dennoch eindeutigen Wehen an, dass nun deine Geburtsgeschichte ihren Anfang nahm. Deine Mama weckte deinen Papa und mich und liess den Babysitter zu euch kommen. Und weil ich nach wie vor mit einer schnellen Geburt fĂŒr euch  rechnete, stellte sich gar nicht die Frage, ob deine Eltern vorab noch zu mir in die Praxis kommen, wir gingen bei euch auf Nummer sicher und verabredeten uns gleich im GebĂ€rsaal. Meine Kollegin Susanna ( 1001 Dank !!! ❀ ) war so lieb, uns den GebĂ€rsaal fĂŒr deine Geburt vorzubereiten und bereits die Badewanne mit Wasser zu fĂŒllen, auch nahm sie deine Eltern in Empfang und begleite sie die ersten Minuten bis zu meiner Ankunft, so dass deine Eltern von Anfang ganz wundervoll begleitet wurden. Als ich um halb 4 Uhr morgens im GebĂ€rsaal ankam, lag deine Mama zur Kontrolle deiner Herztöne am CTG und sie lĂ€chelte mich zur BegrĂŒssung an  und sah noch sehr entspannt aus. Dein Papa hatte den Korb mit den Namenschildern fĂŒr dein Babybettchen vor sich und offensichtlich hatten deine Eltern bereits ihre Entscheidung gefĂ€llt, ich sollte nach deiner Geburt deinen Namen und deine Geburtsdaten auf einen kleinen Hund schreiben und mit meinen Barbara-BlĂŒmchen verzieren. Dein Papa holte viele Kleidchen fĂŒr dich aus dem Koffer und legte sie in den WĂ€rmeschrank, ein kleiner sĂŒsser Strampler mit Dinosauriern darauf war fĂŒr dich ausgewĂ€hlt, aber deine Eltern hatten fĂŒr alle FĂ€lle auch noch andere Kleider mit dabei. Auch hatten deine Eltern ein Geburtstuch in einem sehr schönen und intensiven Rot mitgebracht und auch dieses Tuch kam fĂŒr deine Geburt zum AnwĂ€rmen in den WĂ€rmeschrank.  Ich nutze die halb sitzende Position deiner Mama am CTG aus, um deine Mama rasch  zu untersuchen und den Muttermund zu ertasten und wie schön war es, konnte ich deinen Eltern mitteilen, dass der Muttermund deiner Mama 6 cm weit geöffnet war und du bereits  deiner Mama mit deinem Köpfchen und deiner Fruchtblase mithalfst, den Muttermund weiter zu öffnen, so dass wir wohl nicht mehr all zu lange auf dich zu warten mĂŒssten. Und deshalb wurde es auch Zeit, dass deine Mama das Bett verliess und wĂ€hrend dein Papa die Badewanne mit warmen Wasser fertig fĂŒllte und ich ein paar Tropfen Rosen_Geranium ins Wasser tat, stand deine Mama an der Sprossenwand und bewegte intuitiv ihr Becken so, dass sie dich durch dieses Bewegung auf deinem Weg durch ihr Becken unterstĂŒtze . Noch hörten wir deine Herztöne ĂŒber die Telemetrie und ich schlug deinem Papa vor, er solle doch mit seinem Handy deine Herztöne noch einmal aufnehmen, es wĂ€re die letzte Gelegenheit so ein Andenken  von dir zu schaffen und deine Papa hielt mit seinem Handy deinen Herzschlag als Ungeborenes als Erinnerung fest . Deine Mama legte sich in die Badewanne und genoss es, die WĂ€rme des Wassers zu spĂŒren, die Leichtigkeit, die der Auftrieb des Wassers ihr gab und die Entspannung, die sie so in einer Wehenpause erhielt. Und auch wenn die Wehen immer wie intensiver wurden und du dich immer wie mehr bemerkbar machtest, deine Mama fĂŒhlte sich sicher, sie fĂŒhlte sich stark und sie ging so gut durch eure Wehen, dein Papa konnte  ruhig neben deiner Mama sitzen und ihr Zuversicht vermitteln, ihr mit kleinen Gesten zeigen ,dass er fĂŒr deine Mama da ist. Hatten wir das Thema PeriduralanĂ€sthesie bei mir in der Praxis angesprochen und fĂŒr alle NotfĂ€lle im Hintergrund und als Möglichkeit reserviert ( deine Mama hatte diese AnĂ€sthesie bei deinem Bruder in den letzten Momenten der Geburt bekommen ), war fĂŒr deine Mama nun ganz klar, sie wĂŒrde es dieses mal ohne diese PDA schaffen. Deine Mama war gerade mal 25 Minuten in der Badewanne, als sie das erste Mal intuitiv wĂ€hrend einer Wehe leicht mit schob, ich wartete noch eine weitere Kontraktion ab, die sehr schnell darauf folgte und weckte euren Geburtshelfer aus dem Schlaf , damit er sich zu deiner Geburt dazu gesellen kann. Im Radio, welches dein Papa fĂŒr deine Mama angestellt hatte, sang Robbie Williams sein ” ANGELS ” , es wurde dein Geburtslied, denn bereis mit der nĂ€chsten Wehe schob deine Mama dein Köpfchen aus sich heraus  und zwar ganz alleine, dein Papa und ich standen nur daneben und durften zusehen, wie deine Mama das so unglaublich und beeindruckend alleine schaffte. WĂ€hrend der Geburt deines Köpfchens ging deine  Fruchtblase auf und wir konnten nun ganz deutlich deine vielen vielen Haare auf deinem Köpfchen sehen und bestaunen, denn fĂŒr die Geburt deines restlichen Körpers mussten wir auf die nĂ€chste Wehe warten. Da ihr MĂ€use unter Wasser noch nicht mit eurer Lunge atmet und die Sauerstoffversorgung ĂŒber die Nabelschnur gewĂ€hrleistet wird, konnten wir in aller Ruhe auf die nĂ€chste Wehe warten. Mit der drehtest du dich mit deinem Köpfchen und deinen Schultern  in die perfekte Austrittsposition und deine Mama schob mit der Kraft, die fĂŒr sie richtig war ein letztes Mal und liess  dich aus der warmen GebĂ€rmutterhöhle in das warme Wasser der Badewanne gleiten. Auch das machte sie so wunderbar alleine, ich brauchte deine Mama nur zu ermutigen, das fĂŒr sie Richtige zu tun . Und so wurdest du, kleiner Mann, 1,5 Stunden nach dem deine Eltern den GebĂ€rsaal betreten hatten auf die sanfteste Art geboren, die man einem Baby nur wĂŒnschen kann. Deine Mama behielt dich noch einen winzigen Moment unter Wasser und betrachtete dich, bevor sie dich an die WasseroberflĂ€che hob und in ihre Arme nahm. Dein Papa streichelte deine Mama und er streichelte dich, wĂ€hrend deine Mama dich in ihren Armen hielt, noch nicht fassend, was sie soeben fĂŒr eine gewaltige Leistung vollbracht hat. Du machtest deine ersten zaghaften AtemzĂŒge, die Augen bereits blinzelnd dem Licht und Mamas Gesicht entgegen . Deine Eltern begrĂŒssten dich zĂ€rtlich, berĂŒhrten dich  vorsichtig und staunten ĂŒber deine grossen FĂŒsschen, die du ihnen entgegen streckest. Inzwischen war auch eurer Geburtshelfer bei uns und gratulierte zu deiner wunderschönen Geburt. Wir liessen euch noch den Moment des Ankommens geniessen, bevor dein Papa deine Nabelschnur durchtrennen konnte. Da sie nicht mehr pulsierte, war deine Nachgeburt offensichtlich bereit ,schon geboren zu werden. DafĂŒr nahmen wir deine Mama mit dir gemeinsam aus der Badewanne, wickelten sie in warme TĂŒcher und dich in dein schönes rotes Geburtstuch. Nachdem die Nachgeburt auch auf auf der Welt war, schauten wir uns dich etwas genauer an, dein Geburtshelfer zĂ€hlte mit deinem Papa alle Zehen und Fingerchen nach, kontrollierte Reflexe und Fontanellen und weil du so riesige FĂŒsse hattest und auch sonst gross erschienst und wir alle neugierig waren, wie schwer du warst, legten wir dich schnell auf die Waage. Und die zeigte ĂŒber 4 Kilogramm an, du warst ĂŒber 1 Kilogramm schwerer als dein grosser Bruder bei seiner Geburt . Das deine Mama dich mit diesem Gewicht scheinbar fast ”mĂŒhelos ” und ohne Geburtsverletzungen geboren hatte, zeigt, wie gut sich deine Mama auf ihre BedĂŒrfnisse und ihre Zeichen bei eurer Geburt gehört hat, ihren Körper hat gebĂ€ren lassen.  Und auch bei deiner LĂ€nge haben dein Papa und ich 3x nachgemessen, denn die 57 cm die das Massband anzeigte, waren definitiv zu  lang fĂŒr den sĂŒssen kleinen Dinosaurier-Strampler, der eigentlich fĂŒr dich als erstes Kleidchen vorgesehen war. Aber deine Eltern hatten ja zum GlĂŒck genĂŒgend Kleider zur Auswahl  und so wurde das nĂ€chst passende Kleidchen von deinem Papa dir angezogen und ihr 2 MĂ€nner habt das ganz routiniert gemeinsam gemacht. Als dein Papa dich fertig angekleidet hatte, legte er dich deiner Mama zurĂŒck in ihre Arme und deine Mama nahm dich und sah dich verliebt an und sah dabei so wunderschön und so glĂŒcklich aus! Alle Liebeshormone waren da gut sichtbar und sie galten in diesem Moment nur dir! 

Kleiner sĂŒsser 🌾 LEVI NOÉ 🌾 , wĂ€hrend deine Mama sich spĂ€ter im Badezimmer erfrischte, hielt dein Papa dich fest und gerĂŒhrt in deinem Geburtstuch im Arm, auch er war erleichtert, hatte ein grosses Erlebnis hinter sich und konnte dich nun einen Augenblick nur fĂŒr sich geniessen. Als er wenig spĂ€ter Erinnerungsfotos von dir in deinem Geburtstuch machte, lĂ€cheltest du einen Moment und dein Papa konnte dieses LĂ€cheln mit der Kamera einfangen und damit die nĂ€chste wunderschöne Erinnerung schaffen. Ich bin mir sicher, inzwischen haben deine Eltern noch viele weitere Foto-Erinnerungen mit dir und deinem sĂŒssen grossen Bruder gemacht, diejenige von dir in deinem kleinen roten XMAS-Pullover, die ich zu Weihnachten von deiner Mama erhalten habe , hat auch mich lĂ€cheln lassen. Bring noch viele Menschen in deinem weiteren Leben dazu, bei deinem Anblick verliebt zu lĂ€cheln und sei von mir VON HERZEN WILLKOMMEN 💝💝💝 !!!


🌾 ANDRIN 🌾

30. Oktober 2020

Kleiner bezaubernder und so ersehnter 🌾 ANDRIN 🌾 , deine Mama hat so einige meiner Frauen, deren Geburten ich in den letzten Jahren begleiten durfte, als enge Arbeitskolleginnen gehabt und ihnen zu ihren bezaubernden Babys jeweils gratulieren dĂŒrfen. Und so freute ich mich natĂŒrlich sehr, als deine Mama auch mit mir Kontakt aufnahm, weil du deine kleine Familie komplett machen solltest und ich die Ehre haben durfte, euch drei in dieser so speziellen und wundervollen Zeit zur Seite zu stehen. Deine Mama hatte gar keine besonderen WĂŒnsche fĂŒr deine Geburt, aber sie erzĂ€hlte mir, wie unkompliziert die Mama deiner Mama geboren hatte und auch die Schwester deiner Mama konnte deiner Mama nur positives ĂŒber ihre Geburten erzĂ€hlen. Ich selbst hatte das GefĂŒhl, dass du uns eine schöne und unkomplizierte Geburt schenken wĂŒrdest, du warst nĂ€mlich nie ein grosser Riese in deinem Wachstum und deine Mama wirkte sehr sportlich und war offen fĂŒr alle Optionen einer Geburt. Wichtig war ihr, dass du dir dein Geburtsdatum selbst aussuchen durftest und erleichtert war sie, als dein Geburtshelfer ihr zusicherte, dass du dir alle Zeit dieser Welt nehmen durftest, dieses Datum selbst zu bestimmen. Und sowohl deine Mama, als auch ich rechneten mit deinem Ankommen eher nach eurem errechneten Entbindungstermin, der Mitte November sein sollte. Und weil fĂŒr mich auch nur noch deine Geburt und die Geburt von Baby Levi Ende November geplant waren, war ich guten Mutes, den aller-aller-einzigsten wichtigen persönlichen Termin fĂŒr das ganze verbleibende Jahr in meinem Kalender einhalten zu könne. Ich erwartete nĂ€mlich selbst Babyzuwachs – ein kleines Katzenbaby sollte in meiner eigenen Familie ihr neues Zuhause finden und der Tag, an dem ich mit einem Katzenkörbchen zur ZĂŒchterin nach Bern fahren wollte, war dick rot in der Agenda eingetragen. Aber -und das kennen alle meine Kolleginnen die Beleg-und Hausgeburten betreuen und rund um die Uhr in Rufbereitschaft sind – es passiert eben ab und zu doch, das ihr MĂ€use ausgerechnet dann den Startschuss fĂŒr eure Geburt gebt, wenn eigentlich niemand damit gerechnet hat und wir Hebammen ( und deren Umfeld ) deshalb und notgedrungen Meister im Improvisieren und Termine verschieben sind😎 . Nun, deine Mama musste mich an diesem rot umrundeten Datum morgens 20 Minuten vor 2 Uhr aus dem Schlaf mittels meinem Pager wecken, denn es war sowas von eindeutig, dass deine Fruchtblase gesprungen war und du damit zeigtest, dass Katzen fĂŒr dich nicht wichtig waren ( ich bin geneigt zu sagen : noch nicht !â˜ș ), du aber offensichtlich nun neugierig genug warst, um auf die Welt zu kommen. Wenn die Fruchtblase gesprungen ist, heisst das fĂŒr uns Hebammen und Geburtshelfer in der Regel, dass alle Beteiligten noch nicht in grossen Aktivismus verfallen sollten, sondern das normalerweise den Mamas genĂŒgend Zeit eingerĂ€umt wird, damit sie selbst ihrem Körper die Möglichkeit geben, Wehen ganz alleine und natĂŒrlich entstehen zu lassen. Damit wir aber so entspannt und geduldig abwarten können, ist eine erste Kontrolle notwendig, um die allgemeine Ausgangslage feststellen zu könne und um sich zu vergewissern, dass Mama und Baby  ( und auch der/die werdende Partner/ in) wohlauf sind. Und so verabredete ich mich mit deinen Eltern in der Praxis und bevor ich bei mir zu Hause losfuhr, erhielten sowohl meine KatzenzĂŒchterin, meine eine Tochter, die mich auf der Fahrt nach Bern begleiten wollte und mein Florist, der einen Katzenbaby- Dankeschön-Blumenstrauss  frisch am Morgen fĂŒr mich binden sollte, alle um 3 Uhr morgens eine SMS, dass das Katzenbaby heute nicht zu uns kommen kann und der Blumenstrauss an einem anderen Tag gebunden und seinen Weg nach Bern finden mĂŒsse.  Auf der Fahrt in die Praxis schien der Mond ziemlich kugelrund und erleuchtete die menschenleere Autobahn hell und ich dachte mir noch, kein Wunder-Vollmond eben!- nicht wissenschaftlich bewiesen und doch glauben wir Hebammen immer ein bisschen daran, dass die Tage und NĂ€chte um den Vollmond herum die Fruchtblasen platzen lassen und damit die Kinder bringen. Deine Eltern kamen hellwach und ein wenig nervös in meiner Praxis an, frĂŒher als erwartet sollte euer erstes gemeinsames Abenteuer losgehen. Deine Mama spĂŒrte bereits leichte regelmĂ€ssige Kontraktionen, nicht sehr schmerzhaft, aber dennoch bereitete offensichtlich der Körper deiner Mama sich darauf vor, dass du geboren werden solltest. Dein Geburtsweg, so tastete ich, war schon ein wenig vorbereitet , allerdings noch nicht so weit, dass es einen Grund gegeben hĂ€tte, bereits in dieser Nacht in die Klinik zu fahren. Und wĂ€hrend ich deine Herztöne kontrollierte, beschlossen deine Eltern und ich gemeinsam, dass ihr 3 noch einmal die leeren Strassen nutzen wĂŒrdet, um schnell nach Hause in euer Bett zu kommen und so viel Schlaf wie möglich tankt, wir wussten ja alle nicht, wie lange eure Geburtsreise dauern wĂŒrde. Nun, anscheinend warst du bereits mĂŒde genug ( zu dieser Nachtzeit solltet ihr kleinen MĂ€use ja auch nicht umher toben 🙃 ) denn deine Herztonkurve war sehr sehr ruhig und gleichmĂ€ssig, wĂ€hrend die Wehenkurve in schönen regelmĂ€ssigen AbstĂ€nden kleine Berg-und Talwelten aufzeichnete . Verhaltet ihr kleinen MĂ€use euch Herzton-technisch sehr ruhig, d.h. eure Herztöne variieren kaum in der Anzahl der SchlĂ€ge, können wir in der Geburtshilfe schlecht unterscheiden, ob ihr MĂ€use nicht einfach nur wirklich den Schlaf in Mamas Bauch geniesst oder ob ihr euch eher in einer nicht so komfortablen ”Energiesituation ” befindet und deswegen euch eher ruhig verhaltet, um nicht noch zusĂ€tzlich wertvolle Energie durch ”Umhergehopse” zu verbrauchen . GlĂŒcklicherweise schlaft ihr in den hĂ€ufigsten FĂ€llen einfach nur euren Babyschlaf und lasst euch schnell durch ein leichtes GerĂŒttel  an Mamas Bauch, durch eine Belastung ( wenn Mama mal schnell schnaufend 10 Kniebeuge mit ihrem dicken Kugelbauch macht)  oder durch einen akustischen Reiz ( wenn euch das Klingeln des  KĂŒchenweckers an Mamas Bauchdecke aus dem Schlaf schreckt ) wieder in den Wachzustand versetzten (im Wochenbett werde ich dann den Mamas immer sagen  NIE EIN GLÜCKLICH SCHLAFENDES KIND WECKEN ! 🙈 ). Nachdem ich also versuchte, dich durch ein kleines gerĂŒtteltes Bauch-Erdbeben wieder wach zu bekommen und du mir daraufhin weiterhin seelenruhig die gleiche Herztonkurve zeigtest, wusste deine Mama, wie sie dich garantiert wach bekommt und so nahm sie eine Position ein, in der sie damit rechnen konnte, dass du darauf garantiert reagierst. Und du tatest uns den Gefallen und  deine Herztöne pochten wieder wach und munter. So konnte ich euch noch einmal in euer Bett zum Schlafen schicken und weil bei deiner Mama eine Blutuntersuchung gemacht werden musste, verabredeten wir uns spĂ€testens um 10 Uhr in der Klinik (vorausgesetzt, deine Mama brĂ€uchte mich nicht schon frĂŒher ). Kurz vor 10 Uhr rief deine Mama bei mir an und ich dachte schon voller Freude, die Wehen wĂŒrden bereits intensiver kommen und wir uns definitiv zur Geburt in die Klinik begeben. Deine Mama wollte mich aber nur fragen, ob sie mir von unterwegs ein paar StĂ€rkungs-Gipfeli vom BĂ€cker mitbringen könne, eure Wehen aber waren im Moment deutlich weniger. Ich bat deine Mama doch eher eine TĂŒte Geburtswehen beim BĂ€cker zu ordern, denn das war es, was ich gerne haben wollte…In der Klinik angekommen, richteten sich deine Eltern in eurem zukĂŒnftigen Wochenbettzimmer ein und wĂ€hrend dein Papa den Kofferinhalt deiner Mama in die SchrĂ€nke beorderte  und mir bezaubernde kleine Kleider in Blau fĂŒr dich ĂŒbergab, damit ich sie in den WĂ€rmeschrank legen konnte,  kontrollierte ich erneut deine Herztöne. Die waren schon wieder sehr ruhig und gleichmĂ€ssig und ich bat deine Mama, grosszĂŒgig Wasser zu trinken, manchmal hilft das, eine bessere Herztonkurve zu bekommen . Auch informierte ich deinen Geburtshelfer, dass du mehr Aufmerksamkeit benötigtest und ich erklĂ€rte deinen Eltern, das wir aus reinen SicherheitsgrĂŒnden alle Vorbereitungen fĂŒr einen Notfall-Kaiserschnitt lieber jetzt schon in Ruhe und entspannt  durchfĂŒhren wĂŒrden. Meine Kollegin Claudia ( 1001 Dank ❀) half mir ( wie schon so hĂ€ufig ) routiniert, deiner Mama eine Infusion zu legen, Blut ins Labor zu schicken, ein OP-Nachthemd und KompressionsstrĂŒmpfe sowie notwenige Notfall-Medikamente in eure NĂ€he zu legen und alle benötigten Formulare auszufĂŒllen. Wir waren nun fĂŒr alle ( Not-)FĂ€lle gerĂŒstet und du tatest uns den Gefallen, wieder etwas lebhafter deine Herztonkurve zu gestalten, so das wir gemeinsam mit deinem Geburtshelfer beschlossen, erst einmal nur abzuwarten und auf einen möglichst raschen Wehenbeginn zu hoffen. NatĂŒrlich sind in solchen Situationen, deren Ausgang fĂŒr alle ungewiss ist, die Eltern besonders nervös. In meinen Augen ist es in diesem Augenblick wichtig, ihnen so viel wie möglich an Wissen und AufklĂ€rung zu geben und so besprach ich mit deinen Eltern, welche Ursachen dein Herztonverlauf haben könnte und welche Möglichkeiten in Bezug auf eure Geburt gegeben waren. Damit wir nicht nur auf deine Herzkurve starrten, gab ich deinen Eltern ablenkend die Kiste mit den Namensschildern fĂŒr dein Babybettchen und deine Eltern wĂ€hlten eine Eule fĂŒr dich aus, auf die ich nach deiner Geburt deinen Namen und meine Barbara-BlĂŒmchen malen wĂŒrde…Das CTG, so wie wir die geschriebene Herz-und Wehenkurve nennen, lief natĂŒrlich weiter und auch dein Geburtshelfer konnte es in seiner Praxis mitverfolgen. So sah er zeitgleich mit mir, dass du offensichtlich erneut uns signalisieren wolltest, das dein Aufenthalt im Bauch deiner Mama fĂŒr dich immer wie anstrengender zu sein schien. Dein Geburtshelfer kam darauf hin zu uns und mit einer Ultraschalluntersuchung kontrollierte er noch einmal alle Parameter, die uns helfen konnten zu verstehen, warum deine Herztöne nicht optimal waren. Wir ĂŒberlegten mit deinen Eltern, ob es Sinn machen wĂŒrde, die Wehen deiner Mama mit Wehenmittel anzuregen, aber da wir ja immer noch ganz am Anfang eurer Geburt standen, wollten deine Eltern und auch wir das Risiko nicht eingehen, dich in eine noch grössere Stresssituation unklaren Ausgangs zu befördern. Und so stimmten deine Eltern zu, dass wir dir kleinem Mann so schnell als möglich helfen wĂŒrden, zur Welt zu kommen und wenige Augenblicke spĂ€ter waren wir bereits unterwegs in den OP. Ich war froh, hatte ich deine Eltern schon am Vormittag etwas darĂŒber aufklĂ€ren können, was in den nĂ€chsten Minuten passieren wĂŒrde und dennoch, alles was in einer Notsituation passiert, geht immer zu schnell und zu unbegreiflich fĂŒr die Eltern und muss und sollte deshalb spĂ€ter im Wochenbett immer und immer wieder erklĂ€rt und verarbeitet werden. Im OP ging es dann sehr schnell, deine Mama erhielt eine SpinalanĂ€sthesie, so dass sie dein Geboren werden sehen und hören konnte. Deinem Papa zeigte ich, wo er sich fĂŒr die OP umziehen und warten konnte. Ich installierte und wĂ€rmte den Platz vor, wo wir euch MĂ€usen helfen können, solltet ihr anfangs Schwierigkeiten mit den ersten Lebensminuten haben und war doch froh, dass auch der Kinderarzt, der gerade Visite bei unseren Neugeborenen auf der Wochenstation machte, nun neben mir stand und mit mir auf deine Ankunft wartete. Dein Geburtshelfer bat mich, noch einmal, deine Herztöne zu hören und alle im OP hörten beruhigt dein kleines Herz in einem normalen Tempo schlagen. Als dein Papa neben deiner Mama Platz genommen hatte, ging alles sehr schnell -nur wenige Augenblicke spĂ€ter konnte euer Geburtshelfer deiner Mama und deinem Papa dich ĂŒber SchutztĂŒcher hinweg zeigen und du tatest uns den Gefallen, sofort laut und krĂ€ftig zu protestieren, immerhin war es ja fĂŒr dich ziemlich kalt und grell in der neuen Welt. Ich bekam dich in meine Arme gelegt und zeigt dich deinen Eltern, die dir zur BegrĂŒssung sofort TrĂ€nen voller Liebe schenkten. Da der Kinderarzt draussen auf dich wartete, bat ich deine Eltern, einen kurzen Moment Geduld zu haben, damit der Kinderarzt dich ansehen konnte. Du kleiner Mann warst aber so fit, dass wir dich nach einem kurzen Check up in dein Geburtstuch wickeln  und deinen Eltern wieder zurĂŒck geben konnten. Der Kinderarzt blieb noch einen kurzen Moment fĂŒr deine Eltern im Hintergrund, konnte sich aber sehr schnell davon ĂŒberzeugen, dass es dir so gut in deiner neuen Welt ging, dass er fĂŒr den Moment nicht mehr gebraucht wurde. Kleiner sĂŒsser Andrin, warum deine Herztöne uns so Sorgen bereitet haben und was passiert wĂ€re, hĂ€tten wir anders entschieden- diese Fragen waren im Moment absolut unwichtig, du warst in den Armen deiner Eltern und wirktest wach und zufrieden. Deine vielen dunklen Haaren waren ganz ganz bezaubernd und dein Papa hielt dein Köpfchen, wĂ€hrend du bereits die Augen öffnetest und deine Eltern interessiert anschautest, deine Fingerchen waren da bereits suchend in deinem Mund. Das deine Mama als Profi-Pflegefachfrau auch noch ihre Vitalwerte auf dem Überwachungsmonitor checkte, sei hier nur nebenbei erwĂ€hnt 🙈😊…Nach der OP brachte ich deine Eltern in den GebĂ€rsaal, wenn wir schon nicht deine Ankunft dort haben erleben können, so sollten deine Eltern wenigstens deine ersten Lebensstunden  mit dir gemeinsam dort verbringen, dich wiegen, wickeln und ankleiden dĂŒrfen. Auf dem Weg dorthin gratulierten so viele Mitarbeiter der Klinik deinen Eltern ( deine Mama wurde natĂŒrlich sofort erkannt ) und auch wenn ich deine Mama eigentlich vor fremden Blicken in diesem Augenblick schĂŒtzen wollte und nicht konnte, trotzdem war es sehr berĂŒhrend, wie bewegt und wie glĂŒcklich all die Menschen, die dich und deine Mama sahen, in diesem Augenblick waren – du warst von Anfang an von ganz viel Liebe umgeben !

Bezaubernder kleiner 🌾 ANDRIN 🌾 , ganz am Anfang schrieb ich, dich wĂŒrden kleine Katzen wohl nicht so interessieren. Jetzt, wo ich dich schon einige Male in deinem Daheim besucht habe und dort einige ganz bezaubernde Stubentiger gestreichelt habe, weiss ich, du wirst in Zukunft neben deinen Eltern immer jemanden haben, der dir schnurrend zuhört und dir mit weichem Fell WĂ€rme und Geborgenheit gibt, nichts besseres  kann man dir wĂŒnschen ! Sei aus tiefstem HERZEN WILLKOMMEN 💝💝💝

Ein kleiner Nachtrag ausnahmsweise (😉): Auch ich hielt 3 Tage spĂ€ter mein kleines Katzenbaby im Arm : Arabella Schnurrsula … sogar beide Töchter konnten dieses mal mit mir zur ZĂŒchterin nach Bern fahren, im GepĂ€ck ein wunderschöner frisch gebundener Blumenstrauss. NatĂŒrlich wollte meine KatzenzĂŒchterin wissen, ob es dir gut geht und wie du heisst, an deinem Geburtstag hatte auch sie an dich und euch gedacht! Und weil auch sie zeitgleich mit deiner Ankunft ein neues Katzenbaby fĂŒr sich bekommen hatte, und deine Geburtsgeschichte auch sie berĂŒhrt hat , heisst nun dieser kleiner Kater in ihrem Daheim  ANDRIN❀ !


🌾 LILIA ISABELLA 🌾

7. Oktober 2020

Kleine, wunderschöne und so zarte 🌾 LILIA ISABELLA 🌾 , fĂŒr deine Mama war es wichtig, dass du dir selbst deinen Geburtstag aussuchen durftest und ich glaube, sie war sehr, sehr glĂŒcklich darĂŒber, konnte sie mich 2 Tage nach deinem offiziellen Entbindungstermin nachts, in den ersten Stunden deines Geburtstages mit meinem  Pager wecken, denn du hattest offensichtlich beschlossen, auf die Welt kommen zu wollen. Seit Mitternacht spĂŒrte deine Mama eure ersten und schon gleich regelmĂ€ssigen Wehen. Weil deine Mama zum ersten mal Mama wurde, war sie etwas verunsichert, ob diese Kontraktionen bereits geburtsfördernde Wehen waren und weil du nicht mehr ganz so aktiv in Mamas kleinem Kugelbauch mit FĂŒsschen und FĂ€usten mit deiner Mama kommuniziertes, entschlossen wir uns, deine Mama und dich in meiner Praxis kurz anzuschauen, einfach um sicher zu gehen, dass alles in Ordnung war. Auf dem Weg in meine Praxis telefonierten deine Mama und ich erneut und deine Mama lag da bereits wieder in ihrem Bett, du warst zwar inzwischen wieder wach genug und zeigtest es auch deutlich, aber die Wehen deiner Mama hatten nicht an IntensitĂ€t zugenommen.  Eigentlich war das ein Zustand und eine Uhrzeit, in dem alle schnell den Schlaf in ihren eigenen Betten suchen sollten, aber weil deine Eltern dennoch sich nicht ganz so sicher fĂŒhlten und ich nun in meiner Praxis angekommen war, entschlossen wir uns, in aller FrĂŒhe eine ”Standortbestimmung ” zu machen und deine Eltern fuhren durch die noch menschenleeren Strassen zu mir. Schon auf meinem Weg in die Praxis regnete es unvorstellbar und auch deine Eltern kamen tropfend ( und zwar nicht von Fruchtwasser 🙈) und durchnĂ€sst bei mir an. Zuerst schauten wir natĂŒrlich wie es dir ging und du warst laut deiner Herztonkurve wach und vollkommen unbeeindruckt von den Kontraktionen, die da fleissig von meinem CTG-GerĂ€t aufgezeichnet wurde. Dein Geburtsweg aber, so tastete ich wenig spĂ€ter, brauchte noch etwas Zeit und Geduld, damit wir behaupten konnten, ihr stĂŒndet unter der Geburt und da wir nun wussten, dass es dir gut ging und auch deine Mama sich nun sicherer fĂŒhlte und das Wehengeschehen besser beurteilen konnte, wollten deine Eltern wieder in ihr Daheim, das Abwarten und ”Einwehen ” wie wir Hebammen es nennen, ist in den eigenen 4 WĂ€nden in der Regel ruhiger, gelassener, entspannter. Und an so einem Regentag gehört die Frau, die demnĂ€chst ein Kind gebĂ€ren soll und noch nicht geschlafen hat  sowieso im Kuschelmood ins Bett!  Am Abend war ursprĂŒnglich eine Routine- Schwangerschaftskontrolle bei eurem Geburtshelfer geplant und ich konnte mir durchaus vorstellen, dass deine Eltern diese sogar noch wahr nehmen wĂŒrden, sofern eure Wehen nicht intensiver wurden. Bevor deine Eltern wieder nach Hause fuhren, ĂŒbte ich mit ihnen zusammen die Atemtechnik wĂ€hrend der Wehen, die fĂŒr deine Mama am Besten machbar war  und dir im Moment des Wehenhöhepunktes ausreichend Sauerstoff geben wĂŒrde. Eure Kontraktionen verĂ€nderten sich immer mal wieder und deine Eltern telefonierten im Laufe des Vormittags noch 2x mit mir und die Aussage, dass sowohl das FrĂŒhstĂŒcksbrötchen deiner Mama wieder von ihr erbrochen wurde, als auch deine Mama Durchfall bekam – was fĂŒr die Frauen so unangenehm -fĂŒr uns Hebammen wunderbare Zeichen, dass der Körper der zukĂŒnftigen Mama sich auf die nahende Geburt vorbereitet, alles an energieraubenden Prozessen wie zBsp die Verdauung versucht zu minimieren und Platz fĂŒr das kleine Lebewesen  macht, dass sich da durch das Becken der Mama bewegen soll. Dein Papa ĂŒbernahm jetzt daheim das Mitatmen mit deiner Mama und seine Erfahrungen als Trompeter kamen ihm und letztendlich deiner Mama und dir zu Gute. Deine Mama war Anfangs des Nachmittags hin und her gerissen, ob euer  Daheim  bis zum Sprechstundentermin bei eurem Geburtshelfer der richtige Ort fĂŒr sie war und so fuhren deine Eltern erneut zu mir in die Praxis und nach einer kurzen Untersuchung wussten wir, dass all die Wehen, durch die deine Mama bis hier hin mit dir und deinem Papa  gegangen ist, nun wirklich deinen Geburtsweg langsam öffneten und eine  Erleichterung war bei deinen Eltern zu spĂŒren. Auch merkte deine Mama nun, dass sie sich in der Klinik sicherer als daheim fĂŒhlen wĂŒrde, eure Wehen hatten nun doch, wie gewĂŒnscht und herbei gesehnt, an IntensitĂ€t zugenommen . Und so fuhren wir gemeinsam in die Klinik, meine lieben Hebammenkolleginnen (❀) hatte da bereits schon einen GebĂ€rsaal fĂŒr dich und uns vorbereitet. Ich hatte es bei der Geburt bei Baby Shirin im Sommer schon als wunder-und liebevolle Geste erlebt – auch deine Mama holte aus ihrer Geburtentasche ein Nachthemd hervor, dass ihre Mama bereits  getragen hatte, als sie Mama von deiner Mama wurde – so schön und so nah verbinden sich zwei MĂŒttergenerationen dadurch! Da wir aus meiner Praxis wussten, wo deine Mama unter der Geburt stand, konnte dein Papa sogleich Wasser in die Badewanne einlassen, denn deine Mama war gespannt auf die Wirkung des Wassers. Und dein Papa kĂŒmmerte sich darum, dass deine Mama ihre Musik, die sie fĂŒr deine Geburt zusammengestellt hatte, hören und sich dadurch ablenken konnte. Er legte dein Geburtstuch in den WĂ€rmeschrank und eine riesige Auswahl an Kleidchen fĂŒr dich. FĂŒr jede Grösse die du vielleicht bei deiner Geburt haben könntest, war etwas ZuckersĂŒsses dabei. Auch wĂ€hlte er fĂŒr deine Mama etwas zu Essen aus und wir fragten uns, ob deine Mama nach eurer Geburt diese Essen noch am selbigen Tag zu sich nehmen wĂŒrde, oder ob das Essen bis zum nĂ€chsten Tag warten mĂŒsste . Auch wurde Blut deiner Mama vorsorglich ins Labor geschickt, denn deine Mama wollte sich die Option offen halten, sich jederzeit fĂŒr eine PeriduralanĂ€sthesie entscheiden zu können. Dem Badewasser gab ich noch einige Tropfen Rosengeranie dazu, mein bevorzugter Geburts-Duft, blumig, warm, feminin -wie geschaffen fĂŒr das Ankommen eines neuen kleinen Menschenwesens. Deine Mama genoss die lindernde Wirkung des warmen Wassers, die Leichtigkeit der Bewegungen, die der Auftrieb ihr gab. Sie versuchte, verschiedene Positionen aus und wĂ€hlte letztendlich die 4 FĂŒssler-Stellung fĂŒr sich, da sie spĂŒrte, dass sie dir hier am meisten UnterstĂŒtzung  in deinem Geburtsweg geben konnte. Sie realisierte auch, das nach einem Tag voller Regenschauer nun die Sonne in unseren GebĂ€rsaal schien. Dein Papa atmete derweil mit deiner Mama jede Wehe mit und half deiner Mama damit ungemein. Und dein Papa verriet mir, dass wir  alle auf  ein kleines MĂ€dchen mit zwei so wunderschönen Namen  warten. Er bot deiner Mama in der  Wehenpause Schokolade an, die deine Mama aber lachend ablehnte – ja, deine Mama konnte sich wunderbar in den Wehenpausen entspannen und lachen- und ich denke, deine Mama ahnte da bereits, wie sĂŒss DU aussehen wĂŒrdest und nichts, nicht mal Schokolade könnte dieser SĂŒssigkeit Gerecht werden. Deine Mama bewegte sich sehr intuitiv im Wasser, atmete mit Hilfe deines Papas von Wehenpause zu Wehenpause und durch Wehe und Wehe und hatte sogar den Wunsch zwischendurch in der Wanne abtauchen zu dĂŒrfen und als deine Mama in einer Wehe einen starken Druck nach unten verspĂŒrte, untersuchte ich deine Mama in der Badewanne, denn ich hĂ€tte es deiner Mama so gewĂŒnscht, wĂ€rest du nun parat gewesen, geboren zu werden. Wer Geburtswannen kennt, der weiss, es braucht einige Verrenkungen von uns Hebammen, um am Badewannenrand stehend den Muttermund ertasten zu können, sollte die GebĂ€rende in ihrer Lieblingsposition verweilen dĂŒrfen. Und so taste ich vorsichtig und auf Zehenspitzen und  dachte wirklich im ersten Moment, dass euer Geburtsweg offen wĂ€re, so fest drĂŒcktest du dein Köpfchen meinem Finger entgegen. Deine Mama hĂ€tte am liebsten einen Luftsprung vor Freude und zumindest gedanklich gemacht, dann aber ging eure Kontraktion vorbei und ich musste mich korrigieren, nicht die kompletten 10cm hattet ihr geschafft, sondern knappe 3 von 10. Das war natĂŒrlich trotz allem ein Fortschritt, aber fĂŒr deine Mama fĂŒhlte sich ihr Energielevel  nach einer schlaflosen Nacht und einem wehenintensiven Tag eher nach  geschafften 10 cm an. Und so wĂŒnschte sich deine Mama, die PeriduralanĂ€sthesie  zur UnterstĂŒtzung und kam dazu aus der Geburtswanne. Da wir beim Eintritt in die Klinik bereits schon alles dafĂŒr vorbereitet hatten, konnte der AnĂ€sthesist deiner Mama schnell und problemlos helfen und deine Mama fĂŒhlte sehr schnell den Wehenschmerz verschwinden. Hatte sie vorher nach jeder Wehe wunderbar und bewusst sich in ihre Entspannung geatmet, konnte sie jetzt ohne Anspannung und Schmerzempfinden ihre Kontraktionen auf dem Monitor verfolgen. Auch dein Papa nahm sich einen Moment eine Auszeit und ging fĂŒr einen kurzen Moment an die frische Luft, auch er durfte nun einfach einmal sich nur um sich selbst kĂŒmmern. Als er wieder zurĂŒck in den GebĂ€rsaal kam, wĂ€hlten deine Eltern dein NamenskĂ€rtchen fĂŒr dein Babybettchen, in Anlehnung das deine Mama sich so wohl in der Badewanne und dem Element Wasser gefĂŒhlt hatte, wurde es der Delfin, auf den ich spĂ€ter deinen Namen schreiben und meine Barbara-BlĂŒmchen malen sollte. Dein Geburtshelfer kam vorbei und er war nicht sonderlich glĂŒcklich ĂŒber den fĂŒr ihn eher schleppenden Geburtsverlauf, auch bewegte sich dein Köpfchen nun beim Untersuchen immer noch sehr beweglich im Eingang des Beckens deiner Mama, so als ob du kleine Maus immer wieder neu deinen Weg nach unten suchen musstest. Euer Geburtshelfer wollte euch noch 2 weitere Stunden Zeit geben, aber es sollte dann fĂŒr ihn ein deutlicherer Geburtsfortschritt erkennbar sein. Vorsichtig besprach ich also mit deinen Eltern auch die Option, dich kleine Dame mittels Kaiserschnitt zur Welt bringen zu lassen und deine Eltern nahmen diese Option gefasst an. Nun war es mein BedĂŒrfnis, ein kleines Time Out zu nehmen und ich ging fĂŒr einen kurzen Moment in die StationskĂŒche, liess mir einen Kaffe heraus, ĂŒberdachte die Situation bei euch im GebĂ€rsaal und hinterfragte natĂŒrlich, warum wir offensichtlich in die gleiche Situation hinein liefen, die ich  bei meiner letzten davor erlebten Geburt von Baby Ben ebenso erlebt hatte. Ein Geburtshelfer, den ich sehr schĂ€tze ( und leider viel zu wenig Geburten mit ihm erlebe ) klagte ich meinen Zweifel an mir, den ich in diesem Moment spĂŒrte und er gab mir mit wenigen und vor allem den richtigen Worten mein Selbstvertrauen und die Gelassenheit wieder, ich wusste ja nur zu gut und er bestĂ€tigte es mir ebenso , es braucht manchmal einfach nur etwas mehr an Geduld. Mit Coffein und guten Worten gestĂ€rkt ging ich zurĂŒck zu euch in euren GebĂ€rsaal und besprach mit deinen Eltern, was wir fĂŒr deine Geburt im GebĂ€rsaal noch tun könnten. Da deine Mama durch die PDA zwar nicht mehr gut stehen konnte, sich sonst aber gut bewegen konnte, bat ich sie, mit Hilfe deines Papas alle Positionen, die im Bett fĂŒr sie möglich waren im Wechsel auszuprobieren, so behielten wir das Becken deiner Mama in Bewegung und dir die Chance offen, doch noch den Weg durch dieses in der richtigen Position zu finden. Und ich verstĂ€rkte eure Wehen durch eine Weheninfusion, es war nur zu selbstverstĂ€ndlich, dass auch die GebĂ€rmutter nach inzwischen fast 24 Stunden harter Arbeit etwas UnterstĂŒtzung gut tat. Und deine Mama bewegte und drehte und unterstĂŒtze und gab so alles, was möglich war. Die Playliste deiner Mama spielte weiter ihre Musik und es war das Hochzeitslied deiner Eltern, was uns alle fĂŒr einen Moment von deiner Geburt ablenkte, deine Mama erzĂ€hlte mir, wie sie zu dieser Musik als Braut die Treppen hinab deinem Papa entgegen geschritten ist und diese so romantische Erinnerung zauberte uns allen ein LĂ€cheln ins Gesicht. Ich wollte eigentlich als nĂ€chsten Schritt mein Rebozotuch aktivieren, um deiner Mama damit eventuell noch helfen zu können, aber deine Mama bemerkte mit einem mal und trotz Wirkung der PeriduralanĂ€sthesie den gleichen Druck nach unten, wie vor wenigen Stunden in der Badewanne. Nun, ich untersuchte deine Mama natĂŒrlich hoffnungsvoll und wie glĂŒcklich war ich und waren deine Eltern, als nun euer Geburtsweg wirklich fast ganz offen war und du mit deinem Köpfchen dieses DruckgefĂŒhl nach unten bei deiner Mama verursachtest! Nun ging es sehr schnell, jede Wehe kam dein Köpfchen weiter uns entgegen und weil die Seitenlagerung dir und deiner Mama gut taten, ”schaukelten ” wir dich weiterhin deiner Geburt entgegen. Deinen Geburtshelfer konnte ich bitten, zur Geburt zu kommen und auch ihm war es anzumerken, dass er froh war, dass der  Gang in den OP nicht mehr notwendig war. Deine Mama spĂŒrte nun so intensiv die Presswehen, dass sie dich, so wie sie es sich gewĂŒnscht hatte, selbst und mit bewundernswĂŒrdiger Energie und ganz viel Liebe, gestĂŒtzt und gehalten von deinem Papa, zur Welt bringen konnte, knapp 24 Stunden spĂ€ter, nachdem deine Mama eure erste Wehe gespĂŒrt hatte und nur so nebenbei bemerkt in der Sternenguckerposition- du warst offensichtlich sehr neugierig auf diese Welt 😉 . Und in diesem Moment war nichts von MĂŒdigkeit nach einem so langen Tag bei allen Anwesenden zu spĂŒren. Endorphine und Adrenalin oder einfach auch nur das pure GlĂŒck fĂŒllte den Raum. Du lagst in deinem roten Geburtstuch und schautest deine Eltern an. Sofort war ein sĂŒsses kleines GrĂŒbchen an deinem Kinn zu erkennen, dein Papa hat dir da schon deutlich eines seiner Kennzeichen vererbt 🙃. Deine Mama und dein Papa waren ĂŒberwĂ€ltig von dir, vorsichtig durchschnitt dein Papa deine Nabelschnur und schaute mit deiner Mama nach, ob alles an dir dran ist. SpĂ€ter wusch er dich ganz vorsichtig und aus den Unmengen an Kleidchen, die deine Eltern fĂŒr dich mit in den GebĂ€rsaal mitgenommen hatten wurde ein Kleidchen- Body heraus gesucht, der eine passendere Aufschrift nicht hĂ€tte haben können : in sĂŒsser Schreibschrift  und in einem grossen Blumenherz stand da nĂ€mlich ” MummyÂŽs cutie ” !

SĂŒsse, bezaubernde 🌾 LILIA ISABELLA 🌾 Mamas SĂŒsse bist du natĂŒrlich immer noch-mehr denn je-  und wirst es ein Leben lang sein, genauso wie dein Papa voller Liebe und Stolz fĂŒr dich da ist. Die Bilder, die wir wenige Stunden spĂ€ter von dir und deinen Eltern machten, zeigen diese Liebe und diesen Stolz und dieses GlĂŒck. Wunderschön sind diese Bilder  und wunderschön war dein Ankommen in  diese Welt! SĂŒsse Maus,es war mir eine grosse Freude,eure Geburt begleitet haben zu dĂŒrfen,  SEI VON HERZEN WILLKOMMEN 💝💝💝            


🌾 BEN ELIAS 🌾

2. Oktober 2020

SĂŒsses kleines Wunder 🌾 BEN ELIAS 🌾 so anders, so unerwartet, mit unvorstellbarem Durchhaltewillen und Energie  und mit soviel Liebe und Zuneigung  ist deine Geburtsgeschichte verlaufen . Als ich deine Eltern in eurer Schwangerschaft in meiner Praxis kennen lernte, sass mir ein junges, ungemein sympathisches Paar gegenĂŒber, das sich auf dich, kleinen Mann, so sehr freute und weil es ihre erste Geburt war, die sie erleben wĂŒrden, waren sie offen fĂŒr alle Möglichkeiten, durch eure Geburt zu gehen, hatten keine speziellen WĂŒnsche oder Vorstellungen. Ich notierte mir damals, dass ich fĂŒr euch eine unkomplizierte Geburt erwartete, die Voraussetzungen waren perfekt : deine Mama ist eine sehr sportliche Frau, wirkte entspannt und  besonnen und auch du kleiner Mann wĂŒrdest laut Ultraschall nicht als Riese zur Welt kommen wollen. Deine Mama war auch noch die Ruhe selbst, als dein offizieller Entbindungstermin in die NĂ€he rĂŒckte und sie bereits immer mal wieder leichte Wehen verspĂŒrte, dein Geburtsweg darauf hin sich bereits viel versprechend und  leicht öffnete und wir damit rechnen mussten, dass du jederzeit starten wĂŒrdest, auf die Welt kommen zu wollen.  Auch dein Geburtshelfer war davon ĂŒberzeugt und wir alle hatten das GefĂŒhl, dass du dir das nĂ€chste, kommende Wochenende fĂŒr deinen Geburtstag auswĂ€hlen wĂŒrdest, vielleicht sogar eines meiner so geliebten Sonntagskinder werden wĂŒrdest. Nun, dein Geburtshelfer und ich waren dann tatsĂ€chlich am  Wochenende im GebĂ€rsaal, allerdings war es Baby Emily, welches es eiliger als du hattest, das Sonntagskind wurde und vor seinem Geburtstermin auf die Welt kam ( und da sagt man doch immer, MĂ€dchen lassen sich Zeit 😉), so dass ich deine Mama per SMS bitten musste, an diesem Wochenende nun doch nicht ans GebĂ€ren zu denken und du und deine Mama taten mir diesen Gefallen! Auch die nĂ€chsten Tage, inzwischen war dein Entbindungstermin ĂŒberschritten, hatte deine Mama  immer mal wieder einen unruhigen Bauch und konnte weniger gut in der Nacht schlafen und wir alle waren uns so sicher, dass du jeden Augenblick mit deiner Geburt loslegen wĂŒrdest. Nachdem nun aber eine ganze Woche ĂŒber deinem Entbindungstermin vergangen war und dein Geburtshelfer das GefĂŒhl hatte, du benötigst wahrscheinlich nur einen winzig kleinen Anstupser um deine Geburt in Gang zu bringen, trafen deine Eltern und ich uns –  alle guten Mutes- statt an einem Sonntag an einem Mittwoch morgens in der Klinik, bereits schon in eurem zukĂŒnftigen Wochenbettzimmer, denn der Entschluss stand fest : deine Eltern wĂŒrden erst mit dir im Arm wieder die Klinik verlassen. Deine Eltern richteten sich in ihrem neuen „Daheim“ auf Zeit ein, in der Hoffnung, es wĂŒrde ein Kurzaufenthalt werden  und dennoch war mir wichtig, ihnen mitzugeben, dass es auch möglich und richtig wĂ€re, mehr Zeit und Geduld deiner Mama zuzugestehen, bis wir uns fĂŒr deine  Geburt in den GebĂ€rsaal begeben wĂŒrden. Die erste Untersuchung von dir und deiner Mama brachte Optimismus, wir hatten deinen gut vorbereiteten Geburtsweg und deine Herztöne waren wunderbar und wĂ€hrend deine Mama die erste Wehen fördernde Tablette einnahm, schuf dein Papa bereits eine Erinnerung an eure Schwangerschaft, denn er nahm deine Herztöne, die wir durch das CTG laut und krĂ€ftig hörten, mit seinem Telefon auf. Nun hiess es abwarten, wie du und deine Mama reagieren wĂŒrden und nachdem dein Papa die Geburtstasche deiner Mama ausgepackt hatte ( und sich darĂŒber wunderte, was wir Frauen und speziell deine Mama doch alles so in diese Geburtenkoffer packen)  holte dein Papa ein WĂŒrfelspiel hervor, welches deine Eltern offensichtlich hĂ€ufiger spielen, um die wartenden Zeit zu ĂŒberbrĂŒcken und ich kann dir nur sagen, ganz viel Ehrgeiz hatten deine Eltern, jeweils als Sieger aus  diesem Spiel hervorzugehen … In dieser Zeit merkte deine Mama bereits deutlich intensivere Kontraktionen, was sie aber nicht davon abhielt, beim Spielen immer wieder zu gewinnen, allerdings war es nun an mir, deiner Mama zu zeigen, wie sie diese Kontraktionen am Besten veratmen kann und gemeinsam ĂŒbten wir die Bauchatmung, damit du mit jeder Wehe den Sauerstoff erhalten wĂŒrdest, den ihr kleinen MĂ€use ĂŒber das Blut in der Nabelschnur bekommt. Da wir aber immer noch ganz ganz am Anfang, streng genommen noch  nicht mal “unter “ eurer Geburt standen und Geburtseinleitungen sich auch ĂŒber mehrere Tage hinziehen können, ĂŒbernahmen nun meine Hebammenkolleginnen Annegret und Heidi ( vielen lieben Dank ! 💝 ), gaben in regelmĂ€ssigen AbstĂ€nden weiter die Wehen fördernden Tabletten und schauten gut zu euch dreien, wĂ€hrend ich mich in meine Praxis begab, darauf wartend, dass deine Mama mich mit Geburtswehen wieder zurĂŒck in den GebĂ€rsaal rief. Nun, wir telefonierten zwar immer wieder miteinander und deine Eltern verbrachten den restlichen Tag mit SpaziergĂ€ngen, WĂŒrfelspielen und Warten, aber die Wehen, die wir so gerne haben wollten, kamen trotz der Medikamente nicht und auch die letzte Tablettendosis am nĂ€chsten Morgen verlief ohne gewĂŒnschten Wehenbeginn. Und so trafen wir uns nach dem FrĂŒhstĂŒck mit eurem Geburtshelfer wieder in der Klinik um gemeinsam das weitere Vorgehen zu besprechen . Deine Mama hatte zwar die eine und auch andere krĂ€ftigere Wehe zu verarbeiten, aber sie waren noch nicht regelmĂ€ssig. Da bei deiner Herztonkurve immer mal wieder Stellen zu sehen waren, die uns nicht so ganz gefielen, beschlossen wir gemeinsam, die Wehen fĂŒr deine Mama und dich nun mit einer Weheninfusion zu intensivieren und dabei zu beobachten, wie du mit diesen Wehen umgehen kannst. Und wĂ€hrend deine Eltern sich noch in ihrem Zimmer mit ihrem Mittagessen stĂ€rkten, bereitet ich nun euren GebĂ€rsaal und die Weheninfusion vor . Bei den geburtsvorbereitenden GesprĂ€chen in meiner Praxis empfehle ich meinen Paaren all das zur Geburt mitzubringen, was ihnen unterstĂŒtzend gut tun könnte. Das können nebst Massage-und Duftölen, die eigene WohlfĂŒhl- Beruhigungs- Anregungs -Musik, eine  Hypnobirth-CD, Lieblingssnacks -und GlĂŒcksgefĂŒhl-SĂŒssigkeiten (😎), aber auch Fotos oder GegenstĂ€nde sein, die einen emotionalen Wert, eine Erinnerung und eine Wichtigkeit haben und bei der Geburt eines neuen kleinen Menschenwesen unbedingt mit dabei sein sollten und unter UmstĂ€nden fĂŒr immer als Symbol und Andenken fĂŒr die Geburt dieses kleinen Wesens dienen. Deine Eltern brachten 2 solche Dinge mit, zum einen eine Nuss, die ihnen in den letzten Tagen beim Spazieren gehen und Warten auf dich vor ihre FĂŒsse gefallen ist und nebenbei auch noch einen Namensbezug fĂŒr deine Eltern hatte und zum anderen ein kleiner, bunt bemalter Stein, den deine Eltern ebenfalls auf einer Wanderung gefunden hatten. Diese bemalten “ CH-Rocks orginal “ -Steine sind ein wunderschöner Trend in den Social Medien, man bemalt Steine nach seinen Vorstellungen und “wildert“ sie in freier Natur aus, der Finder behĂ€lt sie fĂŒr immer oder eine gewisse Zeit, gibt sie der Natur zurĂŒck oder bemalt selbst einen neuen Stein und lĂ€sst ihn einem neuen glĂŒcklichen Finder zurĂŒck. Diese beiden “GlĂŒcksbringer “ warteten nun gemeinsam mit uns auf Geburtswehen und 2 Stunden, nach dem die Weheninfusion zu laufen gebracht wurde, konnte ich in euren Geburtsbericht nun endlich WEHENBEGINN eintragen! Wir hatten nun die Wehen, die in guten AbstĂ€nden kamen und auch den Muttermund weiter eröffneten. Auch konnten wir die Weheninfusion stoppen, denn deine Mama schaffte es nun ganz ohne unterstĂŒtzenden Medikamente, die Kontraktionen zu erzeugen, die dich deinen Eltern immer wie nĂ€her bringen sollten. In dieser Zeit spielten sich deine Eltern als perfektes GeburtsTeam ein, dein Papa ging mit deiner Mama durch jede Wehe, atmete gut  hörbar fĂŒr deine Mama mit, hielt ihre Hand und konnte nur durch den Druck ihrer HĂ€nde erahnen und spĂŒren, was Wehen sind. Und er brachte deine Mama buchstĂ€blich in jeder  Wehenpause zum Lachen und mich gleich mit dazu. Die erste  geburtsbegleitende Musik die in eurem GebĂ€rsaal zu hören war,  war Heimatmusik, die dein Papa liebt und dein Papa jodelte ansatzweise euphorisch mit -ich vermute mal ganz fĂŒr dich alleine, kleiner Mann, denn deine Mama gab dann sehr schnell zu, eher die Musik von James Blunt zu bevorzugen. Letztendlich war es die Musik von Enya, die fortan im GebĂ€rsaal erklang und fĂŒr deine Mama eine grosse UnterstĂŒtzung und Ablenkung wurde, denn sie merkte, wie diese Musik sie durch die Wehen trug und bat deinen Papa jedes mal, wenn die CD fertig war, die gleiche CD erneut abzuspielen. ( SpĂ€ter im Wochenbett erfuhr ich, dass diese CD zufĂ€llig im GebĂ€rsaal lag und gar nicht speziell von deiner Mama bewusst vorher ausgewĂ€hlt wurde und dennoch passte sie so wundervoll zu deiner Mama, als wĂ€re diese Musik nur fĂŒr deine Mama und dich und eure Geburt komponiert worden! ) Deine Mama bewegte sich sehr viel, stand am Bett oder begab sich in die tiefe Hocke an der Sprossenwand, rotierte ihr Becken auf dem Pezziball und merkte durch diese aufrechten Positionen, dass du  mit deinem Köpfchen helfen wolltest, die Geburt zu unterstĂŒtzen. Dein Papa unterstĂŒtze mit GummibĂ€rchen, die er deiner Mama zum Essen gab und zwar nur ausgewĂ€hlt die grĂŒnen und weissen, die deine Mama am liebsten mag . Auch trug er solidarisch rote Socken mit Elefanten drauf ( dein Papa ist glaube ich ein grosser Elefantenfan ), rote warme Socken empfehle ich meinen Frauen fĂŒr die oft kalten FĂŒsse zum WĂ€rmen unter der Geburt  …. Er hielt fĂŒr deine Mama ein WĂ€rmekissen an ihren schmerzenden RĂŒcken, die WĂ€rme und die Geborgenheit, die dein Papa deiner Mama dadurch gab, taten deiner Mama so gut! Es war Nachtessenszeit, als deine Mama mit 4cm Muttermundseröffnung eigentlich die HĂ€lfte eurer Geburt geschafft hatte, passend dazu war die 4FĂŒsslerposition der beste Weg durch die Wehen zu kommen, die nun sehr intensiv waren. Dein Papa hielt die HĂ€nde deiner Mama und ermutigte und lobte sie, atmete weiter jede Wehe mit und erinnerte deine Mama nach jeder Wehe daran, wieder loszulassen, sich fallen zu lassen, zur Entspannung zu kommen. Dein Papa machte das so ausdauernd gut und konnte deine Mama so wundervoll durch jede eurer Wehen begleiten – entweder war dein Papa in einem frĂŒheren Leben Hebamme oder sollte es auf alle FĂ€lle in einem zukĂŒnftigen werden !!! Deine Mama wollte die Badewanne ausprobieren und dein Papa fĂŒllte sie mit warmen Wasser, deine Mama merkte sofort, wie die Wehenpausen in der Wanne fĂŒr sie entspannender als an Land waren, naschte etwas Schokolade ( die grĂŒn verpackte wohlgemerkt, passend zu den grĂŒnen GummibĂ€rchen 🙃 ). Eine Stunde und viele Wehen spĂ€ter wechselte deine Mama von der Wanne zum Bett, um sich einen Moment auszuruhen, die Beine zu strecken. Dein Papa ass nun auch etwas und stĂ€rkte sich, das Vermicelle, was auf dem Essens-Tablett bereit stand, das aber wollte deine Mama nach eurer Geburt essen und freute sich darauf . Wenig spĂ€ter untersuchte ich deine Mama, wir wollten so gerne gute Neuigkeiten “ertasten“ und ja, der Muttermund hatte sich weiter auf 7 cm geöffnet und deine Fruchtblase fĂŒhlte sich prall an, allerdings hielt dein Köpfchen noch nichts davon, mit in die Tiefe zu drĂŒcken. Deine Mama wollte nun wieder zurĂŒck in die Badewanne und dein Papa liess mehr warmes Wasser hinein. In der Badewanne begab sich deine Mama wieder in den bewĂ€hrten 4FĂŒsslerstand und sie ging weiter mit so einer bewundernswerten Energie durch Wehe um Wehe, von Wehenpause zu Wehenpause. Dein Papa stĂ€rkte sie in den Pausen nun mit grĂŒnen und roten GummibĂ€rchen und auch das Vermicelle kam löffelweise bereits zum Einsatz, dein Papa umsorgte so wundervoll deine Mama und damit ja auch dich. Kurz vor Mitternacht kam deine Mama aus der Badewanne und bat mich erneut nachzuschauen, wie weit ihr es geschafft habt, denn deine Mama merkte, wie langsam aber dennoch stetig ihre Energiereserven zu Ende gingen. Deine Mama hatte es nun fast ganz geschafft, ihren Muttermund wegzuwehen, aber du schienst den Weg tiefer ins Becken nicht auf dich nehmen zu wollen. Wir entschieden uns, die Fruchtblase zu eröffnen, um dir den Weg und die Möglichkeit zu geben, mehr mit deinem Köpfchen Druck auszuĂŒben und deine Mama versuchte nun alle ihr möglichen GebĂ€rhaltungen aus, um zu spĂŒren, in welcher der Druck nach unten am stĂ€rksten ist und dir damit zu helfen, den richtigen Weg durch das Becken zu finden. Es war die linke Seite im Bett, die scheinbar am besten fĂŒr dich war und ein Papa gab deiner Mama nun kalte TĂŒcher fĂŒr ihre schweissgebadete Stirn und motivierte weiter unermĂŒdlich, visualisierte dich als euren Jackpot, den ihr doch demnĂ€chst gewinnen solltet und sprach mit dir ( Hopp BEN ! ), damit auch du kleiner Mann deinen Teil zum Gelingen eurer Geburt beitrĂ€gst. Nun, wir und natĂŒrlich besonders deine Mama versuchten alles was noch machbar war, auch der GebĂ€rstuhl wurde noch ausprobiert, dort hatte deine Mama besonders das GefĂŒhl, dass du mithelfen konntest. Aber es reichte nie, um optimistisch zu sagen, dass ihr zwei es alleine schaffen könntet. Inzwischen merkte man es auch deinen Herztönen an, wie anstrengend es fĂŒr dich wurde und es ist nur begrenzt vorstellbar, wie mĂŒde deine Mama nun inzwischen sein musste. Ich besprach mit deinen Eltern die momentane Lage und auch das Wort Kaiserschnitt fiel nun zum ersten mal. Ich rief deinen Geburtshelfer dazu, gemeinsam wollten wir schauen, wenn deine Mama all ihre noch vorhandenen KrĂ€fte aktiviert und probiert in einer Wehe mit zuschieben, ob es reichen wĂŒrde, dass du kleine Maus geboren werden kannst. Deine Mama holte noch einmal unvorstellbar und vor allem bewundernswert viel Energie aus sich heraus, aber sie alleine schaffte es nicht, du konntest nicht helfen und zudem merkten wir an deine Herztönen, dass du diesen Druck ĂŒberhaupt nicht tolerierst. Und so besprachen und entschieden wir alle gemeinsam, dass der weiseste Entscheid fĂŒr deine Geburt, der Entschluss des Kaiserschnittes in dieser Situation war. Und mit diesem Entscheid ging es sehr schnell, bis wir im OP waren und an einem Freitag Morgen,dem 2.Oktober um 03:28 Uhr wurdest du kleiner und so sĂŒssen Mann endlich zu deiner Mama auf die Brust gelegt und dein Papa konnte nun endlich dich und deine Mama fest und seine kleine Familie im Arm halten! Bevor wir das tun konnten, musste dich dein Geburtshelfer aus deiner Nabelschnur wickeln, die du mehrfach um deinen Körper und Hals wie einen Rucksack gewickelt hattest . Auch wenn dieser Anblick uns soviel ĂŒber deinen Geburtsverlauf  erklĂ€rte, fĂŒr euch war das im Moment absolut nebensĂ€chlich. Deine Mama und dein Papa hatten dich im Arm und du warst gesund und schienst zufrieden, warst rosig rot in deinem Geburtstuch und öffnetest bereits die Augen.I ch machte jede Menge Fotos und Videos  von diesen Augenblicken, wie wichtig das war, zeigte sich viel spĂ€ter. Deine Eltern waren glĂŒcklich, aber nun merkte man, welche Energie es deine Mama und auch deinen Papa gekostet hatte. Die erste Zeit zur Überwachung nach der OP nutzen wir, um dich gemeinsam anzuschauen, zu zĂ€hlen, dass alle 10 Fingerchen und Zehen und sonst alles an dir vorhanden war und an den Busen deiner Mama wolltest du hungrig und deine Mama half dir beim Trinken. Dann aber brauchte sie einfach etwas Ruhe und so verstĂ€ndlich war es! Sie sah, dass dein Papa sein Shirt auszog und ich konnte dich, sĂŒssen kleinen Mann zum Bonden und direkten Hautkontakt auf die Brust deines Papas legen und euch mit warmen TĂŒchern zudecken, nichts musste mehr gesagt werden, nichts von euch getan werden, ihr drei hattet das absolute Recht, euch nur noch auszuruhen!

SĂŒsser bezaubernder 🌾 BEN 🌾, normalerweise schreibe ich an dieser Stelle noch ein paar WĂŒnsche, die ich meinen Babys mit auf den Weg gebe . Da ich weiss, das nicht wenige Menschen, besonders Frauen diese, meine Geburtsberichte hier lesen und unter ihnen garantiert auch Frauen sind, die eine Ă€hnliche Geburt erlebt haben, möchte ich noch kurz etwas ĂŒber die ersten Tage eures Wochenbettes schreiben. 

NatĂŒrlich waren deine Eltern mĂŒder, ausgelaugter als nach einer Geburt, die im GebĂ€rsaal statt gefunden hatte. Nach dem Einleitungsmarathon und dem Geburtsmarathon musste auch noch zusĂ€tzlich ein Operation verarbeitet werden, sowohl körperlich, als auch seelisch. Deine Mama hatte 3Tage lang unter deiner Geburt alles gegeben, gemeinsam mit deinem Papa alles probiert und dennoch fehlte ihr der GlĂŒcksmoment, den wir normalerweise doch so gerne als schönsten Moment im Leben erwĂ€hnen, wenn ihr MĂ€use geboren werdet. Es war nicht das GefĂŒhl, es nicht geschafft zu haben – deine Mama war sich da absolut bewusst, dass sie dir durch den Entscheid des Kaiserschnittes unter diesen UmstĂ€nden den besten Start in dein Leben geschenkt hat, es war das GefĂŒhl, diesen GlĂŒcksmoment nicht erlebt zu haben. Bei meinem ersten Besuch bei euch daheim sprachen wir sehr lange darĂŒber und das es absolut in Ordnung wĂ€re, genau diese EnttĂ€uschung  zu empfinden. Ich bot deinen Eltern ein Bonding-Bad fĂŒr euch an, wohl wissend, wieviel heilendes, emotionales dieses Bad auslösen kann. Und auch hier war dein Papa wieder so wertvoll, fĂŒr deine Mama, fĂŒr dich und auch fĂŒr mich. Denn bei meinem nĂ€chsten Besuch erzĂ€hlten mir deine Eltern, dass dein Papa mit deiner Mama all die Fotos und Videos, die im OP gemacht wurden in Ruhe angeschaut haben, dazu hörten sie die Enya-CD, die einfach nun fĂŒr immer eure Geburtsmusik sein wird. Und natĂŒrlich kamen dabei die TrĂ€nen, aber was viel wichtiger war, deine Mama sah, wie glĂŒcklich sie und dein Papa auf den Bildern unmittelbar nach deiner Geburt im OP aussah, dass dieses GlĂŒcksgefĂŒhl bei deiner Geburt da war, sie es nun spĂ€ter mit deinem Papa auf den Bildern sehen konnte, die tiefe Erschöpfung nach deiner Geburt  sie aber verloren glaubte … 

Kleiner 🌾 BEN 🌾, deine Geburt, all die Stunden bis zu deinem ersten Atemzug und deine Eltern, waren fĂŒr mich berĂŒhrend, beindruckend, besonders  und trotz des nicht erwartenden Endes dennoch schön. Du hast dir da zwei besonders tolle Menschen ausgesucht, die dich weiter beschĂŒtzen, behĂŒten und gross werden lassen. Geniesse sie, und lass dir von ihnen einen eigenen “Rock “- Stein bemalen, ob dein Geburtsstein bei euch bleibt oder wieder in die Natur “ausgewildert“ wird, damit jemand anderes ihn findet und ihm hoffentlich GlĂŒck bringt, hoffe ich irgendwann zu erfahren. Bis dahin sei von mir VON HERZEN WILLKOMMEN 💝💝💝 !


🌾 DEAN 🌾

Kleiner, zuckersĂŒĂŸer und schneller „Turbo“ – 🌾 Dean 🌾, du hattest es heute Nacht so eilig und bist fast zur gleichen Zeit wie Baby Ben zur Welt gekommen, so dass meine Kollegin Ramona als deine Hebamme deine wunderschöne und so schnelle Geburt begleiten und geniessen durfte đŸ€— Ich verspreche dir, unsere fehlende gemeinsame GebĂ€rsaalzeit holen wir in eurem Wochenbett mit dir und deinen Eltern dafĂŒr besonders intensiv nach! Sei von Herzen Willkommen 💝 💝 💝


🌾 EMILY 🌾

27. September 2020

Zehn sĂŒĂŸe, kleine Zehen gehören zu zwei sĂŒssen kleinen FĂŒĂŸchen, von mir mit Stempelfarbe auf’s Papier gebracht, die FĂŒĂŸchen an zwei reizend kleinen Beinchen, daran ein wundervoller kleiner Körper mit zwei sĂŒssen kleinen Armen, an denen jeweils wieder 5 bezaubernd kleine Fingerchen gezĂ€hlt wurden, die heute frĂŒh, bereits wenige Momente nach der Geburt, ihren Weg in den Mund vom so sĂŒssen, wunderschönen Gesicht der kleinen, bezaubernden 🌾 EMILY 🌾 gefunden haben. Sonntagskind EMILY, deine Geburtsgeschichte werden dir deine Eltern einmal erzĂ€hlen und du wirst staunen, was deine Mama in der vergangenen Nacht fĂŒr deine Geburt geleistet hat! Sei von Herzen Willkommen 💝 💝 💝, ich bin dankbar, durfte ich dich und deine Eltern bei eurer Geburt begleiten!


🌾 SHIRIN VALERIA🌾,

28. Juni 2020

Kleine 🌾 SHIRIN VALERIA🌾, du zauberhaftes Wesen mit den vielen , dunklen , langen Haaren . Deine Mama und ich kennen uns nun schon viele Jahre . Zum einen arbeitet deine Mama an dem Ort , wo ich euch MĂ€usen auf den Weg in die Welt begleite und ab und zu, wenn ich Frauen bei einem Kaiserschnitt begleite , arbeiten wir dann sogar zusammen und zum anderen durfte ich bereits deine Mama bei der Geburt deiner grossen Schwester Zoey helfen. In ihrer Geburtsgeschichte schrieb ich damals , wie zielstrebig und willensstark deine Mama ist , denn obwohl deine Schwester eigentlich ihren Geburtstermin in meiner Ferienzeit hatte, deine Mama wollte unbedingt mit mir ihre Geburt erleben und sie  schaffte es, etwas frĂŒher und in meinen letzten Arbeitstagen deine Schwester mit einer wunderschönen Geburt auf diese Welt zu bringen . Als deine Mama mir Ende letzten Jahres Bescheid gab , dass wir uns auf dein Ankommen freuen dĂŒrfen , war da schon klar , dass auch du , wie damals deine Schwester, mein letztes Baby vor meinen Sommerferien sein wirst, wir dieses mal aber entspannt an deinen Entbindungstermin herangehen konnten , mein erster Ferientag  war genĂŒgend weit weg von deinem geplanten Geburtstag.  Das du uns dennoch 6 Wochen vor deiner Geburt etwas nervös machtest , denn deine Mama spĂŒrte bereits mehr Übungswehen als uns lieb war – nun , deine Mama durfte sich da kurzzeitig vom Komfort ihres Arbeitsortes nun aus Patientensicht ĂŒberzeugen und wenig spĂ€ter mit viel Ruhe daheim ihren Bauch kugelrund anwachsen lassen, bis ihr beide die  FrĂŒhgeburtszeit ĂŒberstanden hattet  . Als wir dann in die NĂ€he deines Geburtstermines kamen wurde deine Mama – oh wie kenne ich es von meinen Frauen 😎- ungeduldig, deine Schwester kam 9 Tage vor ihrem Termin zur Welt und du schienst es nun ĂŒberhaupt nicht mehr eilig zu haben . Nur zu interessiert war deine Mama da an Tipps und gut gemeinten RatschlĂ€gen von Rezepten fĂŒr Wehen fördernde Cocktails oder Teemischungen mit der gleichen Wirkung . Aber ich riet deiner Mama davon ab in einen natĂŒrlichen Geburtsprozess einzugreifen , denn du hattest alles Recht der Welt, selbst zu entscheiden , wann du geboren werden wolltest und ich wĂŒnschte deiner Mama die Geduld , einfach abzuwarten und ihren sĂŒssen Babybauch mit deinen kleinen Fusstritten von innen heraus einfach noch diese so kurze anstehende Zeit intensiv zu geniessen . Es war der Samstag , an dem der kleine , so flinke Lio statt im GebĂ€rsaal im Auto geboren wurde ( ich habe  seine Geburtsgeschichte hier auf dieser Seite  vor deinem Eintrag  aufgeschrieben ) . Es war inzwischen abends und ich hatte Lio und seine Eltern vom GebĂ€rsaal auf die Wochenstation verlegt , alle Dokumente von Lios Geburt geschrieben , den GebĂ€rsaal wieder gereinigt und fĂŒr die nĂ€chste Geburt parat gemacht, als deine Mama mich anrief und mir mitteilte, dass sie eure ersten Geburtswehen fĂŒhlte . Wie war dieses Timing perfekt fĂŒr mich ! Ich rechnete schon von Anfang an bei dir und deiner Mama mit einer schnellen Geburt und war froh , bereits im GebĂ€rsaal zu sein und so alles fĂŒr dein Ankommen in Ruhe vorbereiten zu könne ( by the way :den Fahrstress bei Lios Geburt hĂ€tte ich nicht 2x am gleichen Tag erleben wollen 🙈). Deine Mama musste noch den Babysitter fĂŒr deine grosse Schwester organisieren und als sie wenig spĂ€ter erneut bei mir anrief , um mir Bescheid zu geben , dass deine Eltern nun unterwegs zu mir in die Klinik waren , spĂŒrte deine Mama schon bedeutend intensivere Wehen und dass du mit deinem Köpfchen Druck in  deinem Geburtsweg ausĂŒbtest – du wolltest von Anfang an mithelfen auf die Welt zu kommen ! Es war 21 Uhr , als deine Mama mit deinem Papa im GebĂ€rsaal ankam und die Wehen , die deine Mama spĂŒrte , kamen nun alle 2 Minuten . Nachdem ich deine Mama untersucht hatte und ich einen sehr guten Anfangsbefund bei deiner Mama ertastet hatte, war klar : entweder , wir erleben deine Geburt noch in den letzten Momenten des alten Tages oder  dann in den ersten Stunden des neuen Tages , der da ein Sonntag war – und ja , wie schon so hĂ€ufig hier auf meiner Seite geschrieben – ich liiiiiiiiebe einfach diese Sonntagskinder 😉…. Deine Mama hatte  bei deiner Schwester Zoey  mit Hilfe einer PeriduralanĂ€sthesie ( PDA ) geboren und damals diese UnterstĂŒtzung als so wohltuend empfunden . Und auch dieses mal ,so war es der unbedingte Wunsch deiner Mama , sollte diese Form der Schmerztheraphie auch  eure Geburt begleiten . Und da du kleine Maus es offensichtlich eilig mit dem geboren werden wollen hattest , mussten auch wir uns mit allen Vorbereitungen fĂŒr diese PDA beeilen. Dein Papa wĂ€rmte deine Kleidchen und dein Geburtstuch im WĂ€rmeschrank an , meine Kollegin Gina half mir, wie so hĂ€ufig  ( 1001 Dank, liebe Gina 😘) , mit Blutentnahmen und Laborbefunden , die fĂŒr diese PDA notwendig waren. Deine Mama aber stand am Entbindungsbett , veratmete Wehe um Wehe und kreiste dabei ihr Becken , um dir bei deinem Weg durch den Geburtskanal die bestmögliche UnterstĂŒtzung zu geben . Ich rate meinen Frauen beim Geburtenkoffer packen all die Sachen dort hinein zu tun , die den Frauen in diesen so speziellen Stunden Hilfe jeder Art seien könnten . Ob das die Lieblingsmusik der Frau ist , wohltuende DĂŒfte oder Massageöle , Energie- und kraftbringende Steine oder Mineralien , Fotos geliebter Menschen,  die Lieblingssnacks zum zwischen den Wehen zum Naschen, GlĂŒcksbringer , TeddybĂ€ren und  auch schon ein Trampolin wurden bei meinen Frauen als wichtig empfunden und  zur Geburt mitgenommen  . Auch rate ich meinen Frauen bequeme Kleidung und ( von Vorteil rote ) warme Socken , die sie in ihrer Bewegungsfreiheit und dem Wohlbefinden  unterstĂŒtzen , von zu Hause mitzubringen . Deine Mama hat sich nebst ihrer Musikliste , die dein Papa nun fĂŒr deine Mama aktivierte,  ein zart rosarotes Nachthemd ihrer Mama mitgebracht fĂŒr eure Geburt , was fĂŒr eine schöne Geste , die eigene Mama in dieser Form körperlich so nah dabei zu haben , wenn Frau selber Mama wird ! Deine Mama wartete ungeduldig auf die  Ergebnisse der Laborbefunde , die notwendig waren , damit der AnĂ€sthesist gerufen und die PDA gemacht werden konnte . Und als diese dann endlich da waren , konnte es gar nicht schnell genug gehen , bis der AnĂ€sthesist bei uns war . Es fehlte eine halbe Stunde bis Mitternacht , bis die PDA die Wirkung hatte , die deine Mama und ich uns fĂŒr deine Mama gewĂŒnscht und vorgestellt hatten. Da die schmerzlindernde Wirkung anfangs auf  einer KörperhĂ€lfte intensiver als auf der anderen war , brauchte es noch gewisse Lagerungswechsel  ( die deine Mama als “ Fachfrau “ natĂŒrlich selbststĂ€ndig einnahm ) . Nun, da  deine Mama entspannt und schmerzfrei in ihrem Entbindungsbett sass ,untersuchte ich deine Mama erneut , denn sowohl  die Wehen, die  fĂŒr deine Mama  noch leicht spĂŒrbar waren , als auch der immer stĂ€rker werdende Druck den deine Mama von deinem Köpfchen her spĂŒrte, passten zu den fast 7 cm , die deine Mama bis hierhin ganz alleine geschafft hatte. Damit war klar , du wĂŒrdest ein Sonntagskind werden ( ein sonniges dazu , denn wir hatten wunderbare Sommertage in dieser Woche ) und deine Mama empfand mit einem mal grosse Lust auf ein Glas  Grapefruitsaft und es war dein Papa , der nun  loszog , um deiner Mama diesen Wunsch zu erfĂŒllen. Danach empfahl ich deinen Eltern , die entspannte Stimmung im GebĂ€rsaal zu nutzen , um sich noch etwas auszuruhen , bevor wieder alle Energie fĂŒr dein Ankommen benötigt wurde . Deinem Papa gab ich die Matte , die wir normalerweise fĂŒr Geburten auf dem GebĂ€rhocker nutzen und ein Kopfkissen dazu , einfach um fĂŒr einen kurzen Moment auf dem Boden des GebĂ€rsaales die Augen zu schliessen und sich entspannen zu können . Deine Mama aber war voller Energie und sie spĂŒrte , was ihr Körper trotz schmerzlindernder AnĂ€sthesie fĂŒr Höchstleistungen in diesen Augenblicken  lieferte. Deine Mama und ich besprachen noch einmal letzte Details und WĂŒnsche fĂŒr deine Geburt , denn wie schon bei deiner Schwester wollte deine Mama soviel wie möglich mithelfen , wenn du dann geboren wirst . Wir hatten nun die Zeit , dass  deine Mama mit dem Menueplan  ihre EssenswĂŒnsche  fĂŒr den Aufenthalt in der Klinik selbst zusammen stellen konnte , und wĂ€hrend dessen , es war genau Mitternacht , öffnete sich deine Fruchtblase . Von nun an ging es schnell, du machtest dich, nun da der Muttermund ganz offen war mit deinem Köpfchen weiter auf den Weg durch das Becken deiner Mama . Deine Mama unterstĂŒtzte dich dabei , indem sie verschiedene Positionen im Bett einnahm und nur alleine durch ihre Bewegungen deine Geburt unterstĂŒtze , dein Geburtshelfer kam zu uns und setzte sich an das Bett deiner Mama , dein Papa war ganz nah bei deiner Mama und so auch bei dir . Gemeinsam hörten wir deinen Herztönen zu , die wunderbar unaufgeregt waren und konnten dir die Zeit geben , die du Wehe fĂŒr Wehe nutztes , um tiefer durchs Becken und so zu dessen Ausgang  und fĂŒr dich zum Eingang in diese Welt zu kommen . Wir konnten dein Köpfchen bereits sehen und auch die vielen dunklen Haare , die du anscheinend gleich wie deine Schwester hattest .Deine Mama setzte sich nun aufrecht und ich gab ihr einen Spiegel , damit auch deine Mama, gemeinsam mit deinem Papa  dich bereits sehen konnte . Und es war der Moment gekommen , an dem deine Mama sanft schiebend den Druck ausĂŒbte, um  dich zu gebĂ€ren und deine Mama machte das , was sie sich so gewĂŒnscht hatte : sie hielt mit ihrer einen Hand gemeinsam mit mir dein Köpfchen , wĂ€hrend es geboren wurde , du warst also vom allerersten Moment deines Ankommens in dieser Welt in den HĂ€nden deiner Mama ! Auch bei der restlichen Entwicklung deines Körpers hielt deine Mama dich und konnte dich so selbst zu sich auf die Brust  nehmen, wĂ€hrend wir  auf die Uhr schauten und deine Geburtszeit feststellten : Du sĂŒsses kleines MĂ€dchen kamst als Shirin Valeria,  ein Sonntagskind, in einer wunderschönen,  ruhigen und entspannten Stimmung um 01:14 Uhr auf die Welt . Sofort wurdest du mit deinem warmen , rosaroten Geburtstuch zugedeckt  und in den Armen deiner Mama  öffneten sich deine grossen, dunklen Augen. Dein Papa machte sofort die ersten Fotos von dir und so glĂŒcklich deine Mama war , du zeigtest uns, kaum auf der Welt , wie scheinbar hungrig du schon warst , denn all deine Fingerchen gingen suchend in den Mund und deine Mama legte dich an ihre Brust , damit du bei ihr trinken konntest . Das du damit natĂŒrlich auch wunderbar die Nachgeburtsphase unterstĂŒtztes, sei nur nebenbei erwĂ€hnt , denn das Trinken am Busen erzeugt bei der Mama Nachwehen und so konnte auch deine Placenta fast “nebenbei “ geboren werden . Dein Geburtshelfer untersuchte dich ein erstes mal bei deiner Mama und wir alle freuten uns darĂŒber , wie entspannt und wach blickend du anscheinend warst. Deine Mama kĂŒsste dich immer wieder und sprach mit dir und es fiel ihr sichtbar schwer , dich zum ersten mal loszulassen , damit dein Papa  gemeinsam mit mir dein Gewicht und deine LĂ€nge messen konnten : fast 4200 g zeigte die Waage an ! Ein stolzes Gewicht fĂŒr so eine kleine Dame , aber fĂŒr deinen Papa , der dich nun gemeinsam mit deiner Mama in deine Kleidchen kleidete warst du so klein , so klein ! Deine Mama war so euphorisch , so ĂŒberglĂŒcklich ĂŒber das Erlebte , deinem Papa  sah man die Freude und vor allem den Stolz genau so an , er machte , wie bei deiner Schwester ganz bedĂ€chtig immer wieder Erinnerungsfotos und als deine Mama sich viel spĂ€ter am frĂŒhen Morgen etwas erfrischte , hielt er dich ganz sanft in seinen Armen , beschĂŒtzend und verliebt -es war ein wunderschöner friedvoller Anblick. 

SĂŒsse 🌾 SHIRIN VALERIA 🌾 , Frauen nach der Geburt ihres Babys  so ĂŒberglĂŒcklich zu sehen , wie ich und dein Geburtshelfer es bei deiner Mama erleben durften , was fĂŒr ein schönes, befriedigendes GefĂŒhl gibt das uns , die wir bei der Geburt eines kleinen neuen Menschen mit dabei sein dĂŒrfen. Ich wĂŒnsche deinen so wundervollen Eltern , dass sie dieses GlĂŒcksgefĂŒhl von deiner Geburt nie vergessen werden und immer und immer wieder damit beschenkt werden , wenn die Erinnerung an jedem deiner nun folgenden Geburtstagen ihnen ein LĂ€cheln in ihre Gesichter zaubert ! SĂŒsses kleines MĂ€dchen, SEI VON HERZEN WILLKOMMEN 💝💝💝!


🌾 LIO 🌾

27. Juni 2020

Kleiner sĂŒsser und so superschneller 🌾 LIO 🌾 , eigentlich mĂŒssten deine Eltern hier deinen Geburtsbericht niederschreiben, denn du kleiner Mann hattest es vor 8 Wochen so eilig mit deiner Geburt,  dass deine Eltern am Tag deines Ankommens sich zwar noch auf den Weg in die Klinik begeben haben , du aber bereits auf der Fahrt dorthin das Licht der Welt erblickt hast – deine Mama hat eure Geburt  ganz alleine , nur mit Hilfe deines Papas geschafft! Schon bei deiner grossen Schwester Lucie , deren Geburt ich  als Hebamme begleiten durfte, ging es sehr schnell und ich schwĂ€rmte noch lange von ihrer so schönen Weise , geboren zu werden . Und auch fĂŒr deine Geburt , das ahnten wir alle , wĂŒrden wir nicht viel Zeit benötigen und tendenziell wĂŒrden dein Geburtshelfer und ich  „ nur ” durch unsere Anwesenheit deiner Mama die Sicherheit geben , eure Geburt in der Badewanne -das war jedenfalls der geplante Geburtsort – ganz alleine zu schaffen . Am Vorabend deines grossen Tages war ich bei einem Abschiedswochenbettbesuch eines meiner Aprilbabys ganz in der NĂ€he der Klinik und ich dachte mir noch , wie perfekt im Timing wĂ€re es , wĂŒrdest du jetzt die ersten Zeichen geben , geboren werden zu wollen . Ich hatte es immer als Herausforderung fĂŒr eure Geburt angesehen, rechtzeitig im GebĂ€rsaal anzukommen und hoffte instĂ€ndig , dass du entweder Wochentags deinen Geburtsbeginn hĂ€ttest , wenn ich bereits im Aargau arbeitend  unterwegs sein wĂŒrde oder falls nicht , dann in der Nacht , wenn die Autobahnen leer und dieses mir ein schnelles Fahren in den GebĂ€rsaal möglich macht . Das du zeitgleich an diesem besagten Freitag Nachmittag mit deiner Mama um dich herum bei eurem Geburtshelfer zu einer Schwangerschaftskontrolle warst , erzĂ€hlte mir deine Mama erst nach deiner Geburt im GebĂ€rsaal . Auch euer Geburtshelfer wusste um die Wahrscheinlichkeit einer schnellen Geburt bei deiner Mama . Deshalb bot er deiner Mama an, an diesem Freitag  sie zu untersuchen, um eine eventuelle unbemerkte Öffnung deines Geburtsweges auszuschliessen . Deine Mama lehnte aber ab , sie wollte dir die Zeit und das Timing gönnen , welches du fĂŒr dich brĂ€uchtest und ausserdem hatte deine Mama das GefĂŒhl ,dass es dir noch so gut bei ihr gefĂ€llt , dass du noch einige Zeit WĂ€rme und Geborgenheit der GebĂ€rmutter geniessen wolltest . Nun , das GefĂŒhl war trĂŒgerisch , denn am nĂ€chsten Morgen schienst du deine Neugierde auf die Aussenwelt schlagartig zu bekunden. Ich sass beim FrĂŒhstĂŒck mit meiner Familie , als ich den Namen deiner Mama auf meinem Handydisplay aufleuchten sah und als ich den Anruf entgegen nahm , hörte ich , wie dein Papa deine Mama gerade fragte , ob er ihr etwas zu Essen zubereiten soll , deine Mama erwiderte bevor sie mit mir sprach , dass sie keinen Hunger hat und  „wie“ sie es zu deinem Papa sagte , da war fĂŒr mich  klar , dass es von nun an fĂŒr alle Beteiligten eilig voran gehen musste , denn ich wusste am Tonfall deiner Mama , dass die Wehen , die deine Mama erst seit 10 Minuten spĂŒrte , bereits sehr intensiv waren . Deine Mama fragt mich , ob ich bereits und zufĂ€lligerweise im Aargau war ,was ich verneinte und wir mussten uns auch gar nicht gross ĂŒber ihre Befindlichkeit austauschen , denn alles was wir verabredeten, war, dass wir alle uns so schnell als möglich auf den Weg in die Klinik begeben wĂŒrden. WĂ€hrend deine Eltern noch auf den Babysitter fĂŒr deine grosse Schwester warteten , packte ich meine Sachen und kaum war ich angezogen und im Auto aus der Garage heraus , rief dein Papa mich an , dass auch sie nun losfahren wĂŒrden . Ich hörte deine Mama im Hintergrund eine Wehe veratmen und fĂŒr  mich war da bereits klar , dass die Chance , dass ich es rechtzeitig nach Aarau schaffen wĂŒrde , verschwindend klein war . Ich sagte deinem Papa, er soll euch vorsichtig aber zĂŒgig in die Klinik fahren und dass ich meine Hebammenkolleginnen informieren wĂŒrde , alles fĂŒr deine Geburt vorzubereiten und notfalls ohne mich mit ihrer Hilfe dich auf die Welt kommen zu lassen . Samstag vormittags von Luzern nach Aarau zu fahren , ist genauso verkehrsintensiv , wie Freitags am Nachmittag und so fuhr ich innerlich immer mal wieder fluchend zwischen lauter entspannten Wochenend-Einkaufs-Trödlern Richtung Aarau . Ich hoffte , dass die Route Richtung ZĂŒrich mich schneller voran brachte , da der Weg ĂŒber Luzern tendenziell mehr Verkehr hatte . Ich rief aus dem Auto im GebĂ€rsaal an und meine Kollegin Annegret war im Dienst ( 1001 Dank fĂŒr alles ❀ ) die ich im Schnellbriefing  ĂŒber deine Mama und ihre WĂŒnsche aufklĂ€rte und sie bat , alles fĂŒr deine Geburt vorzubereiten und gegebenenfalls dich kleine Maus bei deiner Geburt zu unterstĂŒtzen. Ich war auf Höhe WĂŒrenlos ( also etwa auf der HĂ€lfte der Strecke ) als dein Papa mich erneut anrief und es war mir in diesem Augenblick schon instinktiv klar , du warst auf der Welt ! Und dein Papa bestĂ€tigte es mir : du warst  soeben geboren worden ! Und dann sagte er mir , dass ihr aber noch  gar nicht in der Klinik angekommen seid , sondern  deine Mama dich in eurem Auto zur Welt gebracht hatte und ihr nun auf die Ankunft des Rettungswagen warten wĂŒrdet .  Ich gratulierte deinen Eltern, fragte , wie es deiner Mama  und dir ginge und ob es auch deinem Papa gut geht . Er konnte mir bestĂ€tigen ,dass es euch dreien prima ginge und du kleiner Mann rosig warst und gut Luft holtest . Euer rotes Geburtstuch, dass auch deine Schwester bei ihren ersten AtemzĂŒgen vor KĂ€lte, grellem Licht und NĂ€sse geschĂŒtzt hatte ,  hatte dein Papa bei der Abfahrt vorsorglich auf den RĂŒcksitz eures Autos platziert und so konntest auch du unmittelbar nach deiner Geburt in diesem Tuch schĂŒtzend eingehĂŒllt werden. Als der Rettungswagen in Sichtweite war , verabredeten wir uns  in der Klinik und ich konnte eine Winzigkeit entspannter und langsamer Richtung GebĂ€rsaal fahren , wohl wissend , dass die Crew des Rettungswagens dich mit deinen Eltern sicher zu uns bringen wĂŒrde . Als ich im GebĂ€rsaal ankam , wartete bereits dein Geburtshelfer auf dich und zusammen gingen wir zur Rettungsstelle unserer Klinik , wo auch du mit deiner Mama gerade ankamst . Dein Papa folgte euch mit eurem nun wohl fĂŒr immer und ewigem  „Geburtsauto “ und kam etwas spĂ€ter mit euren Taschen  im GebĂ€rsaal an . Wie mag es wohl einer Frau gehen , die soeben vollkommen ĂŒberstĂŒrzt und  improvisiert ihr Baby an einem Ort zur Welt gebracht hat , der vielleicht nicht gerade der optimalste Platz fĂŒr so ein tiefgreifend, emotionales, bedeutsames  Ereignis wie die Geburt des eigenen Kindes ist ? Nun, die Crew des Rettungswagens, deren mitfahrende Hebamme, dein Geburtshelfer und ich, wir alle  im Lift auf dem Weg in den GebĂ€rsaal,  fĂŒhlten eine fröhliche, aufgekratzte Erleichterung, dass deine Geburt ohne professionelle Hilfe problemlos verlaufen ist und es dir und deiner Mama einfach nur sehr gut ging. Deine Mama aber hielt dich in ihren Armen  fest in deinem Geburtstuch  und sie strahlte eine unglaubliche und wunderschöne Aura aus , die wohl nur und einzigartig Frauen haben können , die soeben einem kleinen Menschenwesen das Leben geschenkt haben und ihre GlĂŒcksgefĂŒhle noch gar nicht greifen können. Nachdem sich die Rettungswagen-Crew nach Erledigung der letzten formellen Dinge verabschiedet hatte ( sie schenkten dir  zum Schluss einen sehr sĂŒssen TeddybĂ€ren mit Rettungsweste als Erinnerung an eure Fahrt mit ihnen ) , umarmten deine Mama und ich uns erst einmal und wir zwei mussten einfach lachen vor GlĂŒck und Freude und deine Mama erzĂ€hlte mir eure Geburtsgeschichte . Und nachdem ich deine Mama einfach nur einen Moment “ankommen “ lassen, sich fallen lassen und sie die Anspannung der letzten Stunde lösen konnte , wurde nun wenigstens deine/ eure  Placenta im GebĂ€rsaal geboren . Dein Papa kam wenig spĂ€ter im GebĂ€rsaal an und er hatte den kleinen Kinderkoffer mit den vielen farbigen Eulen darauf  in der Hand , der auch bereits bei der Geburt deiner grossen Schwester mit im GebĂ€rsaal dabei war und die Kleidchen fĂŒr sie und nun auch fĂŒr dich beinhalteten . NatĂŒrlich war auch dein Papa aufgekratzt und dabei aber so glĂŒcklich , immerhin durfte er sich nun auch Geburtshelfer nennen. Nachdem dein â€œĂ€rztlicher“ Geburtshelfer bei deiner Erstuntersuchung definitiv bestĂ€tigen konnten , dass du gesund und wohlauf bist , konnte dein vĂ€terlicher “Geburtshelfer “  dein Gewicht und deine LĂ€nge feststellen . Wir machten noch jede Menge Erinnerungsfotos : du mit deiner Mama , du mit deinem Papa , deine Eltern mit dir in der Mitte , dein “fast“ -Geburtshelferteam mit dir und natĂŒrlich alle gemeinsam mit dir in deinem roten Geburtstuch … Deine Mama formte bei diesem Bild absolut gerechtfertig das Victory-Zeichen mit ihren Fingern . Nun wurde es Zeit , dass auch dein Papa „ankommen “ durfte , nichts musste im Moment getan werden , alle Zeit der Welt durfte nun fĂŒr das einfach geniessen und sich bewusst werden , dass deine Geburt geschafft und vorbei war, genutzt werden und er hielt dich und deine Mama verliebt im Arm, streichelte und kĂŒsste seinen, wie er sagte, Stammhalter 😎 immer wieder und deine Mama natĂŒrlich auch und er erzĂ€hlte , wie auch bei euch der Verkehr auf der Strasse auf dem Weg in die Klinik  deinen Papa dazu zwang , auf  Umwegen ĂŒber Feldwege auszuweichen, die dennoch ein schnelleres Ankommen in der Klinik versprachen , wie deine Mama dann aber schnell merkte ,dass du geboren werden wolltest und deine Mama deinen Papa bat , einfach nur das Auto anzuhalten , dein Papa aber noch soweit in die „ Zivilisation “  weiter fuhr, bis er hinter dem erst besten Haus, einem AutogeschĂ€ft, anhielt , dort deine Eltern dich gemeinsam in ihren Armen empfingen und die Inhaberin des AutogeschĂ€ftes in der Zeit den Rettungswagen alarmierte und diesen Rettungswagen dann auch zu eurem Auto lenkte. Die Autohausdame brachte als „Ersthelferin“ danach deinen Eltern etwas zu trinken und als das dein Papa mir erzĂ€hlte , fiel deinen Eltern ein, dass in ihrer Tasche eine Flasche Champagner darauf wartete , geöffnet zu werden. Die Suche nach ein paar passenden GlĂ€sern fĂŒr das edles GetrĂ€nk dauerte  lĂ€nger als deine ganze Geburt â˜ș  aber  letztendlich stiessen wir auf eure  so spezielle Geburt an , auf dich , deinen tollen Papa und deine so wundervolle , unglaubliche Mama ! 

Lieber, so sĂŒsser  🌾 LIO 🌾 , spĂ€ter , als dein Papa dir deine zauberhaften Kleidchen anzog , bekamst du deinem Namen zu Ehren kleine  Babyschuhe mit  einem Löwen darauf angezogen . Du wurdest , ganz genau wie deine Schwester nach ihrer Geburt, in ein zweites, rotes, neues  Geburtstuch gewickelt , welches dein Papa extra fĂŒr die Geburt deiner Schwester gekauft und dieses nun auch fĂŒr dich genutzt wurde  . Diese Tuch ist so weich und wunderschön , es wĂ€re schade ,wĂŒrde es nie wieder im GebĂ€rsaal zum Einsatz kommen ….und da du den ersten Kontakt mit Badewasser nicht wie geplant in der Geburtsbadewanne , sondern erst bei dir zu Hause gespĂŒrt hast , plĂ€diere ich nur zu gerne dafĂŒr , in ein paar Jahren doch noch einmal deine Eltern IM GebĂ€rsaal und WÄHREND einer (vielleicht Wasser-) Geburt deiner kleinen Schwester oder deines kleinen Bruders zu betreuen und diese Tuch erneut benutzen zu können …. jedenfalls habe ich das bei deinen Eltern immer mal wieder bei meinen Wochenbettbesuchen bei euch daheim leise  angetönt 🙈â˜ș … Bis dahin wirst du aber deine wundervollen Eltern und deine sĂŒsse , grosse Schwester Lucie geniessen können ,  als kleiner , so schneller LIO !  Lass dich verwöhnen , lass es dir in dieser deiner  Familie gut gehen und sei auch von mir

 VON HERZEN WILLKOMMEN 💝💝💝


🌾 NICOLAI EMIL 🌾

17. Juni 2020

Kleines Wunder 🌾 NICOLAI EMIL 🌾, du bist wirklich ein kleines Wunder fĂŒr deine Familie , denn wie schon bei deinem grossen Bruder Teo , so mussten auch bei dir deine Eltern einiges an Geduld, Hoffen, Bangen  und ganz viel Liebe investieren , damit deine Mama und dein Papa letztendlich mit dir, deine Mama um dich herum, bei mir zum geburtsvorbereitenden GesprĂ€ch in meiner Praxis gegenĂŒber sassen. Wie schon bei Baby Ben , den ich hier auf meiner Seite vor dir begrĂŒsst habe , hat auch bei dir deine Tante dir und deinen Eltern zuerst bei mir einen Platz in meiner Hebammenagenda  gesichert, denn bei der Geburt deiner Cousine Anna durfte ich bereits die Hebamme deiner Tante sein und es ist fĂŒr mich natĂŒrlich immer speziell und besonders schön , wenn ich quasi als Familienhebamme im wahrsten Sinne des Wortes helfen darf, die Familie zu vergrössern . Als dann deine Eltern in meiner Praxis mir gegenĂŒber sassen , kannte ich bereits schon deshalb etwas deine und die Geschichte deines grossen Bruders . Und deine mir so sympathischen und schon fast vertrauten Eltern hatten , vielleicht auch weil eure Familiengeschichte schon speziell genug war , nur den einen Wunsch : Sie wollten dich gesund in ihren Armen halten wenn du in dieser Welt ankommst ! Es ist nun schon fast 9 Wochen her , als du morgens deinen Startschuss fĂŒr deine Geburt gabst . Deine Mama verlor dein Fruchtwasser und spĂŒrte bereits die ersten vereinzelten Kontraktionen und rief mich an und wir verabredeten uns fĂŒr eine erste Kontrolle in meiner Praxis . Auf dem Weg dorthin regnete es so unglaublich stark , dass das Fahren auf der Autobahn eher einem  Surfen in einer Wasserwelle  glich , denn die Fahrbahn war ĂŒberschwemmt und die Sicht prekĂ€r. WĂ€hrend ich nur langsam vorwĂ€rts kam, hatte ich 3 Gedanken . Zum einen hoffte ich , dass dein Papa trotz NervositĂ€t die Nerven behielt und  dich und deine Mama durch das Unwetter sicher zu mir brachte , dann dass die Natur mit diesen Wassermassen vielleicht schon eine Wassergeburt ankĂŒndigen will und dass ich zum dritten  sehr froh war , dass deine Mama offensichtlich noch am Anfang eurer Geburt stand , sonst wĂ€re die Chance , dass ich zu eurer Geburt zu spĂ€t kommen könnte, bei dem Tempo mit dem ich voran kam , sehr hoch gewesen ( ich hatte da bereits die nĂ€chste meiner Frauen gedanklich im Hinterkopf , bei der ich eine sehr schnelle Geburt erwartete )  . Aber wir alle kamen heil in meiner Praxis an und die erste Untersuchung zeigte , dass es dir und deiner Mama gut ging , dein Papa sich unglaublich glĂŒcklich auf dich freute und du wirklich begonnen hattest , dich auf deinen Geburtsweg zu begeben. Zwar war der Muttermund deiner Mama erst langsam am sich öffnen , aber du drĂŒcktest bereits mit deinem Köpfchen ordentlich auf diesen , halfst bei deiner  Geburt also von Anfang an, wie du es nur konntest . Es war das schlechte Wetter , was mich dazu veranlasste , deinen Eltern bereits den Weg in die Klinik vorzuschlagen , denn weiterhin kamen die Wassermassen vom Himmel auf die Erde und obwohl ich deine Mama so einschĂ€tzte ,dass sie auch noch gut fĂŒr ein paar Stunden in ihrem zu Hause mit Wehen verbringen konnte , ich wollte deine Eltern einfach nicht in eine Gefahrensituation auf der Strasse bringen und so fuhren wir gemeinsam aus meiner Praxis los und kamen vormittags im GebĂ€rsaal an . Deine Mama setzte sich, wĂ€hrend erneut deine Herztöne von mir kontrolliert wurden,  auf den Pezziball und  ich zeigte ihr, wie sie mit Hilfe von kreisenden Bewegungen ihres Beckens besser durch ihre / eure  Wehen kommen könnte . Dein Papa massierte zusĂ€tzlich die schmerzenden Stellen bei deiner Mama  immer dann , wenn eine Wehe von deiner Mama verarbeitet werden musste . In den Pausen aber packte dein Papa eure Tasche aus und holte nebst Kamera und Proviant fĂŒr deine Eltern dein Geburtstuch und deine Kleidchen hervor und sowohl das Geburtstuch , als auch ein sĂŒsses kleines blaues MĂŒtzchen mit MariechenkĂ€fern darauf war schon Monate zuvor in diesem GebĂ€rsaal , es hatte bereits deine Cousine Anna bei ihrer Geburt begleitet. Da die Wehen deiner Mama nun inzwischen immer wie intensiver wurden , gab ich deinem Papa die Menueauswahl fĂŒr das Essen in die Hand und bat ihn , fĂŒr deine Mama und ihn sich etwas auszusuchen . Ich dachte , fĂŒr deine Mama wĂ€re das AuswĂ€hlen in der jetzigen Situation eher Nebensache , aber deine Mama liess sich in ihren Wehenpausen nicht nehmen , selbst ihre Wahl zu treffen und den Salat , den dein Papa eigentlich fĂŒr sich nehmen wollte , wurde von ihr unter der Rubrik „ GeruchsbelĂ€stigung “ kategorisch abgelehnt đŸ™…â€â™€ïž â˜ș. Einen anderen Geruch hatte sie sich aber fĂŒr deine Geburt gewĂŒnscht bzw immer vorgestellt , der Duft der Liebe und fĂŒr mich immer auch der Duft des Geboren werden  und des wieder Gehens in und von dieser Welt : der Rosenduft . Und weil nun der Muttermund deiner Mama bereits schon zur HĂ€lfte geöffnet war , liess ich fĂŒr sie das Wasser in die GebĂ€r-Badewanne ein und tat zum Schluss Essenzen der  Rosengeranie mit ins Wasser . Ich bevorzuge diesen blumig-Rosen- rosig warmen Duft ,der nicht ganz so intensiv wie Rosenöl ist . Die Rosengeranie gehört zu den mir sympathischsten Frauenheilpflanzen , wirkt sie doch harmonisierend , krampflösend ,  Angst-und spannungslösend . So lange , wie das Wasser brauchte , die Wanne zu fĂŒllen , ergriff deine Mama das Seil ,um sich an ihm zu halten, so blieb sie aufrecht und konnte dennoch ihre Beine entlasten . Ein WĂ€rmekissen am Schambein nahm ihr etwas den Dehnungsschmerz , den dein immer wie tiefer ins Becken deiner Mama tretendes Köpfchen verursachte . Und als ob das noch nicht ausreichte , hatte deine Mama damit zu tun , einen nicht endenden Schluckauf  zu bewĂ€ltigen , allerdings mussten wir mehr darĂŒber lachen , denn nicht nur sie , auch du warst offensichtlich so ein kleiner Fruchtwassertrinker  , der mit seinem Schluckauf bereits in der Schwangerschaft den Bauch deiner Mama   in gleichmĂ€ssigem  „Hicksen“ bewegt hat und nun dafĂŒr wohl das „Hicksen “ deiner Mama zu spĂŒren bekamst . In der Wanne konnte deine Mama sich sofort besser entspannen , sich freier bewegen , das schwerelose GefĂŒhl nutzen und sich einfach fallen lassen .Dein Papa liess nun die Musik laufen , die deine Mama sich fĂŒr deine Geburt zusammen gestellt hat und deine Mama , trotz intensiver Wehen , sah einfach nur wunderschön aus ! Deine Mama war noch nicht mal eine Stunde in der Badewanne , als ihr Muttermund schon fast ganz geöffnet war . Und du , der du schon die ganze Zeit mit deinem Köpfchen mithalfst , wie du nur konntest, gabst deiner Mama immer wie mehr das GefĂŒhl , bereits mitdrĂŒcken zu mĂŒssen . DafĂŒr war es aber noch zu frĂŒh und ich schlug deiner Mama vor , in solchen Druckmomenten eher ganz flach und schnell zu atmen , um so das DruckgefĂŒhl etwas zu ĂŒberlisten . Auch wurde es Zeit , dass euer Geburtshelfer sich zu uns gesellte , um in den letzten Momenten der Geburt deiner Mama mit beizustehen. Von der Playliste deiner Mama lief jetzt aus den Lautsprechern „ Bridge Over Troubled Water “ von Simon & Garfunkel und ich dachte mir , was fĂŒr ein perfektes Lied fĂŒr einen ankommenden neuen Menschen und seine Eltern dieses wunderschöne StĂŒck doch ist . Hatte deine Mama bisher immer ein LĂ€cheln fĂŒr uns und natĂŒrlich fĂŒr dich auf ihren Lippen , musste sie in der letzten Phase eurer Geburt mit Übelkeit lernen umzugehen . Jede Wehe brachte nun deinen Papa dazu , deiner Mama ganz viel Zuversicht zu geben und nebenher im Wechsel die Brechschale , das Wasserglas und ein feuchtes Tuch fĂŒr das Gesicht deiner Mama zu reichen , denn die leistet inzwischen Schwerstarbeit . Inzwischen durfte deine Mama nun versuchen , aktiv dich tiefer zu schieben und sie machte das richtig gut ,nur du schienst von soviel Kraft, die deine Mama da entwickelte, eher ĂŒberfordert zu sein , denn deine Herztöne zwangen deine Mama nun , statt dem DruckgefĂŒhl nachzugeben , nur noch ganz tief Luft einzuatmen , um dir ein Höchstmass an Sauerstoff ĂŒber die Nabelschnur zu geben . Wir wiederholten das Ganze noch bei einigen Wehen , entschlossen uns dann aber ,um deiner Sicherheit wegen , deine Mama aus der Badewanne zu nehmen , das GebĂ€rbett in einen GebĂ€rstuhl umzubauen und deiner Mama und dir durch die sitzende Position, mit Hilfe der Schwerkraft an Land die letzten Momente eurer Geburt zu erleichtern . In der Badewanne sagte ich deiner Mama noch , sie solle sich von ihrem Babybauch verabschieden . Nun war genau der Moment gekommen: es war 3 Minuten vor halb 4 an diesem Mittwoch Nachmittag , als wir dich , kleinen Mann deiner Mama auf den Bauch und in die Arme deiner Eltern legen durften . Du zeigtest sofort ,dass deine Lungen wunderbar funktionieren und ich schrieb in meine Geburtsdokumentation nebst Geburtszeit , Geburtslage , APGAR-Wert und Nabelschnurbefund auch , dass in dem Augenblick deiner Geburt , an einem außerordentlichen Regentag , der Regen aufhörte und die Sonne zum Vorschein kam . Ich glaube , deine Mama und dein Papa haben diesen Sonnenschein draussen nicht wirklich mitbekommen , denn ihre Augen waren natĂŒrlich nur auf dich, ihren so wunderschönen kleinen Sohn gerichtet . Dein Papa machte sofort ganz viele Fotos von dir und auch ich genoss den Augenblick , zu sehen , wie deine Mama , zwar erschöpft , aber doch so glĂŒcklich aussah . Viel spĂ€ter , als du bereits schon intensiv bei deiner Mama die ersten Tropfen Muttermilch getrunken hattest und dein Papa dich in deine sĂŒssen Kleidchen kleidete, brachtest du uns bereits zum Lachen, denn hatte deine Mama unter der Geburt mit Schluckauf zu kĂ€mpfen , zeigtest du uns nun , dass du diesen Schluckauf auch hier nun bei uns auf der Welt beherrscht â˜ș. Erneut lief das “ Bridge Over Troubled Water “ Lied und ich sagte deiner Mama , wie wunderschön diese Lied  doch zu der momentanen Situation passt . Und deine Mama sagte mir , dass sie dieses Lied fĂŒr ihre Geburtsliederliste gewĂ€hlt hatte , weil es das Lieblingslied ihres Papas war ,der als dein Grossvater nicht auf dieser Welt, sondern  von irgendeinem Punkt im Universum zu dir und zu euch schauen wird. Wie schön, war er in diesem so speziellen Moment auf diesem Weg mit bei euch ! 

Kleiner wundervoller NICOLAI EMIL , inzwischen habe ich dich schon viele Momente im Wochenbett bei deiner Familie daheim geniessen dĂŒrfen  ( deine Mama war immer darauf bedacht , dass ich dich bei jedem Besuch einfach nur so in den Armen wiegen und mit dir kuscheln  durfte) . Ich konnte deine  Familie mehr kennen lernen , dein grosser Bruder Teo ist der wundervollste und absolut bezauberndste grosse Bruder , den man sich dir wĂŒnschen kann . Dein Papa ein toller , umsichtiger Helfer fĂŒr alle Situationen . Dein anderer Grosspapa hat fĂŒr Teo und dich eine Sprossenwand in einem Spielzimmer nur fĂŒr dich und Teo montiert , in sicher einem halben Jahr wirst du in diesem Zimmer mit deinem Bruder die lustigsten Sachen erleben ! Bevor ich dich hier von Herzen Willkommen heisse , möchte ich aber noch deiner Grossmutter ein paar Worte widmen . Sie konnte dich nach deiner Geburt in ihren Armen halten , dein weiteres  Grosswerden wird sie aber nicht auf dieser Welt erleben , sondern, und da bin ich mir sehr sicher ,  gemeinsam mit deinem Grossvater dich, Teo, Anna, deine Eltern und deine ganze Familie von irgendeinem schönen Punkt im Universum begleiten. Ich durfte deine Grossmutter bereits bei der Geburt deiner Cousine Anna kennenlernen .Deine Grossmutter war ebenfalls wie ich Hebamme und es ist fĂŒr mich natĂŒrlich eine riesengrosse Ehre , wenn mir eine Kollegin ihre Töchter fĂŒr die Geburt anvertraut . Bei deiner Cousine Anna begleitete deine Grossmutter  deine Tante sogar noch zu Schwangerschaftskontrollen in meine Praxis und gemeinsam beurteilten wir die Herztonkurve deiner Cousine . Auch bei dir ĂŒbernahm sie ganz viel „ Vorarbeit “ in den letzten Tagen der Schwangerschaft deiner Mama . Ich war sehr berĂŒhrt ,durfte ich sie bei einem Besuch bei dir daheim noch einmal sehen und ihr zu ihrem wunderschönen Enkelkind gratulieren. Deine Grossmama war eine wundervolle , starke , mutige und selbstbestimmte Frau , die alleine durch ihren Beruf vielen Menschen GlĂŒcksmomente geben konnte . Sie selbst hat 3 wunderbaren starken Frauen das Leben geschenkt und dadurch gesorgt , dass sie durch ihre Töchter weiterleben wird . Deine Grossmutter hat meinen allergrössten Respekt und ich verneige mich vor ihr und du ,

lieber 🌾 NICOLAI EMIL 🌾 , wirst sie durch deine tolle Familie immer und immer wieder spĂŒren… SEI VON HERZEN WILLKOMMEN 💝💝💝


🌾 BEN 🌾

7. Juni 2020

ZuckersĂŒsser kleiner 🌾 BEN 🌾, normalerweise rufen eure Mamas bei mir an, um einen Termin fĂŒr ein KennenlerngesprĂ€ch zu vereinbaren oder  mich gleich  fĂŒr eine Beleghebammenbegleitung zu engagieren . In deinem Fall war es zuerst deine Tante , die, kaum war bekannt , dass du unterwegs und sie damit zur Tante wird ,  vorsorglich fĂŒr deine Mama und deinen Papa einen Platz in meiner Betreuungsagenda fĂŒr deine Eltern reservierte , denn schon ihren Sohn ,  deinen Cousin Lenn , durfte ich bei seinem Ankommen in diese Welt begleiten ( und ihn halte ich immer noch auf dem Titelbild meiner Beleghebammen -Facebookseite gut sichtbar  in meinen HĂ€nden â˜ș ) . Als deine Mama sich dann bei mir meldete , konnte ich ihr den bereits vorresevierten Platzt nur noch bestĂ€tigen und dennoch bestand ich , wie bei all meinen Paaren die ich noch nicht persönlich kenne  , erst einmal auf das KennenlerngesprĂ€ch in meiner Praxis. Eigentlich war das bei deinen Eltern unnötig , denn schon beim Öffnen der PraxistĂŒr, quasi mit dem ersten Augenblick ,  war mir klar , dass deine Mama und dein Papa und ich ganz wunderbar zusammen passten, nach so vielen Jahren darf ich mich rĂŒhmen , inzwischen ein Auge dafĂŒr zu haben … Deine Mama gab in diesem  KennenlerngesprĂ€ch unumwunden zu , in Bezug auf eure Geburt  sehr verunsichert und vor allem unvorbereitet zu sein . Sie hatte bewusst noch keine Geburtshilfe -BĂŒcher , Videos oder Geburtsberichte ĂŒber sich ergehen lassen. Einzig die Geburtsgeschichte von Lenn hatte sie sich von ihrer Schwester erzĂ€hlen lassen . Lenn kam damals  mit einem geplanten Kaiserschnitt  zur Welt und deine Tante hatte nur schöne Erinnerungen daran , die sie deiner Mama erzĂ€hlte  und so schien es fĂŒr deine Mama eine gute Option , dass auch du per Kaiserschnitt geboren werden könntest. GrundsĂ€tzlich  akzeptiere ich es , wenn eine Frau sich fĂŒr diesen Weg der Geburt entscheidet,  unterstĂŒtze sie und ihren Partner und tue alles mir  hebammenmögliche , dass auch eine Geburt im Operationssaal zu einem liebevollen Beginn fĂŒr ein neues Menschenkind wird. Wenn ich aber wie bei deiner Mama im GesprĂ€ch spĂŒre, dass so definitiv dieser Entscheid noch nicht feststeht , kommen natĂŒrlich meine Hebammengene besonders zum Vorschein und ich versuche , im GesprĂ€ch Vertrauen zu wecken und Ängste zu nehmen , meine Geburtsphilosophie zu erklĂ€ren und so unter UmstĂ€nden doch noch die Möglichkeit erschaffe , dass ihr kleinen MĂ€use das Licht der Welt im GebĂ€rsaal erblickt . Die grösste Angst , die deine Mama hatte und die eigentlich fast jede Frau vor der Geburt ihres ersten Kindes spĂŒrt , war die Angst vor dem eigenen Kontrollverlust . Nicht wissend , was auf einen zukommt und nicht wissend , wie man in dieser noch unvorstellbaren, so aussergewöhnlichen Situation reagiert , sich unter UmstĂ€nden fallen und sich in einer Ă€usserst intimen Situation  einfach seinen Körper seinen Geburtsweg gehen lassen- das muss Frau erst einmal lernen und akzeptieren können . So wichtig ist es daher , dass Geburten in einem vertrauten , intimen Rahmen stattfinden dĂŒrfen , das die Begleitpersonen das uneingeschrĂ€nkte Vertrauen der werdenden Mama geniessen und nicht verspielen dĂŒrfen . Ich erklĂ€rte deiner Mama , dass ich als Beleghebamme die Möglichkeit habe , meine Frauen nie alleine unter der Geburt zu lassen, alle ihre WĂŒnsche kennen zu lernen und zu akzeptieren und zu versuchen , diese so gut wie möglich umzusetzen. Ich besprach mit deiner Mama und deinem Papa die Möglichkeit der PeriduralanĂ€sthesie und diese Option der Schmerzlinderung war deiner Mama sehr sympathisch. Ich nenne die PDA hĂ€ufig meinen Rettungsanker . Wenn unter der Geburt den Frauen die Energie verloren geht oder die Geburtsschmerzen nicht mehr tolerierbar sind, darf Frau danach greifen und hĂ€ufig erlebe ich es , dass meine Frauen in der Gewissheit , das dieser Rettungsanker jederzeit fĂŒr sie existiert , ihn letztendlich gar nicht benötigen . Deine Mama brachte unser GesprĂ€ch nun dazu , eine normale Geburt unter UmstĂ€nden doch anzustreben und mit jedem weiteren Besuch in meiner Praxis war sie immer wie mehr der Überzeugung und bekam das Vertrauen in sich und  ihren Körper , dass sie es schaffen wĂŒrde , mit dir und deinem Papa im GebĂ€rsaal deine Geburt zu erleben .  Als du dann an einem Samstag Nachmittag mit den ersten, schon sehr regelmĂ€ssig kommenden Wehen den Startschuss fĂŒr deine Geburt gabst , fuhr ich sofort von zu Hause in den Aargau los . Ich wollte deiner Mama die Sicherheit geben , dass ich fĂŒr sie sofort da bin , wann immer sie mich brauchen wĂŒrde. Deine Eltern kamen zuerst in meine Praxis und bevor ich deine Mama untersuchte , atmete ich mit ihr durch  mehrere Wehen , solange , bis deine Mama ganz alleine und in Perfektion durch die schon sehr gut und hĂ€ufig kommenden Wehen kam . Obwohl ein Kaiserschnitt noch ein wenig und die PDA nach wie vor fĂŒr deine Mama ein Thema waren , durch die Atmung fĂŒhlten sich die Wehen leichter durchlebbar an und  deine Mama fĂŒhlte sich immer mehr bestĂ€rkt , dass diese Geburt mit diesen Wehen auch ohne Kaiserschnitt zu schaffen sei . Ich hatte deinen Eltern im geburtsvorbereitenden GesprĂ€ch erklĂ€rt , dass es fĂŒr den Geburtsverlauf besonders gut wĂ€re , wenn die Frauen ihre ersten 4 cm der Muttermundseröffnung ohne Eingreifen in den Geburtsprozess durch das Geburtshilfeteam schaffen und weil ich bei deiner Mama einen sehr guten Anfangsbefund ertasten konnte , aber die 4 cm noch nicht geschafft waren , wollte deine Mama diese besagten 4 cm bei sich daheim erlaufen und weil es dir laut deiner Herztonkurve gut ging und dein Papa durch seine Ruhe und Besonnenheit ganz viel Sicherheit fĂŒr deine Mama ausstrahlte , war das eine sehr gute Idee .Wir waren uns inzwischen  zu diesem Zeitpunkt sowieso alle einig , dass deine Mama eigentlich und sowieso zum gebĂ€ren geboren war 😊! Es war 3 Stunden spĂ€ter , als deine Eltern und ich uns im GebĂ€rsaal wieder trafen , deine Fruchtblase war inzwischen gesprungen und die Kontraktionen deiner Mama nun noch einmal um einiges intensiver . Als ich deine Herztöne erneut kontrollierte , löstest du eine kurze Aktionseinheit bei mir aus , denn deine Herztonkurve verlangsamten sich schlagartig und deine Mama musste ordentlich Luft und damit Sauerstoff fĂŒr dich einatmen , wir bewegten deine Mama mehrmals in verschiedene Positionen und gaben ein Medikament , was die Wehen fĂŒr den Moment verhindern sollten , so lange , bis wir mit deinen Herztönen wieder zufrieden und du und deine Eltern entspannt waren  . Ab diesem Moment war deine Mama   wieder mobil und auf den Beinen, sie probierte alles , was ich ihr an Positionen und Bewegungen vorschlug um leichter durch die Wehen zu kommen, aus , war wissbegierig und  neugierig , was alles möglich und machbar war . Sie probierte die  Sprossenwand aus und schaukelte  ihr Becken , sie versuchte verschiedene Sitzpositionen, ging spazierend durch eure  Wehen und spĂŒrte sie so weniger intensiv . Deine Mama war sich unschlĂŒssig , ob sie auch die Badewanne nutzen sollte oder die PDA bereits in Anspruch nehmen   und so untersuchte ich sie und weil sie nun wirklich die angestrebten 4 cm vom erweiterten Muttermund ganz alleine und so wunderbar geschafft hatte und du schon ordentlich mit deinem Köpfchen mithalfst einen Druck entstehen zu lassen , war der Moment gekommen , an dem deine Mama von dieser PDA wunderbar profitieren konnte . Wir hatten keine Eile und wĂ€hrend ich alles fĂŒr diese AnĂ€sthesie und den AnĂ€sthesisten vorbereitete , gingen deine Eltern noch einmal auf den Balkon, dein Papa hielt deine Mama ganz fest und stĂŒtze sie und dieser Anblick von euch dreien in den spĂ€ten Abendstunden war so ungemein fried- und liebevoll. Die PDA konnte problemlos gelegt werden und weil du schon so fest mithelfen wolltest , mussten wir mit verschiedenen Sitzpositionen erkunden , wo die Wirkung der PDA fĂŒr deine Mama am besten war . Die Geburt ging wie erwartet zĂŒgig voran und deine Mama hoffte , noch in der letzten Stunde dieses Samstages dich in den Armen halten zu können . Aber du wolltest ein Sonntagskind werden, in den ersten Minuten des neuen Tages war der Muttermund nun fast ganz auf , allerdings hatte ich beim Untersuchen den Verdacht ,dass du kleiner Mann so neugierig auf die Aussenwelt warst , dass du mit deinem Köpfchen dich in der Sternenguckerposition auf dein Ankommen in die Welt vorbereitest . Ihr MĂ€use habt da auf dem Weg durch das Becken eine falsche Abzweigung genommen und schaut statt in Richtung WirbelsĂ€ule eurer Mamas bei der Geburt des Köpfchens lieber uns Hebammen und  Geburtshelfer an ! HĂ€ufig ist es so , dass bei diesen Kopflagen die letzte Phase der Geburt etwas lĂ€nger geht und ich war froh ,war deine Mama förmlich tiefenentspannt , weil schmerzfrei durch die PDA , so dass wir uns die Zeit , die du brauchtest , dir geben konnten . Ich schlug deiner Mama vor ,etwas Musik zu hören , aber deine Mama hatte im Moment kein Bedarf nach  Musik , sie lauschte mit deinem Papa lieber deinen Herztönen und verriet mir nebenbei , dass dich  zu Hause schon ganz viele Musikdosen erwarten werden. Inzwischen  war auch dein Geburtshelfer mit im GebĂ€rsaal  und deine Mama durfte probieren , dich uns entgegen zu schieben. Wir konnten das Köpfchen und deine vielen , dunklen Haare bereits sehen und das motivierte deine Mama noch einmal mehr , alles an KrĂ€ften  frei zu setzten , damit du geboren werden konntest . Deine Herztöne hatten uns die ganze Geburt bereits immer mal wieder hellhörig machen lassen , ich vermutete , dass deine Nabelschnur  um den Hals lag. Auch wenn das bei vielen Geburten so ist und hĂ€ufig nicht wirklich zum Problem wird , bei dir spĂŒrten wir , dass du uns mit deinen immer mal wieder langsam werdenden Herztönen signalisieren wolltest , dass es fĂŒr dich absolut in Ordnung wĂ€re , wenn wir bei deiner Geburt etwas mithelfen wĂŒrden ,dich aus dieser unkomfortablen Situation zu befreien . Und so war es eine Minute vor 3 Uhr am Sonntag Morgen , als du in Teamarbeit , deine Mama dich schiebend , dein Papa dich und deine Mama haltend und dein Geburtshelferteam dich unterstĂŒtzend, geboren wurdest . Wie voraus gesehen mit dem Gesicht uns zugewandt und der Nabelschnur um den Hals . Es ging dir von Anfang an wunderbar , du konntest sofort  in die  Arme deiner Mama , mit deinem Geburtstuch zugedeckt, mit  offenen Augen deine Eltern anschauend. Wir konnten euch in Ruhe ankommen lassen, die ersten Minuten euch realisieren lassen , dass die Geburt geschafft war und du gesund und scheinbar zufrieden bei euch sein konntest . Deine Mama war verstĂ€ndlicherweise noch ganz ĂŒberwĂ€ltigt : sie , die sich erst nicht vorstellen konnte , im GebĂ€rsaal zu entbinden hatte es nun geschafft und das ganz ganz ganz wundervoll ! Dein Papa hatte das Privileg , mit deinem Geburtstag seinen allerersten Vatertag zu feiern, denn dein Geburtstag war zugleich auch der  Schweizer Vatertag . Und als so stolzer Papa ĂŒbernahm er natĂŒrlich das Durchtrennen der Nabelschnur , schaute wie schwer und wie lang du bist und kleidetet dich in deine erste Windel und deine wunderschönen  Kleidchen ,auf denen ein zauberhafter  Teddy aufgestickt war. Deine Mama hielt dich im Arm , als dein Papa dir dein NamensbĂ€ndchen ans Handgelenk band und wenig spĂ€ter, draussen war es nun inzwischen schon hell, machte ich ganz bezaubernde erste Familienfotos von euch dreien , deine Eltern darauf zwar beide mĂŒde , aber sooooo glĂŒcklich ! 

Wundervoller 🌾 BEN 🌾 , inzwischen habe ich euch schon 6 Wochen im Wochenbett begleitet und deine Eltern haben mit dir so einen riesigen Schatz erhalten. Letzte Woche durfte ich dabei sein , wie du deine Mama zum ersten mal bewusst angelĂ€chelt hast – und abends bekam ich ein zuckersĂŒsses Foto von dir , auf dem du  auch deinen Papa angestrahlt hast ( und zwar bis zu den Ohren â˜ș ) . Danke , durfte ich diesen so speziellen Moment mit euch teilen , hab noch viele dieser wundervollen Augenblicke fĂŒr deine Eltern parat und sei von mir VON HERZEN WILLKOMMEN !!! 💝💝💝


🌾 Remus 🌾

20. Mai 2020

Zauberhafter kleiner, sĂŒsser  🌾 Remus 🌾 , deine Mama hat viele meiner Geburtsberichte vor deiner Geburt auf meiner Website gelesen und sie verriet mir neulich, dass mir die Ehre zu Teil wird , die allerletzte Seite eures Schwangerschaftsalbums mit nun deinem Geburtsbericht von mir zu fĂŒllen .  Deine Eltern habe ich vom allerersten Moment unseres Kennenlernen in meiner Praxis fest in mein Herz geschlossen, denn da sassen mir zwei junge Menschen gegenĂŒber ,die durch ihre Fröhlichkeit , ihren ungebremsten Optimismus , ihre Neugierde auf das Kommende und ihre Vorfreude auf dich, eine wunderbare, so liebevolle  Herzlichkeit zeigten. Das deine Mama alterstechnisch meine Tochter hĂ€tte sein können und deine Eltern die gleiche Ursprungsheimat wie ich haben , verband da von Anfang an noch mehr . Deine Mama und dein Papa hatten in der Schwangerschaft so viele Fragen an mich ,machten sich so viele Gedanken fĂŒr eure / deine Geburt und die Zeit danach ,wollten so optimal wie möglich auf eure Geburt vorbereitet sein. Unsere Treffen zur Geburtsvorbereitung waren intensive Frage-Antwort-Runden und auch unser WhatsUp- Chat fĂŒllte sich je lĂ€nger wie mehr mit Fragen, Tipps und RatschlĂ€gen, sowie regelmĂ€ssigen Updates deiner Mama , wie es dir , deinem Papa und deiner Mama ging. Und so kam dann auch eines Tages eine Nachricht mit einem Foto deines Geburtstuches, bereits  mit deinem wunderschönen Namen darauf und weil deine Mama es perfekt machen wollte , hatte sie nicht nur ein Tuch mit deinem Namen besticken lassen , sondern zur Sicherheit gleich zwei davon, wir waren also bestens fĂŒr deine Geburt gerĂŒstet ! Diese kĂŒndigte sich bereits 4 Tage bevor du geboren wurdest an , denn deine Mama verspĂŒrte bereits da regelmĂ€ssige , leichte Kontraktionen , verlor dadurch auch  ihren Schleimpropf und bereitete deine Mama so darauf vor , dass die letzten Momente ihrer Zeit mit kugelrundem Bauch, Kindsbewegungen  und dir inside angebrochen waren . Wir hatten am Dienstag ein Termin in meiner Praxis vereinbart und als ich deine Mama an diesem Tag fragte , ob wir unser Treffen am Nachmittag um eine halbe Stunde verschieben könnten , weil ich noch bei einer meiner Wöchnerinnen zu tun hatte , kam als Antwort ein Foto eines grĂŒn gefĂ€rbten Lackmusstreifen , deine Mama verlor offensichtlich Fruchtwasser , was durch die VerfĂ€rbung des Lackmusstreifens bestĂ€tigt wurde und so konnten sich deine Eltern zu mir in die Praxis aufmachen , allerdings nicht fĂŒr die geplante Schwangerschaftskontrolle , sondern zur ersten Untersuchung deiner Geburt und mit gepackter Kliniktasche . In der Praxis untersuchte ich deine Mama und schrieb deine Herzton- und Wehenkurve .Dir , deiner Mama und deinem Papa ging es gut , die Wehen ,die deine Mama nun bereits seit 3 Tagen leicht spĂŒrte , wurden langsam intensiver, sowohl was die HĂ€ufigkeit anbelangte als auch die IntensitĂ€t. Als ich den Muttermund abtastete war da zu spĂŒren , dass all die Wehen der letzten Tage  den Muttermund perfekt auf die Geburt vorbereitet hatten und auch du warst mit deinem Köpfchen bereits in einer sehr guten Position im Becken deiner Mama , so dass du bereits dort tatkrĂ€ftig bei deiner Geburt mithelfen wolltest .WĂ€hrend dein Papa die NervositĂ€t ,die VĂ€ter in der Regel bei der Geburt ihres ersten Kindes spĂŒren, bereits  langsam ĂŒberkam , war deine Mama noch die Ruhe und Fröhlichkeit selbst . Und es gab noch keinen Grund , in die Klinik zu fahren , denn ich vertraue darauf , dass in der gewohnten ,eigenen Umgebung es sich besser entspannen und die ersten Geburtsstunden erleben lĂ€sst . Und deine Mama hatte noch Hunger , und zwar auf Milchreis ! Und so schickte ich deine Eltern noch einmal nach Hause , zum Milchreisessen , abwarten , spazieren gehen , baden oder ausruhen – das , was deiner Mama im Moment gut tun wĂŒrde ,das sollte sie machen. Wir verabredeten eine erneute Kontrolle 3 Stunden spĂ€ter bei mir , fĂŒr den Fall , dass die Wehensituation sich nicht verĂ€ndert hĂ€tte. Aber deine Mama rief mich kurz davor an , dass die Wehen nun doch an IntensitĂ€t zugenommen und fĂŒr sie es gefĂŒhlt Zeit wurde,  in die Klinik zu fahren . Und so trafen wir uns wenig spĂ€ter in der Klinik, deine Eltern brachten  fĂŒr jeden von euch dreien eine Tasche mit und aus deiner holte dein Papa zuckersĂŒsse Kleidchen und deine beiden GeburtstĂŒcher hervor und legte sie in den WĂ€rmeschrank. FĂŒr sich selbst zauberten deine Eltern die eine und auch andere energiebringende SĂŒssigkeit aus ihrer Tasche hervor , und zwar jene Sorten , mit denen auch ich mich unter der Geburt ernĂ€hre 🙈, deine Mama  hatte meine Geburtsberichte wirklich gut gelesen 😉. Ich untersuchte deine Mama erneut und auch wenn die Wehen vielleicht noch nicht die IntensitĂ€t hatten , die ich mir gewĂŒnscht hatte , der Muttermund war aber dennoch wieder etwas weiter eröffnet , deine Mama hatte also auch Milchreis essend , mit eurer Geburt vorwĂ€rts gemacht. Wir konnten in Ruhe alle EintrittsformalitĂ€ten, die im GebĂ€rsaal routinemĂ€ssig gemacht werden, erledigen und da die Wehen deiner Mama es zuliessen , schickte ich deine Eltern noch einmal spazieren , Laufen tat deiner Mama gut und ihr nutztet die Zeit auch ,euch in eurem zukĂŒnftigen Wöchnerinnenzimmer fĂŒr die nĂ€chsten Tage einzurichten. Vom Spaziergang zurĂŒck im GebĂ€rsaal legte sich deine Mama einen Moment zum Ausruhen in das Bett , die Wehen kamen nun wieder intensiver und wir wollten wissen , ob der Muttermund darauf reagierte . Und so untersuchte ich deine Mama erneut und der Muttermund war zwar etwas mehr geöffnet , aber leider weniger , als wir alle es uns erhofft hatten. Eine frĂŒhere Operation am Muttermund hatte Narben hinterlassen und wir Hebammen wissen , das in so einem Fall es hĂ€ufig sehr viel Geduld braucht , bis dieses Narbengewebe dem Druck der Wehen nachgibt und den Muttermund öffnen lĂ€sst. Ist dieser Punkt des Nachgebens aber erreicht , geht es dann hĂ€ufig sehr rasant mit der Geburt. Ich erklĂ€rte das deinen Eltern und gab deiner Mama etwas , dass den Muttermund unterstĂŒtzend weicher machen sollte und deine Mama atmete in jeder eurer Wehen so gut und entspannte sich in den Pausen , sie machte das bewundernswert ! Und nicht nur das dein Papa in den Wehenpausen deine Mama unterhielt und sie zum Lachen brachte , auch deine Mama schien sich die Aufgabe gestellt zu haben , uns alle immer wieder im Moment der Erholung zum Lachen zu bringen. Als im GebĂ€rsaal nebenan die Mama und der Papa von Baby Elaine, eines meiner weiteren Maibabys ,  zur Geburt kamen, konnte ich sogar deine Eltern fĂŒr einen kurzen Moment alleine lassen ( etwas ,was ich normalerweise höchst ungern mache) um das andere Paar wenigstens in Empfang zu nehmen und meiner Kollegin Gina kurz die WĂŒnsche der Eltern fĂŒr die Geburt von Elaine mitzuteilen ( Elaine kam ĂŒbrigens fast zeitgleich wie du auf die Welt !) Inzwischen war es kurz nach Mitternacht und dein Geburtstag , das war nun klar , wĂŒrde ein Mittwoch werden . Deine Eltern waren nun schon viele Stunden auf den Beinen und etliche davon erlebte deine Mama mit Kontraktionen. Deine Mama hatte sich immer eine ganz natĂŒrliche Geburt gewĂŒnscht , am liebsten in der Badewanne . Nun aber zeigte die MĂŒdigkeit, die in deiner Mama aufstieg, dass ihr Körper jetzt mit Schlaf glĂŒcklich wĂ€re . Deine Mama hatte inzwischen die HĂ€lfte ihrer Geburt geschafft , der Muttermund war 4cm weit offen und wir entschieden gemeinsam , dass eine PeriduralanĂ€sthesie  bei diesem Befund helfen könnte , schmerzfrei noch etwas energiebringenden Schlaf zu bekommen , damit deine Mama dann bei deiner Geburt wieder Kraft und Energie hĂ€tte. Ich bereitet alles fĂŒr diese AnĂ€sthesie vor , der AnĂ€sthesist hatte aber noch bei einer anderen Patientin zu tun und normalerweise gĂ€be es die Möglichkeit , solange die Wehen mit einem Medikament zu unterdrĂŒcken.Da deine Mama aber so gut durch ihre jetzt immer stĂ€rker werden Wehen ging , atmete ich mit ihr gemeinsam von Wehe zu Wehe und es dauerte gar nicht so lange , bis ich an der Atmung deiner Mama und auch etwas an deinen Herztönen merkte, dass du offensichtlich nun doch im Eiltempo geboren werden wolltest . Ich untersuchte deine Mama ein letztes mal und konnte den AnĂ€sthesisten , der nun Zeit fĂŒr deine Mama hatte , wieder aus dem GebĂ€rsaal schicken , denn wir brauchten keine PeriduralanĂ€sthesie mehr ,alles , was wir brauchten , war eine bequeme Geburtsposition fĂŒr deine Mama . FĂŒr die Badewanne war es zu spĂ€t ,aber in einer Wehenpause reservierte ich mit deiner Mama diesen Geburtsort schon mal fĂŒr die Geburt deiner zukĂŒnftigen Schwester oder deines Bruders 😉. Dein Geburtshelfer gesellte sich zu uns, erstaunt , wie schnell ich ihn fĂŒr deine Geburt bereits rufen konnte . Deine Mama lag auf der Seite und schob intuitiv mit jeder Wehe dich ein StĂŒckchen mehr in diese Welt hinein . Dein Papa hielt deine Mama und stĂŒtze sie .Und um dir mehr Platz geben zu können ,setzte sich deine Mama fĂŒr die letzten 3 Wehen aufrecht und es war 12 Minuten nach 2 Uhr am Morgen , als du so wunderschön in die Arme deiner Mama geboren wurdest und mit deinem Tuch zugedeckt werden konntest . Deine Mama hat dich so sanft geboren , dass sie keinerlei Geburtsverletzungen hatte  ( als wir spĂ€ter auf der Waage dein Geburtsgewicht von 4195 g sahen, konnte deine Mama umso mehr stolz auf sich sein !) und so konnten wir euch drei fĂŒr einen Moment in Ruhe ankommen lassen , deinen Eltern  die Zeit geben , zu realisieren , dass du kleiner sĂŒsser Mann sie zu Eltern gemacht hast , die Geburt geschafft war und du offensichtlich alle 10 Fingerchen und 10 Zehen hattest. Dein Papa hatte eigentlich enormen Respekt davor , deine Nabelschnur zu durchtrennen , nun gab euer Geburtshelfer ihm sogar die 2 Nabelklemmen , die vor dem Durchschneiden die  Nabelschnur abklemmt,  in die Hand und dein Papa setzte die 2 Klemmen und durchtrennte deine Nabelschnur wie ein Profi  ( und vielleicht wird dein Papa ja deswegen in seinem nĂ€chsten Leben eine Hebamme ?!? ) . Wir liessen uns danach alle Zeit der Welt, um dich an der Brust deiner Mama trinken zu lassen , dich zu wiegen und zu messen , deine FussabdrĂŒcke zu machen , dir deine erste Windel durch deinen Papa anzuziehen und dich von ihm  in deine sĂŒssen Kleidchen zu kleiden . Deine Mama fĂŒhlte sich bereits schon wieder so gut , dass sie ihr Bett verliess und sich neben deinen Papa setzte, Knoppers essend zusah , wie ihr 2 MĂ€nner eure ersten gemeinsamen Lebensmomente miteinander verbrachtet , dein Papa war da schon so in dich verliebt , dass er dich am liebsten gleich mit nach Hause nehmen wollte … 

Bezaubernder 🌾 Remus 🌾 , mit deinem wundervollen Namen, ich durfte nur wenige Augenblicke nach deiner Geburt  ein  wunderschönes Foto machen , ein Foto , auf dem deine Mama dich in ihren Armen hĂ€lt  und zu mir in die Kamera blickt . Und in diesem wahren „Augenblick“   spiegelte  sich alles GlĂŒck und alle Liebe dieser Welt . Geniesse diese vollkommende Liebe , die dir deine Mama und dein Papa  bedingungslos schenken werden   und sei von HERZEN WILLKOMMEN 💝💝💝


🌾 IDA-MAXIMA 🌾

13. Mai 2020

Bezaubernde , sĂŒsse, kleine – und dennoch ganz schön grosse 🌾 IDA-MAXIMA 🌾 , knapp fĂŒnf  Wochen sind seit deiner Geburt vergangen und ich rechne fest damit , dass wenn ich dich morgen im Wochenbett bei deiner Mama besuchen gehe, bei dir schon ein winzig kleines LĂ€cheln in deinem Gesicht zu entdecken ist, denn bereits am Tag deiner Geburt hast du mir ein ( wenn auch noch unbewusstes ) sĂŒsses LĂ€cheln fĂŒr dein Geburtsfoto in  meine Kamera geschenkt . Ich gebe zu , vor deiner Geburt hatte ich höchsten Respekt , denn deine Mama und dein Papa erzĂ€hlten mir in meiner Praxis zur Vorbereitung deiner Geburt ihre Erlebnisse , die sie Jahre zuvor bereits  im GebĂ€rsaal erlebten, erleben mussten . Sie erzĂ€hlten mir von der Geburt deiner Schwester Stella Maria , die bereits vor ihrem Ankommen auf diese Welt zum Sternchen wurde , sie erzĂ€hlten mir von deiner zweiten Schwester Friedericke Wilhelmine , die zwar wunderschön in diese Welt geboren werden durfte , aber es nach ihrer Geburt  zu Komplikationen bei der Geburt der Placenta bei deine Mama kam , vor denen wir Hebammen und Geburtshelfer den allergrössten Respekt haben. Sowohl ich als auch eurer Geburtshelfer zeigten deiner Mama und deinem Papa die Möglichkeit auf , dass du dieses mal durch einen geplanten, gut vorbereiteten  Kaiserschnitt zur Welt kommen könntest – eure Familiengeschichte bot da so viele begrĂŒndete Indikationen …Deine  Mama und dein Papa waren ĂŒber diese angebotene Option dankbar , aber dennoch solltest du, wenn es irgendwie  möglich wĂ€re , deine ersten AtemzĂŒge im GebĂ€rsaal statt im OP machen, wollten deine Eltern dir die Möglichkeit einer Geburt auf natĂŒrliche Weise ermöglichen. Dein Geburtshelfer und ich konnten im Wissen eurer Vorgeschichte so nun alle geburtshilflichen Vorbereitungen fĂŒr deine Geburt und besonders fĂŒr die Minuten nach deinem Ankommen bereits planen und festlegen , ausgerichtet darauf , in jeder möglich auftretenden Situation bereits bestens vorbereitet  reagieren zu können .  Als der Tag deines errechneten Entbindungstermines kam , telefonierten deine Mama und ich am Morgen miteinander . NatĂŒrlich wartete deine Mama bereits ungeduldig auf dich und dein Ankommen, zu unruhig war ihr Bauch bereits die letzten Tage. Da ich dieses Jahr aber schon so viele Babys an ihrem genauen Entbindungstermin auf die Welt begleitet hatte dĂŒrfen , glaubte ich nicht , dass auch du zu den statistisch „nur“  5 Prozent-Babys gehören wirst , die ĂŒberpĂŒnktlich zur Welt kommen . Deine Mama hatte aber am Nachmittag einen Termin bei eurem Geburtshelfer in seiner Praxis und aus der rief er mich dann an , denn bei deiner Mama waren zwar noch keine Geburtswehen auszumachen , allerdings hatte der unruhige Bauch der letzten Tage deinen Geburtsweg bereits schon optimal vorbereitet. Alles , was wir durch die Vorgeschichte deiner Eltern verhindern wollten , war eine zu schnelle und vor allem fĂŒr uns unvorbereitete Geburt und darum schlug euer Geburtshelfer vor , dass wir uns noch am gleichen Abend entspannt im GebĂ€rsaal trafen , dort in aller Ruhe alle Vorkehrung-und- Vorsichtsmassnahmen trafen und dann deinen Geburtsbeginn geplant unterstĂŒtzen wĂŒrden . Und so trafen deine Eltern und ich uns am Abend in eurem zukĂŒnftigen Wöchnerinnenzimmer der Klinik und nebst der routinemĂ€ssigen Vorbereitung fĂŒr eine Geburtseinleitung und der Geburt , wurden in eurem Falle auch der AnĂ€sthesist , der OP und das Labor informiert , meine Hebammenkolleginnen wurden mit einbezogen und bereits alles an Material vorbereitet , was fĂŒr den Notfall benötigt werden könnte . Deine Eltern konnten also beruhigt die kommenden Stunden erwarten , gut möglich , wĂŒrden wir sie bereits im GebĂ€rsaal verbringen , genauso gut möglich wĂ€re aber auch ,dass wir alle die Nacht noch zum Schlafen nutzen wĂŒrden . Ich gab deiner Mama die erste Tablette , die euren Geburtsbeginn unterstĂŒtzen sollte und dein Papa ,wohlweislich erfahren , dass gut Geburt gut Weile haben sollte , probierte aus , wieviel Platz er im Bett deiner Mama nutzen konnte , damit er und auch deine Mama entspannt noch etwas schlafen konnten. NatĂŒrlich konzentriert man sich im Bewusstsein ,dass die Geburt jederzeit richtig losgehen kann, mehr auf das Geschehen im Bauch , deine Mama spĂŒrte zwar die Unruhe ihrer GebĂ€rmutter und das du bereits mit deinem Köpfchen dich so bewegtest, um die richtige Richtung im Becken einzuschlagen , aber sie wusste auch , dass dieses noch nicht ausreichen wĂŒrde ,dich zur Welt zu bringen . Und so probierten wir deshalb alle noch etwas Energie bringenden Schlaf zu bekommen , deine Eltern in ihrem Wöchnerinnenzimmer , ich in meiner Praxis und meine Hebammenkollegin GINA ( Vielen, lieben Dank !!! 💝 ) schaute zu deinen Eltern ,  verwöhnte deine Mama in dieser Zeit mit warmen Wickeln und kontrollierte deine Herztöne . Ich hatte gehofft , wenigstens 2 Stunden Schlaf zu bekommen , aber deine Mama rief mich erst 4 Stunden und einen Teller Nudelsuppe spĂ€ter wieder an , inzwischen ( es war morgens um 6 Uhr ) spĂŒrte deine Mama regelmĂ€ssige leichte Kontraktionen und die Frage , ob es noch eine weitere Tablette fĂŒr die Einleitung brĂ€uchte , erĂŒbrigte sich . In der Klinik zurĂŒck , untersuchte ich deine Mama zuerst und siehe da : obwohl sie am wenigsten von uns allen Schlaf abbekommen hatte ( dein Papa dafĂŒr umso mehr Platz im Bett 😉)- ihre unruhige Nacht hatte aber den Muttermund auf die HĂ€lfte dessen eröffnet , den wir fĂŒr deine Geburt brauchten ! Zwar war der Muttermund sich also wunderbar am öffnen , du aber hattest mit deinem Köpfchen eine Haltung eingenommen , zu der wir auch die „ Sternenguckerlage “sagen, ihr MĂ€use schaut dann bei der Geburt nicht nach unten sondern euren Geburtshelfern neugierig direkt in die Augen, nicht ganz unbedenklich ,denn hĂ€ufig dauern Geburten mit dieser Sternenguckerlage etwas lĂ€nger oder sind  sogar der Grund fĂŒr einen Kaiserschnitt. Nun , wir waren noch nicht an dem Punkt angekommen , wo du geboren werden solltest und ihr MĂ€use habt auch die FĂ€higkeit , euch unter der Geburt in eine andere Haltung und Lage zu drehen und so gingen deine Eltern und ich erst einmal ruhig und gelassen in den GebĂ€rsaal, um uns dort gemĂŒtlich einzurichten. WĂ€hrend dein Papa dein Geburtstuch und deine Kleidchen im WĂ€rmeschrank versorgte , organisierte ich erst einmal Kaffee fĂŒr ihn und mich , deine Mama aber verzichtete auf Coffein , sie stand an der Sprossenwand und rotierte ihr Becken , das hilft zum einen , Entspannung in den Beckenbereich zu bekommen und zum anderen wird euch MĂ€usen durch die Bewegung die Chance gegeben , eure Kopfhaltung zu verĂ€ndern . Da die Wehen noch nicht so fordernd fĂŒr deine Mama waren , konnten deine Eltern sogar noch einmal in ihrem Zimmer frĂŒhstĂŒcken und kamen danach zurĂŒck zu mir in den GebĂ€rsaal . Die Wehen deiner Mama wurden langsam intensiver und als dein Papa vorsichtig und sanft  den Bauch deiner Mama streichelte , reagiertest du sofort und gabst ihm seine Streicheleinheit in Form eines liebevollen Trittes zurĂŒck . FĂŒr deine Geburt hatte deine Mama sich eine PeriduralanĂ€sthesie gewĂŒnscht , zum einen hatte sie bei ihren beiden anderen Geburten sehr gute Erfahrungen damit gemacht und zum anderen war diese PDA eine weitere Sicherheitsmassnahme fĂŒr uns , sollten wir erneut  Schwierigkeiten bei der Geburt von deiner Placenta haben . Da deine Mama deine Wehen nun zunehmend intensiver spĂŒrte , war es an der Zeit , den AnĂ€sthesisten fĂŒr die PDA zu holen . Bis er kam , war deine Mama immer noch in Bewegung , sass Becken kreisend auf dem Ball oder stand am Bett . Dein Papa brachte deine  Mama in den Wehenpausen immer wieder zum Lachen, bot er ihr doch an , die Badewanne mit WattebĂ€uschen zu fĂŒllen , damit deine Mama trotz PDA dennoch eine Badewannengeburt , einfach ohne Wasser haben könne…  ( Wassergeburten mit PDA sind nicht möglich bei uns ) . Die PDA wirkte schnell so , wie sie sollte und nun konnte ich deine Mama noch einmal in Ruhe untersuchen . Du kleine Maus hattest nun entschieden , deine RĂŒcken von uns wegzudrehen , offensichtlich gab dir deine Mama noch soviel Platz in ihrem Bauch . Da diese Lage fĂŒr den Geburtssverlauf nicht so optimal ist , versuchte dein Geburtshelfer , dich mittels Ultraschall so zu mobilisieren , das du dich in eine optimalere Lage positionierst und als du es dann warst , wurde deine Fruchtblase geöffnet. Wir waren da etwas gemein zu dir , zwangen wir dich nĂ€mlich so,  tiefer in der richtigen, besseren  Position in das Becken deiner Mama zu rutschen. Mit dem Blasensprung kamen auch die Kontraktionen deiner Mama intensiver , hĂ€ufiger und dein Geburtskanal öffnete sich nun sehr zĂŒgig. Deine Mama spĂŒrte nun auch wieder vermehrt die Wehen , aber da wir bereits kurz vor deiner Geburt waren, der Muttermund fast ganz geöffnet war , wollte ich deiner Mama nicht durch eine höhere Dosierung der PDA das GefĂŒhl fĂŒr die Presswehen nehmen und so  atmete ich nun mit deiner Mama von Wehe zu Wehe  und deine Mama hat das so sensationell gut gemacht ! Geboren wurdest du nicht in einer von WattebĂ€uschen gefĂŒllten Badewanne , sondern deine Mama nahm die fĂŒr sie bequemste Position liegend auf der Seite ein . Deine Mama atmete und schob dich intuitiv auf die Welt, dein Papa hielt dabei deine Mama in seinen Armen und gab ihr damit NĂ€he , Zuversicht und Kraft . Und weil deine Mama das wirklich so unglaublich toll machte , war es auch kein Problem , dass du offensichtlich immer noch den ersten Augenblick ausserhalb der GebĂ€rmutter in Richtung deiner Geburtshelfer haben wolltest , denn du schautest uns dank der „Sternengucker“ Position direkt an , kaum war dein Köpfchen geboren . Als wir dich wenige Sekunden spĂ€ter sogleich zu deiner Mama auf den Bauch legten , staunten wir , wie gross du bereits erschienst ( und dein spĂ€ter gewogenes Geburtsgewicht von 4300g bestĂ€tigte das nur noch ) . Du zeigtest uns durch einen krĂ€ftigen Schrei , dass  deine Lungen bereits wunderbar funktionieren und wir wickelten dich in dein rotes, warmes  Geburtstuch . Dein Papa , der eigentlich erst gar nicht deine Nabelschnur durchtrennen wollte , tat es nun aber stolz  und er hat es gut gemacht â˜ș! FĂŒr deine Eltern war deine Geburt nun erst einmal geschafft  und sie sollten jetzt dein Ankommen einfach nur geniessen und sich glĂŒcklich fĂŒhlen dĂŒrfen. Und sie haben hoffentlich nicht zu viel von der emsigen GeschĂ€ftigkeit mitbekommen , die dein Geburtshelfer und ich ( und die Hebammen draussen vor der TĂŒr mithelfend ) an den Tag legten , solange bis deine Nachgeburt geboren war und wir die Blutungen und die GebĂ€rmutter deiner Mama unter Kontrolle hatten . Den Respekt , den wir vor diesem Augenblick hatten , war angezeigt .  Diese Nachgeburtsphase war um einiges geschĂ€ftiger , Infusionen-und medikamentenreicher als bei  „normalen“ Geburten , aber der Aufwand hatte sich gelohnt und wir mussten nicht alle unsere vorbereiteten  Optionen anwenden . Du selbst botest uns deine  Hilfe an , indem du bereits schon sehr hungrig bei deiner Mama am Busen zogst und dabei die so gewĂŒnschten Nachwehen mit anregtest und spĂ€ter war auch der Finger deine Papas willkommen , um deinen Saugreflex ausgiebig auszuprobieren .  Dein Papa konnte nun dich in deine erste Windel wickeln und die FĂŒsse von der Stempelfarbe befreien , die ich zuvor fĂŒr deine ErinnerungsfussabdrĂŒcke aufgetragen hatte . Da der Finger deines Papas weiterhin von dir zum Nuckeln genutzt wurde , war es deine Mama , die deine Namensperlenkette auffĂ€delte , auch dafĂŒr hatte sie noch Energie und Geduld . Nachdem nun dein Gewicht schon sehr beindruckend war , war es deine LĂ€nge noch viel mehr und wir massen 3x nach, um wirklich sicher zu gehen . Du kleine grosse Dame warst stattliche 57 cm an deinem Geburtstag gross und wenn auch noch der Kleiderbody mit den rosaroten Flamingos , den deine Mama dir mitgebracht hatte , von deinem Papa dir angezogen werden konnte , alle anderen Kleidchen passten definitiv nicht mehr! Und so war es  Gina , die bereits wieder im Nachtdienst war, die uns erneut half und auf der Kinderstation ein passendes Kleidchen fĂŒr dich suchte ( den sĂŒssen rosa Strampler mit der kleinen Ente darauf, den deine Mama dir mitbrachte, wird wohl nun dein Teddy tragen mĂŒssenâ˜ș) 

SĂŒsse kleine grosse 🌾 IDA-MAXIMA 🌾, bei dem Geburtsgewicht und deiner GeburtslĂ€nge hĂ€tte die Wahl deines Namens von deinen Eltern perfekter nicht sein können! Und auch du hast dir deine Eltern  perfekt ausgesucht , denn sie sind unglaublich tolle ,liebenswĂŒrdig und  liebevolle Menschen , die  nun ein StĂŒck deines Lebensweges dich umsichtig begleiten  werden. Deine Schwester Friedericke wird dir dabei helfen , Sinn und Unsinn im Leben auszuprobieren und auch deine andere Schwester Stella wird von irgendeinem Punkt im Universum zu dir und zu euch schauen , geniesse deine schöne Familie und sei VON HERZEN WILLKOMMEN 💝💝💝


🌾 LINA GIULIA 🌾

16. MĂ€rz 2020

Bezaubernde kleine  🌾 LINA GIULIA 🌾 mit den grossen dunklen Augen und den vielen langen Haaren ! Deine Eltern haben nichts anderes als dich sĂŒsses kleines Wesen verdient. Zum einen, weil deine Zauberhaftigkeit nur schon daher rĂŒhrt, dass deine Eltern selbst ganz ganz zauberhafte Personen sind und zum anderen, dass deine Eltern fĂŒr viele viele Stunden, die sie gemeinsam mit dir durch eure Geburt tapfer gegangen sind, die schönste aller Belohnungen, nĂ€mlich dich, mit Fug und Recht verdient haben. Ich gebe es zu, meine Voraussicht, wie du einmal auf die Welt kommen wirst, ist nun ausgerechnet bei dir nicht eingetroffen. Wenn man so viele Jahre bereits Frauen wĂ€hrend der Geburt begleiten darf, kann man hĂ€ufig die Frauen doch schon etwas  einschĂ€tzen, vergleichen, gewisse Prognosen fĂŒr die Geburt abgeben. Bei deiner Mama hatte ich immer das GefĂŒhl, du wĂŒrdest es deiner Mama mit deiner Geburt leicht machen. Du selbst warst nicht so schwer an Gewicht geschĂ€tzt, deine Mama eher gross und sportlich und so gelassen, was das Abwarten auf deinen Geburtsbeginn anbelangt. Als euer Geburtshelfer bereits ĂŒber natĂŒrliche Einleitungsmethoden an deinem Entbindungstermin mit deiner Mama redete, warb ich eher noch fĂŒr Geduld und Abwarten, ihr MĂ€use solltet ungestört eure Zeit bekommen, sofern alles mit euch und euren Mamas in Ordnung ist, um selbst loslegen zu können mit eurem  Geburtstag … Und deine Mama nahm sich diese Ruhe und auch die Gelassenheit jeden weiteren Tag nach deinem offiziellen Entbindungstermin solange, bis wir nicht mehr abwarten konnten und uns ĂŒber das Thema Geburtseinleitung unterhalten mussten. Und so trafen deine Eltern und ich uns  an einem Samstag Morgen in der Klinik, deine Kleidchen und dein Geburtstuch bereits im GepĂ€ck, denn nun war es klar, deine Mama und dein Papa wĂŒrden erst mit dir im Arm die Klinik wieder verlassen. Deine Eltern richteten sich in eurem zukĂŒnftigen Wöchnerinnenzimmer gemĂŒtlich ein und ich musste schmunzeln, denn das  Regal ĂŒber dem Bett deiner Mama wurde reich von deinen Eltern gefĂŒllt mit sĂŒssen Snacks, die auch alle aus meinem PraxiskĂŒhlschrank hĂ€tten kommen können ( und Insider wissen, dass dieser KĂŒhlschrank nur existiert, um Kinderschokolade, M&ms, GummibĂ€rchen und sonstiges Hebammen-Nerven-Nahrungs-Food aufzubewahren 🙈) . Anhand der Menge der sĂŒssen Köstlichkeiten hĂ€tte man meinen könne, deine Eltern hatten geahnt, dass sie sich auf eine intensive Marathonstrecke vorbereiten sollten und wer hĂ€tte es gedacht, dass all die Energiebringer wirklich gebraucht wurden ….Ich untersuchte anfangs  deine Mama und nun war  ich um die ProviantfĂŒlle deiner Eltern froh, denn  der erste Untersuchungsbefund war bei weitem nicht so optimal, wie ich es deiner Mama eigentlich gewĂŒnscht hĂ€tte, zu unreif der Muttermund, zu wenig optimal war die Lage deines Köpfchens im Geburtskanal. Aber wir waren uns einig, wir wollten dir und deiner Mama die Möglichkeit geben, dass du irgendwann im warmen Wasser der Badewanne zur Welt kommen wĂŒrdest, so wie es sich deine Mama gewĂŒnscht hatte. Und so bekam deine Mama die erste Tablette von mir, die euch Wehen bringen sollte und bereits eine Stunde spĂ€ter, als ich deine Herztöne kontrollierte, waren da doch schon die ersten leichten HĂŒgel auf der Wehenkurve sichtbar und das machte uns alle im Moment wieder hoffnungsvoll . Nichts desto trotz, wir waren ganz am Anfang der Einleitung und weil es nie vorhersehbar ist, wie schnell nun wirklich Geburtswehen kommen wĂŒrden, verabschiedete ich mich fĂŒr die Zeit, die deine  Eltern mich noch nicht brauchten und vertraute deine Eltern meiner Hebammenkollegin Heidi an, die solange zu deinen Eltern schaute und alle weiteren Schritte unternahm ( 1000 Dank , liebe Heidi ❀ ), bis deine Mama die Geburtswehen hĂ€tte, die mich dann wieder auf den Plan rufen wĂŒrde .Und wĂ€hrend deine Eltern den Tag mit spazieren gehen, Rosamunde Pilcher Filmen und mit Snacks vom Regal verbrachten, wartete ich in meiner Hebammenpraxis auf den Anruf, der mich zurĂŒck in den GebĂ€rsaal holen wĂŒrde. Dieser Anruf kam dann am nĂ€chsten Tag nachmittags ( ich hatte natĂŒrlich wĂ€hrend der ganzen Zeit immer Updates vom Stand der Dinge durch deinen Eltern und von meinen Hebammenkolleginnen ) aber Sonntag Nachmittag war der Moment erreicht, in dem deine Mama die Kontraktionen spĂŒrte, die sie fĂŒr Geburtswehen hielt, Wehen, die sie nicht mehr alleine zu Hause aushalten wĂŒrde . Und so fuhr ich zurĂŒck in die Klinik und untersuchte deine Mama erneut und das, was ich da tastete, machte mich fast ein bisschen euphorisch, denn vom komplett unreifen Muttermund am vergangenen Tag war dein Geburtsweg nun bereits schon ĂŒber die  HĂ€lfte geöffnet . Deine Mama hatte das gefĂŒhlt einfach mal so nebenbei geschafft ! Aber die Wehen wurden immer wie intensiver und es war Zeit, den GebĂ€rsaal aufzusuchen und Wasser in die Badewanne zu lassen, damit deine Mama das warme Wasser zur Entspannung in euren Wehenpausen nutzen konnte. Deine Mama wollte mir und deinem Papa sogar tragen helfen, bei all den Sachen, die sie von eurem Zimmer nun  im GebĂ€rsaal brĂ€uchte, aber ich empfahl ihr, nur einfach dich mit deiner Mama um dich herum mitzunehmen, denn der Babybauch mit einer Wehe zusammen war schon unendlich  und fĂŒr alle anderen unvorstellbar schwere Last genug ! WĂ€hrend das Wasser die Wanne fĂŒllte und ich mir deine Herztöne anschaute, probierte deine Mama das Entbindungsbett aus, lag aber da nicht etwa still sondern unterstĂŒtzte jede Wehe mit kreisenden Bewegungen, damit auch du immer etwas in Bewegung bliebst . Und weil deine Mama die Wehen besonders im RĂŒcken spĂŒrte, bot ich deiner Mama an, ihr mein Kirschkernkissen zu wĂ€rmen, welches ich meinen Frauen gerne an die schmerzenden Stellen lege , aber deine Mama hatte schon anders vorgesorgt ! Dein Papa zauberte ein elektrisches Heizkissen aus eurem Geburtenkoffer und dieses Kissen erfĂŒllte genau seinen Zweck und lieferte deiner Mama Schmerzlinderung durch WĂ€rme . Nun aber war die Wanne fertig gefĂŒllt und deine Mama durfte hinein und sie merkte beide Eigenschaften, die warmes Wasser hĂ€ufig unter der Geburt bewirken, zum einen die deutliche Entspannung in den Wehenpausen, aber zum anderen auch eine intensivere WehentĂ€tigkeit . Es schien so, als ob du auf dem schnellsten Weg geboren werden wolltest . Deine Mama kĂ€mpfte mit jeder Wehe durch die sie mit dir musste, wie eine HĂŒrdenlĂ€uferin, die sich von HĂŒrde zu HĂŒrde fokussiert . Sie blieb auch in der Wanne in stĂ€ndiger Bewegung und probierte alle möglichen Positionen aus, um herauszufinden, welche Position die wohl angenehmste und auch gleichzeitig fĂŒr dich optimalste sei . Dein Papa hatte die Aufgabe, zur  Musik zu schauen, die deine Mama sich fĂŒr eure Geburt zusammengestellt hatte und auch deine Mama nach jeder geschafften Wehe mit einem Schluck Wasser, einem kĂŒhlenden Tuch oder wahlweise dem Erfrischungsspray fĂŒr das Gesicht zu versorgen und ihr in der Wehe Halt und StĂŒtze zu sein und so deiner Mama Zuversicht zu geben . Da die Wehen in schöner RegelmĂ€ssigkeit kamen, erinnerte der Ablauf Wehe-Wasserglas- Tuch-Spray -Wehe gewissermassen an eine perfekt getimte Choreographie, die dein Papa nur ein einziges Mal  aus dem Rhythmus brachte, weil er herzhaft gĂ€hnen musste ( ja, auch dein Papa leistete da schon viele Stunden Schwerstarbeit !)  und es so verpasste, zur rechten Zeit das Wasserglas gefĂŒllt bereit zu halten . Und da war er, der einzige Moment wĂ€hrend deiner gesamten Geburt, an dem deine Mama ( wohlgemerkt noch in der Wehe !) etwas unwirsch wurde, denn diese „Choreographie “ gab ihr eine gewisse Sicherheit und Flow …. Sie entschuldigte sich aber umgehen und lachend  bei deinem Papa nach dem die Wehe vorbei war, wer, wenn nicht sie hatte  das Recht, auch mal etwas ungeduldig zu sein  ! Deine Mama kĂ€mpfte von Wehe zu Wehe, von Wehenpause zu Wehenpause und sie war dabei so unglaublich stark und tapfer . Als deine Fruchtblase sich von alleine öffnete, Ă€nderte sich die  UmstĂ€nde. Die weiche Fruchtblase, die bisher Druck auf den Muttermund ausĂŒbte und so ihn auch sanft dehnte, fehlte nun und dein Köpfchen war noch nicht in der Position, in der er den Druck der Fruchtblase ĂŒbernehmen konnte, ganz im Gegenteil, du versuchtest immer noch mit verschiedenen Bewegungen deines Köpfchens den optimalen Weg durch deinen Geburtskanal zu finden . FĂŒr deine Mama war nun auch die Badewanne nicht mehr der perfekte Ort und deshalb wechselte deine Mama von dort ins Bett , einfach auch nur, um sich etwas im Liegen zu erholen . Dort untersuchte ich deine Mama noch einmal und wir beide, deine Mama und ich fĂŒhlten und merkten, obwohl der Muttermund fast ganz auf war, so schnell schienst du dennoch nicht den Weg durch deinen Geburtskanal zu finden . Und so entschlossen wir uns mittels PCA (Danke Chantal ❀!) und anschliessender PDA deiner Mama die Option zu geben, sich etwas ausruhen zu können, wieder Energie zu tanken und die langsam schwĂ€cher werdenden Wehen mit einem Wehenmittel zu unterstĂŒtzen . Auch dein Papa ging fĂŒr eine kurze Zeit in euer Zimmer und legte sich etwas hin, denn deine Mama war nun schmerzfrei und so konnte auch er sich etwas ausruhen . Deine Mama aber zeigte nun, da sie schmerzfrei war, wieder diese Ruhe, fĂŒr die ich sie so bewunderte . Dir ging es soweit gut und deine Mama und ich hatten nun Zeit, uns ĂŒber deine Geburtsprognose zu unterhalten . Ich konnte deiner Mama in Ruhe erklĂ€ren, was im Moment mit euch passiert, welche Optionen noch bestanden und welche Konsequenzen diese jeweiligen Optionen hĂ€tten . Deine Mama hatte da bereits eine Zuversicht, fast schon Gelassenheit ,dass egal wie deine Geburt zu Ende gehen wĂŒrde, es der absolut richtige Weg fĂŒr euch war. Auch dein Papa kam wieder zu uns und deine Mama gab ihm ein Update darĂŒber, was ich bereits mit deiner Mama besprochen hatte . Inzwischen war der Muttermund vollkommen geöffnet und noch einmal probierte deine Mama alles fĂŒr sie mögliche, dich bei deinem Weg durch das Becken  zu unterstĂŒtzen, nahm alle Bewegungen, alle Positionen in Angriff, liess nichts unversucht . 3 Stunden versuchten wir mit allen Tricks und Mitteln, dir den Weg zu ebnen . Aber du schafftest es nur minimal, tiefer zu kommen . Und so mussten wir Vernunft walten lassen, auch dein Geburtshelfer erklĂ€rte nun deinen Eltern noch einmal die Situation, klĂ€rte sie auf, welches der beste Weg wĂ€re und sparte nicht mit anschaulichen Bildern und Vergleichen, die deinen Eltern halfen, mit VerstĂ€ndnis die Entscheidung, dich mit einem Kaiserschnitt auf die Welt kommen zu lassen, mitzutragen . Es war inzwischen Montag morgen, Tag 3 deiner Geburt, um 3 Uhr, als wir deine Mama fĂŒr die Operation vorbereiteten, dein Papa half, in dem er deiner Mama die KompressionsstrĂŒmpfe anzog ( eine wahrlich schwere Arbeit !)  und als wir gemeinsam in den OP fuhren schien es, als ob das OP Team mitfĂŒhlte, welche unglaubliche Leistung deine Mama und dein Papa bis dahin vollbracht hatten. Geboren wurdest du wenige Momente spĂ€ter, du zeigtest sofort mit einem lauten Schrei, wie gut deine Lungen funktionierten und fĂŒr uns alle auch irgendwie ein Trost  und  Erkenntnis war zu sehen, dass du sowohl in der „Sternengucker “ Position dich ins Becken gedreht hattest ( und damit eine der eher ungĂŒnstigen Kopfpositionen  gewĂ€hlt hattest ) und zugleich dich sehr eng in deiner Nabelschnur verwickelt hattest . Das spielte deinen Eltern so glaube ich, in diesem Moment keine Rolle mehr, denn nun endlich, endlich durften sie dich in ihren Armen halten, eingehĂŒllt in dein rotes Tuch und du warst einfach zufrieden, schautest mit offenen Augen in deine neue Welt und deine Eltern scheinbar an und die waren sogleich so verliebt in dich !  Deine Mama sagte dir, wie  wunderschön du bist, dein Papa aber hielt dich und deine Mama einfach nur fest, stĂŒtze dein Köpfchen und passte auf seine beiden wundervollen Frauen auf . Das Video, welches ich wenige Minuten spĂ€ter auf der Überwachungsstation von dir mit deinen Eltern machte, zeigte, wie dein Papa dich sanft behutsam aus deinem Tuch herausnahm und deiner Mama in ihre Arme legte  und deine Eltern schauten dich so dankbar und verliebt an, nichts anderes mehr hatte Wichtigkeit .  

Morgen wirst du, sĂŒsse  🌾 LINA GIULIA 🌾 bereits 6 Wochen alt und ich durfte deine Eltern nun auch im Wochenbett besuchen und sehen, wie deine Eltern sich Schritt fĂŒr  Schritt an das Elternsein gewöhnen und du sie mit deinem sĂŒssen Aussehen immer und immer wie mehr verzauberst. Nachdem du nun nicht in der Badewanne geboren wurdest, haben wir halt dein erstes Bad in DEINER Badewanne zelebriert und du hast es geliebt !!! Deine Mama schickte mir unterdessen so liebe Zeilen, in denen sie deine Geburt als perfekt und schönsten Moment ihres Lebens beschrieb und wer weiss, vielleicht schreibe ich in 2 oder 3 Jahren erneut einen Geburtsbericht, indem deine kleine Schwester oder dein kleiner Bruder hier begrĂŒsst wird  und vielleicht gibt es dann eine Wassergeburtsgeschichte, in meinen Augen ist das sehr gut möglich ! Solange aber, sĂŒsse Maus, gib deinen Eltern viele dieser wundervollen Momente, dich euch alle drei verzaubert und verliebt bleiben lassen und sei VON HERZEN WILLKOMMEN 💝💝💝 !


🌾 Lars 🌾

26. Februar 2020

SĂŒsser kleiner 🌾 Lars 🌾 , wenige Tage vor deiner Geburt sagte ich deiner Mama, wenn du dann auf der Welt bist, so werden wir dich loben und und herzen und uns so fest bei dir bedanken, dass du mit deinem Ankommen auf diese Welt geduldig und ruhig abgewartet hast, damit deine Eltern sich nur um deinen grossen Bruder kĂŒmmern konnten, der in dieser Zeit ihre volle Aufmerksamkeit brauchte. Nie hĂ€tte ich gedacht, als deine Mama am Beginn eurer Schwangerschaft mich fragte, ob ich auch dieses mal wieder, wie schon bei der Geburt deines grossen Bruders, euch als eure Hebamme begleiten möchte, wir bei dir eine komplett anders verlaufende Geburt erleben werden. Dein grosser Bruder kam vor knapp 2 Jahren ziemlich schnell und unkompliziert auf diese Welt, nur der Endspurt war war fĂŒr deine Mama krĂ€ftezehrend. ErfahrungsgemĂ€ss ist bei der zweiten Geburt diese anstrengende letzte Phase sehr oft um einiges kĂŒrzer und so sagte ich deinen Eltern bei unserem geburtsvorbereitenden GesprĂ€ch in meiner Praxis eine wiederum schnelle Geburt voraus, bei der meiner Meinung nach die Herausforderung darin bestand, dass ICH  es noch rechtzeitig in den GebĂ€rsaal schaffen wĂŒrde, um bei eurer Geburt mit dabei sein zu können. Als bei deiner Mama dann gewisse BegleitumstĂ€nde in der Schwangerschaft auftraten, die die GynĂ€kologin deiner Mama veranlasste, deinen Eltern zu einem Kaiserschnitt zu raten, telefonierten deine Mama und ich lange miteinander. Deine Mama ging davon aus, dass ich bei einem Kaiserschnitt gar nicht mit dabei bin -und so gerne ich euch kleinen Wesen im GebĂ€rsaal bei euren ersten AtemzĂŒgen in dieser Welt bei Seite stehe, fĂŒr all die Paare, die die Geburt ihres Babys im OP erleben, ist die Hebamme im optimalsten Fall Vertrauens-und Begleitperson und kann soviel Ängste nehmen und fĂŒr ein – trotz steriler OP-AtmosphĂ€re – warmherziges Ankommen von euch kleinen MĂ€usen sorgen. Ausserdem empfahl ich deiner Mama auch noch einmal mit eurem Geburtshelfer darĂŒber zu sprechen, denn nach meinen Erfahrungen gab es trotz der BegleitumstĂ€nde bei deiner Mama dennoch die Option, erst bei Geburtsbeginn situativ zu entscheiden, ob ein Kaiserschnitt notwendig war oder man eine Geburt im GebĂ€rsaal wenigstens anstreben könne. Auch euer Geburtshelfer vertrat die gleiche Meinung wie ich und so war dein Ankommen, bzw wie du auf die Welt kommen solltest, wieder offen. Einzig dein Entbindungstermin, der auf den 20.02.2020 errechnet war, sollte es nach dem Wunsch deiner Mama sein und so einigten wir uns mit einem Zwinker-Smiley 😉, dass ich mir diesen Tag nur fĂŒr euch reserviere . An diesem Tag, mit diesem so speziellen Datum, durfte aber  eines meiner anderen Babys zur Welt kommen. Deinen Eltern war dieses Geburtsdatum auf einmal vollkommen unwichtig, denn sie waren in grösster Sorge um deinen Bruder, der in diesem Moment im  Kinderspital lag und die ganze FĂŒrsorge deiner Mama und deines Papas benötigte. In dieser Zeit telefonierten und schrieben deine Mama und ich viel miteinander, ich gab ihr  alle mir bekannten Hebammen-Tipps, die eine Geburt im jetzigen Moment verhindern könnten ( eine vollkommen ungewohnte Situation fĂŒr mich – normalerweise fragen die Frauen mich ja nach wehenfördernden  Massnahmen 😎) und auch gab ich deiner Mama zu verstehen, dass ich vollstes VerstĂ€ndnis dafĂŒr hĂ€tte, sollte deine Geburt nun losgehen, dass du halt ohne mich in dem Spital zur Welt kommen wĂŒrdest, in dem sich dein Bruder im Moment befand, damit deine Mama mit euch beiden am gleichen Ort wĂ€re . Davon wollte deine Mama aber erst einmal nichts wissen und du schienst deiner Mama eindeutig zu signalisieren, dass du die Situation in eurer Familie mittrĂ€gst, denn der Bauch deiner Mama, so sagte sie mir, war so entspannt und ruhig, keine einzige Wehe und kein Anzeichen fĂŒr deine nĂ€her kommende Geburt war zu spĂŒren . Auch als dein Bruder das Spital verlassen konnte, war an eine energiebringende Pause oder schlafintensive Nacht fĂŒr deine Eltern und vor allem fĂŒr deine Mama nicht zu denken. In dieser Situation war es nur all zu verstĂ€ndlich, dass deiner Mama der Mut und die Zuversicht, sowie auch  die Kraft fĂŒr eine Geburt mit bestehenden Risikofaktoren fehlte und so planten wir deine Geburt durch einen Kaiserschnitt 6 Tage nach deinem offiziellen Entbindungstermin genauso, wie es die GynĂ€kologin deiner Mama empfohlen hatte . Sehr, sehr frĂŒh am Morgen deines Geburtstages kamen wir im GebĂ€rsaal an und die Hebammen des Nachtdienstes waren unglaublich froh, dass ich deine Eltern begleitete, denn in dieser Nacht waren so viele Störche im Landeanflug auf unseren GebĂ€rsaal gewesen, jede Arbeit die ihnen da abgenommen werden konnte, half. Der  kleine „ Notfall-GebĂ€rsaal “ wurde zum RĂŒckzugsort fĂŒr deine Eltern und mich, dort konnte ich deine Mama in Ruhe auf die Zeit im Operationssaal vorbereiten . Noch einmal hörten wir deine Herztöne, schrieben eine Wehenkurve  und  nicht eine einzige Kontraktion war zu sehen . Deine Mama war unvorstellbar ruhig, gelassen und auch der Bauch deiner Mama war so fĂŒhlbar entspannt, deine Mama hatte sich scheinbar in den letzten Tagen so in eine Tiefenentspannung versetzen können,die immer noch anhielt,  die sowohl sie, dich und auch die GebĂ€rmutter beruhigte und entspannte. Deinem Papa merkte man die Anspannung um so mehr an, natĂŒrlich war er nebst den aufregenden, kommenden Momenten in Sorge um deinen grossen Bruder und weil er immer wieder den Kontakt nach Hause herstellte und die Pflege deines Bruders so ĂŒberwachte, konnte deine Mama diese Verantwortung abgeben und sich nun vollkommen auf dein Ankommen konzentrieren . Wir waren nur eine kurze Zeit im GebĂ€rsaal, als der AnĂ€sthesist zu uns kam, deine Eltern ĂŒber die bevorstehenden Eingriffe  aufklĂ€rte  und uns mitteilte, dass das OP Team uns bereits erwartete . Und so fuhren wir in der noch frĂŒhmorgendlichen Ruhe der Klinik  in den OP  und das OP Team nahm uns so liebevoll auf, deine Mama war in den besten HĂ€nden. Dein Papa nahm mit deinem  Geburtstuch noch im CafĂ© des OP -Trakts Platz und sammelte sich, auch er sollte sich auf dein Ankommen freuen dĂŒrfen. Ich blieb solange bei deiner Mama und wĂ€hrend der AnĂ€sthesist deiner Mama die SpinalanĂ€sthesie setzte, hielten wir zwei Frauen uns die HĂ€nde und auch wenn deine Mama nach wie vor so ruhig erschien, der Druck ihrer HĂ€nde signalisierte mir, dass deine Mama froh war, war ich in diesem Moment bei ihr. Danach aber durfte dein Papa sich zu deiner Mama setzten und ihre Hand halten, wĂ€hrend ich darauf wartete, dass euer Geburtshelfer dich mir in die Arme legte. Geboren wurdest du 16 Minuten vor 7 Uhr am Morgen, ohne Hektik, routiniert, du konntest sofort zu deiner Mama auf die Brust, eingewickelt in dein Geburtstuch und dein Papa hielt dich und deine Mama  und in diesem Moment gab es nur euch drei in diesem, euren Universum. Mit offenen Augen schautest du unter deinem rosaroten Tuch hervor und dein Papa bemerkte gleich deine langen FingernĂ€gel, typisch fĂŒr euch Babys, die ĂŒber ihren Entbindungstermin gehen dĂŒrfen. Als deine Mama kurze Zeit spĂ€ter vom OP in den Aufwachraum verlegt wurde, schneite es draussen dichte, dicke Schneeflocken, du bist also ein richtiges Winterkind…! Aber dieses Schneegestöber war fĂŒr deine Eltern nicht von Bedeutung, denn jetzt wickelte dein Papa dich aus all den wĂ€rmenden TĂŒchern und gab dich deiner Mama in ihre Arme, direkt auf die Brust. Und man merkte, wie all die Anspannung nun auch bei deinem Papa wich und er dich und dein Ankommen bewusst geniessen, sich freuen konnte, Papa von zwei so sĂŒssen Jungs zu sein. Deine Mama war im Moment einfach nur glĂŒcklich, sie hatte dich, du warst gesund und schon so perfekt und so wunderschön. Nachdem Du bereits schon das Stillen ausgiebig genossen hattest, gab es auch von zu Hause gute Nachrichten. Deinem grossen Bruder ging es deutlich besser und damit fiel auch die letzte Anspannung bei deinen Eltern weg und deine Mama merkte nun die MĂŒdigkeit der letzten Tage, die sie nun endlich einfach zulassen konnte. Und so nahm dich dein Papa zu sich, kuschelte und bondete mit dir, gab dir so durch seinen Hautkontakt Schutz, WĂ€rme und Sicherheit, wĂ€hrend deine Mama endlich etwas schlafen konnte und diesen Schlaf hatte sie sooooo verdient ! 

Etwas spĂ€ter, deine Eltern waren da bereites in ihrem Wöchnerinnenzimmer, konnte dein Papa dich wĂ€gen und messen und dir deine ersten Kleidchen anziehen und du warst die ganze Zeit wach und schautest zufrieden und neugierig  in deine neue Welt. So zufrieden erlebte ich dich auch bei meinen ersten Besuchen bei euch daheim, ich denke, die tiefenentspannte Haltung deiner Mama vor und wĂ€hrend deiner  Geburt wird dich ( so hoffe ich ) noch eine Weile weiter begleiten. Deinem Bruder geht es inzwischen wieder sehr gut und er wird dich sicher schon bald mit seiner Frohnatur zum Lachen bringen. 

Deine Mama sagte mir wenige Momente nach deiner Geburt, sie wisse nun, warum ich Hebamme geworden bin, sie fand es so schön, was sie bei deiner Geburt erlebt hatte…  kann es ein schöneres Kompliment geben ?

 Zauberhafter 🌾 Lars 🌾 , wie versprochen, ich bedanke mich bei dir ! Danke, hast du deinen Teil beigetragen, hast du deinen Eltern, hast du uns dieses schöne Erlebnis deiner Geburt genau so ermöglicht, wie wir dein Ankommen erleben durften ! Geniesse deine wundervolle Familie und  SEI VON HERZEN WILLKOMMEN 💝💝💝!


🌾 FIONA 🌾

20. Februar 2020

Der 20.02.2020 – was fĂŒr ein tolles Datum fĂŒr besondere AnlĂ€sse…Heiraten könnte man, einen Baum pflanzen oder einfach wie du, sĂŒsse kleine Maus, heute auf die Welt kommen! Da so viele 2en  in deinem Geburtsdatum sind, darfst du dir sicher jetzt immer alles doppelt wĂŒnschen, 2 Kinderschokoladen, 2 Fahrten auf dem Riesenrad, 2 Stunden lĂ€nger wach bleiben dĂŒrfen…. ich bin mir sicher, deine so glĂŒcklichen Eltern wĂŒrden dir auf alle FĂ€lle heute jeden deiner WĂŒnsche doppelt so gerne erfĂŒllen! Willkommen auf dieser Welt, zuckersĂŒĂŸe kleine Maus 💝💝💝


🌾 AMANDA 🌾

14. Februar 2020

Kleine zauberhafte 🌾 AMANDA 🌾, bevor du geboren wurdest, schrieben deine Mama und ich uns gegenseitig wochenlang viele, viele Nachrichten oder telefonierten miteinander, denn du kleine Maus hattest uns das GefĂŒhl gegeben, dass du bereits einige Wochen zu frĂŒh ( und zwar viel zu frĂŒh )  Interesse hattest, auf diese Welt kommen zu wollen und da waren so viele Fragen, auf die deine Eltern eine Antwort suchten.  Deine Mama musste geduldig und ohne körperliche  Belastung daheim liegend abwarten und ihrem Bauch beim Wachsen zuschauen und jede Woche, die sie “brĂŒtend “ zu Hause schaffte, brachte dich weg von einer Geburt an einem UniversitĂ€tsspital, weg von einem Lebensanfang in einem Inkubator, weg von einer FrĂŒhgeburt mit allen Startschwierigkeiten, die diese kleinen, zerbrechlichen Wesen zu Beginn ihres Lebens haben. Und jede geschaffte Woche feierte ich deine Mama fĂŒr ihre Geduld und ihr behĂŒtetes Abwarten und als eure Schwangerschaft soweit fortgeschritten war, dass du unbedenklich geboren werden konntest, riet ich deiner Mama,  in der nun verbleibenden Zeit sich  zum einen wieder etwas körperliche Kondition anzueignen und zum anderen, deinem Papa und deiner Mama alles erdenklich Gute noch als Paar gegenseitig anzutun, was zukĂŒnftige Eltern in den letzten gemeinsamen Tagen unbedingt zu zweit noch machen sollten, ( wie z.Bsp. einen entspannten Kinoabend, ein Essen im Lieblingsrestaurant, Sonntags morgens gemĂŒtlich im Bett ungestört Zeitung lesen und frĂŒhstĂŒcken)  bevor die neue, aufregende Familienzeit zu dritt beginnt und fĂŒr solche Sachen dann eher keine Zeit vorhanden ist. Das war fĂŒr deine Mama gar nicht so einfach, denn du hattest dich bereits schon ziemlich tief im Becken deiner Mama einquartiert und bei  jedem Schritt, den deine Mama machte, spĂŒrte sie bereits schon dein Köpfchen und somit dein Mithelfen wollen, alles so optimal wie möglich fĂŒr eure Geburt vorzubereiten. Nie und nimmer hatte ich, hatten deine Eltern erwartet, dass aus den guten RatschlĂ€gen von mir, wie Frau eine FrĂŒhgeburt abwendet, nun mit einem mal deine Mama mich fragte, wie ein Geburtsbeginn auf natĂŒrliche Weise unterstĂŒtzt werden kann, denn inzwischen war dein errechneter  Entbindungstermin bereits ĂŒberschritten und du schienst deine Mama um dich herum immer noch sehr zu schĂ€tzen und deine Neugierde auf die Welt da draussen war offensichtlich  nicht mehr so stark wie vor Wochen davor . Wahrscheinlich lag es auch mit daran, dass du deinem Geburtshelfer die eine und auch andere Abfahrt auf  der Skipiste gegönnt hast ,denn erst nach seinem Ferienende, deine Eltern warteten da bereits seit einer Woche ĂŒber deinem Geburtstermin auf dich, gabst du das Startzeichen fĂŒr deine Geburt . In den letzten Tagen vor deiner Geburt konnte ich deiner Mama tröstend sagen, dass wenn kleine MĂ€use schon so tief und parat auf ihrem Geburtsweg sich positioniert haben, es mit aller grösster Wahrscheinlichkeit mit einer  schnellen Geburt zu rechnen sei.  Als deine Mama mich am Abend vor deinem Geburtstag anrief, weil nun endlich eure Wehen eingesetzt hatten, hörte ich am Telefon, dass deine Mama bereits richtig gute Wehen veratmen musste und das diese ohne grössere Pausen aufeinander folgten. Ich sagte deiner Mama, dass ich mich sofort aufmachen wĂŒrde, um von zu Hause aus Richtung Aarau zu fahren und ich war noch nicht einmal ganz aus Meggen heraus, als deine Mama mich erneut anrief, weil die Kontraktionen bereits so intensiv sich fĂŒr sie anfĂŒhlten, dass deine Mama sich lieber mit deinem Papa in Richtung GebĂ€rsaal begeben wollte. Und so rief ich im GebĂ€rsaal an um deine Eltern anzukĂŒnden  und meine Hebammenkollegin Chantal (  ❀-lichen Dank , du Liebe ! ) nahm deine Eltern in Empfang und umsorgte sie, gab ihnen Sicherheit, bis auch ich im GebĂ€rsaal angekommen war . Deine Mama hatte fĂŒr eure Geburt keine speziellen WĂŒnsche, ganz offen und ohne Geburtsplan war sie an eurer Geburt herangegangen, eine Wassergeburt war vorstellbar, genau so wie eine Landgeburt auf dem GebĂ€rstuhl oder im VierfĂŒsslerstand . Jetzt, wo die Wehen förmlich ĂŒber deine Mama hinweg rollten, lag deine Mama im Geburtenbett auf der Seite und probierte, ob es besser fĂŒr sie war, durch eure Wehen-Wellen hindurch zu tauchen oder auf der Welle mit zu schwimmen. Noch bevor ich deine Mama untersuchte, atmete ich mit ihr zusammen solange, bis deine Mama ihren Rhythmus, ihren Surfmodus gefunden hatte und deutlich besser durch eure Wehen kam -und sie machte es so unglaublich gut ! Als ich den Muttermund deiner Mama tastete, konnte ich deiner Mama sagen, dass sie bereits mehr als die HĂ€lfte eurer Geburt geschafft hatte ! Wir befanden uns bereits in der letzen Stunde des alten Tages und ich konnte deinen Eltern aufmunternd sagen, dass du wohl all zu lange nicht mehr auf dich warten lassen wĂŒrdest .Spassenshalber prognostizierte ich eine Geburtszeit gegen halb 3 , eine Uhrzeit, zu der Geburtshelfer nur all zu gerne von uns Hebammen geweckt werden 😉 . Bis dahin aber ging deine Mama ganz ruhig und konzentriert durch jede einzelne eurer Wehen. Die Seitenlage im Bett erwies sich als die komfortabelste Position fĂŒr deine Mama und wĂ€hrend dein Papa deine Mama mit GetrĂ€nken, kĂŒhlenden TĂŒchern und seiner absolut ruhigen Ausstrahlung Gutes tat, massierte ich deiner Mama den schmerzenden RĂŒcken und versuchte mit warmen UmschlĂ€gen im RĂŒcken deiner Mama Linderung zu verschaffen. Als deine Fruchtblase sich von alleine öffnete, kam deine Mama intuitiv von der Seitenlage auf den RĂŒcken herum, um dir mehr Platz zu verschaffen, denn sie verspĂŒrte bereits ihre ersten Wehen, die dich zur Welt kommen lassen sollten. Und so war es nicht halb 3 sonder bereits 2 Uhr, als ich euren Geburtshelfer wecken konnte und er war erstaunt, wie unglaublich schnell ihr durch eure bisherige Geburt gegangen seid. In den letzten Wehen hielten dein Papa und ich deine Mama im Arm und atmeten mit ihr, halfen ihr, ihre letzten KrĂ€fte zu mobilisieren, wĂ€hrend eurer Geburtshelfer dir bei deinem Ankommen half  und deiner Mama sofort auf die Brust legte. Ich wusste schon im Voraus , welchen wunderschönen Namen du erhalten wĂŒrdest, denn dein Geburtstuch, welches dein Papa vorab im WĂ€rmeschrank platziert hatte, war mit deinem Namen  bestickt . Dieses Tuch nun gab dir WĂ€rme und abgedunkeltes Licht und ganz schnell schienst du, mit ganz vielen dunklen, langen Haaren auf deinem Köpfchen,  zufrieden und angekommen auf dieser Welt . Deine Mama konnte es noch gar nicht glauben , dass sie eure Geburt bereits geschafft hatte und sie durfte so stolz auf sich sein ! Dein Papa und dein Geburtshelfer schauten, ob du gesund und alle Fingerchen und Zehen bei dir vorhanden sind , so wie es sich gehört und ich kann dir bestĂ€tigen, dass du alle Finger und Zehen hast, so wie es sein soll, deine Zehen sich aber an ganz grossen FĂŒsschen befinden, du wirst wohl tendenziell spĂ€ter einmal besonders ausgefallene Schuhgrössen aussuchen mĂŒssen 🙃â˜șïžđŸ™ƒ .  Du warst sehr hungrig nach deiner Geburt und als du deinen ersten Hunger bei deiner Mama gestillt hattest, durfte dein Papa dich nun anziehen. Ganz vorsichtig und ganz stolz wickelte er dich in deine erste Windel. Die Wahl deiner ersten Kleidchen viel schwerer, denn deine Mama hatte so viele Kleidchen fĂŒr dich eingepackt, wir alle waren im Moment unschlĂŒssig, was du kleine Maus nun davon anbekommen solltest … Nun, dein Papa wĂ€hlte passend das Kleidchen aus, auf dem in grossen Buchstaben “ I ❀ DAD “ stand, ich bin mir sicher, hĂ€tte er ein Shirt fĂŒr sich in diesem Moment entwerfen dĂŒrfen, auf seinem wĂ€re “ I ❀MY DAUGHTER “ gestanden …. 

Deine Eltern, sĂŒsse 🌾 AMANDA 🌾 haben sich am Valentinstag das schönste und wundervollste Geschenk zum Tag der Liebe geschenkt, nĂ€mlich dich, du wunderhĂŒbsche Maus . Inzwischen durfte ich dich schon einige Male in deinem Daheim besuchen und erleben, wie liebevoll deine Eltern dich umsorgen. Geniesse diese bedingungslose Liebe deiner Eltern, koste sie in vollen ZĂŒgen aus, geniesse von nun an jeden Valentinstag mit Rosen und Geburtstagstorte und sei

 VON HERZEN WILLKOMMEN 💝💝💝


🌾 ALISSA LUNA 🌾

29. Januar 2020

Zauberhafte und sĂŒsse 🌾 ALISSA LUNA 🌾 , mit den grossen, so wachen Augen ! Unkompliziert , selbstbestimmt, schnell und im Wasser – das war der Wunsch deiner Mama, wie du geboren werden solltest, wie deine Mama eure Geburt erleben wollte. Als deine Mama bei unserem ersten Treffen zum gegenseitigen Kennenlernen in meiner Praxis diese WĂŒnsche Ă€usserte, waren diese WĂŒnsche ihre Idealvorstellung einer Geburt, ihre Traumgeburt. Das Geburten von dieser Idealvorstellung sehr leicht abweichen können, wusste deine Mama auch. Sie hatte diese Erfahrung bei der Geburt deines grossen Bruders gemacht. Zu frĂŒh und fĂŒr sie zu unvorbereitet wollte damals der kleine Mann kommen, zu wenig passte die Kommunikation in ihren Augen  zwischen dem damaligen Geburtshilfeteam und ihr, zu viele Fragen blieben damals nach der Geburt fĂŒr sie unbeantwortet. Wenn ich mir von meinen Paaren ihre bereits erlebten Geburtsgeschichten erzĂ€hlen lasse, bitte ich sie immer darum, die technischen Details ihrer erlebten Geburt zwar zu erwĂ€hnen, wichtiger fĂŒr mich ist es aber, zu erfahren, welche Empfindungen meine Paare damals hatten, welche Erlebnisse sie als schön und richtig erlebt hatten und welche fĂŒr sie unstimmig waren und  unter UmstĂ€nden aus diesem Grund Ängste  fĂŒr die kommende Geburt gewachsen sind. Bei den ErzĂ€hlungen deiner Mama waren einige Momente ihrer Geburt, die sie sich nicht erklĂ€ren konnte und so bat ich deine Mama, mir den Geburtsbericht deines Bruders fĂŒr ein nĂ€chstes Treffen zu organisieren. So konnten deine Mama und ich bei einem weiteren Treffen noch einmal  die Geburt deines Bruders gemeinsam durchgehen, gemeinsam erleben und ich konnte deiner Mama Handlungen erklĂ€ren und verstĂ€ndlich machen, die damals im GebĂ€rsaal gemacht wurden. Und auch wenn nach diesen AufklĂ€rungen deine Mama gewisse Situationen von damals nun verstĂ€ndlicher waren, ihren Wunsch dieses mal selbstbestimmt zu gebĂ€ren, blieb . Sie wollte, dass sie umsorgt wird, dass man fĂŒr sie da ist, sie ĂŒber alles aufklĂ€rt, was mit ihr jeweils passiert, dass man ihr die Zeit gibt, in ihrem gewĂ€hlten Tempo durch eure Geburt zu gehen, dass man ihr die Ruhe und Zuversicht gibt, sie in ihrem Vertrauen unterstĂŒtzt, dass sie, dass ihr Körper es schaffen wird, dich alleine in diese Welt zu lassen. Das sich deine Mama zudem noch einen passenden Geburtshelfer wĂ€hlte, der all diese WĂŒnsche auch in seiner Geburtsphilosophie vertritt – deine Mama hĂ€tte nicht besser vorbereitet an eure Geburt herangehen können. In der Nacht vor deiner Geburt waren SchneefĂ€lle fĂŒr den Kanton Aargau vorgesehen und weil ich mit deiner Geburt jederzeit rechnete und nicht unbedingt nachts ĂŒber schneebedeckte Autobahnen rasen wollte, schlief ich sicherheitshalber in meiner Praxis, allerdings war es mein Wecker und nicht mein Pager, der mich am Morgen weckte. Und so fuhr ich statt zu deiner Geburt, ausgeschlafen zu einer meiner Wöchnerinnen und von dort aus zurĂŒck nach Hause, Richtung Luzern. Ich hatte noch nicht einmal meine Tasche ausgepackt, als deine Mama mich anrief. Deine Mama verlor euer Fruchtwasser und weil sie diese Art des Geburtsbeginns von deinem Bruder bereits kannte und es damals noch viele, viele Stunden dauerte, bis er dann endlich geboren wurde, war deine Mama noch sehr ruhig und gelassen. Sie wollte mich auch fĂŒrs erste nur informieren, auch dein Papa wurde nun nach Hause geholt, der Babysitter fĂŒr deinen Bruder organisiert. Nun sollte nach einem Blasensprung kontrolliert werden, ob es wirklich ein Blasensprung ist und ob es der Mama und dem Baby gut geht. In der Regel mache ich diese Kontrolle bei mir in der Praxis, aber deine Mama wollte mich noch schonen und sie fragte mich, ob sie die Kontrolle nicht im GebĂ€rsaal bei den Hebammen machen könne und danach wieder nach Hause fahren könnte, damit wir alle noch bis zum wehenden Beginn der Geburt uns daheim ausruhen konnten. Da meine letzen beiden vorausgegangenen Geburten ebenso mit so einem Blasensprung begannen und es damals wirklich noch lĂ€ngere Zeit ging, bis ich aktiv werden konnte, rief ich im GebĂ€rsaal an und meine Kollegin Regina ( 1001 Dank fĂŒr alles ❀❀❀) versprach mir, die erste Kontrolle deiner Mama zu ĂŒbernehmen. Deine Mama schrieb mir, dass dein Papa nun daheim angekommen und  sich mit deiner Mama aufmacht,  Richtung Klinik zu fahren und das bereits ein erstes, unregelmĂ€ssiges Ziehen im Bauch  von deiner Mama gespĂŒrt wurde. Ein positives Zeichen, wenn nach dem  Blasensprung die Wehen zĂŒgig einsetzen und das schrieb ich deiner Mama auch, auch das ich Abfahrt-bereit in Meggen warten wĂŒrde. Die nĂ€chste SMS kam postwendend von deiner Mama und der Inhalt veranlasste mich, sofort ins Auto zu steigen und Richtung GebĂ€rsaal loszufahren, denn deine Mama schrieb mir, dass sie gespannt auf den Befund und die Wehenkurve sein, denn inzwischen „ziehe es schon ab und an ordentlich“. Und wĂ€hrend ich nun in dem Tempo, das gerade noch so erlaubt ist, ĂŒber die Autobahn Richtung Aarau dĂŒste, empfing Regina deine Eltern und es war klar, dass du mit deiner Mama um dich herum nun richtig unter der Geburt warst und an ein nochmaliges nach Hause fahren nicht zu denken war. Regina rief mich an, um mich ĂŒber  den aktuellen Stand der Dinge zu informieren und ich konnte sie mit allen wichtigen Details fĂŒr eure Geburt, mit den WĂŒnschen deiner Mama briefen, fĂŒr den Fall, dass ich es nicht mehr rechtzeitig fĂŒr eurer Geburt in den GebĂ€rsaal schaffen wĂŒrde. Als ich dort ankam, war deine Mama gerade in die Badewanne gestiegen, das Wasser lief immer noch in die Wanne ein. Ich umarmte Regina und bedankte mich fĂŒr ihre wundervolle und so wichtige Hilfe und umarmte danach deine Eltern. Deine Mama, sĂŒsse  ALISSA, sah so wunderschön aus, eigentlich unvorstellbar, dass sie gerade im Begriff war, ihren und euren Geburtsmarathon zu laufen, aber ich denke, sie spĂŒrte, dass alles was mit ihr passierte richtig war, die Wehen dich ihr immer wie nĂ€her brachten. Auch spĂŒrte sie, dass du bereits mit deinem Köpfchen einen Druck nach unten aufbautest und so dein Bestes an Hilfe mitgabst, was von dir her möglich war. Ich untersuchte deine Mama das erste und einzige mal wĂ€hrend eurer Geburt. Es war eine Abmachung zwischen deiner Mama und mir, diese vaginalen Untersuchungen auf ein Minimum zu beschrĂ€nken und weil ich ertasten konnte, dass euer Geburtsweg bereits komplett geöffnet war, war kein weiteres Untersuchen mehr notwendig. Ich konnte  auf Grund des Untersuchungsergebnisses euren Geburtshelfer anrufen und ihn bitten, zu uns zu kommen, denn es war offensichtlich, dass wir nicht mehr lange auf dich warten mussten. WĂ€hrend ich mit deiner Mama gemeinsam ihre Wehen veratmete, hielt dein Papa deiner Mama den schmerzenden RĂŒcken, ĂŒbte eine Gegendruck am Kreuz aus und half so deiner Mama, wie er nur konnte. Dein Geburtshelfer war nun auch im GebĂ€rsaal und gemeinsam sassen wir alle ruhig am Badewannenrand bei deiner Mama, die so konzentriert  durch  eure letzten Wehen ging, und wir konnten ihr die Zuversicht geben, sie mit ihr teilen, dass alles seine Richtigkeit hatte, dass es dir gut ging und das deine Mama die Zeit, die sie brĂ€uchte, sich einfach nehmen kann. Und so wurdest du  nur mit dem Druck ins Wasser geboren, den deine Mama ausĂŒben wollte und einzig bei deiner Schulter half euer Geburtshelfer vorsichtig, damit du kurze Zeit spĂ€ter ins Wasser gleiten konntest. Deine Mama nahm dich an die WasseroberflĂ€che und in ihre Arme  und wir deckten dich mit einem warmen Tuch zu. Und wĂ€hrend  dein Papa die ersten Fotos von seinen beiden Frauen machte, war deine Mama einfach nur erleichtert, sie hatte es so bewundernswert und so wunderschön geschafft, dir deine Geburt zu ermöglichen. Hatten wir uns bisher alle Zeit und Ruhe der Welt genommen, gab es auch jetzt keinen Grund, weitere Handlungen zu forcieren . Deine Nachgeburt liess sich ( im Gegensatz zu dir 😉 ) Zeit und die gaben wir ihr auch, deiner Mama war es auch hier wichtig, nicht in einen natĂŒrlichen Prozess einzugreifen, wenn es nicht notwendig wĂ€re .Erst 45 Minuten nach deinem Ankommen wurde sie problemlos geboren und  wir konnten sie deinen Eltern zeigen, solange und natĂŒrlich auch gerade danach wieder standest aber du im Mittelpunkt und bekamst alle Aufmerksamkeit die du verdient hast. Und wĂ€hrend deine Mama neben dir warm zugedeckt in ihrem Bett sich erholte,  dir dein HĂ€ndchen hielt, konnte dein Papa nun fĂŒr dich da sein und er wickelte dich in deine erste Windel, zog dir ganz bezaubernde Kleidchen an und fĂ€delte deine Namenskette auf. Musste ich wĂ€hrend deiner Geburt eigentlich nur bestĂ€rkend deiner Mama beistehen, wurde ich jetzt aktiv, denn du sĂŒsse kleine Maus lagst da so zufrieden mit deiner Mama im Hintergrund und mit gross geöffneten Augen, dass ich gar nicht aufhören konnte, Erinnerungsfotos fĂŒr deine Eltern zu machen, eines wohlgemerkt schöner als das andere !

Zaubermaus 🌾 ALISSA LUNA 🌾 Unkompliziert, selbstbestimmt, schnell und im Wasser – das war der Wunsch deiner Mama, wie du geboren werden solltest, wie deine Mama eure Geburt erleben wollte. Sie hat dich so gebĂ€ren dĂŒrfen, hat ihre Traumgeburt erleben können und ich bedanke mich aus tiefstem Herzen bei deiner Mama, dass ich bei deinem wunderschönen Ankommen mit dabei sein durfte, sĂŒsse Maus, SEI VON HERZEN WILLKOMMEN ! 💝💝💝


🌾 ELIJAH NOAH 🌾

8. Januar 2020

SĂŒsser, bei deiner Geburt so winzig, zerbrechlich, kleiner Mann ! Als du deine ersten Anzeichen fĂŒr  deine bevorstehende Geburt machtest, war ich gerade dabei, Baby Runa im OP bei ihren ersten Lebensmomenten auf dieser Welt zu begleiten. Deine Mama schrieb mir kurz vor Mitternacht  eine SMS, dass sie eurer Fruchtwasser verlieren wĂŒrde, viel zu frĂŒh, denn eigentlich hĂ€ttest du noch fast 5 Wochen Zeit gehabt, dich von deiner Mama um dich herum tragen und verwöhnen zu lassen. Mir blieb in diesem Moment nichts anderes ĂŒbrig ,als deiner Mama zurĂŒck zu  schreiben , dass sie meine Hebammen-Kolleginnen im GebĂ€rsaal informieren und in die Klinik kommen solle und ich war mir in diesem Augenblick ziemlich sicher, dass ich deine Geburt wohl nicht mit begleiten werden wĂŒrde. Hatte ich fĂŒr  Runas Geburt schon  meine Ferien unterbrochen, wusste ich, dass ich nach diesem lĂ€nger als geplanten Einsatz zum einen erst einmal etwas Schlaf benötige und zum anderen einen Termin an meinem letzten Ferientag nicht verschieben konnte und erst am nĂ€chsten, meinem offiziell ersten Arbeitstag, wieder im Einsatz sein könnte . Aber ich ging noch in dieser Nacht bei deiner Mama im GebĂ€rsaal vorbei um sie zu umarmen und deinen Papa das erste Mal kennen zu lernen . Ich konnte deinen Eltern verschiedene Möglichkeiten aufzeigen, wie eure nĂ€chsten Stunden ablaufen könnten, ganz abhĂ€ngig davon, wie schnell deine Mama und du mit Wehen in BerĂŒhrung kommen wĂŒrdet. Und ich konnte Heidi, meine Kollegin (❀!), was die WĂŒnsche deiner Mama fĂŒr eure Geburt anbelangten, etwas briefen, obwohl deine Eltern eigentlich erst in 2 Tagen  in meiner Praxis einen Termin hatten und wir dort erst richtig deine Geburt und die WĂŒnsche deiner Eltern dafĂŒr besprechen  wollten. Nun, und obwohl ich es nicht fĂŒr möglich gehalten hĂ€tte – letztendlich -und dafĂŒr bin ich sehr sehr dankbar – haben ich  dennoch zusammen mit deinen Eltern deine Geburt erleben dĂŒrfen. Möglich gemacht hat das zum einen euer Geburtshelfer, der sehr sehr geduldig  dir und deiner Mama die 24 Stunden zugestand, die die Frauen unter UmstĂ€nden nach einem Blasensprung Zeit haben, bevor wir mit Wehen anregenden Medikamenten versuchen, die Geburt in Gang zu bringen. Und zum anderen warst du und deine Eltern in meinen Augen glaube ich auch einfach froh, noch etwas wehenfrei zu bleiben, noch ein wenig Zeit zu haben, um sich auf das Kommende ( und damit meine ich nicht nur die Geburt, sondern auch der Beginn eurer Zeit als Familie ) vorzubereiten, denn deine Eltern dachten , sie hĂ€tten doch noch ein paar Wochen Zeit dafĂŒr … Und zum dritten haben meine Hebammenkolleginnen zu dir und deiner Mama geschaut und sie betreut, als es nach einem Tag Abwarten, ob da von dir und deiner Mama alleine Wehen kommen wĂŒrden, es nun dennoch notwendig wurde, sanft und langsam eure Geburt in Gang zu bringen. Und so habe ich den ersten Arbeitstag von mir noch abwartend zu Hause verbracht, war aber immer in Kontakt mit deiner Mama und auf dem neusten Stand, was mit euch gemacht und wie ihr reagiert habt . Als auch dieser Tag ohne wirklich grosse Wehen vorbei ging und weil es dir und deiner Mama sehr gut ging , entschied dein Geburtshelfer, euch die Nacht ohne weitere Medikamentengabe schlafen zu lassen, denn sehr hĂ€ufig gehen in genau so einer medikamentenfreien Phase die Wehen wie von alleine los . Und richtig ! Mein Pager weckte mich in den frĂŒhen Morgenstunden deines Geburtstages, deine Mama hatte zwar noch ein wenig schlafen können, aber sie wurde sehr sehr frĂŒh am Morgen durch die ersten richtig gut spĂŒrbaren Kontraktionen geweckt. Meine Kollegin Michelle (1001 Dank !!❀❀❀) schaute zu deiner Mama und kĂŒmmerte sich liebevoll um sie, so dass ich in aller Ruhe mich parat machen und ohne Stress nach Aarau fahren konnte. Denn auch wenn die Wehen nun endlich da waren, euer Geburtsweg war noch nicht sehr vorbereitet (kein Wunder, ihr hĂ€ttet ja auch eigentlich noch mindestens 4 Wochen Zeit dafĂŒr gehabt !) und es war absehbar, dass wir dennoch viel Geduld brauchen wĂŒrden, bis wir uns ĂŒber deine Ankunft freuen könnten. 

Als ich im GebĂ€rsaal ankam, war bereits die Badewanne mit Wasser gefĂŒllt, parat, um deiner Mama etwas Entspannung zu bringen . Aber es war noch nicht der richtige Moment fĂŒr die Wanne , deine Mama sass auf dem Ball, hielt sich am Seil fest und dein Papa stĂŒtze ihren schmerzenden RĂŒcken. Eure Wehen waren zwischendurch intensiv und dann aber auch wieder viel zu wenig stark, damit es auf eurem Geburtsweg weitergehen konnte und es brauchte in irgendeiner Form eine Energieschub fĂŒr deine Mama und den organisierte sie fĂŒr sich selbst, in dem sie deinen Papa ihre mitgebrachte Musik von ihrer Playliste abspielen liess und so spielte  „ MUSE“  fĂŒr deine Mama und das half, die beginnende MĂŒdigkeit zu vertreiben, deine Eltern machten sich nĂ€mlich etwas spĂ€ter auf, eure Wehen durchs Spazieren gehen und Treppensteigen zu verstĂ€rken. Vielleicht hĂ€tte MUSE lauter spielen oder die Klinik beim Neubau mehr Treppen einplanen sollen – eure Kontraktionen wurden nicht wirklich intensiver und so beschlossen wir, deiner Mama erneut etwas vom Wehen fördernden Medikament zu geben . Und glĂŒcklicherweise bekam deine Mama gerade in diesem Moment, wo Frau vielleicht auch etwas entmutigt ist , eine Blumenstrauss geschenkt … du warst zwar noch nicht auf der Welt, aber eure Gratulanten waren offensichtlich parat â˜ș… Ob es die wohltuende Aufmerksamkeit der Blumen war oder du jetzt einfach entschieden hattest, doch dein warmes, weiches Heim verlassen zu wollen, mit einem Mal kamen die Wehen wieder und sie fĂŒhlten sich runder an, waren besser zu verarbeiten fĂŒr deine Mama und deine Mama fĂŒhlte wieder mehr Energie und ging erneut mit deinem Papa spazieren . Inzwischen war es Mittagszeit und fĂŒr deine Mama war der Moment gekommen, die Badewanne auszuprobieren . Bis dahin hatte ihr das Tuch zum Festhalten am Besten geholfen durch eure Wehen zu gehen, gemeinsam mit der StĂŒtze, die euch dein Papa gab. Das warme Wasser gab deiner Mama einen Moment der Entspannung, aber auch die Klarheit, dass die Energiereserven nach der langen Zeit, die deine Mama nun in der Klinik und unter der Geburt war, nicht unerschöpflich waren. Wir hatten uns bereits im Vorfeld ĂŒber die Möglichkeit und Vorteile  einer  PeriduralanĂ€sthesie unterhalten und es war der Moment gekommen, wo sie absolut vernĂŒnftig war einzusetzten . Und es war die absolut richtige Entscheidung zum richtigen Zeitpunkt .Kaum wirkte die AnĂ€sthesie, konnte sich deine Mama und konnten sich deine Eltern entspannen, ausruhen, die angestrengten Muskeln loslassen. Und auch du merktest, dass deine Mama sich erholen und dir Platz geben konnte, eure Geburt ging nun doch um einiges zĂŒgiger voran, der Muttermund weitete sich mehr und auch du begabst dich endlich in die Position in  deinem Geburtsweg, die es dir ermöglichte, mitzuhelfen, deine Mama zu unterstĂŒtzen . Als wir den Sonnenuntergang durch die Fenster eures Geburtsraumes sahen, war der Muttermund deiner Mama nun fast ganz offen. Nun war es ersichtlich, dass du bald auf die Welt kommen wĂŒrdest, deine Eltern hatten da aber noch ein winzig kleines Problem . Es war dein Name, der noch nicht wirklich fest stand und weil du ja nicht so ganz ohne Namen geboren werden solltest und  wir wussten, dass du ein kleiner Junge werden wĂŒrdest, benannten wir dich fĂŒrs erste spassenshalber nach deinem Geburtshelfer ( so will es die GebĂ€rsaal-Tradition der namenlosen Kinder 😉 ) Deine Mama war nun wieder in der aktiven Rolle, sie konnte und wollte nun wieder eure Geburt unterstĂŒtzen und das tat sie, in dem sie stĂ€ndig die Position auf ihrem Bett wechselte, dadurch ihr Becken immer in verschiedene Richtungen bewegte und so dich langsam und mit der Kraft der Wehen tiefer schaukelte. In den letzten Wehen vor deiner Geburt war dir anzumerken, dass auch du eine langen Weg hinter dir hattest und du  zeigtest uns mit deinen Herztönen, dass du nun endlich zur Welt kommen möchtest. Und so half euer Geburtshelfer dir und er half  deiner Mama in eurer letzten Wehe . Es war 19:53 Uhr, knapp 3 Tage nach eurem Geburtsbeginn,als du endlich, endlich in die Arme deiner Mama von eurem Geburtshelfer gelegt wurdest . Und du wurdest mit deinem Geburtstuch, welches ich noch schnell organisiert hatte,  zugedeckt und wir liessen dir und deinen Eltern diesen Moment des Ankommens, nichts musste gemacht werden, ausser euch die Zeit zu geben, euch zu begreifen, den Moment bewusst zu erleben. Du warst zwar zierlich klein, aber deine Haut war sehr schnell rosarot, dein Herzschlag krĂ€ftig und schon sehr schnell öffnetest du deine Augen. Deine Mama war erschöpft, aber sie war soooo glĂŒcklich . Dein Papa erleichtert und ungemein stolz. Du tatest uns den Gefallen,  bereits am Busen deiner Mama zu trinken, ein so wunderbares Zeichen, dass du zwar zu frĂŒh geboren, aber genĂŒgend Kraft und Energie hast . Nachdem dein Papa dich gemeinsam  mit deiner Mama angezogen hatte, legte er dich deiner Mama wieder in die Arme und ich nutze die Chance, die ersten Fotos von euch zu dritt, von eurer kleinen Familie  zu machen und ihr alle drei saht so wunderschön und so glĂŒcklich aus ! Kleiner Mann, auf deinem  Babypass und deinem KĂ€rtchen fĂŒr dein Bettchen kamen natĂŒrlich alle Barbara-Blumen, die ich malen konnte, deinen Namen aber trug ich erst bei meinem ersten Besuch bei euch daheim ein, denn nun hattest du einen Namen und was fĂŒr einen schönen durfte ich da schreiben – Sei von Herzen Willkommen 🌾 ELIJAH NOAH 🌾


🌾 Runa Hilde❀ 🌾

5. Januar 2020


Zauberhafte 🌾 RUNA HILDE â€ïžđŸŒžUm deine Geburtsgeschichte aufzuschreiben, habe ich eben noch einmal die Geburtsgeschichte deiner grossen Schwester Ronja nachgelesen, obwohl ich ihre Geburt immer noch sehr prĂ€sent in Erinnerung habe . Damals durfte deine Schwester nach einer sehr langen Geburt dennoch auf natĂŒrlichem Weg im GebĂ€rsaal zur Welt kommen und die schier unmenschliche Kraft und Geduld, die deine Mama dafĂŒr damals aufbringen musste, hatte mich als Hebamme zutiefst beeindruckt und ich habe auch heute noch die teilweise Hilflosigkeit, die ich gefĂŒhlt hatte, spĂŒrbar in Erinnerung, weil ich genau wie deine Mama und dein Papa damals abwarten und nicht mehr helfen konnte, als ich eigentlich wollte. Nun ist die Allgemeinheit hĂ€ufig geneigt, nach der Geburt eines gesunden Babys zu sagen, egal wie die Geburt verlief, Hauptsache, Mutter und Kind sind wohlauf. Aber dennoch ist es eben auch wichtig, die Spuren, die Geburten sowohl seelisch als auch körperlich hinterlassen, ernst zunehmen und bereits nach der Geburt von Ronja  waren  da im Wochenbett  Zweifel bei deiner Mama, ob sie je wieder sich auf eine normale Geburt einlassen wĂŒrde können. Als nun du dich, kleine Maus, angekĂŒndigt hast, deine Schwester zur grossen Schwester werden zu lassen, saßen deine Mama und dein Papa mehrmals bei mir in meiner Praxis, um sich auf deine Geburt vorzubereiten. Jedesmal war das Thema Kaiserschnitt ein Thema, aber jedes mal und  jedes mal wie eindeutiger, war dieser Kaiserschnitt  fĂŒr deine Mama eine mögliche Option, aber ihr Vertrauen in ihren Körper, der bereits schon einmal zu einer so aussergewöhnlichen Leistung fĂ€hig gewesen war, wuchs von mal zu mal und letztendlich einigten wir uns, uns auch bei dir mit ganz viel Optimismus auf das Erlebnis Geburt im GebĂ€rsaal einzulassen und insgeheim, so wĂŒnschten wir alle es deiner Mama, hofften wir auf ein schnelles Ankommen von dir, wo möglich auch noch in der Badewanne. Dein offizieller Entbindungstermin war der 28.Januar 2020. Deine grosse Schwester gehörte bei ihrer Geburt zu den 5% der Babys, die pĂŒnktlich an  ihrem Termin auf die Welt kommen und so traute ich meinen Augen nicht, als ich noch in meinen Ferien in der ersten Woche des neuen Jahres morgens ausgeschlafen auf mein Handy schaute und sah, dass deine Eltern mich mehrmals in der Nacht versucht hatten zu erreichen und deine Mama mir eine Nachricht geschrieben hatte, dass sie euer Fruchtwasser knapp 4 Wochen vor dem Entbindungstermin verlieren wĂŒrde. Da in meinen Ferien auch mein Pager pausieren darf, konnten sie mich also nicht wecken und so rief ich deinen Papa morgens an und dein Papa berichtete mir, dass deine Mama in diesem Moment auf ihr Wochenbettzimmer verlegt wĂŒrde. Das hörte sich zunĂ€chst fĂŒr mich so an, als ob du kleine Dame es wirklich mit deiner Geburt genauso  eilig hattest, wie wir es uns gewĂŒnscht hatten. Und obwohl ich natĂŒrlich traurig war, nicht mit bei deiner Geburt dabei gewesen zu sein, so machte sich doch eine Freude breit, das deine Mama offensichtlich schnell geboren hatte. Als ich schon gratulieren wollte, korrigierte dein Papa seine Aussage. Du warst noch immer mit deiner Mama um dich herum  und ihr wurdet einzig nach den ersten Untersuchungen im GebĂ€rsaal auf die Wochenstation verlegt, weil es zwar definitiv wegen des Blasensprungs mit eurer Geburt  losging, sie aber wohl noch nicht so schnell in Gang kommen wĂŒrde. Ich nahm kurz RĂŒcksprache mit meiner Familie, denn ich war ja immer noch ein Ferienkind, aber es gab eigentlich nichts zu ĂŒberlegen, ich wollte deine Geburt einfach nicht verpassen. Und so fuhr ich viel frĂŒher als geplant fĂŒr meine erste Geburt im Jahr 2020 in den GebĂ€rsaal und ich freute mich sehr, dass es fĂŒr dich und deine Eltern war, fĂŒr die ich mich auf den Weg machte. In der Klinik angekommen, gab mir meine Kollegin Christina ( ❀-lichen Dank!) einen Überblick, was bei euch in den letzten Stunden passiert war und der erste Eindruck war, dass du passend zu deiner Schwangerschaftswoche  eigentlich noch so gar nicht in Startposition fĂŒr deine Geburt zu diesem Zeitpunkt gewesen warst . So hieß es fĂŒr uns erst einmal abzuwarten, ob deine Mama in der Zeit, die die Frauen nach dem Blasensprung abwarten dĂŒrfen, vielleicht bereits selbst mit Wehen beginnt, was fĂŒr die Geburtsprognose immer positiv ist. Deine Eltern genossen noch in Ruhe ihr Mittagessen und machten sich dann auf, spazierend Aarau zu erkunden, in der Hoffnung, dadurch die eigenen Wehen schneller anregen zu können. Sie gingen im Laufe des Tages noch viele Male los, denn jedes Mal, wenn deine Mama motiviert war, spazieren zu gehen, hatte sie auch das GefĂŒhl, das sich eure Kontraktionen, die nun leicht zu spĂŒren waren, intensiver wurden und nĂŒtzlich waren. Wir gingen nun auch in den GebĂ€rsaal, dort konnten deine Eltern im geschĂŒtzten, nur fĂŒr sie vorhandenen Raum, die Zeit verbringen. Inzwischen hatten wir gemeinsam mit deinem Geburtshelfer entschieden, die Wehen mit Medikamenten zu intensivieren, denn je lĂ€nger die schĂŒtzende Fruchtblase nicht mehr intakt fĂŒr euch MĂ€use ist, umso eher besteht die Möglichkeit, dass es zu Infektionen kommen könnte, die auf euch und die Gesundheit der Mamas Auswirkungen haben könnte. Deine Eltern spazierten  weiter, sie wollten aktiv bleiben und der Nachmittag verging, deine Mama war nun  verstĂ€ndlicherweise bereits etwas mĂŒde und so legte sie sich fĂŒr einen Moment in das GebĂ€rsaalbett um sich etwas auszuruhen, auch dein Papa legte sich fĂŒr einen Powernap auf die GebĂ€rstuhlmatte am Boden und wĂ€hrend deine Eltern doch wirklich einen kurzen Moment ruhten, konnte ich dich durch die Herztonkontrolle deutlich hicksen hören, du kleine Maus hattest wohl einen Schluck Fruchtwasser zu viel genossen und einen ordentlichen Schluckauf!

Nach dem Powernap gingen deine Eltern erneut auf Wanderschaft und als wir uns alle kurz vor dem Nachtessen wieder im GebĂ€rsaal trafen, diskutierten wir, ob es Sinn machen wĂŒrde, weiter deine Geburt zu unterstĂŒtzen oder ob es besser wĂ€re, ĂŒber Nacht allen und besonders dir und deiner Mama eine Pause zu gönnen. Die Entscheidung war schwer, denn richtig ruhig war die GebĂ€rmutter deiner Mama nicht, auch deine Herztonkurve war nicht ganz so optimal und wir alle waren uns nicht sicher, ob die Nacht wirklich Zeit zum Ausruhen bringen wĂŒrde. Deine Mama entschied mit uns, vorwĂ€rts machen zu wollen und erneut unterstĂŒtzen wir sie mit Medikamenten, die die GebĂ€rmuttertĂ€tigkeit weiter anregen sollte . Und wieder gingen deine Eltern spazieren, wieder motiviert, wieder mit einem LĂ€cheln im Gesicht und mit solcher Vorfreude auf dich. Die vielen SpaziergĂ€nge blieben natĂŒrlich auch fĂŒr die Mitarbeitern  der Wochenstation nicht unbemerkt. Sie wussten dort gut genug, wie frustrierend so ein langes Warten fĂŒr die werdenden Eltern sein kann und es war wirklich eine so liebevolle Geste, als Christine von der Wochenstation mit einem Neugeborenen zu uns in den GebĂ€rsaal kam, um deiner Mama, deinen Eltern Mut zu machen, ihnen mit dem kleinen Schatz im Arm noch einmal zu zeigen, wofĂŒr sich all die MĂŒhe lohnt. Inzwischen waren die Kontraktionen deiner Mama um einiges intensiver, regelrecht giftig und fĂŒr deine Mama kaum auszuhalten. Offensichtlich, so schien es jedenfalls, zwangen wir deine Mama mit den Wehen unterstĂŒtzenden Medikamenten zu etwas, was der Körper deiner Mama einfach nicht tun wollte, denn auch der Muttermund verĂ€nderte sich kaum. Weil ich auch beim Untersuchen das GefĂŒhl hatte, dass deine Köpfchen in all der langen Zeit keinerlei Tendenz zum tiefer ins Becken treten hatte, rief ich deinen Geburtshelfer an um ihn zu bitten, mittels Ultraschall die genaue Lage von dir zu bestimmen. Inzwischen fehlten nur noch 2 Stunden bis zum Anbruch des neuen Tages, deine Mama hatte wie du einen langen, intensiven Tag hinter sich und beim Ultraschall sahen wir, dass du so gar nicht optimal im Becken deiner Mama lagst, dass die GebĂ€rmutter nur mit diesen intensiven Kontraktionen versuchte, irgendwie dich in den Geburtsweg zu schieben ohne Aussicht auf Erfolg. Was deine Schwester mit der richtigen Position ihres Köpfchens damals mĂŒhsam, aber erfolgreich schaffte, schien bei dir mit dieser ungĂŒnstigen Position kaum machbar .Es gab noch andere, zusĂ€tzliche GrĂŒnde, die uns allen bei der Entscheidung halfen, dich sofort mittels Kaiserschnitt auf die Welt kommen zu lassen . Auch wenn TrĂ€nen bei deiner Mama und deinem Papa flossen und es mir so unendlich leid fĂŒr die beiden tat, letztendlich wussten wir alle, es war die beste Entscheidung fĂŒr euch. Im OP ging es   schnell, bis ich aus den HĂ€nden eures Geburtshelfers dich  in deinem Geburtstuch deiner Mama auf die Brust legen konnte. Und es ging dir gut und genauso wie schon deine grosse Schwester Ronja hattest du nebst vielen, langen, dunklen Haaren, grosse, dunkle Augen, mit denen du sehr schnell deine Mama und deinen Papa interessiert anschautest. Deine Mama fing fĂŒr dich an leise zu singen, bei der Geburt deiner Schwester damals sangen deine Eltern auch … Dein Papa hielt dich und hielt deine Mama umarmt und ihr 3 ward wirklich glĂŒcklich, erleichtert und so wunderschön anzusehen ! Weil der Aufwachraum nachts geschlossen war, wurdet ihr auf die Intensivstation zur ersten Überwachung gefahren . Dort wickelte dein Papa dich aus deinem Geburtstuch und legte dich sanft und ganz vorsichtig deiner Mama auf ihre Brust und ihr drei hieltet euch gegenseitig ganz fest und in diesem Moment gingen die Gedanken deiner Eltern zu deinem Großvater, dem Papa deiner Mama und deiner Grossmutter, der Mama deines Papas, die vor nicht all zu langer Zeit genau hier, am gleichen Ort an dem du frisch geboren warst, ihre letzten Lebensmomente gelebt hatten . Und es war merklich spirituell und  fĂŒr deine Eltern ein riesiger Trost, dass du kleines, so wunderschönes MĂ€dchen  nun hier, an diesem Ort dein Leben begonnen hast  und das Leben deiner Grosseltern in gewisser Weise fortfĂŒhren wirst.  Als  ich spĂ€ter deine Geburtenanzeige ausfĂŒllte und den Namenszettel, auf dem deine Eltern deinen Namen eingetragen hatten, hervor holte, hatte deine Mama neben deinem Namen ein rotes Herz gemalt. Ich denke , dieses rote Herz war besonders in Gedenken an deine Grossmutter Hilde gemalt, deren Namen du ihr zu Ehren nun bekommen hast  und auch wenn ich dieses rote Herz  nicht mit auf die offizielle Geburtsanzeige ĂŒbertragen durfte, hier und heute darf es neben deinem Namen stehen und dieses rote Herz steht auch fĂŒr all die herzlichen und so liebevollen Menschen, die dich nun behĂŒten werden und ich denke da vor allem an deine Mama -die immer und jederzeit so fĂŒrsorglich und liebevoll um jeden Menschen und jedes Tier bedacht ist und fĂŒr dich die beste Mama der Welt sein wird, deine grosse Schwester Ronja RĂ€ubertochter ( ihr Name ist Programm â˜ș) , deine liebenswĂŒrdige anderer Grossmutter, die ich bei meinen Wochenbettbesuchen bei euch daheim kennen und lieben lernen durfte, eure vielen Haustiere, mit denen du gross werden darfst und natĂŒrlich  deinem  Papa, der so warmherzig und so liebevoll nun zu seinen 3 wundervollen Frauen seiner Familie schauen darf ! ( und dein Papa schaute ĂŒbrigens auch zu mir ! Als ich am Morgen nach deiner Geburt  aus der Klinik kam und nach Hause fahren wollte, waren alle Scheiben der Autos auf dem Parkplatz der Klinik dick vereist, alle -bis auf meines ! Dein Papa hatte mir die Scheiben frei gekratzt, noch bevor er nach Hause fuhr, damit ich mir nicht die Arbeit machen musste ….) 

Liebe  wundervolle 🌾 RUNA HILDE â€ïžđŸŒž , du hast dir eine so tolle Familie ausgesucht und sie haben verdienterweise mit dir ein so zauberhaftes kleines, perfektes  MĂ€dchen bekommen, sei mit ganz vielen roten ❀❀❀❀❀❀❀ Willkommen !


2020

2. Januar 2020

🎊2020 🎊 Tag 2 des neuen Jahres! Und wĂ€hrend ich noch die letzten Momente meiner Jahreswechsel – Ferien genieße, PagerFrei, mit dem absoluten Genuss, abends ins Bett zu gehen, ohne sich zu fragen, ob Frau nicht jeden Moment wieder hinaus und zu einer Geburt fahren muss, Konzerte und Besuche im Opernhaus garantiert bis zum Ende der Vorstellung erlebt und den einen und auch anderen Cocktail trinkt, ohne daran zu denken, fahrtĂŒchtig bleiben zu mĂŒssen ( und vergessen wir all die leckeren Knoblauch- Gerichte nicht, auf die ich sonst nur sehr beschrĂ€nkt zugreife 🙈🙈🙈😉) nun, auch wenn ich diese Zeit extrem und sehr bewusst genieße – dennoch freue ich mich schon sehr auf die 17 Babys mit ihren Mamas um sie herum und deren Partnern oder Partnerinnen, mit denen ich bis zu meinen nĂ€chsten Ferien im Sommer einen so speziellen, aussergewöhnlichen und hoffentlich wunderschönen Moment in ihrem Leben gemeinsam erleben und teilen darf! Und ich wĂŒnsche allen diesen 17 Babys, dass sie so zur Welt kommen dĂŒrfen, wie es sich ihre Mamas wĂŒnschen und vorstellen, egal, ob wie hier auf diesem Foto der kleine Mann, bei einer absoluten Traumgeburt im vergangenen Jahr so schnell im Wasser geboren wurde, dass ich offensichtlich noch nicht einmal Zeit hatte, mir Handschuhe anzuziehen, oder ob ihr MĂ€use an Land das Licht der Welt erblickt oder im Scheinwerferlicht der OP – Lampe, jede Geburt ist so einzigartig und jedes Mal gibt eine tolle Frau, Persönlichkeit und Mama ihr Allerbestes und
Menschenmöglichstes , damit ihr Babys den Start ins Leben bekommt, den ihr verdient! Ich freue mich von Herzen jedes kleine Wesen von euch begrĂŒĂŸen zu dĂŒrfen 💝 💝💝


Zu Weihnachten 2019

24. Dezember 2019

So klein, so neu(-geboren) und bereits schon so perfekt! Dieser Moment, wo Unmengen an reiner, vorbehaltloser Liebe fĂŒr diese kleinen Zauberwesen den Raum des Geburtsortes fĂŒllen 
. Ich darf an diesem so besonderen Moment teilhaben, ihn mit den Eltern gemeinsam erleben
 und nur schon deswegen habe ich den schönsten Beruf der Welt! Dieses Jahr durfte ich das Ankommen in diese Welt von 🎄SOPHIE🎄EMMA 🎄JONAH🎄LEVIO🎄ANNA🎄LEAN🎄MARIEL🎄LADINA🎄LEEVI🎄JONA🎄AALEYAH🎄BENJAMIN 🎄ZOE🎄OLIVIA🎄RUNA🎄ELIJAH🎄NAYA🎄JARA 🎄ELEYA🎄EMMA🎄HENRY🎄MALOU🎄und CAMIL🎄begleiten, jede Geburt so einzigartig und so wertvoll fĂŒr mich! Ich wĂŒnsche den kleinen sĂŒssen MĂ€usen, dass sie gemeinsam mit ihren wundervollen Eltern ihr allererstes Weihnachten in Liebe, mit strahlenden, freudigen Augen und wer schon kann, natĂŒrlich mit den leckersten Weihnachtsguetzlis in den HĂ€nden und im Mund erleben ( und alle Weihnachtsbaumkugeln heil am Baum bleiben dĂŒrfen 🙈) Ein fried- und liebevolles Weihnachtsfest allen 💝💝💝


🩋 CAMIL KALEO 🩋

18. November 2019

Lieber zuckersĂŒĂŸer  🩋 CAMIL KALEO 🩋 , eigentlich bin ich geneigt, dich hier als 🌾 HARIBO🌾 zu begrĂŒssen, denn ab dem Augenblick, als dein Geburtshelfer in einer der ersten Schwangerschaftskontrollen dich beim Ultraschall als Haribo bezeichnet hatte ( wohl einfach von der gewissen Ähnlichkeit zu den sĂŒĂŸen BĂ€rchen, die ihr MĂ€use noch in einem bestimmten Stadium der Schwangerschaft habt ) , nun, ab dem Augenblick warst du fĂŒr deine Eltern und fĂŒr alle, die es neugierig wissen wollten, wer da wohl demnĂ€chst eure zauberhafte Familie vervollstĂ€ndigt,  der bzw das HARIBO ( und by the way, ja, du hast dir wirklich eine soooo zauberhafte Familie ausgesucht â˜ș) . Und so bist du unter diesem Namen mit deiner Mama um dich herum und deiner nun grossen Schwester mit deinem Papa an der Hand mehrmals bei mir in der Praxis gesessen und gemeinsam haben wir jedes mal miteinander beratschlagt, diskutiert, uns Gedanken darĂŒber gemacht, wie du wohl auf diese Welt geboren werden sollst . Auch deine grosse, so sĂŒĂŸe Schwester Lina durfte ich vor 2 Jahren auf dieser Seite als ihre Hebamme begrĂŒssen und bei ihrer Geburt hatte deine Mama gemeinsam mit der Hilfe deines Papas alles nur menschenmögliche versucht, damit wir im GebĂ€rsaal ihre Geburt erleben durften, mussten aber damals irgendwann enttĂ€uscht eingestehen, dass nur ein Kaiserschnitt die kleine Lina gesund zur Welt bringen wĂŒrde. Aufgrund dieser Ausgangslage war es nur mehr als verstĂ€ndlich, dass deine Eltern verunsichert waren, welches nun die richtige Wahl fĂŒr deine Geburt wĂ€re. Von Linas Geburtsgeschichte her war es absolut legitim, dieses mal deine Geburt mit einem erneuten Kaiserschnitt zu planen . Und dein Papa sagte es offen heraus, zu viel Angst hatte er, zu grosse Sorgen machte er sich, dass dir oder deiner Mama etwas unter der Geburt passieren könnte, sollten wir es versuchen, dich auf natĂŒrliche Weise zur Welt kommen zu lassen . Und natĂŒrlich ist es auch absolut verstĂ€ndlich, dass, wenn MĂ€nner miterleben mĂŒssen, wie es bei manchen Notfallkaiserschnitten sehr schnell mit der Fahrt in den OP gehen muss, dass solche Erlebnisse fĂŒr die Papas  nicht unbedingt erneut provoziert werden mĂŒssen . Deine Mama war sich aber nicht ganz so sicher, da war immer die Frage im Raum, was wĂ€re wenn… was wĂ€re, wenn du es mit deinem Köpfchen dieses mal schaffst, durch das Becken deiner Mama zu kommen, was wĂ€re, wenn deine Mama dieses mal bis zum Schluss in der Badewanne bleiben, dort dich zur Welt bringen könnte . Und obwohl genau diese Szenario der grĂ¶ĂŸte Wunsch fĂŒr deine Mama gewesen war, letztendlich, mit fortschreitender Schwangerschaft, als du dich gemĂŒtlich und immer wie grösser werdend, bei deiner Mama hoch oben in ihrem Becken es dir bequem machtest, war es doch der Vernunftentscheid, dich dieses mal geplant, in Ruhe und ohne Notfallstress im OP mit einem Kaiserschnitt zur Welt kommen zu lassen . Einzig der Wunsch deiner Mama war es, so nah wie möglich diesen OP -Termin, deinen Geburtstag, an deinen errechneten Entbindungstermin zu planen . Und mit deinem Geburtshelfer konnten wir einen Termin finden, der fast genau an deinem errechneten Entbindungstermin, an einem Dienstag stattfinden sollte . Nun macht ihr MĂ€use ja prinzipiell eh was ihr möchtet und spĂ€testens ab der Geburt ihres Kindes wissen alle Eltern, das gut durchorganisierte TagesablĂ€ufe fĂŒr sehr lange Zeit der Vergangenheit angehören . Und auch du schienst unsere aller Terminkalender einfach mal spassenshalber durcheinander rĂŒtteln zu wollen, denn statt am Dienstag meldetest du dich bereits am Samstag bei deiner Mama mit den ersten Kontraktionen und deine Mama rief mich aufgeregt an um mir den Stand der Dinge mitzuteilen, der Baysitter fĂŒr deine Schwester war bereits unterwegs zu euch nach Hause und auch ich ĂŒberlegte mir, mich nach Aarau zu bewegen, aber in der Stimme deiner Mama hörte ich zwar eine enorme Aufgeregtheit, allerdings schienen die Kontraktionen noch nicht so extrem intensiv zu sein . Und da deine Mama an diesem Samstag sowieso noch eine Kontrolle in der Praxis bei eurem Geburtshelfer hatte, beschloss ich, bei mir daheim noch abzuwarten und es war der richtige Entscheid, denn bereits auf dem Weg in die Praxis wurden eure Kontraktionen immer wie weniger, so dass deine Eltern dich wieder mit deiner Mama um dich herum nach Hause nahmen und den Babysitter ebenfalls nach Hause schickten, solche Fehlalarme gehören einfach mit zur Geburtshilfe dazu und dĂŒrfen absolut sein – und ausserdem wussten wir nun, im Notfall wĂŒrde alles mit der Organisation klappen. Wer hĂ€tte gedacht, dass wir, dass deine Eltern  tatsĂ€chlich erneut notfallmĂ€ssig alle Beteiligten nur 2 Tage spĂ€ter und damit einen Tag vor deiner geplanten Geburt, aus dem Bett rufen wĂŒrden ? Montag, morgens um 3, weckte mich mein Pager und dieses mal hörte sich deine Mama so gar nicht mehr entspannt am Telefon an, eure Wehen kamen nun sehr intensiv und in extrem kurzen AbstĂ€nden und es war absolut klar, ihr mĂŒsst in die Klinik . Als ich dort anrief, war dein Geburtshelfer bereits dort und konnte dich mit meiner Kollegin Heidi in Empfang nehmen , wĂ€hrend ich ( statt wie ja eigentlich geplant entspannt ) so schnell als nur möglich in der Nacht von Meggen nach Aarau fuhr . Heidi untersuchte deine Mama und spĂ€testens jetzt war klar, dass die so intensiv und schnell aufeinander folgenden Kontraktionen, die deine Mama so gut es fĂŒr sie ging veratmete, nur ein verzweifelter Versuch der Natur war, dich kleinen Mann irgendwie in das Becken zu bekommen, das Ganze aber eher mit dem „ Kopf durch die Wand “- Manöver und das ist das Wenigste, was wir in der Geburtshilfe  erleben möchten . Und so bereitet Heidi ( MERCI ❀!!!) deine Mama auf euren Kaiserschnitt gemeinsam mit eurem Geburtshelfer vor und als ich dann auch endlich bei euch im GebĂ€rsaal  ankam, konnten wir sogleich in den OP fahren . Auch wenn es genau dieses Stress-Szenario war, was wir ja eigentlich mit einem geplanten Kaiserschnitt vermeiden wollten, halfen in diesem Moment  deiner Mama und deinem Papa die Erfahrungen von Linas Geburt, denn obwohl beide natĂŒrlich nervös waren, frau merkte dennoch, die zwei wussten, was auf sie zu kommt und wie damit umgehen . Wie schon bei der Geburt deiner Schwester, so hatte dein Papa auch dieses mal einen kleinen GlĂŒcksbringer nur fĂŒr dich mitgebracht, ein blauer kleiner Wal .Mit dem und eurem Geburtstuch  ausgestattet half er, deine Mama mit in den OP zu fahren . Die Momente, die die MĂ€nner schon in OP-Kleidung , mit Mundschutz und MĂŒtze bekleidet, noch vor dem OP-Saal warten mĂŒssen,wĂ€hrend die letzten Vorbereitungen bei den Mamas gemacht werden, sind sicher die unangenehmsten und auch deine Mama war nun sichtbar nervös und fĂŒhlte sich so hilflos . In diesem Augenblick atmetet ich mit ihr gemeinsam laut und hörbar,  genau gleich, wie ich es mit meinen Frauen unter der Geburt im GebĂ€rsaal mache, deine Mama machte das wunderbar und so gab es kurz vor deiner Geburt noch eine Extraportion Sauerstoff nur fĂŒr dich von deiner Mama als Geschenk, wohl auch deswegen kamst du nur wenige Momente spĂ€ter, dein Papa saß da natĂŒrlich neben deiner Mama, sie und deinen kleinen Walfisch festhaltend, quasi schon rosarot auf die Welt, du konntest sofort zu deiner Mama auf die Brust und nach den ersten Willkommes-Schreien von dir, die immer fĂŒr alle Anwesenden im OP so beruhigend sind, wurdest du sehr schnell ruhig, lagst mit offenen Augen, eingewickelt in dein Tuch auf deiner Mama und dein Papa hielt dich und deine Mama fest ( und natĂŒrlich auch deinen kleinen

Walâ˜ș ) . Deine Mama aber fing an, fĂŒr dich ganz leise zu singen, zum Beruhigen fĂŒr dich, zum Beruhigen fĂŒr sie selbst und zur BegrĂŒssung eurer kleinen Familie . Und so konntet ihr 3 trotz der sterilen OP-RĂ€umlichkeiten eine kleine, so intime AtmosphĂ€re fĂŒr deine Geburt schaffen und mir blieb nur die Aufgabe, sehr berĂŒhrt ĂŒber diese Situation neben euch zu stehen und den Augenblick geniessen zu können . 

Was dann folgte, nun daran erkannte man die Erfahrungen, die deine Eltern bereits bei Lina machen konnten, auch dieses mal, weil noch sehr frĂŒh am Morgen und der Aufwachraum noch nicht geöffnet, konnten deine Eltern auf der Intensivstation die ersten Stunden sehr geschĂŒtzt und nur fĂŒr euch alleine verbringen . Dein Papa ĂŒbernahm, so wie ich es in der Regel immer bei Kaiserschnitten mache, meine Aufgabe bei natĂŒrlichen Geburten im GebĂ€rsaal . Dein Papa legte dich, der du immer noch in deinem  Geburtstuch eingewickelt warst, zwischen die Beine deiner Mama, wickelte dich aus deinem Tuch und legte dich so wie du warst, nackt, mit deiner noch vorhandenen KĂ€seschmiere-Schutzschicht auf der Haut, in die Arme deiner Mama . Nichts anderes sehen auch die Frauen, mit denen ich GebĂ€rsaal entbinde, wenn ich ihnen gleich nach der Geburt ihre Babys in die Arme gebe  und mit dieser fĂŒr mich so wichtigen symbolischen Handlung ĂŒberlasse ich es dem Papa, diese Handlung  zu tun und  gebe so auch meinen Frauen nach einem Kaiserschnitt die Möglichkeit, ihr Kind genau gleich  zu empfangen. 

 Die ersten Stunden nach deiner Geburt verbrachtet ihr zu dritt, dein stolzer Papa, erleichtert und froh, dass alles letztendlich gut gegangen ist, ĂŒbernahm alle Wickel-und Anziehaufgaben von dir ( ich muss gar nicht erwĂ€hnen, in was fĂŒr zauberhafte Kleidchen du gewickelt wurdest)  und auch fĂŒr deine Mama  schaute er, denn als ich am Abend eine Nachricht von ihm  mit einem Foto deiner Mama erhielt, sah ich deine Mama, die bereits schon so toll und glĂŒcklich aussah , glĂŒcklich wohl nicht nur deswegen, weil dein Papa ihr  ein grosses Schokoladenmousse organisiert hatte.

Zauberhafter 🩋 CAMIL KALEO 🩋 statt rosa BlĂŒmchen neben deinem Namen, so wie ich es sonst hier  mache,  fĂŒr dich blaue Schmetterlinge, genau gleich wie damals fĂŒr deine Schwester Lina . Diese blauen Schmetterlinge gehören einfach zu deiner Mama dazu, wie zu eurer so bezaubernden Familie. Gemeinsam mit dieser deiner  Familie, deinen Eltern, deiner Schwester, deinen Grosseltern,  deinem kleinen blauen Wal,  werdet ihr alle hoffentlich noch viele blaue , wunderschöne Schmetterlinge in eurer Welt entdecken. Finde viele, wunderschöne, wundervolle, einzigartige von ihnen und sei VON HERZEN WILLKOMMEN 💝💝💝


🌾 MALOU LANAYA 🌾

13. November 2019


SĂŒsse kleine 🌾MALOU LANAYA 🌾, auf deine Geburt habe ich mich wirklich sehr gefreut! Schon bei der Geburt  deiner Schwester Luisa vor 2 Jahren durfte ich die Hebamme deiner Mama sein und bereits damals schwĂ€rmte ich nach ihrem Ankommen  davon, wie wunderschön deine Schwester geboren werden durfte. HebammenerfahrungsgemĂ€ĂŸ ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass nach einer unkomplizierten, kurzen ersten Geburt, es wohl auch beim zweiten mal problemlos und tendenziell sogar noch schneller gehen wird, bis ihr Zweitgeborenen von euren Mamas in die Arme genommen werden dĂŒrft. Und so war das bestimmende Thema beim VorgesprĂ€ch fĂŒr deine Geburt in meiner Praxis mit deinen Eltern auch eher das Zeitmanagment deiner Geburt, denn die Herausforderung, so dachte ich, wĂŒrde es sein, dass ICH es ĂŒberhaupt rechtzeitig schaffen wĂŒrde in den GebĂ€rsaal zu kommen und zwar BEVOR du geboren wirst.  Deine Mama wĂŒnschte sich, dass sie dieses mal nicht wie bei deiner Schwester 9 lange  Tage nach dem Entbindungstermin Geduld haben muss, bis eure Geburt losgehen wĂŒrde . Auch ich war bereits schon 2 Wochen  vor eurem Entbindungstermin hibbelig, das Auto immer aufgetankt und in Fahrtrichtung Aarau positioniert 😉, denn auf gar keinen Fall wollte ich eure Geburt verpassen!!! Aber auch du hattest es, wie alle meine anderen “ NachSommerferienBabys “ so ĂŒberhaupt nicht eilig, deine kuschelig warm-weiche GebĂ€rmutterhöhle verlassen zu wollen und deiner Mama und mir blieb nichts anderes ĂŒbrig, als unseren reichhaltigen Nachrichtenchat auch nach deinem Entbindungstermin mit der einen und auch andere SMS weiter zu fĂŒllen, damit, dass es dir gut gehe, alle Kontrollen unauffĂ€llig sind und von Kontraktionen noch weit und breit nichts zu sehen bzw zu spĂŒren war . Deiner Mama war es wichtig , dir die Zeit zu geben , die du von ihr umgeben, dich schĂŒtzend, noch brauchst . Und so erfĂŒllte sich meine Prognose nicht , dass du eher vor dem Entbindungstermin zur Welt kommen wĂŒrdest und auch dir gaben wir , wie deiner Schwester, die 9 Tage lĂ€nger Zeit, aber an Tag 10 nach  deinem  Entbindungstermin war es Zeit , dir ein wenig Starthilfe zu geben auf dem Weg, geboren zu werden . Und so fuhr ich an deinem Geburtstag nicht wie gedacht ĂŒbereilt in Richtung GebĂ€rsaal , sondern traf mich entspannt am Morgen mit deiner Mama und deinem Papa dort , mit Vorfreude auf dein Ankommen , aber mit der Ungewissheit , wann und wie es passieren wird. Da wir keinen Zeitdruck hatten , waren wir uns einig , die “Starthilfe “ euch so schonend wie möglich zu geben und nach einer ersten Untersuchung von deiner Mama , war ich bereits schon sehr optimistisch , dass wirklich heute dein Geburtstag kommen wĂŒrde. Nachdem wir uns davon ĂŒberzeugt hatten , dass es dir, deiner Mama und selbstverstĂ€ndlich auch deinem Papa gut ging ,deine Eltern ihre MenĂŒwĂŒnsche zusammenstellten und dein NamenskĂ€rtchen fĂŒr dein zukĂŒnftiges Babybettchen aussuchten,  gab ich deiner Mama die kleinstmögliche Dosierung eines Wehen anregenden Medikamentes . Damit versorgt, machten sich deine Eltern auf, durch Aarau zu spazieren, das Abwarten auf Wehen durch Ablenkung zu verkĂŒrzen. Als deine Eltern fĂŒr das Mittagessen zurĂŒck kamen , merkte deine Mama bereits , dass die GebĂ€rmutter auf das Medikament reagiert , nicht fest , aber dennoch spĂŒrbar und deshalb verzichteten wir auf weitere Wehen fördernde Medikamente , deine Mama wollte lieber die zunehmende GebĂ€rmutteraktivitĂ€t erwandern und ging deshalb erneut mit deinem Papa auf “ Sightseeing “ durch Aarau . Es war nachmittags um 3 , als deine Mama langsam von regelmĂ€ssigen Wehen berichten konnte , noch nicht wirklich intensiv , aber dennoch so, dass die Zeit gekommen war, es sich im GebĂ€rsaal gemĂŒtlich zu machen und deine Mama spĂŒrte instinktiv, dass eure Geburt nun in Gang kam , ich konnte es anhand des sich langsam öffnenden Muttermundes nur bestĂ€tigen . Die Wehen, die deine Mama nun verarbeitete, waren immer noch gut aushaltbar , dennoch taten wir deiner Mama etwas Gutes, indem wir ihr den schmerzenden RĂŒcken mit einem WĂ€rmekissen linderten. Auch telefonierte deine Mama noch mit deiner nun grossen Schwester, um zu fragen, wie ihr Tag denn bisher so verlaufen war und nichts war deiner Mama dabei anzumerken, dass sie im Begriff war, dich demnĂ€chst zur Welt zu bringen. Es wurde langsam dunkler draussen vor dem Fenster und das Nachtessen war fĂŒr deine Eltern parat, aber nun war der Moment gekommen, wo deine Mama ihre Energie nicht fĂŒr das Essen verbrauchen wollte, statt dessen Ă€ußerte sie den Wunsch , dass dein Papa ihr die Badewanne mit Wasser fĂŒllen sollte . Schon  bei deiner Schwester hatte sie das warme, weiche, tragende  Element als wohltuend empfunden, ging aber damals fĂŒr die allerletzte Wehe ihrer Geburt aus der Wanne  an “Land“… 

WĂ€hrend ich dem Wasser nun noch etwas Rosengeranie beifĂŒgte , hielt dein Papa deine Mama stĂŒtzend und liebevoll in seinen Armen , gab ihr so Halt und Kraft und deine Mama lĂ€chelte dabei und es ist dieses LĂ€cheln, das nur wir, die bei Geburten Zeuge sein dĂŒrfen , erleben und beobachten dĂŒrfen, ein weises, sicheres, so zuversichtliches LĂ€cheln, bestĂ€rkt und vertauensvoll das alles seine Richtigkeit hat, der eigene Körper geschaffen dafĂŒr ist, diese enorme, eigentlich unvorstellbare Leistung zu vollbringen. Deine Mama war kaum in der Badewanne , als sie bereits die ersten Zeichen fĂŒr deine bevorstehende Geburt spĂŒrte. Es bestĂ€tigte sich also meine Vermutung , das wenn eure Geburt  einmal in Gang gekommen ist, sie dann auch ein rasantes Tempo aufnehmen wird. Ich informierte euren Geburtshelfer bereits, obwohl noch 3 cm fehlten, damit der Muttermund deiner Mama komplett und fĂŒr die Geburt offen wĂ€re .  Und dennoch schaffte es eurer Geburtshelfer nicht mehr rechtzeitig um dich mit bei deinem Ankommen auf diese Welt zu begrĂŒssen , denn unmittelbar nach dem Telefonat , knappe 40 Minuten nach dem deine Mama in die Badewanne ging, konnte deine Mama gar nicht anderes , als dem Druck , den sie verspĂŒrte , sanft nachzugeben und das es sanft war, wie du geboren wurdest, sah ich daran, dass auch du, wie schon das eine und auch andere meiner Babys vor dir, in deiner intakten Fruchtblase ins Wasser hinein geboren wurdest. Sozusagen doppelt sanft, da sowohl dein Fruchtwasser, als auch das Wasser in der Badewanne dir den Geburtsdruck verminderten.  Da die Nabelschnur um deinen Hals war und ich dich von dieser erst einmal befreien musste , öffnete also ich erst nach deiner Geburt die Fruchtblase und  wickelte dich unter Wasser aus deiner Nabelschnur . Weil diese Nabelschnur dir immer noch Sauerstoff durch das Blut deiner Mama gab, konnten wir dich noch einen kurzen Moment unter Wasser lassen und dein Papa hatte in diesem Moment eine so ruhige Hand , dass er ein Foto von diesem Augenblick machen konnte , den wohl nicht viele Menschen in ihrem Erinnerungsfotoalbum haben  . Dann aber war der Moment gekommen , dich “an Land “ – dich an die WasseroberflĂ€che zu holen und damit deine Lungenatmung zu aktivieren . Deine Eltern waren ĂŒberwĂ€ltig und regelrecht euphorisch, wie letztendlich schnell und einfach deine Geburt gegangen ist und vor allem  waren die beiden einfach nur noch ĂŒberglĂŒcklich, dich in ihren Armen halten zu können. Nachdem nun auch dein Geburtshelfer im GebĂ€rsaal war und dich begrĂŒĂŸte, konnte er mit deinem Papa zusammen beim ersten Routinecheck-up feststellen , dass du die gesĂŒndeste , hĂŒbscheste , sĂŒĂŸeste neugeborene  Tochter der Welt fĂŒr deine Eltern bist, nichts anderes hatten deine Eltern auch verdient . 

Kleine wundervolle 🌾 MALOU LANAYA 🌾, als nach deiner Geburt deine Mama mich fĂŒr einen  Moment ganz alleine brauchte ( und ich mich wie schon so hĂ€ufig fragte , warum Nachwehen manchmal schmerzhafter sein mĂŒssen als Geburtswehen ) wiegte dein Papa dich in dieser Zeit  in deinem Geburtstuch ganz sanft in seinen Armen, kĂŒsste dich und sagte dir ganz zĂ€rtlich , wer dich da gerade so liebevoll hielt . Und diese so liebevollen Momente durfte ich immer wieder in deiner so wundervollen Familie bei meinen Wochenbettbesuchen in den letzten Wochen bei euch daheim erleben . Dein stolzer Papa, deine wunderschöne , so tolle Mama , deine grosse Schwester , die nach deiner Geburt nun ganz ganz stolz in einem grossen gelben Bett alleine schlafen darf und das auch jedem , der euch besucht voller GlĂŒck zeigt , sie alle werden dir beim Aufwachsen alle Liebe und Aufmerksamkeit  dieser Welt geben , geniess diese deine Familie und sei auch von mir VON HERZEN WILKOMMEN 💝💝💝


🌾 HENRY LOUIS 🌾

5. November 2019

Bezaubernder, sĂŒĂŸer, kleiner 🌾 HENRY LOUIS 🌾 , bevor ich deine Mama zum ersten mal persönlich traf, durfte ich schon eines ihrer floralen Kunstwerke bei einem Wochenbettbesuch bei einer meiner anderen Patientinnen von mir bestaunen und ich wusste, wer in der Lage ist , so etwas Schönes aus Blumen zu kreieren ,muss auch ein ganz besonderer, toller Mensch sein und ein KennenlerngesprĂ€ch zwischen uns, um zu schauen , ob die Chemie zwischen uns stimmt, wĂ€re garnicht von Nöten gewesen. Als deine Eltern dann bei mir zum ersten mal in meiner Praxis waren , saß nicht nur ein besonderer Mensch bei mir , sondern ZWEI mir sofort so sympathische junge Menschen und zukĂŒnftige Eltern und es war von Anfang an fĂŒr uns 3 klar, dass wir gemeinsam durch diese so spezielle „ Zur-Familie-werden-Zeit“ gehen werden.
Bei jedem Besuch bei mir war die grosse Vorfreude deiner Eltern auf dich zu spĂŒren, deine Mama ging ganz offen, neugierig und ohne grosse WĂŒnsche an eure Geburt heran, der Wunsch deines Papas aber war, deiner Mama so viel als möglich helfen zu können, damit du mit deiner Mama gut durch eure Geburt kommen wĂŒrdest. Da dein Papa beruflich immer mal wieder mit Schwangeren und Babys zu tun hat, konnten wir deswegen bereits im Vorfeld die eine und auch andere „gute Tat“ fĂŒr deinen Papa besprechen. Als auch du, wie alle meine anderen Babys, die seit dem Ende meiner Sommerferien zur Welt gekommen sind, dir mit dem geboren werden wollen Zeit ließest, blieb deine Mama sehr ruhig und gelassen ( eine so seltene Eigenschaft von Schwangeren um den Entbindungstermin â˜ș ), sie wollte dir einfach die Zeit geben, die du offensichtlich noch mit deiner Mama um dich herum brauchtest, dein Papa war da schon deutlich nervöser und aufgeregter und er betonte mehrmals, wie sehr er sich nach deinem Ankommen sehnte . 6 Tage nach deinem offiziellen Entbindungstermin schrieb mir deine Mama am Morgen, dass sie alle 10 Minuten ein leichtes Ziehen verspĂŒre, welches sie aber bereits schon seit 24 Stunden wahrnehme und dessen IntensitĂ€t in dieser Zeit nie zugenommen hatte.Deine Mama wusste, dass ich an diesem Tag zu einer Hebammen- Weiterbildung nach Bern wollte und weil deine Mama noch sehr entspannt war, wagte ich es, Richtung Bern zu fahren . Dort bekam ich glĂŒcklicherweise in der ersten HĂ€lfe der Weiterbildung genau die Fragen, die mich wirklich interessierten, beantwortet, denn in der Mittagspause erhielt ich von deiner Mama erneut eine SMS, dass nun ihr “Ziehen“ doch an IntensitĂ€t zugenommen hatte und ich sie vielleicht nach meiner Weiterbildung anrufen möchte. Ich habe natĂŒrlich deine Mama sofort angerufen und obwohl deine Mama immer noch sehr gelassen am Telefon war, ich selbst spĂŒrte, dass es gut wĂ€re, sofort wieder Richtung Aargau zurĂŒck zu fahren und ja, kaum war ich auf der Autobahn, schrieb mir deine Mama, dass nun wohl die Fruchtblase offen wĂ€re, denn deine Mama verlor dein und eurer Fruchtwasser . Um das zu kontrollieren, kamen deine Eltern in meine Praxis -mein Hebammenmobil brachte mich in Turbogeschwindigkeit dorthin . Die Wehen, die deine Mama verspĂŒrte, waren noch nicht wirklich intensiv, dennoch begann sich der Muttermund schon zu öffnen und weil ich immer das GefĂŒhl hatte, dass deine Mama, wenn sie denn gute Wehen hatte zĂŒgig „vorwĂ€rts“ machen wĂŒrde und wir zeitlich kurz vor der abendlichen Aarauer Rushhour waren, empfahl ich deinen Eltern, lieber in Ruhe bereits in die Klinik zu fahren . Dort angekommen war die erste Aufgabe deines Papas, deine Kleidchen und dein Geburtstuch in den WĂ€rmeschrank zu legen, dass deine Kleidchen in einem ganz bezaubernden kleinen Rucksack nur fĂŒr dich bereit lagen -nun ich erwĂ€hnte ja bereits -deine Mama hat diesen besonderen Sinn fĂŒr schöne Sachen ! Inzwischen wurden nun auch eure Wehen um einiges intensiver, euer Geburtshelfer kam auf einen kurzen Besuch vorbei und dein Papa durfte ( Achtung ! Das ist eine grosse Ausnahme und ist sonst nicht VĂ€ter-Aufgabe 😉!) als Experte fĂŒr so etwas, deiner Mama Blut entnehmen und einen Venenzugang legen . Weil eure Geburt da bereits gut voranschritt, wollte deine Mama die Badewanne ausprobieren und fĂŒr deine Mama als Floristin fand ich Rosengeranie als Geburtsduft im Wasser am passendsten. Dazu kam noch die von deiner Mama speziell ausgesuchte Musik, die dein Papa nun abspielte und in dieser AtmosphĂ€re ging deine Mama nun durch jede ihrer Wehen und sie machte das so unglaublich, fast mit einer unvorstellbaren Leichtigkeit . In den Wehenpausen lĂ€chelten sich deine Eltern an, gaben sich so gegenseitig Mut und Vertrauen, Sicherheit. Auch nutzen sie eine der Ruhemomente zwischen 2 Kontraktionen, um bewusst von eurem Babybauch Abschied zu nehmen, so viele Wochen war er wachsender Teil eures Alltags und jetzt im Begriff fĂŒr dich ausgetauscht zu werden . Deine Mama hatte nach 2 Stunden in der Badewanne ihren Muttermund bis auf einen kleinen Saum eröffnet und das ist fĂŒr eine ErstgebĂ€rende ein unglaubliches Tempo. Du selbst probiertest mit deinem Köpfchen immer wieder verschiedene Wege aus, um deinen Weg durch das Becken zu finden, nicht immer waren diese Wege ganz so optimal, zeitweise hatten wir dich in der „Sternengucker “-Position, du schienst so neugierig auf diese Welt zu sein, dass du lieber nach oben als geburtsfördernd nach unten schauen wolltest . Deine Mama versuchte in der Badewanne durch verschiedene GebĂ€rpositionen deine Köpfchen, deine Haltung zu unterstĂŒtzen , dich richtig zu positionieren, das kostete Kraft und Energie und irgendwann war dann auch das Wasser nicht mehr das richtige Element fĂŒr deine Mama, denn eure Wehen gingen so kurz vor deiner Geburt deutlich zurĂŒck, ein Zeichen, dass die Natur nicht unbegrenzt Energie selbst fĂŒr solche Powerfrauen wie deine Mama hatte. So nutzen wir fĂŒr die letzte Etappe eurer Geburt die Schwerkraft an Land, setzten deine Mama auf ihr Bett und gaben der GebĂ€rmutter Energie mit Hilfe eines Wehenhormons. Deine Mama aber entwickelte noch einmal ungeahnte KrĂ€fte um durch eure letzten Wehen zu gehen und glaube mir, kleiner Mann, sie hat das bewundernswert gemeistert und wir alle, die deine Mama in diesem Moment begleiteten, waren tief beeindruckt ! So wurdest du geboren, nur durch die Hilfe deiner Mama, gut 5 Stunden nachdem wir den GebĂ€rsaal betreten hatten und ich durfte dich deiner Mama in ihre Arme legen und deine Mama sah in diesem Augenblick so berĂŒhrt und so wunderschön aus ! Deine Eltern hielten dich gemeinsam fest, streichelten dich und dein Papa war fasziniert von deiner so zarten Babyhaut und deinem perfekten Aussehen . Du selbst schienst sehr schnell einfach nur zufrieden, schautest mit interessierten Augen aus deinem Geburtstuch hervor, bereits die Finger suchend im Mund. Wir liessen uns Zeit fĂŒr dein Ankommen, deine Mama fĂŒllte, wĂ€hrend dein Papa dich mit ganz zauberhaften ( wen wundert‘s😉) so perfekt abgestimmten Kleidchen ankleidete, ihre Energiereserven mit Schokolade wieder auf und auch wenn uns Frauen ja im Normalfall Schokolade glĂŒcklich macht, fĂŒr das GlĂŒck im Gesicht deiner Mama warst nur du alleine in diesem Moment verantwortlich. Dein Papa hatte nebst dem, dass er dich wog und ankleidete, damit zu tun, jedem der es an diesem Abend wissen musste zu verkĂŒnden, dass sein kleiner Sohn das Licht der Welt erblickt hat . Und nebst dem, dass er telefonierte und per SMS Fotos von dir in die grosse weite Welt schickte, organisierte er heimlich und zeitgleich fĂŒr deine Mama ein prachtvolles, traumhaft schönes Blumenbouquet, welches am nĂ€chsten Tag das Wöchnerinnenzimmer deiner Mama verschönerte . Er zeigte damit all seine Liebe, die er fĂŒr deine Mama empfand, dafĂŒr, dass sie ihm dich schenkte . Möge diese Liebe, die deine Eltern fĂŒr sich und nun auch fĂŒr dich 🌾HENRY LOUIS🌾 empfinden, weiter wachsen, gedeihen und Freude bringen, wie dieses Blumenbouquet ! SEI VON HERZEN WILLKOMMEN 💝💝💝


🌾 EMMA LENIA 🌾

6. Oktober 2019

Kleine so zuckersĂŒsse 🌾 EMMA LENIA 🌾 , als ich aus meinen Sommerferien zurĂŒck kam und ihr alle meine Nach-Ferien-Babys noch mehr oder weniger entspannt in den BĂ€uchen eurer Mamas gekuschelt habt, hatte ich immer das GefĂŒhl, dass du, obwohl dein Entbindungstermin erst Anfang Oktober war, wahrscheinlich das erste MĂ€uschen von allen zu erwartenden sein wirst, welches ich hier auf dieser Seite begrĂŒssen werde . Nun, die Göttin der GebĂ€renden scheint zum einen die Geduld als ihr oberstes Credo zu feiern und zum anderen scheint sie einen strukturell -terminlichen Gerechtigkeitssinn zu haben, denn deine Mama war letztendlich die, die am meisten von allen meinen Frauen die SMS von mir bekam, nicht im Moment ans GebĂ€ren zu denken, wenn ich unterwegs zu einer anderen Geburt war. Als ich mit der Geburt von Baby Naya beschĂ€ftig war, hatte deine Mama bereits das GefĂŒhl, dass du dich langsam auf eure Geburt vorbereitest . Aber du und deine Mama habt mir sowohl die Zeit gegeben, mich um Nayas Geburt in Ruhe kĂŒmmern zu könne, als auch im Anschluss noch ein Konzert in ZĂŒrich zu geniessen
Und nicht zu vergessen – den energiebringenden Schlaf in der Nacht bekam ich auch noch dazu . Am nĂ€chste Morgen aber rief mich deine Mama an, sie hatte das GefĂŒhl, dass nun euer Geburtstag gekommen ist und ich machte mich erneut in Richtung Aargau auf. In meiner Praxis angekommen, waren eurer Wehen zwar nach wie vor da, aber fĂŒr deine Mama noch nicht intensiv genug, um bereits in den GebĂ€rsaal zu fahren. Im Laufe des Tages wurden die Kontraktionen sogar eher weniger und als nach dem Entspannungsbad am Abend es immer wie ruhiger mit eurer GebĂ€rmutteraktivitĂ€t wurde, fuhr ich wieder nach Hause- du fĂŒhltest dich offensichtlich mit deiner Mama um dich herum noch viel zu wohl, als die grosse weite Welt bereits erkunden zu wollen. Aber wir telefonierten und schrieben uns Nachrichten ab jetzt fast tĂ€glich, nie war die GebĂ€rmutter richtig ruhig und die NervositĂ€t deiner Mama war auch verstĂ€ndlich, denn bereits dein grosser Bruder hatte es relativ eilig auf die Welt zu kommen und fĂŒr deine Geburt erwartete ich ebenfalls eher einen “100-Meter-Lauf “ als einen Marathon ( und ich empfand es als meine Challange , es ĂŒberhaupt rechtzeitig zu eurer Geburt aus Luzern kommend, in den GebĂ€rsaal zu schaffen !) Auch Baby JARA und Baby Eleya kamen auf die Welt und deine Mama wartete in dieser Zeit geduldig . Dann war der Moment fĂŒr Cappuccino und Kinderschokolade in meiner Praxis gekommen, mein Weg, die Mamas, die offenbar noch etwas Geduld und Zeit benötigen, zu stĂ€rken, zu beruhigen und ihnen zu raten, die allerletzten Tage ihrer Schwangerschaft einfach noch einmal ganz bewusst zu erleben und vor allem zu geniessen ! Beim Verabschieden an meiner PraxistĂŒr erwĂ€hnte ich beilĂ€ufig, dass ich nichts lieber als Geburten am Sonntag begleite, an diesen Tagen lĂ€uft alles ruhiger, entspannter, sowohl in der Klinik, als auch auf den Autobahnen und selten mĂŒssen Praxistermine verschoben und umorganisiert werden . Und was macht deine Mama 5 Tage spĂ€ter in den ersten Minuten vom Sonntags des 6.Oktobers ? LĂ€sst mich mit meinem Pager wecken und es war ganz und gar klar, heute nun endlich wĂŒrden wir erfahren, ob dein Bruder noch einen weiteren kleinen Bruder oder eine kleine Schwester bekommen wĂŒrde, denn bis zu deiner Geburt hatten deine Eltern es nicht gewusst, wer da in eure Familie hineingeboren wird . Wir trafen uns direkt im GebĂ€rsaal, zu eindeutig hörte sich deine Mama am Telefon an, dass sie dieses mal wirklich Geburtswehen spĂŒrt und als ich dann deine Mama in der Klinik zuerst untersuchte , hatte deine Mama bereits die erste HĂ€lfte eurer Geburt geschafft, der Muttermund war da schon knapp 5cm weit geöffnet. Da deine Mama es sich gut vorstellen konnte, eure Geburt in der Badewanne zu erleben, liess dein Papa sofort Wasser in die Badewanne ein, wir erwarteten ja immer noch eine schnelle Geburt und sobald die Wanne gefĂŒllt war, nutze deine Mama die WĂ€rme und das sich fallen lassen können im Wasser und entspannte sich sofort . Weil deine Mama wusste, dass alle aufrechten Positionen die Geburt positiv unterstĂŒtzen, ging deine Mama bei jeder Wehe in die Hocke und spĂŒrte dabei, wie du diese Position nutztest, um mit deinem Köpfchen tiefer durch das Becken zu kommen. Aber das warme Wasser fĂŒhrte mit der Zeit zu einer Entspannung, die auch die GebĂ€rmutter deiner Mama mit beruhigte, eure Wehen wurden zunehmend weniger und sanfter. Sobald deine Mama aber stand, kamen die Wehen wieder ( wohl auch, weil du mit deinem Köpfchen so mithalfst ) und deine Mama beschloss, aus der Badewanne zu kommen und mit einem WĂ€rmekissen im schmerzenden RĂŒcken mit deinem Papa lieber stĂ€rkere Wehen zu “erwandern“ . Und deine Mama und dein Papa genossen noch einmal die frische Luft, erkundeten die Wochenstation, lernten das Treppenhaus kennen und beide waren dabei in so einer gelassenen Erwartung, es brauchte keine Eile, nur die Gewissheit, dass deine Geburt vorwĂ€rts gehen wĂŒrde . Und das tat sie ! Als deine Mama beim spazieren merkte, dass du nun deutlich mehr den Druck nach unten verstĂ€rken wĂŒrdest, kam sie mit deinem Papa wieder in die schĂŒtzende Umgebung des GebĂ€rsaals zurĂŒck . Nach wie vor waren die Wehen noch nicht extrem intensiv, die Pausen, die deine Mama hatte, gaben ihr genĂŒgend Zeit sich zu erholen, wieder neue Energie fĂŒr den nĂ€chsten Berg zu holen, den sie mit der nĂ€chsten Wehe erklimmen musste . Wie anders verlief doch euer Geburtsweg, als wir ihn erwartet hatten 
Obwohl die Badewanne immer noch mit dem warmen Wasser lockte, deine Mama merkte, dass das doch nicht ihr Ort fĂŒr eure Geburt war und richtet sich auf dem Bett im VierfĂŒsslerstand ein, eine Position, die euch MĂ€usen den Geburtskanal so weit wie möglich eröffnet. Euer Geburtshelfer kam inzwischen auch, setzte sich zu uns und gemeinsam gingen wir mit deiner Mama geduldig durch ihre letzten Wehen. Dein Papa war ganz nah bei deiner Mama, hielt und unterstĂŒtzte sie so gut es ging und so, wie es deine Mama in diesem Augenblick brauchte . Als der Muttermund deiner Mama komplett geöffnet war, spĂŒrte deine Mama, wie sie dich langsam durch ihr Becken schieben wollte . Es brauchte kein intensives Pressen, deine Mama gab dir genau den Druck, den es brauchte, damit du geboren werden konntest . Und weil bis dahin deine Fruchtblase immer noch intakt war und deine Fruchtblase offensichtlich auch nicht vor hatte kaputt zu gehen, konntest du mit dieser schĂŒtzenden HĂŒlle und mit dem Druck dĂ€mpfenden Fruchtwasser geboren werden und zwar noch vor der SonntagsfrĂŒhstĂŒckszeit â˜ș! Dein Papa hatte ein blaues Geburtstuch in den WĂ€rmeschrank fĂŒr dich platziert, dieses Tuch hatten deine Eltern fĂŒr die Geburt deines grossen Bruders damals schon mitgenommen und weil es dort nicht zum Einsatz kam, durftest du es nun als WĂ€rmeschutz geniessen ( und bis damit das erste meiner Beleghebammen-Babys, welches statt in rosarotem in blauem Licht die Augen öffnete â˜ș Es ging farbig fĂŒr dich weiter, nachdem du Ă€usserst hungrig bei deiner Mama die Brust genossen hast, durfte nun endlich auch dein Papa dich in seine Arme legen, dich wiegen, messen, die blaue Farbe des Stempelkissens an deinen FĂŒĂŸchen entfernen, deine erste Windel dir anziehen . Die wunderschönen Kleidchen, die deine Mama fĂŒr dich ausgesucht hatte, kamen aus Berlin ( und ich als Berlinerin sage dir jetzt schon damit einen grandiosen Kleiderstil in deinem Leben voraus 😊 ) Die Perlen fĂŒr deine Namenskette waren sowohl rosarot und auch blau, dein Papa war da nicht klassisch, sondern zukunftsweisend sehr modern 
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Kinder, die in ihrer Fruchtblase geboren werden, gelten bei uns Hebammen als GlĂŒckskinder, denn das die Fruchtblase bis und mit der Geburt intakt bleibt, ist wirklich selten 
 Du bist also ein GlĂŒckskind -und auch noch ein Sonntagskind dazu – kann es fĂŒr deinen Lebensweg einen besseren Start geben? Inzwischen habe ich auch deinen grossen Bruder kennenlernen dĂŒrfen, er liebt dich von ganzem Herzen ( auch wenn du bereits seine Eisenbahn mit Muttermilch geflutet hast 😉 )
Du hast dir so eine wunderschöne Familie ausgesucht , GlĂŒckskind 🌾 EMMA LENIA 🌾 , SEI VON HERZEN WILLKOMMEN 💝💝💝


🌾 ELEYA LOU 🌾

30. September 2019

SĂŒsse kleine 🌾 ELEYA LOU 🌾 , deine Geburtsgeschichte wĂ€re eigentlich sehr kurz und knapp zu erzĂ€hlen. 61 Minuten bevor du geboren wurdest, schrieb mir deine Mama noch eine SMS vor der GebĂ€rsaaltĂŒr, in der ein lachendes Smiley und ein Daumen nach oben -Smiley  enthalten war, um mir mitzuteilen , dass ihr in der Klinik angekommen seid  – viele Frauen sind normalerweise so kurz vor der Geburt gar nicht mehr in der Lage, ihr Handy zu bedienen, bzw mĂŒssten sie es, sie wĂŒrden wohl tendenziell , andere Emoticons verwenden đŸ„”đŸ™€đŸ˜Ź 😉 …. Diese kurze Geburtsdauer haben deine Mama und dein Papa aber mehr als verdient, denn sie sind belohnt worden, dafĂŒr, Geduld zu haben, sich nicht verunsichern zu lassen, sich nicht beeinflussen zu lassen und bis zum Schluss dir und deiner Mama zu vertrauen, dass ihr beide, dass der Körper deiner Mama am besten spĂŒrt , wann der optimale Zeitpunkt gekommen ist, deine Geburt zu beginnen. Auch wenn der offizielle Geburtstermin , der grosse Tag X , mit einem einzigen Datum besetzt ist, errechnet oder nach dem Ultraschallbefund korrigiert, fĂŒr uns Hebammen und Geburtshelfer umfasst dieser Geburtstermin, an dem ihr kleinen MĂ€use geboren werden dĂŒrft, 5 Wochen, nĂ€mlich 3 Wochen vor und 14 Tage nach dem offiziellen Datum. Und wĂ€hrend viele Frauen eher ĂŒberrascht sind, wenn ihr schon innerhalb der 3 Wochen vor dem errechneten Termin auf die Welt kommen möchtet, braucht es hĂ€ufig viel Geduld ( und bei mir in der Praxis dann Kinderschokolade und Cappuccino 😁 ) wenn ihr euch einfach noch ein wenig Zeit lassen möchtet mit dem geboren werden . Aber ihr habt diesen Zeitraum zu Gute und mit einer guten Betreuung und Überwachung ( natĂŒrlich engmaschiger nach dem Tag X ), sollte man euch auch diese Zeit geben, die ihr und eure Mamas offensichtlich noch braucht . Dein grosser Bruder Even, bei dem ich auch schon die Hebamme sein durfte, war 14 Tage frĂŒher als erwartet  neugierig auf diese Welt, du kleine sĂŒsse Dame hast deine Mama um dich herum  einfach noch etwas lĂ€nger geniessen wollen . Aber eine Woche nach deinem offiziellen Geburtstermin schrieb mir deine Mama in den frĂŒhen Morgenstunden eine Nachricht, dass sie vermehrt intensivere Kontraktionen verspĂŒre . Normalerweise lese ich solche Nachrichten morgens nach dem Aufwachen, sofern nicht in der Zwischenzeit meine Frauen meinen Notfallpager aktiviert und mich damit geweckt haben. Die Nachricht deiner Mama erhielt ich aber, als ich gerade mit der Geburt von Baby JARA fertig, Mama und Baby auf der Wochenstation, alle Dokumentationen geschrieben und der GebĂ€rsaal wieder benutzbar gerichtet war. Zu diesem Zeitpunkt war ich seit 22 Stunden auf den Beinen. Deine Mama und ich telefonierten natĂŒrlich sofort ( deine Mama etwas leiser, damit sie deinen Bruder nicht weckt ) und was mir deine Mama beschrieb an Kontraktionen, tönte fĂŒr mich zwar nach Geburtswehen, allerdings nach Wehen, die noch keine unmittelbare Betreuung von mir brauchten. Ich riet deiner Mama, deinen Papa und deine Bruder noch schlafen zu lassen, sich eine WĂ€rmflasche zu organisieren und mit der hoffentlich wohltuenden WĂ€rme sich noch etwas auszuruhen. Ich selbst verabschiedete mich bei den Hebammen ( und kĂŒndigte ihnen deine zu erwartende Geburt schon mal an ), fuhr durch die noch fast leere morgendliche Aarauer Altstadt  in meine Praxis und versuchte, den Schlaf der vergangenen Nacht in komprimierter und intensiver  Form nachzuholen. Die MĂŒdigkeit nach der “durchgemachten“  Nacht liess mich zwar sofort einschlafen, aber der Coffeingehalt in meinem Blut weckte mich bereits 3 Stunden spĂ€ter und da ich schon mal wach war, rief ich bei deiner Mama an, um mich zu erkundigen, wie es ihr ging. Eure Wehen waren nach wie vor da, mal stĂ€rker werdend, dann wieder mit lĂ€ngeren Pausen, aber sicher nicht ruhiger werdend. Ich machte deinen Eltern den Vorschlag, bei mir in der Praxis vorbei zu kommen, einfach um zu schauen, wie es dir und deiner Mama ging und an welchem Punkt eurer Geburt ihr steht. Deine Eltern brachten deinen grossen Bruder zu euren Grosseltern und kamen dann zu mir. Deine Mama sah ABSOLUT TOLL aus, als ich ihr meine PraxistĂŒr öffnete und das sagte ich ihr auch! Wer so strahlend schön aussah, konnte offensichtlich noch gar nicht krĂ€ftige Wehen haben 🙈… Nun, deine Herztonkurve war wunderbar, auch Wehen waren regelmĂ€ssig zu sehen und dein Geburtsweg war daran, sich langsam zu öffnen, aber es war immer noch nicht notwendig, in den  GebĂ€rsaal zu gehen. Da Mittagszeit war und dein Bruder von deinen Grosseltern wunderbar umsorgt und sicher auch verwöhnt wurde, schlug ich deinen Eltern vor, so entspannt als möglich Mittagessen zu gehen und danach entweder einen Mittagsschlaf zu machen oder einen Spaziergang zu unternehmen. Deine Eltern sollten einfach noch einmal die Zeit zu zweit ( okay .. zu zweit mit dir  â˜ș ) geniessen. Ich legte mich auch noch einmal ins Bett, froh, noch etwas Energie gewinnen zu können. Knapp 3 Stunden spĂ€ter rief deine Mama wieder an um mir zu sagen, dass sie a) sehr gut Mittag gegessen hatten ( mit vielen Kontraktionen ) b) die Wehen nun sehr intensiv und hĂ€ufig zu spĂŒren waren und c) sie das GefĂŒhl hatte, nun wirklich nicht mehr ganz so gut und strahlend auszusehen 😌.Da war es also nun, das richtige Zeichen und der richtige Moment, um in den GebĂ€rsaal zu fahren . Als wir wenige Zeit spĂ€ter deine Mama im GebĂ€rsaal untersuchten ( by the way – deine Mama sah immer noch toll aus !) war der Muttermund bereits 7 cm offen. Bei deinem grossen Bruder liess sich deine Mama mit einer PeriduaralanĂ€sthesie helfen und ich hatte deiner Mama fĂŒr deine Geburt versprochen, auch dieses mal alles fĂŒr diese AnĂ€sthesie vorzubereiten. Auch wenn ich spĂŒrte, dass deine Mama  ohne PDA auskommen wĂŒrde ,nahm ich ihr, weil nun mal versprochen, das Blut als Vorbereitung fĂŒr diese PDA ab . Dein Papa aber liess in der Zwischenzeit fĂŒr deine Mama Wasser in die Badewanne ein und legte deine Kleidchen in den WĂ€rmeschrank und bis die Badewanne mit ihren 700 Liter Fassungsvermögen mit Wasser gefĂŒllt war, ging deine Mama so wundervoll durch eure Wehen, die da nun eine nach der anderen kamen. 42 Minuten nach unserer Ankunft im GebĂ€rsaal begab sich deine Mama in die Badewanne. Wer unsere Geburtsbadewannen in der Klinik kennt, weiss, dass die Frauen, um in die Wanne einzusteigen, eine grossen Schritt ĂŒber den Badewannenrand machen mĂŒssen . Geburtstechnisch kann dieser Schritt zum richtigen Zeitpunkt die perfekte Bewegung sein, denn mit dieser Bewegung öffnen die Frauen ihren Beckenraum und geben den Kindern so optimal Platz, um mit dem Köpfchen leichter durch das Becken zu gelangen . Deine Mama war zu diesem Zeitpunkt offensichtlichen an diesem perfekten Zeitpunkt angekommen, denn nachdem sie sich im Wasser hingesetzt hatte, öffnete sich deine Fruchtblase und deine Mama konnte gar nicht anders als wenige Sekunden spĂ€ter dich mit sanftem Druck aus sich heraus zuschieben. Und so wurdest du nur 7 Minuten nach dem deine Mama sich in die Badewanne begeben hatte, so gefĂŒhlt leicht und wunderschön ins warme Wasser geboren . Wie immer liess ich dich noch eine Moment unter der WasseroberflĂ€che ( deine Sauerstoffversorgung war durch die noch intakte Verbindung zur Nachgeburt gewĂ€hrleistet ), damit deine Eltern diesen Anblick geniessen konnten . Deine Mama nahm dich dann an die WasseroberflĂ€che und in ihre Arme und deine Eltern konnten es noch nicht begreifen, wie schnell du letztendlich auf die Welt gekommen bist . 

Zauberhafte 🌾 ELEYA LOU 🌾, nach dieser so wohl verdienten wunderschönen Geburt  war natĂŒrlich auch der Rest der Zeit, die wir im GebĂ€rsaal verbracht haben, ohne Zeitdruck und ohne Anspannung. Dein Papa wickelte dich, kleidete dich in deine warmen, zart rosaroten  Kleidchen,  fĂ€delte dein NamensbĂ€ndchen auf . Du schautest dabei mit grossen offenen Augen in diese, deine neue Welt und entdecktest  schon deine Finger zum Saugen  in deinem Mund. Als deine Mama sich noch einmal unter der Dusche erfrischte, nahm dein Papa dich zu sich auf die Brust und genoss einfach diesen Augenblick, wieviel Anspannung, wieviel Druck fiel jetzt auch von ihm. Wenige Momente spĂ€ter machte ich ein Foto von euch dreien, welches soviel ĂŒber deine Eltern  aussagt : Dein Papa  sass mit dir auf seiner Brust liegend, deine Mama stand neben euch , streichelte dein Köpfchen und dein Papa streichelte zeitgleich verliebt und so stolz auf deine Mama dasGesicht deiner Mama . Diesen wunderschönen Moment der Liebe, ich bin unendlich dankbar, durfte ich ihn miterleben… Erlebt diesen Moment nun zu viert so oft wie möglich und SEI VON HERZEN WILLKOMMEN 💝💝💝


🌾 JARA MIA 🌾

29. September 2019

Kleines Wunder 🌾 JARA MIA 🌾 , du bist tatsĂ€chlich ein Wunder fĂŒr deine Eltern , ein wunderschönes, wundervolles , wundersames und fĂŒr deine Mama und deinen Papa ist dieses Wunder und dein Ankommen in diese Welt so absolut gar keine SelbstverstĂ€ndlichkeit . Dein Papa war es, der mit mir zuerst Kontakt aufnahm um nachzufragen , ob ich deine Eltern bei eurer Geburt begleiten könnte . Viel zu spĂ€t eigentlich, denn der Septembermonat war seit langem bereits mit ausreichend vielen Geburten bei mir ausgebucht, aber dein Papa erzĂ€hlte ein wenig von sich und deiner Mama und da war bereits nur schon in diesen wenigen Minuten am Telefon
ganz viel Sympathie, die ich an Hand der ErzĂ€hlung deines Papas fĂŒr deine Eltern empfand ( und es spielte auch ein winzig kleines bisschen die Tatsache eine Rolle, dass dein Papa und ich sowohl in Berlin, wie auch jetzt auch in Aarau im gleichen Klinikum arbeiten bzw gearbeitet haben – und ja, wir “Berliner“ schauen und sorgen weltweit zu und fĂŒr uns 😉) Und dann sassen da wenig spĂ€ter deine Eltern bei mir auf dem Praxissofa und ich war in diesem Moment glĂŒcklich, noch ein weiteres Septemberbaby angenommen zu haben, nĂ€mlich dich, denn was fĂŒr ein tolles Paar, nĂ€mlich deine Eltern, hĂ€tte ich sonst verpasst begleiten zu können ! Deine Eltern erzĂ€hlten mir die Geschichte deiner Mama, wieviel hatte sie in ihrem Leben bereits erlebt, erleben mĂŒssen und wie eben nicht selbstverstĂ€ndlich warst du jetzt im Begriff, ihrem Leben eine neue Geschichte zu schenken . Auf Grund all dieser Begebenheiten war es fĂŒr deine Eltern primĂ€r nur wichtig, dass du gesund und ohne Risiko zur Welt kommen darfst und sie wussten, die Chance, dass du mit einem Kaiserschnitt auf die Welt kommen wirst, war hoch, nicht desto trotz war da aber dennoch besonders bei deiner Mama ein wenig Hoffnung, dich im GebĂ€rsaal, statt im OP das ersten mal in die Arme nehmen zu dĂŒrfen. In den letztenTagen vor deiner Geburt telefonierten deine Mama und ich viel, deine Mama wollte die BestĂ€tigung, dass es absolut in Ordnung wĂ€re, dir einfach die Zeit zu geben, die du brauchst, bist du selbst den Beginn deiner Geburt auslöst und sie wollte dir auch noch die Zeit geben, wenn dein offizieller Entbindungstermin bereits ĂŒberschritten war . Dein Geburtshelfer war anfangs nicht ganz so glĂŒcklich damit, aber auch er merkte, wie wichtig es fĂŒr deine Mama war noch abzuwarten, dir und ihr die Zeit zu geben und auf einen spontanen Geburtsbeginn so lang als möglich zu warten .Er kontrollierte mehrfach deine Herztöne, machte Ultraschall mit normalen Ergebnissen und gab dir und deinen Eltern so noch einmal die Zeit zum Abwarten, Zeit, die ihr offensichtlich noch brauchtet . 2 Tage nach deinem errechneten Entbindungstermin war es dann aber soweit, deine Mama und du erlebten eure ersten richtigen Wehen und vor allem eure ganz allein eigenen . Und das machtet ihr an einem Sonntag Nachmittag, die ersten Stunden zu dritt alleine zu Hause . Als dann deine Mama mich abends kurz vor Tatortzeit anrief, merkte man deiner Mama an, wie intensiv bereits eure Wehen am arbeiten waren. Und deshalb war es auch klar, dass wir uns direkt im GebĂ€rsaal treffen wĂŒrden, eine Kontrolle in meiner Praxis war, gut hörbar, nicht mehr nötig .Weil deine Eltern um einiges schneller in der Klinik als ich waren, nahmen meine Hebammenkolleginnen euch anfangs in Empfang ( Merci ❀) und auch euer Geburtshelfer war bereits im GebĂ€rsaal und untersuchte deine Mama . Als ich dann wenig spĂ€ter deine Eltern zur BegrĂŒssung umarmen konnte, war der Muttermund noch nicht wirklich sich am öffnen, deine Mama hatte aber bereits Wehen, die intensiv und mit sehr kurzen AbstĂ€nden deine Mama ordentlich forderten. Wir veratmeten die Wehen gemeinsam, damit deine Mama in einen guten Rhythmus kam, verlegten den warmen Lavendelwickel meiner Kollegin vom Bauch in die schmerzende RĂŒckenregion und holten deine Mama aus dem Bett heraus, in dem sie fĂŒr die Herztonkontrolle lag, denn ich hatte das GefĂŒhl, dass deine Mama beim Umhergehen die Wehen besser verarbeiten konnte . Auch wechselten wir vom Untersuchungszimmer in den richtigen GebĂ€rsaal, ein Ziel, das deine Mama nun schon erstmal geschafft hatte ! Dennoch waren die Wehen so intensiv, dass der einzig richtige Entscheid fĂŒr deine Mama in diesem Moment eine PeridualanĂ€sthesie war, so konnte sie, obwohl die Kontraktionen immer noch spĂŒrend, aber dennoch um einiges entspannter durch eure Wehen gehen . Dein Papa saß die ganze Zeit ruhig und aufmerksam neben deiner Mama, hielt ihre Hand, beobachtete, kommentierte, sowohl als werdender Papa, als auch als Mediziner und er gab deiner Mama damit soviel Sicherheit ! Deine Herztöne kontrollierten wir nun kontinuierlich und es waren mit einem mal Verlangsamungen deiner Herzfrequenz, die mich
dazu veranlassten, deine Mama erneut am Muttermund zu untersuchen . ZunĂ€chst tastete ich eine Eröffnung von 7 cm, das wĂ€re in der doch relativ kurzen Zeit eine sehr schnelle Eröffnung gewesen, nicht unmöglich und vor allem auch passend zu den Wehen, die deine Mama hatte und natĂŒrlich wĂ€re es ein wunderbarer Fortschritt gewesen. Was mir aber nicht gefiel war, dass du mit deinem Köpfchen zwar versuchtest, tiefer in das Becken zu kommen, dabei aber etwas fĂŒhlbar vor dem Köpfchen war, was dort nicht hingehörte . Da ich deine Nabelschnur vermutete, gab ich deiner Mama ein Medikament, was die Wehen sofort hemmte und auch dein Geburtshelfer untersuchte deine Mama, auch er tastete diesen Befund und auch wenn der Muttermund erst 3 statt 7cm offen war ( da war wohl definitiv zu viel Euphorie bei mir beim Untersuchen gewesen 🙈), diese fragliche Nabelschnur gehörte dort einfach nicht hin . Ab dann ging alles sehr schnell, ganz klar mussten wir in den OP und im OP war nur noch die Frage, wirst du noch ein Sonntagskind oder ist deine Geburtszeit in den ersten Minuten des neuen Tages . Als dein Geburtshelfer die Fruchtblase öffnete, war dein Fruchtwasser bereits grĂŒn, ein zusĂ€tzliches Zeichen, dass der Entscheid fĂŒr den Kaiserschnitt richtig war . Geboren wurdest du letztendlich in der letzten Minute des Sonntages, deine Nabelschnur hattest du zusĂ€tzlich um deinen Hals gewickelt und weil das Fruchtwasser die grĂŒne FĂ€rbung hatte, konnte ich dich nicht sofort zu deiner Mama bringen, sondern befreite deine Atemwege so gut es ging von diesem Fruchtwasser und gab dir als kleine UnterstĂŒtzung etwas Sauerstoff . Das brauchte nicht viel Zeit und sehr schnell konnte ich dich deiner Mama auf ihre Brust legen und dort warst du dann, zerbrechlich, zierlich klein, mit gross geöffneten, fast staunenden Augen, schautest in die Gesichter deiner Eltern und schienst absolut zufrieden, von Stress oder Strapazen war dir nichts anzumerken . SpĂ€ter nahm dein Papa dich zu sich, gab dir WĂ€rme und Schutz, deine Mama musste in den letzten Minuten der OP und der ersten Zeit danach sich ganz auf sich und ihren Körper konzentrieren und dein Papa war da, sowohl fĂŒr dich, als auch fĂŒr deine Mama . Als deine Mama sich etwas erholt hatte, konnte sie dich endlich endlich richtig in ihre Arme nehmen, dich an die Brust legen, ihr GlĂŒck nun endlich mit HĂ€nden greifen . Und deine Mama war in diesem Moment einfach nur glĂŒcklich und erleichtert ! Wenig spĂ€ter fuhr ich mit deinen Eltern und dir zurĂŒck in euren GebĂ€rsaal, das war mir wichtig, dass deine Eltern das Wiegen, Messen, das Anziehen deiner ersten Kleidchen ( dein Papa hat das sehr entspannt gemacht und deine Mama hat tatkrĂ€ftig mitgeholfen ) zusammen an dem Ort erleben dĂŒrfen, an dem deine Mama es sich gewĂŒnscht hatte . Die Fotos, die ich dabei von euch Dreien machte, sie sahen gleich aus ( von der Infusion am Arm mal abgesehen ) wie die Aufnahmen von meinen Paaren, die ich im GebĂ€rsaal bei ihrer Geburt begleite, ein glĂŒckliches, wunderschönes Elternpaar mit einem so bezaubernden und zufriedenen und in ganz sĂŒĂŸe Kleidchen gewickelten Neugeborenen !
SĂŒsse 🌾 JARA MIA 🌾 ich durfte dich inzwischen schon einige male in deinem Daheim besuchen, du machst grosse Fortschritte, aus dem so zerbrechlich wirkenden kleinen Wesen am Tag deiner Geburt ist nun schon eine kleine charmante Persönlichkeit geworden, dein wacher, intensiver Blick ist aber immer noch gleich, inzwischen wirst du aber die Gesichter deiner Mama und deinem Papa noch besser erkennen, auch das GlĂŒck in diesen Gesichtern ist gleich geblieben, es sind einfach noch Unmengen an Liebe dazu gekommen, genieße die zwei soviel du kannst und sei von Herzen Willkommen 💝 💝 💝


🌾 NAYA 🌾

25. September 2019

SĂŒsse 🌾 NAYA 🌾 , deinen Geburtsbericht zu schreiben , heisst auch , die Geburt deiner grossen Schwester NEELE noch einmal in Erinnerung zu rufen . Vor etwas mehr als 3 Jahren durfte ich bereits bei ihr deine Eltern als Hebamme begleiten , ( damals , als meine Geburtsgeschichten noch nicht so ausfĂŒhrlich von mir hier nieder geschrieben wurden 😉). Bei der Geburt deiner Schwester haben wir alles versucht und deine Mama hat ihre letzte Energie gegeben , damit Neele auf natĂŒrlichem Wege in diese Welt geboren werden kann und nach vielen, vielen Stunden Anstrengung und MĂŒhe , das Köpfchen von Neele war bereits schon etwas zu sehen , mussten wir uns dennoch fĂŒr einen Kaiserschnitt entscheiden . Nach solchen GeburtsverlĂ€ufen gehe auch ich enttĂ€uscht nach Hause , wohl wissend , dass sich die Frau nun nicht nur von den Strapazen der langen Geburt im Wochenbett erholen muss , sondern auch noch eine Operation und deren verlĂ€ngerte Heilung fĂŒr den Körper und zusĂ€tzlich auch noch die EnttĂ€uschung ĂŒber den Geburtsverlauf verarbeiten muss. Als deine Eltern nun dieses mal mit dir mit deiner Mama um dich herum bei mir auf meinem Praxissofa saßen, stand da natĂŒrlich die Frage offen im Raum , ob deine Eltern und vor allem ob deine Mama noch einmal diesen Weg gehen möchte , dich auf natĂŒrlichem Wege in die Welt zu lassen oder die ebenfalls berechtigte Option zu wĂ€hlen , dich von Anfang an mittels Kaiserschnitt zu gebĂ€ren . Lange Zeit schienst du deinen Eltern die Entscheidung abnehmen zu wollen , denn deine fĂŒr dich sicher bequeme Position mit deinem Po (statt dem Köpfchen) voran in deiner Mama das Embryo-Leben in Fruchtwasser-SausundBraus zu genießen hieß fĂŒr deine Eltern , den Kaiserschnitt als Geburtsart zu wĂ€hlen. Aber wenige Wochen vor deinem Geburtstermin drehtest auch du dein Köpfchen in die “Poleposition “ , fĂŒr deine Mama schien der Kaiserschnitt aber zunĂ€chst gesetzt . Der hĂ€ufig ĂŒbliche Termin fĂŒr einen geplanten Kaiserschnitt liegt 2 Wochen vor dem errechneten Entbindungstermin , etwas , womit sich deine Mama nicht wirklich wohl gefĂŒhlt hatte , sie wollte dir wenigstens die Zeit in ihr bis zu deinem offiziellen Entbindungstermin geben , solltest du nicht schon vorher Anzeichen machen , auf die Welt kommen zu wollen . Nachdem deine Mama daraufhin noch zu einem Geburtshelfer mit wundervoller Geduld wechselte , konnten wir uns nun alle dein geplantes Ankommen an deinem Entbindungstermin in unsere Agenden notieren . Du aber schienst bei all dem Organisieren , Planen und Umplanen andere Optionen auszuprobieren , denn deine Mama spĂŒrte immer und immer hĂ€ufiger Kontraktionen, je lĂ€nger je mehr und je mehr sie davon mit dir erlebte , um so mehr zweifelte sie daran , ob es der richtige Weg war , nicht wenigstens euch eine Versuch zu ermöglichen , auf natĂŒrlichem Wege zu gebĂ€ren . Deine Mama und ich telefonierten hĂ€ufig in dieser Zeit , wĂ€gten Pro und Contra fĂŒr oder gegen einen Geburtsversuch ab und deiner Mama wurde es immer wie klarer , dass sie es zumindestens versuchen möchte , im GebĂ€rsaal statt im OP zu entbinden . So wurde der OP-Termin wieder abgesagt und deine Mama war erleichtert und strahlte eine spĂŒrbare Gelassenheit aus, dich noch ganze 6 weitere Tage ĂŒber deinem Entbindungstermin in sich zu spĂŒren und dich und die Schwangerschaft geniessen zu können. Am Tag 6 “danach ” aber spĂŒrte deine Mama die Kontraktionen so , wie sie sie noch von Neeles Geburt in Erinnerung hatte und so trafen wir uns in der ersten Stunde deines Geburtstages im GebĂ€rsaal , alle noch ohne Schlaf genossen zu haben , aber alle glĂŒcklich , dass du dich nun offensichtlich auf den Weg machtest , geboren werden zu wollen . Die erste Untersuchung zeigte, dass der Muttermund bereits einen vielversprechenden Anfangsbefund hatte und die Wehen , die deine Mama spĂŒrte, waren gut . Um diese Wehen zu unterstĂŒtzen , gingen deine Eltern zu Fuß die vielen Treppen vom GebĂ€rsaal zum Parkplatz, um die Tasche mit deinem Geburtstuch und deinen Kleidchen zu holen und sie gingen diese Treppen auch wieder wehenwirkungsvoll hinauf . Dein Papa holte ein zauberhaftes Kleidchen in zartrosa Tönen fĂŒr dich aus eurer Tasche und legte es mit eurem Tuch in den WĂ€rmeschrank und liess danach deiner Mama Wasser in die Badewanne ein . Deine Mama wollte die wohltuende , entspannende WĂ€rme des warmen Wassers ausnutzen , denn inzwischen waren sowohl die Wehen intensiver , die Fruchtblase gesprungen und auch der Muttermund öffnete sich weiter ohne das wir etwas dazu tun mussten. Keine Frage , die Natur, du und deine Mama wolltet gebĂ€ren ! Die Badewanne tat deiner Mama genau eine Stunde lang gut , dein Papa unterstĂŒtzte deine Mama mit kĂŒhlenden TĂŒchern fĂŒr die Stirn, auch in der Badewanne sind Wehen schweisstreibende Schwerstarbeit ! Nach dieser Stunde aber entschied sich deine Mama , sich mit Hilfe einer PeriduralanĂ€sthesie helfen zu lassen , der Muttermund ging weiter auf , aber deiner Mama tat es gut , sich mit Hilfe der PDA zu erholen , Energie zu sammeln . Die Wehen spĂŒrte deine Mama weiterhin , allerdings nicht mehr in der gleichen IntensitĂ€t wie ohne PDA und so liess deine Mama deinen Papa ihre YOGA-Musik-Playliste abspielen, um mit Hilfe derer noch besser entspannen zu können und so lag in diesem Moment ein Hauch von Indien in unserem GebĂ€rsaal .( Solltest du also irgendwann einmal diesen , deinen Geburtsbericht lesen und dich schon immer gefragt haben, woher deine eventuelle AffinitĂ€t fĂŒr Curry und indische Elefanten kommt – es könnte unter UmstĂ€nden an deiner Geburtsmusik liegen 🙃â˜ș) . Inzwischen war auch dein Geburtshelfer bei uns, auch er noch schlaffrei in dieser Nacht, weil noch eine andere Patientin von ihm unter der Geburt stand. Deine Mama probierte durch verschiedene Geburtspositionen den Geburtfortschritt weiterhin zu unterstĂŒtzen . 4FĂŒsslerstand , seitliche Lagerungen , Sitzen , alles was möglich an Bewegungen fĂŒr sie war , probierte deine Mama aus . Der Muttermund war inzwischen ganz auf und du versuchtest , durch das Becken deiner Mama zu rutschen, kamst aber nicht wirklich tiefer . Leider konnten wir etwas spĂ€ter auch bestĂ€tigen , dass du dich in die ”Sternengucker” Position gedreht hattest , dein Gesichtchen zeigte also statt geburtsfördernd nach unten ungĂŒnstig nach oben . Und so standen wir wieder an dem selben Punkt wie bei Neeles Geburt : die Geburt war fast geschafft , aber es fehlten wenige, aber entscheidenen Zentimeter . Wir liessen deine Mama probieren , ob mit Hilfe ihrer Presskraft dein Köpfchen mehr zu bewegen war , tiefer zu kommen und diskutierten , ob ein Vakuum zur UnterstĂŒtzung helfen könnte , als du mit einmal mit deinen Herztönen , die sich verlangsamten , ein gewichtiges und vorallem das entscheidende Wort mitredetest . Ab dann ging alles sehr schnell , in windeseile wurde deine Mama mit Hilfe meiner Hebammenkolleginnen fĂŒr den Kaiserschnitt vorbereitet und auch wie bei Neele blieb nicht viel Zeit , deiner Mama und deinem Papa ausfĂŒhrlich zu erklĂ€ren, was jetzt alles und warum passieren wĂŒrde . Auch wenn deine Herztöne sich wieder normalisierten , ging es sofort in den OP , wo bereits alle auf uns warteten und so ging es unglaublich schnell , bis mir dein Geburtshelfer dich , kleine sĂŒĂŸe 🌾NAYA🌾 in die Arme legte ( so schnell , dass die OP Schwester gar keine Zeit hatte , mir das Tuch, welches wir Hebammen im OP fĂŒr euch Babys bekommen, zu ĂŒberreichen .) Und so konnte ich dich von den HĂ€nden deines Geburtshelfers in meine Arme gelegtes kleines , bereits protestierend schreiende rosig werdendes Wesen deinen Eltern zeigen und sie konnten sehen , dass es dir gut ging .Wir mussten dich kurz noch von Fruchtwasser in deinen Atemwegen befreien aber danach konnte dich deine Mama endlich in ihre Arme nehmen und du gucktest sie mit grossen , wachen Augen an und du schienst zufrieden mit dir und deiner neuen Welt . So schnell , wie deine Geburt zum Schluss gehen musste , umso mehr Zeit liessen wir uns im Anschluss nach der OP .Deine Mama brauchte einen Moment um sich zu erholen ,soviel war passiert und unendlich viel Energie war verbraucht , dein Papa ĂŒbernahm im Aufwachraum die ersten Minuten des Bonden , er zog sein TShirt aus, legte dich auf seinen nackten Oberkörper und gab dir somit Hautkontakt und KörperwĂ€rme .Wenige Minuten spĂ€ter aber war es deine Mama , die dir Hautkontakt, KörperwĂ€rme UND die erste Muttermilch gab , denn du warst offensichtlich hungrig nach so einer langen Nacht . SpĂ€ter konnte dein Papa dich in deine wunderschönen Kleidchen kleiden und deiner Mama dann stolz in ihre Arme legen , du , kleine 🌾NAYA🌾 warst nun endgĂŒltig angekommen !
Als ich mich am Nachmittag von deiner Mama verabschiedete ( dein Papa war da schon bei deiner nun grossen Schwester) , lagst du bei ihr im Arm und deine Mama sass bereits schon wieder in ihrem Bett , keine Spur von den Anstrengungen der letzten Nacht , sie sah einfach nur sehr sehr glĂŒcklich aus . Und auch wenn wir deine Geburt im OP beenden mussten , enttĂ€uscht bin ich und hoffentlich auch deine Eltern nicht , denn deine Mama hat dir die Chance gegeben , selbst zu bestimmen ,wann du geboren werden möchtest , und sie hat dir die Möglichkeit gegeben , dich mit Hilfe eurer Wehen auf dein Ankommen in diese Welt optimal vorzubereiten und sie hat die Hilfe eines Geburtsteams genutzt , dass du gesund auf die Welt kommen konntest -und das ist insgesamt das Beste und Wertvollste , was eine Mama fĂŒr ihr Baby tun kann! Sei von Herzen Willkommen 💝 💝 💝


🌾ELIJAH BENEDICT🌾

28. Juli 2019

Wundervoller, zauberhafter 🌾 ELIJAH BENEDICT 🌾, als ich deine Eltern nach deiner Geburt wie ĂŒblich noch im GebĂ€rsaal gefragt habe, ob ich dich hier auf meiner Seite begrĂŒĂŸen darf, meinte deine Mama nur, da hĂ€tte ich wohl nicht so viel zu schreiben, so schnell, wie du geboren worden bist
Nun, in der Tat, du hattest es so eilig geboren zu werden, dass vieles, was wir fĂŒr deine Mama unter Eurer Geburt uns vorgestellt hatten zu tun, gar nicht mehr möglich war. ABER – und das ist eben AUCH eure Geburtsgeschichte : deine Mama war schon 3 fĂŒr sie unendlich lange und bei hochsommerlichen Temperaturen fĂŒr sie kaum aushaltbaren Wochen in Hoch-und Anspannung und tagtĂ€glich bzw jede Nacht bereit fĂŒr deine Geburt gewesen , denn bereits 3 Wochen vor deinem nun Geburtstag machte ich mich schon einmal an einem Samstag auf den Weg in meine Praxis, es sah danach aus, dass du geboren werden wolltest . Nichts anderes als eine Geburt 3 Wochen vor dem erwarteten Termin hatte deine Mama immer im GefĂŒhl und all die vielen Wehen, die deine Mama bereits in euer Schwangerschaft gespĂŒrt hatte und sie sich deswegen auch immer schonen musste, als auch die Erfahrung bei der Geburt deines großen Bruders vor 2 Jahren, der auch 3 Wochen vor dem erwarteten Termin zur Welt kam, liessen den Gedanken gar nicht zu, dass du eventuell es etwas gemĂŒtlicher nehmen wĂŒrdest und die Zeit mit deiner Mama um dich herum noch lĂ€nger genießen möchtest. Nach dem dieser Samstag aber vorbei ging, ohne dass du geboren wurdest, vertröstete ich deine Mama auf den Sonntag – denn ich persönlich liebe ja Geburten an Sonntagen und Sonntagskinder mag ich sowieso 😊. Nun, es wurden noch 2 weitere Sonntage und die dazu gehörenden Wochentage, die deine Mama mit kugelrundem Bauch ausharren musste.Deine Mama versuchte ich immer wieder zu vertrösten und ihre Geduld auf einen natĂŒrlichen Geburtsbeginn zu bewahren (auch mit dem Angebot aller Kinderschokoladen der Welt in meiner Praxis), sie schickte mir als Gegenargument ein Foto ihres stattlichen Babybauches und ja, ich gebe es zu, jede Frau, die schon einmal in so einer hochschwangeren Situation gewesen war, weiß, wie schwer es ist, dann geduldig gut gemeinte RatschlĂ€ge anzunehmen
 Erschwerend kam noch hinzu, dass meine Sommerferien anstanden und auch ich es sehr schade gefunden hĂ€tte, wenn ich bei eurer Geburt nicht dabei hĂ€tte sein können. Um deiner Mama den zusĂ€tzlichen Zeitdruck zu nehmen, bot ich ihr an, fĂŒr sie und dich meinen Pager so lange anzulassen, bis du geboren werden wolltest.Den Pager aber konnte ich wie geplant ausstellen, denn 3 Tage vor meinem Ferienbeginn und wohlgemerkt an einem SONNTAG (!!!😊) bekam ich von deiner Mama eine SMS mit dem Inhalt : „Kontraktionen alle 10 Minuten!“. Und natĂŒrlich habe ich mich riesig ĂŒber diese SMS gefreut, mindestens so wie deine Mama, dass sie nun endlich das Startsignal geben konnte. Das es diesmal keinen Fehlalarm geben wĂŒrde, war am Telefon bei deiner Mama gut herauszuhören, auch deine Mama merkte die deutlich anderer QualitĂ€t ihrer und deiner Kontraktionen und so verabredeten wir uns ohne Umweg ĂŒber die Praxis direkt im GebĂ€rsaal. Dort hatte meine Kollegin Chantal schon alles fĂŒr uns vorbereitet ( 1001 Dank ❀), so dass ich mich mit deinem Papa zusammen nur noch um dich und deine Mama kĂŒmmern konnte. Dein Papa legte zuerst deine Kleidchen in den WĂ€rmeschrank und ich war hocherfreut, als ich zu deinen Kleidchen auch die wunderbaren, zuckersĂŒssen grĂŒnen Babyschuhe, die auch schon dein Bruder nach seiner Geburt angezogen bekommen hatte, entdeckte. ( Wer möchte, scrolle alle bisherigen Babys hier zurĂŒck, bis er die gleichen Schuhe bei Alexander auf dem Foto wiederfindet 🙃). Und als ich dann deine Mama untersuchte, konnte ich ihr mitteilen, dass sie bereits die HĂ€lfte eurer Geburt geschafft hatte. Nur schon das war ihr absolut verdienter Lohn fĂŒr ihre wochenlange Geduld!! Bei deinem Bruder mussten wir damals die Geburt einleiten und bis ich ihn deiner Mama in die Arme legen konnte, vergingen knapp 2 Tage. Deine Mama liess sich damals mit einer PeriduralanĂ€sthesie helfen und auch bei deiner Geburt war diese PDA eine Option, so jedenfalls hatten wir es in der Schwangerschaft besprochen. Und obwohl deine Mama so wunderbar von Wehenpause zu Wehenpause atmete, diese PDA wurde offensichtlich fĂŒr deine Mama immer wie mehr zum gewĂŒnschten Hilfsmittel ihrer Wahl und ich verspach, alles dafĂŒr vorzubereiten. Allerdings merkte ich, wie deine Mama eine erneut andere WehenqualitĂ€t verarbeiten musste. Wir waren eine knappe Stunde im GebĂ€rsaal und ich bat deine Mama, sie noch einmal untersuchen zu dĂŒrfen und ja, mein Eindruck hatte sich nicht getĂ€uscht, deine Mama hatte es geschafft in der kurzen Zeit ihren gesamten Muttermund zu eröffnen. FĂŒr eine PDA war es definitiv zu spĂ€t, denn du wolltest geboren werden. Deine Mama und dein Papa waren ĂŒberrascht, wie schnell eure Geburtsreise verlief und deine Mama akzeptierte sofort, dass sie auch die letzte Etappe dieser Reise mit dir aus eigener Kraft bewĂ€ltigen wird und sie hat dies so so so wundervoll gemeistert. Auch die Fruchtblase öffnete sich nun von alleine und deine Mama konnte beginnen mit ihrer selbst dosierten Kraft dich Zentimeter um Zentimeter aus sich herauszuschieben. Die wichtigste Aufgabe, die dein Geburtshelfer und ich wĂ€hrend deiner Geburt hatten, war dich nun, da du geboren warst, aus deiner Nabelschnur zu entwirren, in die du dich buchstĂ€blich verwickelt hattest
 So hatten wir beide kurzzeitig doch noch etwas zu tun bei deiner sonst so absolut natĂŒrlichen Geburt ( und weil wir dich wirklich mehrmals drehen und wenden mussten, bis wir dich deiner Mama in die Arme legen konnten, kann das durchaus der Grund fĂŒr deine zu erwartende zukĂŒnftigen Liebe fĂŒr Karussells und Achterbahnen sein 😉). Auch wenn ich hĂ€ufig direkt nach den Geburten die ersten Erinnerungsfotos mit meiner Handykamera fĂŒr meine Paare mache, bei deinem Papa wusste ich, dass er als Kameraprofi die wohl besseren Aufnahmen zaubern wĂŒrde und so fragte ich ihn, ob er schon genĂŒgend ruhige HĂ€nde habe, um mit eurer Kamera Erinnerungen einzufangen. Und so mache dein Papa deine ersten Fotos, wĂ€hrend deine Mama erst einmal realisieren musste, dass sie eure Geburt so schnell und vor allem so toll geschafft hatte. Du warst absolut zufrieden und aufmerksam, liessest dich von deinem Papa wickeln und ankleiden, die grĂŒnen Finken passten perfekt! Deine Mama lief kurze Zeit spĂ€ter, nachdem wir noch die ersten gemeinsamen Fotos von dir und deinen Eltern im GebĂ€rsaal gemacht hatten, dich im Babybettchen vor sich herschiebend, in ihr Zimmer. Deine Geburt ging zur Mittagszeit los und pĂŒnktlich zur Abendzeit konnte ich deinen Eltern nun ihr Nachtessen servieren, du hattest da bereits deine erste Mahlzeit vom Busen deiner Mama genossen!
Lieber zuckersĂŒsser 🌾 ELIJAH BENDICT🌾, nun habe ich doch die eine und auch andere Zeile deiner Geburtsgeschichte in die Tastatur getippt, hĂ€tte ich wirklich nichts ĂŒber deine wunderschöne Geburt schreiben können, ich hĂ€tte dir hier einfach deine Mama vorgestellt, die ich schon lange kenne, weil deine Mama auch in deiner / unserer Geburtsklinik arbeitet. Du hast sie dir sehr gut ausgewĂ€hlt, denn deine Mama kenne ich als so liebevollen, herzensguten Menschen, der immer um das Wohl anderer besorgt ist. Ob sie, wenn sie mich entdeckt, mich einfach mit einem Latte Macciato ĂŒberrascht oder besorgt darĂŒber ist, ob dein Fruchtwasser beim Blasensprung die Schuhe deines Geburtshelfers ruiniert hat oder ob sie bei ihrer Arbeit eine GebĂ€rende mit Wehen auf dem Patientenzimmer antrifft und einfach deren Hand nimmt und sich die Zeit nimmt und mit dieser Frau durch deren Wehe zu gehen – ich bin mir sicher, sie wird fĂŒr dich und deinen Bruder die allerbeste Mama dieser Welt sein ( – die natĂŒrlich auch auf alle Achterbahnen und Karussellen mit dir mitfĂ€hrtâ˜ș .) genieße sie, wie du kannst und sei von Herzen Willkommen 💝 💝 💝


🌾 RUNA HAILEY 🌾

5. Juli 2019

Wunderschöne 🌾 RUNA HAILEY 🌾 es gibt jedes Jahr wiederkehrende Tage, an denen ich hoffe, als Hebamme nicht rasant in die Klinik fahren zu mĂŒssen, weil Staus auf den Straßen von Aarau und Umgebung vorprogrammiert oder die Zufahrtswege zur Klinik gesperrt sind und nur ĂŒber Umwege der GebĂ€rsaal erreicht werden kann. Unvergessen die Geburt, bei der ich an einem Nachmittag vor Karfreitag im GebĂ€rsaal mit gefĂŒllter Badewanne auf meine Patientin gewartet habe, die aber, weil auf sĂ€mtlichen Strassen von Aarau der Verkehr kollabiert war, ihr Baby alleine mit Hilfe ihres Mannes im Kreisel des Aarauer Tellis gebar und mir nur noch das Abnabeln im Auto auf dem Klinikparkplatz ĂŒbrig blieb
.Auch der Maienzug und der dazu gehörende Vorabend ist so ein Anlass, weil an diesem ganz Aarau zu Fuss auf den Beinen und am Festen und Feiern ist und die ganze Aarauer Innenstadt fĂŒr den Autoverkehr gesperrt, Frau also nur ĂŒber Umwege zur Klinik kommt. Dieses Jahr warteten zum Maienzug 2 meiner Babys auf ihre Geburt und wĂ€hrend die eine Mama kategorisch eine Geburt zu diesem Zeitpunkt ablehnte ( und das auch umsetzte – denn ich warte immer noch auf die kleine Maus â˜ș) hörte ich am Nachmittag des Vorabend-Festes von deinem Geburtshelfer, dass du mit deiner Mama drum herum gerade bei ihm gewesen warst und alles gut und entspannt aussah. Und so fuhr ich, nachdem ich meine letzte Wöchnerin ausgerechnet in der Aarauer Altstadt besucht hatte und all die schön mit Blumen dekorierten Brunnen noch bestaunt und bewundert hatte, ebenfalls entspannt nach Hause an den See, in der Hoffnung, die nĂ€chsten 2 Sommertage eher dort und vor allem darauf zu verbringen. Nun, ich war knapp eine Stunde daheim, als deine Mama mich anrief und weil ich ja schon wusste, dass ihr an diesem Tag bei eurem Geburtshelfer gewesen ward, dachte ich primĂ€r nur, dass deine Mama mir ein Update dieses Besuches geben wollte, aber die erste Frage deiner Mama an mich war, ob sie mich hoffentlich nicht aus einem Konzert im KKL heraus geholt hat, du hĂ€ttest nachdem so ruhigen Nachmittag dich wohl doch fĂŒr mehr Action entschieden, denn deine Mama verlor ihr und euer Fruchtwasser. Ein Blasensprung als Geburtsbeginn zieht (sofern nicht schon Kontraktionen mit im Spiel sind) noch keine großen AktivitĂ€ten aus geburtshilflicher Sicht hinter her. In der Regel gibt man den Frauen 12-24 Stunden Zeit, damit die GebĂ€rmutter beginnt, mit Wehen ihre Geburtsarbeit aufzunehmen . Dennoch gehört eine erste Kontrolle von Mutter und Kind nach einem Blasensprung zur Routine und so fuhr ich bei Sonnenuntergang wieder zurĂŒck in die Praxis und bei dir zu Hause wurde deine Grossmutter informiert, die noch in Deutschland weilte, damit sie sich in Richtung Schweiz aufmachte, denn bei euch daheim wartete nebst deinen Eltern auch deine nun große Schwester sehnsĂŒchtig auf deine Geburt und deine Grossmutter sollte solange ihr Babysitter sein. Auch bei deiner Schwester durfte ich die Hebamme deiner Mama sein und weil wir damals doch einiges an Stunden gemeinsam im GebĂ€rsaal verbrachten, ging ich davon aus, dass wir auch dieses Mal genĂŒgend Zeit hĂ€tten, uns auf dein Ankommen vorzubereiten. Als deine Eltern in der letzten Stunde des Tages in meiner Praxis ankamen, waren wir uns alle einig, dass wir eigentlich alle lieber jetzt zu Bett gehen wĂŒrden statt gemeinsam mit dir und deiner Mama einen Geburtsmarathon zu laufen. Dir ging es laut deiner Herztonkurve richtig gut, Wehen hatte deine Mama noch nicht wirklich und euer Geburtsweg war sich erst ganz langsam am öffnen. Allerdings sagte mir mein Hebammentastsinn, dass wenn denn einmal gute Wehen kommen wĂŒrden, es wahrscheinlich nicht all zu lange mit deiner Geburt gehen wĂŒrde. Und so schicke ich deine Eltern noch einmal nach Hause, in der Hoffnung, dass wir alle noch etwas an energiebringenden Schlaf bekommen wĂŒrden. Nun, an Schlaf war offensichtlich nicht zu denken, ich lag jedenfalls gefĂŒhlte 10 Minuten im Bett, als dein Papa mich bereits anrief, dass die Kontraktionen bei deiner Mama schon beim Einsteigen ins Auto vor meiner PraxistĂŒr eingesetzt hatten und seit dem deine Eltern wieder zu Hause waren fast keine Wehenpausen fĂŒr deine Mama mehr fĂŒhlbar waren. Du wolltest offensichtlich geboren werden und darum rief ich umgehend im GebĂ€rsaal an und bat meine Kollegin Chantal ( VIELEN LIEBEN DANK FÜR ALLES ❀!) doch schon Wasser in die Badewanne einzulassen, damit deine Mama so schnell als möglich in die Badewanne gehen kann. Ich zog mich in Windeseile an und fuhr vorbei an mĂŒden und auf dem Heimweg gehenden oder noch feiernden Besuchern des Vorabendfestes und dachte beim Fahren der Umfahrung zur Klinik an deine Eltern, die hoffentlich noch genĂŒgend Zeit fĂŒr diesen Umweg hĂ€tten. Nun, deine Eltern kamen wenige Minuten nach mir im GebĂ€rsaal an, wĂ€hrend ich noch mein Auto ordentlich parkieren konnnte, fuhr dein Papa direkt zum Eingang der Notaufnahme, schnappte sich einen Rollstuhl und setzte deine Mama dort hinein, denn Laufen schien schier unmöglich geworden zu sein fĂŒr deine Mama. Deine Mama sagte mir bei eurem Ankommen im GebĂ€rsaal, dass sie das GefĂŒhl hĂ€tte, dass du demnĂ€chst bereits kommen wĂŒrdest und so verlockend die Badewanne auch war, wir hĂ€tten es unmöglich geschafft, deine Mama da noch hinein zu bekommen. So legten wir deine Mama mit vereinten KrĂ€ften in das GebĂ€rbett, denn deine Mama war froh, aus dem Stuhl heraus liegen zu können. Deinem Papa riet ich davon ab, noch einmal zum Klinikseingang zurĂŒck zu gehen um euer Auto umzuparkieren und eure Tasche zu holen, er wurde jetzt von deiner Mama gebraucht, die ganz wunderbar von Wehe zu Wehe atmete. Und weil ich auch schon bei deiner großen Schwester damals das rosarote Tuch fĂŒr die Geburt organisiert hatte, war es diesmal eigentlich eher eine schöne Wiederholung fĂŒr mich, auch dein Geburtstuch zur VerfĂŒgung zu stellen und in den WĂ€rmeschrank zu legen , wĂ€hrend deines im Kofferraum eures Autos wartete. Und weil Chantal nicht nur die Badewanne bereits gefĂŒllt hatte, sondern auch schon alles fĂŒr deine Geburt im GebĂ€rsaal fĂŒr uns vorbereitet hatte, konnte ich mich ausschließlich nur noch um deine Mama kĂŒmmern und ihr die Zuversicht geben, dass du in wenigen Augenblicken bereits geboren werden wĂŒrdest. Auch dein Geburtshelfer war inzwischen bei uns und deine Mama fing auf der Seite liegend intuitiv und ganz nach ihren BedĂŒrfnissen an, dich heraus zu schieben, beeindruckend und letztendlich mit der sanften „Power“ die nur unbedingt notwendig war, damit du geboren werden konntest. Und das tatest du, genau 52 Minuten, nach dem deine Eltern im GebĂ€rsaal ankamen, machtest du deinen ersten Schrei, laut und krĂ€ftig und wohlgemerkt bereits, als der Rest deines Körpers noch gar nicht geboren war, es war, als hĂ€ttest du uns mit einem „Warum hat das so lange gedauert?“ begrĂŒĂŸt 😌
 Wenn Geburten so rasant gehen, sind die Eltern hĂ€ufig im Nachhinein ĂŒberfordert und fast schon geschockt ĂŒber die Schnelligkeit und auch deine Mama sagte mir spĂ€ter, dass es ihr viel zu schnell ging. Deshalb ist es auch so wichtig, den Eltern bewusst die Zeit und vor allem die Ruhe nach der Geburt zu geben, ihnen und dem Baby das Ankommen begreifbar zu machen. Bei eurer Geburt holte die Natur ausgleichend etwas Geburtszeit nach, indem es fĂŒr die Geburt des Mutterkuchens mehr Zeit brauchte, als fĂŒr deine eigentliche Geburt . Und es ist so wohltuend, wenn alle Beteiligten sich diese Zeit, die es dafĂŒr brauchte, auch nehmen können, so wie es bei euch der Fall war. Das du bei dieser letzten Phase der Geburt ordentlich mithelfen wolltest, zeigtest du, indem du quasi alleine an die Brust deiner Mama krabbeltest und mit dem ersten Trinken am Busen die notwendigen Nachwehen fĂŒr die Geburt der Placenta bei deiner Mama mit ausgelöst hast.
Und wĂ€hrend um die Klinik herum immer noch Aarau sein Fest feierte, konnten deine Eltern ihr eigenes und so spezielles Fest feiern, indem sie gemeinsam das erste mal dich wickelten , ankleideten , dich geniessend in ihren Armen wiegen und halten konnten. Dein Geburtshelfer und ich durften mit deinen Eltern diese, deine so wunderschöne Geburt erleben, speziell fĂŒr mich war, dass ich die Geburt deiner Schwester damals mit einem mir sehr nahestehenden Geburtshelfer und Freund ein letztes mal gemeinsam begleitet habe, der leider kurze Zeit spĂ€ter diese Welt verlassen musste. Sein Standartsatz nach jeder Geburt war „Dem Kind geht es am besten von uns allen “ und es fĂŒhlte sich nur richtig an, dass ich stellvertretend fĂŒr ihn auch nach deiner Geburt diesen Satz gesagt habe :
Wundervolle 🌾 RUNA HAILEY 🌾, uns allen ging es nach deiner Geburt gut, aber dir ging es am besten von uns allen! Sei von Herzen Willkommen 💝 💝 💝


🌾 OLIVIA MIRA 🌾

9. Juni 2019

Kleine Zaubermaus 🌾 OLIVIA MIRA 🌾, du hast dich vor 11 Tagen zum perfekten Zeitpunkt entschieden, auf diese Welt zu kommen. Als ich deine Eltern bei mir in der Praxis kennenlernte, musste ich ihnen damals mitteilen, dass ich ausgerechnet kurz nach eurem offiziellen Entbindungstermin fĂŒr einige Tage ins Ausland fliegen werde und deshalb nur eine Geburt bis kurz vor diesem Zeitpunkt mit mir möglich ist. Deine Mama war da eigentlich ganz entspannt, den sie war sich ziemlich sicher , dass du am 6.Juni auf die Welt kommen wĂŒrdest und obwohl ich an diesem Tag in Aarau war um meine Wöchnerinnen zu besuchen , von dir bzw deiner Mama hörte ich nichts . Einen Tag vor deinem Entbindungstermin telefonierten deine Mama und ich zusammen . Dir und deiner Mama ging es gut , auch merkte deine Mama , dass du dich schon etwas auf deine Geburtsreise vorbereitest , allerdings war es noch nichts , was fĂŒr einen richtigen Geburtsbeginn ausreichen wĂŒrde und ich wĂŒnschte deiner Mama und mir an diesem Freitag nachmittag , dass du doch bitte ein wunderschönes Sonntagskind werden wĂŒrdest , weil a ) Sonntagskinder prinzipiell toll sind und b) ich dann am nĂ€chsten Tag entspannt meine Reise antreten könnte . Am nĂ€chsten Tag , deinem offiziellen Entbindungstermin, ging ich abends mit einer meiner Freundinnen in ein Konzert ins KKL Luzern . Und eigentlich ging ich da ganz entspannt hin , denn ihr Babys kommt statistisch bewiesen nur zu ca 5% an eurem errechneten Termin auf die Welt und gefĂŒhlt hatte ich diese 5% bereits dieses Jahr schon mit anderen Babys von mir erreicht . Aber, ihr MĂ€use haltet euch eben wirklich an nichts , weder an die TerminwĂŒnsche eurer Mamas noch an irgendwelche Statistiken . In der Konzertpause erhielt ich doch tatsĂ€chlich von deiner Mama eine SMS, in der sie mir schrieb , dass sie eure ersten Wehen spĂŒrte, noch nicht intensiv , aber bereits regelmĂ€ssig und das deine Mama mal die Badewanne nutzen wĂŒrde um zu sehen , was diese Wehen mit ihr vorhaben wĂŒrden . Ich wiederum wĂ€gte ab , ob es bereits notwendig war , in Richtung Aarau zu fahren oder ich es noch riskieren sollte , auch den 2.Teil des Konzertes zu geniessen . Und ja, ich ging noch einmal in den Konzertsaal , schaffte es aber nur noch fĂŒr 2 Lieder einigermassen ruhig auf dem Stuhl zu sitzen, wohlgemerkt mehr auf mein Hanydisplay starrend , als dem Geschehen auf der BĂŒhne zu folgen und da deine Mama mir schrieb , dass die Wehen tendenziell intensiver wurden , wurde ich zur Störenfrieda , die sich durch das Konzertpublikum ihren Weg nach draussen bahnte , damit ich Richtung Aarau fahren konnte. Deine Eltern (und nun auch du) wohnen nur einen kurzen Fussweg von der Klinik entfernt und als ich mein obligates Telefon mit deiner Mama auf der Autobahn kurz vor der Klinik machte, war sie sich doch noch nicht sicher , ob bereits der richtige Moment gekommen sei, um in die Klinik zu gehen . Das ich nun bereits in der NĂ€he war , beruhigte deine Mama fĂŒrs erste und so fuhr ich noch einmal in die Praxis , das Auto von mir aber schon in Abfahrposition geparkt ( und in der Praxis hatte ich so noch die Zeit, die restlichen Lieder des Konzertes anzuschauen , die meine Freundin fĂŒr mich aufgenommen und mir unterdessen geschickt hatte â˜ș ) Dann aber war der Moment da, deine Mama wollte in die Klinik. Und da es wenige Minuten nach Mitternacht war, als wir im GebĂ€rsaal ankamen , war nun auch klar , dass du eben doch nicht an deinem Entbindungstermin auf die Welt kommen wĂŒrdest , sondern und das garantiert, mit einem Tag VerspĂ€tung . Meine erste Untersuchung von deiner Mama ergab nĂ€mlich, dass sie eigentlich schon 3/4 eurer ganzen Geburt geschafft hatte. Auch wenn es deine Eltern erst gar nicht glauben wollten und ehrlicherweise deine Mama auch noch ĂŒberhaupt nicht danach aussah , dass sie bereits soviel eures Geburtsweges geschafft hatte . Ganz ganz ruhig atmete sie fĂŒr dich durch eure Wehen und dein Papa sass nah bei ihr und hielt Zuversicht gebend deiner Mama ihre Hand . Das es 3 Personen brauchte , die deiner Mama den obligaten Venenzugang probierten zu legen ( den wir letztendlich gar nicht benötigten ,but safety first !!) wĂŒrde ICH jetzt im Nachhinein als die einzig wahre Herausforderung deiner Geburt ansehen .Deine Mama hat das in diesem Moment vielleicht anders gesehen , denn sie konzentrierte sich auf ihre Wehen , die keinen Zweifel liessen , dass eure Geburt auch weiterhin zĂŒgig voran ging und du bereits mit deinem Köpfchen helfen wolltest. Und sie hatte noch die Erfahrung der Geburt deiner grossen Schwester in Erinnerung , bei der die letzte Phase der Geburt viel lĂ€nger als erwartet dauerte und war deswegen weniger optimistisch als ich , was die Zeit bis zu deinem Ankommen anbelangt. Aber das ist Geburtshilfe , jede Geburt verlĂ€uft anders und macht es fĂŒr uns , die das Privileg haben, tĂ€glich dem Ankommen eines neuen ErdenbĂŒrgers beizuwohnen , so besonders. Um eure Geburt noch besser zu unterstĂŒtzen , begab sich deine Mama in die VierfĂŒsslerposition , so konnte sie dir mehr Platz und mehr Möglichkeiten geben , tiefer durch ihr Becken zu kommen. Und auch wenn ich einen Moment daran dachte , mein Rebozoo-Tuch aus der Hebammentaschen zu holen um damit das Becken deiner Mama in Bewegung zu bringen ,ein kurzer Tipp von mir und deine Mama machte das Tuch durch ihre eigenen, beckenkreisenden Bewegungen ĂŒberflĂŒssig. GefĂŒhlt waren es drei Wehen , die sie so im wahrsten Sinne des Wortes „kreiste “ ,dann aber schon spĂŒrte deine Mama die Wehen , die dich hinausschieben wollten . Und ich schreibe bewusst schieben , denn deine Mama gab intuitiv nur den Druck , den sie fĂŒr nötig hielt und weil nach wie vor deine Fruchtblase intakt war , diente diese noch zusĂ€tzlich als weiches ,sanftes Hilfsmittel , dir und deiner Mama den letzten Weg im Geburtskanal so sanft wie möglich zu gestalten. Es ist selten , dass diese schĂŒtzende HĂŒlle bis zum Schluss intakt bleibt ,aber in deinem Falle war es so und letztendlich wurdest du in deiner Fruchtblase geboren. Und weil eine Geburt in der Fruchtblase eben so selten ist , sprechen wir Hebammen von einer „GlĂŒckshaube „, in der diese Kinder geboren werden . Aber glĂŒcklich waren auch deine Mama und dein Papa dich in ihre Arme nehmen zu können ! Wir waren noch nicht mal 2 Stunden im GebĂ€rsaal und du durftest sie bereits mit einem krĂ€ftigen Schrei begrĂŒssen. Nachdem wir dich in dein rosarotes Tuch gewickelt hatten , zeigtest du uns den vermutlichen Grund , warum du so schnell auf die Welt kommen wolltest , denn du wolltest unbedingt sofort an den Busen deiner Mama und hast den die nĂ€chste Zeit auch nicht mehr losgelassen , dein Papa musste sich gedulden , bevor er dich in den Arm nehmen konnte und dich wickeln und in wunderschöne Kleidchen kleiden konnte und er hat das so liebevoll und beschĂŒtzend getan . Kleine , zauberhafte 🌾 OLIVIA MIRA 🌾, Sonntagskind , GlĂŒckshaubenkind ! Überlicherweise durchtrennen die Papas die Nabelschnur nach der Geburt , in eurem Fall aber wollte das deine Mama machen , symbolisch wirst du und werden deine Eltern immer und immer wieder eure Nabelschnur durchtrennen : wenn du das erste mal nicht vom Busen ernĂ€hrt wirst , wenn du alleine in deinem Zimmer schlĂ€fst , wenn du zum ersten mal alleine in den Kindergarten gehst, deine erste eigene Wohnung beziehst , selbst zum ersten mal Mutter wirst 
 Ich wĂŒnsche dir , dass bei all diesen Begebenheiten genau so viel Liebe anwesend sein wird , wie es beim Durchtrennen deiner realen Nabelschnur im GebĂ€rsaal der Fall gewesen ist , Sei von Herzen Willkommen 💝💝💝


🌾 ZOE ARUNI 🌾

22. April 2019

Kleine 🌾 ZOE ARUNI 🌾, du bist mein diesjĂ€hriges OsterhĂ€schen und ein ganz bezauberndes dazu! Als ich dich und deine Mama gestern in eurem Wochenbett bei euch daheim besucht habe, bot mir deine Mama an, dich statt ĂŒber deinem Wickeltisch lieber ĂŒber ihrem Bett in meiner Waagetasche in die Höhe zu heben um dein Gewicht zu ermitteln, denn du kleine Maus hast, seit dem ich dich im GebĂ€rsaal das erste mal gewogen habe, ordentlich an Gewicht zugenommen ( by the way – ich habe es aber noch geschafft, dich auch auf deinem Wickeltisch in die Höhe zu stemmen đŸ’ȘđŸ»â˜ș). Und als du dann vollkommen zufrieden und bewußt schon deine Mama angelĂ€chelt hast (was fĂŒr ein knapp 4 Wochen altes Baby noch sehr frĂŒh ist) wurde mir klar, dass ich nun aber ganz schnell hier deine Geburtsgeschichte aufschreiben sollte, denn ein Neugeborenes bist du bereits schon nicht mehr.
Das du ein OsterhĂ€schen werden wĂŒrdest hatte ich ehrlicherweise nicht gedacht, aber am Abend des Ostersonntags rief deine Mama mich an, dass du kleine Maus dich bereits aufmachst, in diese Welt geboren werden zu wollen. Deine Mama hatte bei euch daheim die wohltuende Wirkung des warmen Wassers schon schĂ€tzen gelernt, eure Wehen aber wurden trotz der entspannenden WĂ€rme intensiver und deshalb bat mich deine Mama, dass wir uns direkt im GebĂ€rsaal treffen. Und so begann dein Geburtsweg, den du mit deiner Mama und deinem Papa laufen solltest, abends zu einer Zeit, wenn andere Menschen normalerweise nach einem langen Tag in ihr Bett gehen wĂŒrden. Auch ihr hattet einen ostersonntĂ€glichen Familientag hinter euch und ich vermute, bei all den Erlebnissen, die du da ihm Bauch deiner Mama bisher nur gedĂ€mpft mitbekommen hast, war die Neugier auf die Welt da draußen nun geweckt. Meine erste Untersuchung deiner Mama im GebĂ€rsaal ergab, dass es definitiv keinen Schlaf fĂŒr uns alle geben wĂŒrde, denn die ersten Zentimeter deines Geburtskanals waren bereits offen und weil deiner Mama das warme Wasser zu Hause schon so gut getan hatte, fĂŒllte dein Papa auch im GebĂ€rsaal die Badewanne. Und wĂ€hrend das Wasser lief, holte dein Papa dein Geburtstuch aus eurer Tasche, um es in den WĂ€rmeschrank zu legen und weil deine Eltern bereits deinen Namen in dein Tuch eingestickt hatten, wusste auch ich schon vor deiner Geburt, mit welcher kleinen Dame wir in den nĂ€chsten Stunden rechnen können. Auch zauberte dein Papa ein zuckersĂŒsses winzig kleines rosarotes Köfferchen hervor, darin deine ersten Kleidchen und es war deinem Papa anzusehen, wie er sich darauf freute, dir diese Kleider bald anziehen zu dĂŒrfen. Deine Mama fragte ich, ob sie den Duft von Rosen mag. Ich selbst finde, es gibt keinen passenderen Duft als den Geruch von Rosen, dem Duft der Liebe, um einen Menschen zu begleiten, wenn er in die Welt kommen darf , als auch wenn er diese wieder verlassen muss. Und so genoss deine Mama viele Stunden und eure Wehenpausen in der Badewanne, zusammen mit der von ihr ausgesuchten Entspannungsmusik und dem Duft von Rosenöl, lĂ€chelte deinen Papa, der ganz nah bei ihr sass, an und sah dabei so voller Vorfreude und wunderschön aus. Nichtsdestotrotz, du wolltest ja geboren werden und das hieß, die Wehen wurden immer wie intensiver, die Pausen zum Musik und Wasser genießen immer wie kĂŒrzer. Der Muttermund deiner Mama ging wunderbar auf, aber auch wenn deine Mama so unglaublich stark durch jede eurer Wehen ging, morgens um 3 Uhr merkten wir alle, wie nur schon unsere, die wir keine Wehen verarbeiten mußten, Energie am schwinden war, deine Mama hatte bis dahin ja noch so viel mehr geleistet. Und da ersichtlich war, dass du wohl erst bei Tageslicht auf die Welt kommen wĂŒrdest, entschieden deine Eltern , dass sich deine Mama mit Hilfe einer PeriduralanĂ€sthesie helfen lĂ€sst. Durch diese PDA konnte deine Mama sich fĂŒr die nĂ€chsten Stunden etwas erholen und auch wenn sie weiterhin jede Wehe sanft spĂŒrte, deine Mama konnte die Augen zu machen, sich entspannen und sichtbar wieder Energie tanken. Und auch dein Papa konnte nun fĂŒr einige Augenblicke seine Verantwortung abgeben, er wusste, dir und deiner Mama ging es gut, es brauchte fĂŒr deine Geburt einfach noch ein wenig Geduld und so fiel auch er fĂŒr einen Moment in seinem Papasessel in tiefen Schlaf. Warum wir diese Geduld noch brauchten konnte ich zum einen geburtstechnisch erklĂ€ren : dein Köpfchen hatte noch nicht die richtig perfekte Position im Becken deiner Mama gefunden und bei jeder Untersuchung spĂŒrte ich, wie du immer wieder versuchtest, rotierend den optimalsten Weg in die Tiefe zu finden, aber diese Milimeterarbeit ist nicht ganz so einfach und deswegen half dir deine Mama dabei, indem sie sich in den Wehenpausen jeweils in eine andere Position begab, einfach um dich und ihr Becken in Bewegung zu behalten. Eine andere, nicht wissenschaftlich fundierte BegrĂŒndung fĂŒr deine verzögerte Ankunft konnten wir augenzwinkernd deinem zukĂŒnftigen zweiten Namen zuteilen. Den hat dir deine eine Grossmutter ausgesucht und ARUNI ist thailĂ€ndisch und bedeutet Sonnenaufgang – da ist es ja wohl wirklich undenkbar, schon vor diesem geboren zu werden â˜ș! Nun, alle Geduld, alles Schaukeln und Positionswechseln,alles Abwarten hatte sich gelohnt, den Sonnenaufgang erlebten deine Eltern noch mit dir im Bauch deiner Mama , aber kurze Zeit spĂ€ter, wir waren genau seit 12 Stunden im GebĂ€rsaal, schenke deine Mama dir dein Leben und sie hat das mit so viel und solch unglaublicher Kraft, Energie und Liebe getan, es war nur mehr als hochverdient konnte sie dich kleines Wunder gesund und wunderschön in ihre Arme schließen. Dein Papa sĂŒĂŸe 🌾 ZOE ARUNI 🌾 war schon vor deiner Geburt verliebt in dich, jetzt aber, wo er dich sehen und berĂŒhren konnte, er seine beiden wertvollsten Frauen im Arm halten konnte, war es definitiv um ihn geschehen, du kleine sĂŒĂŸe Dame wirst von deinem Papa nicht nur geliebt sondern auch unvorstellbar verwöhnt werden, dein Papa hat das bereits noch im GebĂ€rsaal angekĂŒndigt und ich zweifel nicht daran, dass er das tun wird ( und sonst Zoe, frag mich, ich war Zeugin der Aussage 🙃! ) Mit deiner Mama wird dich fĂŒr immer eine unsichtbare Nabelschnur verbinden, schon wĂ€hrend deiner Geburt gab es immer mal wieder Momente, wo euer beider ❀-schlag auf dem CTG Monitor vollkommen identisch war, harmonisch. Ich hoffe und wĂŒnsche dir, deiner Mama und deinem Papa Unmengen an diesen harmonischen Momenten in eurem nun gemeinsamen Leben, liebevoll und verzaubernd! Sei von Herzen Willkommen 💝 💝 💝


🌾BENJAMIN OLIVER 🌾

4. April 2019

Lieber zauberhafter 🌾BENJAMIN OLIVER 🌾, mit deiner Geburt ging fĂŒr deine Eltern eine sehr lange, viele Jahre dauernde Reise des Warten, Hoffen, Bangen, Aufopfern, der gefĂŒhlten Niederlagen und des Nichtentmutigenlassen zu Ende. Das ich am Ende dieser Reise die letzten Meter mit deinen Eltern zusammen gehen durfte , habe ich deiner Mama zu verdanken. Deine Eltern hatten bereits relativ frĂŒh in eurer Schwangerschaft mit mir Kontakt aufgenommen, um mich als ihre Hebamme zu engagieren. Aber dein Geburtsmonat schien ein storchenfreudiger Monat zu werden und beim Anruf deiner Eltern hatte ich bereits der doppelten Menge an Geburtsbegleitungen zugesagt, als ich eigentlich einplane und so musste ich schweren Herzens deinen Eltern absagen. Deine Mama aber rief mich noch einmal wenige Tage vor deiner Geburt an und hinterließ auf meiner Mailbox eine Nachricht, die, nachdem ich sie abgehört hatte noch einmal und auch noch ein weiteres Mal anhörte, denn das, was mir deine Mama da aufs Band sprach, machte mich sprachlos und berĂŒhrte mich zutiefst , denn es war die Geschichte deiner Eltern und dir in 10 Minuten zusammengefasst, eure Geschichte, welche deine Eltern in den letzten Jahren erlebt hatten, damit du jetzt endlich als ihr so sehnlichst gewĂŒnschtes Kind geboren werden konntest. Und deine Mama sprach einfach nur ihre Hoffnung aus, dass inzwischen eines meiner Aprilbabys vielleicht schon frĂŒhzeitig auf die Welt gekommen wĂ€re und ich so doch noch Zeit finden wĂŒrde, euch bei eurer Geburt zu begleiten. Nun, die Aprilbabys hielten sich zwar alle mehr oder weniger an ihren Entbindungstermin , aber ich spĂŒrte, wie wichtig es in eurem Fall war, dass deine Eltern ein gut eingespieltes Geburtshelferteam fĂŒr eure Geburt brauchten und so sagte ich zu, auch dein Ankommen auf diese Welt mit deinem Geburtshelfer zu begleiten. Und so gab es sehr kurzfristig eine Geburtsvorbereitung in meiner Praxis und deine Eltern und ich besprachen ihre Vorstellungen und WĂŒnsche fĂŒr deine Geburt mit mir und auch wenn ihnen natĂŒrlich am wichtigsten dein gesundes Ankommen war, so war es ihr Wunsch, dass du so natĂŒrlich wie möglich auf diese Welt kommen darfst. Nachdem deine Eltern nun schon sehr lange auf dich und deine Schwangerschaft warten mussten, liessest du dir nun auch mit dem geboren werden Zeit und obwohl im VerhĂ€ltnis zu den vergangenen wartenden Jahren es nur wenige Tage waren, so wurden dennoch diese letzten Tage des Abwartens auch fĂŒr deine Eltern ein Geduldsspiel. Eine Woche nach deinem errechneten Entbindungstermin trafen wir uns in der Klinik um gemeinsam mit deinem Geburtshelfer zu besprechen, wie wir weiter in deinem Geburtsplan fahren. Die erste Untersuchung deiner Mama zeigte, dass dein Geburtsweg noch sehr unreif war und du es dir mit deinem Köpfchen sehr weit oben im Becken deiner Mama gemĂŒtlich gemacht hast. Um zu sehen, wie fit du bist, entschlossen wir uns, mittels eines Wehenmittels bei deiner Mama Kontraktionen zu erzeugen und wĂ€hrend dieser Zeit dich mit deinen Herztönen kontinuierlich zu ĂŒberwachen.Ziemlich rasch konnten wir Wehen auf dem Papier der Herzton- Wehenkurve sehen und du kleiner Mann nahmst jede Wehe mit Bravour und wir wussten, du hast genĂŒgend Reserven fĂŒr deine Geburt.Und weil nun klar war, dass du und deine Mama die Energie fĂŒr eure Geburt hatten, entschlossen wir uns, die nun schon vorhandenen leichten Kontraktionen mit einem weiteren Wehenmittel zu unterstĂŒtzen, damit deine Geburt richtig in Gang kommen kann. Da solche “ Einleitungen“ unter UmstĂ€nden ĂŒber viele Stunden Zeit brauchen bis richtige Geburtswehen vorhanden sind und deine Mama noch sehr entspannt auf das Kommmende wartete, ĂŒbernahm meine Hebammenkollegin ( MERCI GERLINDE ❀) solange die Betreuung von deinen Eltern, bis deine Mama meine UnterstĂŒtzung brĂ€uchte und ich ging in meine Hebammenpraxis, um noch so viel wie möglich Schlaf zu bekommen. Kurz nach Mitternacht rief mich meine Hebammenkollegin an, deine Mama hatte inzwischen viele regelmĂ€ĂŸige, etwas stĂ€rkere Kontraktionen, aber du zeigtest mit deinen Herztönen uns an, dass diese Wehen dir im Moment ĂŒberhaupt nicht passten. Und wĂ€hrend meine Kollegin deiner Mama mit einem Medikament die Wehen nahm und sie notfallmĂ€ssig auf einen Kaiserschnitt vorbereitete, fuhr ich so schnell es ging zu euch in die Klinik. Eigentlich hatte ich erwartet, dich bereits schon geboren im OP zu sehen, aber deine Herztöne hatten sich sehr schnell wieder erholt und ich traf deine Eltern im GebĂ€rsaal an, natĂŒrlich besorgt und nervös , aber deine Herztonkurve war wieder normal und wir beschlossen abzuwarten, deine Herztöne kontinuierlich zu ĂŒberwachen und euch die Zeit zu geben, die ihr braucht. Wehenmittel wurde nicht mehr benötigt , denn deine Mama hatte inzwischen ihre eigenen, richtig guten Kontraktionen. Und auch ihr Muttermund fing langsam an sich zu öffnen und vor allem DU hattest jetzt die richtige Position im Becken deiner Mama gefunden, sicher fĂŒr dich nicht komfortabel wie Stunden davor, aber du hattest dich entschieden, mit deinem Köpfchen nun mithelfen zu wollen, damit du geboren werden kannst. Auch deine Fruchtblase öffnete sich und damit kam noch mehr Dynamik in euren Geburtsverlauf. Deine Mama war hochkonzentriert, sie atmete durch eure Wehen so intensiv wie möglich, damit du genĂŒgend Sauerstoff bekommst, hörte dabei auf deinen Herzschlag und war so unglaublich tapfer – nur du warst in diesem Augenblick wichtig! Dein Papa hielt deiner Mama die Hand, redete beruhigend mit deiner Mama, schaute dabei immer wieder auf den Herztonmonitor und gab deiner Mama deine Herzfrequenz an und immer war dein Herzschlag im richtigen Tempo , deine Mama, dein Papa und du, ihr seit ein wunderbares Team gewesen! Mit welch kraftvollen Wehen deine Mama hat umgehen mĂŒssen, kann man sich schwer vorstellen, aber sie mĂŒssen enorm gewesen sein, denn nur 2,5 Stunden spĂ€ter, deine Mama kam an den Punkt an dem sie merkte, dass ihre KrĂ€fte nicht mehr lange ausreichen und wir uns bereits ĂŒber die Hilfe einer PeriduralanĂ€sthesie Gedanken machten, untersuchte ich deine Mama erneut und mit großem Erstaunen konnte ich deinen ebenso ĂŒberraschten Eltern sagen, dass wir bereits kurz vor dem Augenblick deiner Geburt standen . Deine Mama hatte also eure Geburt im Turbogang mit dir durchlebt und dieses hatte man deiner Mama nun wirklich nicht angesehen. Auch die letzte Phase deiner Geburt ging so schnell und so unkompliziert, deine Mama schob dich intuitiv langsam aus sich heraus, wir beide, dein Geburtshelfer und ich staunten einfach nur, wie wirklich wunderschön du von deiner Mama in diese Welt gelassen wurdest 
 Und da war er nun, der Moment, auf den deine Eltern so sehnlichst gewartet hatten! Dich deiner Mama in die Arme legen zu können, ihre TrĂ€nen des GlĂŒckes und die deines Papas zu sehen, es sind so magische Momente! Wir deckten dich mit deinem warmen roten Geburtstuch zu, du warst unmittelbar nach deiner Geburt bereits wunderbar rosarot, atmetest gut, hattest Unmengen an dunklen Haaren und öffnetest sehr schnell deine großen dunklen Augen! Dein Geburtshelfer untersuchte dich noch auf dem Bauch deiner Mama, alles war unauffĂ€llig und nachdem die letzten Stunden so rasant vorbei gegangen waren, war es jetzt an der Zeit, euch die ruhigen Momente zu ermöglichen, um das Ankommen von dir zu genießen, das Erlebte fassbar zu machen. Und wĂ€hrend draußen in den noch dunklen Morgenstunden dicke Schneeflocken vor dem Fenster tanzten ( du bist ein Aprilwetter- Baby â˜ș) telefonierte dein Papa, um jedem, der es wissen durfte, deine Geburt zu verkĂŒnden. Und er durfte so stolz sein, auf dich 🌾 BENJAMIN OLIVER 🌾 und auf deine Mama, auf seine nun vollstĂ€ndige wunderschöne Familie
. Kleiner bezaubernder Mann, die Kleidchen die dir dein Papa nach der Geburt angezogen hat, deine wunderschöne Decke in die wir dich fĂŒr dieses Foto hier gewickelt haben, so sorgfĂ€ltig und liebevoll von deiner Mama fĂŒr dich ausgesucht! Du wirst dein Leben lang von deinen Eltern so liebevoll behĂŒtet sein , sei auch von mir Herzlich Willkommen 💝 💝 💝


🌾 Aaleyah 🌾

27. MĂ€rz 2019

ZuckersĂŒsse Zaubermaus 🌾 Aaleyah 🌾, auf deine Geburt habe ich mich besonders gefreut, denn deine Eltern hatten schon vor deinem Ankommen einen ganz speziellen Platz in meinem Herzen. Deine Mama kenne ich bereits, seit sie ein kleines MĂ€dchen ist, denn die Mama deiner Mama ist eine meiner besten Freundinnen und da ist es natĂŒrlich auch fĂŒr mich eine ganz besondere Ehre, bei der Geburt des ersten Enkelkindes die „Familien“- Hebamme sein zu dĂŒrfen und deine Mama dabei zu begleiten, selber Mama zu werden. Und da deine Mama das gleiche Alter wie meine Ă€lteste Tochter hat, bist du auch fĂŒr mich ein ganz klein wenig (m-)ein Enkelkind ( ohne das ich mir schon den Namen Oma aufdrĂŒcken muss 😉). An deinem Geburtstag kam ich morgens um 3 Uhr von der Geburt von Baby Jonah aus dem GebĂ€rsaal und weil ich viel zu mĂŒde war, um noch nach Hause nach Meggen zu fahren, ging ich in meine Praxis um dort auszuschlafen. Bereits im Bett schrieb ich noch die ersten Willkommenszeilen fĂŒr Baby Jonah auf meinem Social Media Account und kaum veröffentlicht, „likte“ deine Mama diesen Beitrag. Nun, ich wusste also, dass deine Mama im gleichen Augenblick wie ich so frĂŒh morgens wach war und das konnten nur bedeuten, dass deine Mama entweder Wehen hatte und deswegen nicht schlafen konnte oder sie durch dich geweckt wurde, weil du auf ihre Blase drĂŒcktest und sie deswegen, so wie viele andere Frauen in den letzten Tagen der Schwangerschaft, auch Nachts mehrmals fĂŒr den Gang auf das WC geweckt wurde – eine prima gratis Trainingseinheit der Natur ĂŒbrigens zur Vorbereitung der Mamas auf die kommenden Monate des mehrmals Nachts Aufstehen mĂŒssen, um euch MĂ€usen euren Hunger stillen zu können 
.Nun, da deine Mama sich nicht bei mir meldete, ging ich hoffnungsvoll vom letzteren aus, denn ich war mĂŒde genug von meinem vergangenen ĂŒberlangen “ Arbeitstag“ . In Wirklichkeit hatte deine Mama allerdings ihre ersten Kontraktionen, aber weil sie sich denken konnte, wie mĂŒde ich nach einer Geburt morgens um 3 Uhr war, wollte sie mich noch nicht stören und rief stattdessen meine Hebammenkollegin im GebĂ€rsaal an, um sich dort die ersten Tipps zu holen. 3 Stunden spĂ€ter telefonierten wir aber dennoch, inzwischen war die Nacht vorbei und die Wehen deiner Mama hatten sie nicht schlafen lassen und auch wenn 3 Stunden Schlaf im Schlafzeituniversum eine Hebamme fast „ausschlafen“ bedeutet, waren deine Mama und ich tendenziell beide im gleichen MĂŒdigkeitszustand. Auch hörte sich deine Mama noch nicht danach an, dass wir bereits den GebĂ€rsaal aufsuchen oder mit Hebammenhilfe unterstĂŒtzen mĂŒssten und so gab ich deiner Mama noch verschiedene Hebammentipps, was deine Mama in den kommenden Stunden hilfreich zur Vorbereitung eurer Geburt machen konnte, ich selbst aber schlief nach dem Telefonat wieder ein . Mittags, als ich mit deiner Mama erneut telefonierte, hörte ich am Telefon inzwischen gut, wie deine Mama nun mit euren Wehen doch intensiver beschĂ€ftigt war und wir vereinbarten, dass deine Eltern zu mir in die Praxis kommen, damit wir schauen konnten wie es dir geht und ob bei deiner Mama die Wehen bereits erfolgreich arbeiteten. Und weil ich fest daran glaubte, dass deine Mama bereits wirklich unter eurer Geburt stand, zog ich mir bereits in der Praxis mein
„GeburtenOutfit“ an ( dh die High Heels stellte ich in die Ecke 😉), etwas, was ich normalerweise erst mache, wenn ich zu 100 % weiß, dass es definitiv zur Geburt kommen wird. Als ich dann deine Mama untersuchte, war ihr Muttermund bereits wunderbare 5 cm weit geöffnet, mehr als die HĂ€lfte eurer Geburt hatte deine Mama ganz alleine daheim und so unglaublich toll geschafft und auch jetzt war es deiner Mama nicht wirklich anzusehen, wie fest sie bereits am arbeiten war. WĂ€hrend wir noch deine Herztöne kontrollierten, zeigte ich deiner Mama, wie sie die nun immer stĂ€rker werdenden Kontraktionen besser veratmen und dir somit auch genĂŒgend Sauerstoff geben konnte und deine Mama setzt das sofort perfekt um. Meine Hebammenkolleginnen hatten inzwischen fĂŒr uns den GebĂ€rsaal vorbereitet und so konnte ich mit deinen Eltern in Ruhe nach Aarau fahren. Dort angekommen, atmete deine Mama durch eine Wehe zur nĂ€chsten, von einer Wehenpause zur anderen und sie mache das so wunderbar und ruhig, wir konnten gelassen alle notwendigen Vorbereitungen treffen, alle Voruntersuchungen machen, dein Papa bereits deine Kleidchen und dein Geburtstuch in den WĂ€rmeschrank legen, dein Namensschild aussuchen, das Essen fĂŒr deine Mama bestellen. Und weil deine Mama unbedingt in die Badewanne wollte und sich eine Geburt im Wasser sehr gut vorstellen konnte, wurde es langsam Zeit, dass dein Papa die Badewanne mit Wasser fĂŒllte und ich noch ein paar Tropfen Rosenduft dazu gab. Und deine Mama genoss die wohltuende Wirkung des warmen Wassers, dein Papa mache in der Zeit ein Foto von deiner Mama und mir, deine Mama strahlend schön und lĂ€chelnd in der Badewanne sitzend – unvorstellbar, dass deine Mama da bereits mitten unter eurer Geburt war! Und dennoch, wenn eine Wehe heranrollte, war auch deiner Mama anzusehen, mit welcher unvorstellbaren Naturkraft sie sich auseinandersetzen musste, aber die Wehen brachten eure Geburt voran und du halfst mit deinem Köpfchen mit und drĂŒcktest in jeder Wehe ordentlich mit nach unten. Inzwischen waren nun aber schon mehr als 17 Stunden vergangen, seit deine Mama eure ersten Wehen gespĂŒrt hatte und es war mehr als legitim, dass nach so einer langen Zeit auch die GebĂ€rmutter deiner Mama eine gewisse MĂŒdigkeit anzeigte. Ich wusste, deine Mama wollte so gerne dich im Wasser gebĂ€ren und wir versuchten noch, mit verschiedenen Tricks die GebĂ€rmutter zu animieren, stĂ€rkere Kontraktionen zu produzieren, aber in dem Moment, als du hĂ€ttest geboren werden können, fehlte die entscheidende Energie und so blieb uns nichts anderes ĂŒbrig, als deine Mama aus der Wanne an Land zu holen, damit dort die Schwerkraft besser wirken kann und wir mit UnterstĂŒtzung von etwas Wehenmittel die letzte Phase eure Geburt angehen konnten. Und deine Mama steckte die EnttĂ€uschung ĂŒber die nicht stattfindende Wassergeburt weg, nahm noch einmal all ihren Mut zusammen und holte sich ihre allerletzte Energie aus ihrem Energiespeicher und vor allem : sie hörte uns, ihrem Geburtshelferteam zu, wie sie ihre Kraft am Besten fĂŒr deine Geburt einsetzen konnte. Und deine Mama hat das so unglaublich beeindruckend gemacht, es war nur der schönste und fĂŒr sie absolut verdienteste Moment, dass ich dich ihr wenige Augenblicke spĂ€ter in ihre Arme legen konnte und du nur mit ihrer Kraft und ohne eine Verletzung der Geburtswege geboren werden konntest. Und in diesem Moment liefen die TrĂ€nen bei deiner Mama, die ersten TrĂ€nen, die sie als Mutter weinte, vor Erleichterung, vor Freude und vor allem aus Liebe! Und dein Papa, der die ganzen vielen Stunden deine Mama unterstĂŒtzt, sie gehalten, umarmt, sie getröstet und ihr Mut zugesprochen hat, er hielt in dem Moment deine Mama und dich, berĂŒhrt und kĂŒsste dich und ihm war in diesen so innig und berĂŒhrenden Momenten anzusehen, wie unglaublich stolz er auf deine Mama war und wie bereits unvorstellbar verliebt er in dich war. Nach den ersten Minuten des Ankommens, des Realisieren, dass ihr eure Geburt so gut geschafft habt, des in Augenschein nehmens von dir sĂŒssen Maus, war der Moment gekommen, an dem deine Eltern natĂŒrlich stolz verkĂŒnden wollten, dass du geboren worden bist. Und so telefonierte dein Papa all deinen zukĂŒnftigen Verwandten und Freunden und weil ich wusste, dass deine Großeltern zum Teil bereits schon den ganzen Nachmittag in der Klinik gewartet oder zu Hause natĂŒrlich wie auf Nadeln auf diesen Anruf gewartet hatten, bot ich deinen Eltern an, mit deinem WĂ€gen zu warten, bis deine Großeltern in der Klinik waren. Und natĂŒrlich wollten deine Großeltern mit dabei sein und deine Eltern wollten sie gerne bei diesem Augenblick mit dabei haben. Und so konnte ich kurze Zeit spĂ€ter miterleben, wie deine Großeltern zu dritt ganz andĂ€chtig einer nach dem anderen an dich und deine Mama herantraten, dich vorsichtig berĂŒhrten, begrĂŒĂŸten und deine Eltern umarmten. Und sie konnten mit zusehen, wie dein Papa dich auf die Waage legte, dir deine erste Windel anzog, dich in deine wunderschönen Kleidchen kleidete. Und natĂŒrlich war es auch fĂŒr mich ein sehr spezieller und berĂŒhrender Moment, meiner Freundin ihr erstes Enkelkind in den Arm legen zu dĂŒrfen! SĂŒsse 🌾Aaleyah 🌾, nachdem deine Eltern wieder mit dir alleine waren, deine Mama frisch geduscht und bereits toll zurecht gemacht, machten wir noch ein paar Erinnerungsfotos, darauf zu sehen ein wunderschönes, junges, stolzes Elternpaar, das dich bereits schon mit soviel Liebe in den Armen hielt! Ich bin mir sicher, ich werde noch viele solche Bilder von euch dreien sehen, möge genau dieser liebevolle Augenblick auf all diesen Fotos jedesmal darauf abgebildet sein!Sei von Herzen Willkommen 💝 💝 💝


🌾 JONA 🌾

26. MĂ€rz 2019

Wundervoller 🌾 JONA 🌾, dass ich innerhalb einer Woche mit 2 Schwestern ( die sich auch noch sehr Ă€hnlich sehen) jeweils ihre Geburt begleiten und erleben darf, das hatte ich in meiner Beleghebammenkarriere bis zu deiner Geburt noch nicht geschafft. Leevi, den ich vor dir hier auf meiner Seite begrĂŒĂŸen konnte, ist dein Cousin und es waren fĂŒr mich immer ganz besondere Momente, wenn ich deine Eltern wĂ€hrend eurer Schwangerschaft bei mir in der Praxis getroffen habe und deine Tante und dein Onkel zeitnah auch einen Termin bei mir auf dem weisse Sofa hatten. Deine Eltern konnten mir im Gegensatz zu deiner Tante und deinem Onkel bereits schon von ihren Geburtserfahrungen deines großen Bruders berichten. Der große Vorteil meiner Arbeit als Beleghebamme ist, dass ich in der Schwangerschaft meine Paare in der Regel mehrmals treffe, dabei mit ihnen ihre WĂŒnsche und Vorstellungen fĂŒr ihre Geburt besprechen kann und mir die Geburtserlebnisse, die Paare bereits schon erfahren haben, in Ruhe anhören kann. Manchmal bringen mir die Paare ihre Geburtsberichte mit und anhand dieser kann ich mit den Eltern noch einmal ihre erlebte Geburt besprechen. Dabei probiere ich Geschehnisse und Handlungen die damals passiert und fĂŒr die Eltern nicht verstĂ€ndlich waren, aus der Sicht des Geburtshelferteams zu erklĂ€ren, Unklarheiten zu bereinigen und auf diese Art manche Geburt noch einmal mit den Paaren „durch- und zu erleben “ und im optimalsten Fall zu verarbeiten. Vor nicht ganz 2 Jahren kam dein grosser Bruder ziemlich rasant auf die Welt. Und auch wenn sich eine „schnelle Geburt“ primĂ€r immer erst einmal toll anhört, manchmal sind die UmstĂ€nde bei solchen Turbogeburten dann doch nicht so wĂŒnschenswert. Der grĂ¶ĂŸte Wunsch deiner Eltern war es fĂŒr deine Geburt, die ersten Momente nach deinem Geborenwerden, das sogenannte Bonding, so intensiv wie möglich zu erleben, der direkte Hautkontakt vom Baby zur Mutter , die innigen, ruhigen ersten Momente zu dritt, das Auspulsieren lassen der Nabelschnur
. das war nach der Geburt deines Bruders damals nicht möglich und fehlten deiner Mama und deinem Papa. Und eine weitere Herausforderung fĂŒr deine Geburt war es ( nach der schnellen Geburt deines Bruders), dass wir alle, die bei deinem Ankommen mit dabei sein sollen, es ĂŒberhaupt rechtzeitig in den GebĂ€rsaal schaffen, denn dieses mal hatte nicht nur ich meinen ĂŒblichen Anfahrtsweg, auch deine Eltern brauchten je nach „Straßenzustand“ eine knappe Stunde, bis sie in der Klinik waren. Als dann an deinem Geburtstag deine Mama in den frĂŒhen Morgenstunden mit ihren ersten Wehen deinen Papa, euren Babysitter und mich weckte, war das Timing eigentlich perfekt, konnten wir doch alle auf leeren Autobahnen, noch vor der morgendlichen Rushhour ungestört in den Aargau fahren. Wie immer telefoniere ich dann noch einmal von unterwegs mit meinen Paaren, um mit ihnen zu entscheiden, ob wir uns direkt in der Klinik oder erst in meiner Praxis treffen. Deine Eltern standen bei diesem Telefonat bereits vor meiner Praxis, die Wehen, die deine Mama spĂŒrte, zwar noch vorhanden, aber bei weitem nicht mehr so intensiv, wie wenige Stunden zuvor. Und so konnten wir in aller Ruhe deine Mama und dich kontrollieren. Alles war bestens, dir und deiner Mama ging es gut und ihr zwei hattet definitiv vor, heute euren Geburtsweg zu gehen, allerdings wart ihr zwei bildlich gesprochen noch am diskutieren, mit welchen Wanderschuhen ihr eure gemeinsame Reise gehen möchtet, sprich – es war noch nicht der perfekte Zeitpunkt fĂŒr den GebĂ€rsaal gekommen. Und deine Mama beschloss, dir und ihr noch einen Moment Ruhe daheim zu gönnen und deinem Papa und mir noch die Zeit zu geben, alle Termine in unseren Praxen erledigen zu können. Und deine Mama wusste, wann dein Papa seinen letzten Patienten hatte, genau dann liess deine Mama nĂ€mlich fĂŒr eure Geburt los und eure Wehen richtig zu ( wie Ă€ußerst Hebammenpraktikabel wĂ€re das, wenn es immer so funktionieren wĂŒrde â˜ș) und dieses Mal ging es direkt und zĂŒgiger in den GebĂ€rsaal, die abendliche Aarauer Strassenrushhour war zum GlĂŒck gerade vorbei. Im GebĂ€rsaal angekommen, hatte deine Mama bereits mehr als die HĂ€lfte euer Geburt geschafft und es war deutlich zu spĂŒren, wie du mithelfen wolltest bei eurer Geburt. Es wurde also Zeit, die Badewanne mit Wasser zu fĂŒllen, deine Kleidchen und dein Geburtstuch in den WĂ€rmeschrank zu platzieren und den GebĂ€rsaal mit etwas Rosenduft zu bereichern. Und die Minuten, bis die Wanne gefĂŒllt war, stand und lief deine Mama durch eure Wehen und dein Papa hielt deine Mama im Arm, gab ihr Halt und Zuversicht und auf dem letzten Foto, dass ich so von deiner Mama mit Bauch “ an Land“ noch machte, lĂ€chelte sie, deine Mama wusste, dass alles seine Richtigkeit hatte und gut werden wĂŒrde. Als sie wenige Momente spĂ€ter das warme, sie tragende Wasser geniessen konnte, bat sie deinen Papa ihre vorbereitete Musikplayliste abzuspielen, die aus den Filmmusikkompositionen von Hans Zimmer zusammengestellt war und ich, als grosser Hans Zimmer-Fan war natĂŒrlich begeistert, dass du zu der monumentalen und wunderschönen Musik von ihm geboren werden solltest. Auch euer Geburtshelfer war nun im GebĂ€rsaal ( und somit hatten wir es tatsĂ€chlich alle geschafft, bei deiner Geburt IM GebĂ€rsaal zu sein ✅â˜ș) und es lief gerade eine sehr dĂŒstere Streicherpassage aus „A Dark Knight“ und euer Geburtshelfer wunderte sich im Moment seines Ankommens, denn fĂŒr ihn klang die Musik zunĂ€chst eher wie eine schleudernde Waschmaschine ( und ich werde ab jetzt wohl fĂŒr immer und ewig nur noch schleudernde Waschmaschinen an dieser Stelle der Filmmusik hören â˜șâ˜șâ˜ș .) Dein Papa ĂŒbersprang „A Dark Knight“ und wĂ€hlte den nĂ€chsten Titel der Liste an und ab dann konzentrierten wir uns weniger auf die Musik, sondern ganz auf deine Mama, denn ihre Wehen hatten jetzt eine IntensitĂ€t angenommen, in der man Musik kaum noch wahr nimmt. Deine Eltern baten mich, noch einmal deine Mama zu untersuchen und wĂ€hrend ich tasten konnte, dass nur noch ein kleiner Rand vom Muttermund spĂŒrbar war, öffnete sich deine Fruchtblase und du drĂŒcktest mit deinem Köpfchen den restlich vorhandenen Muttermund einfach zur Seite. Und deine Mama musste nicht zum Pressen angeleitet werden, ganz intuitiv und durch die dĂ€mpfende Wirkung des Wassers unterstĂŒtzt, atmete und schob sie dich mit der Kraft, die sie fĂŒr richtig empfand aus sich heraus. Nur 5 Minuten nach eurem Blasensprung wurdest du unter Wasser geboren und weil deine Mama dich in der 4 FĂŒssler – Position geboren hatte, liess ich dich immer noch unter Wasser ( die pulsierende Nabelschnur versorgt euch MĂ€use ja weiterhin mit Sauerstoff und den ersten Lungenatemzug macht ihr erst, wenn eure Haut Luftkontakt bekommt) und deine Mama konnte sich in die sitzende Position umdrehen, dich unter Wasser ansehen, in ihre HĂ€nde nehmen und dich selbst an die WasseroberflĂ€che holen, damit du deinen ersten Atemzug machen konntest . Und alle wunderbaren Emotionen, die Frau in so einem Augenblick erleben kann, durchlebte deine Mama, Erleichterung, Freude, Erstaunen, Fassungslosigkeit, GlĂŒck, Liebe! Und als ob du gewusst hast, wie wichtig dein erster Schrei fĂŒr deine Eltern war, tatest du ihnen den Gefallen und liessest deine Stimme hören und auch jetzt endlich war fĂŒr deinen Papa die Gewissheit da , dass alles in Ordnung war und er konnte dich und deine Mama umarmen und beschĂŒtzend in den Arm nehmen. Kleiner und so zauberhafter Jona, wir konnten dir und deinen Eltern auch weiterhin die Ruhe und die Zeit zum Ankommen geben, die ihr brauchtet und um diese so wertvollen Momente auskosten zu können, denn euch dreien ging es gut und es war nicht notwendig, euch zu stören. Irgendwann durchtrennte dein Papa noch in der Badewanne deine Nabelschnur und wir konnten dich, in warme TĂŒcher gewickelt, auch ihm in den Arm geben und er beobachtete dich und sah dich ganz genau an und deine Eltern stellten zusammen fest, dass du mit ziemlicher Sicherheit die Nase ( eine wunderschöne wohlgemerkt!) von deinem Papa vererbt bekommen hast und dein Papa mache da deiner Mama eines der liebevollsten Komplimente, die ich je im GebĂ€rsaal nach einer Geburt zu Gehör bekommen habe, denn er sagte zu dir kleinem Mann, dass du 🌾 JONA 🌾 mit dieser Nase nur die allertollsten Frauen in deinem Leben kennenlernen wirst, den er hĂ€tte mit dieser Nase die beste aller Frauen kennenlernen dĂŒrfen : deine Mama ! Sei von Herzen Willkommen 💝 💝 💝


🌾 LEEVI MIKA 🌾

21. MĂ€rz 2019

SĂŒsser, wirklich kleiner 🌾 LEEVI MIKA 🌾, deine Mama hĂ€tte dir gerne am FrĂŒhlingsanfang deinen Geburtstag geschenkt – einen Tag spĂ€ter wolltest du und musstest  du sehr schnell geboren werden.Das Startzeichen fĂŒr dein Ankommen hast du aber dennoch am gewĂŒnschten FrĂŒhlingsanfangstag gegeben – wenige Minuten vor Mitternacht rief deine Mama mich nĂ€mlich an, dass sie die ersten Wehen spĂŒre und sich deshalb eine WehenApp heruntergeladen hĂ€tte. Deine Mama hörte sich am Telefon aber noch sehr entspannt an, auch traten eure Wehen noch in relativ großen AbstĂ€nden auf und so empfahl ich deiner Mama erst einmal abzuwarten, die WehenApp lieber links liegen zu lassen und von Vorteil sich noch etwas Ruhe zu gönnen. Auch ich ging schnell ins Bett, mit der Erwartung, dass deine Mama mich unter UmstĂ€nden schon bald wieder wecken wĂŒrde. Das hat sie dann aber erst in den frĂŒhen Morgenstunden gemacht, inzwischen kamen eure Wehen hĂ€ufiger und deine Mama hatte ( im Gegenteil zu mir) in der Nacht wohl keine Minute Schlaf gefunden. Um zu sehen, ob diese unruhige Nacht bei deiner Mama schon zu eurem Geburtsbeginn gefĂŒhrt hatte, verabredeten wir uns in meiner Praxis, damit ich deine Mama untersuchen und deine Herztöne kontrollieren konnte. Und meine erste Untersuchung zeigte, dass die Wehen der letzten Nacht den Muttermund deiner Mama schon etwas eröffnet hatten und vor allem, dass du kleiner Mann ( und wir wussten da bereits schon, dass du ein kleiner Mann werden wĂŒrdest â˜ș) dich schon wunderbar mit deinem Köpfchen in das Becken deiner Mama begeben hast. Dieser Untersuchungsbefund fĂŒhlte sich so an, dass wir zwar noch am Anfang euer Geburt standen, ich aber das GefĂŒhl hatte, dass eure Geburt nicht ĂŒberdurchschnittlich lange gehen wĂŒrde und wir mit deinem Ankommen sicher noch am Tag, und zwar am gleichen Tag, rechnen können. Als ich dann deine Herztöne kontrollierte, hörten die sich die ersten Momente ganz wunderbar an, als dann aber deine Mama eine Wehe spĂŒrte, verlangsamte sich dein Herzschlag deutlich. Da deine Mama zunĂ€chst noch von der Muttermundsuntersuchung auf dem RĂŒcken lag und diese Position unter UmstĂ€nden fĂŒr euch MĂ€use nicht so optimal ist, legen wir deine Mama erst auf die Seite und als auch dort deine Herztöne  mit der nĂ€chsten Wehe wieder viel zu langsam wurden, probierten wir noch eine aufrechtere Position und ich zeigte deiner Mama, wie sie besonders intensiv dir mit ihrer Atmung Sauerstoff geben konnte. Deine Mama hat diese intensive Atmung so gut umgesetzt, dass es dir wirklich besser zu gehen schien. Dennoch war es wichtig, dass wir nun zĂŒgig in die Klinik fuhren und ich informierte deinen Geburtshelfer und die Hebammen in der Klinik, die in der Zeit, bis wir bei ihnen waren, bereits alle erforderlichen Vorbereitungen fĂŒr deine Geburt trafen, sei es im GebĂ€rsaal oder im OP. Im GebĂ€rsaal angekommen beobachteten wir sofort wieder deine Herztöne und wĂ€hrend deine Mama weiterhin in jeder Wehe dir mit ihrer Atmung so viel Sauerstoff wie möglich gab, sah man deutlich, dass  dich die Wehensituation auf Dauer zu stark ĂŒberfordern wĂŒrde. Auch weil wir noch am Anfang euer Geburt standen, also mit deiner Geburt nicht in Minuten rechnen konnten, machte es absolut Sinn, dich nicht weiter diesen Wehen auszusetzen, sondern wir entschieden uns, dass du schnell und per Kaiserschnitt geboren werden solltest. Und so gab ich deiner Mama ein Medikament, welches die dich stressenden Wehen hemmte und mit Hilfe von meinen Kolleginnen und dem AnĂ€sthesisten bereiteten wir deine Mama auf die bevorstehende OP vor. Inzwischen war auch deine Grossmutter im GebĂ€rsaal angekommen. In einer der geburtsvorbereitenden GesprĂ€che in meiner Praxis Ă€ußerten dein Papa und deine Mama den großen Respekt, den sie vor deiner Geburt hatten. Und weil es eure aller erste Geburt war und deine Eltern unsicher waren, wie sie in Stresssituationen reagieren wĂŒrden und weil dein Papa einfach nur das Beste und Sicherste fĂŒr dich und deine Mama haben wollte, sich aber nicht sicher war, ob er das in diesem Moment geben könnte, gab die Möglichkeit, die Mama deiner Mama auch mit zu deiner Geburt mit zu nehmen deinen Eltern die Sicherheit, dass dein Papa jederzeit mit deiner Grossmutter gemeinsam deine Mama unterstĂŒtzen konnte. Und so fuhren wir zu dritt deine Mama in ihrem Bett in den OP und wĂ€hrend deine Mama vom AnĂ€sthesisten vorbereitet wurde, entschieden dein Papa und deine Grossmutter, dass deine Grossmutter deiner Mama im OP die Hand hielt und wĂ€hrend dein Papa im CafĂ© des OP-Trakt, er in OP Kleidung, mit OP Haube und Mundschutz ausgestattet (natĂŒrlich nervös!) wartete, setzte ich deine Grossmutter neben deine Mama und deine Grossmutter hielt deine Mama ganz ganz fest und sprach und beruhigte ihre Tochter, so wie es nur MĂŒtter mit ihren Töchtern tun können. Und auch deine Mama war nervös, ich bin fest davon ĂŒberzeugt, dass es fĂŒr deine Eltern bisher keine vergleichbare Situation in ihrem bisherigen Leben gegeben hat! Zum GlĂŒck mussten wir nicht lange auf dich warten, wenige Minuten nach dem OP Beginn gab mir dein Geburtshelfer dich kleinen Mann in die Arme und du erschienst wirklich winzig und zerbrechlich. FĂŒr den ersten Moment nahm ich dich auf eine wĂ€rmende Unterlage, hĂŒllte dich in wĂ€rmende TĂŒcher und hörte mir deine Herztöne an. Alles sah gut aus, du warst rosarot, holtest gut Luft, bewegtest dich gut und versuchtest dich an das Stethoskop zu klammern. Bevor ich dich in euer rotes Geburtstuch wickelte und dich deiner Mama auf die Brust legte, mache ich die ersten Fotos von dir, damit ich sie spĂ€ter deinen Eltern zeigen konnte. Und als deine Mama dich von mir in ihre Armen gelegt bekam und deine Grossmama dich und deine Mama  hielt, war alle NervositĂ€t vorbei, deine Mama konnte sehen, wie gut es dir ging und wie absolut bezaubernd du aussahst. Mit großen Augen schautest du unter deinem Tuch hervor und diese Momente und Minuten fotografierte und filmte ich und weil es euch so gut ging , konnte ich schnell zu deinem Papa eilen  und ich zeigte ihm alle Aufnahmen, die ich von dir gemacht hatte und endlich konnte auch dein Papa durchatmen, er wusste, dir ging es gut und ich denke, von nun an konnte es ihm nicht schnell genug gehen, dass er dich endlich selbst in die Arme nehmen konnte. Lange dauerte es auch nicht mehr, noch im OP Gang konnte deine Grossmama dich ihm ĂŒberreichen und  ich deinem Papa gratulieren! Deine ersten Stunden verbrachte ihr alle gemeinsam im Aufwachraum, dein Papa wickelte dich aus den TĂŒcher und zum ersten Mal hielt er nur dich pur, ohne TĂŒcher  und legte dich deiner Mama auf ihre Brust und auch deine Mama konnte dich nun endlich richtig berĂŒhren, umarmen, festhalten. Und deine Eltern konnten nun entspannen, deiner Mama war das GlĂŒck so schön anzusehen. Dein Papa hatte noch einmal die Gelegenheit, die Nabelschnur zu durchtrennen und die ersten ZĂŒge an der Brust deiner Mama machtest du perfekt und hungrig. Weil du kleiner Mann  noch etwas MĂŒhe hattest deine Temperatur zu halten, holte ich erneut die WĂ€rmeunterlage und auf der lagst du dann zufrieden, schautest unter deinem roten Geburtstuch wach hervor und hieltest den Finger deiner Mama ganz ganz fest  ( und  in diesem Augenblick entstand dieses Foto hier fĂŒr meine Seite 😊) . Zauberhafter 🌾 LEEVI MIKA 🌾 die Sorgen, die deine Eltern unmittelbar vor deiner Geburt hatten, konnten nun endlich weichen, auch die KinderĂ€rztin, die so ganz liebevoll deine erste Untersuchung von dir machte, konnte bestĂ€tigen , dass alle ersten EindrĂŒcke von dir in Ordnung waren, deine Eltern konnten nun wirklich mit dir an deinem Geburtstag ankommen. Und auch wenn eure Geburtsgeschichte anders verlaufen ist, als sie deine Mama und dein Papa sich vorgestellt hatten, letztendlich war der Augenblick , wo deine Mama dich voller Liebe in ihren Armen hielt und dein Papa stolz bei seiner kleinen Familie stand , der absolut gleiche Augenblick , den ich bei jeder Geburt erleben darf, ein Augenblick der ZĂ€rtlichkeit, des Geborgen seins und der bedingungslosen Liebe zu dir , sei von Herzen Willkommen 💝 💝 💝


🌾 LADINA 🌾

17. MĂ€rz 2019

ZuckersĂŒsse 🌾 LADINA 🌾, wenn ich heute deinen Geburtsbericht schreibe, so beginnt er eigentlich mit der Geburt deines großen Bruders vor etwas mehr als zwei Jahren. Damals war dein Geburtshelferteam ausgerechnet an seinem Geburtstag nicht fĂŒr Geburten erreichbar und die Ă€ußeren UmstĂ€nde seiner Geburt fĂŒhrten dazu, dass dein Bruder sehr schnell im OP geboren werden musste und auch die ersten Kennenlernmomente deiner Mama mit ihm viel spĂ€ter als geplant stattfanden. In der Zeit, in der ich deine Mama und deinen Bruder im Wochenbett betreut habe, sprachen wir noch einige Male ĂŒber solche Notfallsituationen, die in der Geburtshilfe immer wieder passieren und wenn auch NATÜRLICH zuvorderst die Gesundheit von Mama und Kind stehen, so ist es dennoch absolut legitim, dass Frauen enttĂ€uscht und traurig sind, wenn ihre GeburtswĂŒnsche nicht in ErfĂŒllung gehen konnten. Als deine Mama dieses Mal mit dir schwanger wieder in meiner Praxis sass und wir deine Geburt und die WĂŒnsche deiner Eltern besprachen, ging deine Mama jetzt mit weniger Erwartungen an deine Geburt heran. Auch wenn ihr grösster Wunsch, dich im GebĂ€rsaal in die Arme nehmen zu können, ihr oberstes Ziel blieb, so hoffte sie diesmal wenigsten genĂŒgend Zeit zu haben, um die Erfahrung zu machen , Wehen zu spĂŒren und dich unmittelbar nach der Geburt berĂŒhren und hören zu können.Als der Tag des errechneten Entbindungstermins kam,konnten wir alle noch entspannt bleiben, auch wenn du noch keinerlei Anzeichen fĂŒr dein Geborenwerden zeigtest, dir und deiner Mama ging es gut und glĂŒcklicherweise geben wir euch MĂ€usen noch 14 Tage lĂ€nger Zeit, eure Geburt selbst in Gang zu setzten. Diese 2 Wochen waren dennoch eine Geduldsprobe fĂŒr deine Eltern, jedes kleinste Ziehen im Bauch deiner Mama wurde sehnlichst erwartet, aber nie wurde daraus eine WehentĂ€tigkeit, die uns in den GebĂ€rsaal fĂŒhren konnte. Als am Tag 12 nach deinem offiziellen Termin du scheinbar immer noch entspannt deine Mama lieber um dich herum haben wolltest, als neugierig auf die Außenwelt zu sein, blieb uns nichts anderes ĂŒbrig, als einen Termin 2 Tage spĂ€ter fĂŒr deine Geburtseinleitung im GebĂ€rsaal abzumachen und als ob es einfach diesen Termin gebraucht hĂ€tte, wenige Stunden, nachdem der Zeitpunkt auf einen Sonntag definiert war, spĂŒrte deine Mama ihre ersten richtigen eigenen Wehen, noch nicht sehr intensiv, aber dennoch so, dass wir hoffen konnten, dass du kleine Maus doch ganz alleine auf die Welt kommen kannst. Und so „wehte“ deine Mama den ganzen langen Samstag mal mehr und mal weniger vor sich hin und als ich mich schon mal vorsichtshalber am Abend nach Suhr in meine Praxis bewegte, telefonierten wir lange miteinander, denn ich hoffte, dass deine Mama nach diesem langen Tag dennoch irgendwie noch zu etwas Schlaf kommen könnte. Aber du hieltest nichts von Schlafmomenten fĂŒr deine Eltern, die Wehen wurden fĂŒr deine Mama nun immer wie intensiver und wir machten uns auf den Weg in den GebĂ€rsaal. Dort liess dein Papa deiner Mama sogleich Wasser in die Badewanne ein, damit deine Mama die wohltuende Wirkung des warmen Wassers genießen konnte. Und weil dein Köpfchen noch nicht so viel mithalf, bewegte deine Mama sich im Wasser unermĂŒdlich, sass, kniete, blieb aufrecht, alles, um deine Geburt positiv zu unterstĂŒtzen. Das machte deine Mama die ganze lange Nacht und dein Papa und ich waren tief beeindruckt, was deine Mama da leistete. In den frĂŒhen Morgenstunden aber merkte man, wie die KrĂ€fte deiner Mama nach so einem Marathon, der nun doch schon etliche Stunden von deiner Mama gelaufen wurde, langsam nachliessen, ganz im Gegensatz zu den Wehen deiner Mama und da ich durch eine Untersuchung deiner Mama davon ausgehen konnte, dass deine Geburt noch nicht greifbar nah war, entschieden wir uns, deiner Mama mit einer PeriduralanĂ€sthesie zu helfen, so konnten die Wehen deiner Mama weiter arbeiten, deine Mama aber wertvolle Momente etwas zur Ruhe und Erholung kommen und auch dein Papa, der die ganze Nacht bei deiner Mama blieb um fĂŒr sie da zu sein, nahm sich die GebĂ€rmatte des Geburtenhockers und ein Kissen und legte sich neben das Bett deiner Mama an den Boden und deine Eltern konnten so ein wenig Schlaf finden. Am Sonntagmorgen untersuchten wir deine Mama erneut und auch wenn deine Mama die ganze Zeit Wehen hatte, einen wirklichen Geburtsfortschritt hatte es nicht gegeben, dein Köpfchen konnte nicht helfen, eure Geburt voranzubringen . Und deine Eltern schauten sich bei diesem Befund in diesem Moment an und deine Mama sagte uns sehr ruhig und bewusst , dass fĂŒr sie und deinen Papa bereits alles, was sie sich gewĂŒnscht hatten, erfĂŒllt worden war, nĂ€mlich das du alleine entscheiden konntest, wann du geboren wirst und das deine Mama nun sehr wohl wusste, wie sich Wehen anfĂŒhlen. Und so trugen deine Eltern gemeinsam mit uns den Entscheid auch fĂŒr deine Geburt in den OP zu fahren und dieser Entscheid fĂŒhlte sich fĂŒr alle richtig an. Liebe 🌾 LADINA 🌾, letztendlich bist du ein SONNTAGSKIND geworden, ein wunderhĂŒbsches und ein ganz schön schweres dazu! Mehr als 4200 g zeigte die Waage mit deinem Geburtsgewicht an , verstĂ€ndlich hattest du MĂŒhe, den Weg durch das Becken deiner Mama zu finden. Und auch wenn dein Gewicht und deine LĂ€nge nicht unbedingt zierlich waren, in den riesigen HĂ€nden deines Papas erschienst du in diesem Moment wo er dich vorsichtig und so liebevoll, so stolz aus deinem Geburtstuch wickelte, um dich genau so wie du aus dem Bauch deiner Mama gekommen bist, endlich deiner Mama in ihre Arme zu legen, in diesem Moment, den deine Mama so herbei gesehnt hatte, in diesem Augenblick warst du das winzig kleine und dennoch so riesengroße GlĂŒck deiner Eltern. Und ich war froh, konnte ich diesen Moment filmen und festhalten fĂŒr deine Eltern, denn diese berĂŒhrenden Minuten sind es wert, jedes Jahr an deinem Geburtstag angesehen zu werden, sei von ganzem Herzen Willkommen 💝 💝 💝


🌾 MARIEL 🌾

4. MĂ€rz 2019

Kleine Zaubermaus 🌾 MARIEL 🌾, bevor ich jetzt hier
deinen Geburtsbericht schreibe, habe ich eben noch einmal meine Zeilen gelesen, die ich beim Ankommen deiner nun großen Schwester ANIC vor noch nicht all zu langer Zeit fĂŒr sie hier geschrieben habe. Die Geburt deiner Schwester war eine der lĂ€ngsten dauernden Geburten, die ich in meiner Beleghebammenkarriere betreut habe und deiner Mama habe ich damals nach der Geburt symbolisch den grĂ¶ĂŸten Verdienstorden fĂŒr ihre immense Leistung an die Brust geheftet. Deine Schwester wurde in der Zeit geboren, in der die Menschen kostĂŒmiert wild mit Konfetti um sich werfen und zu schrĂ€ger Guggenmusik auf den Straßen tanzen und auch du schienst ein Fasnachtsfan zu sein ( etwas, was in deiner Familie eigentlich obligat ist 😉) , denn deine Mama schrieb mir am Fasnachtsmontag frĂŒh morgens freudig, dass ihre Woche schon mal gut mit leichten Kontraktionen anfĂ€ngt. Da deine Mama am Vormittag sowieso einen Kontrolltermin bei eurem Geburtshelfer hatte, konnte der dann auch bestĂ€tigen, dass wir zwar alle noch ganz entspannt bleiben können, du aber wohl nicht mehr tagelang auf dich warten lassen wirst. Als deine Mama dann am Nachmittag mir erneut schrieb, dass sie nun doch langsam deinen Papa nach Hause holt und den Babysitter organisiert, machte auch ich mich in Meggen parat und fuhr durch Fasnachtsluzern ( das damit mein diesjĂ€hriger Beitrag zur Fasnacht war 🙃). Nun besagt meine Erfahrung, wenn ich ruhig und ohne Adrenalin in die Praxis fahren kann, dauern die Geburten in der Regel noch etwas und als ich in Suhr in die Garage fuhr, schrieb ich deiner Mama, dass ICH auf alle FĂ€lle „parat“ und im Aargau wĂ€re. Deine Mama aber wollte zunĂ€chst noch mit deinem Papa etwas essen gehen und im Anschluss zu einer Kontrolle bei mir vorbei kommen – nun, wenn Frauen mir mit Wehen sagen, dass sie noch Hunger spĂŒren oder sich sogar noch auf den Weg in ein Restaurant begeben, kann ich erst einmal davon ausgehen, dass diese Wehen wohl noch nicht die wahren Geburtswehen sind, denn in der Regel, verschwindet das HungergefĂŒhl unter der Geburt und wird im ungĂŒnstigsten Fall durch Übelkeit ersetzt, bzw sorgt der Körper von selbst dafĂŒr, dass der Magen wĂ€hrend der Wehen nicht auch noch arbeiten muss und entleert sich vorher
.. Da nicht wissend, wie lange wohl die kommende Nacht fĂŒr uns alle wird, machte auch ich mir erst einmal etwas zu essen und wartet hebammenruhig ab, bis deine Eltern bei mir klingelten. Als ich dann deinen Eltern die PraxistĂŒr öffnete, hatte deine Mama gerade eine Wehe und die sah gut aus! Kaum war die Wehe aber vorbei, sah man deiner Mama ĂŒberhaupt nicht mehr an, dass sie anscheinend unter eurer Geburt stand, sie lĂ€chelt und war fröhlich, war entspannt und neugierig, wie weit die Wehen sie bereits gebracht hatten. Auch dein Papa war noch sehr relaxt und um so schöner war es, als ich durch meine Untersuchung deinen Eltern sagen konnte, dass deine Mama bereits die HĂ€lfte eurer Geburt geschafft hatte und das du bereits ganz fleißig mithilfst, dass die zweite HĂ€lfte noch schneller gehen wĂŒrde ( deine Hilfe hat deine Mama aber schon gut gespĂŒrt â˜ș). Und auch wenn alles so wunderbar locker bei deiner Mama aussah, es wurde Zeit, dass wir in die Klinik fuhren, denn eine Praxisgeburt war nicht unbedingt geplant. Im GebĂ€rsaal wurde sogleich die Badewanne mit Wasser gefĂŒllt, deine Mama wartete geduldig, bis die 700 l Wasser die Wanne gefĂŒllt hatten und nur wenn man genau hinsah, konnte man sehen, wie intensiv nun doch die Wehen fĂŒr deine Mama wurden . Und so war ich froh, konnten wir deiner Mama kurze Zeit spĂ€ter die wohltuende Wirkung des Wassers ermöglichen und eigentlich hĂ€tte ich deiner Mama viel mehr Zeit im Wasser gegönnt, aber du wolltest einfach geboren werden! Nur eine halbe Stunde nachdem deine Mama sich in die Badewanne begab, eine Stunde nachdem wir im GebĂ€rsaal angekommen waren , öffnete sich deine Fruchtblase und deine Mama konnte dich von deinem warmen Fruchtwasser in das warme Badewannenwasser gebĂ€ren. Und deine Mama nahm dich sogleich in ihre Arme, deine vielen dunklen Haare schauten unter deinem Frotteetuch hervor, deine Augen waren offen und dein Papa hielt dich und deine Mama mit einer großen Umarmung im Wasser beschĂŒtzend fest – ein Bild so friedvoll, ruhig und voller Liebe und es war das einzige, was ich in diesem Moment tun musste – diesen Augenblick fĂŒr die Ewigkeit ( und fĂŒr euer Familienalbum) mit der Kamera festzuhalten. FĂŒr all das, was nach der Geburt kommt, dein Wiegen und Messen, deine erste Untersuchung, das Ansetzten und Anziehen von dir, deine Namenskette -fĂŒr all das konnten wir uns nun mehr Zeit nehmen und man merkte deinen Eltern an, dass sie den Umgang mit einem Baby bzw Neugeborenen noch immer sehr routiniert im Griff hatten. Als ich dann spĂ€ter deiner Mama ihre Tasche gab, damit sie sich frische Kleider heraus suchen konnte, fiel uns eine große TĂŒte M&ms entgegen, die deine Mama vorsorglich eingepackt hatte und wir mussten beide schmunzeln – denn diese M&ms hatten eine gewisse Symbolik. Hatte ich deiner Mama nach der langen Geburt deiner Schwester symbolisch einen Verdienstorden verliehen, so hatte mir deine Mama damals in ihrem Wochenbett sehr real einen glĂ€sernden „Hebammenpokal“ voll gefĂŒllt mit M&ms ĂŒberreicht ( wohl wissend, dass bei mir ein gewisses Suchtpotenzial zu den bunten Dingern existiert), mit dem Hintergedanken, dass ich bei jeder weiteren lĂ€ngeren Geburt mit einem Griff in den Pokal mich stĂ€rken und Energie gewinnen kann. Als deine Mama zu einer Schwangerschaftskontrolle mit dir zu mir kam, brachte sie 2 KILO!!! M&ms mit, damit ich den Pokal auffĂŒllen kann ( nun, er ist eigentlich immer gefĂŒllt 😆) und so bat ich sie, wenigstens 1 Kilo wieder mitzunehmen und fĂŒr die Geburt bereit zu halten, fĂŒr den Fall, dass es auch dieses Mal lĂ€nger gehen wĂŒrde und wir alle Beteiligten Energiezufuhr in Form von M&ms brĂ€uchten – nun, diese TĂŒte konnte geschlossen den GebĂ€rsaal wieder verlassen ( und ich hoffe, deine Mama geniesst die bunten Dinger ganz fĂŒr sich alleine 😀)!!!
SĂŒsse 🌾 MARIEL 🌾 ich habe mich so gefreut, konnte ich mit deinen